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106 von 112 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Wäre ich nicht schon lange infiziert, hätte ich spätestens jetzt die Amor Deliria Nervosa!
Der erste Satz: Es ist jetzt vierundsechzig Jahre her, dass der Präsident und das Konsortium die Liebe als Krankheit identifiziert haben, und vor dreiundvierzig Jahren haben die Wissenschaftler ein Heilmittel dagegen entwickelt.

In diesem USA der Zukunft gibt es nur noch zwei Sorten von Menschen. Potenziell Gefährdete, die an Amor Deliria Nervosa...
Veröffentlicht am 9. November 2011 von Damaris

versus
1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Konnte mich leider nicht wirklich überzeugen
Klappentext :

Früher, in den dunklen Zeiten, wussten die Leute nicht, dass die Liebe tödlich ist. Sie strebten sogar danach, sich zu verlieben. Heute und in Lenas Welt ist Amor Deliria Nervosa als schlimme Krankheit identifiziert worden. Doch die Wissenschaftler haben ein Mittel dagegen gefunden. Auch Lena steht dieser kleine Eingriff bevor, kurz vor...
Vor 15 Monaten von theamazingbookblog.blogspot.de veröffentlicht


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106 von 112 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Wäre ich nicht schon lange infiziert, hätte ich spätestens jetzt die Amor Deliria Nervosa!, 9. November 2011
Von 
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(TOP 1000 REZENSENT)   
Der erste Satz: Es ist jetzt vierundsechzig Jahre her, dass der Präsident und das Konsortium die Liebe als Krankheit identifiziert haben, und vor dreiundvierzig Jahren haben die Wissenschaftler ein Heilmittel dagegen entwickelt.

In diesem USA der Zukunft gibt es nur noch zwei Sorten von Menschen. Potenziell Gefährdete, die an Amor Deliria Nervosa ("Liebe") erkranken können und Geheilte, alle Personen ab 18, die nach einem operativen Eingriff am Gehirn geben die Liebe immun sind.
Lena steht kurz vor ihrem 18. Geburtstag. Sie zählt die Tage bis zu ihrem Eingriff. Denn wie allen Menschen wurde ihr von klein auf eingebläut, dass eine Infizierung mit der Liebe zuerst einen schreckliche Krankheitsverlauf und danach den Tod bedeutet. Ein Treffen mit dem anderen Geschlecht, vor allem, wenn der Junge nicht bereits immun ist, ist für sie unnatürlich und falsch. Aber wenn Lena ehrlich zu sich ist, sieht sie auch die Probleme der Gesellschaft ganz deutlich. Die Abstumpfung der Gefühle, die der Eingriff mit sich bringt. Als sie Alex kennenlernt, gerät sie in eine echte Zwickmühle. Soll sie, laut Regierung, verantwortungsbewusst handeln? Kann sie überhaupt noch anders, als in den vorgelegten Normen denken? Und was sagt ihr Herz dazu?

Dystopien sind nach wie vor im Trend. Sie sind mittlerweile fast so zahlreich, wie Muscheln am Strand. Für einzelne Bücher wird es immer schwieriger mit ihrer Thematik aus der Masse herauszustechen. Doch ab und zu wird eine besondere Muschel an den Strand gespült. Sie enthält dann eine glänzende Perle - wie "Delirium"!

Beginnt man mit dem Lesen, wird einem im ersten Kapitel klar, dass hier zu den üblichen dystopischen Szenarien (wie absolute Kontrolle, Resignation, Grenzschließung, gesellschaftlichen Restriktionen und Gewalt) noch ein ganz entscheidender Faktor hinzukommt. Nämlich die bewusste Entfernung der Liebe und die Akzeptanz dieses Eingriffs durch die Gesellschaft. Dieses Thema ist neu, unmöglich vorstellbar und wunderbar provokativ. Liest man dann, dass diese operative Maßnahme nicht nur die Liebesbeziehung zwischen Mann und Frau sondern auch Eltern und Kindern, Geschwistern und Freunden zerstört, bleibt einem schon nach den ersten Seiten desöfteren der Mund offen stehen.

"Das ist eine der Kehrseiten des Eingriffs: Ohne die Deliria nervosa ist manchen Leuten die Vorstellung Eltern zu werden, zuwider. Glücklicherweise gibt es nur selten Fälle ausgeprägter Ablehnung - in denen ein Elternteil unfähig ist, eine normale, pflichtgemäße und verantwortungsvolle Bindung zu seinen Kindern aufzubauen, und sie schließlich ertränkt, ihnen die Luft abdrückt oder sie totschlägt, weil sie weinen." S. 11/12

Ja, das ist wahrlich keine leichte Kost! Verdeutlicht wird das alles durch ein herrlich eingängige Sprache, sie stellenweise ihresgleichen sucht und für so manches Gänsehautgefühl verantwortlich ist. Textstellen, Gedichte und Zitate, meist aus von der Regierung genehmigten Büchern, schmücken jeden Kapitelanfang und setzten hier dem Lesegefühl noch ein Krönchen auf.
Lena erzählt die Geschichte komplett aus ihrer Sicht (Ich-Form). So ist die Handlung sehr geradlinig, nicht kompliziert, aber keinesfalls vorhersehbar. Manche Wendungen bringen einen dazu, erstmal tief durchatmen zu müssen.
Dabei ist es wirklich nicht so, als würde einen die Geschichte von einer atemlosen Actionszene in die nächste werfen. Im Gegenteil, die Handlung ist eher ruhig, oft sogar melancholisch. Hin und wieder gibt es besondere Spannungsspitzen, diese sind dann für die Handlung wie das Tüpfelchen auf dem i und sorgen für die nötige Abwechslung.

