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27 von 29 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Alterswerk?
Unwillkürlich mußte ich grinsen, als ich im Vorfeld zur Veröffentlichung des neuen Albums "Bad as me" unter den reichlichen Artikeln und durchweg und berechtigt positiven Kritiken in den Feuilletons mehrerer Blätter Anspielungen las, die "Bad as me" zum Auftakt eines zu erwartenden großartigen Alterswerks von Tom Waits erklärten. Er wird im...
Veröffentlicht am 26. Oktober 2011 von Christian Günther

versus
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3.0 von 5 Sternen gewöhnungsbedürftig
Meine 1. CD von Tom Waits. Zum Anfang recht gewöhnungsbedürftig. Nach mehrmaligem Hören besonders auf längeren Strecken gut im Ohr.
Vor 21 Monaten von Detlef Fuchs veröffentlicht


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27 von 29 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Alterswerk?, 26. Oktober 2011
Von 
Christian Günther - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 100 REZENSENT)    (REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Bad As Me (Audio CD)
Unwillkürlich mußte ich grinsen, als ich im Vorfeld zur Veröffentlichung des neuen Albums "Bad as me" unter den reichlichen Artikeln und durchweg und berechtigt positiven Kritiken in den Feuilletons mehrerer Blätter Anspielungen las, die "Bad as me" zum Auftakt eines zu erwartenden großartigen Alterswerks von Tom Waits erklärten. Er wird im Dezember 62 Jahre alt und insofern ist dieser Bezug durchaus zulässig und fast schon naheliegend.

Dennoch neige ich eher zu der These, Tom Waits hat sein Alterswerk bereits mit seinem Debüt-Album "Closing time" eröffnet. Als jenes offizielle erste Album im März 1973 in die Läden kam, war Waits 23! Eingespielt wurde es, Biographien zufolge, gar fast ein Jahr zuvor im April/Mai 1972 - unglaublich! Jeder der "Closing time" und die Folge-Werke kennt, wird bestätigen, Tom Waits klang schon damals wie ein Mann tief in der zweiten Lebenshälfte, dessen lange Vergangenheit vor allem ausführliche Turbulenzen, Abstürze und viel Alkohol vereinte und ihn an das verranzte Klavier einer verrauchten Bar trieb, um der Welt den Dreck der Straße in Liedern zu präsentieren.

Heute, 2011, ist Tom Waits in etwa in dem Lebensalter angekommen, wo er sich innerlich schon seit 40 Jahren zu befinden scheint. Davon lebt und danach klingt "Bad as me". Souverän balanciert er durch seine sperrigen Lied-Geschichten. Jedes Poltern, jedes Quietschen, jeder sanfte, melancholische Moment der wieder jäh durch ein unvorhersehbares Krachen unterbrochen wird, wirkt klug erdacht und man meint Tom Waits feixend seine Hörer beobachten zu sehen, wenn sie, ob der ein oder anderen unerwarteten Wendung, zusammenzucken.

Er ist und bleibt der ewige Schelm, der es vermag wie kein zweiter, einem Traurigkeit symphatisch zu präsentieren, Wut mit einem Augenzwinkern herauszupoltern und der wohldosiert echte, tiefe Melancholie einstreut, die er, bevor der Pathos überhand nimmt, mit intellektuell getarnter Albernheit abwürgt. Das macht ihn für mich zum Über-Künstler, zum Giganten unter den Singer-Songwritern.

Einzelne Songs hervorzuheben ist eigentlich Unsinn, denn für "Bad as me" gilt, wie für jedes Tom Waits Album, es ist ein Gesamt-Kunstwerk was man nicht zerpflücken sollte. Das Mitwirken aber von Keith Richards an vier Liedern der Platte sollte man erwähnen, denn gerade bei "Satisfied", Waits 46 Jahre verzögerte Antwort auf den Stones Klassiker "I can't get no satisfaction", würzt Richards mit seiner unverkennbaren eigenen Note nach und schlägt die Brücke zwischen beiden Songs, die nahezu ein unglaubliches halbes Jahrhundert auseinander liegen.

Wie groß "Bad as me" letztlich wirklich ist, wird man wohl erst nach einiger Zeit und nach vielem Hören sagen können. Ein Fünf-Sterne-Album ist es ganz sicher und ich vermute, es hat das Zeug zum absoluten Klassiker wie "Mule variations" (1999), "Rain dogs" (1985) oder "Closing time" (1973).

