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am 30. März 2012
Hakens zweites Album "Visions" brauchte nicht lang, um von mir gekauft zu werden. Ursprünglich kam ich als Hörer aus der Ecke Dream Theater, Pain Of Salvation und Porcupine Tree und wurde durch eine Amazonempfehlung an diese Band weitergeleitet (jaja der gute alte gläsernde Amazon-Nutzer). In Folge dessen hörte ich einige Tracks auf youtube.com zur Probe. Nach dem einmaligen Durchhören der Lieder dachte ich, es sei ein Verbrechen, diese großartige Musik ein zweites Mal anzuhören, ohne die Erschaffer zu unterstützen und kaufte mir die CD.
Die Musik ist gekennzeichnet von Hard-Rock-Elementen mit progressiven Einflüssen. Es ist ein guter Ausgleich zwischen ruhigen und aggressiven Passagen vorhanden. Der Gesang ist durchgehend klar gehalten. Mitunter wird die Musik stark durch virtuose Gitarrenarbeit und "ungerade" Taktarten dominiert. Jedoch werden diese Elemente sehr rücksichtsvoll in die Songstruktur eingearbeit ohne das Gefühl entstehen zu lassen, die Lieder seien wie aneinandergesetzte Ideenschnipzel konstruiert worden.
Inhaltlich handelt es sich bei "Visions" um ein Konzeptalbum. Thematisiert werden die fortwährend schlimmer werdenden Angst- und Paranoiasymptome eines Mannes, der mit 9 Jahren eine Vision seines eigenen Todes hatte und seither unter Schlaflosigkeit und vielen weiteren Symptomen leidet, die seine Gedankenkreisläufe bezüglich seines eigenen plötzlichen Ablebens noch verstärken.
Das Album beginnt mit dem Instrumentalstück "Premonition". Leichte Streicher führen den Hörer behutsam in das Universum des lyrischen Ichs ein, bevor erst melodisch klingende, dann härtere Gitarrenriffs die Dominanz im Song an sich reißen. Eine fast schon zerstörerische Kraft wird durch die Härte der Gitarren zum Ausdruck gebracht, die doch zwischendurch immer wieder von melodiösen Zwischenpassagen unterbrochen werden. Insgesamt bereitet "Premonition" mit einem buntenen Mix aus später wieder erscheinenden Themen den Hörer musikalisch auf die Reise vor, die das Album im Begriff ist einzuschlagen. Gegen Ende des Liedes werden zusätzlich pompös klingende Bläser verwendet, die dem Lied seinen krönen Abschluss geben.
Der zweite Track "Noctural Conspiracy" beginnt sehr ruhig. Im Hintergrund sind Wind-Geräusche zu vernehmen. Es wird eine unheimliche Atmosphäre aufgebaut, die den Themenschwerpunkt der Vorahnung untersteichen. In diesem Lied ist dann auch der äußerst abwechslungsreiche Gesang zum ersten Mal zu vernehmen. Nach dem sanften Vers bricht über den Hörer der härtere Refrain aus, der mit seinen äußerst tief klingenden Gitarren eine enorme Schwere verbreitet. Der Sänger beweist schon hier seinen äußerst beeindruckenden Stimmumfang. Nach dem sehr eingängigen ersten Teil wird in einen 9/8 Rhythmus übergangen, der sanft vom Klavier eingeleitet wird. Dannach folgt eine sehr wilde Instrumentalpassage, die stark an Dream Theater erinnert. Nach der erneuten Wiederholung des Refrains geht das Lied in einen ruhigeren Part über, der durch Fretless-Bass und Klavier sehr gefühlvoll begleitet wird. Insgesamt ist der 13-minütige Song ein sehr eingängiges, abwechselungsreiches Meisterwerk.
Direkt im Anschluss folgt das Lied "Insomnia" (dt. Schlaflosigkeit). Das Lied lässt sich hauptsächlich in drei Teile aufteilen. Der erste Teil lässt im 6/4-Takt durch interessante Drum & Bass-Passagen abwechselnd mit tiefschürfenden Gitarren und tanzenden Piano-Sequenzen einen sehr experimentelle Sound-Mischung entstehen. Nach dem ersten Refrain beginnt der zweite größere Teil im 4/4 Takt. Er beginnt mit einer Sequenz, die stark an frühe Videospiele der 90er Jahre erinnern lässt und auch kurz das Nintendo-Start-Geräusch erklingen lässt. Dann übernehmen harte und tiefe Gitarrenriffs die Führung. Durch die Reduzierung des Tempos auf Half-Time entsteht eine unglaubliche Head-Bangig-Lust. Kurz darauf folgt aber auch schon ein unglaublich virtuoses Gitarrensolo, wonach dann ein Synthesizer den Solo-Part ergänzt. Schließlich wechselt der Song wieder zurück zum ursprünglichen Riff und lässt das Lied mit einem leidenschaftlichen Streicher-Ensembel enden. Großartig!
