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3,1 von 5 Sternen
Conan
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TOP 1000 REZENSENTam 10. September 2013
Ein Baby wird während einer tobenden Schlacht vom Vater aus dem Leib der sterbenden Mutter geschnitten, die ihm mit ihren letzten Worten einen Namen gibt. Conan soll er heißen. Aufgezogen vom Schmied Corin (Ron Perlman) wächst der ungestüme Junge bald zu einem Krieger heran, der seinem Vater in Kraft und Kampfes-Lust in nichts nachsteht. Als der Tyrann Khalar Zym (Stephen Lang) das Dorf überfällt und den Vater auf grausame Art tötet, schwört der junge Conan Rache. Nach Jahren der Suche bekommt der zum stattlichen Barbaren heran gereifte Conan (Jason Momoa) seine Chance.

Es war einmal...

... ein Film, der nicht nur auf einer berühmten Groschenromanserie von Robert E. Howard basierte, sondern einen steirischen Bodybuilder namens Arnold Schwarzenegger über Nacht weltberühmt machte und so den Weg für die zweite der drei langanhaltenden Karrieren des Arnold S., nach Bodybuilding und vor Politik, bereitete. Damals hieß der Regisseur John Milius und der war zu diesem Zeitpunkt noch ein Mann von einigem Ansehen in Hollywood, zeichnete er nicht nur für die Regie solch unterschiedlicher Filme wie DILLINGER (1973) mit dem unvergessenen Warren Oates oder THE WIND AND THE LION (1975) mit Sean Connery verantwortlich, sondern schrieb auch Drehbücher für All-Time-Classics wie APOCALYPSE NOW (Francis Ford Coppola, 1979), bevor er seine Karriere als Hollywood-Rechtsaußen mit RED DAWN (1984) ruinierte und so zum Vorbild für John Goodman's Figur Walter in THE BIG LEBOWSKI (Joel Coen, 1998) wurde.

Sein CONAN (1982) war ein Film der Bilder und der Atmosphäre. Im ersten Drittel wurde kaum geredet, die Handlung erklärte sich über die Bilder, welche von Basil Poledouris' großartigem Soundtrack entsprechend untermalt wurden. Hier konnte man sehr schön sehen das Film in seiner ursprünglichen Form nicht unbedingt Dialoge oder gar erklärende Kommentare braucht, um etwas zu erzählen. Der Inhalt der Bilder erzählt genug. Wenn dann die eigentliche Story beginnt, ist man längst gefangen in dieser Fantasy-Welt und dann stören auch kleine leicht trashige Ausrutscher das Vergnügen nicht mehr. Bei Marcus Nispel hingegen ist alles anders. Nicht nur transportieren seine Bilder nichts außer sich selbst, erfährt man über sie nichts. Bei dem ehemaligen Video-Clip-Regisseur ist alles nur Oberfläche, Bilder ohne Inhalt. Style over Substance.

Befürchtete man zunächst einen allein dem fehlen der Personalie Arnold Schwarzenegger geschuldeten Qualitätsverlust, so kann dem getrost widersprochen werden. Denn an Jason Momoa liegt das Scheitern des Werkes ganz bestimmt nicht. Im Gegenteil macht er eine ausgesprochen gute Figur, zeigt einiges Charisma und nutzt die große Bühne zur Präsentation sich für höheres zu qualifizieren. Man kann ihn sich gut in weiteren körperbetonten Rollen vorstellen, hält doch er allein den Film einigermaßen zusammen. Das ist aber schon das Beste was sich über dieses sündhaft teure, komplett überflüssige Hochglanz-Remake sagen lässt.

