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182 von 224 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Die Schlacht endet hier und jetzt
Prolog:
Einige werden sich fragen, warum ich bereits jetzt eine Rezension zu diesem Buch abgeben kann, da selbiges ja erst am 19.11.2011 erschienen ist und mit einem festen Erscheinungstermin verknüpft war. Jedoch gibt es Berufe, in denen man Freiexemplare bekommen kann, um diese vorweg zu lesen und dem potenziellen Publikum dieses Buch schmackhaft zu machen. So...
Veröffentlicht am 19. November 2011 von Nicolai Wolf

versus
112 von 126 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Guter Auftakt, flauer Abgang
Alles in allem fand ich, dass der vierte Teil der Eragon Reihe ein akzeptabler, aber dennoch nicht befriedigender Abschluss der Reihe ist (sofern es denn nicht noch eine Fortsetzung geben wird,was nicht ganz abwegig erscheint).
Es wird durchgehend Spannung aufrecht erhalten, es gibt viele kleine Höhepunkte und interessante Ideen. Es handelt sich um ein an sich...
Veröffentlicht am 10. Dezember 2011 von Brimmsel


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112 von 126 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Guter Auftakt, flauer Abgang, 10. Dezember 2011
Alles in allem fand ich, dass der vierte Teil der Eragon Reihe ein akzeptabler, aber dennoch nicht befriedigender Abschluss der Reihe ist (sofern es denn nicht noch eine Fortsetzung geben wird,was nicht ganz abwegig erscheint).
Es wird durchgehend Spannung aufrecht erhalten, es gibt viele kleine Höhepunkte und interessante Ideen. Es handelt sich um ein an sich gutes Buch. Dennoch stellt sich bei mir ein Gefühl der Unzufriedenheit ein. Ich habe das Buch mit Spannung bis zu Galbatorix Tod verfolgt und bis dahin gefiel mir der Band wirklich sehr.

Jedoch überwiegen bei mir ab dieser Stelle als eigentlich großer Fan von Eragon die negativen Gefühle, die sich aus verschiedenen Punkten ergeben:
-Wieso wird die seltsame neuartige Magie auf Vroengard angesprochen,wenn nicht näher auf sie eingegangen wird?Wer waren die Menschen, die Eragon nachts durch die Ruinen gehen sieht?
-Ich fand die Idee sehr gut, Nasuada und Murtagh einander näher kommen zu lassen. Es war ja bereits abzusehen, da ja immer wieder erwähnt wurde, dass die beiden sich nach ihrem ersten Treffen mochten. Wieso eine so gute und nicht ganz so vorhersehbare Idee ins Nichts verlaufen lassen?Murtagh verschwindet,nachdem er seine Persönlichkeit zum Guten ändern konnte ins Nichts?Und dann auch noch ohne einen Kuss, einen Liebesschwur ohne tränenreichen Abschied?Sehr enttäuschend! Das hätte doch eine echt dramatische Romanze werden können oder aber man hätte den beiden wenigstens einen Moment trauter Zweisamkeit gönnen können. Und Murtaghs inneren Wandel hätte man ruhig detaillierter darstellen können und dafür Roran ein wenig kürzen.
-Roran ist mal wieder der Seitenfüller, der nach immer gleichem Schema ohne Magie alle Hürden nimmt, ohne dass seiner Rolle mehr Bedeutung zukommt.Er ist der eigentliche Held, der alles aus eigener Kraft schafft, doch eigentlich braucht die Geschichte seine Rolle nicht,wenn das Buch Eragon heißt.Wieso das Ganze?Und wieso das Drama um Katrina, die das KInd alleine großziehen will,wenn doch nichts passiert?
-Wieso ist der neue Drache,von dem sich alle Fans eine Hauptrolle erhofft hatten, eine winzige Nebenrolle für den Abspann?Auch verstehe ich nicht, wieso er völlig vorhersehbarer Weise bei Arya schlüpft (Nasuada wäre meiner Meinung nach die interessantere Wahl gewesen).Das wirkt ja alles soooo aalglatt... *gähn* Man nimmt Arya die tiefe Verbindung zu ihrem Drachen auch irgendwie nicht so recht ab.
-Die Liebesgeschichte zwischen Eragon und Arya nimmt kein zufriedenstellendes Ende.Entweder Fisch oder Fleisch,Herr Paolini! Man merkt,wie sich die beiden während des Buches annähern und kann sich wider aller früheren Erwartungen mehr vorstellen. Und dann diese krampfhaft erzwungene, unlogische Drama (auch ohne Kuss wohlbemerkt);wieso wird Arya, die in den Augen ihres Volks ein Teenager ist und fast garnicht bei ihrem Volk gelebt hat, die neue Königin, obwohl das ihrem Charakter total zuwiderläuft und sie eine Reiterin ist, die eigentlich unabhängig sein soll!Und wieso bitte muss Eragon denn für immer gehen,wenn er ewig lebt und mit Saphira innerhalb kürzester Zeit größte Entfernungen zurücklegen kann?Etwa nur,weil Angela es eben so prophezeit hat?Es wird nicht klar,wieso die beiden nicht zusammen sein sollen (schonmal was von Fernbeziehung gehört?). Und dann dieses ewige Herauszögern des Abschieds ("Begleite mich noch bis zur ersten Flussbiegung", man kann es auch übertreiben...)
-Saphira, die ach so stolze und weise und starke Drachendame, die über die Maße eitel ist, bietet sich, nur weil sie gerne mal Eier legen will, innerhalb von Minuten einem halbstarken Drachen an, der noch nicht einmal geschlechtsreif sein dürfte und ihr geistig und körperlich haushoch unterlegen sein muss und fliegt anschließend sofort mit ihm weg, um gleich am Nachwuchs zu arbeiten!?!?Hallo!?Wenn irgendetwas nicht zu Saphiras Charakter passt, dann diese Verzweiflungstat.Sie sollte die Meisterin und Ausbilderin dieses Drachens sein, und nicht sein Geschlechtspartner!
-Viele geheimnisvolle Andeutungen der Bücher, die eine große Auflösung versprechen, werden nicht nur schlecht, sondern einfach mal garnicht aufgelöst:Was ist denn nun bitte der Preis des Menoa-Baums? Wieso taucht diese fremde Kriegerin mit den Narben und den Kindern auf und rettet Roran und woher kam sie überhaupt? Was hat es denn nun mit Angela auf sich? Wo ist Eragons Diamantgürtel?Broms letzte Worte?Und wie lauten denn die ach so tollen wahren Namen?
-Das Ende,wie Eragon mit den Elfen davonfährt und seine Lieben am Steg zurücklässt ist ja mal sowas von Herr der Ringe, dass es fast schon unverschämt ist...
-Kein guter Roman kommt ohne Tote aus.Man muss sich als Autor einfach von liebgewonnenen Figuren trennen, um die nötige Portion Gefühl und Tragik beim Leser zu wecken. Es ist unglaubwürdig, dass tausende anderer Menschen sterben und alle Hauptfiguren überleben. Ich denke, Paolini hätte sich von Roran, Nasuada oder Murtagh trennen müssen (vllt auch von Arya, dann wäre das Ende der Romanze und Eragons Weggehen immerhin stimmig gewesen)

