Kundenrezensionen

14
4,1 von 5 Sternen
Dog Bite Dog (MediaBook) [2 DVDs]
Format: DVDÄndern
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6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 17. Dezember 2007
Letztes Wochenende habe ich mir diese Special Edition mit 2 DVD's im Saturn gekauft und ich bin überwältigt von so einer guten Story und präzise eingesetzter gewalt.
Die Handlung beginnt mit der überfahrt aus Kambotscha nach Hongkong. Aber vorher sollte man noch wissen das Pang wie ein Tier auf einer Müllkippe groß geworden ist und dort von ein paar Gangstern aufgelesen wurde. Also haben sie ihm auf die Reise nach Hongkong geschickt damit er dort ein großes Ding erledigen soll. Nachdem Pang den Auftrag erledigt hat zieht es ihm wieder auf eine Müllkippe wo er eine junge Pennerin trifft die auch so ein Schicksal wie er hat. Am Anfang noch etwas zurückhaltend, lernen die beiden sich immer besser kennen und am Ende bekommt sie auch ein Kind von ihm. Doch sein zuvor begangener Mord bleibt nicht vergessen und der umstrittene Cop Wei aus der Abteilung Mordfahndung, lässt nicht locker und will ihn um jeden Preis Schnappen egal was er tun muss. Das ganze endet in einem spektakulerem Finale welches meiner Meinung nach nicht zu toppen ist.
Eine kleine Anmerkung zum Hauptdarsteller, denn dieser spricht vielleicht 10 Sätze wenn es hoch kommt. Ich habe das so empfunden das diese stille noch mal sehr zur Spannung bei trägt und man so auch mitbekommt wie kalt Pang eigentlich ist. Doch obwohl Pang während des Filmes sehr viele Menschen tötet und, auch unschuldige auf brutale Weise, wurde er mir nie unsympatisch.
Nun zu den beiden DVD's. Auf der ersten DVD befindet sich der 108 Minütige Hauptfilm und auf der zweiten DVD ist eine Menge Zusatztmaterial. Beide DVD's befinden sich in einem hochwertigen Pappschuber und einer sehr schön becoverten DVD Hülle.
Für mich ganz großes Kino aus Hongkong bzw. Asien und eine absolute Kaufempfehlung für alle Freunde von solchen Filmen.
Der Kauf lohnt sich!!!
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 30. Dezember 2008
WOW, habe die DVD gerade aus dem Player geholt und bin noch total geschockt von der Wucht, die der Film auf einen loslässt.
2006, im Zuge der Erfolgswelle um "Killzone SPL" und der neuerlichen Beliebtheit an düsteren Hongkong Trillern, entstand unter Regisseur Cheang Pou-Soi ein unvergesslicher Film, der für starke Furore sorgte.

Das begründet sich ganz einfach in der Machart des Films, die so noch nicht (oder nicht so konsequent)gezeigt wurde. Vergleiche mit David Finchers "Sieben" und ähnlichen Werken halte ich für unnütz, da "Dog Bite Dog" diese ihm vorgeworfenen Filme alle übertrifft und sie in den Schatten stellt, schon allein weil man in Hinsicht auf Atmosphäre und Stil viel weiter als alle anderen ging.
Genau das macht den Film aus, das Bild des Ganzen, eine Atmosphäre der Hoffnungslosigkeit und des menschlichen Grauens, wie es absolut einzigartig in Erinnerung bleibt.
Gekonnt umgesetzt durch Bild und Ton ist alleine das multivisuelle Erlebnis des Streifens selbst ein Grund den Film zu sehen. Düstere, dunkle und gespenstisch leblose Bilder der Metropole Hongkong, wie sie als finsterer Moloch und von den schlimmsten Seiten dargestellt wird.
Dazu ein Soundtrack, der durch seinen gezielten Einsatz das Erlebnis der Beklemmung noch steigert, besonders das wunderschöne Hauptthema des Films bleibt noch lange nach Beendigung des Films im Ohr.
Edison Chen und Sam Lee, bisher auf die Komödiensparte abonniert, geben ihr Bestes und liefern eine teilweise beängstigend reale Darstellung der jeweiligen Situation ihres Charakters ab. Daran besonders ist die Art und Weise der Erzählung, denn obwohl beide mit extremer Brutalität vorgehen entwickelt man als Zuschauer keinerlei Sympathien oder Antipathien, man verfolgt die Handlung viel zu gespannt als das für die Bildung eines Urteils Zeit bliebe.
Gesteigert in einem Finale, das meiner Meinung nach zu früh oder zu schnell kommt, dennoch an Wucht und Dramatik schwere Geschütze auffährt, endet "Dog Bite Dog" mit einem Paukenschlag und lässt den Betrachter verstört und mit einem miesen Gefühl zurück.

