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Kundenrezensionen

75
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28 von 29 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 29. Juni 2013
Der eiserne Thron sollte man wirklich nur zu sechst spielen. Irgendwie ist bei vier Spielern ziemlich die Luft raus (die im Buch angegebene 4-Spieler-Variante ist eh grausam, wer das im Playtesting so als ernsthafte Variante bei FFG durchgewunken hat, gehört an den Pranger). Selbst in der fairsten Variante Stark-Lannister-Baratheon-Tyrell, ergibt sich ständig die Situation, dass es über 10 Runden ein "Zwei gegen Zwei"-Patt auf dem Spielfeld gibt. Wenn dann noch die Westeros Phasen dumm laufen, stagniert das Spiel dann vollends, weil niemand sich die Blöße geben möchte (gut, Tyrell kann in dieser Phase recht aggressiv agieren mit seinen Heerführern, leidet aber unter dem Nachteil, dass in sich auf ihrer Seite des Plans nur wenig Machtsymbole finden und deshalb das Haus einige "Einfluss"-Probleme hat). Insgesamt eine etwas unbefriedigende Spielsituation. Von daher auch nicht die vollen Punkte, ein gutes Spiel funktioniert auch mit weniger Spielern hervorragend.

Zu sechst macht das Spiel wesentlich mehr Laune. Die Spielmaterialien sind gewohnt hochwertig, der Preis ist in Ordnung. Für Fans der Serie & Brettspieler ist es ein ordentlicher Kauf. Für Hardcore Brettspieler oder für Diplomacy-Fans (daran ist das Spiel in den Basics angelehnt) ist es kein Muss.

Ein Punkt ist allerdings nervig: die FFG Übersetzungen werden alle suboptimal übersetzt und dann noch diese dämliche Regelstruktur. Ständig werden in irgendwelchen Halbsätzen wichtige Informationen oder Regeln versteckt, die man in einer klarer verfassten Anleitung durchaus unterbringen könnte. Daran kranken fasst alle Heidelberger-Spiele und es wird einfach mal Zeit - wenn man schon 30 + Seiten Regeln verfasst - einen ordentlichen Appendix zu schreiben und die Phasen besser zu strukturieren.
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42 von 44 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 30. Juli 2012
Der Eiserne Thron (DET) ist ein komplexes Strategiespiel um Macht, Verrat und Diplomatie. Das im Universum der Fantasy-Saga von George R. R. Martin angesiedelte Brettspiel überzeugt nicht nur mit der hübschen Lizenz, sondern auch durch dynamische Regelmechaniken, die eine unglaubliche Menge an Möglichkeiten eröffnen.

Beim Öffnen des von Fantasy Flight Games (im Deutschen vom Heidelberger Spielverlag) neu aufgelegten Klassikers fällt sofort die schiere Masse an Spielzubehör auf. Dazu kommen noch diverse Kartenstapel und die mit schlichtem Charme gestalteten Spielsteine (Soldaten, Ritter, Schiffe und Belagerungsmaschinen). Wer bereits Spiele aus dem Hause FFG besitzt, kennt die hohe Qualität aller Spielmaterialien. Die Kartonmarker sind aus robusten Karton, liebevoll gestaltet und mit den jeweiligen Hauswappen versehen. Die Spielsteine (Einheiten) sind aus im eleganten Marmor-Look gehalten Kunststoff und weisen die jeweilige Hausfarbe auf. Das Spielfeld ist eine echte Augenweide. Alle diejenigen, die sich mit der Romanreihe von Martin oder der Serie beschäftigt haben, werden sich sofort zurechtfinden. Von Winterfell in hohen Norden über Königsmund bis hin zu den Eiseninseln finden sich alle wichtigen Orte hier wieder. Der einzige Wermutstropfen ist die Verarbeitung des Spielbrettes. Beim ersten Auslegen des Brettes ist es mir entlang einer Faltkanten gerissen. Eine E-Mail an den Kundenservice des Heidelberger Spieleverlages brachte aber rasch ein kostenloses Austauschbrett hervor. Toller Service!

