Fashion Sale Hier klicken Kinderfahrzeuge calendarGirl Cloud Drive Photos Sony Learn More fissler Hier klicken Fire Shop Kindle PrimeMusic Autorip NYNY

Ihre Bewertung(Löschen)Ihre Bewertung


Derzeit tritt ein Problem beim Filtern der Rezensionen auf. Bitte versuchen Sie es später noch einmal.

am 23. Oktober 2012
Mein Umriss:

Durch eine rätselhafte Krankheit war Martin Pistorius im Alter von 12 Jahren ins Wachkoma gefallen. Von den Pflegekräften im Tagespflegeheim als leere, gefühllose Hülle betrachtet, ist er jedoch geistig hellwach. Aber er kann sich nicht bemerkbar machen. Sein Körper ist vollständig gelähmt. Somit muss er vieles über sich ergehen lassen. Mitunter auch Misshandlungen von frustrierten Pflegekräften, die keinerlei Rücksicht auf sein Wohlbefinden nehmen. Er wird zu heiß gebadet, wird mit ekligem Essen, das auch zu heiß ist gefüttert. Erbricht er sich vor Ekel, so wird darauf keine Rücksicht genommen. Nein, er wird weiter gefüttert. Auch sexueller Missbrauch ist in einem Pflegeheim auf dem Land an der Tagesordnung, wo er hingebracht wird, wenn seine Eltern Urlaub brauchen.
Bis zu dem Tag, als Virna im Tagespflegeheim auf ihn aufmerksam wird. Von ihr fühlt er sich gut behandelt. Sie geht rücksichtsvoll mit seinen schmerzhaft verformten Gliedmaßen um, macht vorsichtige Gymnastikübungen mit ihm und massiert seine verkrampften Muskeln. Und sie sieht in ihm einen lebenden Menschen.
Sie will ihm helfen und bittet seine Eltern, mit ihm einen Test seiner kommunikativen Fähigkeiten zu machen. Dort wird festgestellt, dass er zwar körperlich zu keiner Leistung in der Lage ist, aber sein Gehirn in einem sehr wachen und aufnahmefähigen Zustand ist.
Somit tun seine Eltern alles dafür, dass er in Zukunft wenigstens auf irgendeine Art und Weise kommunizieren kann. Seine Sprache und seine Beweglichkeit werden wohl nie wieder zurück kehren. Aber er soll sich mitteilen können. Martin macht so große Fortschritte mit seiner Kommunikation per Laptop und Buchstabiertafel, dass er sogar seinen Hochschulabschluß macht und in ein Forschungsprojekt zum Thema Kommunikation von und mit Behinderten aufgenommen wird und dort als vollwertiges Mitglied unter den Kollegen angenommen wird.
Innerhalb kürzester Zeit kann er sich per Laptop und Buchstabiertafel unterhalten, hält diverse Vorträge und versetzt sein Umfeld immer wieder in Staunen.
Auch seine körperlichen Fähigkeiten bessern sich im Laufe der Zeit, sodass er kleine Dinge selbst erledigen kann, wenn ihm jemand bei den Vorbereitungen dazu behilflich ist.
Über seine Schwester lernt er Joanna kennen und lieben. Er heiratet sie sechs Jahre nach seinem Erwachen aus dem Koma und heiratet sie. Seinen Lebensunterhalt verdient er inzwischen als erfolgreicher Webdesigner.

Mein Eindruck:

Denke nie dass Menschen im Koma leere Hüllen sind.
Noch ist nicht wirklich erforscht, was Menschen erleben und von ihrem Umfeld mitbekommen, wenn sie im Koma oder im Wachkoma liegen. Aber Martin Pistorius erzählt, wie es ihm erging und was er in dieser Zeit erlebte. Keineswegs geistig weggetreten mußte er zahlreiche Demütigungen über sich ergehen lassen, ohne sich zur Wehr setzen zu können.
Hätten die Pflegekräfte gewusst, was er mit seinem wachen Verstand mitbekommt, dann kann man davon ausgehen, dass sie sich so manche Schikane mehrfach überlegt hätten.
Martin Pistorius beschreibt seinen Zustand im Wachkoma mit nüchterner Klarheit, auch seine Ängste, seine negativen und positiven Gefühle während dieser Zeit stellt er realistisch nachvollziehbar dar. Seine Liebe zu Joanna, als sie langsam erwacht und immer stärker wird und an der er so lange zweifelte, beschreibt er sehr intensiv. So intensiv wie es wohl nur ein Mensch kann, der nie mit einer solchen Liebe gerechnet hat.
Die Geschichte von Martin Pistorius regt zum Nachdenken an und lässt hoffen, dass sie auch von Menschen gelesen wird, die Leuten wie ihm eher ignorant oder süffisant grinsend gegenüber stehen. Sei es aus Unsicherheit oder reiner Dummheit.
Die Geschichte eines Jungen Mannes, dessen Leben beinahe mit 11 Jahren geendet hätte, wären da nicht die richtigen Menschen zum richtigen Zeitpunkt an der richtigen Stelle gestanden.

