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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen
Ein wichtiger Film,
Von Amazon bestätigter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Die Lincoln Verschwörung (DVD)
Zunächst muss ich sagen, dass ich lange überlegt habe, ob ich zu diesem Film eine Rezension schreiben soll.Ich musste zunächst über diejenigen schmunzeln, die ihren Unmut äusserten, weil sie einen Action Film erwarteten. Diese Kritik wird dem Film absolut nicht gerecht, denn ein Action Film ist er gewiss nicht. Eher eine (für Amerikaner) mühsame Aufarbeitung ihrer Geschichte. Lässt man sich darauf ein, bekommt man einen wunderbaren, von hervorragenden Schauspielern getragenen Film. Es handelt sich hierbei eigentlich um eine Tragödie, eingebettet in einen Gerichtsfilm. Man möchte Mary Surrat helfen.. kann nicht glauben, dass Rache wichtiger war als Recht. Man muss Schuldige präsentieren, ob sie nun daran beteiligt waren, oder nicht. Der Film macht betroffen. Man bekommt eine Wut, möchte am liebsten eingreifen und kann es nicht. Der Film ist keine leichte Kost. Wer einen Actionfilm oder einen Bürgerkriegsfilm erwartet ist hier falsch. Ich empfehle den Film uneingeschränkt denjenigen, die bereit sind, sich darauf einzulassen. Wie gesagt, alles andere als leichte Kost.Kevin Kline in einer ungewohnt ernsten Rolle als Kriegsminister Stanton Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen
Vae Victis,
Von
Rezension bezieht sich auf: Die Lincoln Verschwörung (DVD)
Nach der Ermordung von Abrahm Lincoln werden sechs Männer und eine Frau festgenommen und der Verschwörung beschuldigt. Regierung und Volk erwarten von verhandelnden Gremium, einem Kriegstribunal, eine schnelle und harte Entscheidung. Der Anwalt Fredrick Aiken wird zum Verteidiger von der Pensionsbesitzerin Mary Suratt bestellt. Während des Prozesses gelingt es Aikens Zweifel an der Schuld seiner Mandantin zu generieren. Doch der politische Druck ist enorm. Noch haben nicht alle Südstaatler die Waffen niedergelegt und es gilt ein Zeichen der Stärke zu setzen.Das erste Opfer in einem Krieg ist meist die Wahrheit und wie es hier scheint, auch das letzte. Jede Verhandlung wird zum Hohn, wenn ihr Ergebnis bereits im Vorfeld feststeht. Die Protagonisten wirken wie Marionetten in einer griechischen Tragödie. Ordentlich angerichtete Szenarien erzeugen Spannung und Atmosphäre. Regie und Schauspielern ist es gelungen ein wenig Licht in einen dunklen Abschnitt der us-amerikanischen Geschichte zu werfen. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
50 von 64 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen
Im Krieg schweigen die Gesetze,
Von
Rezension bezieht sich auf: Die Lincoln Verschwörung (DVD)
Die Ermordung Abraham Lincolns am 26.04.1865 war Teil einer umfassenden Verschwörung gegen die Führung der im Bürgerkrieg gerade siegreichen Unionsstaaten. Neben Lincoln sollten auch der Vizepräsident Johnson, der Außenminister Seward von Mitverschwörern des Lincoln-Attentäters John Wilkes Booth ermordet werden. Obwohl nur das Attentat auf Lincoln erfolgreich war, versetzt dieses Komplott die politische Führung der Unionsstaaten um den Kriegsminister Stanton in Panik. Da der Haupttäter Booth auf seiner Flucht erschossen wird, soll zumindest seinen Mittätern ein schneller Prozess gemacht werden.Unter den Verhafteten befindet sich auch Mary Surrat, die Mutter des Mitverschwörers John Surrat. In ihrer Pension hatten sich Booth und die anderen Attentäter getroffen. Da der Sohn flüchtig ist wird stattdessen die Mutter unter dem Vorwurf der Mitwisserschaft festgenommen