"The Minds Eye" ist vielleicht der popigste Song des Albums. Unglaublich eingängige Melodien treffen auf grandiose Gitarrenrhythmen und verspielte Taktkonstruktionen. Während der Hauptteil des Liedes im 6/8 Takt gehalten ist, werden beispielsweise der Verse oder der Pre-Chorus mit einem wunderbar passenden 11/8-Takt versehen. Schon beim ersten mal wird man bei dieser eingängigen Melodie stark zum mitsingen animiert. Die Komponisten hätten bei diesem Lied, trotz der starken Eingängigkeit, jedoch insgesamt noch mehr wagen können.
"Portals" ist das zweite Instrumental des Albums. Es ist vielleicht auch das experimentellste Stück. Neben atonalen Tonabfolgen, schweren Gitarren und "krumen" Taktarten wird auch versucht auf möglichst brutale Weise die Virtuosität aller Musiker unter Beweis zu stellen. Das Lied hätte ganz im Gegensatz zu "The Minds Eye" ein wenig mehr Eingängigkeit vertragen können. Wer jedoch auf Virtuosität-Lieder a la "The Dance of Eternity" steht, kommt hier voll auf seine Kosten.
"Shapeshifter" könnte man als einen der wenigen Schwachpunkte des Albums klassifizieren. Auch der aufwändige Einsatz der Bläser kann hier über die etwas einfallslose Melodie- und Rhythmusstruktur des Liedes einfach nicht hinwegtäuschen. Auch beim Refrain entsteht nicht wirklich der Wille mitzugehen, irgendwie wirkt alles ein wenig fad und schlecht arrangiert.
Ganz anders kommt jedoch "Deathless" daher. Der durchweg ruhig gehaltene Song ist sozusagen die Ruhe vor dem Sturm (dem Titeltrack). Er beginnt mit einem mysteriös klingenden sanften Streichen in Verbindung mit einer unheimlich einfühlsamen Pianomelodie, die sogleich vom einsetzenden Gesang dupliziert wird. Der Refrain wirkt erfrischend, er hebt die Stimmung und bleibt trotzdem der sentimentalen Grundstimmung des Liedes treu. Nach dem zweiten Refrain beginnt eine Instrumentalpassage, die jedoch bewusst auf die exzessive Darstellung des Könnens der Musiker verzichtet und stattdessen ein wunderbares, klares Klangbild liefert, das sich auzgezeichnet in den restlichen Song einfindet.
"Visions", der Titelsong des Albums, beginnt erstaunlich. Mit Hilfe von künstlichen Klängen, Streichern und einer Erzählerstimme, die selbst in der Klangwelt des Ganzen verschwimmt, wird über die Beziehung zwischen Traum und Realtität philosophiert. Im Anschluss an dieses bewegende Vorspiel stehen Streicher und Bläser im Vordergrund. Diese pompöse Passage verschaft mir heute noch jedes Mal Gänsehaut, fantastisch! Dann steigt die Band ein. Eine kraftvolle und unglaublich mitreißende Reise beginnt. Bekannte Themen werden aufgegriffen und integriert. Strophe und Refrain sind nicht nur eingängig und mitreißend, sie laden auch den Hörer ein, sich durch die erneut entstehenden Sprechpassaden mehr mit der Thematik auseinanderzusetzen. Dann folgt eine orientalisch anmutende Instrumentalpassage, die mich ein wenig an die Band "Angra" erinnert. Dann, nach einem kurzen Zwischenspiel, das mich wiederum an die Band "Muse" erinnert, wird plötzlich eine Passage eingeleitet, die stark an ein Musical erinnert. An dieser Stelle wird schließlich die Schlüssel-Textstelle des Albums preisgeben "If the boy I accidantily killed was me". Nach einer ruhigen und gefühlfollen Zwischenpassage geht die Band zurück in das Musical-Genre und schließt das 22-minütige Meisterwerk letztlich mit Hilfe von Streicher und Bläsern in einem mehr als würdevollen Abgang.
