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4,3 von 5 Sternen262
4,3 von 5 Sternen
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Preis:8,99 €
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am 15. Januar 2012
****************** Inhalt: ******************
In der Welt, in der die 17-jährige Lena lebt, ist Liebe eine schwere Krankheit, die schwerste, die es nur gibt. Amor deliria nervosa, wie die Krankheit auch noch genannt wird, ist der Grund, dass die Menschheit fast ausgestorben wäre, der Grund für alles Schlechte auf der Welt - und deshalb hat man lange genug nach einem Heilmittel gesucht. Mittlerweile gibt es einen Eingriff, der den Patienten vor der Krankheit schützt, ein Eingriff, der am 18. Geburtstag vorgenommen wird. Lena steht kurz vor ihrem 18. Geburtstag und freut sich schon richtig darauf, da sie dann nicht mehr der ständigen Gefahr ausgesetzt ist, sich zu infizieren. Denn was Amor deliria nervosa anrichten kann, hat sie an ihrem eigenen Leib erfahren: Ihre Mutter hat sich selbst umgebracht, nachdem auch die dritte Operation nichts genützt hat und ihre Cousine bekam aus Liebeskummer einen tödlichen Herzanfall.

Umso schlimmer ist es für Lena, als ihre beste Freundin Hana plötzlich rebellische Verhaltensweisen zeigt. Hana macht sich Gedanken darüber, ob der Eingriff wirklich notwendig ist, ob er etwas bringt und ob die Liebe tatsächlich etwas so Schlimmes ist. Sie besucht plötzlich unerlaubte Partys, bei denen verbotene Musik gespielt wird und Jungen und Mädchen gemeinsam feiern, sich manchmal sogar berühren. Als Lena ihrer Freundin einmal nach langem hin und her doch auf eine solcher Partys folgt, trifft sie auf Alex. Alex mit den Haaren, die wie Herbstlaub leuchten und den hellen bernsteinfarbenen Augen. Alex, der Lena zeigt, wie man tanzt und sich gerne mit ihr unterhält.

Erst ist Lena skeptisch, aber als Alex ihr eine Narbe zeigt, die beweist, dass er schon operiert ist, lässt sie sich doch auf ihn ein. Sie trifft sich immer häufiger mit ihm, hat Spaß und erlebt zum ersten Mal etwas, das sie bisher noch nicht kennt: das Gefühl der Liebe. Als Alex Lena zeigt, wie sehr ihr Leben von der Gesellschaft eingeschränkt wird, beginnt sie zu begreifen, dass das System vielleicht doch nicht so gut ist, wie sie immer dachte. Dass die Liebe vielleicht doch nicht so schlecht ist, und es besser ist, als den Eingriff zu bekommen und zu einem gefühlslosen Erwachsenen zu werden. Aber Lena kann sich nicht gegen den Eingriff wehren, wenn sie weiterhin leben will...

***************** Meine Meinung: ******************
Mein erster Eindruck, als ich den Klappentext gelesen habe, war einfach nur "Wow". Ich fand die Idee, die Lauren Oliver hatte, ganz toll, denn schon oft haben Menschen unter der Liebe gelitten, für viele war sie bereits mehr als nur einmal eher Fluch als Segen. Dass eine Gesellschaft die Liebe in Zukunft als schreckliche Krankheit deklarieren und ein Heilmittel dafür suchen würde, erschien mir gar nicht so abwegig. Ich war sehr gespannt, wie die Autorin ihre Idee umsetzen würde und habe voller Erwartungen begonnen, das Buch zu lesen.

Bereits die ersten Kapitel konnten mich überzeugen, denn sie sind interessant und versprechen dem Leser mehr. Die kurzen Auszüge aus dem Buch "Psst" zu Beginn jedes Kapitels sind schön zu lesen, und geben ein klein wenig Einblick in die Welt, in der Lena lebt. Ein kleiner Kritikpunkt meinerseits ist aber, dass die Autorin die Welt, die sie erfunden hat, eigentlich nur hinsichtlich der Krankheit beschreibt, nicht aber in Bezug auf Technik und Fortbewegung oder ähnliche Dinge. Da der Roman weit in der Zukunft spielt, hätte ich es besser gefunden, wenn auch andere Entwicklungen der Gesellschaft beschrieben wären, denn so bekommt man meiner Meinung nach nicht allzu viel Einblick in die Welt. Natürlich ist die Krankheit Amor deliria nervosa jene Krankheit, die das gesamte Denken und Handeln der Menschen beeinflusst, aber trotzdem haben mir an dieser Stelle weitere Beschreibungen der Gesellschaft gefehlt, die in anderen dystopischen Romanen viel häufiger vorkommen.

Nichtsdestotrotz habe ich den Roman gerne weitergelesen und verfolgt, wie Lena sich im Laufe der Zeit entwickelt. Lena ist ein außerordentlich starker Charakter, der der Autorin gut gelungen ist. Die 17jährige hält das System zu Beginn für gut, freut sich regelrecht auf ihren Eingriff und ist schockiert, wie rebellisch sich ihre beste Freundin Hana verhält. Eine lange Zeit sprechen die beiden nicht einmal mehr miteinander, weil Lena die Rebellion ihrer Freundin nicht nachvollziehen kann. Erst mit der Zeit, und als Lena auf Alex trifft, beginnt ihre so starke Fassade und ihre Persönlichkeit leicht zu bröckeln. Lena fragt sich immer wieder, ob das System denn tatsächlich alles richtig macht, und ob es nicht auch noch andere Werte gibt, auf die man setzen sollte. Was spricht gegen die verbotene Musik? Und warum darf man sich nicht mit Jungs treffen, wenn man sich doch so gut mit ihnen unterhalten kann? Sehr gut gefallen hat mir auch, dass Lena immer wieder in ihre alten Muster zurückfällt, plötzlich doch wieder extrem viel Angst hat, sich mit Alex zu treffen - sich ihrer neu gebildeten Meinung dann aber wieder völlig sicher ist. Das zeigt, wie langsam die innere Wandlung von Lena vonstatten geht, ist aber äußerst plausibel. Als Leser beobachtet man ihre Persönlichkeitsentwicklung sehr gern.

