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58 von 72 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Lebenszeit statt Geld = Kapitalismus in seiner extremsten Form - düster aber leider nicht konsequent umgesetzt
>>> ZUM FILM <<<
Der Name Andrew Niccol ist vermutlich nur wenigen Filmfans ein echter Begriff. Zählt man jedoch ein paar der Filme auf, an denen Niccol als Regisseur, Drehbuchautor oder Produzent beteiligt war, beginnen die Augen vieler Fans zu leuchten: Die Truman Show, Lord of War - Händler des Todes, Gattaca. Und ob es nun die...
Vor 24 Monaten von H. Weisser veröffentlicht

versus
18 von 23 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Tolle Filmidee, aber ohne jede innere Logik umgesetzt
Die Idee einen gesellschaftskritischen Film zu machen, wo Lebenszeit Geld ersetzt, ist sehr innovativ und versprach großes Potential. Das Bild ist gut, die Schauspielleistungen der Hauptdarsteller in Ordnung und die Blu-ray hat sehr viele Sprach- und Untertitelspuren. Soweit so gut.
Dafür vergebe ich zwei Sterne. Mehr werden es aber leider nicht...
Vor 22 Monaten von Naclador veröffentlicht


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58 von 72 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Lebenszeit statt Geld = Kapitalismus in seiner extremsten Form - düster aber leider nicht konsequent umgesetzt, 18. April 2012
Von 
H. Weisser "Sunny Mars" (München) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)    (REAL NAME)   
Von Amazon bestätigter Kauf(Was ist das?)
>>> ZUM FILM <<<
Der Name Andrew Niccol ist vermutlich nur wenigen Filmfans ein echter Begriff. Zählt man jedoch ein paar der Filme auf, an denen Niccol als Regisseur, Drehbuchautor oder Produzent beteiligt war, beginnen die Augen vieler Fans zu leuchten: Die Truman Show, Lord of War - Händler des Todes, Gattaca. Und ob es nun die Auseinandersetzung mit den Auswüchsen der modernen Medienlandschaft, den Machenschaften eines Waffenhändlers oder den Gefahren der Gentechnologie geht - stets kann der Name Andrew Niccol mit kritischen Themen in Verbindung gebracht werden.

IN TIME macht hierbei keine Ausnahme. Wie in GATTACA betrachtet Andrew Niccol, der bei IN TIME in der Dopplefunktion Regisseur / Drehbuchautor tätig war, die Folgen der Gentechnologie. Nur geht er in seinem neuesten Film einen deutlichen Schritt weiter als in der Sci-Fi-Perle aus dem Jahr 1997. Wurde in GATTACA lediglich die DNS der Menschen optimiert, um ihnen in der Gesellschaft bessere Chancen zu verschaffen, so sind die Gentechniker in IN TIME konsequenter: Die menschliche DNS wird so weit optimiert, dass das biologische Altern der Menschen mit 25 Jahren gestoppt wird. Ein Sterben auf herkömmlichem Wege ist nicht mehr möglich. Damit die Bevölkerungsanzahl jedoch nicht aus den Fugen gerät, wird den Menschen gleichzeitig eine biologische Uhr eingebaut, die konsequent Richtung Null tickt. Wird diese erreicht, endet auch das Leben. Wer länger leben möchte, muss dafür arbeiten. Geld- wurde durch Zeiteinkommen ersetzt. Wessen Zeit gegen Null tickt, weil er z.B. arbeitslos ist oder wer seine Kreditraten nicht mehr begleichen kann, hat ein Problem. In einer Szene des Films erhält der Satz "Wer zu spät kommt, den bestraft das Leben." daher auch eine vollkommen neue und gnadenlose Bedeutung. Kapitalismus in der denkbar konsequentesten und brutalsten Form.

