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144 von 149 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Die Sicht eines Systemwechslers
Ich bin von meiner D7000 zur Alpha77 gewechselt.
Und bin froh diesen Schritt gegangen zu sein.
Was mich an der A77 besonders beeindruckt sind die Bildqualität, der elektronische Sucher, der integrierte Bildstabilisator und das GPS.
Zuerst war ich ja skeptisch gegenüber dem elektronischen Sucher, nun kann ich gar nicht mehr ohne. Die Tatsache,...
Veröffentlicht am 24. Mai 2012 von Saji

versus
105 von 131 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Licht und Schatten
Ich habe meine SLT-A77V seit 3 Wochen und meine ersten Erfahrungen damit gesammelt. Das Gesamtbild ist eher durchmischt; die ultimative Überfliegerkamera, als die sie von vielen gesehen wird, kann ich in der A77 nicht erkennen, dazu stören noch zu viele Details. Aber erst einmal der Reihe nach. Hier ist die Liste der (für mein Empfinden) herausragendsten...
Veröffentlicht am 14. Februar 2012 von KeyJ


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144 von 149 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Die Sicht eines Systemwechslers, 24. Mai 2012
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Ich bin von meiner D7000 zur Alpha77 gewechselt.
Und bin froh diesen Schritt gegangen zu sein.
Was mich an der A77 besonders beeindruckt sind die Bildqualität, der elektronische Sucher, der integrierte Bildstabilisator und das GPS.
Zuerst war ich ja skeptisch gegenüber dem elektronischen Sucher, nun kann ich gar nicht mehr ohne. Die Tatsache, dass die Auswirkung jeder Einstellung (WB,Belichtung,ISO usw.) direkt im Sucher zu sehen ist, ermöglicht eine ganz andere Art der Fotografie.
Da ich beruflich sehr viel Reise und oft nicht mehr weiss wo ein Foto entstanden ist, finde ich die GPS Funktion sehr praktisch für die spätere Fotoverwaltung.
Das Gehäuse ist sehr ergonomisch, robust und wetterfest. Das Kameramenü ist sehr eingängig und die Tasten sind teilweise frei konfigurierbar.
Den integrierten Bildstabilisator empfinde ich als riesigen Vorteil gegenüber meiner alten Nikon, denn nun kann ich auch mit meinen Festbrennweiten stabilisiert fotografieren.

Nicht nur gegenüber dem elektronischen Sucher war ich zunächst skeptisch, sondern auch hinsichtlich der 24 Megapixel und dem damit verbundenen Rauschverhalten.

Klar war meine D7000 im High Iso Bereich auf den ersten Blick etwas besser, doch wenn man die Fotos der A77 auf äquivalente 16 Megapixel verkleinert, ist ein Unterschied nicht mehr feststellbar. So habe ich bei gutem Wetter sehr deteilreiche 24 Megapixel und bei wenig Licht eben 16 Megapixel. Daher sehe ich in der enormen Pixelanzahl kein Nachteil, sondern erfreue mich über den Detailreichtum (gute Objektive vorausgesetzt).
Zusätzlich kann man bei statischen Motiven auch die Multiframe Rauschminderung einsetzen, die wirklich überraschend gute Ergebnisse liefert.

Im Großen und Ganzen überwiegen die Vorteile der A77 so stark, dass ich über meine anfänglichen Zweifel hinweg gesehen habe und den Systemwechsel von Nikon zu Sony gewagt habe.
Hätte einer der beiden "großen" Kamerahersteller eine solche Kamera produziert, wäre sie wohl als Überkamera deklariert worden.

PS: Als Buchtipp kann ich das Werk von Gary Friedmann zur A65/77 empfehlen, dort werden die Kamerafunktionen sehr verständlich bis ins kleinste Detail beschrieben. Gerade für Systemwechsler oder Neueinsteiger, die mit den Sony Funktionen nicht vertraut sind, eine sinnvolle Investition.
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141 von 148 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Nach 6 Monaten Einsatz vollauf begeistert, 3. Juni 2012
Ich hatte mir letzten Dezember das Kit gekauft, wobei das Objektiv allerdings erst im Februar eintraf. Schade, denn erst damit kann man den Sensor richtig ausnutzen.
Da ich aufgrund der Vorbestellung beim Fachhändler (ich habe es nicht bei Amazon gekauft, da ich bei Kameras den vorort Service schätze und es auch noch billiger bekommen hatte. Ausserdem hat der Fachhändler das mit dem Kit gedeichselt, das ja eigentlich erst später zu bestellen ging) einer der ersten war, der die Kamera hierzulande in den Fingern hielt, musste ich ein paar Absriche hinnehmen:
- ich musste auf meinen vorhandenen Linsenpark zurückgreifen
. o mit dem 70-200 war alles super, da die Linse den Sensor auch ausreizen kann (24MP auf APS-C Fläche)
. o mit dem 18-270 von Tamron hingegen muss man sich schon mit weniger Bildqualität zufrieden geben - der Bereich um 50mm ist aber in Ordnung
. o das Minolta 85/1.4 hingegen liefert unglaubliche Fotos ab - das ist mit der A77 ein Muss (egal ob Zeiss oder Minolta)
- die Firmware mit Version 1.03 hatte leider noch etliche Macken, die den Spass ziemlich drückten
. o immer wieder hängte sie sich auf, wenn man intensiver schnelle Bildfolgen schoss. Manchmal musste man sogar den Akku rausnehmen, um sie wiederzubeleben.
. o das Ein und Ausschalten war echt nervig (bis das Objektiv "geparkt" war, vergingen schon mal 7-10 Sekunden)
. o im Menu zu navigieren, entwickelte sich zur Geduldsprobe
. o wenn man ein Bild schoss, war der Monitor mit der Meldung "Verarbeitung" blockiert.
. => Aber all das ist mit der V 1.05 kein Thema mehr - die Kamera performed nun beinahe perfekt - auch wenn es noch Berichte gibt, dass manche immer noch einen "Time-Lag" im Menu hätten, meine Version ist davon nicht mehr betroffen. Ausserdem, einschalten und abdrücken und das Foto passt.

Daher kann ich nur jeden diese Kamera momentan empfehlen, der auch bereit ist, etwas Geld für "gute" Objektive in die Hand zu nehmen. Wer das nicht will, sollte sich nicht auf die A65 stürzen, denn dort hat man das gleiche Problem. Wer eher billige Objektive besitzt oder kaufen will, sollte nicht über die 16MPixel gehen.
Das Kit ist eine gute Alternative zum starten - danach würde ich noch ein 85er und das 70-200 empfehlen. Vorallem die Auflösung muss passen, sonst hat man nur grosse Dateien mit schlechter Auflösung und wird meckern.

Daher mein Fazit:

Positives:
+ Die Auflösung von 24MP bei trotzdem guten ISO Werten (bis 3200 gar kein Problem, auch 6400 ist zumeist ok), wenn man eben dieses Kit nutzt, mit den passenden Linsen bekommt man tolle Bilder, wo im Vergleich auch eine Canon7D nicht mit der Dynamik mithalten kann
+ die schnelle Geschwindigkeit von 8B/s bei voller Funktion (den 12er Modus braucht man nicht wirklich. Aber in dieser Preisklasse toll, wenn man ihn hat)
+ die Video Aufnahmefunktion von FullHD mit 50p Frames/s - was nicht mal die neue D4 von Nikon bietet. Ausserdem ständiger Phasenautomfokus. SLT sei dank.
+ der Panoramamodus für jene, die schnell mehrere Panoramas erstellen wollen, ohne zuhause noch stundenlang die Bilder zu stitchen (auch das ist ein Feature, das andere noch nicht bieten)
+ der HDR Modus, der noch mehr Dynamikumfang rausholt, als das DRO sowieso schon abliefert (nur JPEG)
+ die Treffsicherheit des Autofokus (und ich hab jetzt doch einige Kameras probieren können)
+ das Klapdisplay, das vorallem im Videomodus bis schräg über den Sucher geklappt werden kann - für Videographen eine super Position, ohne die Arme zu stark zu belasten (man kann die Kamera an die Brust holen und entlastet das Kreuz - auch das geht mit anderen nicht - bei anderen Herstellern ist das Display auf die Seite klappbar - tolle Schrägbelastung für den Hals ;-(
+ der OLED EVF mit 2,5Megapixel - auch wenn sich hier die Geister streiten, er ist echt spitze. Man kann alle Infos konfigurieren, die eingeblendet werden sollen und die Farben sind untertags so echt, dass man den Unterschied zum OVF nicht unbedingt erkennt - zumindest haben jene Freunde/Bekannte, die die A77 Spezifikation nicht kannten, nicht gemerkt, dass es ein elektronisches Display ist. In der Nacht merkt man es eben, weil hier durch die Verstärkung ein Farbrauschen auftritt - das stört aber nicht wirklich, sondern ist meist eher hilfreich. Ausserdem kann man angewandte Einstellungen gleich im EVF sehen. Ein hilfreiches Feature.
+ gute Akkulaufzeit
+ die SLT Technologie, die einen stets aktiven Phasen Autofokus liefert
+ Effizienter Verwackelungsschutz - für mein Dafürhalten besser als jeder in den Linsen (in den Objektiven eingebaute werden über die Jahre übrigens auch anfällig für Schäden, dann klapperts schon mal).
+ das eingebaute GPS (bei uns funktionierts gut, wobei ich gelesen habe, dass einige in Amerika sich über die Genauigkeit beschwert haben)
+ ich finde die Tastenanordnung exzellent, da ich alles direkt erreiche, zumeist mit einer Hand.
+ Man kann die Tastenbelegung massiv umkonfigurieren - ich kenne keine Kamera, wo das sonst noch so geht
+ Fokus Peaking oder auf Neudeutsch "Kantenanhebung" - ein "geiles" Feature, um manuell doch den Fokus genau zu erwischen. Man kann hier leider nur 3 Farben auswählen - gelb finde ich dabei am besten.
+ Die Auflösung des 16-50mm - damit kann man extrem in die Bilder zoomen und hat trotzdem noch scharfe Details
+ die Verarbeitungsqualität der Linse ist gut, meiner Meinung nach für diesen Preis sogar konkurrenzlos.
+ absolut geräuschloser Autofokus beim 16-50mm/2.8 - der SSM machts möglich

Negatives:
- das erste Negative ist der Kartenslot - Hatte ich bei der A700 noch einen für CF und MS, hat die A77 leider nur mehr einen Kombislot für SD und MS. Ich hatte mir gewünscht, dass in dieser Preisklasse ein weiterer MS/SD Kombislot vorhanden wäre, wo man die JPEG's und RAW's getrennt sichern kann - das würde Performance bringen. Vorallem wenn die Kamera schon 12B/s liefern kann und das bei 24MPixel. Aber das werden wir wohl nicht mehr erleben, dass Sony dieses Feature bringt. Da ist Nikon besser.
- Die Verarbeitungsqualität ist prinzipiell nicht schlecht (Magnesium und Plastik), aber ausgerechnet beim Griff knarzt es ein bisschen und wenn ich mein 70-400 (1,5kg) drauf habe und mit einer Hand halte, fühle ich mich nicht ganz sicher. Bei der A700 war das viel besser, die war im Vergleich im Griffbereich wie ein Panzer gebaut. Bei dem Preis sollte Sony hier nachbessern.
- Das Display löst gut auf, ist toll drehbar, verschmiert aber leicht. Auch hier sollte Sony eine Beschichtung aufbringen, die das Problem verbessert. Fairerweise muss man sagen, dass andere Hersteller es nicht unbedingt besser machen.
- Auch wenn die Videoqualität wirklich gut ist, ärgert man sich über die Implementierung des Verwackelungsschutzes im Videomodus. Hier wird nämlich (vermutlich aus Temperaturgründen) einfach gecropped und die Rahmenpixel zum Schwing-Ausgleich verwendet - was allerdings die Brennweite verändert (Cropfaktor um 1,8). Auch wird die Blende auf f3,5 hochgeschraubt, selbst wenn man 1,4er drauf hat - unverständlich.
- die JPEG Engine ist wieder einmal das Sorgenkind bei Sony - auch hier unverständlich, dass Sony es nicht schaft, gute JPEG's rauszubringen - wenn man RAW fotografiert und mit Lightroom die JPEG's baut, ist man wesentlich besser dran => daher mein Tipp : stets RAW fotografieren, daheim kann man immer noch aussortieren
- man kann leider wieder mal die Rauschunterdrückung in den JPEG's nicht ganz abschalten. Das war bei der A700 in den ersten 3 Firmware-Releases auch so und aufgrund des Drucks der Community wurde die Option in der v4 dann
eingeführt. Mal schauen, ob Sony das auch bei der A77 machen wird. Ich hoffe zumindest.
- mit der 1.05 Firmware ist leider der Autofokus im ASM VIDEO Modus weggekommen - wer den Autofokus nutzen will, muss bei P bleiben. Keine Ahnung, was die sich da gedacht haben. Allerdings sollte man beim Videofilmen sowieso das "Fokus-Peaking" nutzen.
- Das 16-50mm Objektiv hat an den Rändern bei 2.8 leichte Auflösungsschwächen, Abblenden auf 4-5 hilft aber.

Abschliessend müsste ich für die negativen Dinge eigentlich einen Stern abziehen, aber dann müsste man andere Kameras noch härter bestrafen. Da der Spass überwiegt, die Bedienung vorbildlich ist und die Ergebnisse vorallem mit diesem "Kit"-Objektiv exzellent sind, will ich es doch bei 5 Sternen belassen. Sony hat hier ein gutes Produkt mit zu anfangs mangelhafter Firmware auf den Markt gebracht, dieses aber in den letzten Monaten bereinigt. Die Features zu diesem Preis sind derzeit einzigartig. Ich wünsche mir nur, dass Sony ein paar kleine Schwächen für die Zukunft beseitigt, ohne gleich den Preis massiv zu erhöhen.

Und egal, ob Sony nun dieses Objektiv nicht als "Kit" ansieht, man spart auf jeden Fall bei diesem Bundle bares Geld.
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145 von 155 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Klasse Kamera mit ein wenig Umgewöhnung, 28. Oktober 2011
Nach langem Warten habe ich nun seit ein paar Tagen mit der neuen Alpha77 von Sony experimentieren können.

Erst mal ein paar Grundsätzliche Dinge:

Bestellung bei Amazon Marketplace Händler an einem Sonntag, Lieferung erfolgte bereits am darauflegenden Dienstag, das ist prima, der Preis hat auch gepasst, zumal die Kamera nur sehr, sehr schwer lieferbar ist.

Verpackung und Inhalt wie immer bei Sony, alles drin, ordentlich beschrieben, klasse.

Die Alpha 77 wurde als Ersatz für meine nun betagte Alpha 700, sowie für meine noch nicht sooo alte Alpha 580 bestellt.
Als Objektive setze ich ein Sony G F2.8 70-200mm, ein Sony Zeiss 85F14Z, sowie ein Sigma 24-70 F2.8 EX DG ein.

Die Bedienung der Alpha77 funktioniert für einen bereits an Sony Kameras Gehöhnten, einfach ab. Aber auch für einen Neuling, sind das sehr Umfangreiche Handbuch, sowie die überall abrufbaren Direkthilfen im Menü der Kamera sehr hilfreich.

Alle wichtigen Bedienelemente sind nun wieder mit dem Daumen erreichbar und können nach kurzer Eingewöhnung blind bedient werden. Das war leider bei einigen Vor- und Zwischenmodellen nicht möglich. Ein echter Schritt nach vorn!

Das Display auf der Oberseite der Kamera ist informativ und kann ebenfalls beleuchtet werden. Alle Funktionen wie Blende, Verschlusszeit, Weißabgleich, ISO, etc. sind über feste Tasten erreichbar. Eine umständliche Umstellung über das Menü ist, zwar immer noch möglich aber, nicht mehr nötig, auch das ein echter Fortschritt.

Alle diese Direkttasten können im Menü umgestellt werden. Jeder Funktion, die über das Menü einstellbar ist, kann eine Taste individuell zugeordnet werden. So kann man zum Beispiel die Funktionen Verschlusszeit (vorderes Rad) und Blende (hinteres Rad) tauschen, oder einem Rad, die Belichtungseinstellung zuordnen. Es gibt quasi keine Einschränkungen.