Doch wo Leid ist, ist auch Freud (oder war das andersherum?). So darf auch bei "Delirium" eine gut verpackte und wohldosierte Liebesgeschichte nicht fehlen. Und mit gut verpackt ist nicht gemeint, dass Lena sofort aus ihrer antrainierten Haut springt und sich Lover Alex an den Hals wirft, dabei alle fadenscheinige Erziehung über Bord wirft und sofort ein komplett neuer Mensch ist. Nein. Natürlich ist es für Lena eine Horrorvorstellung, nur mit einem Jungen zu reden, vor allem, da sie noch nicht geheilt ist und so für sie die Gefahr einer Liebesinfizierung groß ist. Darum wirkt die langsame Annäherung zwischen Lena und Alex authentisch, aber auch kribbelig. Wohldosiert ist die Liebesgeschichte, weil sie sich perfekt in die Handlung einfügt. Nicht zu viel und nicht zu wenig. Dafür aber sehr herzerwärmend niedlich!
Lena und Alex überzeugen beide als Charaktere. Lena, die sich ängstlich und verschüchtert schlussendlich an die Oberfläche kämpft. Und Alex, der mit seiner lieben und vorsichtigen Art für Lena der Anker wird, den sie braucht. Alle weiteren Nebencharaktere passen hervorragend zur Geschichte. Man entwickelt Sympathien und vor allem Antipathien.

"Ein Teil von mir würde am liebsten sagen: Scheiß drauf, sich auf den Sattel setzen und den Berg hinunter aufs Wasser zufliegen, während der Wind die Haare zerzaust - scheiß auf die Ausgangssperre, scheiß auf die Aufseher, scheiß auf alles. Aber ich kann nicht; ich könnte es nicht; ich könnte es niemals. Ich habe keine Wahl. Ich muss nach Hause." S. 84

Auch dieses Buch sorgt für (schwer zu akzeptierende) Überraschungen. So kann es sein, dass man sich gerade gegen Ende zufrieden zurücklehnt, dass die Geschichte in trockenen Tüchern scheint und man dann, auf harte Weise, eines Besseren belehrt wird.
Das Ende ist filmreif, sehr actionlastig und emotional. Sensibelchen sollte die Taschentücher in Reichweite haben. Und nun heißt es sicherlich noch ein Jahr warten, und das wird ein langes Warten! Nach einem gemeinen Cliffhanger am Schluss wird die Geduld auf eine wirklich harte Probe gestellt.

Persönliches Fazit
Hätte ich "Delirium" im Delirium gelesen, hätte ich wohl einiges verpasst! Dieses Buch verdient keinen Verwirrtheitszustand. Lest es! Lest es mit wachem Verstand und offenem Herzen. Lasst euch schockieren, bezaubern und wieder erden. Wäre ich nicht schon lange infiziert, hätte ich garantiert jetzt die Amor Deliria Nervosa (ups, das klingt hier alles total nach Werbetext, aber ich kann nicht anders!). "Delirium" ist eines meiner Top-Titel 2011 und erhält verdiente 5 Sterne!

© Damaris liest.
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8 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Toll, bis auf ein paar Details!, 15. Januar 2012
****************** Inhalt: ******************
In der Welt, in der die 17-jährige Lena lebt, ist Liebe eine schwere Krankheit, die schwerste, die es nur gibt. Amor deliria nervosa, wie die Krankheit auch noch genannt wird, ist der Grund, dass die Menschheit fast ausgestorben wäre, der Grund für alles Schlechte auf der Welt - und deshalb hat man lange genug nach einem Heilmittel gesucht. Mittlerweile gibt es einen Eingriff, der den Patienten vor der Krankheit schützt, ein Eingriff, der am 18. Geburtstag vorgenommen wird. Lena steht kurz vor ihrem 18. Geburtstag und freut sich schon richtig darauf, da sie dann nicht mehr der ständigen Gefahr ausgesetzt ist, sich zu infizieren. Denn was Amor deliria nervosa anrichten kann, hat sie an ihrem eigenen Leib erfahren: Ihre Mutter hat sich selbst umgebracht, nachdem auch die dritte Operation nichts genützt hat und ihre Cousine bekam aus Liebeskummer einen tödlichen Herzanfall.

Umso schlimmer ist es für Lena, als ihre beste Freundin Hana plötzlich rebellische Verhaltensweisen zeigt. Hana macht sich Gedanken darüber, ob der Eingriff wirklich notwendig ist, ob er etwas bringt und ob die Liebe tatsächlich etwas so Schlimmes ist. Sie besucht plötzlich unerlaubte Partys, bei denen verbotene Musik gespielt wird und Jungen und Mädchen gemeinsam feiern, sich manchmal sogar berühren. Als Lena ihrer Freundin einmal nach langem hin und her doch auf eine solcher Partys folgt, trifft sie auf Alex. Alex mit den Haaren, die wie Herbstlaub leuchten und den hellen bernsteinfarbenen Augen. Alex, der Lena zeigt, wie man tanzt und sich gerne mit ihr unterhält.

Erst ist Lena skeptisch, aber als Alex ihr eine Narbe zeigt, die beweist, dass er schon operiert ist, lässt sie sich doch auf ihn ein. Sie trifft sich immer häufiger mit ihm, hat Spaß und erlebt zum ersten Mal etwas, das sie bisher noch nicht kennt: das Gefühl der Liebe. Als Alex Lena zeigt, wie sehr ihr Leben von der Gesellschaft eingeschränkt wird, beginnt sie zu begreifen, dass das System vielleicht doch nicht so gut ist, wie sie immer dachte. Dass die Liebe vielleicht doch nicht so schlecht ist, und es besser ist, als den Eingriff zu bekommen und zu einem gefühlslosen Erwachsenen zu werden. Aber Lena kann sich nicht gegen den Eingriff wehren, wenn sie weiterhin leben will...

***************** Meine Meinung: ******************
Mein erster Eindruck, als ich den Klappentext gelesen habe, war einfach nur "Wow". Ich fand die Idee, die Lauren Oliver hatte, ganz toll, denn schon oft haben Menschen unter der Liebe gelitten, für viele war sie bereits mehr als nur einmal eher Fluch als Segen. Dass eine Gesellschaft die Liebe in Zukunft als schreckliche Krankheit deklarieren und ein Heilmittel dafür suchen würde, erschien mir gar nicht so abwegig. Ich war sehr gespannt, wie die Autorin ihre Idee umsetzen würde und habe voller Erwartungen begonnen, das Buch zu lesen.