Die Idee für IN TIME ist also sehr interessant und macht gerade in Zeiten, da der moderne Kapitalismus großer Kritik ausgesetzt ist, sehr neugierig. Der Film beginnt entsprechend überragend! Die düstere Vision wird in düsteren Bildern eingefangen und die Handlung entwickelt sich sehr spannend - bis zu dem Zeitpunkt, als die Geschichte um überflüssige und unpassende "Bonnie & Clyde"-Elemente angereichert wird. Dies tut weder der bis dahin gelungenen Atmosphäre noch der Glaubwürdigkeit der Handlung gut.
Erschwerend kommt hinzu, dass das Bonnie & Clyde-artige Duo Justin Timberlake/Amanda Seyfried zwar den Finger in die Wunden der Gesellschaft hält, für das gesellschaftliche Kernproblem jedoch keine echte Lösung perat hält. Und weil die Nummer für beide eigentlich deutlich zu groß ist, entschließt sich Andrew Niccol, die Handlung zu einem für meinen Geschmack zu seichten Ende zu führen. Ich persönlich hatte mir eine deutlich mutigere Storyentwicklung und auch ein düsteres Ende erhofft.

Trotzdem ist der Film durchweg spannend und die Actionszenen sind hervorragend inszeniert. Und wer GATTACA kennt, wird in den unterkühlt wirkenden Szenen in der Zeitzone "New Greenwich" zahlreiche Parallelen zwischen beiden Filmen entdecken können. Beide Male dominieren kräftige Farben, beide Male sind nur (bild)schöne, junge Menschen zu sehen. Alles scheint perfekt zu sein. Eine perfekte Umgebung für perfekte und sorgenfreie Menschen. Besonders in den angesprochenen Szenen wirkt IN TIME wie der kleine Bruder von GATTACA. Die Szenen im Ghetto sind hingegen in der Farbdarstellung reduziert. Es dominieren Braun- und Beigetöne. Dieser eher "dreckige" Look unterstützt die trostlosen Bilder gekonnt und erzeugt die dazu passende Atmosphäre.

Letztlich bleibt noch anzumerken, dass Justin Timberlake zumindest eine brauchbare Leistung abliefert. Er ist kein großer Schauspieler aber er fällt zumindest nicht negativ auf. Er füllt die Rolle des männlichen Helden sogar recht gut aus. Ich hatte Schlimmeres erwartet.

>>> ZUR BLU-RAY
BILD (gesehen auf 50 Zoll-Display)
Das Bild macht einen hervorragenden Eindruck. Die wichtigen Bildwerte wie Schärfe, Kontrast und Schwarzwert bewegen sich auf einem überdurchschnittlich hohen Niveau. Erst im Vergleich zu Filmem mit echten Referenz-Bildern fällt auf, dass IN TIME an diese nicht ganz heranreicht.

TON (gehört mit 7.1-Set)
Der Ton macht - trotzdem er in deutsch "nur" im herkömmlichen DTS-Format vorliegt - eine mindestens ebenso gute Figur wie das Bild. Mit hoher Dynamik und viel Bass werden die actionreichen Szenen wiedergegeben. Die Surroundelemente sorgen für eine raumfüllende Atmosphäre. Wer jedoch einen nahezu perfekten Sound hören möchte, dem sei die englische DTS-HD Master Audio-Tonspur empfohlen

EXTRAS
Die recht kurzen Dokus sind eigentlich kaum der Rede wert, auf die BD-Live-Inhalte kann ich persönlich verzichten -> leider enttäuschend!

>>> FAZIT <<<
IN TIME hätte alle Voraussetzungen gehabt, um ein echter Knaller werden zu können. Weil jedoch die düstere Geschichte nicht durchgehend düster bleibt und sich in eine unpassende Richtung entwickelt, schrammt der Film doch deutlich an einem echten Highlight vorbei. TROTZDEM: Für einen spannenden Filmabend reicht IN TIME alle Mal aus! Film 3 Sterne / Technik 5 Sterne
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18 von 23 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Tolle Filmidee, aber ohne jede innere Logik umgesetzt, 31. Mai 2012
Die Idee einen gesellschaftskritischen Film zu machen, wo Lebenszeit Geld ersetzt, ist sehr innovativ und versprach großes Potential. Das Bild ist gut, die Schauspielleistungen der Hauptdarsteller in Ordnung und die Blu-ray hat sehr viele Sprach- und Untertitelspuren. Soweit so gut.
Dafür vergebe ich zwei Sterne. Mehr werden es aber leider nicht.