Das Spiel läuft in Runden ab, wobei die Reihenfolge der Spieler von verschiedenen Faktoren abhängt. Eine Spielrunde beginnt mit dem Aufdecken von sogenannten Westeroskarten, die die besonderen Ereignisse in dieser Runde darstellen. Die Spieler erteilen nun Befehle an ihre Armeen, sammeln Einfluss, schmieden brüchige Bündnisse mit ihren Mitspielern und brechen diese bei passender Gelegenheit. Dadurch wird das, was am Spieltisch gesprochen wird fast genauso interessant, wie die Ereignisse auf dem Spielbrett selbst. Am Ende jeder Runde wird mit Einflussmarkern, die während des Spiels gesammelt werden, auf Bestimmte Ämter "geboten". Dies findet verdeckt statt und alle Spieler decken gleichzeitig ihren "gebotenen" Einfluss auf. Die Ergebnisse ändern nun die Ämter, die es im Spiel gibt: König auf dem Eisernen Thron, die Hand des Königs usw. Die Ämter haben Einfluss auf die Zugreihenfolge der Spieler und geben interessante zusätzliche Möglichkeiten. An dieser Stelle soll aber nicht zu viel verraten werden, da dies auch den Rahmen der Rezension sprengen würde.

Die Spieler sollten allerdings nicht all ihre Einflussmarker bei der Jagt um die begehrten Ämter verbrauchen, denn im Norden jenseits der Mauer rüsten die Wildlinge zum Angriff. Alle Spieler müssen am Ende der Runde entscheiden, wie viel Einfluss sie für den Kampf gegen die Wildlinge aufwenden wollen, denn wenn die Wildlinge nicht in Schach gehalten werden, kann das Spiel eine schlechte Wendung für alle Spieler nehmen.

Kämpfe werden mit Karten abgehandelt, was den Glücksfaktor des Würfelns wegfallen lässt. Die verschiedenen Hauskarten (bekannte Gesichter aus den einzelnen Häusern) können im Kampf zusätzlich für Überraschungen sorgen. Jedes Haus hat seine Stärken und Schwächen, die stimmungsvoll den Eigenschaften der Häuser der Vorlage entsprechen. Jedes Haus spielt sich ein wenig anders, was zusätzlich den Wiederspielwert erhöht. Wer jedoch ausschließlich darauf setzt, sich den Weg zum Eisernen Thron mit Soldaten frei zu kämpfen, wird nicht weit kommen. Geschicktes Taktieren und Ränkeschmieden sind unerlässlich. Dies ist auch einer der unterhaltsamsten Teile des Spieles. Wenn man Treue zum König schwört, aber im richtigen Moment zuschlägt, um sich selbst die Krone zu sichern ist das wirklich sehr amüsant.

Sobald man mit den Regeln vertraut ist (hierfür sollte man sich etwas Zeit nehmen), läuft das Spiel trotz seiner Komplexität flüssig ab. Da alle Spieler immer nur relativ kurz an der Reihe sind kommen keine langen Wartezeiten zu Stande. Man ist ständig damit beschäftigt sein Reich zu führen und die nächsten Schritte zu planen. Die Spielzeit kann stark variieren, aber 3 Stunden und mehr sind, je nach Spielerzahl, keine Seltenheit.

Der Eiserne Thron ist ein Spiel, das nicht nur Fans der Bücher/Serie begeistern wird. Allen, die Interesse an ausladenden Strategiespielen haben, sei dieser Titel ans Herz gelegt. Es handelt sich jedoch nicht um ein Spiel für Zwischendurch, sondern um ein abendfüllendes Programm. Allen, die das nicht abschreckt, möchte ich eine klare Kaufempfehlung aussprechen.
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15 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 10. September 2013
Wir haben uns das Spiel: "Der Eiserne Thron" vor genau einem Monat bestellt und hatten vorher einige Berichte/Videos dazu gesehen und waren gespannt. Wir kennen und spielen regelmäßig lange, komplexere Gesellschaftsspiele aber "Der Eiserne Thron" ist etwas ganz besonderes.