Auch die anderen Charaktere, allen voran Hana, konnten mich überzeugen. Ich fand die Beschreibung der Figuren war nicht zu ausführlich und man konnte sich trotzdem etwas unter den einzelnen Personen vorstellen. Jeder Charakter sein eigenen Persönlichkeits- merkmale, die ihn als besonders kennzeichnen. Ich hoffe sehr, im zweiten Teil mehr über die einzelnen Figuren zu erfahren, besonders, wie es mit Hana weitergeht, die ja eigentlich auch schon gemerkt hat, dass das System, in dem sie lebt, doch nicht das Wahre ist. Hier könnte es auch sein, dass die Kurzgeschichte mit dem Titel "Hana", die im Frühjahr nur als eBook erscheint, einige Informationen bereithält. Ich bin schon sehr gespannt, denn ich habe die beste Freundin von Lena wirlich sehr liebgewonnen!

Nach einem etwas langwierigen Mittelteil (der aber absolut notwendig war), indem Lena in ihrer Persönlichkeit stärker wird, sich in Alex verliebt und wieder mit Hana spricht, kommen gegen Ende viele Überraschungen zutage. Ich hätte mit vielen der Wendungen überhaupt nicht gerechnet, aber am Schluss überschlagen sich die Ereignisse regelrecht. Ich konnte das Lesen zu diesem Zeitpunkt aufgrund der unaufhörlichen Spannung gar nicht mehr unterbrechen, außer es war unbedingt nötig. Das Ende selbst ist ein absoluter Cliffhanger, der den Leser sehr neugierig auf den zweiten Teil macht - und ihn nur ein klein wenig enttäuscht zurücklässt.

***************** Bewertung: ******************
Insgesamt ist "Delirium" ein spannender Auftakt zu einer neuen Trilogie, der den Leser am Schluss völlig entgeistert zurücklässt. Der Autorin ist die Geschichte gut gelungen, sie hat jedoch auf einige für mich wichtige Einzelheiten vergessen. Trotzdem verfolgt man die Entwicklung von Lena gern, kann den gemeinen Cliffhanger gerade noch so verkraften und hofft, dass der zweite Teil bald erscheint und viele Fragen klärt. Für diesen Roman vergebe ich gute 4 Sterne.
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TOP 1000 REZENSENTam 9. November 2011
Der erste Satz: Es ist jetzt vierundsechzig Jahre her, dass der Präsident und das Konsortium die Liebe als Krankheit identifiziert haben, und vor dreiundvierzig Jahren haben die Wissenschaftler ein Heilmittel dagegen entwickelt.

In diesem USA der Zukunft gibt es nur noch zwei Sorten von Menschen. Potenziell Gefährdete, die an Amor Deliria Nervosa ("Liebe") erkranken können und Geheilte, alle Personen ab 18, die nach einem operativen Eingriff am Gehirn geben die Liebe immun sind.
Lena steht kurz vor ihrem 18. Geburtstag. Sie zählt die Tage bis zu ihrem Eingriff. Denn wie allen Menschen wurde ihr von klein auf eingebläut, dass eine Infizierung mit der Liebe zuerst einen schreckliche Krankheitsverlauf und danach den Tod bedeutet. Ein Treffen mit dem anderen Geschlecht, vor allem, wenn der Junge nicht bereits immun ist, ist für sie unnatürlich und falsch. Aber wenn Lena ehrlich zu sich ist, sieht sie auch die Probleme der Gesellschaft ganz deutlich. Die Abstumpfung der Gefühle, die der Eingriff mit sich bringt. Als sie Alex kennenlernt, gerät sie in eine echte Zwickmühle. Soll sie, laut Regierung, verantwortungsbewusst handeln? Kann sie überhaupt noch anders, als in den vorgelegten Normen denken? Und was sagt ihr Herz dazu?

Dystopien sind nach wie vor im Trend. Sie sind mittlerweile fast so zahlreich, wie Muscheln am Strand. Für einzelne Bücher wird es immer schwieriger mit ihrer Thematik aus der Masse herauszustechen. Doch ab und zu wird eine besondere Muschel an den Strand gespült. Sie enthält dann eine glänzende Perle - wie "Delirium"!

Beginnt man mit dem Lesen, wird einem im ersten Kapitel klar, dass hier zu den üblichen dystopischen Szenarien (wie absolute Kontrolle, Resignation, Grenzschließung, gesellschaftlichen Restriktionen und Gewalt) noch ein ganz entscheidender Faktor hinzukommt. Nämlich die bewusste Entfernung der Liebe und die Akzeptanz dieses Eingriffs durch die Gesellschaft. Dieses Thema ist neu, unmöglich vorstellbar und wunderbar provokativ. Liest man dann, dass diese operative Maßnahme nicht nur die Liebesbeziehung zwischen Mann und Frau sondern auch Eltern und Kindern, Geschwistern und Freunden zerstört, bleibt einem schon nach den ersten Seiten desöfteren der Mund offen stehen.

"Das ist eine der Kehrseiten des Eingriffs: Ohne die Deliria nervosa ist manchen Leuten die Vorstellung Eltern zu werden, zuwider. Glücklicherweise gibt es nur selten Fälle ausgeprägter Ablehnung - in denen ein Elternteil unfähig ist, eine normale, pflichtgemäße und verantwortungsvolle Bindung zu seinen Kindern aufzubauen, und sie schließlich ertränkt, ihnen die Luft abdrückt oder sie totschlägt, weil sie weinen." S. 11/12

Ja, das ist wahrlich keine leichte Kost! Verdeutlicht wird das alles durch ein herrlich eingängige Sprache, sie stellenweise ihresgleichen sucht und für so manches Gänsehautgefühl verantwortlich ist. Textstellen, Gedichte und Zitate, meist aus von der Regierung genehmigten Büchern, schmücken jeden Kapitelanfang und setzten hier dem Lesegefühl noch ein Krönchen auf.
Lena erzählt die Geschichte komplett aus ihrer Sicht (Ich-Form). So ist die Handlung sehr geradlinig, nicht kompliziert, aber keinesfalls vorhersehbar. Manche Wendungen bringen einen dazu, erstmal tief durchatmen zu müssen.
Dabei ist es wirklich nicht so, als würde einen die Geschichte von einer atemlosen Actionszene in die nächste werfen. Im Gegenteil, die Handlung ist eher ruhig, oft sogar melancholisch. Hin und wieder gibt es besondere Spannungsspitzen, diese sind dann für die Handlung wie das Tüpfelchen auf dem i und sorgen für die nötige Abwechslung.

