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18 von 26 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Viel besser als erwartet
"Und der Schotte, wo kommt der her?" - "Stand zufällig vor einem Wohnhaus." - "Und wer bezahlt ihn?" - "Na ich, wer sonst?!" - "Womit?" - "Ich hol' ihm einen runter und tue, als wär' ich seine Mom."
--

STORY:
In Londons Unterwelt ist Mitchel als Geldeintreiber gefürchtet und damit für den skrupellosen Geldhai Gant ein Mann, auf den...
Veröffentlicht am 17. Dezember 2011 von S. Buddensiek

versus
2.0 von 5 Sternen Furchtbarer Film
Ich mag eigentlich die etwas andere Art von Colin Farrell z.b. Brügge sehen und sterben, und Keira Knightley mag ich auch. Aber diese Geschichte war sowas von zusammenhangslos und an den Haaren herbei gezogen. Das ist die erste Blueray/DvD, die ich verkaufe anstatt sie vorsichtshalber in meinem Regal stehen zu lassen...
Vor 7 Tagen von Bayfield, Christopher veröffentlicht


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18 von 26 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Viel besser als erwartet, 17. Dezember 2011
Von 
S. Buddensiek - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)   
Rezension bezieht sich auf: London Boulevard (DVD)
"Und der Schotte, wo kommt der her?" - "Stand zufällig vor einem Wohnhaus." - "Und wer bezahlt ihn?" - "Na ich, wer sonst?!" - "Womit?" - "Ich hol' ihm einen runter und tue, als wär' ich seine Mom."
--

STORY:
In Londons Unterwelt ist Mitchel als Geldeintreiber gefürchtet und damit für den skrupellosen Geldhai Gant ein Mann, auf den er in der Personalplanung nicht verzichten kann. Doch nach seiner Haftentlassung versucht Mitchel, die Brücken zu seiner kriminellen Vergangenheit abzureißen, verliebt sich als Bodyguard in seine Arbeitgeberin, einen von Paparazzi verfolgten Filmstar. Doch Gant gibt nicht auf und erkennt in Mitchels Loyalität zu einem alten Freund eine Schwachstelle, die er für seine Interessen nutzen kann.

MEINE MEINUNG:
Ich bin ein großer Fan von Colin Farrell und konnte mir daher auch den neusten Film mit ihm nicht entgehen lassen. Obwohl ich ein wenig skeptisch wurde ob der doch recht durchwachsenen Bewertungen, war ich doch gespannt darauf, was ich davon halten würde - und muss nun sagen, ich bin immer noch vollkommen entrückt.

Der Plot selbst ist alles andere als neu: Der kriminelle Hauptcharakter will mit seiner Vergangenheit abschließen und ein neues, bürgerliches und gutes Leben führen. Doch wie immer kommen ihm dabei so einige hohe Tiere unter den Bösen dazwischen...Anders ist hier, dass Mitchel keinem Kumpel aus der Patsche helfen muss und dadurch noch einmal ein krummes Ding durchziehen muss, sondern dass er von einem der gefürchtetesten Männern Londons stark bedrängt wird und das mit allerlei harten Mitteln. Die immer heftiger werdenden Maßnahmen des Widersachers und Mitchs Reagieren darauf machen einen Hauptteil der Handlung aus.

Colin Farrell spielt wie immer absolut überzeugend und authentisch - er ist nicht die gewohnte coole Socke und hat sicherlich nicht so viel drauf wie andere Action-Anti-Helden. Trotzdem ist er mutig, kämpferisch und hat so einige Sprüche auf Lager. Seine Art, sich zu artikulieren und wie er sich nicht nur um die eigenen Lieben kümmert, sondern auch einen Obdachlosen als guten Freund hat, machen ihn zu einem besonderen Charakter. Ich habe ihm unglaublich gern zugeschaut und das nicht nur, weil er in der ein oder anderen Szene kein Shirt anhatte...