und ihr vor einem Miltärgericht der Prozess gemacht. Der junge Anwalt Frederik Aiken (James McAvoy) wird zum Pflichtverteider von Mary Surrat (Robin Wright) bestellt. Schnell ist von der Unschuld seiner Mandantin überzeugt und kämpft vor Gericht um ihr Leben. Doch Aiken muss feststellen, dass der politische Einfluss des Kriegsministers Stanton (Kevin Kline) auf das Militärgericht dazu führt, dass der Prozess voreingenommen und unfair geführt wird. Obwohl Aiken im Laufe des Prozesses nachweisen kann, dass Mary Surrat nur als Sündenbock für die Tat ihres Sohnes vor Gericht steht, wird diese auf poltischem Druck hin zum Tode verurteilt und hingerichtet. Dem an dieser Ungerechtigkeit verzeifelnden Aiken antwortet der Ankläger mit einem Zitat Ciceros: "Inter Arma Enim Silent Leges" (Im Krieg scheigen die Gestze) Die Ereignisse um die Ermordung Lincoln sind in den USA immer noch ein sensibles Thema. Viele Historiker gehen heute davon aus, dass der Kriegsminister Stanton die tatsächlichen Umstände der Verschwörung auch deshalb nicht klären lassen wollte, da er die Ermordung Lincolns nutzen wollte, um selbst an die Macht zu gelangen. Regisseur Robert Redford interessierte sich für diesen Stoff, weil er deutliche Parallelen zur Gegenwart sah. Nach einem Terrorangriff auf die Sttaatsführung der USA werden wahllos Verdächtige verhaftet, gefoltert und wider geltenden Rechts vor Militärgerichten abgeurteilt. Diese Bezüge zur "Krieg gegen den Terror", den US-Regierung nach dem 09. September 2001 ausrief sind tatsächlich beeindruckend. Sie zeigen, dass Terrorakte auch schon früher in der Geschichte von interessierten politischen Kreisen instrumentalisiert wurde, um Gegenterror zu betreiben und die individuellen Freiheitsrechte einzuschränken. Diese Bezüge arbeitet Redford auch wirklich gut heraus. Der Film ist sehr spannend gemacht und die Schauspieler (vor allem Robin Wright und Kevin Cline) hervorragend. Auch die historischen Zeitumstände sind gemau und treffend dargestellt. Hätte sich Redford darauf beschränkt, die historischen Geschehnisse darzustellen, wäre es ein wirklich sehr guter Film geworden. Doch leider meint er offenbar, dass die Bilder alleine seine Botschaft nicht tragen. Und so führen die Darsteller oft philosophische Dialoge, die den Erzählfluss der Bilder mehr hemmen als fördern. Völlig unnötig, denn Redford ist es im Film durchaus gelungen, seine Ansicht zu vermitteln. Wenn man die Szenen im Gefängnis sieht, fühlt man sich unwillkürlich an Aufnahmen aus Guantanomo oder dem Irak erinnert. Fazit: Ein spannendes und aktuelles Lehrstück über die Instrumentalisierung des Terrors durch durch die Politik. Leider mit Längen, aber trotzdem sehenswert. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen
Grandioser Film,
Von
Rezension bezieht sich auf: Die Lincoln Verschwörung (DVD)
Einer der besten Filme die ich je gesehen habe !Großartige Darsteller, toll verfilmt mit wunderschönen Bildern und Stimmungen. Klasse Regie Robert Redford. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen
Gerechtigkeit oder Rache?,
Von
Von Amazon bestätigter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Die Lincoln Verschwörung (DVD)