CONAN ist nun schon das vierte Remake in Folge, das von Nispel komplett gegen die Wand gefahren wird und man muss sich schon fragen, wer ihm immer noch Geld für derartige Machwerke bereitstellt. Keiner der Filme, angefangen beim brutalen TEXAS CHAINSAW MASSACRE, dem komplett sinnfreien PATHFINDER (einer Schande für das grandiose 1987er-Original von Nils Gaup) und zuletzt FREITAG DER 13., vermochte es, außer einer sterilen Video-Clip-Ästhetik, eigenständige Akzente zu setzen. Dramaturgische Totalausfälle, stets in Einzelszenen zerfallende aufwendige Settings, in denen immer nur gemeuchelt und gemordet wird. Speziell bei CONAN wird man den Eindruck nicht los, das in wirklich jeder Szene des Filmes irgendjemand umgebracht wird. Mit Unterhaltung hat das nicht mehr viel zu tun, denn die Gewalt ergibt sich weder aus der Handlung, noch bedarf sie hier anderer fadenscheiniger Erklärungen. Sie ist einfach da. Es geht schließlich um Barbaren und ihr barbarisches Tun. Von den ironischen Brechungen des Originals ist ebenfalls nichts mehr zu spüren. Hier ist wahrlich kein Künstler am Werk. Während man einigen Regisseuren häufig zu Unrecht Gewaltverherrlichung vorwirft, wird sie in Nispel's Machwerken immer wieder zelebriert, meist über die gesamte Filmlänge, niemals reflektiert und dabei immer bis zum letzten Blutstropfen ausgekostet, am besten noch in Zeitlupe. Hier würde die Bezeichnung Gewalt-Porno tatsächlich mal zutreffen und man kann nur hoffen das diesem Regie-Stümper die Arbeitserlaubnis entzogen wird.

Fazit: Das Remake des Achtziger-Jahre-Fantasy-Klassikers ist ein brutales Dauergemetzel der blutrünstigen Art, das auch der charismatische Hauptdarsteller nicht mehr retten kann. Ich rate dringend ab.
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152 von 197 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 9. November 2011
Zu aller erst: Filmbewertungen sind und bleiben subjektiv.

Sicher gibt es den Einen oder Anderen der diesen Film ganz großartig findet. Wer aber -zurecht- hohe Ansprüche an dem Film, ob der starken literarischen Vorlage, hat, der wird (denke ich) mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit ebenso enttäuscht vom Remake sein, wie ich.

Es gibt gleich mehrere Kritikpunkte die ich hier anführen möchte.

Der für mich Wichtigste ist wohl, dass dem Remake jedwede puristische Spiritualität, für die ich Conan so liebe, entzogen wurde. Die kläglichen Versuche einige der Botschaften aus Robert E. Howards Geschichten einzubringen, wirken deplatziert, erzwungen und vollkommen überflüssig, angesichts der Tatsache, dass der Conan dieser Geschichte, diese Werte weder glaubhaft verkörpert, noch selber über sie spricht. Das funktionierte in der Verfilmung von 1982 meiner Meinung nach deutlich besser. Dialoge und Handlung waren damals einfach und scheinbar oberflächlich, entpuppen sich aber als durchaus tief gehend. Bei dem Remake ist es genau anders herum. Dialoge und Handlung versuchen durch Tiefe zu glänzen, sind aber in Wahrheit hohl und ohne Essenz.

Des weiteren ist da noch die Musik von Tyler Bates, von dem ich offen gestanden mehr erwartet habe. Meiner Meinung nach gelingt es ihm kaum die Emotionen der jeweiligen Szene zu unterstützen oder sie gar zu intensivieren. Auch als Standalone taugt der Soundtrack wenig. Die Lieder plätschern so vor sich her, ohne das man sie dem Film tatsächlich zuordnen kann. Wie auch. Der Film ist ja beinahe schon nur eine lange Aneinanderreihung von stupiden Actionszenen. Wer weiß da schon ob Lied X zu Kampfszene Y oder Z gehörte. Vor allem, da Lied X ohnehin wie Lied A, B und C klingt.