Bereits die ersten Kapitel konnten mich überzeugen, denn sie sind interessant und versprechen dem Leser mehr. Die kurzen Auszüge aus dem Buch "Psst" zu Beginn jedes Kapitels sind schön zu lesen, und geben ein klein wenig Einblick in die Welt, in der Lena lebt. Ein kleiner Kritikpunkt meinerseits ist aber, dass die Autorin die Welt, die sie erfunden hat, eigentlich nur hinsichtlich der Krankheit beschreibt, nicht aber in Bezug auf Technik und Fortbewegung oder ähnliche Dinge. Da der Roman weit in der Zukunft spielt, hätte ich es besser gefunden, wenn auch andere Entwicklungen der Gesellschaft beschrieben wären, denn so bekommt man meiner Meinung nach nicht allzu viel Einblick in die Welt. Natürlich ist die Krankheit Amor deliria nervosa jene Krankheit, die das gesamte Denken und Handeln der Menschen beeinflusst, aber trotzdem haben mir an dieser Stelle weitere Beschreibungen der Gesellschaft gefehlt, die in anderen dystopischen Romanen viel häufiger vorkommen.

Nichtsdestotrotz habe ich den Roman gerne weitergelesen und verfolgt, wie Lena sich im Laufe der Zeit entwickelt. Lena ist ein außerordentlich starker Charakter, der der Autorin gut gelungen ist. Die 17jährige hält das System zu Beginn für gut, freut sich regelrecht auf ihren Eingriff und ist schockiert, wie rebellisch sich ihre beste Freundin Hana verhält. Eine lange Zeit sprechen die beiden nicht einmal mehr miteinander, weil Lena die Rebellion ihrer Freundin nicht nachvollziehen kann. Erst mit der Zeit, und als Lena auf Alex trifft, beginnt ihre so starke Fassade und ihre Persönlichkeit leicht zu bröckeln. Lena fragt sich immer wieder, ob das System denn tatsächlich alles richtig macht, und ob es nicht auch noch andere Werte gibt, auf die man setzen sollte. Was spricht gegen die verbotene Musik? Und warum darf man sich nicht mit Jungs treffen, wenn man sich doch so gut mit ihnen unterhalten kann? Sehr gut gefallen hat mir auch, dass Lena immer wieder in ihre alten Muster zurückfällt, plötzlich doch wieder extrem viel Angst hat, sich mit Alex zu treffen - sich ihrer neu gebildeten Meinung dann aber wieder völlig sicher ist. Das zeigt, wie langsam die innere Wandlung von Lena vonstatten geht, ist aber äußerst plausibel. Als Leser beobachtet man ihre Persönlichkeitsentwicklung sehr gern.

Auch die anderen Charaktere, allen voran Hana, konnten mich überzeugen. Ich fand die Beschreibung der Figuren war nicht zu ausführlich und man konnte sich trotzdem etwas unter den einzelnen Personen vorstellen. Jeder Charakter sein eigenen Persönlichkeits- merkmale, die ihn als besonders kennzeichnen. Ich hoffe sehr, im zweiten Teil mehr über die einzelnen Figuren zu erfahren, besonders, wie es mit Hana weitergeht, die ja eigentlich auch schon gemerkt hat, dass das System, in dem sie lebt, doch nicht das Wahre ist. Hier könnte es auch sein, dass die Kurzgeschichte mit dem Titel "Hana", die im Frühjahr nur als eBook erscheint, einige Informationen bereithält. Ich bin schon sehr gespannt, denn ich habe die beste Freundin von Lena wirlich sehr liebgewonnen!

Nach einem etwas langwierigen Mittelteil (der aber absolut notwendig war), indem Lena in ihrer Persönlichkeit stärker wird, sich in Alex verliebt und wieder mit Hana spricht, kommen gegen Ende viele Überraschungen zutage. Ich hätte mit vielen der Wendungen überhaupt nicht gerechnet, aber am Schluss überschlagen sich die Ereignisse regelrecht. Ich konnte das Lesen zu diesem Zeitpunkt aufgrund der unaufhörlichen Spannung gar nicht mehr unterbrechen, außer es war unbedingt nötig. Das Ende selbst ist ein absoluter Cliffhanger, der den Leser sehr neugierig auf den zweiten Teil macht - und ihn nur ein klein wenig enttäuscht zurücklässt.

***************** Bewertung: ******************
Insgesamt ist "Delirium" ein spannender Auftakt zu einer neuen Trilogie, der den Leser am Schluss völlig entgeistert zurücklässt. Der Autorin ist die Geschichte gut gelungen, sie hat jedoch auf einige für mich wichtige Einzelheiten vergessen. Trotzdem verfolgt man die Entwicklung von Lena gern, kann den gemeinen Cliffhanger gerade noch so verkraften und hofft, dass der zweite Teil bald erscheint und viele Fragen klärt. Für diesen Roman vergebe ich gute 4 Sterne.
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen „Ich liebe dich. Vergiss das nicht. Das können sie uns nicht nehmen.“, 3. Februar 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Dieses Buch ist einfach nur… Wow!
Ich habe schon einige Dystopien gelesen, doch dieses ist mit Abstand das Beste!
Die Idee, dass Liebe als Krankheit angesehen wird, finde ich richtig gut.
Und Lauren Oliver beschreibt wirklich realistisch, wie sich Lena fühlt. Es wird nur aus ihrer Sicht erzählt, und man kann nachvollziehen, warum sie denkt, dass Liebe eine Krankheit ist- und am Schluss den Tod bringt.
Sehr authentisch beschreibt die Autorin, wie Lena langsam beginnt, das System zu hinterfragen. Man fiebert einfach nur mit, und hofft, dass Alex und Lena sich gegen die Macht der Regierung durchsetzen können. Ich sage nur so viel: Die ein oder andere Träne ist nur schwer zu unterdrücken.

Der Schreibstil ist flüssig und leicht zu lesen. Ich habe das Buch verschlungen und konnte es nicht aus der Hand legen. Ich liebe die Geschichte von Lena und Alex! Es ist wirklich schön geschrieben, wie Lena langsam anfängt, das schöne und unbeschreibliche Gefühl der Liebe zu entdecken- in einer Welt, in der das Schicksal es nicht gut mit ihr und Alex meint…

Dieses Buch macht süchtig und man möchte nach dem letzten Satz sofort mit dem zweiten Band anfangen- was ich jetzt auch tun werde;).
Lest es!
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Konnte mich leider nicht wirklich überzeugen, 2. Oktober 2013
Klappentext :

Früher, in den dunklen Zeiten, wussten die Leute nicht, dass die Liebe tödlich ist. Sie strebten sogar danach, sich zu verlieben. Heute und in Lenas Welt ist Amor Deliria Nervosa als schlimme Krankheit identifiziert worden. Doch die Wissenschaftler haben ein Mittel dagegen gefunden. Auch Lena steht dieser kleine Eingriff bevor, kurz vor ihrem 18. Geburtstag. Danach wird sie geheilt sein. Sie wird sich nicht verlieben. Niemals. Aber dann lernt sie Alex kennen. Und kann einfach nicht mehr glauben, dass das, was sie in seiner Anwesenheit spürt, schlecht sein soll.