Insgesamt vollzieht sich das Ende des Buches zu abrupt.Es scheint schon ziemlich leicht für Eragon, den Überendgegner Galbatorix lahmzulegen. Danach flacht alles ab und die Stränge werden fast schon lieblos zu Ende gebracht (hier noch eine Feier und ein Festessen, nochmal schnell von allen verabschiedet ud letzte Geheimnisse ausgetauscht oder offene Fragen mehr oder weniger geklärt). Eragons Charakter lässt sich nur noch schwer verstehen, erscheint zu weise und zu mächtig (ach wie praktisch,dass er mal eben den Namen der alten Sprache erfahren hat und damit alle Probleme lösen kann) und zu selbstlos. Der Schluss ist eine bloße Aneinanderkettung von Ereignissen.
Entweder es ist wirklich eine Fortsetzung geplant, oder Paolini stand unter ziemlichen Zeitdruck bzw hatte keine Lust mehr, denn anders ist der wirre und lieblose Abschluss für mich nicht erklärbar.Schade!
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115 von 130 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Ich mag Galba, 2. Februar 2012
Die Überschrift spricht bereits den Knackpunkt an, der mich als großen Anhänger der Fantasy-Literatur am größten irritierte: Als ich das Buch nach gut drei Wochen endlich zuschlug und damit den Zyklus Eragon beendete, empfand ich Sympathie für Galbatorix. Und ich werde auch noch darlegen, warum.
Zunächst aber ein Rundumschlag, da es sich hier um Teil vier einer ganzen Reihe handelt: Den ersten Teil las ich mit Genuss! Mir gefiel die einfache, aber doch plastische Welt, die mir da präsentiert wurde. Der Vergleich zu Herr der Ringe, vom Plot her auch Star Wars, lag nah; ebenso das Prinzip der wahren Sprache, welches in 'Erdsee' schon seine Anwendung fand. Dennoch gefiel, was der werte Herr Paolini da zu Papier brachte.
Meine Verbeugung vor diesem 'Wunderkind', auch dafür, dass er es schaffte, eine solch imposante Masse an Schreibwerk zu verfassen.
Doch, soviel sei auch gesagt: Ist es eine Ehrung für einen mittlerweile wohl auf die 28 zugehenden Herren, als 'Wunderkind' angehimmelt zu werden? Nur ein kleiner Hinweis für die Fans, die manchen Logik-Fehler und flache Charaktere mit Alter entschuldigen wollen.
Jedenfalls: Der erste Band hatte seine Reize, auch wenn beim zweiten Durchlesen hier und dort kleine Stolpersteine aufkamen (als einziges Beispiel sei hier genannt, dass Eragon nebst Magie und Schwertkampf Lesen und Schreiben innerhalb weniger Wochen lernt).
Band zwei und drei brachten den Knick. Plötzlich hatte unser kleiner Drachenreiter also seinen Platz gefunden, bei den ehrenwerten Varden. Und von da an wurde es seltsam zäh; Roran als zweiter Protagonist half im zweiten Teil noch ein wenig aus, wurde im dritten Band jedoch geradezu abstoßend brutal - doch dazu später, vorerst kein zu großes Spoilern.
Band vier dann der größte Absturz. Denn Eragon hat noch immer keine Entwicklung durchgemacht. Er soll der große Drachenreiter sein, und doch kommt er mir noch immer wie ein Bauerntrottel vor; ein kleiner Junge, dem man den Mantel eines Kriegsherrn übergestreift und einen satten Stoß gegeben hat: 'Und nun geh und mach!' Und Eragon watschelt los, in zu großen Klamotten. Ernsthaft: Kann sich selbst der glühendste Fan Eragon mittlerweile als gereiften, erwachsenen Krieger vorstellen? Beschwört er etwa das Bild von Aragorn, Arathons Sohn herauf, der stolz und grimmig durch die Pforte Helms Klamms marschiert? Oder sieht man nicht doch noch immer den fünfzehnjährigen Jungen, der seiner Arya hinterherschmachtet und sich von allen das Okay abholen muss, ehe er in den Hof darf zum Spielen?
Auch die Magie, plötzlich inflationär vorhanden, wird fade. Nicht mehr magisch. Sie ist ein schlichtes, effektloses Werkzeug ohne Glanz. Keine göttliche Gabe, sondern fast schon Wissenschaft, nach den Maßstäben eines Physikers berechnet. Magie wird nicht geheimnisvoll eingesetzt und fantasievoll vom Autor beschrieben. Magie wird gewirkt, Magie verschließt die Wunde oder macht Feuer oder einfach Bumm.
Und für alle, die sich Spoiler ersparen möchten, sage ich kurz und knapp, warum mir Galbatorix sympathischer ist als die Varden-Partei: Weil er nichts Böses tut! Er hat hin und wieder Wutausbrüche und erschlägt einige seiner Diener, wie gern hervorgehoben wird. Ein Choleriker, schön und gut. Und den Thron hat er sich durch scheußlichsten Verrat erschlichen, ja. Das reichte in Band eins für den bösen Bösen. Doch nun? Seiner Bevölkerung geht es gut! Die Städte, welche die Varden schleifen, sind prunkvoll und die Einwohner leiden nicht unter IRGENDWAS, was ihnen der König auferlegte, es gibt keine große Schicht der Armut oder Unterdrückung. Im Gegenteil. Stets brechen Eragon und seine heldenhaften Horden - unter ihnen auch die Urgals, die von der Bevölkerung als Plage empfunden werden und anfangs zur Stilisierung Galbas zum Bösen beitrugen - in eine schöne Welt des Wohlstands ein, wann immer sie die Schutzmauern einreißen und die Straßen stürmen. Keine Armenviertel, die es unter normalen Umständen nicht auch gäbe. Keine für mich als Leser sichtbare Gewaltherrschaft.
Der Autor behauptet, Galbatorix ist unfassbar böse und muss vom Thron herunter. Doch eine Grundregel des Schreibens ist nunmal: Behaupten reicht nicht. Zeig es mir. Sag nicht, er ist böse, sondern zeig mir das Elend, das er hervorrief, zeig mir die Unterdrückten und so weiter und sofort. Stattdessen bekomme ich feindliche Soldaten, die ehrenmütig vor ihren durch Eid gebundenen Herren stehen und anschließend vom Bauernlümmel im Feldherrenmantel halbiert werden. Feinde mit guten, ehrenwerten Zügen sind gut, ja, doch da Galbatorix als wirklich Böser nicht rüber kommt, entzieht sich die Geschichte allem Sinne.
Keine Tiefe der Charaktere. Sie sind gut, denn sie sind gut. Der Böse ist böse. Muss er sein. Wäre er nicht böse, wäre die ganze Geschichte bloß eine Eroberungskampagne und ein Rachefeldzug für das Auslöschen der Drachenreiter, die jedoch unter der normalen Bevölkerung nur noch eine Legende sind.