Das bringt mich auch gleich zu dem dritten Kritikpunkt. Die Action-Sequenzen:
Ich will es kurz machen.... Die Kampfszenen haben frappierende Ähnlichkeit, mit dem Aufbau eines typischen Hack 'n Slay-Computerspiels. Denn ganz gleich wo unser Held auch hingeht; es tauchen aus dem Nichts ganze Heerscharen von Gegnern auf, die sich bereitwillig auf möglichst spektakuläre Art und Weise von unserem Heroen ins Jenseits befördern lassen. Am Ende des Massakers, wartet dann auch gleich der Endgegner der Szene, den es zu besiegen gilt. Ist der fiese Zwischengegner beseitigt, geht es dann auch schon zum nächsten Setting, wo erneut böse Buben vom Himmel fallen und ein weiterer Boss auf sein Ticket in die Unterwelt wartet.

Natürlich ist Conan schon immer überaus brutal gewesen - sowohl in den Büchern, als auch in der Verfilmung mit Arnold Schwarzenegger. Folglich habe ich nicht erwartet, einen Gänseblümchen-Film zu sehen. WAS ich aber erwarte, selbst von Actionfilmen auf fiktionaler Basis, ist, dass sie ihrer eigenen Filmlogik treu bleiben. Und eben dies ist der vierte große Kritikpunkt.
Diese Neuverfilmung tut genau dies nicht.

Ich will das anhand einiger WENIGER Beispiele konkretisieren:

SPOILER!
____________________________________________________________________________________
Da folgt die "holde Jungfrau" ihrem Retter an einer steinigen Küste in eine Höhle um sich ihm darzubieten, ehe sie mit dem vor Anker liegenden Schiff verschwindet. Doch der Akt scheint die Welt in ihren Grundfesten erschüttert zu haben, denn als sie sich auf den eigentlich kurzen Rückweg zum Schiff macht, steht da plötzlich ein gewaltiger Wald, in dem sie, oh Wunder, von der bösen Schurkin prompt festgesetzt und entführt wird. Als reichte das nicht, taucht auch plötzlich Conans Pferd wieder auf, dass er einige Szenen zuvor bei seiner Flucht vor dem Bösewicht, der vorab jede Gelegenheit sich des Barbaren zu entledigen, konsequent abgelehnt hat, auf einer einsamen Klippe hatte stehen lassen.

Dann wäre da noch die magiekundige Tochter des Schurken, die dem armen Conan mit ihrer finsteren Magie ordentlich einheizte, im Showdown aber plötzlich all ihre Zauberfähigkeiten verloren zu haben schien - da war wohl das Mana alle....

Oder das gewaltige Schiff, des Bösewichts, dass auf den Rücken von mutmaßlich 20 Elefanten über das Land geschleppt wurde. Soweit so gut, doch fragt man sich, wozu dann noch die Hundertschaften an Sklaven dienten, die das Schiff scheinbar an zwei mächtigen Tauen durch die Pampa zogen. Laufen die Elefanten dadurch schneller? Wohl kaum.

Bleiben wir gleich bei dem Schiff, dessen Mast gefühlte 50 Meter in den Himmel ragte und dem es dennoch gelingt einen Überraschungsangriff auf ein Kloster zu starten, von dessen Mauern man Meilen in die Landschaft hätte spähen können. Dazu sei noch gesagt, dass dieses sinnfreie Gefährt mit dem Bug voran (VOR dem sich ja noch Hunderte von Sklaven an nutzlosen Seilen festhielten) "plötzlich" durch die Klosterwand hindurch bricht ....
_____________________________________________________________________________________

SPOILER ENDE

Wie mein Vorredner schon erwähnte überzeugten auch die 3D Effekte, nicht einmal im Ansatz. Unscharf und viel zu zwei-dimensional. Eben wie ein Pop-Up-Kinderbuch.... Fast schon symptomatisch für unsere Zeit, in der man mit allen Mitteln versucht, die fette 3D-Kuh zu melken. Mein Tipp: informiert euch z.b. bei Wiki, ob ein Film tatsächlich mit 3D-Kammeras gefilmt wurde, wie z.B. Avatar, oder ob es nur auf 3D hochgerechnet wurde. Auf Letzteres kann man nämlich in 95% der Fälle, guten Gewissens verzichten.