Inhalt :

Jungen und Mädchen sind strengstens zu trennen. Sie dürfen keinen Kontakt zu einander haben.
Die 17-jährige Lena lebt in einer Welt, in der die Liebe als schlimmste aller Krankheiten gilt. Amor Deliria Nervosa. Zum Glück fand man einen Weg, die Gefühle abzustellen. Am 18. Geburtstag wird man geheilt sein. Nie wieder lieben. Keine Gefühle. Lena freut sich auf ihren Eingriff und zählt sogar die Tage bis zu diesem. - Bis sie Alex, einen Invaliden, trifft. Und schließlich der Amor Deliria Nervosa zum Opfer fällt. Doch wie können die beiden zusammen sein, wenn Lena nach ihrem Eingriff keinerlei Gefühle für Alex mehr haben wird ?

Meine Meinung :

Der Schreibstil der Autorin hat mir persönlich nicht soooo gefallen. Es gab schon bessere. Ich finde das Buch ist sehr anstrengend zu lesen, zumindest, wenn man sich noch nicht an den Schreibstil gewöhnt hat. Die Beschreibungen der Autorin sind an manchen Stellen einfach zu langatmig, beispielsweise, wenn Lena ihre Umgebung oder ihre Gefühle beschreibt. An anderen jedoch hat sich der Schreibstil auch bezahlt gemacht. So fand ich es wirklich gelungen, wie man Lenas Übergang von dem normalen, sich nach Regeln richtenden Mädchen zu einer Rebellin miterlebte und alle ihre Beweggründe erfuhr.
Die Autorin hat sich etwas völlig neues überlegt, was ich so noch nirgends gesehen habe. Zwar ist die Grundidee mit dem braven Mädchen und dem Rebell nicht neu, der Rest ist jedoch , nachdem die Geschichte komplett verschieden.
Ich bin nur sehr schwer in die Geschichte reingekommen. Am Anfang konnte mich das Buch einfach nicht fesseln und ich musste mir immer wieder sagen: Komm schon Daria ! Les ! Das wird bestimmt noch besser !! Und das wurde es dann auch. Leider erst nachdem die Geschichte etwas weiter fortgeschritten war. Außerdem, so finde ich, ist die Story an manchen Stellen vorausschaubar. Sehr schade, denn das hat mein Lesevergnügen etwas (manchmal mehr, manchmal weniger) reduziert. Ich habe mir die ganze Zeit eingeredet, dass bestimmt gleich etwas unvorhersehbares geschied. War dann auch manchmal so - Aber eben nur manchmal. Das Ende traf mich dann unvorbereitet, aber auch wieder nicht. Ich weis nicht, wie ich das erklären soll. Es gab vorhersehbare Elemente, jedoch auch Dinge, die ich nicht kommen gesehen habe, im Nachhinein dann aber doch irgendwie. Das mag sich jetzt für euch nach total wirrem gebrabbel anhören, ist aber in meinem Kopf sehr logisch :-D

Ich musste mich erstmal an die Figuren gewöhnen. Beispielsweise mochte ich die Protagonistin (Magda-)Lena nicht gleich von Anfang an. Nach einiger Zeit is sie mir dann aber auch ans Herz gewachsen :-) Bei Alex sah das ganze schon anders aus. Ich mochte von der ersten Seite an und er war mir total sympathisch. Ich konnte mir die Hauptfiguren sehr gut vorstellen, da sie die Autorin ausführlich beschrieben hat.
Leider finde ich, dass nicht genügend Wert auf die Nebencharaktere gelegt wurde. Sie mir gingen nicht genug in die Tiefe und ich vergaß sie nach ein paar Seiten einfach schon wieder. Wenn sie dann wieder aufgetaucht sind dachte ich mir nur Wer ist denn das jetzt schon wieder ?
Das Buch wurde aus Lenas Perspektive geschrieben. Jedes Kapitel beginnt mit einem kleinen Auszug aus einem Buch, welches nur in der Welt von Delirium existiert. Das fand ich eine sehr kreative Idee der Autorin. Die Auszüge stammen dann zum Beispiel aus Das Buch Psst, Die neue Philosophie, Eine kurze Geschichte der Vereinigten Staaten von Amerika oder Tut es weh? Wissenswertes zum Eingriff (siehe Zitat).

»Ein Junge steht auf der Tribüne und beobachtet das Chaos hier unten. Und er lacht. Als ich aufsehe, ruht sein Blick auf meinem Gesicht. Mein Atem strömt aus meinem Körper und alles erstarrt, als würde ich ihn durch die Linse meiner Kamera ansehen, ganz nah herangezoomt, und die Welt hielte während dieser winzigen Zeitspanne zwischen Öffnen und Schließen der Blende kurz inne. Er hat goldbraunes Haar, wie Blätter im Herbst, wenn sie sich gerade verfärben, und helle, bernsteinfarbene Augen. Ich weiß augenblicklich, dass er einer derjenigen ist, die hierfür verantwortlich sind. [.....]; ich weiß, dass er ein Invalide ist.«
Seite 39 / Zeile 29 - 32 & Seite 40 / Zeile 1 - 8

»Unglück bedeutet Sklaverei; Glück bedeutet also Freiheit.
Glück erlangt man durch das Heilmittel.
Freiheit erlangt man also nur durch das Heilmittel.
Aus: Tut es weh? Wissenswertes zum Eingriff [.....]«
Seite 242 / Zeile 1 - 4

Cover :

Ich mag das Cover sehr ! Ich finde es passt perfekt zu dem Buch und mit diesen kleinen Applikationen (nennt man das so ??), die alle das Wort Liebe darstellen, fühlt es sich sogar interessant an, wenn man mit den Fingern darüber streicht. Das Mädchen könnte Lena darstellen, jedoch habe ich sie mir total anders vorgestellt. Aber da sich jeder die Charaktere anders vorstellt, sieht eure Lena vielleicht genauso aus ! - Meine tut es leider nicht.