Ab hier SPOILER -

Hier die größten Knackpunkte, die mir sauer aufstoßen:

Eragon: Wie gesagt, nach wie vor ein tumber Bauernjunge. Er soll der Mächtigste der ganzen Truppe sein, stolpert jedoch eigentlich nur durch die Gegend - meiner Empfindung nach. Er muss geschützt werden, regelrecht betüddelt von seiner Elfengarde, muss sich bei Nasuada abmelden und gute Gründe vorbringen, warum er sich von der Truppe zu entfernen hat - wie bei der Reise in die Ruinenstadt der Drachenreiter. Er will einen Schlüssel zur Vernichtung von Galbatorix finden, einem Hinweis nachgehen - und muss lang und breit überreden. Jeder hat Zweifel an ihm, jeder fürchtet, der glorreiche Held der Truppe könnte ohne die Unterstützung seiner Freunde stolpern und ins nächstbeste Kaninchenloch fallen. Er wird beschützt, wo es geht. Und soll doch letzten Endes mit den Fähigkeiten, die er bereits hat und die offenbar kaum für die Alltagsabenteuer genügen, gegen den finstersten Fiesling der Welt antreten. Lieber nichts riskieren bei der Suche nach neuer Stärke - lieber den Spatz in der Hand als die Taube auf dem Dach. Mal ganz platt: Moral muss doch am Boden sein, wenn man ständig heraufbeschwört, wie übermächtig Galbatorix doch ist und von allen Seiten wird nur bestätigt: 'Ja, er ist ein harter Brocken, eigentlich haben wir keine Chance. Wenn er wollte, könnte er kommen und uns ausradieren.'

Faktor Glück: Schließt sich gerade einmal ganz kurz an im Zuge des letzten Satzes: Ist doch so, oder? Galbatorix wird hochstilisiert zum Gott, und offenbar ist er auch so mächtig; allein sein Drache Shruikan müsste eine Herausforderung darstellen. Bloß gut, dass Galbatorix keine Lust hat, selbst etwas zu tun. Er hockt in seinem Thron, und sein Drache gibt den Wandvorhang. Er hat kurz einen starken Auftritt mit donnerndem Brüllen und Kettenrasseln, doch dann geht er wieder zurück an die Leine. Ein Glück, ist der Obermotz zu faul, selbst mal richtig loszulegen. Hätte ers getan, wäre ja noch eingetroffen, was alle befürchtet hatten!
Ein übler Beigeschmack. Die Story hat meiner Meinung einfach nicht die schlimmste Wendung, die größte Herausforderung erreicht. Über Galbas schwachen Kampf hätte ich hinwegsehen können, wäre er nicht in allen drei Bänden vorher zum Non-Plus-Ultra geworden. Es war, als halte mir der Autor den fetten Braten hin, fächelte mir den Duft zu und sagt: 'Er ist zart und saftig', Galbatorix wird die ultimative Herausforderung. 'Freu dich auf den Geschmack', freu dich auf diesen Kampf.
Doch es wird bloß drüber geredet. Der Braten verschmorrt dann doch im Ofen.

Der Feind selbst: Eigentlich hat Galba doch hehre Ziele, oder? Einschränkung von Magie und dergleichen wird später sogar von Nasuada aufgegriffen - aha? Eigentlich keine Veränderung, nur der übliche Wechsel, wenn ein Usurpator den Thron erobert.
Lediglich die Varden als Opposition sind gegen Galbatorix. Und sonst? Steht die Bevölkerung auf ihrer Seite? Nein, denn die Truppen der Städte stehen da nicht als Besatzungsmacht oder unterdrücken irgendwen. Alles läuft ganz normal, wie es sollte. Nirgendwo andere Aufständische, alle glücklich und zufrieden.
Und die Varden fallen in diese Idylle, sorry wenn ichs so sage, aber bestreitet es jemand? Sie selbst überziehen das Land mit Krieg und Verheerung, und am Ende sind Varden und Elfen und Zwerge und Werkatzen zufrieden, doch die Unschuldigen leiden.
Moral und Mordlust: Stößt mir sauer auf. Ab dem zweiten Band sind es immerhin Menschen, die auf beiden Seiten dem Schwert übergeben werden. Ich lese auch Historische Romane wie Bernard Cornwells 'Das letzte Königreich', und auch dort ist der Protagonist ein 'echter' Krieger, der den Kampfrausch liebt und seine Feinde wild schreiend erschlägt. Dort wird dies auch offen zugegeben - so war es eben zu jener Zeit, und der Leser versteht.
Und bei Eragon? Roran zählt im zweiten Band, wieviele Menschen (zehn bis zwanzig) er nun auf dem Gewissen hat, und verspürt tiefste Scham, weil sein Gewissen pocht. Im dritten Band zählt er nicht selbst, sondern einer seiner Kameraden die bereits dreistellige Summe von 186 Mann (soweit ich mich richtig entsinne, vielleicht war die Zahl auch gering anders). Und hoch oben auf dem Leichenberg, dass sie über die Dächer der Häuser hinwegblicken können, erklärt er trocken: 'Schade, dass es nicht vierzehn mehr waren. ich hätte die 200 gern voll gemacht.' Und er fällt in das Lachen der Umstehenden ein.
Witzig, nicht wahr? Dies setzt sich auch fort. Roran darf sich im letzten Band als ganz abgezockter Feldherr erweisen, der mit dem Gedanken an seine geliebte Katrina munter Schädel zertrümmert und als zum Soldaten und Drachenreiter-Cousin umgeschulter Bauer die anderen gestandenen Feldherren mit genialen Kriegslisten überraschen. Auch die anderen Einwohner aus Carvahall, also alle Handwerker und Schmiede und Bauern, haben ihr Herz auf dem rechten Fleck und wissen, wie man Soldaten in die Schlacht führt.
Eragon selbst metzelt und schnetzelt ebenfalls, dass es eine Lust ist - einziges Beispiel für den Spaß, den er haben muss, sei bereits das erste Gefecht. Arya wirft einen Speer, trifft zwei Männer gleichzeitig und setzt ihn durch das Wort 'Brisingr' in Brand. Eragon steht nahebei, höchst gelassen im Pfeilhagel, und bemerkt neckend, dass das unfair sei - immerhin könne er das nicht. Sein eigenes Schwert geht nämlich beim Wort Brinsingr von allein in Flammen auf. Daher muss er sich dieses Wort oft verkneifen.
Sich danach das quälende Gejammer und schlechte Gewissen in endlosen Selbstgesprächen zu Gemüte führen zu müssen, ist für mich als Leser wirklich die Höhe! Gemetzel, weil es sich eben gut schreibt und irgendwie dazugehört, inklusive cooler Rambo-Sprüche. Aber danach muss natürlich darüber gewehklagt werden, wie einen die Gesichter der Getöteten im Schlaf verfolgen! Alles verständlich, alles nachvollziehbar. Doch dann bitte nicht die Schlacht erst als Abenteuerspielplatz zum Rumtoben beschreiben - denn das wird sie, wenn alles haarklein und in blutroten Farben ausgemalt wird und die Helden ihre Sprüchlein reißen und offenbar rechten Spaß an ihrer Überlegenheit finden.
Letzter Punkt. Magie. Sie ist irgendwie weg. Fantasy enthält doch sonst soviel Magie und Mystik, nicht? Doch Eragons Welt ist aufgeklärt. Magie ist ein Werkzeug, Rohmaterial wie Stein und Holz. Sie ist eben da, und manche können sie verwenden, manche nicht. Sie wird gebraucht, um jedes kleine Problemchen aus der Welt zu räumen - ohne besondere Effekte, es glitzert kaum was, sondern der Held denkt sich eine Methode aus, wie er einen Schutzzauber anpasst oder sonstiges, und dann geht er wie ein Rechtsanwalt seine Klauseln durch, interpretiert ins Kleinste jedes Wort und dreht es wie eine Zehnpfennig-Münze dreimal rum, dass es auch ja passt. Es wird ausschweifend erläutert, was wohl für Probleme aufkommen könnten - im Band drei will Eragon beispielsweise seine Knochenwülste an den Händen (er war ja auf der Suche nach einer guten Waffe und erdachte sich diese 'Fäustlinge' als Aushilfe) schützen. Er denkt dabei darüber nach, durch einen Schutzzauber alles abstoßen zu lassen, was darauf treffen könnte. Geht aber nicht. Er könnte ja aus Versehen gegen einen Berg schlagen, und dann würde sein Schutzzauber versuchen, den Berg abzustoßen und das würde ihn ja umbringen.
Sorry. Für mich keine Magie. Paragraphenreiterei. Künstliche Erzeugung von Spannung, denn natürlich gehen Schutzzauber so gut wie niemals fehl. Und sie werden auch einfach erdacht und in Gedanken ausgearbeitet, mehr erfolgt nicht; keine mystische Beschwörung oder so etwas, was anderswo eine gewisse Stimmung verbreitet. Schutzzauber sind auch überall. Jeder hat welche, auch Roran wird von Eragon mit diesen nützlichen Dingern belegt - obwohl er es ja gar nicht will, Eragon ist schließlich der echte Held und sollte seine Energien nicht auf Fußsoldat Roran verwenden. Tut er trotzdem.
Es gibt allgemein keine Götter in dieser Welt - jedenfalls bezeichnet Eragon sie ganz offen als Scheinbilder. Schau an, das ewige Philosophieren über Sein und Nichtsein hat ihn also auch die Religionen durchschauen lassen.