Am Abend des 14. April 1865 wurde Abraham Lincoln, der 16. Präsident der Vereinigten Staaten, bei einem Theaterbesuch im Ford's Theatre von einem Attentäter niedergeschossen und erlag einen Tag später seiner schweren Kopfverletzung. Zu diesem Attentat und der sich darum rankenden Verschwörung machte Robert Redford einen Film, in dem er die Geschichte des Prozesses der Mary Surratt erzählt, die damals als Mitverschwörerin angeklagt und verurteilt wurde.Bei diesem Film kommen einige Komponenten zusammen, die in ihrer Gesamtheit einfach funktionieren mussten: Robert Redford als Produzent und Regisseur, Historisches verfilmt mit großer Detailverliebtheit und ein Gerichtsprozess, der mit seiner aus Dialogen, Beweisfindung, Betrug und Verrat bezogenen Spannung bei mir immer ankommt. Vor allem beeindruckend aber ist die Besetzungsliste: * Robin Wright als Mary Surratt, die mit ihrer Darstellung einmalig gut den Zwiespalt zeigt zwischen der Südstaatlerin mit ihrem Hass auf den Norden und der liebenden Mutter, die um nichts auf der Welt ihren Sohn John, den einzigen Flüchtigen der Verschwörer, ans Messer liefern wollte. * James McAvoy als Frederick Aiken, selber mehrmals verwundeter Held im Kampf gegen die Konföderierten, der als Anwalt der Mary Surratt erlebt, wie aus Widerwillen gegen die aufgezwungene Verteidigung Respekt gegenüber seiner Mandantin wird und der sich aufreibt im Kampf gegen die Ungerechtigkeiten des Prozesses. * Kevin Kline als Kriegsminister Edwin Stanton, dem es vor allem um eine Verurteilung geht - egal welche. * Tom Wilkinson als Senator Reverdy Johnson, der dem Militärgericht die Verfassung und Menschenrechte unter die Nase reibt und sich damit mehr als unbeliebt macht. Ohne letztlich auf die Hintergründe des Attentats näher einzugehen oder auch die Frage nach Schuld oder Unschuld zu klären, beleuchtet der Film diesen Prozess, der aufgrund seines Ablaufs und seiner Auswirkung einen weiten Schatten auf die Zukunft geworfen hat und unterhält dabei bestens. TOP-Empfehlung und glasklares "Daumen hoch!" von mir. Regie: Robert Redford Besetzung: James McAvoy: Frederick Aiken Robin Wright: Mary Surratt Justin Long: Nicholas Baker Evan Rachel Wood: Anna Surratt Tom Wilkinson: Reverdy Johnson Alexis Bledel: Sarah Weston Kevin Kline: Edwin Stanton Extras: Audiokommentar Robert Redford Making of Interviews mit Cast und Crew Hintergrundinfos zur Historie (engl.) Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
5.0 von 5 Sternen
Sehenswert,
Von Amazon bestätigter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Die Lincoln Verschwörung (DVD)
Ein Stück Geschichte, dass von Robert Redford hervorragend verfilmt wurde. McAvoy spielt super. Wer den Film nur wegen Norman Reedus kauft, Gruß an Walking Dead Fans, könnte entäuscht sein - seine Rolle ist sehr klein.
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4.0 von 5 Sternen
Das ist Geschichte, toll verfilmt...,
Rezension bezieht sich auf: Die Lincoln Verschwörung (DVD)
Hauptmann Aiken wird von dem ehemaligen Generalbundesanwalt (seinem Mentor) gedrängt, die Witwe Mary Surratt zu verteidigen, die beschuldigt wird, in ihrer Pension die Attentäter Präsident Lincolns beherbergt zu haben. Konnte Sie von der Planung wissen oder ist sie sogar die Hauptschuldige?Ein grandioser Film, der so viele Emotionen und mitfiebern fordert. Der Hass gegenüber den Anklägern über das Biegen der Gesetze, die Behinderungen der Anklage, der Umgang mit Beweismitteln. Hier wird bis zum Schluss die Spannung hochgehalten und man fiebert mit der Angeklagten... Fazit: Toller Film rund um die Anklage in einem der spektakulärsten Morde in der Geschichte der vereinigten Staaten. Ansehen... Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
4.0 von 5 Sternen
Reportage plus Schauspieler gleich Film,
Von
Rezension bezieht sich auf: Die Lincoln Verschwörung (DVD)
