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5.0 von 5 Sternen Africa's Greatest Explorer? Das ist nicht übertrieben., 20. Juli 2013
Von 
H. Krausse "Whitelotus" (Königswinter) - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)    (REAL NAME)   
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Rezension bezieht sich auf: Stanley: Africa's Greatest Explorer (Kindle Edition)
Das Leben Stanleys liest sich wie ein Roman: Als illegitimes Kind von seiner Mutter ins Arbeitshaus abgeschoben, als junger Mann am amerikanischen Bürgerkrieg teilgenommen – auf beiden Seiten - und mehrere große Expeditionen in Afrika angeführt (u.a. auf der Suche nach dem verschollenen Dr. Livingston und nach Emin Pascha, einem schillernden deutschen Abenteurer in britischen Diensten), schließlich Mitglied des britischen Parlaments.

Welche Leistungen Stanley bei seinen Reisen vollbrachte, kann man heute kaum ermessen. Ohne wirksame Medikamente in unbekanntem Terrain, feindseligen Stämmen und Sklavenhändlern ausgeliefert, oft dem Hungertod nah, immer wieder schwere Krankheiten, Desertionen, Todesfälle jeden Tag. Gegen Henry Morton Stanley ist Indiana Jones ein Bürohengst.

Unter solchen Rahmenbedingungen ein paar Hundert Leute durchzubringen, bedurfte großer Entschlossenheit und zuweilen einer harten Hand, was Stanley von seinen zahlreichen Gegnern angekreidet wurde und sein Bild bis vor kurzem prägte. Schlimmer noch, lastete man ihm eine Mitverantwortung an den im Namen des belgischen Königs Leopold geschehenen Greueln im Kongo an, in dessen Diensten er (lange vor den jenen Geschehnissen) stand. Dieses Bild überzeugend und umfassend zu revidieren ist das besondere Verdienst dieser Biographie. Erstmals wurde hierfür das Archiv im Museum von Tervuren, Belgien, ausgewertet wurde, an das Stanleys Familie die in ihrem Besitz befindlichen Papiere verkauft hatte.

Es hätte vielleicht schon gereicht, auf die Sitten der Zeit zu verweisen, in der Prügel- und Todesstrafe als völlig normal angesehen wurden und andere Entdecker und „Empire Builder“ mit ganz anderer Brutalität vorgingen, um jene Vorwürfe zu relativieren. Dessen bedarf es nun nicht mehr, da eine Vielzahl von Dokumenten belegt, dass Stanley keineswegs ein brutaler Machtmensch und Rassist war, sondern im Gegenteil hohen Respekt für die Natives hatte (beispielsweise für seine meist aus Sansibar stammenden Träger, von denen viele – im vollen Bewusstsein der Gefahren - mehrfach mit ihm auf Expedition gingen, was deutlich macht, dass die Hochachtung beiderseits war) und mit einem Minimum an Härte vorging. Zudem darf man nicht den Eindruck haben, das Innere Afrikas sei seinerzeit ein friedliches grünes Paradies gewesen – Lokale Könige, deren Kriegszüge Zehntausenden das Leben kosteten, arabische Sklavenhändler, die ganze Landstriche menschenleer machten, prägten das Bild.

Diese Biographie ist damit historisch von außergewöhnlichem Wert. Mit einer Vielzahl von Dokumenten belegt der Autor nicht nur die Leistungen Stanleys und entlastet ihn von den schlimmsten Vorwürfen, er zeichnet auch ein sehr menschliches Bild eines Mannes, der in der verzweifelten Suche nach Anerkennung, insbesondere der seiner einer Mutter, auch viele kommunikative Fehler machte - um es nett zu umschreiben. Dem Autor gebührt aber nicht nur das Verdienst der Ehrenrettung eines der größten Entdeckers und Abenteurers der Geschichte, sondern auch jenes, diese Story umfassend und trotz des wissenschaftlichen Anspruchs sehr gut lesbar umgesetzt zu haben. Ich kann nur hoffen, dass sich eines Tages HBO dieser Geschichte annimmt, damit mehr davon erfahren. Bis dahin kann ich dieses Buch nur wärmstens empfehlen.
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5.0 von 5 Sternen einfach interessant, 6. Februar 2013
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Rezension bezieht sich auf: Stanley: Africa's Greatest Explorer (Kindle Edition)
Denke jeder kennt den Satz, "Mr. Livingstone, I presume" mit diesem Buch, wird man in die Welt, der wundersamen Viktorianischen Reisenden eingefuehrt. Maenner, die nichts dabei fanden, jahrelange Entbehrungen, Krankheiten und Einsamkeit auf sich zu nehmen, um die Welt zu kartographieren. Wir, die bequem auf der Couch sitzend, mit einem Mausklick andere Laender via Google anfliegen koennen, sollten ob der Leistung dieser Maenner den Hut ziehen. Natuerlich sind diese Menschen nicht nur aus altruismus gesponsort worden, es lag ja auch im Interesse von Geschaeftsleuten und Politikern dass die Wege und Schaetze Afrika's erkundet wurden, nichtsdestotrotz ist die Leistung unter Einsatz von Leib und Leben erbracht worden, interessant ist auch wie Stanley sich (mehr oder weiniger bewusst) vermarktet hat, und versucht hat seine Jugend in aermlichen und verlassenen Umstaenden hinter sich lassend neu zu erfinden.
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5 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Fesselnde Biographie, 17. August 2012
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Stanley: Africa's Greatest Explorer (Kindle Edition)
Ich habe das Buch mit großer Begeisterung gelesen. Es gibt einen sehr guten und fesselnden Einblick in das Leben eines grossen Entdeckers, der als ungeliebtes Kind im Armenhaus aufgewachsen ist und diese Herkunft sein Leben lang zu verbergen suchte.
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Stanley: Africa's Greatest Explorer
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