Der Spielumfang:
Für das Geld waren wir überrascht von dem großen Umfang, den Details und der Qualität der Spielkarten, den Chips und dem Spielbrett. Sehr gut ist auch, dass bei jedem Haus direkt die Startpositionen stehen, aber nur für den Fall dass auch 6 Spieler mitmachen, bei wenigeren muss man ins Regelheft schauen. Was aber gleich gesagt werden muss, was ich bis heute nicht verstehe, warum zwar die Anleitung und Texte auf Spielkarten komplett auf Deutsch sind, aber die Ländereien und einige Namen teilweise auf Englisch sind.(Unter anderem deshalb ein Stern Abzug)
(Beispiel dafür: Auf dem Spielbrett gibt es "Die Weite" und "King's Landing" oder Greyjoy, statt Graufreud)

Die Regeln:
Kurz gesagt, sehr umfangreich, sollten sich vorher ein Großteil der Gruppe, wenn nicht alle Teilnehmer mindestens einmal durchlesen. Wir mussten immer wieder feststellen, dass wir Sachen falsch verstanden oder angewendet hatten.
Gut ist auch, dass bei weniger Spielern die Karte eingeschränkt wird und so sich nicht aus dem Weg gegangen werden kann.
Schlecht finde ich allerdings, dass bei 3 Spielern eine Facette des Spiels verloren geht: Es ist dann eher jeder gegen jeden, obwohl man ja verhandeln, intrigieren sollte usw.

Dauer:
2h – 4h ist für Neulinge knapp bemessen, hängt aber auch von der Spieleranzahl ab. Mit 6 eingespielten Leuten kann man locker länger brauchen, je nachdem ob nach jeder Runde Gesprächsbedarf ist.

Die Stärken des Spiels:
1. Durch die Westeroskarten ergeben sich selten gleiche Spielverläufe +++
2. epische Schlachten (viele unterschiedliche Faktoren, auch durch die Schlachtenglückskarten,
die den Kampf zusätzlich zu den Regeln EXTREM beeinflussen können) +++
3. Viele unterschiedliche Elemente von Spielen kombiniert (El Grande, Diplomatie, Risiko) +++

Die Schwächen des Spiels (vielleicht auf hohem Niveau):
1. deutsch/englisch Mischmasch (obwohl es die 2.Edition ist) --
2. Manche Fraktionen sind erst ab einer gewissen Spieleranzahl spielbar -
3. Immergleiche Spielweisen der Fraktionen (wenig Alternativen bei gewissen
Konstellationen von Spielern) (nur ein Nachteil wenn man sehr oft spielt)
4. lange Einarbeitungszeit, bis alle WIRKLICH spielen können( mich hat dass nicht
gestört, für manche kann es zum Problem werden)
5. Die Unterstützungsregeln (eine Unterstützung kann unendlich oft in einer Runde gelten gemacht werden, solange das
betreffende Gebiet angrenzend ist. (Wer das Spiel Diplomatie kennt, weiß dort kann man Unterstützungen nur
einmal in einer Runde gewähren))
6. Die Regeln des Einheitentransportes über Schiffe (Es ist egal was das Schiff für
einen Befehl ausführt beim Einheiten übersetzen)(Als besseres Beispiel dafür wieder Diplomatie:
Dort kann das Schiff mit einem Befehl nur übersetzen und sich nicht noch dazu aktiv im Kampf beteiligen oder so)
(4. und 5.Punkt werden wir in Zukunft nach Absprache anpassen  , deshalb Kritik auf hohem Niveau)
7. Wie bei allen Intrigenspielen sollte man nur mit Leuten spielen, die solche Spiele auch abkönnen
(sonst enden womöglich Freundschaften, Familienbande,….)