Fazit :

Ich bin mit hohen Erwartungen an das Buch gegangen. - Und wurde enttäuscht. Vielleicht ist das der Grund, weshalb die Rezension so schlecht ausfällt. Ich hatte wirklich mehr erwartet. Die Idee hatte so viel potenzial, jedoch wurde nur ein kleiner Teil daraus geschöpft.
An manchen Stellen war das Buch echt super. An anderen wiederum einfach nur langatmig.
Wer ein kurzzeitiges Leseerlebnis sucht, ist hier genau richtig. Deshalb verdient Delirium 3,5 Herzen !! Trotzdem werde ich Teil 2 lesen und diesen dann auch rezensieren. Ich hoffe der zweite Teil wird besser !
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10 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Liebe ist heilbar! ..., 1. November 2011
Von 
Julia "von the dreamerLand" (Hörsching, Österreich) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
....Sie ist nur eine Reaktion in unserem Hirn, nur ein Fleckchen
das ausradiert werden muss um zufrieden zu sein

In der Zukunft weiß man welche Krankheit auf der Welt die allerschlimmste ist. Sie ist für Kriege verantwortlich, Unstimmigkeiten und Unzufriedenheit: Amor deliria nervosa, was so viel bedeutet wie Liebe. Liebe ist die Krankheit die der Staat bekämpfen muss und mit einem Eingriff im 18. Lebensjahr der Menschen, soll die Krankheit aus jedem entfernt werden. Lena lebt in dieser Welt, sie ist eine von jenen die sich auf den Eingriff freut und darauf was folgt: Ein ausgewählter Partner von der Regierung, ein Job der einem zugeteilt wird, wie viele Kinder man bekommt sprich jedwede freie Wahl wird einem abgenommen. Doch als sie einen jungen Mann trifft der so anders ist beginnt Lena zu zweifeln. Was ist an tanzen, lachen und Spaß haben nur so falsch? Warum sollte man in Gleichmut und Desinteresse leben, wenn es da draußen so viel gibt wofür man leben will? Als Lena dann die ersten Anzeichen der Krankheit erkennt, weiß sie nicht was sie tun soll, denn Liebe ist keine Option. Liebe tötet.

Kleiner Vorgeschmack:
Unregulierte Menschen sind grausam und unberechenbar; gewalttätig und egoistisch; unglücklich und streitsüchtig. Erst wenn ihre Instinkte und Emotionenn kontrolliert wurden, können sie glücklich, großzügig und gut sein - Das Buch Psst (so etwa wie Die Bibel in der Welt von Lena) - s.S 332

****Meine Meinung****
Wie lange ich dieses Buch schon lesen wollte? Seit es auf Englisch erschienen ist und nun war es endlich soweit eine der Must-have Dystopien des Jahres zu lesen.

Zu allererst das Cover und der Titel. Gut das Gesicht ist jetzt nicht gerade aussagekräftig für das Buch, aber ich finde die Schriftzüge die sich über das gesamte Cover ziehen sehr schön. Hier steht überall Liebe und wer das Buch schon gelesen hat, wird wissen warum das so ist ;) Dass man hier den Titel aus dem englischen übernommen hat, finde ich umso besser, es passt gut, da hier die Leute wirklich in einer Art Delirium dahinvegetieren.

Zum Schreibstil der Autorin bleibt nur zu sagen, dass ich ihn sehr genossen habe. Die Seiten fliegen nur so dahin beim Lesen. Ich war wirklich extrem schnell fertig und bin jetzt schon wieder am warten auf Teil 2 (den ich wohl auf Englisch lesen werde weil ich schon so gespannt bin). Hier wird nämlich aus Sicht von Lena, unsrer der Regierung sehr hörige Prota, erzählt. Man merkt immer mehr wie sie sich gegen die Masse wendet. Zwar macht sie das sehr langsam und nur kleine tapsige Schritte, aber man kann es schon sehr bald spüren, dass ihre Hörigkeit ihren Grund hat.

Was die Charaktere betrifft so haben wir hier eine Vielfältige Palette. Zwar lernen wir nur eine Handvoll besser kennen, aber es sind genug um sie zu lieben, zu hassen oder sie mit Vorsicht zu genießen. Vor allem Hana gibt dem Leser wahre Rätsel auf und Lena entwickelt sich mehr als jeder andere. Dann wäre da noch der Junge mit den Herbstlaubhaaren, der Junge der Lena Dinge zeigt die sie gar nicht sehen sollte. Und die absolutistische Regierung? Die hält sich zwar im Hintergrund, doch wir werden mehr als einmal Zeuge mit welch harten Bandagen sie hier kämpfen um an der Macht zu bleiben. Zensur, Ausgangssperren, Geschlechtertrennung und Kontrolle, das sind ihre Asse in einer Welt die nicht mehr selbstständig zu denken scheint.

Jetzt habe ich sozusagen die Idee eh schon ein kleines bisschen beschrieben, denn die finde ich absolut großartig. Nicht nur wegen dem Verbot der Liebe, nein hier wird eine Welt aufgezeigt in der die Menschen nichts anderes machen als nach den Regeln zu spielen, denn sonst bedeutet das den Tod oder schlimmeres. In einer Lesung der Autorin hat sie erwähnt, dass es sogar schon so ein Mittel gegen die Liebe gibt und hat es hier aufgegriffen. Erschreckend, war dazu mein erster Gedanke. Erschreckend und für einen Leser absolutes Suchtmaterial.

****Fazit****
Ein verdammt guter Start voller Geheimnisse und erschreckender Erlebnisse. Lauren Oliver hat mit 'Delirium' (eng. 'Delirium') eine Trilogie gestartet die Ihresgleichen sucht. Von mir gibt es 5 von 5 Wölkchen.