Doch wo Leid ist, ist auch Freud (oder war das andersherum?). So darf auch bei "Delirium" eine gut verpackte und wohldosierte Liebesgeschichte nicht fehlen. Und mit gut verpackt ist nicht gemeint, dass Lena sofort aus ihrer antrainierten Haut springt und sich Lover Alex an den Hals wirft, dabei alle fadenscheinige Erziehung über Bord wirft und sofort ein komplett neuer Mensch ist. Nein. Natürlich ist es für Lena eine Horrorvorstellung, nur mit einem Jungen zu reden, vor allem, da sie noch nicht geheilt ist und so für sie die Gefahr einer Liebesinfizierung groß ist. Darum wirkt die langsame Annäherung zwischen Lena und Alex authentisch, aber auch kribbelig. Wohldosiert ist die Liebesgeschichte, weil sie sich perfekt in die Handlung einfügt. Nicht zu viel und nicht zu wenig. Dafür aber sehr herzerwärmend niedlich!
Lena und Alex überzeugen beide als Charaktere. Lena, die sich ängstlich und verschüchtert schlussendlich an die Oberfläche kämpft. Und Alex, der mit seiner lieben und vorsichtigen Art für Lena der Anker wird, den sie braucht. Alle weiteren Nebencharaktere passen hervorragend zur Geschichte. Man entwickelt Sympathien und vor allem Antipathien.

"Ein Teil von mir würde am liebsten sagen: Scheiß drauf, sich auf den Sattel setzen und den Berg hinunter aufs Wasser zufliegen, während der Wind die Haare zerzaust - scheiß auf die Ausgangssperre, scheiß auf die Aufseher, scheiß auf alles. Aber ich kann nicht; ich könnte es nicht; ich könnte es niemals. Ich habe keine Wahl. Ich muss nach Hause." S. 84

Auch dieses Buch sorgt für (schwer zu akzeptierende) Überraschungen. So kann es sein, dass man sich gerade gegen Ende zufrieden zurücklehnt, dass die Geschichte in trockenen Tüchern scheint und man dann, auf harte Weise, eines Besseren belehrt wird.
Das Ende ist filmreif, sehr actionlastig und emotional. Sensibelchen sollte die Taschentücher in Reichweite haben. Und nun heißt es sicherlich noch ein Jahr warten, und das wird ein langes Warten! Nach einem gemeinen Cliffhanger am Schluss wird die Geduld auf eine wirklich harte Probe gestellt.

Persönliches Fazit
Hätte ich "Delirium" im Delirium gelesen, hätte ich wohl einiges verpasst! Dieses Buch verdient keinen Verwirrtheitszustand. Lest es! Lest es mit wachem Verstand und offenem Herzen. Lasst euch schockieren, bezaubern und wieder erden. Wäre ich nicht schon lange infiziert, hätte ich garantiert jetzt die Amor Deliria Nervosa (ups, das klingt hier alles total nach Werbetext, aber ich kann nicht anders!). "Delirium" ist eines meiner Top-Titel 2011 und erhält verdiente 5 Sterne!

© Damaris liest.
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am 3. Februar 2013
Dieses Buch ist einfach nur… Wow!
Ich habe schon einige Dystopien gelesen, doch dieses ist mit Abstand das Beste!
Die Idee, dass Liebe als Krankheit angesehen wird, finde ich richtig gut.
Und Lauren Oliver beschreibt wirklich realistisch, wie sich Lena fühlt. Es wird nur aus ihrer Sicht erzählt, und man kann nachvollziehen, warum sie denkt, dass Liebe eine Krankheit ist- und am Schluss den Tod bringt.
Sehr authentisch beschreibt die Autorin, wie Lena langsam beginnt, das System zu hinterfragen. Man fiebert einfach nur mit, und hofft, dass Alex und Lena sich gegen die Macht der Regierung durchsetzen können. Ich sage nur so viel: Die ein oder andere Träne ist nur schwer zu unterdrücken.

Der Schreibstil ist flüssig und leicht zu lesen. Ich habe das Buch verschlungen und konnte es nicht aus der Hand legen. Ich liebe die Geschichte von Lena und Alex! Es ist wirklich schön geschrieben, wie Lena langsam anfängt, das schöne und unbeschreibliche Gefühl der Liebe zu entdecken- in einer Welt, in der das Schicksal es nicht gut mit ihr und Alex meint…

Dieses Buch macht süchtig und man möchte nach dem letzten Satz sofort mit dem zweiten Band anfangen- was ich jetzt auch tun werde;).
Lest es!
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am 22. Mai 2012
"Most things, even the greatest movements on earth, have their beginnings in something small. An earthquake that shatters a city might begin with a tremor, a tremble, a breath. Music begins with a vibration."

"Delirium" lag lange ganz oben auf meinem "Stapel ungelesener Bücher" und ich könnte mich dafür selbst kneifen. Wenn es auch auf eurem "SUB" liegt, legt es ganz nach oben und lest es direkt nach dem Buch das ihr gerade zu Ende lest! Ihr werdet es nicht bereuen und es wird euch so fesseln, dass ihr es nicht mehr aus der Hand legt und ihr in weniger als zwei Tagen die letzte Seite umblättert und nach "Pandemonium" greift. Versprochen!