Denn die Idee wurde nur extrem unplausibel umgesetzt. Die Wandlung vom sich am Anfang abzeichnenden düsteren Science-Fiction-Thriller zur Bonnie&Clyde-fast-schon-Komödie fand ich extrem unpassend. Der Film hat an allen Ecken und Enden scheunentorgroße Logiklücken. Ich bin gewillt bei Filmen ein paar Logiklücken hinzunehmen. Aber irgendwann kommt der Punkt, wo die gesamte Handlungslogik zusammenbricht, die Filmwelt als Ganzes völlig unplausibel wird und ich nicht mehr den Eindruck habe, dass es sich lohnt, sich gedanklich auf diese Welt einzulassen. Dieser Punkt ist in dem Film meiner Ansicht nach leider weit überschritten. Hier nur ein paar Beispiele:

Achtung SPOILER! (Die Beispiele sind im Übrigen wohl nur dann im Detail nachvollziehbar, wenn man den Film schon gesehen hat.)

- Beim ersten Mal beim Tod von Wills Mutter war die Wenige-Sekunden-vor-Tod-Nummer ja vielleicht noch ein halbwegs akzeptables dramatisches Element. Auch wenn es da schon bei näherer Betrachtung sehr wenig plausibel wirkte, dass die Mutter es riskiert, seelenruhig 2 Tage zurückzuzahlen, wenn sie minus erwartetem Busfahrtpreis nur noch eine halbe Stunde *minus Busfahrzeit nach Dayton* bis zum Tod übrig hat (also wohl auch nur wenige Minuten!), insb. wenn es offenbar üblich ist, dass Preise sich häufig erhöhen und es ja durchaus auch sein könnte, dass Will sich aus irgendeinem nicht von ihm zu verantwortendem Grund verspätet.
Beim zweiten Mal als Will im Casino bis wenige Sekunden vor Tod zockt hatte ich noch größere Bauschschmerzen - denn seinem fiesen Gegner hätte man ohne weiteres zugetraut, dass er einfach noch ein paar Sekunden verzögert, bis er die Karten auf den Tisch legt und durch Wills Tod gewinnt ehe er 1100 Jahre riskiert (insb. wo er später nicht mal bereit ist, 1000 Jahre Lösegeld für seine Tochter zu zahlen). Wie konnte Will das riskieren ohne vorher überhaupt auf seine Uhr zu schauen (vielleicht wäre er ja schon knapp unter 200 Jahre gewesen), insb. wo er seinem Jahrhundert-Gönner vorher quasi versprochen hatte, dessen Zeit nicht zu verschwenden?
Das dritte Mal nachdem sie überfallen wurden und sich durch den Diamantenverkauf retteten war das einzige Mal was halbwegs plausibel erklärt war ' auch wenn wenig überzeugend wirkte, dass Will nicht Borels Frau um ein paar Minuten bittet, auch wenn die ihm gerade von dessen Tod erzählt hat.
In extremer Weise absurd wurde es dann am Ende, nachdem 'Willie und Clydevia' schon eine ganze Weile sehr viel Zeit gestohlen hatten, dann eine Million Jahre stehlen und danach einfach mal vergessen, sich mal wenigstens ein paar Tage davon auf ihre eigenen Uhren zu packen, so dass sie mal wieder mit wenigen Minuten kurz vor Tod durch die Gegend hetzen müssen? Völlig absurd! Es wirkt auch wenig überzeugend, dass der Timekeeper-Polizist mehrfach ohne Not kurz vor Tod rumläuft, angeblich um Dieben keinen Anreiz zu geben - sagen wir ein Tag Puffer würde ihm da wohl kaum schaden, aber sehr viel nützen.