Mein Fazit:

Die Geschichte eines jungen Mannes, der früh aus dem Leben gerissen wurde und es trotzdem wieder zurück geschafft hat. Ein Buch, das man gelesen haben muss.
44 Kommentare|100 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 17. April 2012
Als Arzt habe ich dieses Buch mit besonderem Interesse gelesen, zumal es aussergewöhnlich sachlich und ehrlich geschrieben ist. Ein ganz ungewöhnlicher Fall, der nachdenken lässt über eigenen Umgang mit cerebral gestörten Menschen, die sicher oft mehr verstehen, als man als Ausenstehender vermutet. Auch die soziale Seite in der Familie mit allen Problemen wird nachvollziebar dargestellt. Buch sehr zu empfehlen für alle, die sich für die Thematik interessieren.
0Kommentar|182 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 17. Juni 2012
Ich habe selbst eine körperbehinderte Tochter, die im Rollstuhl sitzt. Auch wir sind der gesamten Palette an Leuten begegnet, mit denen wir lernen mussten umzugehen. Die schlimmsten waren immer die, die meinten, alles zu wissen und meine geistig normale Tochter wie ein Baby zu behandeln oder eben, wie im Buch auch beschrieben, anzuschreien in der Hoffnung, sie verstünde dann besser. Echte Hilfe gab es kaum, gerade auch von Seiten der Ärzte wurde man als Mutter entmündigt aber gleichzeitig allein gelassen.
Wir brauchen heute viel mehr Toleranz und Akzeptanz und nicht Aussonderung und Abschiebung. Die Vorurteile auch hier bei uns sind extrem, immer noch begegnen wir mehr Dummheit als Hilfe und echtem Interesse.
Martin, ich kann Ihre tiefen Verletzungen kaum erahnen aber ich wünsche Ihnen das Beste dieser Welt, Offenheit, Akzeptanz und tiefe Freundschaften! Auch für unsere Familie sind Sie ein Beispiel für ungeahnte Lebenskraft!
11 Kommentar|51 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 16. Oktober 2014
Als Krankenschwester las ich dieses Buch mit einem gewissen Hintergrund. Dieses Buch kann jedem empfohlen werden, der Wachkomapatienten, sogenannte "Gehirntote", "Schwachsinnige" oder andere geistig behinderte Menschen bisher als "nicht lebenswert" betrachtet hat. Mir selbst hat es Mut gegeben, auch in scheinbar ausweglosen Situationen nicht die Hoffnung zu verlieren.
0Kommentar|4 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 15. Dezember 2012
Die Geschichte selbst ist sehr dramatisch mit teilweise grausamen Episoden, die dem Jungen widerfuhren, als noch niemand wusste, dass er eigentlich bei vollem Bewusstsein war - doch gottseidank mit letztendlich gutem Ende. Wie andere auch schon bemerkten, fehlt ein wenig die Spannung. So wurde zumindest ich nicht sehr mitgerissen und las jeden Tag nur wenige der kurzen Kapitel. Im Gegensatz zu jenen Rezensenten, die sich von der "kitschigen Liebesgeschichte" gelangweilt fühlten, war gerade diese jener Punkt, der mich am meisten zum Nachdenken brachte. Ist es nicht fast unglaublich, dass der nach wie vor stark körperlich behinderte und stumme Martin eine "normale" Frau fand, die ihn so liebt, wie er ist? Vielleicht sollte man sich einmal in seine Frau hineinversetzen und sich konkret den Alltag der beiden vorstellen. Sie muss eine sehr schöne, bedingungslose und daher wohl sehr seltene Liebe für ihn empfinden.
11 Kommentar|22 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 24. Juli 2015
Ein Kind, das den Kontakt zu seinem Körper und zu seiner Umwelt durch eine rätselhafte Krankheit verliert, jahrelang bewegungsunfähig ist und sich nicht bemerkbar machen kann - das ist eine Situation, die uns Albträume bescheren kann. Umso schlimmer, wenn dieses Kind alles rundum mitkriegt, alles hören kann - aber kein Mensch weiß das.
Martin Pistorius beschreibt den langen Weg zurück in die Normalwelt völlig unsentimental, ohne Vorwürfe aber auch schonungslos. Und genau das ist wichtig: wir werden darauf aufmerksam, wie gedankenlos und unaufmerksam wir uns verhalten, sogar Menschen gegenüber, die wir lieben. Ohne die ungewöhnlich Aufmerksamkeit einer - einzigen! - Pflegerin hätte der Patient nie die Chance bekommen, wieder ins Leben zurückzukehren.
Ich hoffe sehr, daß uns die erschütternde Geschichte des Martin Pistorius aufmerksamer werden läßt und uns das, was unsere Augen sehen, immer wieder hinterfragen läßt.
0Kommentar|2 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 23. September 2014
Hier werden meine größten Albträume beschrieben. Mein Mann hatte 2001 einen Unfall und befindet sich seit dem im sogenannten Wachkoma.
Ich kann es nicht fassen, was mit Martin alles gemacht wurde. Auf was für KRANKE Ideen Personal kommt.