Es gibt aber auch positives anzumerken. Was mir an diesem Conan sehr gut gefiel, waren die CGI-Landschaften, die ein ansehnliches und glaubhaftes Hyboria schufen. Und dann wäre da auch noch Jason Momoa (bekannt aus Stargate Atlantis oder Game of Thrones), der mir als Conan durchaus sympathisch war. Auch wenn viele kritische Stimmen der Meinung sind, er wäre nicht muskulös genug für einen Barbaren - muss ich sagen das Conan nicht nur durch seine Kraft, sondern auch durch seine Wenigkeit so erfolgreich war. Nimmt man dies als Basis, ist die Besetzung mehr als treffend. Arnold Schwarzenegger war mir dahingehend einfach zu brachial.
Über die schauspielerische Leistung der Akteure, will und werde ich mich nicht auslassen, ohne den Film im O-Ton gesehen zu haben - obwohl ich doch sehr bezweifle, dass ich das jemals werde.

So, ich hoffe dem einen oder anderem damit weiter geholfen zu haben.

Der Kobold
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10 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 3. April 2012
Jason Momoa als Conan finde ich prinzipiell recht gut, vom Körper her (muskulös und drahtig) sogar realistischer als Elite-Barbarenkrieger als Arnold in den 80er Jahren als Mister Universe, und Rachel Nichols als Nebendarstellerin ist sehr schön anzusehen, aber diese beiden Dinge sind schon das einzige positive am ganzen Film. Er kommt nicht im geringsten an die einzigartig geheimnissvoll-düster-kriegerische Stimmung des alten Conan-Films heran. Arnold hat seine Rolle (abgesehen von unrealistisch vielen Muskeln, die aber doch gut wirken) exzellent verkörpert genau so wie die meisten der damaligen Darsteller.
Dieser Film hingegen ist schlecht durchdacht, unzusammenhängend und konfus. Der Regiseur hätte sich hier wirklich mehr einfallen lassen können. War er besoffen oder war keine Zeit? Die Schauplätze sind oft gut gewählt und man hätte mit etwas mehr einfacher Logik viel mehr daraus machen können.
Es scheint wie wenn verschiedene Szenen ohne viel denken aneinandergereiht wurden. Zb. macht sich Conan auf den Weg, anscheinend um seinen Widersacher zu suchen, was man nur erahnen kann, dann geht ihm Rachel nach, sie verbringen eine heiße Nacht in einer Höhle (die war plötzlich da), dann kommt sie in der Früh heraus und steht plötzlich in einem Wald, den man vorher nicht sah. Und solche unlogischen Sprünge gibt es laufend. Und wie schon anderer Rezessenten bemerkten ist die Musik eher nichtssagend, diese war im alten Conan Film eines der Highlights.

Die Kampszenen sind auch nicht besonders, oft ist die Kamera viel zu nahe, sodaß man wenig sieht und auch hier wird oft gesprungen sodaß man keinen guten Bewegungsfluss sehen kann.