- Völlig unrealistisch ist auch, wie leicht unsere beiden Protagonisten Zeit rauben können. Das soll schließlich eine Welt sein mit sehr vielen sehr verzweifelten Menschen, für die es buchstäblich um Leben und Tod geht. Da wären sicherlich schon mal ein paar mehr Leute auf die Idee gekommen, einfach mit einem LKW in eine Bank zu fahren, wenn das so einfach wäre. Den beiden hat sich überhaupt kein Wächter in den Weg gestellt, von ihren Pistölchen mussten sie nicht mal Gebrauch machen. Völlig lächerlich, dass in dieser Welt wo die Reichen die Armen so krass unterdrücken und in die Verzweiflung treiben, die potentiell lebensrettenden Banken keine schärferen Sicherheitsmaßnahmen haben sollen.
- Wie konnten die beiden bei ihren mehrfachen (mindestens zwei, wahrscheinlich inkl. der Raubzüge z. B. bei Silvias altem Bekanntem deutlich mehr) Fluchten so einfach die Zonengrenzen überqueren mit ihrem Auto (noch dazu obwohl sie mit hoher Priorität gesucht werden)? Man würde erwarten, dass diese Grenzen schon längst von den Verzweifelten überrannt worden wären, wenn sie derart schlecht gesichert wären. Total absurd.
- Die Entführung von Silvias Vater am Ende mit dem Millionenraub war total unglaubwürdig. Selbst wenn man mal (unrealistischerweise) akzeptiert, dass der dem Vater bekannte Will es schaft, sich als direkt neben ihm laufender Bodyguard einzuschmuggeln, so sprengt es jegliches Entgegenkommen bei der Realismusverdrängung, dass keiner der Bodyguards dem entführten, offenbar bei weitem reichsten Mann der Zone folgt, die Timekeeper-Polizei offenbar nicht mal informiert wird (die merken es dann nur an der fehlenden Million Jahre) und die beiden hinterher völlig unbehelligt mit einer Million Jahre aus dem Gebäude spazieren.
- Völlig lächerlich ist, dass Sylvia ständig mit super-hochhackigen Schuhen durch die Gegend spurtet (besonders auffällig am Ende bei ihrem albernen (da wie gesagt eigentlich völlig unnötigen) Sekunde-vor-Tod-Spurt).
- Die Art und Weise wie Zeit gestohlen wird passt überhaupt nicht zu der Hintergrundgeschichte mit der genetischen Modifikation. Wieso sollten die Schöpfer der gentechnischen Modifikation das so unpraktisch eingerichtet haben, dass man mit dem simplen Umdrehen des Arms schnell Jahrhunderte gegen den Willen des Betroffenen stehlen kann? Schließlich könnten so erstens auch die Reichen leicht beklaut werden und zweitens haben auch die Reichen offensichtlich kein Interesse daran, dass die Armenzonen in völlige Raubmord-Anarchie abgleiten: Schließlich sinkt die Produktivität der Armen deutlich wegen der Ressourcen, die sie in (wenn auch simple) Schutzmaßnahmen stecken müssen. Sie könnten länger arbeiten und für die Reichen schöne Dinge herstellen, wenn sie nicht so extrem (und unnötig) überfallanfällig wären. Es ist vermutlich für die Filmdramatik nötig, dass Zeitdiebstahl grundsätzlich möglich ist, aber dafür sollte dann schon wenigstens irgendein technisches Werkzeug nötig sein, mit dem eine sehr plausiblerweise vorhandene 'genetische Diebstahlsperre' umgangen wird.

[- Nicht direkt eine wirkliche Logiklücke, aber ich fand es wenig überzeugend, dass sich Wills Freund Borel mit den 10 geschenkten Jahren innerhalb von vermutlich einem Tag todgesoffen haben soll (trotz seiner wunderschönen Frau und Baby). OK, könnte natürlich sein, aber viel besser hätte es gepasst, wenn er für die 10 Jahre ermordet worden wäre.]