****Reihe****
1.'Delirium' (eng. 'Delirium')
2.eng. 'Pandamonium' (FEB2012)
3.eng. 'Requiem' (FEB2013)

Mein herzlicher Dank an Lovelybooks.de und den Carlsen Verlag für dieses Testleseexemplar.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Gigantisch!, 10. Juni 2012
Cover:
Obwohl Lena auf diesem Cover anders aussieht als ich sie mir eigentlich vorstelle, finde ich es toll, dass ein Mädchen abgebildet ist, das ganz normal und eher durchschnittlich aussieht, womit sich also jeder Leser identifizieren kann. Zuerst dachte ich, dass die Kritzeleien das darstellen sollen, was verboten ist zu denken, quasi den Gedankenwust in Lenas Kopf, aber die eigentliche Bedeutung, die dahinter steckt fand ich viel, viel besser. Sie steht in direktem Bezug zum Inhalt, was mir sehr gut gefällt. Auch den Schriftzug Delirium" find ich wirklich sehr gelungen. Ž

Meinung:
In den USA der Zukunft spaltet sich die hier dargestellte Gesellschaft in zwei Lager auf: einmal die Geheilten und einmal die Invaliden. Jeder Bürger muss spätestens nach seinem 18. Geburtstag von der amor deliria nervosa, kurz: der Liebe geheilt werden (operativer Eingriff am Gehirn), damit man nicht an ihr zugrunde geht und stirbt. Diejenigen, die nicht geheilt sind, sind die Invaliden. Ausgeschlossene der Gesellschaft.
Lena wartet sehnsüchtig auf diesen Tag, an dem sie endlich geheilt werden kann. Ihr wurde von klein auf beigebracht, wie wichtig dieser Eingriff ist, damit sie nicht an der Krankheit elendig zu Grunde gehen muss. Ihre Mutter wurde auch nach drei Eingriffen noch nicht geheilt und Lena möchte sich unbedingt von den Flecken ihrer Kindheit frei machen und damit den Selbstmord ihrer Mutter weitestgehend ausblenden und ein normales Leben führen, wie jeder andere Geheilte.
Doch dann trifft sie Alex, einen Geheilten und sie merkt, dass er mehr für sie ist, als er eigentlich sein darf. Soll sie sich weiterhin an die Regeln der Gesellschaft halten und ihre Gefühle ausblenden, da es verboten ist? Kann sie überhaupt anders handeln? Soll sie auf Alex hören und zu sich selbst ehrlich sein, damit sie merkt, dass die Gesellschaft nicht das ist, was sie vorgibt zu sein? Was denkt ihr Herz?
Ich musste mehrmalig beim Lesen an Die Auswahl" denken. Lena ist genau wie Cassia auch vom System überzeugt und lernt erst durch einen Jungen, durch die Liebe, dass nicht alles so ist, wie es vorgegeben wird. Obwohl es sehr viele Parallelen gab, hat mich das nicht wirklich gestört. Ich finde es eher gut, dass Delirium" mit diesem guten Buch mithalten konnte.
Altbekannte Details lassen sich auch in diesem Buch wiederfinden: totale Kontrolle durch die Regierung, eine Welt hinter der, in der sich der Leser bewegt, von der niemand etwas wissen darf, Gewalt, Angst und Zerstörung, etc. Das alles kennt man. Aber durch das kleine Detail, die Liebe als todbringende Krankheit anzusehen, gewinnt das Buch deutlich an Eigenständigkeit.
Die Gesellschaft entfernt sich bewusst von jeglichen Emotionen und findet daran auch noch Gefallen. Ich fand es interessant und erschreckend zugleich, davon zu lesen. Die Methode, all das durch einen brutalen Eingriff zu verlieren, fand ich sehr verstörend und doch sehr gut gemacht. Nicht nur die Beziehung zwischen Partner und Partnerin wird dadurch verändert, sondern auch die zwischen Familienmitgliedern und Freunden. Für mich war es kaum vorstellbar, dass man nach dem Eingriff niemanden der Menschen aus seinem alten Leben vermisst, dass...alles so gleichgültig wird und in einen Trott übergeht. Ich fand es ziemlich erschütternd und gleichzeitig unglaublich spannend.
Durch die Ich-Perspektive gerät man noch näher ins Geschehen, weil man während des ganzen Buches über bei Lena und ihren Gedanken und Gefühlen bleibt, wodurch die gesamte Geschichte stärker auf einen wirkt. Der Schreibstil hat mir sehr gut gefallen. Er war locker und leicht, aber gleichzeitig auch eindringlich und einschüchternd, genau so, wie die Gesellschaft auch auf die Menschen wirkt. Der Lesefluss kam bei mir sehr schnell zustande und die schnörkellose Sprache hat dies noch einmal unterstrichen. Oftmals hat Lauren Oliver sehr gute Vergleiche und Metaphern gefunden, Beschreibungen klingen bei ihr alle irgendwie melodisch, was mir sehr gut gefallen hat. Das Buch lebt durch die Bilder, die durch ihre Sprache entstehen.
Die Handlung ist nicht ganz so actiongeladen wie zB in Die Tribute von Panem", aber sie lebt von einer inneren Ruhe, die irgendwie dadurch umso eindringlicher wirkt, hatte ich das Gefühl. Ab und an passieren spannende Dinge, wie zB Razzien, bei denen viele Menschen in Gefahr geraten, aber diese Szenen folgen nicht Schlag auf Schlag. Mir hat diese ruhige Handlung jedoch sehr zugesagt, weil ich sie passend zum Buch empfinde.
Mir hat die Liebesgeschichte, die hier doch einen großen Raum einnimmt, sehr, sehr gut gefallen. Es hat sich sehr langsam angebahnt, was ich immer wieder schön finde, weil bei vielen Büchern das meist viel zu schnell geht. Lena stürzt sich nicht sofort hinein, wie man es vielleicht erwartet hätte, sondern ziert sich lange Zeit, was ich als Leser absolut nachvollziehbar fand. Schließlich tut sie genau das, was sie seit fast 18 Jahren als Verbot angesehen hat und dass man da ein wenig zögert ist logisch. Wie Lena und Alex sich annähern, fand ich absolut rührend und fand es nicht ein bisschen übertrieben oder kitschig. Es war alles im Rahmen und das ist Lauren Oliver wirklich ausgesprochen gut gelungen.
Die Charaktere haben mir allesamt ausgesprochen gut gefallen. Lena, die einfach so durch und durch menschlich, unbeholfen, voller Zweifel und Ängste ist und so wenig Selbstbewusstsein hat und eigentlich sehr verloren ist. Ich konnte mich so gut mit ihr identifizieren, einfach weil sie greifbar ist und ... echt. Sie hat nicht irgendwelche tollen Superkräfte oder sieht supermega gut aus, nein, sie ist einfach das Mädchen von nebenan und genau das macht sie so liebenswert. Obwohl sie sehr tollpatschig ist und man solche Szenen, in denen sie irgendwo gegen rennt oder sich anstößt oft lesen muss, war es irgendwie nicht so selbstdarstellerisch und plump, sondern eher menschlich. Hach, ich find sie toll! Vor allem lernt sie, dass sie aus alten Mustern ausbrechen muss und diese Entwicklung fand ich wirklich gut!
Ihre beste Freundin Hana, die sehr reich ist und natürlich perfekt aussieht und das perfekte Leben führt, hat mir ebenfalls sehr gut gefallen. Lena steht immer in ihrem Schatten und das fand ich absolut realistisch und nachvollziehbar und ging mir überhaupt nicht auf die Nerven. Hana entpuppt sich aber als ganz anders und das fand ich gut.
Alex finde ich auch sehr gelungen. Er ist nicht dieser machomäßige Superman, der jeden aus seinem Leid herausholt und die Welt rettet, nein. Er ist ein sehr interessanter Charakter, der genauso echt und greifbar ist, wie alle anderen. Er rettet Lena zwar während einer Razzia, aber ist dabei nicht so von sich eingenommen wie manch andere...glitzernde...Vampire. Er ist absolut natürlich und völlig auf dem Boden geblieben, wodurch er wirklich bei mir punkten konnte.
Ab und an hat es mich ein wenig irritiert, dass die Charaktere mal etwas deutscher klingende Namen hatten, mal eher amerikanisch klingend. Mir hat da ein bisschen die einheitliche Zuordnung gefehlt, aber das ist eher nebensächlich.
Was mir auch sehr gut gefallen hat, dass jedes Kapitel durch einen Satz aus dem Lehrbuch oder aus Geschichtsbüchern eingeleitet wurde. Dadurch wirkte die Welt noch greifbarer als ohnehin schon.
Ich war wirklich trotz einiger negativen Kritiken zu diesem Buch sehr begeistert und freue mich schon riesig auf den zweiten Band...auf den man ja noch ein Weilchen wird warten müssen...