Für mich ist dieses Album, auch neben dem genial konstruierten Konzept, ein sehr abwechslungsreiches und kraftvolles Werk, das einen nur schwer aus seinem Bann lässt. Es ist auch, oder erst, nach mehrmaligem Hören sehr unterhaltsam und es verspricht immer wieder neue musikalische und lyrische Aspekte zu enthüllen.
Für mich ist Haken aus zwei wichtigen Gründen eine gute Alternative zu Dream Theater. 1. Finde ich die Stimme des Sängers äußerst ansprechend und sympathisch. Sie ist klar und verzichtet auf ein zu starkes Vibrato. 2. Werden die instrumentalen Spielereien gut in das Gesamtkonzept der einzelnen Lieder integriert, ohne das der Eindruck entsteht, das das Lied unnatürlich oder zu wenig gefühlvoll sei.
Wer also eine gelungene Abwechslung zu den vorherrschenden Prog-Rock-Bands sucht, ist mit Hakens "Vision" mehr als gut bedient!
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VINE-PRODUKTTESTERam 16. November 2011
Die teils etwas zurückhaltenen Kritiken über das vorliegende zweite Album der britischen Prog-Senkrechtstarter von "Haken" kann ich nicht nachvollziehen. Vorab daher von mir die volle Punktzahl für "Visions". Richtig ist, dass das Debut "Aquarius" quasi aus dem Nichts direkt in die Championsleague der Prog-Musik eindrang. Das es aber so viel besser sein soll als der aktuelle Output, ist wie so oft reine Ansichtssache. Aus meiner Sicht sind nämlich die Kritikpunkte die eigentliche Weiterentwicklung.
Was als so besonders und außergewöhnlich dargestellt wird, war aus meiner Sicht oft ein wüst gemixter Cocktail, der nicht immer bekömmlich dargereicht wurde. Zu isoliert wurden scheinbar nicht zusammengehörige Stile nebeneinander gestellt.
"Visions" ist da organischer und logischer, ohne einen Tick uninteressanter oder gar monoton zu werden. An AC/DC-Jünger deshalb die Warnung: Finger weg! Desweiteren finden sich einfach Gänsehautmelodien en masse auf Visions. (Nocturnal Conspiracy, Shapeshifter, Deathless und erst recht im opulent epischen Titeltrack "Visions." Da mußte man sich auf "Aquarius" doch in Geduld fassen bis die große Melodie alles mitriss...
Gerade im Monument "Visions" entdeckt man alles was das Rock, Prog, Metal und ja sogar Indieherz wünscht. Brettharte Machine Head-Riffs, treffen auf Swing-Bassläufe und orientalisch angehauchte Flamenco-Parts. Auch ein bißchen Jahrmarkt-Flair darf nicht fehlen. Ellenlange Solos von Gitarre und Keyboards gemahnen tatsächlich an die übermächtigen Dream Theater. Manchmal schimmert sogar "Muse" durch. Und das eben ohne langweilig oder unlogisch oder wüst zu wirken. Auch die Instrumentals (Premonition, Portals) sind super und weisen die Beteiligten als Top-Instrumentalisten aus. Daneben gibt es reichlich schräge Keyboard-Sounds wie im ebenfalls superben "Insomnia" wo Nintendo-Sounds einen gnadenlosen Instrumentalpart einleiten.
Weiteres Plus der CD: Die Produktion hat sich stark gebessert. Bei Aquarius war der Drumsound teils arg dünn gerade die Snare, bei Visions kling es voluminös und ausgewogen. Auch die Gesangsleistung ist meiner Ansicht nach sehr viel besser. Auch hier würde ich Sänger Ross Jennings auf Aquarius ein dünne Stimme attestieren, die nicht immer intensiv und "breit" klang. Er hat deutlich an Klasse zugelegt auch wenn er tatsächlich immer noch nicht zu den Allerbesten gehört. Es werden orchestrale Elemente integriert, die den Gesamtsound noch mächtiger machen und prächtig ins Bild passen. Weitere nicht an der Höchstnote kratzende Änderungen sind das Zurückfahren des Pop-Appeals (Wen störts, ich komm eh vom Metal..) oder das Fehlen von Growls (Wer es nicht verstanden hat, auf Aquarius war das die Rolle des Aquarius himself).
Fazit: Wer es mit zwei Alben schafft dermaßen Staub in der Szene aufzuwirbeln, muss einfach ein gerütttelt Maß an (Ausnahme)Talent und Können haben. Für mich kein Zweifel: Die Briten werden wohl das Traumtheater einst beerben. Zumindest sind sie auf einem sehr guten Weg dahin.
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VINE-PRODUKTTESTERam 22. März 2012