Der Film wirkt daher alles in allem aus meiner Sicht unfertig und lieblos. Schade
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25 von 33 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 10. Oktober 2012
Als langjähriger Conan-Comic-Leser, dem auch die Bücher nicht fremd sind und der den Schwarzenegger-Film zum niederknien fand, freute ich mich über die Nachricht, dass ein neuer Conanfilm in der Mache sei. Die ersten Filmplakatentwürfe ließen ja auf einiges hoffen... UND DANN DAS???
Das ganze Anschauen hindurch hätte ich am Stück nur heulen können. Mir war schon klar dass es ein neuer Film im Vergleich zum Original schwer haben würde, und ich hatte auch gar nicht vor ihn zu vergleichen, erhoffte ich mir doch etwas völlig anderes, als damals. Schließlich ist die Technik ja auch nicht erst seit gestern soweit endlich epische Schlachten darzustellen, wie es der alte Film nicht in der Lage war und zum Glück auch gar nicht versucht hat. Wir hätten hier Conan als Heerführer einer zusammengewürfelten Piratenarmee erleben können der sich durch ganz Schwärme von Gegner metzelt... und trotzdem nur wieder eine Aufreihung einzelner Gegner, wobei sich dann der Vergleich mit dem alten Film nicht vermeiden lässt und da wirds dann natürlich unterirdisch. Dabei fand ich den Hauptdarsteller gar-nicht-mal schlecht, hätte mit ihm durchaus was werden können, da er vom Aussehen her und ebenso von der Gestik sogar noch besser passt als Schwarzenegger seinerzeit, aber trotzdem schreit der Streifen zum Himmel!!!
Und neben dem Drehbuch liegt für mich die Schuld ganz klar bei der Regie: Marcus Nispel!!!!!!!!!!
Und war mir dies dann bewusst zogen sich erschreckende Parallelen von Conan zu Pathfinder, anno dazumal auch mit einem nicht unbegabten Hauptdarsteller (Karl Urban) angefertigt und ähnlich in den Sand gesetzt!
Beiden Filmen krankt es an einer prinzipiellen schwachen Story, an kaum gut besetzten Rollen (dass es meiner Meinung nach gerade beides mal bei der Hauptrolle geklappt hat rettet den Rest der zumeist unbegabten Leihen dann auch nicht mehr) und an einer so gehetzten Inszenierung, dass sich eine mögliche Grundstimmung nicht entfalten kann, von etwas Epochalem ganz zu schweigen; was bei Conan Pflicht gewesen wäre aber nicht mal im Ansatz zu spüren ist. Es reiht sich Kampfszene an Kampfszene (und dann noch ne Kampfszene) und irgendwann kommt dann der Abspann. NIspel ist nicht fähig auch nur mal eine Sekunde inne zu halten und sich irgendetwas entfalten zu lassen(ob nun Charaktere, Handlung, Stimmung, Gefühl,...)
Letztendlich hätte man sich das schenken können und dass es dann ein Filmthema trifft auf das man sich jahrelang gefreut hat tut dann so richtig weh!
Davon ab kommt die Produktion so dermaßen billig rüber (ich sage nicht sie hätten kein Geld gehabt, nur dass es so wirkt), als würde man hier eine Fernsehserie drehen.
Zeigt alles in allem mal wieder wie wichtig es ist einen guten Regisseur zu verpflichten und sich schlechte zu merken, werde jedenfalls einen nächsten Film von Marcus Nispel meiden, wie der Teufel das Weihwasser, wie man so schön sagt oder eben der Filmfan eine schlechte Inszenierung!) selbst wenn mich das Thema noch so interessieren würde. Offensichtlich, sehr offensichtlich, kann es dann nichts werden!!! Diesbezüglich sagenhaft unbegabt, der Herr Nispel! Meine Freundin meinte deutsche Regisseure hätten kein Händchen für Fanatsy und Action, da hab ich ihr aber widersprochen: Lexi Alexander hat bei Punisher War Zone doch auch geschafft, und wie!!!
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6 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
So macht eine Blu-ray Spaß! Super Bild und Ton und dann noch so viele Extras auf der Disc, das allein schon das Bonusmaterial Grund genug ist, um sich diesen Film zuzulegen. Nach dem enorm prägenden Conan-Film mit Arnold Schwarzenegger Conan 1 - Der Barbar [Blu-ray] Conan 1 - Der Barbar [Blu-ray] hatte es Jason Mamoa schwer sich als neuer Kriegerkönig durchzusetzen. In der sehr spannenden Doku über den Erfinder von Conan den Texaner Robert E. Howard wird dazu viel Überzeugendes gesagt. In der Pulp Fiction Romanvorlage aus den 1920er Jahren war der Held vor allem clever und nicht so sehr ein Bodybuilder. Ohnehin hat sich die Welt verändert, statt den 80er Jahre Muskelpaketen Schwarzenegger und Stallone hat eine neue Generation Conan entdeckt, etwa durch das Online-Rollenspiel Age of Conan: Rise of the Godslayer Age of Conan: Rise of the Godslayer (wen's interessiert: in der zweiten Staffel von The Big Bang Theory wird das Thema sehr lustig aufgegriffen, schön auch die Gemeinsamkeiten von Robert E. Howard und Sheldon Cooper).