Viel mehr als das, nämlich schocken und mit seiner Heftigkeit den Zuschauer vom Stuhl reißen, will der Film dann auch nicht, wie sich bei differenziertere Betrachtung feststellen lässt.
Einige Logiklöcher sowie vereinzelte Unstimmigkeiten fallen bereits beim ersten Kucken auf, am Ende fragt man sich aber nach dem stimmigen Gesamtbild, das irgendwo verloren gegangen scheint. Der Film ist kein konventioneller Standartreißer, aber die Frage nach der Sinnhaftigkeit des Gezeigten muss sich auch ein außergewöhnlicher Film wie dieser stellen lassen. Für diese Mängel gibt es dann auch nur 4 Sterne.

Fazit: Hartes Hongkong Kino, das vor allem durch seine Schauwerte und die enorme Drastigkeit besticht, mit der ab der ersten Minute der Zuschauer in den Bann gezogen wird und bis zum verstörenden Ende dort nicht mehr heraus kommt. Man begleitet zwei Menschen am Rande des Wahnsinns auf einer Odyssee des Terrors und der Gewalt, wer sich "Dog Bite Dog" ansieht sollte das wissen.
Die DVD ist technisch in Ordnung, das Bild ist von keiner guten Qualität und gerade wegen der Extravaganz im Stil der Kameraführung führt dies zu Unschärfen und Bildstörungen. Der Rest kann sich sehen lassen, auf der Bonus DVD sind zahlreiche Extras rund um die Entstehung einer kleinen, dreckigen Perle des modernen Hongkong Kinos.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 7. März 2008
Dog bite Dog ist ein sehenswerter und ziemlich brutaler Film(also nichts für schwache Nerven). Die Story ist besonders gelungen. Pan(Edison Chen"Infernal Affairs2" ebenfalls sehenswert)ist ein Killer, der als Kind in Kambodscha als Kampfmaschine für illegale Kämpfe gedrillt wurde. Er kommt nach Hong Kong um einen Mordauftrag zu erledigen und wird danach von der Polizei gejagt. Dabei schreckt Pan nicht davor ab, unterwegs unschuldige Menschen oder Polizisten zu töten. Auf der Flucht und auf der Müllhalde versteckt, lernt er Yue kennen.Zwischen den beiden entsteht eine enge Beziehung, wobei die Polizei ihnen immer näher kommt.Ziemlich gelungen bei diesem Film sind die animalischen Geräusche bei einem Kampf. Hier wird gezeigt wie animalisch und brutal Pan im Kampf ist. Gar wie ein wildes Tier kämpft er sich sein Weg durch den Großstadtdschungle und immer wieder entkommt er der Polizei. Besonders brutal ist das Ende, wo unser "wildes Tier" (Pang)zurück in seine Heimat kehrt und mit Yue eine neue Existenz aufbaut und selber merkt wie es ist, die "Beute" zu sein.

Zur DVD:

Der Film selber leidet an extremer unschärfe. Das bringt gerade am Anfang des Films Frust mit sich und man muss sich echt durch die Unschärfe durchboxen und die die dvd Fernbedienung in der Ecke liegen lassen, sonst ist man gerade dazu genötigt die dvd rauszuschmeißen und sich tod zu ärgern. Hier könnte man selber zum wilden Tier werden. Es gibt hier auch eine 2.DVD die die üblichen Extras wie Making Of, Trailer, nicht verwendete Szenen usw. enthält.