FAZIT:
Wir hatten bis jetzt mit jeder möglichen Spieleranzahl getestet und sind sehr zufrieden mit dem Spiel, vor allem wegen dem Preis-/ Leistungsverhältnis, werden es auch weitere Abende/Nächte damit verbringen.
MEIN TIPP: 1.Wenn möglich gleich nach dem Auspacken alle Karten laminieren
2. Mit so vielen Leuten spielen wie es geht
3. Mit Schlachtenglückskarten spielen
Auch wenn ich mehr Schwächen als Stärken aufgelistet habe, sind die Schwächen mehr wie Feinheiten zu werten, mit denen man leben bzw. die man anpassen kann.

Ich habe lange überlegt, ob ich dem Spiel 5 Sterne oder 4 gebe, aber mich dazu entschlossen, wegen der unverständlichen teilweisen Übersetzung, den logischen Fehlern bei gewissen Regeln (Unterstützungen und Einheitentransport) und kleinen Schwächen für Langzeitspielende dem fast-perfektem Spiel nur 4 Sterne zu geben.

Trotzdem klare Kaufempfehlung, wartet nicht auf die (hoffentlich noch kommende) 3.Edition
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27 von 31 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 26. November 2013
Nach all den überschwänglichen Rezensionen hier möchte ich eine vorsichtige Warnung aussprechen.

Ich selbst bin ein großer Fan der Serie (Bücher und TV) und das Thema ist in diesem Spiel wirklich sehr gut umgesetzt. Trotzdem kann man dieses Spiel nur eingefleischten Eroberungsspiel-Fans empfehlen. So wie auch in der Serie bilden sich Bündnisse um eine einzelne Fraktion auszurotten. Bei einem Spiel, dass so lange dauert wie dieses, kann es frustrierend sein, in den ersten 1-2 Zügen so in die Enge getrieben zu werden, dass man den Rest des Spiels als Statist zuschauen muss.

Ich würde die Aussage, dieses Spiel sei ein Muss für jeden Fan der Serie korrigieren auf die Aussage: "Dieses Spiel ist ein Muss für jeden Fan von Eroberungsspielen (Risiko & Co) der etwas für 'Song of Ice and Fire' übrig hat". Nur Fan der Serie zu sein ist kein hinreichendes Kriterium.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 14. Januar 2015
Meine Rezension richtet sich primär an alle Besitzer der 1.Edition (ohne Erweiterung), welche überlegen sich diese 2.Edition zu kaufen.

+++ neues Design des Spielbretts und Spielmaterial
Alles wirkt nun wesentlich düsterer und stimmiger.
+++ neue Werte der Hauskarten
Die Hauskarten sind nun perfekt ausbalanciert. Jedes Haus hat nun 1x4, 1x3, 2x2, 2x1 und 1x0 Stärkepunkte. Auch die verschiedenen Spezialfähigkeiten der Karten sind sehr ausgeglichen bzw. gut gewählt.
+++ neue Kartendecks für 1.Phase
bei den neuen Kartendecks gibt es jetzt auch Karten wo die Besitzer des Thrones, Raben, Schwerts sich Auswirkungen selbst aussuchen können. Sehr sinnvoll
+++ Schicksalskarten bei Kampf
Dadurch kommt zwar auch mehr Glücksfaktor, macht aber die Kämpfe auch spürbar spannender. Ich möchte nicht mehr ohne spielen.
+++ neue Auswirkung des Spezialbefehls (mit Stern) Krone
mit diesen Spezialbefehl kann man jetzt auch in einer Burg oder Festung rekrutieren. Dies war in der alten Version nur mit Karten möglich.
+++ Spiel mit 6 Personen
war in der alten Version nur mit Erweiterung möglich. Nun sind die 6 Adelshäuser gleich zu Beginn in den Spielplan eingearbeitet. Bei einem Spiel mit weniger Personen, werden einfach mehr neutrale Einheiten bzw. nicht betretbare Felder aufgelegt.
+++ neue Wildlingskarten
durch die verschiedenen Auswirkungen bei einem Wildlingsangriff, bekommt auch dieser Aspekt des Spiels eine neue spannende Note.
+++ Garnisionmarker (+2) für Heimatgebiet
Somit kann das Heimatgebiet nicht mehr so einfach eingenommen werden.
++ Häfen
Diese fügen sich perfekt in die Spielmechanik ein
++ Belagerungsanlage
Gibt interessante neue strategische Möglichkeiten
neutral... neuer Spezialbefehl für Überfall
Statt mit einem Überfallsbefehl 2 andere Befehle zu vereiteln, kann man nun auch Verteidigungsbefehle entfernen. Hier hätte ich mir etwas mächtigere Auswirkungen gewunschen. (ist aber schon Kritik auf hohem Niveau)
neutral... neuen Spielfiguren
Waren die alten Spielfiguren noch aus Holz, sind sie jetzt aus Plastik. Hier hätte ich mir ein wenig detailiertere Spielfiguren gewunschen. Aber sie erfüllen nach wie vor ihren Zweck.