Der Film beginnt ein wenig wie Der Herr der Ringe, etwas mystisch und episch, wird dann aber ganz schnell zu einer fast ausschliesslichen Action-Orgie. Der Film ist ab 18 und so sieht er auch aus, sehr viele brutale Szenen! Der Zauberer Khalar Zym (Stephen Lang) will seine verstorbene Frau wiederbeleben, dazu braucht er eine Zaubermaske, deren letztes Stück sich im Dorf von Conan befindet. Der Zauberer tötet Conans Vater, woraufhin der junge Krieger Rache schwört.
Jahre später ist aus dem Kind Conan ein Mann geworden und aus dem Zauberer ein König. Zyms finstere, sexy Tochter (Rose McGowan), mit aufwändigem Make-up und roten Overknee-Stiefeln (aus dem archaischen Erotik-Shop?!) soll eine Jungfrau suchen, mit deren Blut Papa wieder Mama auferstehen lassen kann. Klingt jetzt nicht sooo super ist aber ein sehr stimmiger Film ohne Längen und mit einer enorm sehenswerten Welt. Der neue Conan hat gute Chancen in Serie zu gehen (anders als Ralph Möller, siehe den amüsanten, spöttischen Kommentar im Bonus-Material, in dem das Scheitern von Möllers Conan auf dessen Frisur geschoben wird).

Conan war eine Sternstunde für Arnold Schwarzenegger, er hat die Figur für Jahrzehnte geprägt, das eigentliche Original sind dennoch die Bücher von Robert E. Howard The Complete Chronicles Of Conan. Centenary Edition (Gollancz). Auch schön: die Comics. Conan Sonderband 1: Die Tochter des Frostriesen und andere Geschichten

Gestählte Krieger, Sklavinnen in Leder und eine wilde Welt voller Abenteuer, Magie und Bestien - klingt doch vielversprechend! Empfehlenswerter Film!

Auch als 3D/2D Kombi-Disc erschienen, die sich auch auf einem Nicht-3D-Fernseher abspielen lässt.