"Delirium" spielt in einer Welt, in der die "Liebe" zu einer tödlichen Krankheit erklärt wurde: "Armor Deliria Nervosa". Wissenschaftler haben jedoch ein Mittel dagegen gefunden. Kurz vor Lenas 18. Geburtstag soll sie "geheilt" werden. Doch als sie Alex kennenlernt, wird sie infiziert und würde eher sterben, als sich von der Liebe heilen zu lassen.

Die Idee zu "Delirium" fand ich einfach toll, deswegen landete das Buch auch überhaupt erst auf meinem SUB. Ich glaube aber die Angst, das eine so tolle Idee nicht gut umgesetzt wurde, ist der Grund warum es lange auf dem SUB liegen blieb. Falls es euch genauso geht, keine Angst. Lauren Oliver hat es geschafft, die Idee nahezu perfekt umzusetzen. Die Welt die sie geschaffen hat fühlt sich real an, und in Lena (die Ich-Erzählerin) kann man sich sehr gut hineinversetzen. Man lebt mit ihr, fühlt mit ihr, verliebt sich mit ihr, liebt mit ihr und leidet mit ihr.

"Delirium" ist mir sehr zu Herzen gegangen und ich werde mir mit dem zweiten Teil ("Pandemonium") auf keinen Fall so viel Zeit lassen bis ich ihn lese. Vor allem nicht, nach dem tragischen Ende das soo viele Fragen offen lässt.

"I remember being very young and watching Rachel build a sand castle at the beach. She must have worked on it for hours, using different cups and containers to shape towers and turrets. When it was done it looked perfect, like it could have been made out of stone. But when the tide came in, it didn't take more than two or three waves to dissolve its shape entirely."
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VINE-PRODUKTTESTERam 17. Mai 2012
Liebe ist ein Krankheit und endet immer tödlich. Ohne Ausnahme. Früher wussten es die Menschen nicht und verliebten sich ständig. Wollten es sogar. Liebe. Hat nur Tod und Verderben gebracht. Zum Glück gibt es ein Heilmittel. Seit dreiundvierzig Jahren. Nur ein kleiner Eingriff und man ist für immer von der Liebe geheilt. Es ist besser, wenn man einen Partner zu geteilt bekommt. Einen perfekt auf dich abgestimmten Partner. Dein ganzes Leben ist dann perfekt.
Für Lena zählt nichts mehr als ihr Eingriff. Ihre Erlösung. Erst wenn sie ihren Eingriff hinter sich hat, wird alles gut. Dann kann nichts mehr schief gehen. Sie ist nicht wie ihre Mutter oder ihre Schwester. Sie möchte nichts mehr als diesen Eingriff. Bis zu einer Begegnung, die alles verändert - Alex.
Und ganz langsam, immer einen kleinen Schritt nach dem anderen, verfällt Lena der Krankheit Amor Deliria Nervosa - Liebe!
Zäune die vorher Sicherheit versprachen, versperren nun den Weg in die Freiheit. Und die Zeit rennt, viel zu schnell und unaufhaltsam, bis es fast zu spät ist.

Als ich Delirium gelesen habe, war ich vollkommen fasziniert. Fasziniert von der Welt in der Lena leben muss. Liebe als Krankheit und sogar tödlich zu bezeichnen, ist eine sehr interessante Idee.
Zu Anfang muss ich sagen, dass ich ein paar kleine Schwierigkeiten mit Lena hatte bzw. mit ihrem Verhalten. Was jedoch nicht mit Lena an sich oder mit dem Schreibstil von Lauren Oliver zusammen hing, sondern weil ich in die Welt von Lena erstmal so richtig eintauchen musste, um die Gedankenstränge verstehen zu können.
Nachdem ich mich gedanklich und gefühlsmäßig damit angefreundet habe und das Leben der Menschen in Lenas Welt besser verstanden und nachvollziehen konnte, war es wie ein Paukenschlag und ich regelrecht gefesselt.
Die Spannung steigt spürbar von Seite zu Seite, zum Ende hin ist es kaum noch auszuhalten und am Schluss bleibt man Atemlos und Fassunglos zurück. Eine bittersüße Mischung.
Aber auch die Entdeckungen und Erfahrungen, die Lena macht, machen das Buch zu etwas ganz Besonderem.
Lena wächst einem immer mehr ans Herz. Die Entwicklung, die sie in dem Buch macht, lässt sie zu einem wundervollen Charakter werden und man ist sich absolut sicher, dass sie noch so viel mehr in ihr steckt.
Aber auch andere Figuren in dem Buch haben viel zu bieten. Bei manchen ist die Veränderung, die sie nach dem Eingriff gemacht haben, beängstigend und doch faszinierend. Man fragt sich oft als Leser, wie so etwas möglich ist und ob es nicht doch einen Weg aus dieser Leere gibt.
Aber auch die andere Charaktere überzeugen durch ihre Persönlichkeit, ihre Abenteuerlust und ihre Handlungen.
Ein weiterer Pluspunkt in dem Buch ist Lauren Olivers Schreibstil. Leicht und leise erzählt sie das Leben mit der Krankheit Amor Deliria Nervosa und lässt dabei eine so bildhaftschöne Geschichte entstehen, die definitiv nach mehr verlangt.
Der Schluss lässt das Herz einige Schläge aussetzen. Ich war fassungslos und wollte mehr, so konnte es doch nicht enden. Es lässt einen nachdenklich zurück und lässt die Frage aufkommen, wie weit man für seine Freiheit gehen würde.