Fazit: Eine massive Plausibilitätspanne jagt die nächste. Nur wenn man dagegen immun ist, könnte der Film gefallen ' ich war jedenfalls sehr enttäuscht. Aber wir können darauf hoffen, dass jemand anders die gleiche Filmidee vielleicht mal plausibler umsetzt.
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12 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Deine Zeit ist immer um.., 11. Dezember 2012
Von 
Ray "rayw260" (Rheinfelden) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: In Time - Deine Zeit läuft ab (DVD)
Im Jahr 2169 ist die Genforschung soweit gekommen, dass der Alterungsprozess des Menschen ab 25 Jahren gestoppt wird. Klasse, aber die Sache im Film "In Time" von Andrew Nicol hat auch einen Haken. Es wurden auch alle Währungen abgeschafft, sie wurde duch Lebenszeit ersetzt. Das bedeutet, dass der Alterungsprozess zwar nicht fortsetzt, aber dem 25jährigen Menschen bleiben nur 1 Lebenszeit, die von einer implantierten Uhr auf dem Unterarm als Countdown in Richtung Ewigkeit angezeigt wird. Wenn diese Zeit nur noch Nullen anzeigt, dann stirbt der Uhrträger. Er hat natürlich die Möglichkeit in der nach wie vor existierenden freien Wirtschaft durch Arbeit etwas Zeit dazu zu verdienen, Schenken ist erlaubt - Klauen nicht, aber das passiert häufig. Um dies Zeitdiebstähle scharf zu ahnden, gibts die "Minute Man", eine Art Geheimpolizei, die hier von dem unerbittlichen Raymond Leon (Cillian Murphy) angeführt wird.
Das Gebiet ist in Zeitzonen eingeteilt, für die Unterschichten - also die mit wenig Zeit auf ihrer Lebensuhr - bleibt das Ghetto.
Die Reichen wohnen in New Greewich, so auch der Finazmogul Philippe Weis (Vincent Kartheiser) und seine Tochter Sylvia (Amanda Seyfried).
Erzählt wird aber die Geschichte des Underdogs Will Salas (Justin Timberlake), der mit seiner Mutter (Olivia Wilde) in Arbeit stürzt, um länger leben zu können. Beide Uhren sind bald abgelaufen.
Eines Tages hilft er einem fremen Typen (Matthew Borner), der von jungen Gangstern (u.a. Alex Pettyfer) verfolgt wird. Die Gang will an die 116 Jahre anzeigende Lebensuhr des Reichen, Will kann ihm helfen und bekommt am anderen Morgen ein folgenreiches Geschenk...
Andrew Nichol war auch verantwortlich für den sehr guten Science Fiction Film "Gattaca", seine neuer Ausflug im gleichen Genre ist merklich knalliger ausgefallen.
Immerhin ist die Story originell und mündet gezielt in eine Art Bonnie & Clyde Geschichte, was den Film aufwertet. Ein paar Logiklöcher gibts natürlich, aber dafür stimmt das Tempo und der Unterhaltungswert.
Der neunmal für den Oscar nominierte Roger Deakins (Fargo, Die Ermordung des Jesse James, Jarhead oder Kundun) ist verantwortlich für die gelungene Bildsprache dieses jungen und frischen Science Fiction Streifens.
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19 von 26 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Zeit ersetzt Geld, 8. Februar 2012
Von 
Lothar Hitzges (Schweich, Mosel, Germany) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: In Time - Deine Zeit läuft ab (DVD)
In einer nicht allzu fernen Zukunft ermöglicht eine Technologie den menschlichen Körper nach Erreichen des fünfundzwanzigsten Lebensjahr den Alterungsprozess zu verhindern. Allerdings ist weitere Lebenszeit ein Wirtschaftsgut. Schlimmer noch, es ist zur Währung geworden.