Laufzeit: 112 Minuten, Sprachen: Deutsch & Englisch dts, Extras: Audiokommentar von Regisseur Marcus Nispel, Audiokommentar mit Jason Mamoa & Rose McGowan, diverse Features z. B. über Robert E. Howard, USA 2011 / DVD 2012
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am 10. Januar 2013
Ich kenne leider die Vorlage nicht, nur die frühere Verfilmung mit Schwarzenegger. Mit diesem Film, der heute Kulturstatus genießt, kann die Neuauflage nicht konkurrieren. Aber leider ist der Film auch dann, wenn man ihn für sich betrachtet, insgesamt eher missglückt. Man kann nicht bestreiten, dass Markus Nispel ein Händchen für schöne Bilder hat. Aber aus ein paar netten Landschaftsaufnahmen lässt sich eben noch kein guter Film machen. Der Film ist relativ hart, Köpfe und Blut fließen En Masse, was meines Erachtens weder positiv, noch negativ zu beurteilen ist; irgendwie passt das schon zum Stoff. Problem ist nur: Der Film ist einfach nur langweilig; eine Schlacht reiht sich unmotiviert an die nächste, die Dialoge sind nicht nur unpassend, sondern größenteils auch lachhaft. Ich erwarte in Sachen Tiefe hier keinen Godard und ein Film dieser Art braucht auch keine besonders intelligente Handlung oder ausgefeilte Dialoge. Er sollte aber eine Handlunghaben, die irgendwie zum Rest passt und die Dialoge sollten auch so funktionieren. Davon kann keine Rede sein: Alles wirkt zusammengeschustert, generisch und einfach nur langeweilig. Eine einzige Enttäuschung...
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3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 9. Juni 2012
aber zugunsten des Films und dessen Optik vergebe ich 3 Sterne. Aber zuerst einmal, da einige schreiben, so haben sie sich einen Barbaren vorgestellt, muss ich sagen Arnold Schwarzenegger war besser, denn für einen Barbaren wirkte der Darsteller, trotz Muskeln, zu schmächtig und auch mir zu sympatisch. Schwarzenegger stellet mehr dar und war kantiger und nicht ganz so auf Schönling getrimmt, was mich ein wenig gestört hat. Und was soll der Anfang des Filmes? Sicher handelt es sich bei Conan um einen Fantasy-Film, aber ein Junge von vielleicht 13-14 Jahren tötet auf brutale Art und Weise 6 ausgewachsene Krieger und schlägt Ihnen die Köpfe ab, ein wenig unrealistisch. Im Orginal war Conan ein kleiner Junge, der durch den Überfall auf sein Dorf in die Slaverei verschleppt wurde, wo er seine Muskeln durch schwere Arbeit erhielt und danach als Kämpfer verkauft wurde und ein Kämpfer durch die Umstände wurde. In diesem Conan wird er als Jugendlicher Soziopath dargestellt und danach als symapatischer Schönling, der für einen Barbaren zu schmächtig wirkt
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am 19. September 2013
Conan - In diesem Barbaren-Remake wird auf blutigste und brutalste Weise geprügelt, geschlitzt, zerhackt und abgestochen, was das Zeug hält. Farblich wurde dieser Film hauptsächlich in etwas eintönigen, verblaßten Brauntönen gehalten. Das Finale wirkt auf mich eher enttäuschend: Die ganze Zeit sucht ein blutrünstiger Rohling mit seiner Hexentochter nach einer magischen Maske, die letztendlich nicht einmal dazu taugt, Conan einen Schrecken einzujagen.

Das Bild präsentiert sich auf blu-ray in schöner und störungsfreier HD-Qualität: Schärfe und Detailreichtum erreichen gute bis sehr gute Werte. Die deutsche Tonspur (DTS HD-Master 5.1) klingt einwandfrei und kraftvoll, die Lautstärke wurde während der Kampf- und Meuchelorgien des öfteren recht deutlich, wenngleich nicht allzu übertrieben stark angehoben.

Das Bonusmaterial besteht aus:
- Audiokommentar mit Regisseur Marcus Nispel
- Audiokommentar mit den Darstellern Jason Momoa und Rose McGowan
- diverse features: "Conans Erbe", "Der Mann, der Conan sein würde", "Battle Royal: Erschaffung der Action", "Inszenierung der Kämpfe"
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am 30. März 2014
Vorweg gesagt: Der Original Conan mit Arnold Schwarzenegger war auch nicht so mein Ding. Den neuen hatte ich mir angesehen, größtenteils wegen Jason Momoa, da er in Game of Thrones eine recht gute Figur gemacht hatte. Als Conan ist er auch nicht schlecht, ebenso wie sein Gegenspieler Stephen Lang. Doch der Film hat einige Längen, zumal hauptsächlich wirklich nur gekämpft wird, was an sich ja nicht unbedingt schlecht sein muss. Andere Leute werden sicher Geschmack daran finden, denn Conan ist brutal, heftig und kann Spaß machen. Mir persönlich war es einfach zu viel Action, zu wenig Story, welche bei einem solchen Film selbstverständlich nicht von Belang ist. Momoa Fans werden sich freuen und er ist mir auch sympathischer als Arnie, zumindest in dieser Rolle. Die Musik fand ich auch nicht so berauschend, da war mir Basil Pouledoris doch im Original lieber. Der Soundtrack von Tyler Bates ist ziemlich austauschbar und hat in 300 um einiges besser funktioniert. Manchen gefällt es, manchen nicht. Ich bevorzuge 300 oder die Spartacus Serie.
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5 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
TOP 500 REZENSENTam 8. Februar 2012
Ich habe mich wirklich auf diesen Film gefreut: die Conan-Stories von Robert E. Howard begeistern mich seit 20 Jahren jedes Mal aufs Neue, und auch die klassische Verfilmung mit Arnie ist fraglos ein solider Film mit grandiosem Soundtrack (die Conan-Version mit Ralf Möller möchten wir dem gegenüber mal schnell vergessen).