Zum Thema Bildqualität sei nur so viel gesagt: Die Kamera arbeitet mit einem 24 Megapixel Sensor, die Bilder sind gestochen scharf, bereits bei Vergrößerung auf dem Kameradisplay, als auch später auf dem Computer. Im Vergleich zur Alpha 580 und Alpha 700 ist ein merklich besseres Bild zu erkennen. Auflösung, Schärfe, Details, Randausleuchtung der Bilder sind erheblich besser. Die bisher teilweise bei Alpha 55 (SLT Kameras) bemängelte geringere Lichtstärke, im Vergleich zu normalen DSLRs (auf Grund des teildurchlässigen Spiegels), ist bei der Alpha 77 nicht mehr wahrnehmbar. Die Bilder sind sehr gut ausgeleuchtet und selbst Bilder in Dunkelheit haben ein sehr hohes Niveau und dank der vielen Programme und Automatiken und sehr geringes bis nicht vorhandenes Rauschen.

Videoaufnahmen nimmt die Kamera in FullHD mit bis zu 60i oder 50p auf. Der eingebaute Bildstabilisator verrichtet hervorragende Dienste, so dass ein Wackeln auch ohne Rig oder Stativ kaum wahrgenommen wird. Der AutoFokus wird auch bei der Videoaufnahme nachgeführt, wenn man das möchte, so dass ein manuelles Fokussieren wie bei der Alpha 580 oder anderen Konkurrenzmodellen nicht nötig ist.

Nun zum Thema Umgewöhnung und vermutlich einer, wenn nicht der wichtigste Punkt dieser Kamera. Es gibt keinen Optischen Sucher mehr. Nach wie vor, befindet sich ein Sucher an der gewohnten Stelle, da die Kamera, aber keinen "Klappspiegel" mehr verwendet, sondern einen Teildurchlässigen, ist das früher übliche optische Sucherkonzept einem elektronischem Sucher gewichen. Der Sucher besteht aus einem winzigen OLED Display, er deckt 100% des tatsächlichen Fotos ab, was man im Display sieht ist also das, was auf dem Foto landet. Nichts fehlt, oder wie die meisten kennen, ist zusätzlich auf dem Foto, obwohl es im Sucher nicht sichtbar war. Nun mal ein paar Dinge zum Sucher:

Vorteile:
- Hohe Auflösung
- Alles was auf Rückseitigen TFT angezeigt werden kann, kann auch im Sucher angezeigt werden. Dazu zählt auch das Menü, sowie das ansehen von Bilder und Videos im Sucher, das ist zumindest für mich sehr praktisch!
- Im Gegensatz zu einem richtigen optischen Sucher, zeigt der elektronische Sucher, die Bilder so an, wie man sie auch auf dem TFT sehen würde. Viele kennen das, besonders im Dunklen, man sieht fast nichts vom Motiv durch den Sucher, aber auf dem TFT kann man das Bild erkennen. Der neue von Sony verwendete Sucher setzt dies entsprechend um.

Nachteile:
- man muss sich daran gewöhnen, dass der optische elektronische Sucher bei relativ dunklen Motiven teilweise extrem stark rauscht. Was durchaus ein Vorteil sein kann, weil man durch den Sucher überhaupt etwas sieht, kann am Anfang sehr störend sein, weil man befürchtet, das die Bilder so verrauscht aussehen werden. Ich kann beruhigen, nach einem Tag der Eingewöhnung hat man ein gutes Gefühl dafür, ich komme bereits prima damit zu recht und schätze die Vorteile als erheblich höher ein, als diesen einen "Nachteil".

Zusätzlich gibt es viele neue Funktionen, wie die bereits eingebaute Objektivkorrektur, die man häufig nachträglich in RAW Konvertern, oder Bildbearbeitungsprogrammen einsetzt. Natürlich muss das eingesetzte Objektiv diese Funktion unterstützen.
Für mich ein echtes Highlight: Die Kamera bietet eine Funktion bei manuellem Fokus, mit der Objekte, die fokussiert (also scharf) sind mit einer auswählbaren Farbe umrandet werden. Man kann zwischen 3 Farben und unterschiedlichen Stärken der Umrandung auswählen, je stärker die Farbe leuchtet, umso klarer das im Fokus liegende Motiv.

Etwas schade finde ich, dass nur ein Slot für eine SD oder alternativ MemoryStick Speicherkarte vorhanden ist und keine CF Karten unterstützt werden. Bei schnellen Bildfolgen von 12 Bildern pro Sekunde, muss man somit einen winzigen Moment warten, bis man sich das erste Bild ansehen kann, da die Kamera noch etwas Zeit braucht, die bis zu 30MB großen RAW Dateien zu speichern. CF Karten wären hier evtl. auf Grund der höheren Geschwindigkeit besser, würden aber auch mehr Platz in der Kamera benötigen. Vielleicht helfen zukünftige schnellere SD Karten. Man kann aber sagen, dass es sich hier um ein Luxusproblem handelt, welches nicht mehr wie 1 oder 2 Sekunden andauert.

Alles in allem, ist Sony mit dieser Kamera ein meiner Meinung nach, sehr großer Wurf gelungen. Ich bin mir sicher, dass sie viele Anhänger finden und der Konkurrenz ein paar Kunden streitig machen wird. Das lange Warten auf einen Semiprofessionellen - Professionellen Kameranachfolger hat sich gelohnt. Für mich also eine klare Kaufempfehlung für jeden Sony Kameraequipment-Besitzer und eine lohnenswerte Überlegung für Besitzer anderer Hersteller, wenn Sie denn die Neuanschaffung ihres Equipment in Erwägung ziehen.

Zusatz nach ein paar Tagen Benutzung, sowie Antworten auf Fragen.

Die Ergonomie ist für mich prima. Das Gehäuse der Alpha 77 ist etwas größer wie das der 55er. Auch ohne zusätzlichen Batteriegriff kann man die Kamera gut halten und alle wichtigen Einstellungen mit Daumen und Zeigefinger erreichen. Ich habe (meiner Einschätzung nach) eine normal große Hand...
Ich habe mir zusätzlich auch den Batteriegriff bestellt, da ich sehr viele Porträtbilder mache. Der Griff passt perfekt, bietet wie immer Platz für 2 Sony Akkus und hat im Gegensatz zum Batteriegriff der Alpha 580 wieder alle Buttons, sowie das Steuerkreuz eingebaut. Es sind alle alle Funktionen auch im Hochformatmodus möglich. Das der Batteriegriff "nur" mit Sony Akkus funktioniert, stört mich nicht, im Gegenteil.
Zur Batteriedauer kann ich noch nicht so viel sagen. Allerdings habe ich vor 3 Tagen auf einer Geburtstagsfeier ca. 150 Bilder mit einem Sony 58er Aufsteckblitz geschossen, sowie ein 14 minütiges Video gedreht.
Die Batterie hatte anschließend noch 52% Leistung. Ich würde sagen, das ist in Ordnung, zumal ich jetzt am Anfang auch noch viele Funktionen ausprobiere und somit auch öfters das Menü benutze, was natürlich auch Strom frisst. Das Temperaturproblem des Sensors hat Sony sicher in den Griff bekommen. Meine Alpha 580 kann auch nur ca. 15 Minuten Video Aufnehmen, weil der Sensor zu heiß wird, das spürt man dann auch deutlich am Kameragehäuse. Die Alpha 77 war auch nach 14 Minuten Videoaufnahme nicht wärmer als im Fotomodus.
Auslöseverzögerungen mit Aufsteckblitz habe ich nicht feststellen können. Sowohl mit Eingebauten, als auch Aufsteckblitz, als auch mit Pocketwizard und externer Blitzanlage, waren die Auslösungen absolut synchron.
Bzgl. der GPS Daten kann ich leider kaum etwas sagen. Nur so viel:
- Bilder im Freien wurden mit GPS Koordinaten versehen, im Innenraum nicht.
- Den Status des GPS Signals sieht man, wenn man möchte, sowohl auf dem Display, als auch im Sucher
- Anzeige von Satellitentyp, Signalanzahl etc. scheint es nicht zu geben, bzw. habe ich bis jetzt nicht gefunden.
- Es gibt eine Anzeige, das ein GPS Signal empfangen wird, zusätzlich signalisieren 3 Balken irgendetwas, ob das Signalqualität, oder Menge der Satelliten sind, vermag ich nicht zu behaupten. Das Handbuch liefert hier leider auch nicht viel mehr Informationen. Sie können sich ab Seite 179 im Deutschen Handbuch die Informationen (ca. 2 Seiten) anschauen. Das Handbuch kann bei Sony im Supportbereich heruntergeladen werden.
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100 von 107 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Kamera im Praxistest noch besser als erwartet. Ergänzung: AF im manuellen Videomodus doch möglich., 6. November 2011
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Ergänzung: Entgegen den Ausführungen im Handbuch ist in den Videomodi A, S und M der Autofokus doch aktivierbar (allerdings mit der Blende fixiert auf 3,5). Wie das geht, steht in meiner Rezenzion zur Alpha 65 Sony SLT-A65V. Somit kann sogar während laufender Videoaufnahme mit Autofokus die Verschlusszeit und der ISO-Wert frei gesteuert werden.