Wie viele Menschen in diesem Zustand gibt es auf der Welt, bei denen niemand da ist um zu erkennen, dass Sie Ihre Umwelt und Ihr Umfeld war nehmen.

Wie viele sehen es nicht, auch wenn es nahe Angehörige sind. Ich bin echt zutiefst erschüttert und könnte Stundenlang hier dazu schreiben.
Martin ich würde Sie gerne treffen und kennenlernen, um meinem Mann zu zeigen, es geht immer weiter, denn er lehnt seit etwa 1 Jahr die Kommunikation über den Sprachcomputer ab. Will dieses Hilfsmittel nur noch sehr selten nutzen.
Schön das es so Menschen wie ihre Freundin gibt. Ich wünsche ihnen alles erdenklich gute.
0Kommentar|2 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 30. April 2012
Bewundernswert wie sich Martin ins Leben zurück kämpft. Ergreifend wie er uns an seinen Gedanken teilhaben lässt. Erschreckend wie sich manche Menschen verhalten haben. Das Buch macht klar, wie gut es einem doch geht und das man oft den eigenen kleinen Problemen zu viel Raum gibt.
0Kommentar|21 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 1. Dezember 2015
Wer glaubt, durch schwere Zeiten zu gehen, dem empfehle ich dieses Buch! Es drängt sich die Frage auf: "Warum macht Gott so etwas?" Wer diese Frage beantworten kann, hat die Welt verstanden. Und die Welt verstanden hat auch, wer sich diese Frage gar nicht erst stellen muss, sondern innerlich weiß, dass alles, was im eigenen Leben passiert, seine Richtigkeit hat. Demut! Dieses Buch ist eine Anleitung zur Demut! Dass es ein (zumindest vorläufiges) Happy End gibt, macht Mut: Wer sich seinen Herausforderungen stellt und sie bewältigt, wird irgendwann Hilfe kriegen und auch Früchte ernten. Vielleicht ist der Schlüssel dazu, wie man schwierige Situationen im Leben bewältigt, das, was Jesus gesagt hat: Ihr müsst (innerlich) sterben, um zu leben! Martin Pistorius ist innerlich gestorben, um heute ein reiches Leben zu führen.
0Kommentar|2 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 7. Juni 2012
Dieses Buch ist unglaublich beeindruckend geschrieben. Martin Pistorius erzählt, wie sehr sein wacher Geist darunter litt, dass sein Umfeld ihn nicht nur für körperlich sondern gleichzeitig für geistig behindert hielt, weil er sich nicht äußern konnte.
Seine Familie betreute ihn liebevoll, soweit es ging. Trotzdem musste er zeitweise in Pflegeheimen untergebracht werden, wo es häufig an respektvollem Umgang fehlte. Bei allem Unglück durch seine Krankheit hatte er dann aber das Glück, dass eine einzige Pflegekraft sein Potenzial ahnte, ihn zu Reaktionen bringen konnte und damit letztlich seine Förderung einleitete.
Die Schilderung seiner Erlebnisse und vor allem seiner Gedanken und Gefühle beginnt im Pubertätsalter und endet in seinen Dreißigern - eine riesige Palette.
Dabei verfällt Martin anfangs zwar zeitweise in Verzweiflung, aber niemals in Selbstmitleid. Er kämpft - und gewinnt.

Wenn man je mit Menschen zu tun hat, die sich nicht (mehr) selbst äußern können, ist dieses Buch wirklich hilfreich, auch solchen Patienten mit Respekt und Einfühlung zu begegnen, und vor allem die Hoffnung nie aufzugeben!
Unbedingte Empfehlung!
0Kommentar|43 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden

Gesponserte Links

  (Was ist das?)