Keira Knightley ist klapprig und dürr wie eh und je, spielt aber trotzdem glaubwürdig und fesselnd. Als Charlotte ist sie ein gefeierter und von Paparazzi bedrängter Filmstar, ständig in Angst vor neuen Schlagzeilen über sie oder dem Erkannt-werden auf der Straße. Ich konnte mitfühlen mit ihr und ihrer Angst, hatte Verständnis für ihr nur langsames Sich-Öffnen gegenüber Mitchel und konnte ihr Vertrauen in diesen später absolut nachvollziehen. Ihre Beziehung rückt zwar nicht so in den Vordergrund, dass es besonders intensiv für den Zuschauer wird, trotzdem sind die Gefühle spürbar.

Auch die anderen Darsteller sind keine Unbekannten - Ray Winstone als widerlicher und kranker Fiesling Gant, der seine Rolle so überzeugend darbringt, dass ich ihn richtig verabscheute, Anna Friel als Mitchels labile und magersüchtige Schwester Briony, die immer an die Falschen gerät, und auch Jamie Campbell-Bower, hier in einer sehr kleinen Rolle als Gehilfe eines russischen Kriminellen, der seinen Dachschaden sehr gut rüberbringen kann. Auch David Thewlis spielt als Jordan grandios, wie wir es von ihm als Lupin aus "Harry Potter" gewohnt sind, aber leider wird die ganze Zeit über nicht klar, in was für einer Verbindung er nun zu Charlotte steht, was ich ein wenig schade finde.

Trotz ein paar Längen im Mittelteil wartet "London Boulevard" mit vielen spannenden Elementen auf, auch wenn es in den ersten zwei Dritteln relativ wenig Action gibt. Mitchels Kampf mit sich selbst und seiner Vergangenheit, sein Versuch, davon loszukommen, was eben nicht wirklich gelingt und seine Coolness, mit der er gegen die Bösesten der Bösen antritt, sind fesselnd mitzuerleben und lassen einem schon mal das Adrenalin durch die Adern rauschen.

Allerdings wird der Film zum Ende hin auch immer brutaler - und in den letzten zwanzig Minuten gibt es bestimmt zehn Leichen. Für sanfte Gemüter ist der Streifen also eher nichts. Selbst auf mich als bekennenden Action-Fan wirkte das viele Blut dann doch ein wenig befremdlich, vor allem, weil ich es in der hohen Zahl ein bisschen übertrieben fand. Trotzdem verliert der Film hier nicht an Authenzität, denn die mit absolut passender Musik unterlegten Morde sind sehr genau und gut durchdacht - besonders der Letzte, der mit einigen Sätzen zusammenhängt, die vorher im Film gesagt wurden...

Das Ende dann ist nicht direkt unerwartet, aber dennoch überraschend und vor allem schockierend. Die ganze Zeit dachte ich, dass da noch etwas kommen muss, der große Knall, der große Fall - doch als das dann kam, konnte ich es nicht fassen, ich war entsetzt und fand es gleichzeitig großartig. Vielleicht ein wenig inszeniert, ja, ein bisschen, aber dennoch gut, umhauend. Der Film schließt mit einigen letzten Szenen im Abspann ab, die alles umrahmen, einfassen und letztendlich in ein besonderes Licht rücken.