Unbedingt an dieser Stelle zu empfelen ist die Deluxe-Ausgabe, allein schon der aufwendigen Aufmachung in Buchform wegen! Aber auch die drei zusätzlichen Lieder auf der zweiten CD sind unverzichtbar. Mit "Tell me" versteckt sich auf dieser ein potentieller Rod Stewart Hit. Ich sage das mit allem Respekt, wissend, daß nicht unbedigt alle Tom Waits Fans begeistert sind von Stewarts Adaptionen von "Downtown train", "Tom Traubert's blues" und "Hang on St. Christopher". Ich mag sie. "Tell me" von Stewart aufgeblasen wie 1989 "Downtown train", könnte wirken, die Struktur des Liedes ließe es zu.

"Bad as me" ist das lang ersehnte neue Album von Tom Waits, ob der Beginn vom Alterswerk, darüber kann man streiten, ein verschrobenes Meisterwerk ist es auf jeden Fall! Aber auch das galt eigentlich schon für "Closing time"...
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16 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Well, we have a situation here..., 21. Oktober 2011
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Bad As Me (Audio CD)
"You're having a birthday and I came early and I started eating your cake and opened up all of your presents and I started playing with your toys... Would you be okay with that?"

Dieses schräge Zitat zum Thema Musik-Piraterie pfefferte uns Herr Waits Ende August bei seiner "Private Listening Party" zu "Bad As Me" um die Ohren. Die Schrulligkeit dieser Aussage weckte bei mir unzählige Erinnerungen an hunderte Stunden, die ich mit dem fantastischen Geschichtenerzähler vor der Stereoanlage verbrachte.

Nach 7 Jahren nun also passend zum Herbsteinbruch der neue Longplayer... Den Einstieg in den Waits'schen Mikrokosmos bietet diesmal das in seiner herrlichen Ruppigkeit an das 2004er-Album "Real Gone" erinnernde "Chicago".

In der Folge feuert "Bad as me" ein Stakkato aus Whiskey-getränkter Melancholie, dreckigem Blues, latent-beschwingten Marschrhythmen, sich überschlagenden Vocals, knarzendem 50s-Rock, staubigem Pianobar-Jazz, berührenden Balladen und schallenden Blechbläsern ab. Immer wieder erinnert der Künstler dabei auch an ältere Werke. So bewegen sich die Harmonien in "Face To The Highway" ganz nahe an "Road To Peace" aus der 2006er Songsammlung "Orphans".

Besonders hervorheben möchte ich dabei das großartige, von Wildwest-Gitarren getragene "Talking At The Same Time" mit einem einem Verdurstenden gleich krächzenden Waits und den unfassbar kauzigen Titeltrack mit einem Intermezzo aus Dissonanz und Harmonie, wie ihn einfach nur der Meister selbst hinbekommt.

Und spätestens als Waits beim abschließenden "New Year's Eve" den weltberühmten "Choral des Adieux" zitiert, hat er mich mal wieder gepackt und ich sitze mit Gänsehaut vor den Boxen.

"Bad As Me" ist ebenso nostalgisch wie modern, aufreibend wie in sich ruhend, tief emotional und melancholisch wie humorvoll. Ein derart rundes Album hat Waits schon lange nicht mehr abgeliefert. Was für mich nach wie vor das faszinierendste Merkmal des Waits'schen Klangkosmos bleibt, ist die beeindruckende Selbstverständlichkeit, mit der er auf eine introvertierte Ballade hin einen Titel mit unglaublichen Drive folgen lässt, ohne dass der Fluss des Albums unterbrochen wird und schon Sekunden später das Tanzbein nervös zu zucken beginnt... Für mich gehört das Album daher mit dem völlig anders gelagerten, weil verspielt-schrägen "Blood Money" (2002) und dem treibenden "Swordfishtrombones" (1983) zu den absoluten Highlights in einer ebenso langen wie überwältigenden Diskographie.
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7 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Gezeichnet, 18. Januar 2012
Rezension bezieht sich auf: Bad As Me (Audio CD)
Es wird gekrächzt,irgendwelche Geräusche reingemischt(war das grad ein Panzer..?)Melodien, die keine sind: Es klingt oft so, als würde er einfach irgendwo draufhauen, wenn er besoffen um halb drei nachts heimkommt und mittendrin plötzlich ganz sanfte Töne, jetzt scheint er wieder nüchtern zu sein und sitzt am Klavier.
In allen seinen Songs ist eine unglaubliche Energie und Kraft zu spüren, ob sanft oder wild, experimentiell oder verschroben. Die Freude dahinter, die Lust am Ausprobieren immer hörbar.
Was Waits da akustisch zeichnet, hat auch ihn gezeichnet.