..gefallen mir durchaus besser als auf der suche nach Aquarius noch ein Jahr zuvor. Meiner Ansicht nach haben wir hier eher ein Prog- als ein Metalalbum und das ist auch gut so, zumindest aus meiner sicht. Haken haben einige Metal-Elemente, vor allem sehr geile Gitarrenriffs (Portals und Shapeshifter) eingebaut, aber auch sehr schöne Melodien, denen man folgen kann (das hat mir teiwleise auf Aquarius gefehlt). Ich bin sehr zufrieden, freue mich sie auf NTOP zu sehen und finde die Bemerkung im amaazon-Text überflüssig, dass es den Beifall auf dem letztjährigen Festival nicht gebraucht hätte. Als eine fortsetzung oder Ergänzung zu Dream Theater sehe ich diese Band gar nicht, da muß ich leider komplett widersprechen. Bitte erstmal die Scheiben von DM durchhören oder Haken konsequenter zuhören. Hat nichts miteinander zu tun.
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am 20. April 2016
... was ich nun schreibe, klingt vielleicht ungerecht und degradierend, ist aber keinesfalls so gemeint, im Gegenteil, eher Lobpreisung... Haken hat mit "Visions" (kenne das Album wirklich erst seit... schaut aufs Datum... seit drei Tagen) einen wahrlich großen "Nachfolger" diverser versiegender Prog - Rock/Metal - Größen kreiert... Quasi ein erhabener Fingerzeig, wie es zu gehen hat... Klasse durch Melodie, Kreaivität, Eingängigkeit, Überraschung und Bodenständigkeit... vor allem Vision... Das Album ist wirklich absolut großartig, erfindet den Stil nicht neu, aber wer will das denn auch... im Gegenteil, manchmal bedeutet vertraute Genialität einfach nur Genuss und Hingabe... Haken bedient diese "Sehnsucht"...
Diverse andere "Größen" sonnen sich im Technikkosmos, verlieren dabei aber auch eklatant die "Schönheit", welche Musik zu zelebrieren weiß, aus den Augen... und Jazz - Einflüsse können großartig sein - wenn diese nicht erzwungen als unnachvollziehbare Zwangsneurose dargeboten werden... Haken machen das deutlich... Dieses Album ist wahrlich erhaben und zeigt vernarbten Genregrößen, wie sich bedingungslose Hingabe zur Musik - Melodie und Spielfreude - anhört... großartige Arrangements, Melodien und Gewandtheit... der Opener ist z.B. vergleichbar mit dem Giganten "Hyperventilate" Frosts "Milliontown"...
Hab ich gerade die gesamte Zeit Haken mit anderen Bands verglichen... vergesst es... diverse Bands sollten sich auf die großen Strukturen Hakens beziehen... "Visions" ist das Album, auf welches ich seit vielen Jahren gewartet habe... DANKE
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am 14. Juni 2012
Vor 3 Tagen wurde ich auf das erste Album von Haken aufmerksam ("Kunden, die Dream Theater gekauft hatten, haben auch dnach gesucht...."). Es gefiel mir so gut, dass ich es gekauft hatte. Musikalisch erstklassig, abwechslungsreich, gefühlvoll und teil abgefahren. Erinnerte mich an DT, Zappa und ein paar Lieder an die letzte Scheibe von Extreme. Ich bekam dann Lust auf das zweite Album Visions und muss sagen, dass es mir noch besser gefällt als das erste!! Es ist etwas geradliniger, die Zirkusmelodien im ersten Album waren ganz nett und interessant, aber genauso wie der teilweise schräge Sound der Keyboards drückten sie die Scheibe in eine recht eigenwillige Ecke. Bei Visions ziehen sich mehr Themen durch die Lieder, die Sounds sind klarer, die Konzepte geradliniger, wobei es jetzt wieder mehr an DT erinnert und bei weitem nicht mehr so experimentell erscheint wie die erste CD. Ich höre sie mir jetzt das 4 te mal an und entdecke immer mehr......oder lasse mich einfach nur berieseln. ich freue mich schon auf die Dritte CD. (Der Gitarrist ist übrigens der absolute Hammer!!!)
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am 25. Februar 2012
Ich habe Haken über MySpace kennengelernt und mir das Debüt Album gekauft und war einfach sprachlos vor Begeisterung.