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Gestern und heute habe ich intensiv meine neue Alpha 77 getestet. Nachdem ich von der Alpha 55 recht enttäuscht war und ich mit Nikon D5100 und Canon 600D nur halbglücklich geworden bin, bin ich von der Alpha 77 nun sehr begeistert. Über die Erwartungen aus Testberichten und Manuals hinaus gefallen mir insbesondere die folgenden Punkte gut:

* Die Auslöseverzögerung mit Blitz trotz Vorfokussieren (prefocus shutter lag with flash), die die Alpha 33, 55 und sogar die neue 35 quasi unbrauchbar gemacht hat, ist endlich behoben. Die Auslöseverzögerung ohne Blitz (und somit auch ohne den erforderlichen Vorblitz) ist dank elektronischem ersten Verschluss nun sagenhaft kurz (ca. 50ms ohne Blitz, ca. 100ms mit Blitz).

* Der Autofokus im Videomodus ist sagenhaft gut. Da können die Canon 600D (Kontrastautofokus im Video komplett unbrauchbar) und Nikon D5100 (Kontrastautokus mit Nachführung im Videomodus ansatzweise brauchbar) einpacken.

* Die Belichtungssteurung im Videomodus ist sehr gut gelungen. ISO-Wert kann vorgegeben werden (zwischen 100 und 1600). Belichtungszeit und Blende im P-Modus werden ständig angezeigt (und stimmen auch im Gegensatz zur fehlerhaften Software der D5100). In den Modi A,S,M ist der Autofokus entgegen der Anleitung mit einem kleinen Trick doch aktivierbar, allerdings mit Blende fixiert auf 3,5. (Siehe meine Rezenzion zur Alpha 65).

* Das Umschalten zwischen AF und MF mit dedizierter Taste und das Fokus Peaking (Anzeige scharfer Bildbereiche) ist in der Praxis sehr bauchbar. Gerade in lichtschwachen Situationen kann man den Fokus mit AF exakt einstellen lassen und dann auf MF umstellen (und über Fokus Peaking kontrollieren).

* Belichtungsreihen wurden endlich von den schwachen +/- 0,7 EV erweitert auf +/- 2,0 und 3,0 EV. Wieder ein echter Schwachpunkt der Alpha 55 behoben.

* Das GPS ist sehr schnell und zuverlässig und speichert im Gegensatz zur Alpha 55 keine falschen Werte mehr, wenn kein Empfang möglich ist.

* Der schwenkbare Bildschirm ist noch praktischer als der übliche seitliche Schwenkmechanismus, weil man das Display über die Kamera stellen kann.

* Der Smart Telekonverter ist ein nettes Gimmik, weil er nur aus dem vollen 24MP Bild ein 12MP- (1,4x) oder 6MP-Bild (2x) herausschneidet. Das kann man nachträglich am Rechner genau so machen. Von Schärfe oder Detailwiedergabe unterscheiden sich die Ausschnitte nicht. Ist also keinesfalls ein Ersatz für eine größere echte Brennweite. (Wie immer: digitaler Zoom ersetzt keinen optischen, aber macht in diesem Fall auch nichts kaputt.)

* Die schon bekannten Funktionen sind wie erwartet top: Multiframing (Mehrfachbelichtung zur Rauschunterdrückung, z.B. für handgehaltene Dämmeraufnahme), Schwenkpanaroma, schnelle Serienbildfunktion, Auto HDR mit +/- 3,0 EV und Aligning der Einzelbilder, DRO (Dynamic Range Otpimizer, heißt bei Nikon Aktive D-Lighting), Abblendtaste, guter interer Bilsstabilisator, elektronische Wasserwaage, etc.

* Der Blitzmodus "slow sync" ist nicht mehr im Blitzmodusmenü zu finden, sondern wird durch Drücken der Taste AEL (Auto Exposure Lock) aktiviert. Dies ist zunächst gewöhnungsbedürftig, aber in der Praxis vermutlich etwas schneller. Somit geht nun auch "slow sync" gleichzeitig mit "rear" (Blitz am Ende der langen Belichtungszeit). Das ging mit der Alpha 55 nur im M-Modus.

* Die ISO-Automatik ist endlich mit Min- und Max-ISO steuerbar. Bisher (Alpha 55 und 65) war Auto-ISO 100-1600 fix vorgegeben.

Ein einziger konzeptueller Fehler ist leider immer noch vorhanden: Sowohl Belichtungsreihe als auch Auto-HDR sind nicht mit Selbtsauslöser oder IR-Fernauslöser kombinierbar. Noch schlimmer: selbst für die kontinuierliche Belichtungsreihe (Bracketing-C) muss der Auslöser bis zum letzten Bild durchgedrückt werden, sonst bricht die Reihe ab. Somit sind leider keine verwacklungsfreien Belichtungsreihen (bzw. HDR-Aufnahmen) möglich. : Kabelfernauslöser habe ich noch nicht getestet, das wäre die letzte Möglichkeit, wobei so ein Kabel potenziell auch am Stativ wackelt.)

Und zu guter letzt habe ich natürlich noch die Bildqualität getestet, ohne die die ganzen oben genannten Features sinnlos wären. Eine lange Reihe von Vergleichsbildern mit Alpha und Nikon D5100 (die mit der Canon 600D in der Bildqualität vergleichbar ist) haben ergeben, dass sowohl bei Tagbildern (kurze Belichtungszeit bei 200 ISO) als auch bei nächtlichen Langzeitbelichtungen die Alpha durchwegs schärfere und detailreichere Bilder liefert (und das mit billigem Sigma 18-200). Der Phasen-Autofokus arbeitet offenbar sehr exakt (was nicht selbstverständlich ist), und bei Inspektion der Bilder auf Pixelebene (1:1 oder sogar 2:1) sind mehr und schärfere Details zu finden und kaum Rauschen bzw. Spuren der Rauschunterdrückung sichtbar. Die in Tests beschriebene schlechte Qualität des JPGs und ein hohes Rauschen ab ISO 400 konnte ich nicht bestätigen. Erst wenn man Auto-HDR oder sonstige Effekte aktiviert, bei denen verschiedene Belichtungen zusammengerechnet werden, entstehen mitunter im Detail unschöne Verwaschungen.

Der elektronische Sucher ist gewöhnungsbedürftig, besonders wenn man ihn abwechswelchend mit einer klassischen DSLR verwendet. Insgesamt ist er aber sehr gut, vor allem wegen seiner Größe (und somit Detailwiedergabe), die die optischen Sucher typischer Mittelklasse-DSLRs deutlich übersteigt. Und wem der Sucher nicht passt, kann ja die Alpha im Liveview betreiben, der mit dem Liveview bisheriger DSLRs nicht ansatzweise vergleichbar ist.

Insgesamt also eine 100-prozentige Kaufempfehlung. Falls einem die Alpha 77 zu groß oder zu teuer ist und man diverse Pro-Features nicht braucht, sollte diese Rezension in fast allen Punkten auch für die Alpha 65 gelten.
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13 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Endlich das, was ich gesucht habe, 13. Oktober 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Sony SLT-A77V SLR-Digitalkamera (24 Megapixel, 7,6 cm (3 Zoll) Display, bildstabilisiert) schwarz (Elektronik)
Ich fasse mich eher kurz, es gibt bereits viele Berichte anderer Kunden.

Vorausschicken will ich aber, dass ich die Kamera erst kurz besitze und ca 500 Aufnahmen gemacht habe, deshalb also nicht in der Lage bin, eine weitreichende Beschreibung abzugeben.