Fazit:
Unbedingt lesen! Ich war so begeistert von diesem Buch und finde dass trotz diversen mittlerweile bekannten Dystopiewerkzeugen, die auch in diesem Buch benutzt werden, nicht irgendwie abgegriffen oder langweilig. Es war einfach mal ein anderer Blick auf eine Gesellschaft in der Zukunft, der mir sehr, sehr gut gefallen hat. Ich kann es also jedem Dystopie-Liebhaber empfehlen. Und auch allen anderen. ...
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5.0 von 5 Sternen Ich liebe dich, vergiss das nicht, das können sie uns nicht nehmen, 1. Juni 2012
Als ich am Anfang das Buch gelessen habe war ich skeptisch, Liebe ist doch keine Krankheit!
Gut man kann, wenn man die im Buch beschriebenen Synthome berücksichtig, schon sagen das sie ein Krankheit ist, aber eine Gute ;) das erkennt auch Lena, die im Buch die Hauptperson ist.

Sie lebt, nachdem sich ihre Mutter "umgebracht" hat bei ihrer Tante und ihrem Onkel. Sie zählt am Anfang die Tage bis zu ihrem Eingriff, bei dem ihr die Krankheit entpfernt werden würde. Ihre Freundinn Hana äußert sich immer wiederständisch zum Thema Derliria Nervosa. Was Lena Angst macht, aber nach einer Weile erkennt sie das Hana Recht hat. Und die Tage bis zum Eingriff werden zur Qual.

Sie lernt Alex kennen und verliebt sich. Sie erkennt das diese Gesellschaft nur aus Lügen besteht. Alex zeigt ihr wie schön es sein kann "frei" zu sein. Er gehört zu den Wiederstandkämpfern, den Invalieden. Schließlich wollen sie zusammen fliehen doch die "Geheilten" machen ihnen einen Strich durch die Rechnung.

"Ich liebe dich. Vergiss das nicht. Das können sie uns nicht nehmen."

Mein Fazit - muss man einfach gelesen haben :) das Geld lohnt sich.
Und manchmal wird die Geschichte auf Romeo und Julia bezogen, was ich toll fand. Also einfach mal lesen.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Runter von eurem SUB, aber sofort!, 22. Mai 2012
"Most things, even the greatest movements on earth, have their beginnings in something small. An earthquake that shatters a city might begin with a tremor, a tremble, a breath. Music begins with a vibration."

"Delirium" lag lange ganz oben auf meinem "Stapel ungelesener Bücher" und ich könnte mich dafür selbst kneifen. Wenn es auch auf eurem "SUB" liegt, legt es ganz nach oben und lest es direkt nach dem Buch das ihr gerade zu Ende lest! Ihr werdet es nicht bereuen und es wird euch so fesseln, dass ihr es nicht mehr aus der Hand legt und ihr in weniger als zwei Tagen die letzte Seite umblättert und nach "Pandemonium" greift. Versprochen!

"Delirium" spielt in einer Welt, in der die "Liebe" zu einer tödlichen Krankheit erklärt wurde: "Armor Deliria Nervosa". Wissenschaftler haben jedoch ein Mittel dagegen gefunden. Kurz vor Lenas 18. Geburtstag soll sie "geheilt" werden. Doch als sie Alex kennenlernt, wird sie infiziert und würde eher sterben, als sich von der Liebe heilen zu lassen.

Die Idee zu "Delirium" fand ich einfach toll, deswegen landete das Buch auch überhaupt erst auf meinem SUB. Ich glaube aber die Angst, das eine so tolle Idee nicht gut umgesetzt wurde, ist der Grund warum es lange auf dem SUB liegen blieb. Falls es euch genauso geht, keine Angst. Lauren Oliver hat es geschafft, die Idee nahezu perfekt umzusetzen. Die Welt die sie geschaffen hat fühlt sich real an, und in Lena (die Ich-Erzählerin) kann man sich sehr gut hineinversetzen. Man lebt mit ihr, fühlt mit ihr, verliebt sich mit ihr, liebt mit ihr und leidet mit ihr.

"Delirium" ist mir sehr zu Herzen gegangen und ich werde mir mit dem zweiten Teil ("Pandemonium") auf keinen Fall so viel Zeit lassen bis ich ihn lese. Vor allem nicht, nach dem tragischen Ende das soo viele Fragen offen lässt.