Der Nachfolger Visions ist nicht ganz so extrem progessive und eher mit mehr eingängigen Meldien bestückt. Allerdings sieht man hier wieder die unheimliche Tiefe mit dem hier Songs geschrieben werden. Man muß das Album erst unzählige Mal hören bevor einem sich der ganze Unfang erschliesst.

Haken ist für micht persönlich die Neuentdeckung 2011 und neben Dream Theater und Ayreon mein neue No. 3 in Sachen Progressive Metal.

Ich kann das Album Visions als auch den Vorgänger Aquarius nur jedem Progressive Fan ans Herz legen.
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am 22. Februar 2012
Was die Jungs von Haken hier abgeliefert haben, ist ohne Zweifel das Beste, was man von alternativ bis progressive Rock/Metal die letzten 5 Jahre zu hören bekommen hat! Dieses Album ist m.E. ein Meilenstein in der Musikgeschichte. "Aquarius" war schon ein geiles Stück Musik, doch, und hier muss ich den vorgehenden Rezessionen etwas widersprechen, "Visions" ist eindeutig schärfer, abwechslungsreicher und noch fetziger ;-).
Einfach grandios!- Ich würde 6 Sterne vergeben.
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am 2. März 2012
Wie oft habe ich dieses Album jetzt gehört? 20 mal, 40 mal, vielleicht auch häufiger. Ich nehme jedenfalls für mich in Anspruch, das Album sehr sehr gut zu kennen. Und im April werde ich Haken (erstmals) auch live erleben, worauf ich mich schon extremst freue. Ein Wort des Lobes vorweg: Haken legen mit ihrem zweiten Studioalbum ein wirklich gutes Album vor, das 4,49 Sterne verdient (bei 4,5 müsste ich ja aufrunden). Der negative Aspekt liegt darin, dass "Aquarius" mir - wenn ich alle Kriterien einbeziehe - doch besser gefällt.