Ich bin infiziert. Ich bin Delirium voll und ganz verfallen. Bin wie eine Süchtige, die den nächsten Teil kaum erwarten kann. Von mir gibt es eine absolute und uneingeschränkte Leseempfehlung.
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IHRE REZENSION:

Der Teufel stahl sich in den Garten Eden. Er trug den Samen der Krankheit - Amor deliria nervosa - bei sich. Das Samenkorn wuchs und gedieh und wurde zu einem herrlichen Apfelbaum, der Äpfel trug, so leuchtend rot wie Blut." S. 27

Inhalt:

Lena wird in knapp drei Monaten 18 und sieht der Heilungsoperation für Amor deliria nervosa entgegen, der Heilung von der schlimmsten Krankheit überhaupt: der Liebe. Gemeinsam mit ihrer besten Freundin Hana lebt sie seit ihrer jüngsten Kindheit streng nach den Regeln der Gesellschaft. Bis zur Operation ist der Kontakt zwischen "ungeheilten" Jungen und Mädchen aufgrund der Ansteckungsgefahr verboten. Doch dann trifft sie auf den etwas älteren Alex, dessen großes Geheimnis sie Stück für Stück in eine völlig neue Welt entführt. Lena wird immer mehr bewusst, dass auch sie sich infiziert hat. Doch ist die Infektion wirklich der Tod? Was ist richtig, was ist falsch? Und die Zeit bis zu ihrer vermeintlichen Heilung rinnt dahin.
'

Meine Meinung:

"Es ist jetzt 64 Jahre her, dass der Präsident und das Konsortium die Liebe als Krankheit identifiziert haben und vor 43 Jahren haben die Wissenschaftler ein Heilmittel dagegen entwickelt."

Schon beim ersten Satz läuft einem das Frösteln über den Rücken. Doch erst im Laufe dieses Buches erkennt man die wirklichen Folgen der Heilung. Der Leser wird nach und nach in diese düstere Gesellschaft gezogen, erfährt immer mehr Details über diese gleichgültige Welt. Eine Welt, in der "Romeo und Julia" als Pflichtlektüre im Gesundheitsunterricht zur Abschreckung dient. Eine Welt, in der Kinder ihre Mütter lieben, ihre Liebe aber niemals erwidert wird. Eine Welt, in der diese drei Worte eine der Todsünden darstellen: "Ich liebe dich".

Die Protagonisten:

Lena Haloway ist ein "gebranntes Kind", was die Deliria angeht. Ihre Mutter beging Selbstmord, weil die Krankheit sie nach drei erfolglosen Operationen um den Verstand gebracht hat. Sie ist geplagt von Selbstzweifeln und freut sich, dass sie durch die Partnervorgabe überhaupt jemanden "abbekommt". Sie ist sich sicher, dass die Gesellschaft richtig handelt, erklärt alles mit den Worten der Lehrbücher, weil sie befürchtet, dass die Krankheit vererbt werden könnte.

Durch den zu Beginn sehr geheimnisvollen Hauptprotagonisten Alex bekommt sie auch die andere Seite zu sehen. Alex hat eine andere Welt kennengelernt und sieht auch Lena mit anderen Augen. Diese Zuneigung lässt Lena aufblühen. Während die Infektion immer weiter in ihr voranschreitet, häufen sich die Zweifel an der Gesellschaft. Lena entwickelt sich von einem Menschen, der sogar vor sich selbst Angst hatte, zu einem Menschen mit eigenem Willen.

Zum Schreibstil:

Das Buch wird aus Lenas Perspektive erzählt. Der Leser ist sofort mitten in der Geschichte, Lenas Namen erfährt er erst nach einigen Seiten in einem Nebensatz. Die Autorin beschreibt alles sehr detaillliert und arbeitet sehr viel mit Vergleichen.

'Delirium' ist keinesfalls kompliziert zu lesen, aber auch nicht sehr kurzweilig. Aufgrund der vielen Beschreibungen und Details ist es sicherlich kein Buch für 'nebenbei'.

Urteil:

Die Geschichte von "Delirium" ist fesselnd und anders. Sie zieht einen definitiv in den Bann und ich habe mit Lena der Infektion quasi entgegengefiebert. Doch leider wurde mir der Verlauf der Krankheit irgendwie zu heftig. Ich bin mir bewusst, dass jemand, der noch niemals auch nur den Hauch von Liebe und Zuneigung erhalten hat, überschwänglicher reagiert als du und ich.
Aber Sätze wie

"Der Wind wispert Alex' Namen und das Meer wiederholt ihn... Alles, was ich sehe und berühre, erinnert mich an Alex und deswegen ist alles, was ich sehe und berühre, vollkommen."

sind mir persönlich zuviel.

Wem diese Art Romantik aber zusagt, der lese dieses Buch SOFORT. Denn die Geschichte ist interessant, teilweise vorhersehbar, aber dennoch spannend.