Fazit:Hartes Asienkino mit genialen Soundeffekten und beeindruckender Handlung,die wegen ihrer extremen unschärfe leiden muss.Deswegen nur 4Sterne.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 9. Mai 2008
Es ist schwer diesen Film zu bewerten, da er extrem polarisiert. Ich muss mich anderen Kommentatoren anschließen, wenn sie sagen, das die Nebenhandlung mit dem Vater des Cops fast überflüssig ist - obwohl diese zu verdeutlichen versucht, wieso der Cop so handelt, auf die Art und Weise, wie er es tut. In dem Film gibt es eigentlich kein richtig gut oder böse, da die Handlungen beider Protagonisten nachvollziehbar ist und trotz der Härte des Killers, wirkt dieser immer auch menschlich, der durch sein Umfeld geprägt wird. Das Einzigste, was ich an dem Film zu kritisieren habe, ist das er gegen Ende viel zu schnell zu Ende ist. Nachdem Pang zurück in Kambodscha ist und Wei ihn sucht, hätte man besser ausbauen können, auch die Probleme Pangs mit den Auftraggebern. Am Ende stellt sich mir die Frage, wer der Vater des Kindes am Ende ist, wahrscheinlich eher vom Vergewaltiger der Frau und nicht von Pang, da nach Angaben von Wei, dieser 7 Monate gebraucht hat um Pang in Kambodscha zu finden, d.h. die Frau muss vorher dem Zusammentreffen mit Pang schon schwanger gewesen sein. Und genau diese 7-monatige Suche Wei's nach Pang in Kambodscha wird im Film in den letzten 15 Minuten auf die schnelle abgehandelt, da hätte man mehr draus machen können.
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10 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 19. Juli 2007
Den Vorspann einberechnet, dauert es fast sieben Minuten, bis in "Dog Bite Dog" zum ersten Mal gesprochen wird; bis zum ersten richtigen Dialog sind es mehr als zehn Minuten. Das ist symptomatisch und folgerichtig für diesen Film, der sich nicht nur stilistisch deutlich von den meisten anderen Vertretern seines Genres absetzt. Denn er stellt uns Figuren vor, die mehr und mehr von dem fort driften, das wir als "menschlich" kennen; dank ihrer Vorgeschichte und den Dingen, die ihnen aktuell widerfahren. In ihren Verhaltensweisen und Handlungen entfernen sie sich im Laufe des Gezeigten immer weiter weg vom Normalen, sie bewegen sich in ihrer eigenen Welt, in der bestenfalls Regeln des Animalischen gelten. Und das gilt für beide Hauptfiguren: Pang (Edison Chen), Auftragskiller aus Kambodscha, und Wai (Sam Lee), junger und eigensinniger Polizist aus Hong Kong. Sie steigern sich in eine gnadenlose Spirale der Gewalt und Ausweglosigkeit; ihre Aktionen sind dabei in großen Teilen nicht erwartbar, wenn man von gewöhnlichen Maßstäben ausgeht.

Diesem ungewohnten Umgang mit gesellschaftlichen Normen, den die Story abbildet, entspricht die außergewöhnliche Handhabung von Bild und Ton. Zunächst verfolgen wir Pangs Ankunft in Hong Kong, nach einer stürmischen Überfahrt auf See. Er spricht kein Wort Kantonesisch, ist ein grimmiger Fremder in einer fremden, unverständlichen Umgebung. Und die Tonspur vermittelt uns passend dazu das Gefühl, die Akustik sei in Watte gepackt worden oder man befände sich unter Wasser, alles klingt gedämpft, erstickt, verzerrt ? und bleibt über weite Strecken stumm. In den Momenten aber, in denen er zum Handelnden wird, durch sein Tun der fremden Umgebung seinen unvergänglichen Stempel aufdrückt: dann bricht sich Lautstärke ihre Bahn, dann wird die Stille oder Gedämpftheit durch Schüsse, Lärm, akustisches Chaos abgelöst. Dem oft nur wieder ? schockierte ? Stille folgt.

So verhält es sich auch, als Pang nach der Erledigung seines Jobs zum ersten Mal auf Wai trifft: er flieht vor dem zunächst nur mürrisch ermittelndem Beamten, versucht sich erst zu verstecken, wendet jedoch sofort wieder Gewalt an und sorgt für die (auch akustische) Eskalation, als er in die Enge getrieben wird. Ausgerechnet derjenige Kollege, der dem desillusionierten Wai noch am nahesten stand, verliert dabei sein Leben, und fortan hat jener nur noch ein Ziel: Pang zur Strecke zu bringen.