Aber eins nach dem anderen: Besser, ja viel besser ist auf "Visions" der Gesang von Ross Jennings. Der Gesang war nämlich vielleicht das einzige Manko auf "Aquarius" (wenn ich mal von einem nicht ganz gelungenen Drum-Fill zu Beginn von "The Point of No Return" absehe). Auch die Produktion an sich ist druckvoller, insbesondere der Drumsound (wie schon erwähnt wurde) wesentlich knackiger. Die Gitarre ist ganz nach meinem Geschmack: sehr druckvoll und präsent, die Keyboards im Gegensatz zum Debütalbum vielleicht etwas in den Hintergrund drängend.

Nun zum Musikalischen: Wenn man sich vergegenwärtigt, dass "Aquarius" hier bei amazon zum Zeitpunkt meiner Rezension 17 Bewertungen hatte, und 17 mal 5 Sterne, dann muss man sich schon fragen, warum "Visions" nicht auf ähnliche Euphorie stößt. Das liegt meiner Meinung nach daran, dass man auf "Visions" nur noch selten so sehr überrascht wird wie auf "Aquarius". Als ich "Streams" auf youtube vor ca. einem Jahr das erste Mal hörte, dachte ich, mich trifft der Schlag: Ein klasse 7/8-Klavierintro, so leicht, so verspielt, in der zweiten Strophe gewürzt durch ein lockeres "u-dap-dap" in den Backgroundvocals (was manchen kritischeren Rezensenten auf den Nerv ging) und immer wieder diese wunderschönen Übergänge in den Refrain, der einfach nur Gänsehaut erzeugt. Und dann dieser brachiale Mittelteil, der mit Growls, schwerem Drumrhythmus und einer absolut phantastisch eingesetzten Orgel daherkommt, die dann auch noch einen 7/8-Rhythmus gegen den 4/4-Rhythmus der anderen Instrumente spielt. Und einfach klasse, wie Gitarre + Bass + Drums im zweiten Abschnitt dieses Growl-Parts gemeinsam den Rhythmus spielen. Und nach diesem depressiven Teil geht es in den geilsten 9/8-Takt über, den ich je im Progressive-Genre gehört habe (an zweiter Stelle "Surrounded" von Dream Theater). Er klingt unbeschwert, als sei er nicht geplant; er ist kaum als 9/8 zu identifizieren, so locker kommt er daher. Was ich mit all diesen Ausführungen sagen will? "Aquarius" hat mich und offensichtlich auch viele viele andere einfach nur umgehauen. Auf sowas hatten viele Prog-Fans lange gewartet, auf eine Band, die nochmal ausbricht aus dem (zugegebenermaßen sehr guten) Einheitsbrei des Prog. Für mich war "Aquarius" das beste Album der letzten zehn Jahre, besser als alles, was Dream Theater nach "Scenes from a memory" gemacht haben.

Und jetzt kommt "Visions". Wie gesagt, ein wirklich gutes Album, das ich nicht nur deshalb so häufig höre, weil ich hier eine Rezension schreiben wollte, sondern weil es mir sehr gut gefällt, aber die Anzahl der Überraschungsmomente hat doch deutlich abgenommen. Um es positiv auszudrücken: Das Album ist homogener als sein Vorgänger und hat eine überzeugende Story (Jennings hat an einen eigenen Traum anknüpfend, in dem er sich selbst sterben sah, die Lyrics geschrieben). Auch musikalisch hängt alles viel mehr zusammen, was sich u.a. daran erkennen lässt, dass sie Songs teilweise ineinander übergehen (v.a. "The Mind's Eye", "Portals", "Shapeshifter"). Um es negativ auszudrücken: Die Platte ist eintöniger als "Aquarius". Noch nicht einmal das Albumcover hat mich überrascht, ist es doch irgendwie bei der Band "3" abgekupfert, die vor einigen Jahren ihr Album "Revisions" (Visions, Revisions... ein Schelm, der hier auch noch Böses denkt) ganz ähnlich gestaltet hatten. Auch ich kann auf die Growls gut verzichten, aber Soli wie beispielsweise in "Aquarium" ab 7:14 bekommt man auf "Visions" leider nicht zu hören. Ohne Zweifel, musikalisch scheinen mir Haken durchaus ebenbürtig mit Dream Theater zu sein (wobei allerdings Drummer Raymond Hearne nicht an DT's Mike Mangini heranreichen kann), aber die vielen twists and turns, die "Aquarius" zu einem Hammer-Album gemacht haben, sind auf "Visions" einfach weniger geworden. Man hat sich leidergottes ein wenig dem Einheitsbrei angenähert.