FAZIT:
"London Boulevard" ist von seiner Story her nicht neu, aber definitiv grandios besetzt und mit einigen Überraschungen gespickt - besonders zum Ende hin. Der Soundtrack passt perfekt und Regisseur William Monahan hat hier eindeutig bewiesen, was er drauf hat. Das letzte Drittel besitzt ein wenig zu viele Morde, zieht den Film aber dennoch nicht runter. Empfehlenswert!
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2.0 von 5 Sternen Furchtbarer Film, 9. April 2014
Von Amazon bestätigter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: London Boulevard [Blu-ray] (Blu-ray)
Ich mag eigentlich die etwas andere Art von Colin Farrell z.b. Brügge sehen und sterben, und Keira Knightley mag ich auch. Aber diese Geschichte war sowas von zusammenhangslos und an den Haaren herbei gezogen. Das ist die erste Blueray/DvD, die ich verkaufe anstatt sie vorsichtshalber in meinem Regal stehen zu lassen...
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2.0 von 5 Sternen langweilig, 13. Juni 2013
Von 
star dust - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)    (TOP 1000 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: London Boulevard (DVD)
Dieser Film will viel und erreicht wenig bis nichts.
Die Story ist keine wirkliche, kann sich nicht aufbauen, ist nicht stringent. Vielmehr besteht der Film aus gefühlten 500 einzelnen Szenen. Gezeigt werden soll wohl das Leben eines ehemaligen Knackis und einer erfolgreichen Prominenten, die mit sich und dem Leben nicht klar kommt. Er soll sie beschützen, de facto wird davon aber wenig bis nichts gezeigt.
Ich habe den Hype um diese Knightley noch nie verstanden und dieser Film ist das I-Tüpfelchen unter meinem Fragezeichen bei dieser vermeintlichen Schauspielerin. Ich mag diese runter gehungerten, ausgemergelten Opfertypen einfach nicht und hier wankt ein Paradebeispiel dieses Typus durch den Film. "Hach, ich bin so sensibel und zerbrechlich, die ganze Welt ist soooo scheiße, zu allem Unglück bin ich auch noch berühmt und werde verfolgt..." Gähn. Das ist soooo...nicht meins. Und dann wird allen Ernstes noch versucht, zwischen den beiden Hauptprotagonisten eine Liebesbeziehung zu improvisieren. Mir ist richtig schlecht geworden, als die beiden sich dann auch noch küssen. Immer wenn ich diesen ekelhaften Strichmund der Knightley sehe und sie ihn öffnet oder bewegt, muss ich an Mundgeruch und Tod denken. Diese Person wirkt ernsthaft krank auf mich und ruiniert jeden Film. Als Projektionsfläche für Opfermädchen und Muttersöhnchen mag sie ja perfekt sein. Für jeden halbwegs gesunden Menschen stellt sie, zu Recht, eine kranke Person dar.

Zurück zum Film: keine Spannung, keine zusammenhängende Handlung, ohne Sinn und Ziel. Der Film ist absolute Geld- und Zeitverschwendung.
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2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Gerecht bringt kein Recht, 9. März 2013
Von 
Tomate "TMW" - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)   
Rezension bezieht sich auf: London Boulevard (DVD)
STORY

Mitch (Colin Farrell) kommt nach drei Jahren aus dem Gefängnis. Mit kriminellen Angelegenheiten will er nichts mehr zu tun haben, was aber schon dadurch erschwert wird, dass ihn sein klein-krimineller Pseudo-Kumpel Billy (Ben Chaplin) bei der Entlassung abholt und erst mal mit dem Nötigsten versorgt. Dazu ist der Gangster-Boss Rob (Ray Winstone) an einer Zusammenarbeit mit Mitch interessiert und Mitch's Schwester Briony (Anna Friel) schliddert als Drogenabhängige auch durch diese Szene. Selbst der mögliche Job bei dem Filmstar Charlotte (Keira Knightley) zieht ihn mehr rein als raus, denn sie braucht jemand, der auch mal ohne Achtung des Gesetzes für Ruhe und Ordnung sorgt.

MEINUNG

Dieser Thriller mit Romanzen-Einschub hat einen eigenen, besonderen Stil. Tempo und bewusstes Verharren wechseln sich genauso ab, wie rücksichtslose Gewalt und Feingefühl. Dazu gibt es Lokalkolorit, Weisheiten und Witz. Basis dafür sind ein ausgefeiltes, hochklassiges Drehbuch und eine symptomatische Regiearbeit, die immer dann zuschlägt, wenn es zu flach werden könnte. So entstehen auch Sequenzen, die den geraden, temporeichen Weg verlassen, die für Fragen und/oder Spannung sorgen. Collin Farrell ist hier die passendste Besetzung und spielt nah am Optimum. Keira Knightley, Ray Winstone, David Thewlis und Ben Chaplin vervollständigen ein starkes Ensemble, das - so hat man das Gefühl - immer genau weiß, was es macht, selbst wenn der Zuseher es gerade nicht versteht.