Jason Momoa ist auch ein Schauspieler, welchen ich als gute Besetzung für Conan halte: die Statur ist beeindruckend, optisch kommt er irgendwie grob in die Richtung in welcher Howard Conan schilderte, und als Kal Drogo gab er bei "A Game Of Thrones" den Barbarenkönig ganz ausgezeichnet... wieso sollte er also nicht auch den berühmten Cimmerer überzeugend geben? Schließlich dachte ich mir auch, dass angesichts der modernen Tricktechnik gerade ein Epos wie Conan gut und packend in Szene gesetzt werden könnte.

Naja, was muss ich nun sagen, nachdem ich den Film gesehen habe?

Ehrlich gesagt ist CONAN unterm Strich ein ziemlich belangloser und leider völlig undramatischer Film - der Film plätschert einfach am Zuschauer vorbei, man fiebert absolut nicht mit. Die Kampfchoreographien haben den gleichen seelenlosen Touch wie beispielsweise die der Prequel-Trilogie bei "Star Wars" (obwohl die Kämpfe bei CONAN selbstverständlich deutlich blutiger sind, logisch) - es sieht alles sehr künstlich und konstruiert aus (ein Rezensent schrieb in seiner ohnehin mehr als lesenswerten Rezension äußert treffend "wie bei einem typischen Hack N Slay Computerspiel"): eine Horde Gegner stürzt sich auf Conan, diese wird in Rekordzeit stylisch plattgemacht, dann kommt der Endgegner, der wird eingestampft, nächster Kampf. Es fehlt jegliche Dramatik, man merkt sofort, dass dies kein Kampf ist, sondern eine absolut durchgeplante Choreografie mit Jason Momoa und einer Truppe gesichtsloser Pfeiffen, welche sich artig verdreschen lassen.

Dies tut gerade einem Stoff wie Conan aus alles andere als gut: die Conan-Saga lebt nämlich vom Konflikt und vom Kampf, dieser sollte also packend inszeniert sein. Wenn man aber sofort bemerkt wie künstlich das alles ist wirkt es einfach nicht. Manchmal tun ein paar Unzulänglichkeiten und ein paar Szenen, welche nicht um eine möglichst spektakuläre Kamerafahrt und möglichst wahnwitziges Posing herum konstruiert sind, dem Endresultat sehr gut, weil dadurch vieles dreckiger, härter und realistischer wirkt - wie Conan wirken sollte.

Hinzu kommt die leider etwas vergurkte Story des Films. Selbstverständlich erwarte ich bei einem Film wie CONAN nun nicht eine Story wie bei "Citizen Kane" oder "Der Pate", aber es ist auch bei gradlinigen Actiondramen wichtig, eine Geschichte zu haben, welche funktioniert und in sich logisch ist. Leider ist die von CONAN bestenfalls loses Beiwerk und hat weder besonderen Drive noch ist sie in sich logisch.

Die genannten Kritikpunkte führen zu dem, was ich als Fazit feststellen muss: CONAN wirkt, obwohl tricktechnisch fraglos solide gemacht, einfach sehr seelenlos und baut keine besondere Stimmung auf. Sicherlich, man kann sich den Film nebenbei mal ansehen, zum Kauf kann ich fairerweise niemandem raten. Schade, denn wie gesagt: die Idee, dass Ganze neu zu inszenieren hat mich neugierig gemacht, und Potential wäre fraglos vorhanden gewesen.
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