"Delirium" erhält von mir 4/5 Bücher.

~~~~~~~~~~~~~~~~

SEINE REZENSION:

Die gefährlichsten Krankheiten sind die, die einem das Gefühl geben, gesund zu sein.
S. 7

Inhalt:

Portland ist Lena's Heimatstadt. Sie lebt hier mit Grace und Jenny, den Töchtern ihrer Cousine, bei Carol und William, Lena's Tante und Onkel. Ihre Mutter ist vor Jahren verstorben.

Vor 64 Jahren wurde die tödlichste aller Krankheiten überhaupt identifiziert. Amor deliria nervosa - die Liebe. Ein Heilmittel wurde vor 43 Jahren entwickelt. Hierbei handelt es sich um einen Eingriff im Gehirn. Nach dem Eingriff ist man gegen die Liebe immun. Der Eingriff darf allerdings wegen evtl. Nebenwirkungen nur an Volljährigen durchgeführt werden.

Lena's Eingriff wird in 95 Tagen stattfinden. Gemeinsam mit ihrer besten Freundin Hana fiebert sie diesem entgegen. Bei ihrer Evaluierung kommt es dann jedoch zu einem Zwischenfall.

Hat der geheimnisvolle Fremde, der das Chaos von der Tribüne aus beobachtet, etwas damit zu tun?

Lena und Hana sind leidenschaftliche Läuferinnen. Bei einem gemeinsamen Lauf treffen sie auf Alex. Alex ist der Junge von der Tribüne...

Die Freundschaft von Lena und Hana wird in den Sommerferien auf die Probe gestellt. Währendessen lernt Lena Alex besser kennen. Und damit auch eine andere Welt...

Meine Meinung:

Die Idee hinter der Geschichte fand ich gut! Man muss sich vorstellen, dass man in eine Welt hineingeboren wird, in der es keine Liebe gibt... Dass man Menschen, mit denen man seine Jugend verbracht hat, von einen auf den anderen Tag nicht mehr kennt und sich nicht mehr erinnert... Seinen Partner kann man nicht mehr frei wählen... Ein schlimmes Szenario!

Den Schreibstil habe ich grundsätzlich als gut empfunden. Zwischendrin hatte ich jedoch ab und zu Probleme, der Geschichte zu folgen. Ich kann es schwer beschreiben. Irgendwie hatte ich teilweise das Gefühl, an einigen Stellen förmlich "kleben" zu bleiben und nicht weiterzukommen. Im Endeffekt kann man darüber aber hinwegsehen.
Man spürt auf jeden Fall beim Lesen, dass die Autorin nicht wild drauflos geschrieben hat und die Story gut durchdacht und ausgereift ist.
Die Charaktere sind gut getroffen und man lernt sie gut kennen.

Also wirklich insgesamt gute Unterhaltung :-)

Die Protagonisten:

Lena
Lena ist die Hauptfigur in der Geschichte. Sie durchläuft auch die größte Entwicklung. Anfangs ist sie noch das kleine, und sagen wir mal, naive Mädchen. Zum Ende hin ist Lena eine selbstbewusste junge Frau, die ihre eigene Gefühlswelt entdeckt hat. Ein gut dargestellter Charakter!

Hana
Hana ist Lena's beste Freundin. Sie ist hübsch, flippig und testet ihre Grenzen aus. Wenn sie Grenzen überschreitet, dann nur geringfügig, um schnell wieder in die Normalität flüchten zu können.
Alles in allem aber eine Freundin, "mit der man Pferde stehlen kann"...!

Alex
Ihn umgibt eine geheimnisvolle Atmosphäre. Und tatsächlich hat er auch ein Geheimnis! Alex gelingt es, Lena ihre Gefühle aufzuzeigen und sie damit sozusagen zu infizieren. Alex ist ein sehr sympathischer Charakter.

Urteil:

Mit "Delirium" ist der Autorin ein wirklich schönes Werk mit einer spannenden Hintergrundstory gelungen. Die kleinen Holprigkeiten kann man durchaus verzeihen. Das Ende ist gemein, aber gut! Es ist meiner Meinung nach kein Must-Read, aber alles in allem ein gutes Buch mit einer unterhaltsamen Geschichte. Insofern vergebe ich 4/5 Büchern und bin auf die Fortsetzung gespannt.
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am 26. Februar 2012
"Man kann nicht glücklich sein, ohne auch manchmal unglücklich zu sein..."

Nachdem mich Lauren Oliver bereits mit "Wenn du stirbst, zieht dein ganzes Leben an dir vorbei, sagen sie" überzeugen konnte, habe ich "Delirium" förmlich herbeigesehnt. Wieder einmal hat die Autorin bewiesen, welch großes Talent in ihr schlummert. Sie schreibt einfühlsam, federleicht und man muss ihren Schreibstil einfach mögen. Die Idee, dass Liebe eine Krankheit (Amor Deliria Nervosa) ist, ist nicht neu, allerdings wurde das Thema noch nie so schön und einfühlsam besprochen, wie in diesem Buch. Die Geschichte wird in der Ich-Perspektive der 17-jährigen Lena erzählt.

Die Art und Weise, wie die Einwohner der Stadt, die Labore und die Umgebung beschrieben wird, ist sehr detailliert, sodass ich mir alles genau bildlich vorstellen konnte. Die Umstände sind für die Einwohner schwer, sie müssen täglich mit einer Razzia rechnen und werden wie Tiere in der Stadt eingesperrt, ohne es wirklich zu merken. Das Internet wird kontrolliert, Musik, Bücher und Gedichte, in denen die Liebe thematisiert sind, sind für die Einwohner verboten. Jugendliche unter 18 müssen dazu noch mit einer strengen Ausgangssperre leben. Menschen, die die Liebe dennoch in sich spüren, werden weggesperrt, umgebracht und im Falle von Jugendlichen, werden die Eingriffe einfach früher vorgenommen.

Die Charaktere können unterschiedlicher nicht sein.
Lena musste in ihrem Leben schon immer kämpfen. Ihr Vater ist früh gestorben und ihre Mutter hatte die Krankheit in sich und musste den Eingriff mehrfach über sich ergehen lassen. Dadurch wuchs Lena, zusammen mit ihren Geschwistern, bei ihrer Tante und ihrem Onkel auf. Sie hat mit Hana nur eine wirklich gute Freundin. Während Lena sich an die Gesetze hält, ist ihre beste Freundin Hana eine kleine Rebellin, die illegale Musik hört und trotz allem noch an die Liebe glaubt. Auch wenn die beiden Mädchen noch so unterschiedlich sind, halten sie zusammen. Es fiel mir zunächst schwer, mich an Lena und Hana zu gewöhnen, beide waren mir trotz der Unterschiede zunächst zu glatt und oberflächlich, dies wurde aber während der Geschichte immer besser. Vor allem Lena wächst immer mehr über sich hinaus. Sie erkennt das System und rebelliert gegen ihre Familie und den Behörden.