Ich arbeite nach dem Prinzip: Wenn bereits am Anfang alles positiv funktioniert bzw das Erwartete sogar noch übersteigt, dann wird es ganz weit nicht fehlen.

Ich habe mir die Kamera als Nachfolgerin für meine Alpha 700 gegönnt. Meines Erachtens ist diese Sony noch intuitiver zu bedienen als eben die 700er. Ich bin äusserst angetan vom Sucher, der meine Erwartunge mehr als erfüllt. Ich schätze auch sehr, dass der Live-View verkehrt herum eingeklappt werden kann. Da ich diesen nur selten benutze, bleibt er geschützt und mit genügt eine "billige" Schutzfolie.

Ich habe mir nur die Kamera bestellt und verabsäumt, auch das 16-50 Objektiv von Sony gemeinsam als Kit zu bestellen. So günstig kommt man nicht in den Genuss beider Stücke.

Positiv bei der Kamera ist für mich das Handling, es ist nicht unbedingt ein Vertikalgriff erforderlich. Von den Automatikeinstellungen bin ich wieder etwas weggekommen, weil mit den Halbautomatiken durch den elektronischen Sucher sofort eine Vorstellung besteht, wie das "fotografierte" dann auch endgültig aussieht.

Überaus hilfreich ist die Funktion der Farbhervorhebungen bei manuellem Fokus, für ALters-sehgeschwächte wie für mich ein klarer Vorteil.

Die Videofunktion nutze ich derzeit wenig, ein erster Versuch ist aber zufriedenstellend.

zu meinen verwendeten Objektiven:

ALs Objektiv habe ich mir, wie erwähnt, seperat dann noch das 16-50 von Sony (2,8) bestellt. Die AUfnahmen mit diesem Objektiv sind fantastisch, wie eben auch in den Rezessionen zum Objektiv beschrieben.

Ich verwende mein Objektiv SIGMA 18-250 HSM von meiner Vorgängerkamera Alpha 700 und habe den Eindruck, dass dieses Objektiv bei der neuen 77er wesentlich knackigere Fotos bringt.

Weiters besitze ich aus den Analogen Zeiten mit der Minolta 7 noch ein Tamron Macro 90 mm (1,8). Diese alte Rohr ist sowieso der Hammer und es arbeitet tadellos mit der 77er zusammen

Nach einigem Herumstöbern inmeinem Objektivbestand bin ich dann noch auf ein Sigma 28-105 Aspherical IF gestoßen und habe es an der 77er probiert. Diese alte Optik aus den 90er Jahren für analoge Spiegelreflexkameras von Minolta hat mich dann endgültig positiv überrascht. Es zeichnet bis an die Ecken hinaus scharf - also, alte Objektive nicht sofort verkaufen, erst probieren. (Angemerkt werden muss, dass der Aufsteckblitz mit diesem Objektiv nicht immer kompatibel ist.

Mit den Zoomobjektiven aber auch mit dem 16-50er Objektiv sehr gut nutzbar ist die digitale Zoomfunktion bis zum Faktor 2,0. Ich habe mit dem 18-250er Sigma die Zoomfunktion 2x getestet und ein hervorragendes Ergebnis erzielt. (HIer reduziert sich die Auflösung allerdings dann auf 5 MP)

Fazit:

Ich habe den "Zukauf" der 77er keinesfall bereit. Die Akkuleistung stimmt, auch die Akkus aus der 700er können weiterverwendet werden.
Alles in allem ist sie leichter und intuitiver zu bedienen. Der Preis ist nicht gerade billig, aber das Preis-Leistungsverhätlnis stimmt für mich auf alle Fälle.
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127 von 137 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Eine Klasse Kamera - Sony muss allerdings noch Nachbessern., 18. Januar 2012
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Ich konnte die A77 über 3 Wochen in meinem Urlaub testen.

Die Pros und Kontras habe ein in diverse Kategorien unterteilt:

Nachteile die mir bereits vor dem Kauf bewusst waren:
- Kein rauscharmer Sensor bei hohen ISO-Werten durch die hohe Anzahl von Pixeln.
- Kein Schalter um den SteadyShot auszuschalten. Dies geht nur über das Menü.
- HDR wird leider nur aus 3 Bildern erstellt.
- JPEG Engine Könnte noch besser sein.
- Leider kann man die Anzeige nicht manuell konfiguriern. Ich meine Damit, dass ich für mich unnötige Informationen wie z.B. Smileshutter On/Off ausblende. Das Display wird dadurch "überladen".

Nachteile die sich bei Benutzung herauskristallisiert haben:
- Einstellungen vom Video zum Foto Modus bleiben bestehen. Für mich sollten die zwei Modi getrennt von der Kamera betrachtet werden.
- Auch nach dem Firmware Update auf Version 1.04 dauert es einige Zeit bis die Kamera ausgeschaltet ist. Gerade weil mein 17-50 'Immerdrauf' in Reparatur ist, musste ich mit meinen Festbrennweiten wechseln. Gerade da stört die Ausschaltphase sehr. Ich hoffe hier bessert Sony nach.
- Die Umschaltung zwischen Liveview/EVF ist bei langem nicht so schnell wie bei einer A55. Auch hier sollte Sony nachbessern.
- Feste Blende bei Video von F/3,5 mit Autofocus.

Funktionen die für mich eher uninteressant sind aber ggfs. für andere von Nutzen sein können.
- Display auf der Oberseite.
- Vertikalgriff ist erhältlich
- Zusammen mit dem 16-50 SSM Spritzwassergeschützt.
- Diverse Effektmodi

Positives:
- Bildqualität finde ist super. Manuel gewandelte JPEGs sehen immer noch besser aus als die durch die A77-JPEG-engine verarbeiteten.
- Verarbeitung und Handling der Kamera.
- Focus Peaking. Hier wird bei manuellem Fokus der scharfe Bereich farblich hervorgehoben. Gerade für Foto/Videografen die mit manuellfokus Objektiven (wie z.B. Lensbaby oder dem Sony STF) fotografieren interessant. Auch hilfreich wenn man mit Blendenpriorität im Videomodus filmt.
- Abblendtaste
- Griffigkeit. Das verwendete Gummi ist wirklich klasse. Ich hoffe das sich so etwas nicht abnutzt.
- Der EVF. Gerade nachdem man sich an die Tastenpositionen der Kamera gewöhnt hat ist es schön die Funktionen / ISO Werte etc. 'blind' umstellen zu können. Zweiter Vorteil ist das gerade in dunklen Umgebungen immer noch einiges zu erkennen ist.
- Panorama Funktion.
- 12 Bilder pro Sekunde. Gerade wenn man die herumrennenden Kids fotografiert ist dies von Vorteil. Obwohl hier jede Menge Ausschuss produziert wird.
- Autofocus sitzt bei all meinen Objektiven und ist sehr fix.
- GPS ist sehr schnell nach dem Einschalten an einem neuen Standort bereit.
- Eingrenzung der ISO Werte bei Auto ISO.

Grundsätzlich war der Umstieg von meiner A300 auf die A77 ein Kinderspiel. Das Photographien macht einfach Spaß. Der Funktionsumfang ist gewaltig und die 3 Wochen Urlaub haben nicht gereicht um die Kamera komplett kennenzulernen.

Alles in Allem beziehen sich die Kontras auf Probleme die sich sicherlich durch entsprechende Firmwareupdates beseitigen lassen. Jetzt wichtig, dass Sony diese Kamera lange pflegt.

NACHTRAG VOM 31.03.2012.
Vor einigen Tagen hat Sony die Firmware 1.05 herausgebracht. Die Wartezeit beim Ausschalten ist hiermit Geschichte. Danke Sony. Ich bin gespannt auf, Version 2.0
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32 von 34 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Quo vadis, Sony?, 13. Mai 2012
Von 
Dirk B. (Düsseldorf) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)   
Irgendwie muss ich immer alles neue haben. Technik-Geek halt. :-)
Die Alpha 77 hat schon vor einigen Monaten meine 55 abgelöst. So stütze ich meine Bewertung auf einen längeren Nutzungszeitraum.

Sie ist zweifelsohne eine großartige Kamera. Haptik und physische Ergonomie sind auf sehr hohem Niveau, und sie kann hervorragende Bilder produzieren.