Dieses Ziel verfolgt er vor einer trostlosen Kulisse und in meist geradezu fahlem Licht. Gleich, ob die Handlung in den engen Straßen von Wan Chai oder dem heruntergekommenen Tai Kok Tsui vorangetrieben wird: Hong Kong wird als ausnehmend häßlich präsentiert, als schmutzige, triste und kaputte Hülle. Dazu trägt nicht nur entscheidend bei, daß ein gutes Stück der Story auf einer Mülldeponie stattfindet, sondern vor allem auch die generelle Farbgebung des Films: während die Tonspur, abgesehen vom häufigen Einsatz eines absolut unpassenden Ethno-Soundtracks, nach einiger Zeit auf auffällige Anomalien verzichtet, bleibt die Bildebene konsequent eigenartig. Die Schlußsequenz einmal ausgenommen, wirken die Farben wie ausgewaschen, das Bild ausgeblichen, die Atmosphäre unterkühlt, deprimierend, hoffnungslos. Zudem spielt sich der überwiegende Teil des Geschehens nachts oder in den grauen Dämmerungsstunden ab ? viel Sonnenlicht sieht hier niemand. Was durchaus auch im übertragenen Sinne gemeint ist: "Dog Bite Dog" ist bevölkert mit Losern, die keinerlei Zukunft haben, für die es keine Rettung und keine Ausflucht zu geben scheint. Außer der zur Gewalt, und die treibt das Geschehen fortwährend nur in eine dramatische Richtung.

"Dog Bite Dog" ist ein harter Film, auch in seiner Explizität. Zum ersten Mal seit Ewigkeiten wurde ein Actioner/Thriller in HK mit dem Cat. III-Rating versehen, und das zu Recht. Dabei sollte nun niemand Leichenberge und Ballerorgien erwarten, aber die Formen körperlicher Gewalt und ihre Plötzlichkeit lassen einen manchmal schon zusammenzucken. Insofern nimmt der Film einen durchaus mit und ist in seiner schonungslos deprimierenden Weltsicht alles andere als leicht zu verdauen, dadurch eindrucksstark und außergewöhnlich. Definitiv ein überraschendes Filmerlebnis, gerade auch angesichts der bisherigen Arbeiten des Regisseurs Soi Cheang, die vor allem Horrorfilme wie "Horror Hotline...Big Head Monster", "New Blood" und den müden "Home Sweet Home" umfaßten.

Aber ist "Dog Bite Dog" deshalb gleich ein Meisterwerk, wie diverse Reviews behaupten? Meiner Meinung nach nicht, dafür sind hier zu viele Schwächen enthalten. So übertreibt es der Film stellenweise sehr mit seinen Analogien und Bildern, bestimmte Deutungen des Geschehens werden dem Betrachter förmlich mit dem Zaunpfahl eingehämmert. So etwa, wenn ein wüster Faustkampf der beiden Antagonisten mit dem Knurren und Bellen wütender wilder Hunde unterlegt wird... das wirkt leider eher albern als schockierend.

Überhaupt wird die nicht eben differenzierte Aussage des Films auf alles andere als subtile Weise wieder und wieder betont: die Großstadt, die kalte Gegenwart verwandelt Menschen in reißende Tiere. Die Vorgeschichte unserer Hauptfiguren, die im einen Fall nur angedeutet, im anderen ausführlicher abgehandelt wird, ist da auch eher klischeehaft und simplifizierend gehalten, jedenfalls bringt sie die Story inhaltlich nicht sonderlich voran und hätte auch weggelassen werden können. Ebenso vielleicht wie eine verquere Liebesgeschichte, die sich um den Killer Pang entspannt. Zwar ist ihre Konstellation interessant (hier der brutale Gewissenlose, dort die zurückgebliebene Kindfrau; pure Gewalt trifft auf reinste Unschuld ? Unmoral auf Amoral), in der Umsetzung landet dieser Handlungsstrang jedoch bedenklich oft bedenklich nah am Kitsch.