HANDLUNGDer Film beginnt kurz vor dem Attentat auf Abraham Lincoln, zeigt dann hauptsächlich die Geschichte um den Prozess gegen Mary Surratt (Robin Wright) und andere Verschwörer. In einzelnen Rückblicken wird der Fall rekonstruiert und versucht, die Wahrheit zu finden. MEINUNG Bei einem Historienfilm als Zuschauer den Überblick zu behalten, ist nicht immer ganz einfach. Viele Protagonisten, Hinzugedichtetes oder Weggelassenes und auch noch Effekte, die der Unterhaltung dienen sollen, verwischen oft einen klaren Blick auf die Geschichte. Das ist hier nicht der Fall. Regisseur Robert Redford klärt den Attentats-Fall detailgetreu oder besser detailverliebt auf. So erlebt man in zwei Stunden keinen einzigen Hänger. Dass das ganze nicht zu einem Dokumentarfilm gerät, liegt an guten bis herausragenden schauspielerischen Leistungen. Dezent, real und was Robin Wright, die hervorzuheben ist, angeht, passgenau und sehr nachhaltig. Die trübe, karge Szenerie ist ggf. zu bemängeln, erstellt fast schon den Geschmack eines Kammerspiels, was einem Historienfilm unter Umständen nicht so zu zuträglich ist, aber eben auch nicht vom Thema ablenkt. FAZIT Wer ein Historien-Drama sehen möchte, dass sich nicht der Geschichte bedient, um einen Film zu machen, sondern einen Film schafft, der Geschichte zeigt, findet hier 100 Prozent davon. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
4.0 von 5 Sternen
die interessante Geschichte, die nur Wenige kennen,
Von TheGame2493 (Deutschland) - Alle meine Rezensionen ansehen
Rezension bezieht sich auf: Die Lincoln Verschwörung (DVD)
Am 15. April 1865 wurde Abraham Lincoln von John Wilkes Booth ermordet. Das ist eine bekannte Tatsache. Was allerdings danach mit den Drahtziehern hinter dem Lincoln Attentat passierte, wissen nur die Wenigsten. Und genau diesem Thema hat sich Robert Redford angenommen.Abraham Lincoln wird erschossen. Nach dem Attentat sollen alle schuldigen gerichtet werden. Frederick Aiken wird damit betraut Mary Surratt, die eine Komplizin Booths gewesen sein soll, vor Gericht zu verteidigen. Hält er sie anfangs noch für schuldig, setzt er bald alles daran sie freizusprechen. Robert Redford (Von Löwen und Lämmern) hat sich hier einem Thema angenommen, dass selbst viele Amerikaner nicht kennen. Er befasst sich hier nicht dem 16. Präsidenten der USA, sondern mit seinen Mördern und der Ungerechtigkeit, die zu deren Urteil führte. Die Geschichte basiert natürlich auf wahren Begebenheiten und wird von Redford auch mit den nötigen Stilmitteln erzählt. Er hält alles sehr authentisch: von Kleidung, über Architektur bis hin zur einfachen Lichtstimmung. Alles wirkt sehr echt und vermittelt ein sehr gutes Gefühl vom Amerika des 19. Jahrhunderts. Für so einen historischen Film braucht man auch gute Darsteller und die hat Redford auch gefunden. Von James McAvoy (X-Men - Erste Entscheidung), über Robin Wright (Forrest Gump) und Evan Rachel Wood (The Wrestler) bis hin zu Danny Huston (X-Men Origins: Wolverine) spielen alle gut, aber keinesfalls überragend. Es ist in erster Linie ein Historienfilm und bleibt deshalb immer auf dem Boden. Es wird nur wenig mit Musik gearbeitet, wodurch es kaum wirklich herausstechende Momente gibt. Fazit: Die Lincoln Verschwörung ist ein guter Historienfilm, der durch seine authentische Stimmung, den historischen Bezug und den interessanten Hintergründen punktet. Allerdings sind die Darsteller 'nur' gut und es gibt kaum herausstechende Momente. Alles in allem ein interessanter Film für Leute, die sich für Geschichte begeistern. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
12 von 18 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen
The Conspirator - zwischen politischem Traktat und spannender Geschichtserzählung,
Von
Rezension bezieht sich auf: Die Lincoln Verschwörung (DVD)