Fazit. Alles aufgeklärt und klinisch rein, moralisch standfeste Helden haben Blut an den Händen und waschen sich rein durch überbordendes Philosophieren über all das, was ja eigentlich sein musste und sich nicht vermeiden ließ. Und am Ende ändert sich nichts, was ich als Leser sehen kann und mich veranlasst zu sagen: 'Dafür hat es sich doch gelohnt'. Nein. Eragon verlässt seine Freunde, weil die frisch schlüpfenden Drachen das Vieh der Zwerge von den Almen pflücken würden und er sie daher anderswo ausbilden muss. Verständlich. Ich kann mich täuschen. Doch wären Drachen also eine Belastung für das neue Alagäesia?

Der Autor ist erwachsen geworden. Seine Welt ist ebenfalls erwachsener geworden, weniger farbenfroh und magisch, dafür wissenschaftlich fundiert und aufgeklärt. Und für mich nicht mehr reizvoll. Die Eragon-Reihe habe ich damit endlich abgeschlossen. Der Autor darf mir mit allen weiteren versprochenen Werken gestohlen bleiben. Scheint ja so, als seien in gewisser Weise Fortsetzungen für die Nebenfiguren geplant...
Zwei Sterne von mir, für den starken ersten Band und den guten Zweiten.
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150 von 171 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Vollkommen enttäuschender Sagaabschluss - Vorsicht, enthält Spoiler!, 2. Januar 2012
Eines vorneweg: Ich bin großer Fan fantastischer Literatur und habe schon zehntausende Seiten über Heldinnen und Helden, Elfen, Zwerge, Drachen, fantastische Wesen und Magie gelesen. Diese Art der Literatur schafft es immer wieder mich in ihren Bann zu ziehen.
Und auch die Buchreihe "Eragon" habe ich seit Band eins gerne gelesen und auf das Erscheinen des vierten Bands regelrecht hingefiebert.

Um's kurz zu machen: Ich bin gnadenlos enttäuscht! So einen Band vier hat Eragon wahrlich nicht verdient... doch ich glaube auch nicht, dass bei so vielen losen Enden mit Band vier wirklich Schluss ist.

*AB HIER SPOILER!!!*

Die Handlung ist ja an sich nicht so verwunderlich. Die Varden (und alle verbündeten Völker - Elfen, Zwerge, Urgals und Werkatzen) ziehen Richtung Uru'baen um dem bösen und noch völlig unbekannten Galbatorix zu stürzen. So weit so gut, etwas anderes erwartet man auch nicht.
Doch die Umsetzung ist eine einzige Katastrophe!

1. Kämpfe über Kämpfe mit reichlich Gewaltexzessen. Seitenlang und dabei doch relativ langweilig. Stadt muss belagert werden, Varden sind in Unterzahl, Roran lässt sich was einfallen, Stadt wird erobert. Roran? Ohja, Roran!

2. Roran "entwickelt" sich im Verlauf der Handlung vom einfachen Bauernlümmel zum General. Ahja? Er kann nicht lesen und schreiben, er hat keinerlei militärische Ausbildung aber er wird einfach mal so General? Und wundert sich, wenn andere Offiziere ihm nicht ohne Widerspruch gehorchen?
Er metzelt als Hammerfaust hunderte (wirklich hunderte!!) ohne Skrupel hin. Als er dann jedoch einen Attentäter tötet, der ihn in seinem Zelt überfällt, bekommt er Schuldgefühle. Nur um dann zehn Seiten später Orrin den Tod anzudrohen. Völlig ohne Skrupel oder doch mit Skrupel? Alles aus Liebe zu seiner Frau Katrina, die nur so nebenbei einer unglaublich blasse Figur macht?
Anstrengend ist das ganze Schlachtenbrimborium vor allem, da es für die Handlung so gut wie keine Relevanz hat. Es werden halt ein paar Städte erobert, das war's auch.

3. Die Gründe, warum Eragon für immer sein Heimatland/-kontinent verlässt, sind äußerst fadenscheinig. Die Abreise plump von Herr der Ringe geklaut.

Besonders ärgerlich: *IMMER NOCH SPOILER!!*

1. Eragon macht keine ernsthafte Entwicklung durch und ist immer noch nicht in der Lage, für sich selbst zu sorgen.

2. Die "Romanze" zwischen Eragon und Arya endet einfach. Nichtmal ein Kuss? Natürlich wäre das alles kitschig, aber wir LeserInnen wollen ja, dass die über 3 Bände aufgebaute Beziehung auch zu irgendwas führt. Und dann wird auch noch Arya Drachenreiterin und Königin? Muss das sein?!

3. Wer ist Angela? Und warum erfährt man NICHTS aber auch gar NICHTS über ihr Leben, warum sie wurde, wie sie wurde?

4. Selbiges für Solembum und alle Werkatzen!

5. Wer sind die kaputzenverhüllten Gestalten in den Ruinen nahe dem Felsen von Kuthian? Ach, da tauchen mal n paar ominöse Gestalten auf, die nie wieder erwähnt werden?!