Konsequent ist es, daß der Film keine offensichtliche Partei für einen seiner Protagonisten ergreift. Alle sind gefangen im Verhalten, das ihnen aufgezwängt wurde und wird, letztendlich ist keiner gut, keiner böse. Neu ist ein solcher Aufbau allerdings nicht, genauso wenig wie die Storyidee. Die leider kaum für die über 100 Minuten Laufzeit des Films ausreicht. Aber in erster Linie geht es hier ja auch nicht um eine Story, sondern um eine Aussage. Wie man diese dann findet, bleibt jedem selbst überlassen. Ein wenig mehr Film und etwas weniger "Instrumentalisierung" des Geschehens hätte es für meinen Geschmack aber doch sein dürfen.

Trotz dieser Schwächen, trotz seiner Plattheiten, seiner Melodramatik, des nicht immer perfekten Timings und der nicht wirklich überzeugenden Storyline, ist "Dog Bite Dog" aber ein nachhaltig beeindruckendes Werk, das insbesondere durch seinen Nihilismus und seine brutal ausgespielte Hoffnungslosigkeit im Gedächtnis bleibt. Tolle schauspielerische Leistungen und eine sehr gute Kameraarbeit sowie der ungewöhnliche Umgang mit Bild (vor allem Licht) und Ton heben den Film klar von der Masse ab. Für mich sind das 7,5 von 10 Punkten, für manchen anderen bestimmt noch mehr.
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am 30. Dezember 2008
WOW, habe die DVD gerade aus dem Player geholt und bin noch total geschockt von der Wucht, die der Film auf einen loslässt.
2006, im Zuge der Erfolgswelle um "Killzone SPL" und der neuerlichen Beliebtheit an düsteren Hongkong Trillern, entstand unter Regisseur Cheang Pou-Soi ein unvergesslicher Film, der für starke Furore sorgte.

Das begründet sich ganz einfach in der Machart des Films, die so noch nicht (oder nicht so konsequent)gezeigt wurde. Vergleiche mit David Finchers "Sieben" und ähnlichen Werken halte ich für unnütz, da "Dog Bite Dog" diese ihm vorgeworfenen Filme alle übertrifft und sie in den Schatten stellt, schon allein weil man in Hinsicht auf Atmosphäre und Stil viel weiter als alle anderen ging.
Genau das macht den Film aus, das Bild des Ganzen, eine Atmosphäre der Hoffnungslosigkeit und des menschlichen Grauens, wie es absolut einzigartig in Erinnerung bleibt.
Gekonnt umgesetzt durch Bild und Ton ist alleine das multivisuelle Erlebnis des Streifens selbst ein Grund den Film zu sehen. Düstere, dunkle und gespenstisch leblose Bilder der Metropole Hongkong, wie sie als finsterer Moloch und von den schlimmsten Seiten dargestellt wird.
Dazu ein Soundtrack, der durch seinen gezielten Einsatz das Erlebnis der Beklemmung noch steigert, besonders das wunderschöne Hauptthema des Films bleibt noch lange nach Beendigung des Films im Ohr.
Edison Chen und Sam Lee, bisher auf die Komödiensparte abonniert, geben ihr Bestes und liefern eine teilweise beängstigend reale Darstellung der jeweiligen Situation ihres Charakters ab. Daran besonders ist die Art und Weise der Erzählung, denn obwohl beide mit extremer Brutalität vorgehen entwickelt man als Zuschauer keinerlei Sympathien oder Antipathien, man verfolgt die Handlung viel zu gespannt als das für die Bildung eines Urteils Zeit bliebe.
Gesteigert in einem Finale, das meiner Meinung nach zu früh oder zu schnell kommt, dennoch an Wucht und Dramatik schwere Geschütze auffährt, endet "Dog Bite Dog" mit einem Paukenschlag und lässt den Betrachter verstört und mit einem miesen Gefühl zurück.

Viel mehr als das, nämlich schocken und mit seiner Heftigkeit den Zuschauer vom Stuhl reißen, will der Film dann auch nicht, wie sich bei differenziertere Betrachtung feststellen lässt.
Einige Logiklöcher sowie vereinzelte Unstimmigkeiten fallen bereits beim ersten Kucken auf, am Ende fragt man sich aber nach dem stimmigen Gesamtbild, das irgendwo verloren gegangen scheint. Der Film ist kein konventioneller Standartreißer, aber die Frage nach der Sinnhaftigkeit des Gezeigten muss sich auch ein außergewöhnlicher Film wie dieser stellen lassen. Für diese Mängel gibt es dann auch nur 4 Sterne.