FAZIT

Mehr als ein Thriller, auch eine berührende Zeichnung eines Lebens. Das alles auf filigranem, hohem Niveau.
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4 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Geläutert, 19. Januar 2012
Von 
Lothar Hitzges (Schweich, Mosel, Germany) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: London Boulevard (DVD)
Nach seiner Gefängnisstrafe bekommt Mitchell die Chance als Bodyguard bei der introvertierten Schauspielerin Charlotte zu arbeiten. Charlotte wird von Paparazzi umlagert und hat sich deshalb auf ein großzügiges Anwesen zurückgezogen.

Es dauert nicht lange und Mitchell's alte kriminellen Freunde melden sich bei ihm und fordern seine Dienste ein. Mitchell soll als Geldeintgreiber die Außenstände von Gangsterboss Gant übernehmen. Mitchell kommt Gant etwas entgegen, hält ihn aber auf Distanz. Als Gant sich die Kunstschätze von Mitchell's neuem Arbeitsgeber Charlotte einverleiben will, kommt es zur Auseinandersetzung.

Die bekannte Geschichte vom geläuterten bösen Buben mit rauer Schale und weichem Kern kommt nicht ohne Klischees aus. Die Protagonisten folgen ihrer Bestimmung wie Marionetten in einer griechischen Tragödie. Interessant sind die eigenwilligen Nebenfiguren, die ganz ihrer Passion folgen und so für Abwechslung sorgen. Gut ausgestattete Szenarien bieten dem Auge etwas und generieren Atmosphäre. Regie und Schauspielern ist ein handwerklich ordentliches Drama gelungen.
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6 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Hat mir persönlich gut gefallen., 4. April 2012
Von 
Frank Linden (Troisdorf) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)    (REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: London Boulevard (DVD)
Vorab:
Das Buch hab ich nicht gelesen. Daher kann ich keine Vergleiche ziehen.

Nach 3 Jahren haft wird Mitchell entlassen und vom alten Kumpel Billy wieder in krumme Geschäfte verwickelt.
Allerdings nimmt er auch einen legalen Job als Leibwächter und Housekeeper bei der extrovertierten Schauspielerin Charlotte an.
Nach einer Weile verlieben sie sich ineinander aber das Glück wird getrübt.
Der Gangsterboss Gant will Mitchell in seinem Team und ist ausserdem auf einige Autos scharf die in Charlottes Garage stehen.
nun muss sich Mitchell entscheiden.

Die Darsteller, u.a. Colin Farrell, Keira Knightley, Ray Winstone, David Thewlis, Eddie Marsan, Stephen Graham, und Anna Friel, machen einen guten Job.
Die Dialoge sind in Ordnung, mehr nicht.
Die Story ist kurzweilig und spannend inszeniert.
Der Soundtrack passt.

London Boulevard ist ein in meinen Augen wirklich guter Gangsterfilm.
Zwar kommt er nicht an Meisterwerke wie Layer Cake oder Snatch heran, kann aber trotzdem überzeugen.
Wer britische Gangsterfilme mag sollte dringend einen Blick riskieren.
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5 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen "London Boulevard", 19. April 2012
Von 
billy - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)   
Rezension bezieht sich auf: London Boulevard [Blu-ray] (Blu-ray)
"London Boulevard" präsentiert eine eher durchschnittliche Gangstergeschichte. Innovativ ist das Ganze nicht wirklich und die Handlung verläuft kaum spannend. Der Erzählfluss ist anfangs etwas holprig und es dauert eine ganze Weile bis der Film einigermaßen in Schwung kommt. Die Dialoge sind durchschnittlich, man verliert sich hier ab und an leider in der Belanglosigkeit und so kommt es zwischendurch auch zu etwas langatmigen Momenten. Der optische Stil dagegen ist gelungen und richtig gut ist der Soundtrack, welcher das Ganze noch etwas stimmig macht und aufpeppt. Colin Farrell in der Hauptrolle macht seine Sache ordentlich, Keira Knightley dagegen bleibt völlig blass.