6. Genau wie bei Punkt 5: Die ominöse Fremde, die Roran das Leben in einer Schlacht rettet.

7. Oder auch für den irren Einsiedler, den Eragon in Band 3 (oder 2?) trifft?

8. Zumindest einen wahren Namen genannt zu bekommen, wäre nett gewesen.

9. Schon auf Seite 37 hätte ich fast angefangen zu weinen. Eragon isst Fleisch. Nochmal langsam: Er isst Fleisch. Einfach so, weil's lecker ist. Nachdem in den letzten Bänden über hunderte Seiten erklärt wurde, dass soetwas nach der Zeremonie bei den Elfen seinem Charakter völlig zuwider ist. Er musste beim letzten Bissen in Band 3 sich fast übergeben und jetzt fragt ihn Saphira einfach: "Und knusprig?" - "Ja."

10. Saphira trifft den grünen Drachen und paart sich mit ihm. Nachdem sie sich gerade 5 Minuten kennen? Das widerspricht allem, was man über sie in den letzten Bänden erfahren hat.

11. Die Magier der schwarzen Hand tauchen nicht mehr auf. Also gar nicht mehr.

12. Es gibt noch Eier der Raz'zac. Gut, aber wirkliches Interesse zeigt keiner.

13. Galbatorix... was soll man sagen - er enttäuscht einfach. Da trifft Eragon endlich auf den Bösewicht schlechthin, der sich nicht die Mühe gemacht hat, in den ersten Büchern aufzutauchen und dann ist er so eine fade Person. Unterboten wird das ganze von seinem Drachen, der einfach von Arya getötet wird. Eine Elfe und Drachentöterin. Scheint die anderen Elfen aber nicht zu stören, schließlich ernennen sie sie zur Königin.

*SPOILER ENDE*

Alles in allem: Enttäuschend, wirklich enttäuschend! Ich weiß nicht genau, was da Paolini geritten hat oder ob er vertraglich nur schnell fertig werden musste. Aber das scheint fast so, als hätte er die ersten drei Bände seiner eigenen Buchreihe nicht gelesen.
Ich war schon skeptisch, als aus der ursprünglich geplanten Trilogie dann doch vier Bände wurden (rochgefährlich nach Geldmacherei) aber jetzt nach der Lektüre des Bandes 4 kann ich überzeugt sagen: Finger weg, lohnt sich nicht.
Band eins war grandios, Band zwei ebenso aber danach ging's schon stark abwärts. Hätte man Band vier um die Hälfte gekürzt, es wäre nicht aufgefallen.

Kein würdiger Abschluss für Eragon - ich bin sehr sehr traurig, wütend und sogar entsetzt, was aus Band 4 gemacht wurde!
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Tut es nicht..., 26. Juli 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Eragon - Das Erbe der Macht (Eragon - Die Einzelbände 4) (Kindle Edition)
Falls es noch jemanden geben sollte, der den 4. Band nicht hat - lasst es auch bleiben. Denn es wie der Name Bloedhgarm - der hört sich auf deutsch einfach blöd an. Die ersten drei Bände hatte ich, den dritten fand ich schon nicht mehr so dolle. Richtig gut war eigentlich nur der erste Band. Dann bleibt man bekanntlich dran - aber es wird nicht besser. Ich hatte mir vorgenommen, die Reihe nicht auszulesen, was schon selten genug vorkommt.

Irgendwann habe ich das vergessen und auf der Suche nach Lesefutter das Buch hier bestellt. Großer Fehler. Was für eine Quälerei, es geht nur noch ums Erschlagen, warum, weiß auch keiner mehr so richtig, Eragon ist zwar plötzlich ein heftiger Magier, aber irgendwie trotzdem von allen Beteiligten der Unreifste. Gott, geht der einem mit seinen Selbstdialogen auf den Keks! Sprachlich und von der Fantasie her macht der Autor leider, man muss es sagen, Rückschritte - der Zauber und die Spannung des ersten Bandes sind schon lange durch. Bereits die Zusammenfassung der ersten drei Bände liest sich, als wüßte der Autor selbst nicht mehr, was er da geschrieben hatte.

Also, wer den Band noch nicht gekauft hat - es muss auch nicht sein, leider, leider. Man verpasst absolut nichts, wenn man die Reihe nicht zu Ende gelesen hat. Die meisten werden sich nicht abschrecken lassen, ist ja auch ok, aber wenn es hier Zweifler gibt, die zögern, dann sei denen gesagt, wer Fantasie liebt, wird sich hier eigentlich nur noch ärgern. Die Reihe hätte bei drei Bänden bleiben sollen, so aber hat sie sich überlebt und sprachlich und inhaltlich ist die Luft dermaßen raus, das es eine Quälerei war. Diejenigen, die das lesen und sich nicht abschrecken lassen: Ich bin sicher, ihr werdet an mich denken :-)
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen [2,5] Enttäuschend!, 4. Oktober 2012
Zur Aufmachung

Eigentlich gibt es dazu nicht viel zu sagen. Wieso zum Geier hier Firnen abgebildet ist und nicht Shruukan ist mir ein Rätsel. Aber das Buch ist mir generell ein Rätsel. Vielleicht spielt es auf das Erbe an, auf die Zukunft? Wenn man bedenkt, dass der Drache, der das Cover ziert nur in den letzten 90 Seiten ca. vorkommt...
Und ich gehe selten auf Preise ein, aber 19,99€ für ein ebook? Das ist ein Witz, oder? O.o