"I remember being very young and watching Rachel build a sand castle at the beach. She must have worked on it for hours, using different cups and containers to shape towers and turrets. When it was done it looked perfect, like it could have been made out of stone. But when the tide came in, it didn't take more than two or three waves to dissolve its shape entirely."
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Liebe., 17. Mai 2012
Von 
Kate - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)   
Liebe ist ein Krankheit und endet immer tödlich. Ohne Ausnahme. Früher wussten es die Menschen nicht und verliebten sich ständig. Wollten es sogar. Liebe. Hat nur Tod und Verderben gebracht. Zum Glück gibt es ein Heilmittel. Seit dreiundvierzig Jahren. Nur ein kleiner Eingriff und man ist für immer von der Liebe geheilt. Es ist besser, wenn man einen Partner zu geteilt bekommt. Einen perfekt auf dich abgestimmten Partner. Dein ganzes Leben ist dann perfekt.
Für Lena zählt nichts mehr als ihr Eingriff. Ihre Erlösung. Erst wenn sie ihren Eingriff hinter sich hat, wird alles gut. Dann kann nichts mehr schief gehen. Sie ist nicht wie ihre Mutter oder ihre Schwester. Sie möchte nichts mehr als diesen Eingriff. Bis zu einer Begegnung, die alles verändert - Alex.
Und ganz langsam, immer einen kleinen Schritt nach dem anderen, verfällt Lena der Krankheit Amor Deliria Nervosa - Liebe!
Zäune die vorher Sicherheit versprachen, versperren nun den Weg in die Freiheit. Und die Zeit rennt, viel zu schnell und unaufhaltsam, bis es fast zu spät ist.

Als ich Delirium gelesen habe, war ich vollkommen fasziniert. Fasziniert von der Welt in der Lena leben muss. Liebe als Krankheit und sogar tödlich zu bezeichnen, ist eine sehr interessante Idee.
Zu Anfang muss ich sagen, dass ich ein paar kleine Schwierigkeiten mit Lena hatte bzw. mit ihrem Verhalten. Was jedoch nicht mit Lena an sich oder mit dem Schreibstil von Lauren Oliver zusammen hing, sondern weil ich in die Welt von Lena erstmal so richtig eintauchen musste, um die Gedankenstränge verstehen zu können.
Nachdem ich mich gedanklich und gefühlsmäßig damit angefreundet habe und das Leben der Menschen in Lenas Welt besser verstanden und nachvollziehen konnte, war es wie ein Paukenschlag und ich regelrecht gefesselt.
Die Spannung steigt spürbar von Seite zu Seite, zum Ende hin ist es kaum noch auszuhalten und am Schluss bleibt man Atemlos und Fassunglos zurück. Eine bittersüße Mischung.
Aber auch die Entdeckungen und Erfahrungen, die Lena macht, machen das Buch zu etwas ganz Besonderem.
Lena wächst einem immer mehr ans Herz. Die Entwicklung, die sie in dem Buch macht, lässt sie zu einem wundervollen Charakter werden und man ist sich absolut sicher, dass sie noch so viel mehr in ihr steckt.
Aber auch andere Figuren in dem Buch haben viel zu bieten. Bei manchen ist die Veränderung, die sie nach dem Eingriff gemacht haben, beängstigend und doch faszinierend. Man fragt sich oft als Leser, wie so etwas möglich ist und ob es nicht doch einen Weg aus dieser Leere gibt.
Aber auch die andere Charaktere überzeugen durch ihre Persönlichkeit, ihre Abenteuerlust und ihre Handlungen.
Ein weiterer Pluspunkt in dem Buch ist Lauren Olivers Schreibstil. Leicht und leise erzählt sie das Leben mit der Krankheit Amor Deliria Nervosa und lässt dabei eine so bildhaftschöne Geschichte entstehen, die definitiv nach mehr verlangt.
Der Schluss lässt das Herz einige Schläge aussetzen. Ich war fassungslos und wollte mehr, so konnte es doch nicht enden. Es lässt einen nachdenklich zurück und lässt die Frage aufkommen, wie weit man für seine Freiheit gehen würde.

Ich bin infiziert. Ich bin Delirium voll und ganz verfallen. Bin wie eine Süchtige, die den nächsten Teil kaum erwarten kann. Von mir gibt es eine absolute und uneingeschränkte Leseempfehlung.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen **Einfach schön und überzeugend,süchtig machend**, 29. April 2012
Inhalt:

Amor Deliria Nervosa ist eine tötliche Krankheit und Lena sehnt sich nach dem Tag,
an dem endlich der Eingriff vorgenommen wird, um endlich imun dagegen zu sein.

Die "Liebe", wie sie einst genannt wurde gibt es nicht mehr und ist verboten.
Jeder Mensch der sich dem nicht bäugt, wird von der Regierung gejagt, die Aufseher sorgen für Ordnung und Sicherheit.

Auch Lenas Mutter war infiziert und starb, weil sie Selbstmord begannen hatte.
Lena möchte nicht so enden wie ihre Mom und ist mit allem einverstanden und glaubt fest an das Buch Pssst! und seinen Regeln.

Bis sie auf Alex trifft, der so anders ist als alle anderen. Lena bekommt ihn nicht mehr aus den Kopf und plötzlich lösen sich all ihre Prinzipien in Luft auf und sie fängt an sich zu fragen, was so falsch an diese Art von Gefühlen sein kann?

Ihr bisheriges Leben fängt an zu brökeln .....

Meine Meinung.

Es ist eines der besten Bücher die ich je gelesen habe, finde es aber sehr schwer darüber zu schreiben.
Was da alles passiert und geschildert wird, muss man einfach selber lesen, um zu begreifen.....Das Buch zeigt eine erschreckende Zukunft, wie sie sein könnte und die Lebensbedingungen der Rebellen ist schauderhaft....Menschen sind zu allem fähig und grausam, wenn sie nur nach einem Weg streben/kämpfen....es hat mich auch an die Lebensumstände in einem Krieg erinnert, jedenfalls was manche Kapitel angeht die Gleichgültigkeit der Menschen, die Grausamkeit und Brutalität....

Das Buch lässt sehr viel Freiraum für weitere Teile, auf die ich mich bereits sehr freue und entgegen fieber...
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Delirium (Amor-Trilogie 1)
Delirium (Amor-Trilogie 1) von Lauren Oliver
EUR 7,99
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