"London Boulevard" ist leider nur halbwegs unterhaltsam inszeniert und man hätte hier sicherlich mehr daraus machen können.

5 von 10
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3 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Cooler Gangster-Thriller mit super Soundtrack...und ein paar Längen, 9. Januar 2013
Von Amazon bestätigter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: London Boulevard [Blu-ray] (Blu-ray)
Man könnte "London Boulevard" schon fast als klassischen Gangsterfilm des britischen Kinos bezeichnen:

Ausgefeilte, schräge Charaktere, schwarzer Humor, scharfe Dialoge, Situationskomik, ruhige Erzählweise, cooler Soundtrack und interessanter Look.

Die Darsteller sind allesamt (Farrell, Knightley, Winstone & Thewlis) gut besetzt und überzeugen von Beginn an.
Zwar tauchen zum Mittelteil hin ein paar Längen auf (Romantikeinlagen), diese sind aber zu verkraften.

Wer hier jedoch einen Action-Thriller erwartet, der liegt falsch oder wird enttäuscht.
"London Boulevard" ist ein kleiner, feiner Gangsterkrimi mit gewissem Flair, der Genrefans definitiv gefallen wird...

Die Blu-ray von Universal kann ebenfalls überzeugen:

Sieht man über das Rauschen/Filmkorn in den ersten Minuten hinweg, so ist die Bildqualität top.
Der Sound ist räumlich; die Dialoge klar und verständlich.

Lediglich das Bonusmaterial fällt mager aus: Ein paar Interviews, kurze B-Rolls und der Trailer
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3 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen The Original Crime Corker, 4. Januar 2013
Von 
Eddie Lomax - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: London Boulevard (DVD)
Mitchell (Colin Farrell) kommt gerade frisch aus St. Penton, da läuft er seinem früheren Partner-in-Crime Billy (Ben Chaplin) direkt in die Arme. Der hat nichts anderes im Sinne als den alten Kumpel wieder "reinzubringen". Er lässt ihn in eine sündhaft teure Villa in bester Lage einziehen und lädt ihn zur abendlichen Willkommens-Sause im Pub um die Ecke ein. Doch Mitchell hat sich in den drei Jahren im Gefängnis , na sagen wir verändert. Er hat viel gelesen, viel darüber nachgedacht und viel begriffen. Er kam an einen Punkt im Leben, an dem ihm klar wurde, das er das, was sein Leben vor dieser Zeit ausmachte, nicht mehr will. Man muss allerdings auch sagen, das ihm sein Ruf, den er in der Londoner Unterwelt genießt, etwas im Wege steht. Denn im Grunde kennt ihn jeder. Und niemand würde sich mit ihm anlegen. Aber die Erwartungshaltung an ihn ist groß. Mancher bittet ihn um Hilfe. Alle rechnen mit seinem Wiedereinstieg. Bis auf Rob Gant (Ray Winstone). Der ist die unangefochtene Nummer Eins im Business. Ausgerechnet der bietet Mitchell eine Festanstellung, will ihn auf seiner Seite. Und Gant akzeptiert kein Nein. Für Mitchell indes bleibt klar: Nie wieder. Er sucht sich selbst einen Job. Legal. Als Bodyguard bei Starlet Charlotte (Keira Knightley). Mit deren Mädchen für alles, dem Schauspieler und Universal-Genie Jordan entwickelt sich bald so etwas wie eine Freundschaft und Charlotte fühlt sich schnell zu ihm hin gezogen. Bald bekommen Mitchells Jungs aus dem Viertel (u.a. Stephen Graham) Wind davon und wittern bereits fette Beute. Das kommt natürlich auch bei Gant an. Jetzt heißt es einen kühlen Kopf zu bewahren. Nicht genug das er sich nun beinahe täglich mit einer Horde Paparazzo herumschlagen muss. Nein, sein Kumpel Billy winselt ihn ständig um Unterstützung an weil er alleine nicht klar kommt und Mitchells Alkoholkranke Schwester Briony (Anna Friel) schlägt ebenfalls andauernd aus der Bahn. Nicht zuletzt rückt ihm noch ein korrupter Revier-Bulle (Eddie Marsan) erheblich auf die Pelle. Und das sind längst nicht alle Probleme. Die Londoner Unterwelt wird für Mitchell zum Boulevard der Dämmerung.