Also, warum der Rezensions-Titel? Weil ich mich in der Tat frage, wohin Sony will. Ich habe den Eindruck, dass man um jeden Preis Technologie-Vorreiter bleiben möchte, und zuwenig Sorgfalt (vermutlich bedingt durch mangelnde Resourcen) auf das finale Software Design legt. Da bringt man eine Top Kamera auf den Markt, und hat eine unfertig erscheinende Firmware drauf. Mittlerweile gibt es zwar die FW 1.05, welche einige Mankos bereinigt hat, aber einiges bedarf noch Verbesserungen.

Meine Rezension bezieht sich auf die FW 1.05 und meine Objektiv Setup Sony 70-200/2.8 G, Zeiss 85/1.4, Zeiss 24-70/2.8, Sony 16-50/2.8 Sony 50/1.4, Sigma 8-16
Mein Tamron "Reise-Immerdrauf-Superzoom" habe ich mit der Alpha 55 verkauft.

Wie gewohnt von mir meine Pro's und Con's in Stichworten im +/- Design.

++ Verarbeitung und Haptik
++ Gegen Staub und Feuchtigkeit geschützt
++ Sehr guter Akku, gute Laufzeit (FM500)
++ Exzellentes Live View (außer im 12 B/s Modus)
++ Auto ISO Bereich frei einstellbar
++ Bedienung, Anordnung Elemente und Geschwindigkeit
++ Blitzsynch 1/250s
++ Manuelle Fokus Bedienung (Lupe und farbige Bereichsdarstellung)
++ 50p Video Modus
++ 12 Bilder / Sekunde im speziellen Modus
++ SD Card UHS-I Kompatibilität (Ultra-High-Speed)
++ Speicher für 3 personalisierte Aufnahmesettings
++ Elektronischer Sucher mit 100% Sichtfeldabdeckung
+ GPS Built-In
+ HDR Modus
+ Automatischer Weißabgleich
+ Viele Scene Modi (wer's braucht)

o Joystick hat zuviel Spiel
o Pufferspeicher

- Individuelle Konfigurationsmöglichkeiten für Bedienelemente unzureichend
- Menü teilweise sehr unübersichtlich, missverständlich und nicht komprimierbar
- Mangelhafte manuelle Kontrolle im Video Modus
- Keine Einstellmöglichkeit für ISO Stufen (ausschliesslich 1/3 Stufen, selbst wenn man Belichtungsstufen 0,5 EV gewählt hat)
- High ISO Rauschminderung nicht abschaltbar
- Raws rauschen ab ISO 1600 schon recht heftig
- Jpeg werden schon bei niedrigen ISO "weichgespült", ab ISO 1600 viel Detailverlust, stört aber nicht bis A4 Druck

Ich bin jetzt echt kein "Pixelpeeper@100%", aber bezüglich der JPeg Qualität hat sich Sony offenbar keinen großen Gefallen mit dem hochauflösenden Sensor getan.
War ich bisher ein Verfechter des "Out-of-the-Camera" Jpegs, so sitze ich neuerdings häufiger vor dem Rechner und entwickle Raws in LR.

Zwei Dinge stören mich aus Prinzip. Erstens ist es eine Frechheit, wenn der Hersteller unausgegorene FW Versionen an den Endkunden gibt, und sich dann doch gemächlich Zeit bis zu einem Fix lässt.
Und zweitens kauft man mit der Alpha 77 ein Semi-Pro Modell, welches etwas individueller konfigurierbar hätte sein dürfen.

Alles in allem bin ich aber doch sehr zufrieden mit der Alpha 77, und vergebe vier Sterne.
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30 von 32 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Gelungene Weiterentwicklung der Alpha-Reihe, 7. Februar 2012
Nach etwas Überwindung hatte ich mich doch noch zum Kauf dieses neuen Bodys entschlossen, obwohl meine alte A700 für Kameras noch lange nicht zum alten Eisen gehört. Aber es hat sich gelohnt, die A77 wurde an genau den richtigen Stellen verbessert, Einbußen sind hingegen kaum vorhanden. So wünscht man sich ein aktuelles Modell.

Insgesamt ist der feststehende Spiegel eine interessante Idee, die Kamera bekommt auf diese Weise nicht nur einen Liveview und sehr schnelle Bildfrequenzen, sondern auch noch sehr erschütterungsfreie Auslösung (bei Makro-Aufnahmen merkte man selbst das minimale Spiegel-Wegschwenken der A700, jetzt hingegen kommt selbst der mechanische Vorhang erst nach der Aufnahme). Der feststehende Spiegel hat natürlich einen Nachteil, dass immer ein gewisser Anteil Licht nicht mehr den Sensor erreicht, aber glücklicherweise wird dieses mit einer sehr guten Empfindlichkeit des Sensors wettgemacht.

Der markanteste Unterschied zur alten A700 ist natürlich das Fehlen des optischen Suchers. Das war mein grösster Unsicherheitsfaktor beim Kauf, und teilweise hat er sich bewahrheitet: egal, wie gut der EVF auch ist, mit der Klarheit eines Prismensuchers können die elektronischen Sucher immer noch nicht konkurrieren. Allerdings ist der hier verbaute Sucher ganz klar ein Schritt in die richtige Richtung und zeigt, wohin der Weg noch gehen kann. Seine Auflösung ist tatsächlich bereits ausreichend, manuelle Schärfekontrollen durchzuführen, auch wenn ich meist dennoch den zoom-Taster verwende, der mir einen Ausschnitt in voller Auflösung zeigt, nur, um sicher zu gehen. Dafür hat man jetzt auch im Sucher den vollen Darstellungsumfang des hinteren Displays, komplett mit Histogramm und Vorschau-Belichtung. Das Wegfallen des optischen Suchers wurde mir damit zumindest erträglich gemacht.

Ich finde natürlich schon ein wenig was zum Meckern, fangen wir also gleich mal mit meinen Kritikpunkten an:
*Die Bedienung ist zwar der alten A700 sehr ähnlich und die meisten Knöpfe haben bekannte Funktionen, sind aber mitunter an anderer Stelle, als ich sie von der A700 und auch der alten D7D gewohnt bin
*Es können zwar viele Tasten in ihrer Funktion geändert werden, aber leider, Murphy sei Dank, die beiden Tasten, die ich von allen am wenigsten nutze, lassen sich natürlich kaum umbelegen und liegen bei mir folglich grösstenteils brach. Da hoffe ich noch auf das nächste System-Update
*und noch ein Taster-Problem: es ist sehr schade, dass Filmaufnahmen ausschliesslich über die unbequem erreichbare Taste neben dem Sucher zu starten und zu stoppen gehen, nicht aber, wie man erwarten würde, über die Auslösetaste (die im Filmmodus paradoxerweise nichts mehr zu tun hat)
*einige Funktionen wie das Anti-Shake oder der Belichtungsmodus sind nicht mehr direkt anwählbar wie bei der A700, sondern nur noch über einige Untermenüs zu finden
*Unschön ist auch, dass der Autofokus bei Filmaufnahmen nur im vollautomatischen Modus zu benutzen ist, bei Blenden- oder Zeitautomatik muss man auf ihn verzichten, was in so fern seltsam ist, als dass der Autofokus mit einer alten Firmware und einem kleinen Trick trotzdem noch im Zeitautomatik-Modus funktionierte, es ist also kein generelles Problem, sondern eine bewusste Limitierung seitens Sonys.

Aber genug gemeckert, kommen wir zu den positiven Aspekten, und da gibt es glücklicherweise bedeutend mehr:
Fangen wir mit dem wichtigsten Aspekt jedes Fotoapparates an: die Bilder, die die A77 produziert, sind ausnehmend gut und von exzellenter Qualität. Die Vollautomatiken sind mittlerweile so ausgereift, dass ich selbst in schwierigen Situationen mittlerweile kaum mehr nauell eingreifen muss. Die Kamera ist sehr lichtstark und hat auch bei höheren ISO-Werten gute Entrausch- und Nachbesser-Algorithmen eingebaut. Wie gut diese funktionieren, kann man im direkten Vergleich zum RAW-Format erkennen. Normalerweise bin ich überzeugter RAW-Fotografierer und bereinige lieber später an der PC-Dunkelkammer, aber bei vielen Bildern der A77 kann ich schon schwach werden, die Kamera doch "nur" auf Automatik zu schalten und die jpegs zu nehmen. Mittlerweile kann die Kamera schon sehr viel dessen, was ich sonst nur nachträglich am PC erstelle. Gute Beispiele sind z.B. ein HDR-Modus, welcher automatisch 3 Bilder unterschiedlicher Belichtung schiesst (dank der Schnelligkeit der Kamera ist dies sogar freihändig möglich) und diese dann selbstständig zusammenrechnet, oder ein ähnlich arbeitender "Zwielicht"-Modus, der gleichsam aus mehreren schnell fotografierten Hoch-ISO-Einzelbildern eine rauschärmere Variante zusammenrechnet. Mögen viele Funktionen nicht mit gründlicher Bearbeitung am PC konkurrieren können wie z.B. der automatische Panorama-Modus, aber eine schnelle, einfache Hilfe sind sie allemal.