Durch Zufall gelangt der im Ghetto lebende Will Salas mittels eines vermögenden Selbstmörders an das Kapital von einhundert Lebensjahren. Dies bleibt nicht lange geheim und er wird gejagt. Will wechselt in das Viertel der Superreichen und entführt die Tochter eines Magnaten. Danach mutiert das Pärchen zu einer Art Bonnie und Clyde, raubt Banken aus und verteilt in Robin-Hood-Manier die erbeuteten Zeitkonten an die Armen.

Die spannende Geschichte wird flott erzählt. Überraschende Wendungen und pfiffige Lösungen treiben die Story voran. Leider fehlt es den Figuren an Profil. Sie wirken oberflächlich und austauschbar. Einige Szenenbilder haben ihren ganz besonderen Reiz, bieten originelle Eyecatcher und generieren Atmosphäre. Regie und Schauspieler ist ein sehenswerter Genrefilm gelungen.
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11 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Durchschnitts-Film mit Durchschnitts-Plot und Durchschnitts-Schauspielern, 15. August 2012
Rezension bezieht sich auf: In Time - Deine Zeit läuft ab (DVD)
Die Idee des Films gefiel mir sehr gut: Eine Welt, in der statt mit Geld mit Lebenszeit bezahlt wird. Die Menschen in dieser fiktiven Welt leben in verschiedenen "Zeitzonen", wobei die Ärmsten der Armen meist nicht mehr als wenige Stunden zur Verfügung haben und täglich wahr- und wahrhaftig ums Überleben kämpfen müssen, während die reichen Profiteure des Systems den (Alb-?)Traum der Unsterblichkeit und zugleich der ewigen Jugend leben, denn äußerlich altern die Menschen ab dem 25. Lebensjahr nicht weiter.
Die Umsetzung ist jedoch leider nur mittelmäßig gelungen. Der Aufbau des Films funktioniert noch ganz gut und sorgt für Spannung. Die geschaffene Erwartungshaltung wird jedoch nicht erfüllt, da die Handlung sodann in einen äußerst simplen Hollywood-Durchschnitts-Plot abdriftet. Die Schauspieler wachsen über Durchschnitts-Leistungen nicht hinaus und auch die brilliante und anfänglich noch recht verfängliche Optik des Films nutzt sich zunehmend ab - die Sets wiederholen sich, die Dialoge verdampfen an den Oberfläche, das Visionäre bleibt vollends aus. Auch das Ende bleibt schwach und verfängt nicht.
Wer sich damit zufrieden gibt, dass die beiden Hauptdarsteller die ganze Zeit über unglaublich gut aussehen und im Übrigen ein seichtes Baller-Filmchen goutiert, mag ausreichend auf seine Kosten kommen. Wer nach einem intelligenten Science Fiktion mit Tiefgang sucht, sollte anderswo zugreifen.
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3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Besser als gedacht., 3. Dezember 2013
Von Amazon bestätigter Kauf(Was ist das?)
Zuerst war ich etwas skeptisch bzgl. Justin Timberlake als Schauspieler, jedoch ist dieser Streifen sehr kurzweilig und gut geeignet für einen Filmabend ohne viel Nachdenken zu müssen. Das Meiste ist zwar ziemlich vorhersehbar, aber wirklich langweilig wird's trotzdem nicht.
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3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Starke Idee, mangelhafte Umsetzung, 17. Januar 2013
Von Amazon bestätigter Kauf(Was ist das?)
"In Time" startet mit einer großartigen Idee, die reichlich Raum für Gesellschaftskritik, Spannungsaufbau und kreative Inszenierung bietet. In der ersten Hälfte des Films funktioniert dies auch sehr gut, und wir sehen uns mit einem äußerst ungewöhnlichen Szenario konfrontiert.
Leider geht dem Drehbuch aber etwa auf halber Strecke die Luft aus, und schwingt danach in eine verquaste und formelhafte Actionstory (inclusive Romanze) um, die direkt aus dem "Malen nach Zahlen"-Buch stammen könnte. Und auch die präsentierte Lösung für den gesellschaftlichen Konflikt in dieser Welt ist so hanebüchen, dass man sie kaum ernst nehmen kann: der Verdacht liegt nahe, dass der Autor einfach nicht wusste, wie er der Situation habhaft werden sollte - aber vielleicht hat das Studio auch mal wieder hineingepfuscht und "leichtere Kost" verlangt.