The Self Preservation Society

"Wir sind alle am A....!" Besser kann man es nicht formulieren als Colin Farrell es in einer Szene sagt. Der britische Gangster-Film, in den späten Neunzigern durch Guy Ritchie's coole Nummer LOCK, STOCK AND TWO SMOKING BARRELS (1998) ins kollektive Gedächtnis der Pop-Kultur zurückgeknallt, schien nach kurzer Blüte schon wieder im DTV-Sektor mehr schlecht als recht dahin zu siechen, als William Monahan, seines Zeichens Oscar-Prämierter Drehbuch-Autor (DEPARTED, Martin Scorsese 2006) mit Freifahrt-Schein, einen Roman von Ken Bruen in die Hände bekam. Er war wohl schier überwältigt von diesem Gesellschaftskritischem Stück Populär-Literatur, das er daraus sein Regie-Debüt machen wollte. Nach eigenem Drehbuch versteht sich. Er verfilmte die kleine dreckige Gangster-Ballade als großes Breitwandkino mit dickem Pinsel und noch größeren Bildern von Star-Kameramann Chris Menges (Oscar für THE KILLING FIELDS, 1985), untermalt von einem formidabel ausgewählten Song-Soundtrack, besetzt mit der Crème de la Crème des britischen Cinema of Cool und macht etwas völlig unerwartetes daraus. Etwas so überraschendes, das ich mir mehrmals die Augen reiben musste.

William Monahan geht nämlich nicht den Weg eines Guy Ritchie (SNATCH, 2000) mit seinem flapsigen Stil und seinen Karikaturhaften Figuren oder den eines Matthew Vaughn, der sich schon eher um Ernsthaftigkeit bemühte (LAYER CAKE, 2004). Auch der düstere fatalistische Stil eines HARRY BROWN (Daniel Barber, 2009) ist seine Sache nicht. Sondern er geht gleich mehrere Jahrzehnte zurück und trifft auf British-Crime-Meisterwerke wie THE LONG GOOD FRIDAY (John Mackenzie, 1980) oder GET CARTER (Mike Hodges, 1971) mit dem einzig wahren Crime Corker Michael Caine. William Monahan wählt einen zunächst leisen Ton, bei dem man Langsamkeit nicht mit Langatmigkeit verwechseln sollte, wie es recht oft geschieht. Das Erzähl-Tempo passt sich dem Rhythmus einer Geschichte an, welche sich nachvollziehbar zu einer Tragödie hoch schaukelt, die mal so richtig unter die Haut geht. Lässt man sich auf diesen Rhythmus ein, wird man mit einem Gangsterfilm der besonderen Art belohnt, dessen größter Unterschied zu seinen zeitnahen Vorgängern darin besteht, das er seine Figuren ausnahmslos zu jeder Zeit ernst nimmt. Wenn dann eine dieser Figuren, es werden einige sein, aus dem Leben scheidet, trifft das mitten ins Herz. Man leidet förmlich mit. Umso dankenswerter ist es hier, das Monahan die Spirale bis zum bitteren Ende durchexerziert ohne Zugeständnisse an den Mainstream zu machen. Bewundernswert. Der berühmte schwarze Humor, bei Ritchie und Co. Hauptaugenmerk, schleicht sich hier heimlich durch die Hintertür, oft durch messerscharfe, pointierte Dialoge von einer geradlinigen Brillanz wie ich sie selten hören durfte. Gerade in der vermeintlichen Einfachheit liegt hier die Würze. So etwas kann man mal schnell überhören. Ich zitiere einen geschätzten Rezensions-Kollegen, der da in der Besprechung zu einem anderen Film so treffend formulierte: "Ein junger, kurzatmiger Heißsporn wird beim Schauen sicher ungeduldig." Doch gut Ding braucht Weile, setze ich hinzu.