Der Film-Modus ist ebenfalls ein Leckerbissen und eröffnet für jemanden wie mich, der mit so etwas bisher kaum in Berührung kam, ganz neue Welten. Endlich HD-Filme aufnehmen zu können, das mit dem kompletten Linsenpark von Fischeye-8mm über lichtstarke Normalobjektive bis hin zum Supertele, und dies sogar mit bis zu 50fps, ist ein toller Bonus, den ich bestimmt in Zukunft häufiger nutzen werde.

Über die schnelle Serienbild-Funktion wurde schon viel geredet und für Sony war dies auch ein Haupt-Werbeargument, und ich will mal so viel sagen: ja, es funktioniert tatsächlich, allerdings sind schnelle "Action"-Aufnahmen bei mir eher selten, also kann ich mich dazu auch schlechter äussern.

Alles in allem muss ich sagen, dass die A77 eine enorme Vielfalt für diesen Preis bietet. Schickt sie meine alte A700 aufs Altenteil? Nicht unbedingt, aber die beiden Kamerabodys können gut nebeneinander benutzt werden. Natürlich kann man in vielen Bereichen immer noch bessere Konkurrenz finden, mache Kameras sind rauschärmer, andere wieder schneller oder haben noch mehr Funktionen, aber dennoch: die Mischung macht's, in diesem Preissegment der gehobenen Amateur-Liga nimmt die A77 derzeit eine sehr hohe Stelle ein, sie bietet enorm viel, und einen direkten Konkurrenten, der für diesen(!) Preis noch mehr und noch besseres bietet, gibt es derzeit einfach nicht. Wer wie ich bereits länger mit Minolta- und Sony-Ausrüstung arbeitet und eine entsprechende Objektiv-Sammlung besitzt, für den ist die A77 eine gute Empfehlung. Mit dieser Kamera hat Sony sehr viel richtig gemacht.
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28 von 30 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Super, aber nicht ohne Schwächen!, 11. Juli 2012
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Was das Fotografieren angeht, würde ich mich als 'ambitionierter Amateur' bezeichnen. Als der Kauf einer neuen Kamera an stand, habe ich wochenlang alle möglichen Testberichte geradezu studiert. In die engere Wahl kamen neben der Sony SLT-A77, die Canon EOS 7D, die Nikon D7000 sowie die Nikon D300s. Unabhängig vom Kamera-Modell, sprach für Canon u. Nikon das - im Vergleich zu Sony - viel größere Objektiv-Sortiment, was sich auch bei den Angeboten für gebrauchte Objektive zeigt. Aufgrund entsprechender Erfahrung kann ich allen unentschlossenen Kamera-Käufern den Rat geben, die Kamera-Wahl 'umgekehrt' zu machen: ZUERST schauen, welches/welche Objektiv/e man einsetzen möchte, dann deren Preise und Verfügbarkeit (!)(z.B. auf dem Gebrauchtmarkt) recherchieren und erst DANACH ein dazu passendes Kamera-Modell wählen! Nachdem ich aufgrund wochenlanger Unentschlossenheit schon regelrecht verzweifelt war (keiner der genannten Kamera-Hersteller produziert die 'eierlegende Wollmilchsau'), hat mir diese 'umgekehrte' Herangehensweise sehr geholfen, zu einem Entschluß zu kommen. Im Gegensatz zu Canon und Nikon produziert Sony ein tolles 70-400mm Zoom-Objektiv mit schnellem Autofokus, so daß ich mich für die Sony SLT-A77 entschieden habe. Erleichtert wurde die Entscheidung durch das Alleinstellungsmerkmal der SLT-Technik der Sony (und dem damit verbundenen, ständigen schnellen Phasen-Autofokus sowie dem elektronischen Sucher), gepaart mit der hohen Auflösung (24 Megapixel) und der hohen Serienbildgeschwindigkeit (max. 12 Bilder/s).

Nach dreimonatigem fast täglichen Einsatz (hauptsächlich im Bereich 'Wildlife' (z.B. Insekten im Flug, unserem quirligen Hunde-Welpen), aber auch eine Konfirmation wurde fotografisch 'begleitet') kann ich sagen, daß ich den Kauf nicht bereue und mit der SLT-A77 insgesamt sehr zufrieden bin. Der elektronische Sucher, zum Beispiel, ist einfach super und hat mich bisher in keiner Situation im Stich gelassen. Im Gegensatz zu optischen Suchern hat der elektronische zum Beispiel den Vorteil, daß man deutliche Fehlbelichtungen sofort erkennen kann. Auch die 'künstliche farbige Markierung' der sich gerade im Fokus befindlichen Sucherbild-Teile möchte ich bei der manuellen Fokus-Einstellung nicht mehr missen! Ebenfalls hervorzuheben ist die (meiner Meinung nach) hervorragende Bildqualität bis ISO 400 (spätestens ab ISO 800 wird jedoch ein erhöhtes Bildrauschen auf dem Computer-Monitor (!!!) sichtbar (auf normal großen Ausdrucken erkennt man das Bildrauschen erst bei noch höheren ISO-Werten)) und die hohe Serienbildgeschwindigkeit. Es gibt natürlich (leider) auch einige Dinge, die mich an der Kamera stören. Bei Verwendung lichtschwächerer Objektive und/oder der Notwendigkeit extrem kurzer Belichtungszeiten, kämpfe ich regelmäßig mit der vergleichsweise niedrigen ISO-Grenze, ab der das Bildrauschen sichtbar wird. Auch der (meiner Meinung nach) zu klein dimensionierte Bildspeicher nervt hin und wieder: bei max. Serienbildgeschwindigkeit ist dieser schon nach 1 sec voll. Weitere Bilder können dann erst geschossen werden, nachdem eine entsprechende Menge an Bilddaten vom internen Speicher auf die SD-Karte geschrieben wurde. Die Wahl einer sehr schnellen SD-Karte ist daher essentiell, aber auch mit der schnellsten Karte (s. unten) kommt es zu nervigen Pausen in der Bildfolge, wenn der interne Speicher voll ist.

Hier mein persönliches Fazit für alle, die mit dem Gedanken spielen, sich eine SLT-A77 zuzulegen!
Positiv:
+ elektronischer Sucher
+ hohe Auflösung (bis 24 Megapixel RAW und/oder JPEG)
+ hohe Serienbildgeschwindigkeit
+ sehr gute Bildqualität (bis max. ISO 800)
+ schneller Autofokus (in Verbindung mit geeignetem Objektiv)
+ schneller kontinuierlicher Autofokus auch bei Movies
+ Einstellknöpfe am Gehäuse für die wichtigsten Bildparameter (ISO, Weißabgleich, Belichtungskorrektur, automatischer/manueller Fokus etc.)
+ wertiges, solides Gehäuse, das sich gut greifen/halten läßt
+ vorderes u. hinteres Einstellrädchen (z.B. zum Einstellen von Blende u. Belichtungszeit)
+ Bildqualität beim Filmen
Negativ:
- Bildrauschen bei ISO-Werten größer 800
- kleiner interner Bildspeicher
- nur 1 Slot für SD-/SDHC-Karten, aber kein (weiterer) Slot für schnellere/robustere CF-Karten
- viel kürzere Akku-Laufzeiten im Vergleich zu 'echten' Spiegelreflex-Kamera's mit optischem Sucher

Die Sony SLT-A77 ist eine Super-Kamera, die ich auch ambitionierten Fotografen empfehlen kann. Luft nach oben in Richtung Profi-Kamera's (z.B. Nikon D4 & Co.) gibt es reichlich, aber in ihrer Klasse ist sie top und auf einem Niveau (oder höher) als z.B. eine Canon EOS 7D oder eine Nikon D7000. Wegen der genannten Schwächen bei hohen ISO-Werten u. dem kleinen internen Bildspeicher, die für manch anderen vielleicht eher weniger wichtig sind, ziehe ich ihr einen Stern/Punkt ab.