Das Darstellerensemble agiert dabei durchaus kompetent, und sowohl Kostüme als auch die Kulissen passen wunderbar in das Szenario - auch wenn ich wohl nie verstehen werde, warum man der bezaubernden Amanda Seyfried diese schreckliche Frisur verpassen musste.

Fazit: "In Time" ist eine Fallstudie in verschenktem Potential, und wird trotz einer fantastischen Prämisse wohl kein Klassiker des Genres werden.
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3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen kein Überflieger, aber einen Filmabend wert, 7. September 2012
Von 
Elmer Fudd (Loony Town) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)   
Von Amazon bestätigter Kauf(Was ist das?)
Der Plot ist interessant, aber die Story zu sehr abgehoben.
Geld ist kein Zahlungsmittel mehr, sondern die Lebenszeit?
Der Film beleuchtet nie, wie das anatomisch realisiert wird. Das wäre jedoch einen Hauptstrang in der Geschichte wert gewesen.
Auch das Auf- und Entladen der gegebenen Lebenszeit selbst, ist nur abstrus und wirkt wie gewollt und nicht gekonnt.
Macht überhaupt keinen Spaß.
Und weil das so lieblos verpackt ist, kommen auch die Darsteller nicht gut weg. Sie vermögen es einfach nicht, der Geschichte Brisanz einzuhauchen. Ob sie nun ihre Vorhaben schaffen oder in China kippt ein Reissack um, es ist völlig egal.

Schade deswegen, weil gutes Personal nicht effektiv eingesetzt wurde. Justin Timberlake und Cillian Murphy machen eine gute Figur. Auch Amanda Seyfried vermag hier etwas mehr zu begeistern. Wenngleich sie ihre Schauspielkünste unbedingt noch weiter ausbauen muss. Das ist einfach noch nicht rund bei ihr.

Wenigstens spielt das technische Personal gut mit. Die Kameraführung finde ich ganz Oldschool gut gelungen. Da gibts keine hektischen Bilder oder Kamerasprünge, keine Zeitlupen- oder -raffer-Effekte, nix s/w dazwischen oder schnelle Bilder bei denen die Handlung nur noch erahnt werden kann.
Der Film wurde in tollen, gleißenden Farben gehalten. Wenig dunkle Szenen sind verarbeitet.

Was denn auch das Filmkorn einmal mehr hervorstechen lässt. Auch empfand ich hier den Schärfeverlauf nicht immer glücklich. In schnelleren Szenen verhaspelt man sich doch mit dem Schärfepunkt, und die Charaktere und das Set wirken an einigen Stellen matschig.

Der Ton ist recht unspektakulär. Ich nahm weder großartige "WOW"-Effekte wahr, noch hab ich mich an einigen Stellen ärgern müssen.
Nun gibt die Story aber auch nicht viel Raum für eine Surround-Kulisse. Die Dialoge wurden (im O-Ton) sauber abgemischt, und klingen klar über den Center.
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3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Tolle Idee - Umsetzung so lala, 3. Juni 2012
Es gibt kein Geld sondern nur die Zeit. Die Reichen sind unsterblich während die Armen jung sterben. Nun kommt in dieses Szenario noch ein Robin Hood (Justin Timberlake). Soweit so gut. Der ansatz stimmt schonmal.

Aber nur von der Idee kann man auch nicht 2 Stunden zehren. Kombiniert wird die Robin Hood Geschichte mit einer recht plumpen Liebesgeschichte wie das Cover der DVD bereits verrät(ein Film der sich schon vorweg spoilert). Noch ein paar Verfolgungsszenen reingeschnitten und fertig ist leider schon der Film.