Fazit: Hartes Hongkong Kino, das vor allem durch seine Schauwerte und die enorme Drastigkeit besticht, mit der ab der ersten Minute der Zuschauer in den Bann gezogen wird und bis zum verstörenden Ende dort nicht mehr heraus kommt. Man begleitet zwei Menschen am Rande des Wahnsinns auf einer Odyssee des Terrors und der Gewalt, wer sich "Dog Bite Dog" ansieht sollte das wissen.
Die DVD ist technisch in Ordnung, das Bild ist von keiner guten Qualität und gerade wegen der Extravaganz im Stil der Kameraführung führt dies zu Unschärfen und Bildstörungen. Der Rest kann sich sehen lassen, auf der Bonus DVD sind zahlreiche Extras rund um die Entstehung einer kleinen, dreckigen Perle des modernen Hongkong Kinos.
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am 30. Dezember 2008
WOW, habe die DVD gerade aus dem Player geholt und bin noch total geschockt von der Wucht, die der Film auf einen loslässt.
2006, im Zuge der Erfolgswelle um "Killzone SPL" und der neuerlichen Beliebtheit an düsteren Hongkong Trillern, entstand unter Regisseur Cheang Pou-Soi ein unvergesslicher Film, der für starke Furore sorgte.

Das begründet sich ganz einfach in der Machart des Films, die so noch nicht (oder nicht so konsequent)gezeigt wurde. Vergleiche mit David Finchers "Sieben" und ähnlichen Werken halte ich für unnütz, da "Dog Bite Dog" diese ihm vorgeworfenen Filme alle übertrifft und sie in den Schatten stellt, schon allein weil man in Hinsicht auf Atmosphäre und Stil viel weiter als alle anderen ging.
Genau das macht den Film aus, das Bild des Ganzen, eine Atmosphäre der Hoffnungslosigkeit und des menschlichen Grauens, wie es absolut einzigartig in Erinnerung bleibt.
Gekonnt umgesetzt durch Bild und Ton ist alleine das multivisuelle Erlebnis des Streifens selbst ein Grund den Film zu sehen. Düstere, dunkle und gespenstisch leblose Bilder der Metropole Hongkong, wie sie als finsterer Moloch und von den schlimmsten Seiten dargestellt wird.
Dazu ein Soundtrack, der durch seinen gezielten Einsatz das Erlebnis der Beklemmung noch steigert, besonders das wunderschöne Hauptthema des Films bleibt noch lange nach Beendigung des Films im Ohr.
Edison Chen und Sam Lee, bisher auf die Komödiensparte abonniert, geben ihr Bestes und liefern eine teilweise beängstigend reale Darstellung der jeweiligen Situation ihres Charakters ab. Daran besonders ist die Art und Weise der Erzählung, denn obwohl beide mit extremer Brutalität vorgehen entwickelt man als Zuschauer keinerlei Sympathien oder Antipathien, man verfolgt die Handlung viel zu gespannt als das für die Bildung eines Urteils Zeit bliebe.
Gesteigert in einem Finale, das meiner Meinung nach zu früh oder zu schnell kommt, dennoch an Wucht und Dramatik schwere Geschütze auffährt, endet "Dog Bite Dog" mit einem Paukenschlag und lässt den Betrachter verstört und mit einem miesen Gefühl zurück.

Viel mehr als das, nämlich schocken und mit seiner Heftigkeit den Zuschauer vom Stuhl reißen, will der Film dann auch nicht, wie sich bei differenziertere Betrachtung feststellen lässt.
Einige Logiklöcher sowie vereinzelte Unstimmigkeiten fallen bereits beim ersten Kucken auf, am Ende fragt man sich aber nach dem stimmigen Gesamtbild, das irgendwo verloren gegangen scheint. Der Film ist kein konventioneller Standartreißer, aber die Frage nach der Sinnhaftigkeit des Gezeigten muss sich auch ein außergewöhnlicher Film wie dieser stellen lassen. Für diese Mängel gibt es dann auch nur 4 Sterne.