Zum Buch

Ich werde hier jetzt nur ganz kurz auf die Gründe hinweisen, warum man das Buch mögen kann, weil sie eigentlich auf der Hand liegen: Der Schreibstil, Charaktere wie Elva und Angela und ja auch Eragon, der stellenweise Humor, das Epische der Geschichte, die Drachen ♥ Eragon war mir in diesem Teil mal sehr sympathisch, weil er Arya nicht mehr ständig hinterhergerannt ist und anscheinend zu akzeptieren schien, dass sie sich keine Zukunft mit ihm vorstellen kann.
Aber trotzdem war dieser letzte Band nicht nur nicht besser als Teil drei, an dem ich ja schon einiges auszusetzen hatte sondern sogar sehr viel schlechter. Wieder gab es diese Roran-spielt-den-Helden-Szenen, die immer absolut gleich ausgehen und manchmal nicht einmal bedeutsam für den Verlauf der Handlung sind. Das große Problem dieser Saga ist und bleibt einfach Galbatorix. Er kommt auch hier kaum vor, nur in einigen wenigen Szenen und bleibt so leider unnahbar und damit kaum greifbar. Wer darauf hofft in diesem letzten Band endlich seine Beweggründe, sein ganzes Wesen, zu erfassen, der wird leider bitterlich enttäuscht. Man bekommt zwar einen Eindruck davon, wonach er strebt und kann das auch gut nachvollziehen, aber dass ein Mensch wie Galbatorix hier in diesen letzten paar hundert Seiten dargestellt wird, die gesamte Reiterschaft auslöscht? Erscheint völlig unglaubwürdig.
Im Prinzip gibt es viele Aspekte, die zwar während des Lesens Sinn ergaben, aber auch nur, wel man glaubte sie würden später näher aufgeklärt werden. So wie das jetzt war, waren viele Szenen einfach... seltsam und unvollendet.
Womit wir beim Ende wären. Ich dachte immer, dass die Leute damit übertreiben würden. Ich dachte, Paolini hätte sich ein Ende ausgesucht, das vielleicht ein wenig melancholisch, aber doch nicht offen endet. Aber das hier ist offen. Das ist zwar das Ende von Galbatorix (und das ist kein Spoiler, denn jeder weiß, dass Eragon siegen wird! Wie sollte es auch sonst sein), aber es ist nicht das Ende von Eragons Geschichte. Es bleibt offen, ob er all die Personen, die ihm etwas bedeuten je wieder sieht, es ist auch nicht nachvollziehbar, warum er denn nun Alagaësia FÜR IMMER verlässt, die Sache mit den Drachen macht keinen Sinn, denn statt für die neuen Drachenreiter von Beginn an da zu sein, wartet er irgendwo darauf, dass man sie zu ihm schickt. Wie die Sache mit Galbatorix gelöst worden ist, das fand ich ok, wobei ich aber auch da so einige Logikfehler erkenne, aber das war auch abzusehen und das ganze einfach zu leicht gewesen ist. Galbatorix ist der Endgegner, er ist der Überbösewicht, er ist... Es war einfach zu leicht.
Das Ende umfasst außerdem auch teilweise den Neuaufbau von Alagäsia und das war wieder so eine lieblose Aneinanderkettung von Ereignissen ala Eragon fliegt dorthin und hilft dabei dasunddas zu machen und dann fliegt Eragon dahin und hebt dieundie Zauber auf und dann... ARGH.
Hinzu kommt die Sache mit den wahren Namen. Eragon erfährt seinen wahren Namen, schön. Noch viel schöner wäre es gewesen, wenn man als Leser auch seinen wahren Namen erfahren hätte. Und dann DER wahre Name schlechthin, der das Schiksal aller entscheidet... Wird nicht erwähnt wie der lautet.
Und dann überall diese losen Enden. Die Frau, die Roran das Leben rettet, ist das die Mutter der Kinder, die Galbatorix als Geiseln nimmt? Und ist das die Frau, der Angela ihr Schicksal verraten hat, als auch Eragon bei ihr war, damals in Band eins (oder zwei?!)? Und wenn ja: Was ist mit ihr? Wieso hat sie diese Narben, warum kämpft sie in der Schlacht? Dann gibt es noch Eier der Ra'zac, aber wo sind sie? Werden sie schlüpfen? Und was passiert dann?
Ich bleibe bei meiner Meinung: Die Saga wäre 10 mal besser gewesen, wenn Paolini beim ursprünglichen Plan geblieben wäre, nur drei Bände zu schreiben und wenn er mal den Mut gehabt hätte, die Reihe endgültig abzuschließen und etwas Neues zu beginnen wie jeder normale Autor das tut. Denn das hier ist einfach feige und seinen Lesern gegenüber unfair. Je mehr ich darüber nachdenke desto schlechter finde ich das Buch als belassen wir es einfach mal hierbei.

Fazit

Schreibstil: 4 Sterne
Charaktere: 3,5 Sterne
Spannung: 3,5 Sterne
Emotionale Tiefe: 3,5 Sterne
Humor: 3 Sterne
Originalität: 2,5 Sterne
Logik: -10 Sterne

Ein einfach enttäuschendes Ende der Eragon Saga, das viel zu vieles offen lässt. Christopher Paolini ist entweder ein Feigling oder aber einfach geldgierig. Ich tippe auf Ersteres, denn jeder Roman, den er nach Eragon rausbringen würde, würde ordentlich Geld geben, egal, ob er gut ist oder nicht. Sollte es tatsächlich noch einen fünften Roman über Eragon geben, so weiß ich nicht einmal, ob ich diesen lesen wollen würde...
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Eher 2,5 Sterne..., 2. Februar 2012
3 Sterne bedeuten überwiegend gut und 2 überwiegend schlecht. Doch mit dem Buch bin ich eher zwiegespalten, daher die gute Mitte.

Band zwei mochte ich am liebsten, aber drei und vier waren mehr Flop als Hopp - aber dennoch besser als manch anderes Buch, das als Bestseller gehuldigt wird.

Das Finale fängt ziemlich lahm und langweilig an. Es gewinnt nur extrem langsam an Spannung und Stärke - und ein phänomenales Ende fehlt trotzdem (auch wenn es gewisse spannende Momente gibt).

Paolini beschreibt manchmal unnütze und überflüssige Szenen.. Wären sie zumindest witzig oder erfrischend... Nein, manche Absätze ziehen sich quälend langsam dahin...

Liebesszenen? Grausamkeiten? Die Abgründe eines Menschen? - Fehl am Platz! Paolinis Schreibweise ist bestens auch für 10jährige geeignet (da war Harry Potter viel düsterer). Hier und dort gibt es brutale Momente, Tote, Folter und Trauer... aber so richtig herzzerreißend, leidenschaftlich und beängstigend wird es nie. Manchmal schreibt er derart belehrend, dass ich mir sagen muss: "Ey man, du bist noch nicht mal 30, Junge!". Und die Elektrizität zw. Arya und Eragon gleicht einem Kühlschrank - da versteht Saphira in Liebesdingen viel mehr!

Meistens habe ich Ronans Kapitel lieber gelesen als Eragons, ehrlich gesagt. Er ist ein spannenderer, facettenreicherer Charakter als sein Cousin. Er hat gekämpft bis zuletzt, hat sich seinen Respekt mit eigenen Händen verdient, musste sich allerlei Tricks ausdenken... Eragon hat eine zu große Bürde und Aufgabe, welches allein auf seinen Schultern lastet. Er muss immer perfekter werden und darf sich keine Schwächen erlauben. Roran ist da anders. Er muss zwar auch seine Schlachten gewinnen, aber er ist nur ein Mensch - wie wir.

Pluspunkte:
- Bei Mehrteilern haben es sich die meisten zur Gewohnheit gemacht gewisse Dinge während des Erzählens zu wiederholen, dass es nervt. Es dient einem guten Zweck, denn im nächsten Teil vergessen wir einiges, was im letzten passiert war.
Paolini hat es am besten gemacht, in dem er so eine Art "Was bisher geschah" zusammengestellt hat, sodass wir uns schnell an alles erinnern konnten und der spätere Lesefluss nicht mehr gestört wurde.
- Die Szene mit Ronan und Lord Barst gefällt mir irgendwie. Und auch seine trickreichen Schlachten.
- Auch wenn es sich wieder hinzog, sobald Eragons Scheitern oder Sieg kommt (ich will nicht verraten, wie es geendet ist), hört die Story nicht direkt auf- das finde ich gut.
- Die Geschichte hat viele Schwächen, aber zumindest keine auffälligen Logiklücken.
- Auch wenn ich das Ende nicht besonders toll finde, so bin ich trotzdem überzeugt, dass Paolinis Botschaft an sich gelungen ist.
- Das Böse ist nicht abgrundtief böse.. Es gibt Grauzonen.
- Auch wenn Paolini viel herumschwafelt und es jede Menge langweilige Textpassagen gibt, so hat der Autor trotzdem versucht viel Empathie für seine Figuren aufzubringen.