Für einen DVD Abend ist der Film trotzdem ganz nett. Er plätschert halt so nebenbei mit. Und er ist ganz gut gemacht. Aber im Kino hätte ich ihn wohl nicht alleine sehen wollen.
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8 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Hätte ich mal auf meinen Bauch gehört ..., 30. März 2013
Von 
... und dieses halbgare etwas einfach liegenlassen. Schade ums Geld! Monate lang war ich um die Blu-Ray herumgeschlichen und focht in Gedanken mit der Absicht das Ding zu kaufen. Für einen Erwerb sprach natürlich der Umstand, dass der Regisseur Andrew Nicoll heißt - der Andrew Nicoll, der GATTACA und Lord of War gedreht hat, die beide zu meinen zehn Lieblingsfilmen gehören und die ich jeweils mind. 20 x gesehen habe. Was dagegen sprach und mich lange Zeit von einem Kauf abhielt, vermag ich auch heute noch nicht genau zu sagen. Möglicherweise war es die Tatsache, dass Justin Timberlake die Hauptrolle spielt und ich mir irgendwie nicht vorstellen konnte, dass das Büblein schauspielern könnte. Vor einigen Tagen veranstaltete der Elektromarkt der wie ein Planet in unserem Sonnensystem heißt eine Aktion, die da hieß: nimm drei und zahle 18 Euro. Also nahm ich den Weissen Hai, Contagion (beide top!!!) und - leider - In Time. Hätte ich mal lieber 2001 als den dritten Film genommen! Eines vorweg: dass der Film bei mir nicht auf fruchtbaren Boden fallen will, liegt nicht an Timberlake, der seine Sache gar nicht mal so schlecht macht. Es ist wohl mehr die Story, die zusammengeprügelt scheint und vor Logikfehlern nur so strotzt. Wer hat warum - und vor allem wie! - Millionen Menschen dazu gebracht sich biologische Uhren einpflanzen zu lassen? Wer würde sich so etwas freiwillig gefallen lassen, ohne dass die Gesellschaft in kürzester(!) Zeit in einem Strudel aus Mord und Totschlag versinken würde? Wieso sterben die Menschen schlagartig, quasi innerhalb einer Sekunde, sobald ihre Uhr abgelaufen ist? Selbst wenn die Zellteilungsraten komplett erschöpft sind, bricht ein biologisches System aus 10 Billionen Zellen nicht in Sekundenbruchteilen in sich zusammen. Und sehe ich dann noch eine Amanda Seyfried, in einem Miniröckchen und Highheels von gefühlten 20 Zentimetern Länge, durch Häuserschluchten fliehen und springen, weiß ich nicht, ob ich lachen, oder mir die Haare raufen soll. Was soll der Blödsinn mit den Armdrück-ich-klau-dir-die-Lebenszeit-Wettkämpfen? Hat jemand verstanden wie das funktioniert? Die Krönung ist schließlich der Epilog des Films: die beiden juvenilen Helden schlagen eine Gangsterlaufbahn ala Bonnie & Clyde ein und rauben Zeitbanken aus, um damit der bröckelnden Gesellschaftsordnung den Gnadenschuß zu verpassen. Wie hat man Nicoll dazu bringen können, so ein unausgegorenes Ei zu legen? Ich kann es mir nur wie folgt erklären: der arme Mann brauchte Geld für eines seiner Projekte, also ließ er sich zu dieser Auftragsarbeit (etwas anderes kann es für ihn nicht gewesen sein) breitschlagen. Timberlake und Seyfried sind jung, hübsch und aktuell - was kann da noch schiefgehen? Antwort: so ziemlich alles! Diesen Film tragen können sie beide nicht, und insbesondere dann nicht, wenn das Drehbuch aus einer Aneinanderreihung von Unsinnigkeiten besteht. Tut mir leid, aber das war nichts. Ich verschenke die Scheibe - will sie jemand haben? Hallo?
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In Time - Deine Zeit läuft ab
In Time - Deine Zeit läuft ab von Justin Timberlake (DVD - 2012)
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