Alex habe ich dagegen sofort in mein Herz geschlossen. Er ist mutig, entschlossen und durchschaut die Gesetze und Umstände in der Stadt. Durch seine Erfahrungen und seiner Herkunft wirkt er vollkommen anders und erwachsener als andere. Die Annäherung zwischen Alex und Lena ist zaghaft und sehr beherrscht. Während Alex hier den lockeren Part übernimmt, ist Lena sehr ängstlich und zurückhaltend, stellenweise sogar naiv, wenn man hier ihre Gedanken betrachtet. Allerdings geben zusammen ein gutes Paar ab, dem man nur das Beste wünscht, auch wenn sämtliche Umstände gegen die Beiden sind.

Allerdings geht es in "Delirium" nicht nur um die Liebesgeschichte, sondern auch um das System der USA und wie sie versuchen, die Liebe aus den Menschen zu löschen. Die Eingriffe werden als harmlos geschildert, sind aber alles andere als ungefährlich. Auch Lenas komplette Familiengeschichte wird hier ausführlich thematisiert.

Einen weiteren Pluspunkt gibt es für die Sprecherin. Annina Braunmiller kennt man bereits als Synchronsprecherin von Kristen Stewart und den Twilight Hörbüchern. Ihre Stimme wirkt sanft, leicht, zerbrechlich und dennoch entschlossen. Sie verkörpert Lena nahezu perfekt und beherrscht sämtliche Emotionen, die für dieses Geschichte nötig sind.

Insgesamt konnte mich "Delirium" schnell in seinen Bann ziehen. Die Charaktere und Atmosphäre sind so interessant und spannend, dass ich dieses Hörbuch nur schwer pausieren konnte. Ich kann die Fortsetzung "Pandemonium" kaum noch erwarten. Absolut empfehlenswert!
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am 8. Februar 2012
Nein!
So kann sie es doch nicht enden lassen. Fassungslos sass ich im Auto als der letzte Satz von "Delirium" verklungen war.
Da ich nicht wusste, was mich bei diesem Buch erwartet, habe ich es mir als Hörbuch runtergeladen. Ich hatte bei audible.com noch einige "credits" und entschied mich daher für die US Version, mittlerweile wünschte ich mir, ich hätte das Buch gekauft, auch wenn die Lesung von Sarah Drew hervorragend war!

"Amor Deliria Nervosa" so nennt man die Krankheit in Lenas Welt. Sie ist hoch ansteckend und so gefährlich, dass man die Bevölkerung um jeden Preis davor schützen muss.
Portland, USA, irgendwann in der Zukunft - Gefühle sind unerwünscht, Liebe die Gefahr Nummer 1, alles ist streng geregelt. Um die Menschen zu kontrollieren, unterzieht sie die Regierung an ihrem 18. Geburtstag einer Prozedur, in dem der Teil des Gehirns zerstört wird, der für Gefühle zuständig ist. Danach bekommt man einen Partner zugewiesen, mit dem man den Rest seines Lebens verbringen muss. Keine Gefühle - keine Probleme.
Menschen, die sich dieser Prozedur widersetzen und somit der Krankheit "Liebe" verfallen - 'Invalids' - müssen mit allen Mitteln bekämpft und ausgelöscht werden.

Lena fiebert dem Tag ihres Eingriffes regelrecht entgegen, denn das Leben soll danach so viel einfacher werden. "Erst wenn Instinkte und Emotionen kontrolliert werden, können sie glücklich, grosszügig und gut sein". Vor ihr liegt nur noch ein Sommer, den sie hinter sich bringen muss und dann ist sie geheilt, die Gefahr gebannt, dass sie so wird wie ihre Mutter, die sich wegen dieser schrecklichen Krankheit das Leben genommen hat.

Doch dann trifft sie eines Tages auf Alex und ihr Leben gerät aus den Fugen. Lena ist es gewohnt, die Gesetze einzuhalten, der Regierung zu glauben. Gefühle sind schlecht! Mit einem Jungen alleine zu reden verboten. Aus gutem Grund! Doch wieso fühlt sie plötzlich ganz anders? Wieso merkt sie, dass etwas an diesen Regeln nicht stimmen kann? Wieso tut sie plötzlich Dinge, die sie nie tun wollte?

Nach und nach wacht Lena auf und erkennt die Manipulationen ihrer Umgebung, erkennt, was der Eingriff wirklich mit einem Menschen macht, erkennt die Lügen und die Brutalität des Regimes und verzweifelt fast an der Gleichgültigkeit der Erwachsenen, niemand kämpft, niemand wehrt sich. So will sie nie werden! Und sie wehrt sich!

Lauren Oliver hat hier ein wahrlich düstere Welt erschaffen und eine Dystopie, die einen, wenn man erst einmal "drin steckt", nicht wieder loslässt. Sie erzählt lebendig und mitreissend, zeitweise hatte ich das beklemmende Gefühl, selbst in dieser Gesellschaft zu stecken. In Zeiten, in denen Regierungen ihre Bürger immer weiter kontrollieren wollen (Acta lässt grüssen), fragt man sich, was passieren muss, damit alles noch einen Schritt weiter geht.
Die Geschichte beginnt langsam, nach und nach entfaltet sich die Handlung bis es am Ende zu einem Showdown kommt, bei dem man gar nicht so schnell lesen/hören kann, wie man möchte.

Zum Glück erscheint der zweite Teil dieser Reihe diesen Monat (in Englisch) und ich muss nicht so lange warten, um herauszufinden, wie es mit Lena weitergeht.

Solange beschäftige ich mich mit einem Gedicht, das eine zentrale Rolle in "Delirium" spielt und in Lenas Welt natürlich verboten ist:

I carry your heart with me (I carry it in my heart)
I am never without it (anywhere i go you go ,my dear;
and whatever is done by only me is your doing, my darling)
I fear no fate(for you are my fate,my sweet)
I want no world(for beautiful you are my world,my true)
and it's you are whatever a moon has always meant
and whatever a sun will always sing is you

Here is the deepest secret nobody knows
(here is the root of the root and the bud of the bud
and the sky of the sky of a tree called life; which grows
higher than the soul can hope or mind can hide)