Fazit: Oft langweilig, zieht sich hin, hat aber einige gelungene Momente. Der Autor meint es gut, möchte einige Botschaften rüberbringen - allerdings hätte es einwenig fesselnder sein können. Trotz allem mag ich die Reihe und empfehle es an alle Fantasyliebhaber, die Fans von Drachen, Elfen, Zwergen und ähnlichen Fantasievölkern sind und gern über Zauberei lesen. Da die Reihe Paolinis Debütreihe ist und er noch ein sehr junger Autor, könnte er noch ein sehr guter Fantasyautor werden (aber ich hoffe, dass seine Geschichten nicht mehr inhaltlich nachlassen, wie es in Teil 3 und 4 der Fall war).

*******SPOLIER********

Einige Fragen wurden einfach aus Bequemlichkeit nicht aufgeklärt..

Die Sache mit Angela... Sie kennt alles, jeder kennt und fürchtet sie... sie hat so viel mysteriöses an sich, aber warum wurde nichts von ihrer Herkunft gelüftet?

Weshalb trauern sie alle und vorallem Eragon, weil Eragon geht? Er lebt fast unendlich und er wird spätestens in einigen Jahrzehnten zurückkehren können. Warum tun sie so, als würde er sich zum Mond schießen und hätte danach keine Kraft mehr wieder zurück zu kommen? Warum will Eragon nicht zurückkommen?

Arya und Eragon hätten zusammen sein können (für eine kurze Zeit)... So wie es mit Saphira und Firnen der Fall war. Wieso taten sie das nicht?

Murtagh und Nasuada hätten auch miteinander was erleben können..

Wieso gibt es nichts zwischen ihnen? Liebesbeziehungen werden extrem vage angedeutet oder existieren gar nicht... Wieso? Warum ist Eragon zu feige, um ihr endlich Wort für Wort alles zu gestehen oder sie einfach zu küssen?

Vieles wurde nicht weiterentwickelt und blieben in der Luft hängen.. sehr schade... da gab es mehr Potential!
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Abschluß mit Mängeln, 19. Januar 2012
Ich habe mit Freuden auf den vierten Teil der Saga gewartet und mich sehr gefreut als ich mein Paket in Händen hielt. Beim Öffnen gab es dann gleich die erste Enttäuschung:
Aus Gründen die mir nicht einmal ansatzweise klar sind, wurde das Format der Verpackung (Mp3 Audiobuch), welches für die ersten drei Teile verwendet wurde geändert. So stehen nun drei schön auf einander abgestimmte Kunststoff Hüllen in DVD Größe, neben einer vierten aus Pappe, die auch noch wesentlich kleiner ist und völlig anders aussieht.

Doch nun zum Inhalt (ohne zu viel zu verraten):
Der Anfang des Buches ist durchaus interessant und spannend. Eragon wächst an seinen Herausforderungen, lernt einiges über den Kampf, die Welt und sich selbst. Besteht Abenteuer, muss einstecken und teilt aus. Auch Roran entwickelt sich weiter, zeigt aber auch einige sehr dunkle Seiten. So droht er z.B. einer jungen Magd damit, ihr die Zähne mit seinem Hammer zu zertrümmern und sie so für immer zu verkrüppeln um Informationen zu erpressen. Das Zusammentreffen mit dem dunklen König ist spannend und überraschend, ein echtes Highlight. Danach jedoch scheint der Autor aber nicht recht gewusst zu haben, was er tun soll: Offenes Ende oder völliger Abschluss. Ich persönlich hätte das Buch vermutlich mit Murtaghs Abschied beendet und vielleicht einen Epilog angefügt, um die weiter Entwicklung zu umreißen.
Paolini hatte jedoch das Bedürfnis einen Rundum Abschluss zu schreiben. Eragon besucht noch einmal diverse Stationen seiner Reise, ändert die Inschrift in Broms Grab, legt den Grundstein für Frieden zwischen den vier Völkern. Arya wird Königin und Reiterin, Nasuada regiert das Imperium, Roran wird Fürst... Es wirkt als wenn Paolini hier eine Liste abhakt, dann aber doch einige nicht ganz unwichtige Punkte ignoriert und auch nicht für alles logisch Gründe hat.
Auch einige erst im Laufe dieses Bandes eingeführte Handlungsstränge, werden einfach fallen gelassen und nicht zu Ende geführt.
Das tatsächliche Ende ist dann eher unbefriedigend und zäh. Schade.
Fazit: Ich empfehle durchaus jedem, der die ersten drei Teile gelesen/gehört, hat auch das letzte Buch zu kaufen. Aber erwartet nicht zu viel und vielleicht ist es am besten, nach Murtaghs Abschied einfach aufzuhören.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Trotz überbordender Phantasie einfallslos erzählt, 13. Januar 2012
Nach dem Lesen des Abschlußbandes kann ich die Rezensionen verstehen - die positiven wie die negativen. Das Buch ist echt nicht schlecht, wenn auch vieles von anderen geklaut ist, aber dafür bedankt er sich auch am Ende. Das finde ich nicht per se schlecht, es bettet sich in eine gut durchdachte eigene Welt - und nicht zuletzt ist auch zu berücksichtigen, dass Ch. Paolini noch sehr jung ist und das Buch als Jugendbuch einzustufen ist (erscheint ja auch im CBj).

Die vielen Schlachten sind notwendig und gut erzählt, die Nebenstränge sind doch auch ganz gut gelungen - auch wenn diese widerum nicht notwendig sind.

Was mich tatsächlich gestört hat ist eine recht hölzerne Erzählweise (kann aber auch an der Übersetzung liegen) und ein ständiges Wiederholen bekannter Tatsachen, wie oft wird die Herkunft seines Gürtels oder seines Schwrtes erwähnt, wie oft denken Eragon und Roran an das ungeborene Kind? So oft, das es im Lesefluss sehr unangenehm auffällt. Ich kritisiere hier nicht seinen Detailreichtum, auch wenn er hier manchesmal sein großes Vorbild Tolkien übertrifft.

Der Ausgang der großen Schlacht war vorhersehbar - die Guten gewinnen eigentlich immer, auch sein Fortgang am Ende des Buches - denn so wurde es ja von Angela vorhergesagt. Aber die einzelnen Charaktere enden früher oder später und meist ein wenig lieblos. Und was soll das mit Sloan in Ellesmera? Mit zwei Änderungen hätte sich Paolini vielleicht leichter getan: Eragon eremitiert nach Vroengard (die gewählten einsamen Länder/Inseln im Osten sind so an den Haaren herbeigezogen: es war noch niemand dort, von denen hat keiner berichtet, aber Drachen kann man da gut aufziehen und ihm fällt genau dort nicht "die Decke auf den Kopf" und kehrt nicht als attilawütender Wahnsinniger zurück, aha...) und seine Arya wird neben einer Reiterin (war ja sooo klar) nicht auch noch Königin. Schön hätte ich auch noch gefunden, über den Verbleib von Murtagh mehr zu erfahren, er muss ja nicht als geläuterter Ex-Volksfeind zurück kehren.