Das ist alles so herrlich, und es hat auch etwas "versifftes" das es eine wahre Freude ist. Der Funke sprint über, sicher nicht gleich beim ersten mal hören-aber bei vielen Alben auch andere Künstler ist dies ja der Fall. Sind das nicht die besten Alben, die besten Songs, die besten Filme, die besten Bücher, die man mehrmals hören, sehen, lesen muß bis sie in einem aufgehen. Das ist genauso ein Album.
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Alles beim alten, 12. Dezember 2011
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Bad As Me (MP3-Download)
Alles beim alten - man liebt ihn oder rennt nach fünf Minuten aus dem Zimmer. Mal heult er mit Inbrunst den Mond an, mal röchelt und krächzt er schroff wie eh und je, dazu gibt's dann seine ganz eigene Mischung aus Zirkusmusik und Rumpelblues, irgendwo zwischen Kurt Weill und Captain Beefheart. Einzigartig in jeder Hinsicht, natürlich mit wenig Entwicklung im Vergleich zu den vergangenen CDs, aber andererseits auch eben sehr verlässlich im positiven Sinn. Man weiß, was einen erwartet und wird auch diesmal nicht enttäuscht.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein Live-Album, eine monumentale B-Seiten-Sammlung, das waren die musikalischen Lebenszeichen des Tom Waits, 29. September 2012
Rezension bezieht sich auf: Bad As Me (Audio CD)
Ein Live-Album, eine monumentale B-Seiten-Sammlung, das waren die musikalischen Lebenszeichen des Tom Waits seit dem letzten regulären Studioalbum „Real Gone“ von 2004. Und was das für ein Album war.

Ob „Bone Machine“, „Mule Variations“, die Theaterverwertungsproduktionen „The Black Rider“, „Alice“ und „Blood Money“, oder eben „Real Gone“: Tom Waits’ Spätwerk sprüht sprachlos machend vor beständiger Selbstübertrumpfung. Einer der immer besser wird, je Älter er wird, wie eine gute, süchtig machende Spirituose, so ist Tom Waits und so ist er schon lange; auch darauf ist man als Rezipient inzwischen eingestellt. Und dennoch: „Bad As Me“ haut wieder gewaltig um, es sprühen einfach zu viele glitzernde Funken der Kreativität, ist die experimentierfreudige Kauzigkeit des uns mit seinem stimmlichen Timbre einnehmenden und gefügig machenden Waits wieder kopfschüttelnd irre. Irre gut selbstredend.

„Bad As Me“ ist eine kleine Werksschau geworden, zu einem gewissen Grad auch eine Muskelspiel, Tom Waits packt in rastlosem Wahnsinn alles aus was er im Koffer hat, um es uns zu zeigen. Um sich selbst und die Welt daran zu berauschen. Und Keith Richards, David Hidalgo und Flea machen mit. Es croont mit samtpfotiger Blues-Begleitung in „Face To The Highway“ wie zu so vielen guten alten Waits-Momenten, klar, die trunkene Ballade „Kiss Me“, die die Singularität des ersten Males von einer langen Lebensbegleiterin naiv-emotional wiedereinfordert, darf auch nicht fehlen. Tom Waits beherrscht geradezu unheimlich viele Klaviaturen und Rollen. Er ist ein Schauspieler, durch und durch, das war Waits schon immer, oder genauer: seit er im Zappa-Vorprogramm, als unbekannter, jungspundiger Möchtegern-Beatnik Anfang der Siebziger, gleich zu Beginn seiner Karriere von der Bühne gepfiffen wurde mit seinen empfindsamen Klavierballaden voller Weltschmerz und Liebesleid, die die auf Freak-Rock eingestellten Schlaghosen-Kiffer nicht hören wollten – zu Salon-jazzig, zu old-fashioned. Seit dem ist Tom Waits eine Dauerinszenierung, ein Magier der seinen Trick lebt, 24/7 – wie der Film „Prestige“ lehrt. Es gibt ihn nicht mehr anders. Kauzig, seltsamste Interviewantworten gebend, unberechenbar, trickreich, wandelbar und faszinierend.

Sofort mit „Chicago“ poltern wir ohne Rückfahrtticket in diesen train ride: „All aboard!“ fordert er uns auf ins Ungewisse mit seiner unnachahmlichen Stimme, während Keith Richards und Marc Ribot einen Blues-Schlängeltanz dazu aus den Handgelenken schütteln, der Beine verknotet, das Saxophon Körperteile zuckend vibrieren lässt und die Mundharmonika den Song schlussendlich in den endlosen Sonnenuntergang schickt. Dazwischen hetz, groovt, tänzelt und schüttelt sich ein Waits in beständiger Bestform. „Raised Right Men“ kennt die selbe gelungene Überbordung und ist doch gänzlich anders: eine schreiende Orgel und Sohn Casey’s druckvolles Schlagzeug-Spiel, der sich im Übrigen zum regulären Waits-Drummer gemausert hat und auf „Bad As Me“ hinter jeden Song an den Fellen sitzt, untermalen Flea’s Bass der Treppe auf- und abzutanzen scheint, wie ein übermütiger Trunkenbold.