Highlights des Albums sind meiner Meinung nach "Portals", ein herausragender Instrumental-Song, bei dem ich auch nach 40 Durchläufen noch nicht alles entschlüsselt habe ;-). Und in "Visions" gibt es dann doch einige Passagen, in denen man sich an das Vorgängeralbum erinnert fühlt, z.B. bei 6:30 (hier geht es mit einem freakigen Keyboard-Sound in die erste Intrumental-Passage, bei der es dann auch einen kurzen Swing-Part mit virtuosem Bass-Solo und einen orientalisch klingenden Part gibt), bei 9:55 (absolut phantastischer Keyboard-Sound, so richtig schön geheimnisvoll!) und bei 15:20 (mit für Ross Jennings relativ tiefem Gesang, collem Groove, "u-bap-bap"-Background-Vocals und saugeilen Keyboard-Sounds).

Damit ist eigentlich alles gesagt. Ich hoffe, dass Haken auf ihrem Konzert nicht nur das neue Album präsentieren, sondern auch einiges von ihrer ersten Platte. Denn diese ist einfach nur überirdisch, die 17x5 Sterne sind berechtigt!
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am 22. November 2011
Kurz Vorweg. Weder wollen Haken die neuen Dream Theater werden, noch haben Dream Theater einen Markenschutz auf dem Progmetal.
Haken spielen vor allem in den Instrumentalpassagen mit ähnlichen Mitteln wie ehemals das Traumtheater aus Amerika. Das kann man nicht
leugnen und dennoch befindet sich das im gesamten Kontext einer CD Meilenweit vom Genretypischen Urschleim entfernt.

Das wichtigste was Haken uns lehren ist, dass sich eingängige Melodien und regelrechte Ohrwürmer wunderbar mit anspruchsvollen und
komplexen Arrangements vereinbaren lassen. Was hier an Melodien abgefackelt wird ist beachtlich. Das kann man zu einem gewissen Teil
dem Sänger (Ross Jennings) gutschreiben. Hin und wieder erinnert mich der Gesang an Mike Vennart von den ehemaligen Oceansize und
wahrscheinlich ist dies auch der Grund, warum ich mich sofort wie Zuhause bei Haken gefühlt habe.

Das Grundgerüst vom Haken Sound besteht aus sehr ansprechenden und durchaus anspruchsvollen Instrumentalpassagen, die sich mit
sehr eingängig intonierten Gesangspassagen abwechseln. Teilweise sogar mit Mehrstimmigen Gesang (Insomnia) was mir unglaublich gut gefällt.
Hier und da scheint eine gehörige Portion Jazz bzw Funk durch. Alles aber im Kontext des Albums perfekt verwoben (sprich wie aus einem Guss).

Haken sind nicht nur für mich DIE Entdeckung der letzten Jahre. Die Engländer machen auf dieser CD einfach alles richtig. Komplexe Arrangements,
eingängige Melodien und das verpackt in einem lyrisch sehr interessantem Konzept.