Der Glücksfaktor (mit Schicksalskarten) ist im Vergleich zur 1.Edition gleich geblieben im Zwiefelsfall sogar etwas weniger geworden. Dem neuen (sehr spannenden) Glcüksfaktor Schicksalskarten stehen die schon weiter oben angesprochenen neuen flexibleren Kartendecks für die 1.Phase entgegen. Hier wurde das Glück von einem manchmal sehr frustrierenden Faktor (z.B. es kommt ewig keine Rekrutierungskarte) zu einem spannenden Glücksfaktor verschoben (reicht meine Kampfstärke samt Hauskarte wirklich um die Schlacht zu gewinnen bzw. kann ich mit Glück vielleicht doch noch das Ruder rumreißen und in Unterzahl gewinnen?)
Spielt ihr ohne Schicksalskarten (ist nur optional, würde ich aber nicht weglassen), ist der Glücksfaktor sicher etwas gesunken.

Fazit:
Für mich hat sich das Brettspiel "Der Eiserne Thron" von einem sehr gutem Spiel zu einem wirklichen Referenzspiel weiterentwickelt. Besitzer der 1.Edition empfehle ich unbedingt die 2.Edition zu kaufen, ihr werdet es nicht bereuen.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 6. Juli 2013
Als wir das erste mal gespielt haben, waren wir bloß zu dritt. Leider, wie wir feststellen mussten, sehr unausgewogen für den, der in der Mitte sitzt. Er wird quasi zwischen den Fronten zerquetscht. Ironischerweise handelt es sich - nach den Festlegungen der Anleitung - dabei um die Lennisters... :)
Die nächste Partie war dann zu viert. Keine Quetschungsgefahr, da sich sofort Bündnisse gebildet haben. (Dazu ist zu sagen, dass wir nach der ersten Partie die Tipps aus dem Internet verwendet haben, damit das Spiel ausgeglichen für alle Parteien ist: Bei vier Spielern Tyrell statt Greyjoy, die Martellgebiete, Pyke und die Festung nördlich davon sperren). Die Bündnisse hielten bis zum Ende. Dadurch kam das "Intrigante" nicht so zur Geltung. Aber wir haben eine wirklich interessante Partie gespielt, als wir das dritte Spiel gemacht haben. Da waren wir fünf Leute(Tipp: Martell statt Greyjoy. Pyke und die Festung nördlich davon sperren). Am ende hat keiner niemandem mehr vertraut... ;)
In der Partie danach wurden wir von den Wildlingen geschreddert. Ständig gab es Wildlingsangriffe, die Einheiten dezimiert haben (dazu sei gesagt, das die Wildlinge öfter angreifen, wenn man sie nicht zurückschlägt - und dann jedes mal mit der größtmöglichen Stärke... ;) )
Bisher war JEDE Partie anders als die davor. Ein sehr geiles Spiel vor einem sehr geilen Story-Hintergrund.
Dazu kommt, dass die Figuren sehr schön gearbeitet sind. Sie sind schlicht gehalten, aber aus meliertem Plastik. Keine scharfen Kanten, wie man das von manchen Plastikfiguren kennt, sondern sehr schön abgerundet. Eine große Landkarte mit schönen Details, die leider mit Vorsicht behandelt werden muss: Ein großes zusammenhängendes Teil, was in S-Form aufgeklappt werden muss... wir hätten sie beim ersten mal beinahe zerissen. Also VORSICHT!