So könnte man ewig weitermachen. Waits-Songs gehören zu den gehaltvollsten in der U-Musik, ob Ballade oder Polterabend-Achterbahnfahrt. Vielschichtig weiß er jedes Instrument einen stimmigen dramaturgischen Platz zuzuweisen, ob Klavier, Tuba, Trompete, Akkordeon oder Gängigeres. Dazu raunt er, fleht er, gruselt und beseelt er: „Please, please love me tender, ain’t nothing wrong with that“ zum Beispiel im Rockabilly-Feger „Get Lost”. Machen wir sofort, Tom. Im Titelsong ist die konzeptionelle Hölle los, in „Hell Broke Luce“ eine toll gewordene Armee aus Gitarren, Maschinengewehrfeuer und Explosionen, besonders im hinteren Teil legen Richards und Waits Spuren aus Rock und Blues, getreten mit im Grunde Unvermischbarem. In einem David Foster Wallace-Roman verhilft sich eine verzweifelte junge Romanfigur Respekt durch die Äußerung „Ich bin Komplex!“ zu verschaffen. Tom Waits wird einen solchen Satz niemals sagen. Stattdessen lebt er ihn einfach.

MQ
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Entschlossen, vielseitig und unverkennbar (mit Schwächen hier und da), 27. November 2011
Rezension bezieht sich auf: Bad As Me (Audio CD)
Ich bin mir nicht sicher, wie die weltweite Kritikerbegeisterung und vor allem die Kauflust auf "Bad As Me" zu verstehen ist. Diesen kauzigen Rumba/Blues/Folk/Polka/Waltzer-Stil hat sich Tom Waits bereits in den 80ern zugelegt, und doch blieben Alben wie "Rain Dogs" und "Franks Wild Years" zunächst Ladenhüter. Auch "Real Gone" war nicht grundanders.

Und doch hebt sich Bad As Me ab. Durch seine Entschlossenheit und Vielseitigkeit. So zupackend wie "Chicago" war seit "Singapore" kein Album-Opener mehr. "Get Lost" ist flotter Rock N Roll. Titeltrack "Bad As Me" ist trotz seiner Kompromisslosigkeit fast tanzbar. "Hell Broke Luce" ist ein stilecht trampelnder Protestsong.

Klar erkennbar sind die hauseigenen Vorbilder: Das jazzige "Kiss Me" erfindet "Blue Valentines" von 1978 neu, das balladeske "Last leaf" erinnert an "Last Rose Of Summer" von 1993, und das bluesige "Satisfied" hätte gar auf der Hearattack And Vine" von 1980 erscheinen können. Und so spricht Bad As Me, anders als z.B. das Album "Alice", eine große Gruppe von Waits-Fans an. Und mich auch.

Den Punktabzug gebe ich zum einen für die Soundqualität, die mir stellenweise zu sehr scheppert. Zugegebenermaßen nichts Neues bei Tom Waits seit (dem sonst starken) "Bone Machine" von 1992. Und einige, wenn auch wenige, Songs sind schlicht unterdurschnittlich. Für welche Karaoke-Kompilation ist denn bitte "Back In The Crowd" geschrieben worden? "Raised Right Men" wiederum ist nervenzerrendes Gejaule.

Dennoch meine Kaufempfehlung für die beste Tom Waits-Scheibe seit Bone Machine!
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Alterswerk, 26. März 2014
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Rezension bezieht sich auf: Bad As Me (Audio CD)
Immer noch einer der besten Songwriter unserer Zeit. Ein Poet! Wenn die Scheibe auch etwas kommerziell geraten ist. Alle fünf!
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4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Highlight - Bad as me, 3. Januar 2012
Von 
M. Pauli "mpauli26" (Liederbach, Hessen) - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)    (REAL NAME)   
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Bad As Me (Audio CD)
Ich habe die CD gekauft, ausgepackt und sie läuft auf Dauer-Rotation. Typisch Waits - nicht viel Neues, aber das verlange ich hier auch gar nicht. Schöne Songs, sehr selbstkritisch und super interpretiert. Satter Sound, klar es scheppert ab und an, aber das will ich auch hören von Tom Waits. Anspieltipps gibt es keine, ganze CD ohne Ausnahme! Super, es erfreut mich sehr; denn die "Helden" sterben ja leider aus oder veröffentlichen nicht mehr ganz so großartige Werke. Auch bei Tom Waits hatte ich persönlich schon CDs gekauft, die nicht diesen Eindruck hinterließen wie Bad for me (z.B. Alice war nicht so mein Geschmack).
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4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Tom Waits & Friends. Entspannt, souverän und gehaltvoll!, 28. Dezember 2011
Von 
Rezension bezieht sich auf: Bad As Me (Audio CD)
Im Gegensatz zu so manch anderem Rezensenten bin ich offengestanden kein eingefleischter Tom-Waits-Fan. Ich habe lediglich "Rain Dogs" sowie "Mule Variations" zuhause in meinem CD-Schrank stehen, die ich allerdings schon öfter und gerne zur Hand nehme, um sie aufzulegen.