Abschließend noch etwas zu einem meiner (wenigen) Ärgernisse mit meiner Sony SLT-A77 Kamera - dem knappen internen Bildspeicher. Bei einer Bildqualität RAW + JPEG mit 24 Megapixel konnte ich mit der SLT-A77 13 Bilder in schneller Folge auslösen (egal, welcher der beiden schnellen Serienbild-Modi (Aufnahme-Modus "Serienbild AE-Prior"= 12B/s, bzw. Bildfolgemodus "Hi"= 8B/s (Geschw.-Werte nicht überprüft)) eingestellt war). Ab dem 14. Serienbild konnte jeweils erst dann wieder ein Bild ausgelöst werden, wenn genug Daten aus dem internen Bildspeicher auf die SD-Karte geschrieben worden waren. Dies führt bei Serienaufnahmen zu (meist) unangenehmen Pausen, deren Länge direkt von der Schreibgeschwindigkeit der Daten auf die SD-Karte abhängt. Ich habe daher einige Vergleichstests mit verschiedenen SD-Karten durchgeführt, um herauszufinden, mit welcher Karte die Kamera die höchste Schreibgeschwindigkeit erreicht (Kamera-Einstellungen Sony SLT-a77: Bildqualität: 24 Megapixel RAW + JPEG mit manuellem Fokus, Serienaufnahme: Bildfolgemodus "Hi" (d.h. ca. 8B/s), Aufnahme-Modus: "M" (manuell) bei f=4.0, s=1/1500sec, ISO 200, Auto-Weißabgleich):

Meßmethode A: Zeit stoppen, die die Kamera benötigt, um 13 + 10 Serienaufnahmen zu machen. Also: Auslöseknopf drücken u. gleichzeitig Stopuhr starten. Die Kamera fängt an schnelle Serienaufnahmen zu machen. Nach kurzer Zeit (13 Bildern) ist der interne Bildspeicher voll u. der zeitliche Abstand zwischen den einzelnen Aufnahmen wird sprunghaft größer. Jetzt noch genau 10 Bilder machen u. dann Zeit stoppen.

Ergebnisse A (für 23 Serienbildaufnahmen):
1.) SanDisk, SDHC 32GB, Extreme Pro, UHS-I, class 10 (95MB/s): Zeit= 9 sec.
2.) Lexar, SDHC 32GB, 600x Professional, UHS-I, class 10 (90MB/s): Zeit= 10 sec.
3.) SanDisk, SDHC 32GB, Extreme HD Video, class 10 (30MB/s): Zeit= 15 sec.
4.) PNY, SDHC, 32GB, Professional, class 10 (20MB/s): Zeit= 23 sec.
5.) Toshiba, Micro SDHC, 32GB, class 4: Zeit= 63 sec.

Meßmethode B: Wie Meßmethode A, jedoch die Zeit erst stoppen, wenn die Kamera alle Bilder komplett auf der SD-Karte gespeichert hat (d.h. bis die rote Schreib-LED erlischt). Also: Nachdem alle Bilder gemacht wurden, den Auslöseknopf loslassen u. die rot leuchtende Schreib-LED beobachten (befindet sich rechts hinten unterhalb Drehrad). Zeit erst stoppen, wenn diese LED erlischt.

Ergebnisse B:
Unabhängig von der eingelegten SD-Karte wurden immer 23 Bilder ausgelöst, zu deren Speicherung 630MB an Daten auf die Karte geschrieben werden mußten.
1.) SanDisk, SDHC 32GB, Extreme Pro, UHS-I, class 10 (95MB/s): Zeit= 17 sec.
2.) Lexar, SDHC 32GB, 600x Professional, UHS-I, class 10 (90MB/s): Zeit= 22 sec.
3.) SanDisk, SDHC 32GB, Extreme HD Video, class 10 (30MB/s): Zeit= 32 sec.
4.) PNY, SDHC, 32GB, Professional, class 10 (20MB/s): Zeit= 51 sec.
5.) Toshiba, Micro SDHC, 32GB, class 4: Zeit= 145 sec.

Fazit: Für längere schnelle Bildfolgen ist die Wahl der eingelegten SD-Karte essentiell: zwischen meiner schnellsten u. langsamsten SD-Karte liegen volle 2 Minuten für das komplette Leeren des Bildspeichers! Die SanDisk, SDHC 32GB, Extreme Pro, UHS-I, class 10 (95MB/s) ist meine erste Wahl, wenn schnelle Bildfolgen mit der Sony SLT-A77 fotografiert werden sollen.
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16 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Eine gute Kamera, 21. Dezember 2012
Ich habe mit meiner Alpha 77 in einem Jahr und nach ca. 6000 Fotos meinen Frieden geschlossen. Mir fehlen in den bisherigen Rezensionen einige Punkte, die ich nachreichen möchte.

1. Elektronischer Sucher zum Betrachten von Aufnahmen
Die Kamera stellt die Fotos nach der Aufnahme auch im elektronischen Sucher dar, so dass der klassische Blick aufs Display nach dem Fotografieren wegfällt. Im Urlaub ermöglicht das vergrößerte Bild im Sucher zudem eine sehr genaue Kontrolle der Aufnahme auch bei großer Umgebungshelligkeit.

2. Klappbares Display
Das unten angebrachte Scharnier stört bei Stativaufnahmen. Das aufwendig gearbeitete Scharnier ermöglicht es aber, das Display sehr schnell in einem Winkel von ca. 20° schräg zu stellen, so dass man von oben einen guten Blickwinkel auf das Display erhält. Ich verwende diese einfache Klappfunktion viel häufiger, als ich das klappbare Display meiner Powershot G11 einsetze.

3. Bildqualität JPEG, RAW
Ich fotografiere inzwischen nur noch im RAW-Modus und wandele die Bilder anschließend am Rechner mit Lightroom 4 in JPEG-Dateien um. Die Software liefert bis ISO 1600 gute Ergebnisse. Die JPEG-Dateien aus der Kamera sind deutlich schlechter...

4. Geschwindigkeit
Eines der wichtigsten Argumente ist die hohe Gechwindigkeit der Kamera, vor allem im Vergleich zu einer Kompaktkamera oder einer DSLR anderer Hersteller im Lifeview-Modus.

5. Eingebauter Verwacklungsschutz und Objektive
Durch den eingebauten Steady-Shot-Mechanismus sind auch alte, analoge Objektive von Minolta problemlos verwendbar. Ich verwende an der Kamera inzwischen fast ausschließlich zwei Minolta Objektive (35-105, 75-300), die ich für ca. 60 EUR das Stück bei E-Bay ersteigert habe. Mit diesen Linsen erziele ich weit bessere Bilder als mit dem Sony 16-105, das ich eigentlich zur Kamera dazugekauft habe...

6. HDR-Funktion
Die HDR-Funktion liefert im Vergleich zu den Bildern, die ich aus Belichtungsreihen mit Photoshop erstellt habe, deutlich realistischere Fotos.

7. Wasserwaage
Die elektronische Wasserwaage funktioniert hervorragend. Durch die Neigungsangabe in beide Raumrichtungen und die Anzeige im elektronischen Sucher kann die Kamera problemlos waagrecht ausgerichtet werden. Damit wird auch das Erstellen von Fotoserien für Panorama-Aufnahmen problemlos möglich. Im Vergleich mit der Panorama-Halbautomatik der Powershot G11 ist diese Methode schneller.

8. Fokus-Umschaltung
Die Kamera hat eine eigenes Wählrad zur Einstellung der Fokus-Art, das ich nicht mehr missen möchte.

Insgesamt sind viele der genannten Funktionen auch bei anderen Sony-Alpha-SLT-Modellen verwirklicht. Wenn vor einem Jahr die Alpha 57 schon auf dem Markt gewesen wäre, wäre das wahrscheinlich die andere Alternative gewesen...
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