Trotz dieser kleinen Schwäche Insgesamt sehr gut, großer Wiederspielwert, schön gearbeitet. Sehr viel Spaß garantiert. :)
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 24. November 2012
Ich habe Mitte des letzten Jahres dieses Brettspiel (und zuerst seinen Vorgänger) entdeckt und spiele seitdem kaum etwas anderes. Ich spiele es mittlerweile sogar online unter thronemaster.net, aber natürlich darf auch das Original nicht fehlen!

Ein paar Kommentare zu den vorherigen Kritiken:

- Gegen gute Spieler sind auch Partien mit weniger Spielern gut.

- Für Greyjoy und Baratheon empfehle ich die "equal mustering" Option, die Online sehr häufig gespielt wird, da diese beiden Häuser statistisch gesehen sonst zu oft gewinnen. Das heißt, dass deren Knights am Anfang durch Footmen ersetzt werden. Eher für Fortgeschrittene zu empfehlen, aber dann wirklich...

- Ich spiele auch diese Version am liebsten mit den Hauskarten des Grundspiels, sie sind vor allem für Einsteiger leichter zu erlernen.

- Martell ist am allermeisten auf einen verlässlichen Bündnispartner angewiesen.

- Backstabbing gehört zum Spiel, allerding sollte das Timing stimmen, um nicht im Zuge der allgemeinen Rachemaßnahmen völlig unter zu gehen. Wollt nicht zu früh zuviel!

lg
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12 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 27. Oktober 2012
Das Spiel an sich ist fantastisch, besonders für Fans der Bücher/Serie.
Jedoch muss ich, wie in manchen anderen Rezensionen, auch betonen, dass der Spielspaß sich bei mehr Spielern deutlich erhöht. Das Problem ist, dass die Leerstellen, die durch nicht maximale Spielerzahl entstehen, zwar notdürftig gefüllt werden, dadurch aber ein Machtvakuum in südlichen Bereich entsteht, der leicht ausgenutzt werden kann.
Ansonsten ist an dem Spiel nichts zu bemängeln.
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6 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 24. September 2012
George R. R. Martin's Game of Thrones Welt (bzw. A Song of Ice and Fire oder Das Lied von Eis und Feuer) hat es mir regelrecht angetan.Nachdem ich zufällig über die erste Staffel der erfolgreichen HBO Serie Game of Thrones gestolpert bin, war ich von dieser Welt mit seinen Machthäusern, dem historischen, mittelalterlich-angehauchten Setting mit all seinen Charakteren und Intrigen so begeistert, dass ich mir zunächst die ersten drei deutschen Bände (Die Herren von Winterfell, Das Erbe von Winterfell und Der Thron der sieben Königreiche) und die ersten vier englischen Bände als Sonderangebot gekauft habe um noch mehr von der fantastischen Welt zu erfahren. Dies alles hat mich noch neugieriger gemacht und schließlich bin ich auf das Brettspiel Der Eiserne Thron vom Heidelberger Spieleverlag gestoßen und muss sagen, es ist einfach gigantisch!

Worum geht es in dem Spiel?
König Robert Baratheon ist tot, und die Adelshäuser des Landes rüsten zum Krieg um die Thronfolge. Haus Lannister, aus dem Roberts Gemahlin Cersei stammt, beansprucht den Thron für deren Sohn Joffrey. Von seiner Heimstatt auf der Insel Dragonstone macht Roberts jüngerer Bruder seinen rechtmäßigen Anspruch auf die Königswürde geltend. Haus Greyjoy bereitet von den Eiseninseln aus eine neue Rebellion vor. Im Norden zieht Haus Stark seine Truppen zusammen, um für Gerechtigkeit und Gesetz zu kämpfen. Im Süden nährt Haus Tyrell seinen uralten Wunsch den Eisernen Thron zu besteigen, und auch die Entschlossenheit und der Rachedurst von Haus Martell darf von keinem anderen Haus unterschätzt werden. Doch während die Adelshäuser sich untereinander bekämpfen, zieht von jenseits der Mauer im hohen Norden ein Sturm heran, der alles zu verschlingen droht. (Quelle: amazon.de)