Leider konnte Monahan den Film nicht so ins Kino bringen wie er es sich gewünscht hätte, denn Produzenten wollen Geld verdienen und zielen auf den Massengeschmack. Monahan musste sein Werk um etwa eine halbe Stunde Material erleichtern und eine ca. 105 Minuten dauernde Fassung auf die Leinwand bringen, jene Fassung, welche ich hier bespreche. Ob und wie die Kürzungen dem Film geschadet haben vermag ich daher nicht zu beurteilen. Der Film floppte finanziell auf ganzer Linie und erschien hierzulande als DVD-Premiere. Shame on. Dabei ist Farrell so cool wie nie. Das er ein Klasse-Schauspieler ist, bewies er schon in TIGERLAND (Joel Schumacher, 2000). Leider muss man sagen, das er sich seine Hollywood-Rollen nicht besonders gut aussucht. Wenn man ihn aber in einem britischen Film zu sehen bekommt, gibt er eigentlich immer alles. Schwer unterschätzt, der Mann. Keira Knightley spielt herzzerreißend verletzlich. Ray Winstone könnte nicht bedrohlicher wirken. Alles erste Sahne. Den Vogel aber, den schießt David Thewlis ab. Seine Performance ist so introvertiert und exaltiert zugleich, das man aus dem Grinsen nicht mehr herauskommt. Er ist ganz klar der heimliche Star und allein seine Darstellung lohnt eine Sichtung des Filmes. Überhaupt bietet kaum ein Film eine solche Vielzahl an guten Rollen wie dieser. Für Schauspieler ein dankbarer Job bei dem man sich durchaus profilieren kann. Für uns Zuschauer einfach nur ein Augenschmaus. Wenn man Schauspieler-Filme mag, versteht sich.

Einen derartig komplexen, intensiven Gangster-Film wie LONDON BOULEVARD, entstanden bereits 2009/2010, sieht man selten. An ähnliche begeisterte Reaktionen meinerseits zu einem Film dieser Art erinnere ich mich zuletzt nur bei SEXY BEAST (2000) von Jonathan Glazer. William Monahan hat Bruens Roman kongenial in Film übersetzt. Eine Leistung mit Seltenheitswert. Wie man einen guten Stoff eines guten Autors wie Ken Bruen komplett vor die Wand fährt, bewies kurz darauf Regisseur Elliott Lester mit dem Jason-Statham-Vehikel BLITZ (2011). Für die Bearbeitung solcher Texte benötigt es eben Regisseure/Drehbuchautoren mit dem nötigen Fingerspitzengefühl. William Monahan jedenfalls qualifiziert sich für Höheres. Wenn man ihn lässt.

Unbedingt anschauen!
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3 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Ein Film zum ansehen., 29. November 2012
Rezension bezieht sich auf: London Boulevard (DVD)
Der Film ist durchaus sehenswert. Eine gute Sa. Abend unterhaltung und wir waren angenehm überrascht. Keira Knightley ist nicht die ideale bzw. typische Besetzung für die Rolle aber ok.
Einige durchaus lustige Momente hat der Film auch.
Das Ende ist allerdings geschmackssache und so leider auch schon einige male verwendet worden...
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London Boulevard
London Boulevard von Ken Bruen (DVD - 2012)
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