Fazit: Hartes Hongkong Kino, das vor allem durch seine Schauwerte und die enorme Drastigkeit besticht, mit der ab der ersten Minute der Zuschauer in den Bann gezogen wird und bis zum verstörenden Ende dort nicht mehr heraus kommt. Man begleitet zwei Menschen am Rande des Wahnsinns auf einer Odyssee des Terrors und der Gewalt, wer sich "Dog Bite Dog" ansieht sollte das wissen.
Die DVD ist technisch in Ordnung, das Bild ist von keiner guten Qualität und gerade wegen der Extravaganz im Stil der Kameraführung führt dies zu Unschärfen und Bildstörungen. Der Rest kann sich sehen lassen, auf der Bonus DVD sind zahlreiche Extras rund um die Entstehung einer kleinen, dreckigen Perle des modernen Hongkong Kinos.
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am 13. Oktober 2008
Der noch junge Pang stammt aus Kambodscha. Als Kind auf einer Müllkippe aufgelesen, wird er zu einem Kämpfer erzogen und muss bald wie ein Gladiator in Rom tödliche Auseinandersetzungen bestehen. Er wird nach Hongkong geschickt um einen Auftragsmord zu erledigen.

Nach der Tat zieht sich Pang auf eine Müllhalde zurück und lernt dort das junge Mädchen Yue kennen, dass von ihrem Vater tyrannisiert wird. Pang tötet den Vater und nimmt Yue mit. Inzwischen weis die Polizei von Pangs Aufenthalt und jagt ihn. Immer wieder gelingt es Pang sich deren Zugriff zu entziehen. Seine Methoden sind unkonventionell und schnell.

Pang gelingt es mit Yue nach Kambodscha zurück zu kehren. Yue wird schwanger und der auch hier polizeilich gesuchte Pang wird für die örtliche Mafia zur Belastung. Man schickt zu Pang einen Auftragskiller. Der finale Showdown beginnt.

Die Geschichte wird spannend und wortkarg erzählt. Der Protagonist ist ein Antiheld, der nicht anders kann, als ihm aufgetragen wird. In den engen Parametern seines Seins schlüpft er immer wieder durch die Maschen der Gesellschaft und findet letztendlich seinen Platz darin. Pittoreske Szenenbilder, wohldosierte Action und immer wieder überraschende Wendungen zeichnen diesen Film aus.
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Dog Bite Dog ist einer der härtesten Filme, die ich seit langem gesehen habe.Er beginnt trügerisch wie ein Horrorfilm in einem rostigem Schiffsbauch, schnell aber erkennen wir den blinden Passagier als bestialischen Auftragskiller aus Kambodscha, der seine blutige Spur hinterlässt und den Polizisten immer einen Schritt vorraus ist. In Dog Bite Dog verschwimmen gängige Gut-Böse-Zuweisungen, denn der Killer ist selbst Opfer und der Polizist wird zum brutalen Mörder, in blinder Wut hangelt sich der Film von starken Bildern und athmospährischer Musik zum Showdown, welcher aber eher einem erlösendem Drama gleicht.

Fazit: Der Film ist sehr hart, man braucht wirklich einen festen Magen, denn er hat viele authentische Kampfszenen und gut choreografierte Schlägereien, daneben kommt aber immer wieder das Sozialdrama zur Geltung, was Dog Bite Dog zu einem sehr aussergewöhnlichem Film macht.
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2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 19. September 2007
Das ist definitiv einer der härtesten Krimis überhaupt, allerdings gibt es keine pausenlose Action und haufenweise Tötungen, wie in älteren Hongkong-Filmen.

Interessant ist, daß man ein zwiespätiges Verhältnis zu dem Killer aufbaut: Einerseits empfindet man Verständnis, weil der arme Kerl wie ein Kampfhund abgerichtet wurde und weil er gut zu dem Mädchen ist. Andererseits möchte man unbedingt, daß der Polizist ihn tötet, weil diese Sorte Killer eine permanente Gefahr darstellt.

Sehenswert für Leute mit starken Nerven.
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