Auf der Suche nach neuen musikalischen Quellen (Sammler werden mich verstehen) ist es manchmal dann auch ganz gut, wenn man beruhigt zu einem vertrauten Namen greifen kann im dichten, unübersichtlichen Dschungel der Musikangebote. Und eben das habe ich letztens auch getan, als ich sah, dass "Bad As Me" erschienen war. Erleichtert und neugierig hörte ich mal rein - und schon da war mir klar, dass ich mit dieser Scheibe nichts falsch machen konnte!
Waits ist gut wie immer - soweit mir ein solches Urteil als nicht eingefleischter Fan überhaupt zusteht. Er klingt eigen wie eh und je, er versucht zart zu klingen, rauh, verletzlich... Mit einem Wort: Dem "Altmeister" ist seinen doch recht hohen Ansprüchen gerecht geworden. Mit dem neuen Album ist es, als ob man Wein bei einem altbekannten Winzer einkauft. Das "Label" Tom Waits bürgt sozusagen für Qualität - und die ist in "Bad As Me" zweifelsfrei vorhanden.

Schon der begeisternde Start mit "Chicago" vermischt Glückseligkeit und Melancholie derart gefällig, dass man sich auf die folgenden Tracks wirklich freut. Und ja, es ist eine Freude sich die Scheibe am Stück anzuhören.
Dass - nebenbei bemerkt - so prominente Gastmusiker wie Mr. Keith Richards oder Flea (The Red Hot Chili Peppers) mitwerkeln durften, spricht daneben für sich. Es mag Mr. Waits wohl nicht allzu viel an Überredungskunst gekostet haben, um diese zwei Herren zum Mitmachen zu bewegen. Dieser Meinung bin ich jedenfalls!

Letztendes würde ich "Bad As Me" insgesamt 4 STERNE verleihen, weil es - wie oben ausführlich erwähnt - sehr vielseitig, vielschichtig und auch fordernd und somit nicht schnell anödend klingt. Zugleich würde ich es allerdings ein bisschen, ein kleines Bisschen wenigstens, hinter "Mule Variations" reihen (auch wenn ich kein Fan bin - ich bitte hierfür um Verständnis!), das für mich nach wie vor DAS HIGHLIGHT eines Tom Waits bleibt (und vermutlich auch bleiben wird).
Man weiß ja, wie das mit Musik so ist. Jeder hat seinen ganz eigenen Zugang und genauso hat jeder seine ganz persönlichen Lieblinge zuhause im CD-Schrank stehen. "Bad As Me" ist nun jedenfalls auch Teil meines bescheidenen Musikuniversums und wer weiß, vielleicht entdecke ich hierauf ja noch etwas (so wie's bei den meisten richtig guten Alben oft viel Zeit braucht), das mir den wahren Herzenszugang eröffnet. Ja, vielleicht steigt die Platte ja später noch zu meinen ganz, ganz innigen Lieblingen auf... Wär gut möglich jedenfalls!

Gemessen an anderen Veröffentlichungen des heurigen (bald vergangenen) Musikjahres, würde ich "Bad As Me" auf jeden Fall als HIGHLIGHT einstufen. Neben "Angles" (The Strokes) und "Ceremonials" (Florence & The Machine) für mich persönlich eine der Top-3-Erscheinungen des Jahres!

Fazit: Kaufen, liebe Freunde guter Musik, selbst wenn ihr bislang noch nichts von Tom Waits gehört habt!
Eine runde, gelungene Sache, toll produziert und interpretiert.
Macht Spaß!
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen meine Musik, 22. März 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Bad As Me (Audio CD)
Mir gefällt einfach die Musik.Die rauhe Stimme und das Klavier sagt doch schon alles.Man ist mitten drinn, ich fühle was er sagen will.
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Bad As Me
Bad As Me von Tom Waits
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