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am 5. Dezember 2012
Die vierte Fassung der Johannes-Passion wirft manche Fragen auf. "Wie sinnvoll es ist, die nun herausgeschälte vierte Version aufzuführen, sei dahingestellt: Der Laie wird bei oberflächlichem Hören bei weitem nicht alle Unterschiede wahrnehmen. Diejenigen jedoch, die er wahrnimmt – vor allem der aufklärerisch veränderte Text der Sopranarie „Ich folge dir gleichfalls“, der die vormals enge Bindung von Musik und Text verunklart – werden ihn eher verwirren. Das Problem: Manche der Änderungen werfen Fragen auf hinsichtlich ihrer Begründung; auch einige der substantiell musikalischen Varianten (zu denen man Bach, anders als im Falle der Textretuschen, wohl kaum von Arbeitgeberseite genötigt haben kann) ergeben nicht unmittelbar Sinn." meint M. Wersin im aktuellen Rondomagazin. Teilweise wird bezweifelt, dass diese Variante noch von Bach selbst autorisiert worden sei.

Nun gibt es einige Aufnahmen dieser Version, eine,zum Einstand beim label accent, von cantus cölln.
Einerseits wird diese Aufnahme sehr gelobt:"Überhaupt profitiert die Einspielung des Cantus Cölln unter Konrad Junghänel von einer ganz natürlichen Expressivität. Eine so selbstverständliche Sprachformung - der auch das Orchester folgt - kann erst dann entstehen, wenn die barocke Klangrede allen Beteiligten längst in Fleisch und Blut übergegangen ist. Das gilt für die dramatischen Chöre und kontemplativen Choräle (traumhaft: "In meines Herzens Grunde") ebenso wie für die Arien und Hans Jörg Mammels Evangelistenbericht." so im fonoforum.
Michael Wersin macht,eher zwischen den Zeilen,gewisse Einwände geltend:"Eine durch und durch empfehlenswerte Einspielung also – wenn über der makellosen Oberfläche und der zumeist begeisternden klanglichen Tiefenschärfe nicht gelegentlich ein leicht ermüdender Schleier allzu großer Objektivität liegen würde. Wie viele der Interpreten waren sich etwa beim Singen des Eingangschores voll und ganz im Klaren darüber, dass dieses Meisterwerk eine passionstheologische Abhandlung ist, die in puncto Zusammenwirken von Textaussage und Musik (Letztere bei Bach immer als Teil der Schöpfung, um deren Rettung durch ihren Schöpfer es hier geht) ein singuläres Ereignis der Kulturgeschichte ist?"

Der so betitelte "Schleier der Objektivität" heisst doch, etwas mehr in Klartext gebracht,die Dramatik fehlt dieser Interpretation. Das ist auch meine Einschätzung,insbesondere,wenn ich an die hochdramatische Einspielung von Benoit Haller mit seiner chapelle rhenane denke.

Auf der anderen Seite sind die so wunderbaren Choräle in dieser Passion von dieser Klein-Besetzung ausgezeichnet dargeboten.

Die gesamte Einspielung geht mir nicht so nah,wohl die Darstellung der Choräle.
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