Der Originaltitel "The Conspirator" lässt mehrere Schlüsse zu, wer mit der Bezeichnung gemeint sein könnte: Ist es John Wilkes Booth, der seinerzeit ein populärer Schauspieler war, aber heute nur noch als der Mann, der Abraham Lincoln erschoss, erinnert wird? Oder ist es John Surrat, der mit Booth befreundet war und ihn in die Pension der Surrats einlud, wo mehrmalige Treffen das Attentat auf Präsident, Vizepräsident und Außenminister vorbereiteten? Oder ist Mary Surrat die Verschwörerin, da sie die Treffen in ihrer Pension duldete und angeblich an den Vorbereitungen selbst beteiligt war? Oder meint der Film am Ende den Kriegminister Edwin Stanton (im Film eindringlich pragmatisch verkörpert von Kevin Kline), der auch die Beugung des Rechts nicht scheut, um den nationalen Frieden (und wohl auch den nationalen Stolz) wieder herzustellen?Der Film lässt von Beginn an keinen Zweifel daran, dass es eine Verschwörung durch mehrere Attentäter gibt und diese auch in derselben Nacht koordiniert und gut vorbereitet ans Werk gehen. Der Film lässt aber ebensowenig Zweifel daran, dass die Reaktion mit zahlreichen Verhaftungen, inhumanen Haftbedingungen und der nicht verfassungsgemäßen Anklage von Zivilisten vor einem Militärtribunal unverhältnismäßig hart und am Ende vor allem rachsüchtig und ungerecht ausfällt. Robert Redfords achte Regiearbeit schließt an den letzten Film Von Löwen und Lämmern thematisch an, indem er die Frage stellt, inwieweit Terrorismus von Einzelnen Terrorakte eines ganzen Staates hervorrufen kann. Die weitergehende Frage ist dann, inwieweit unschuldige Menschen zu Opfern werden, wenn der Rechtsstaat seine eigenen Prinzipien missachtet. Der Rechtsstaat wird durch den Senator Reverdy Johnson (wie immer großartig: Tom Wilkinson) und den jungen Anwalt Frederick Aiken (sehr eindringlich: James McAvoy) repräsentiert, die aber von Beginn an auf mehr oder minder verlorenem Posten kämpfen. Die Freunde sagen es Frederick einmal sehr klar: Er könne nur verlieren, denn wenn er seine Klientin Mary Surrat erfolgreich verteidigt, gerät er unter Verdacht Mitverschwörer zu sein, und wenn er verliert, steht seine anwaltliche Reputation auf dem Spiel. Mit diesen beiden Hauptfiguren und der als emotional eher abweisend und durch den Glauben stoisch gewordenen Mary Surrat (ebenso endringlich: Robin Wright) bezieht Regisseur Redford eindeutig Stellung in der Gegenwart gegen einen unmäßigen 'Krieg gegen den Terror', gegen 'Guantanamo' und gegen die Aufhebung von Grundrechten. An manchen Stellen des Films ist diese Position überdeutlicht und droht zum politischen Traktat zu erstarren. Jedoch die großartigen Schauspieler (denn Redford war immer ein Schauspielerregisseur), die sehr dichte und auch emotional fesselnde Inszenierung und die durchweg inhaltlich spannende Aufarbeitung vor Gericht retten den Film vor Stillstand und erzielen eine beeindruckende Wirkung. So handelt es sich abermals um die Suche nach Wahrheit (wie schon in Quiz Show) und um das Eingebundensein des Einzelnen in größere, bestimmende Netzwerke und Geisteshaltungen (wie in Aus der Mitte entspringt ein Fluß [Blu-ray] oder Eine ganz normale Familie). "Die Lincoln Verschwörung" ist sicherlich nicht Robert Redfords bester Film, aber erneut eine formal wie inhaltlich fesselnde Filmerzählung, die deutlich über dem Durchschnitt heutiger Kinoproduktion liegt. Sehenswert! Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen |
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Die Lincoln Verschwörung [Blu-ray] von Robert Redford (Blu-ray - 2012)
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