Man kann nur erahnen wozu Haken in den nächsten Jahren noch zu Stande sein könnten, wenn sie diesen Pfad den sie eingeschlagen haben
konstant weitergehen. Andernfalls könnte man allerdings auch schon in Frage stellen, wie eine bereits so talentierte Band sich noch weiterentwickeln
kann. Die Zeit wird es zeigen. HAKEN sind jedenfalls eine der Bands die man ab jetzt immer auf dem Zettel stehen haben sollte.
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TOP 1000 REZENSENTam 14. Juni 2012
INTRO
Ich bin völlig platt! Selten hat mich in den letzten Jahren eine Kapelle dermaßen gefesselt. Was irgendwann mal OLDFIELD, MYLENE FARMER, die FLOWERKINGS oder NEAL MORSE geschafft haben, bewerkstelligen diese Mannen aus England seit noch nicht mal zwei Wochen bei mir. Und dabei war ich davon ausgegangen, dass mich - emotional verkümmert wie ich nun mal sein soll - keine Musik der Welt mehr großartig berühren kann. Und jetzt DAS!

SONX

1. Ja, da SIND Sonx, und was für welche!

2. Ja, da SIND Melodien, und was für welche!

3. Ja, da SIND große Komponisten, Arrangeure, Musiker am Werk, UND WIE!

SCHWACHPUNKTE
kann ich bei aller Bemühung hier nicht ausmachen. Jeder Song, jeder Einzel-Part, jedes Frickel-Fragment, jeder Ton macht im Gesamt-Zusammenhang der CD SINN, deshalb meine dringenste Empfehlung: ÖFTER HÖREN!

ES ERSCHEINT
absolut überzeugend, beeindruckend, ja geradezu beängstigend perfekt, was HAKEN uns hier anbieten. Mir wird Angst und Bange, wenn ich mir vorstellen soll, was denn da in näherer Zukunft noch so alles kommt. Oder war's das schon?

VERGLEICHE
Wenn ich HAKEN höre, erkenne ich selbstverständlich DT, aber auch KANSAS (die Piano-Intros und manche Gesangslinie), die FLOWERKINGS (dieses eigenartige Jahrmarkts- und Kirmisgerötel, nicht zu vergessen diese unbeschreiblichen Akkord-Wälle, die immer irgendwo anders hingehen). In dem einen oder anderen Gitarren-Solo-Auflauf lässt STEVE MORSE grüßen, und manch Keyboard-Arpeggio hätte TONY BANKS auch nicht besser hingekriegt. Am Ende von VISIONS glaube ich gar, GENTLE GIANT-Versatzstücke vernehmen zu können.

GENUG DER VERGLEICHE
Da, wo DT angeblich stagnieren, sich in sich selbst festgefahren haben sollen, kommen diese Engländer mit einer furchteinflößenden Kompositions- und Spielfreude daher, dass mir schwindelig wird. Ich habe beide Platten in Dauer-Rotation, was mir weiß Gott nicht ähnlich sieht. Ich kann momentan nicht genug davon bekommen, es tut mir EINFACH GUT.

AUS ERFAHRUNG
weiß ich natürlich, dass dieser Zustand auch wieder vorbei geht, but what the f...?! Jetzt ist jetzt und heißt HAKEN. By the way: Hat irgendjemand von Euch da draußen diese Band schon mal live gesehen/gehört und - bringen die live, was sie auf Platte versprechen? Oder ist dies mal wieder just another STUDIO-PROJECT? Über Resonanz (welcher Art auch immer) würde ich mich sehr freuen!

SCHLUSSWORT:
1. Ohne DT gäbe es kein HAKEN.
2. Ohne HAKEN würde sich meine Welt auch weiter drehen.
3. Mit HAKEN ist meine Welt ja so viel schöner, reicher, offener, was weiß ich...

IN DIESEM SINNE
Es gibt doch noch Hoffnung - wer hätte DAS gedacht!

BEWERTUNG
Komposition: 5 Sterne
Arrangement: 5 Sterne
Performance: 5 Sterne
Innovation/Experimente: 5 Sterne
Produktion/Sound: 4 Sterne
Cover: 3 Sterne
Gesamt: (27:6=) 4,5 (also aufgerundet) 5 Sterne

HAAX/Kiel
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