and this is the wonder that's keeping the stars apart'

I carry your heart (I carry it in my heart)

E.E. Cunnings
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am 15. Dezember 2011
Ich habe das Buch schon vor Monaten bei Amazon entdeckt und hatte sofort gemischte Gefühle: Einerseits hörte sich diese verbotene und scheinbar unmögliche Liebe wie Musik in meinen Ohren an, wiederrum ist es eine Dystopie.
Ich bin kein Fan dieses Genres, da mein Herz sich allein bei der Vorstellung in so einer perfekt geplanten und völlig überwachten Welt zu leben verkrampft.
Trotzdem nahm ich das Buch in die Hand und wurde bald überrascht: Das Buch liest sich flüssig, besonders nachdem der männliche Part in Lenas Leben tritt.
Zwei Nebencharaktere machen außerdem Lust auf die Fortsetzungen "Pandemonium" und "Requiem". Lenas beste Freundin Hanna - ein Teenager, der sich gegen das System wehrt, auf illegale Partys geht, aber sich überraschenderweise gegen Lenas Vorschlag entscheidet in die Wildnis mitzugehen. Hier hoffe ich stark, dass im nächsten Band oder in der Kurzgeschichte "Hanna", die die Autorin ebenfalls schreibt, herauskommt, warum sie sich gegen das Leben in Freiheit entscheidet - denn ihre Begründung schien mir eine Lüge zu sein.
Zwar erfuhr man von Lenas Mutter, die nach 4(!) Eingriffen immer noch nicht von der Krankheit geheilt wurde viel, trotzdem bleiben Fragen offen wie: Warum wurde sie nicht geheilt? Weil sie nicht geheilt werden möchte um die Erinnerung an Lenas Vater zu bewahren? Lebt sie nach der Flucht in der Wildnis?
Ein anderer winziger Kritikpunkt ist Alex' begründung, warum er sich zu Lena hingezogen fühlt - wahrscheinlich liegt es an mir, dass ich den Funken der die Liebe zwischen den Beiden entfacht hat, nicht nachvollziehen kann.

Das dunkelrote Cover zeigt vermutlich Lenas Gesicht. Außerdem ist über das ganze Cover in krakeliger Schrift das Wort "Liebe" geschrieben. Erst im hinteren Drittel des Buches erfährt man warum.Noch zu erwähnen ist, dass jedes Kapitel mit einem Auszug aus dem fiktiven Buch "Psst" beginnt und man so etwas über das "harte" Leben in dieser Welt erfährt.

Für alle Dystopie-Liebhaber, also Leute denen "Cassia und Ky: Die Auswahl", "Die Tribute von Panem" und "Neva" gefallen haben. Allen anderen, die wie ich kein Fan des Genres sind, sollten sich die Leseprobe ansehen :)

Ich vergebe 4,7/5 Sterne für den grandiosen Anfang einer packenden Dystopie um das "Tabuthema" Liebe ;)
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TOP 500 REZENSENTam 24. November 2011
"Delirium" ist ein wirklich starker Auftakt zu einer neuen Trilogie von Lauren Oliver.

Die USA in der Zukunft hat die Grenzen dicht gemacht und auch die Städte sind streng von der Wildnis drumherum abgeriegelt.
Die 17-jährige Lena zählt die Tage bis zu ihrem Eingriff ab, der sie in nur wenigen Monaten von der gefährlichsten aller Krankheiten, die auch Lenas Mutter in den Selbstmord getrieben hat, heilen wird: Amor Deliria Nervosa, die Liebe. Auch ihre Evaluierung steht bevor, in der über ihre Zukunft nach der High School und ihren zukünftigen Lebenspartner entschieden werden wird. Lena hat sich immer genau an die Regeln gehalten, doch dann lernt sie den Studenten Alex kennen und als auch Lenas beste Freundin Hana beginnt sich auf illegale Partys zu schleichen, gerät Lena immer mehr in die Zwickmühle...

"Delirium" ist also ein weiterer Dystopie-Roman, der wie so viele die Idee der gänzlich regulierten Welt aufgreift. Allerdings besticht er ganz klar durch eine sehr gute, überzeugende Sprache, eine einfühlsame, emotionale und sehr romantische Geschichte voller Höhen und Tiefen und nicht zuletzt auch durch Lenas Trauma, dass der Tod ihrer Mutter bei ihr verursacht hat.

Lena meint zu wissen, was die gefürchtete Krankheit auslösen kann, denn sie hat von ihrer Tante und ihrem Onkel, bei denen sie lebt, erfahren, wie es ihre Mutter in den Selbstmord trieb. Daher fällt es Lena sehr schwer, das System in Frage zu stellen oder dem seit Jahren herbeigesehnten Eingriff Skepsis entgegen zu bringen. Sie fühlt sich anders und hat Angst durch ihre Mutter genetisch vorbelastet und anfällig zu sein und sie sieht, wie um sie herum alle nach dem Eingriff glücklich scheinen, selbst ihre ältere Schwester Rachel, die vor ihrem Eingriff selbst mit der Liebe "infiziert" war. Gleichzeitig fällt ihr aber auch immer mehr auf, wie gleichgültig den Erwachsenen vieles ist, und sie weiß, dass ihr nach dem Eingriff ihre beste Freundin Hana oder ihr größte Hobby kaum noch etwas bedeuten werden.

Dennoch dauert es lange, bis Lena aus ihrer Haut kann, denn sie hat die Regeln sehr verinnerlicht, und auch das Interesse von Alex, der doch eigentlich geheilt ist und daher gar nichts für sie empfinden sollte, irritiert sie zunehmend und hält sie auf Abstand. Dadurch wird die Liebesgeschichte aber erst richtig packend, denn es ist eben nicht die schnelle Verliebheit, sondern ein langsamer Prozess, in dem sich die beiden immer näher kommen und sich gegenseitig ihre Geheimnisse anvertrauen.

Das Ende ist dann auch noch alles andere als vorhersehbar und lässt mich ganz kribbelig zurück, weil ich es kaum ertragen kann, dass die Fortsetzung "Pandemonium" noch nicht einmal auf Englisch erschienen ist und ich so mindestens bis Februar warten muss, bis ich endlich erfahre, wie es weiter geht. Nur wenige Reihen erzeugen bei mir dieses Gefühl SOFORT weiterlesen zu müssen, aber "Delirium" hat es auf jeden Fall geschafft.

Ein Highlight unter den diesjährigen Jugendbüchern, unbedingt lesen!
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