Mein Eindruck:
Nachdem wir uns gefühlte drei Stunden in die sehr umfangreichen Regeln gelesen und vermutlich alles verstanden haben, losten wir die vier Häuser aus und haben so die Häuser Lannister, Stark, Greyjoy und Baratheon (insgesamt gibt es sechs Häuser inkl. Tyrell und Martell) unter uns aufgeteilt. Nachdem wir alle Starteinheiten platziert, die Versorgungs- und Einflusspunkte verteilt hatten, ging es los.
Man hat in jeder der insgesamt 10 Runden diverse Kriterien zu beachten und Aufgaben zu erfüllen. So gibt es z.B. die Westeroskarten, auf welchen es u.a. um Rekrutierung geht, womit neue Einheiten ausgehoben werden können oder ein Wildlingsangriff bevorsteht bevor es zum Planen und Ausführen von Kämpfen und Eroberungen geht.
Dabei stellt man schnell fest, dass man ohne dem Schmieden von Bündnissen nicht weit kommt. Diese Bündnisse gilt es zu pflegen. Oder eben nicht ;-).
Ziel ist es, entweder sieben Burgen oder Festungen zu erobern oder die zehn Runden erfolgreich zu überstehen und dann möglichst viele Burgen und Festungen zu besitzen.
Klingt leicht, ist es aber ganz und gar nicht. Das Spiel ist mit dem Klassiker Risiko vergleichbar, nur hat es eine sehr viele größere strategisch-komplexe Tiefe die mir außerordentlich gut gefällt und dazu führt, dass eine Partie schon einmal drei bis vier Stunden dauern kann, einfach klasse!

Verarbeitung des Spiels:
Insgesamt ist das Spiel gut verarbeitet, hat sehr viel Zubehör und ist sehr detailverliebt. Lediglich die nicht ganz einheitliche Sprache auf dem Spielbrett ist erwähnenswert. So sind die Häusernamen alle auf englisch (Greyjoy statt Graufreud) und die Gebiete sind mal englisch und mal deutsch, was aber nicht wirklich schlimm ist und dem Spielspaß nicht negativ beeinflusst.
Mein Fazit:
Ich hab glaub ich noch kein so komplexes und gutes Spiel gespielt und mein Eigen nennen dürfen wie George R. R. Martin's der Eiserne Thron. Wenn man sich erst einmal mit den Regeln vertraut gemacht hat, macht diese Spiel einfach Spaß, egal ob man die Welt von Westeros kennt oder nicht.
Ich kann dieses Brettspiel auf jeden Fall jedem (Brettspiel-) und Game of Thrones Fan nur ans Herz legen. Die knapp 40 Euro sind hier auf jeden Fall sehr gut angelegtes Geld!
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 19. November 2014
Das Spiel macht einfach nur Laune. Allerdings nichts für schlechte Verlierer ;)

Einige Kritikpunkte, die dem Spielerlebnis allerdings nicht groß schaden, sind dennoch da:
- Das erste Spiel macht nicht viel Spaß, man muss ein paarmal gespielt haben. Unter anderem liegt das daran, dass es ewig dauert, das Spiel zu erklären (oder wir machen was falsch dabei.)
- Manche Einzelfälle werden durch die Spielanleitung nicht vollends aufgeklärt, was schade ist. Man kann hier natürlich Hausregeln definieren.
- Die Spielfiguren sind relativ unsortiert. Wenn man nicht vor jedem Spiel eine Stunde sortieren möchte, sollte man sein eigenes Sortiersystem (Gefrierbeutel, o.Ä.) einführen.

Diese Kritikpunkte sind alle relativ leicht zu umgehen. Nachdem wir das zum 3. Mal gespielt hatten, habe ich eine Woche lang nur von dem Spiel geträumt, so traumatisch war das Erlebnis. Für Strategiefans eine Kaufempfehlung!
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