Die Geschichte hätte man also etwas spannender auf weniger Seiten erzählen können, und sich vielleicht ein Jahr weniger damit Zeit gelassen - wer weis was da alles verschlimmbessert wurde um irgendwelchen Marktanalysten gerecht zu werden...
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7 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Eine sehr, sehr große Enttäuschung, 29. Juni 2012
Cover:
Das Cover ist in dem gleichen Stil gehalten, wie auf den vorherigen Bänden, was ich sehr positiv finde, weil dadurch ein geschlossenes Bild entsteht. Diesmal ist es ein grüner Drache, der abgebildet ist. Für mich sah er ein wenig aus wie eine Mischung aus Glaedr und Saphira und hatte nichts an sich, was irgendwie...einzigartig war, bis auf die grüne Farbe. Dennoch gefällt mir das Cover, wie auch die vorherigen, sehr gut.

Meinung:
Als ich das Buch ausgelesen hatte, war ich zuerst einfach nur sehr enttäuscht. Nachdem ich mir das Nachwort von Paolini durchgelesen hab, wurde ich wütend und bin es nach wie vor.
Der Inhalt ist sehr schnell zusammengefasst: Varden, Werkatzen, Elfen, Zwerge, Urgals und Menschen verbünden sich, um gegen Galbatorix zu kämpfen und ihn zu vernichten. Klingt gut, ist es auch, wenn es einfach nicht so grausam beschrieben worden wäre... Eigentlich besteht der letzte Band nur aus langweiligen, sehr gewaltsamen Schlachtszenen, die sich kaum voneinander unterscheiden.
Ich möchte jetzt detailliert darauf eingehen, was mir im vierten Band, der eine Saga abschließen soll, stark vermisst habe.
Was ich am schlimmsten fand, war die absolute Vorhersehbarkeit in diesem Buch. Es war einfach so offensichtlich, dass Arya den Drachen bekommt. Sie ist eine Elfe, sie ist Prinzessin der Elfen, sie ist die mutige, tolle Kriegerin an Eragons Seite...reicht das etwa nicht? Muss sie dann auch noch den Drachen bekommen? Ich hätte mich sehr darüber gefreut, wenn Angela den Drachen bekommen hätte, womit wir zum nächsten Punkt kommen: in allen Bänden wurde ihre Person immer sehr kurz angedeutet. Sie weiß unendlich viel über Alagaesia und sie hat einfach einen wunderbaren Charakter, der zwischen den ganzen anderen Figuren deutlich hervorspringt und einzigartig ist. Sobald sie in ein paar Textpassagen vorkam, habe ich mich immer gefreut und war neugierig mehr über sie zu erfahren. Aber Fehlanzeige. Sie bleibt weiterhin ein großes Geheimnis, das wahrscheinlich niemals gelüftet werden wird. Warum macht man sich dann die Mühe, überhaupt Geheimnisse zu beschreiben?
Arya und Eragon. Eine Geschichte für sich. Ich war ziemlich hin und her gerissen, ob sie jetzt wirklich zusammenkommen sollten oder nicht. Ich hätte es schön gefunden, weil es gepasst hätte, aber ich hätte es schlecht gefunden, weil es einfach zu stereotypisch gewesen wäre. Aber wenn Paolini sich die Mühe macht, alle Bände darauf auszurichten und den Lesern immer Stückchen hinzuwerfen, dass sie wahrscheinlich doch zusammenkommen, warum tut er es dann nicht einfach?! Angela hatte im ersten Band auch angedeutet, dass er eine Königin an seiner Seite haben wird... Dann erfährt Eragon auch noch Aryas wahren Namen, aber der Leser? Nein. Warum auch?
Das Ende wird durch diese seltsame Begegnung der zwei einfach wirklich kaputt gemacht. Die beiden reden miteinander, Arya (die Königin geworden ist, obwohl sie es nie wollte) stellt Eragon ihren Drachen vor (mit dem Saphira sich nur seit 5 Minuten Bekanntschaft sofort paart und über den man GAR NICHTS erfährt, dabei hatte ich mich so darauf gefreut) und sie sagen sich ihre wahren Namen. Arya streckt den Arm in die Luft und ihr Drache sammelt sie ein, sie fliegen weg, Eragon geht aus irgendwelchen Gründen, die sich mir nicht erschließen wollten an einen anderen Ort. Zack. Ende. Das Ende war so schlecht, dass ich nicht wusste, ob ich lachen oder weinen sollte. Es war einfach nur grausam.
Eragon hat leider keine Weiterentwicklung erfahren. Er ist nach wie vor der dumme Junge, der einfach nichts, aber auch wirklich GAR NICHTS allein auf die Reihe bekommt. Nach drei Bänden und der Aufgabe als Drachenreiter hätte ich ein wenig mehr erwartet. Manchmal war ich kurz davor, ihn wirklich durchrütteln zu wollen und zu fragen, was er eigentlich mit seinem Handeln bezwecken will.
Roran und Katrina sind weiterhin einfach nur langweilig. Roran hat nur zwei Aufgaben: einen Menschen nach dem anderen abschlachten, Katrina am Leben zu erhalten. Ich mag Katrina eigentlich, aber sie war mir einfach als sehr wichtige Nebenfigur viel zu blass. Ich habe das Gefühl, dass ich ihr Wesen nie wirklich greifen könnte, obwohl sie eigentlich (in den wenigen Szenen, in denen sie vorkam), immer sehr stark und selbstsicher wirkt.
Die endlosen Schlachtszenen, die in diesem Buch vorkommen sind langweilig. Sie gleichen sich einander viel zu sehr und bestehen wirklich nur aus Hau drauf und metzel sie alle weg-Szenen. Enttäuschend. Sobald ich wusste, dass Roran das Kapitel als Person ausfüllt, hätte ich die Seiten am liebsten einfach überblättert. Oder interessiert es irgendwen auf dreißig (!!!) Seiten zu lesen, wie EINE EINZIGE Person getötet wird? Mich zumindest nicht.
Die Art und Weise, wie Eragon Galbatorix getötet hat, hat mich als einziges Detail im Buch überrascht und das fand ich wirklich gut. Es war mal eine sehr nette Abwechslung zu dem ganzen anderen Gekämpfe in dem Buch. Aber wie kann man denn eine Saga auf VIER Bänden aufbauen und dann den Bösewicht auf ein paar Seiten vernichten können?! Ich war sprachlos, aber nicht im positiven Sinne.
Was mich jedoch stark enttäuscht hat war Murtagh. Ich liebte Murtagh vom ersten Augenblick an und fand, dass er neben Angela die interessanteste Figur in allen Bänden war. Was war denn nun mit ihm und Nasuada? Ich fand die Verbindung der beiden recht unglücklich, weil Murtagh für mich ein Einzelgänger ist und bleibt und ich ihn so am liebsten mag. Aber Paolini beschreibt Nasuadas Gefangenschaft, die beiden kommen sich näher...und näher...und sind sich SEHR nah...und? Ja. Nichts. Gar nichts. Eigentlich lief da schon fast was mit den beiden aber kurz davor wurde das Thema dann einfach fallengelassen. Okay. Find ich jetzt persönlich nicht allzu schlimm, ABER wenn man sich die Mühe macht und alles darauf ausrichtet und ellenlang beschreibt, wie es dazu kommt und dann das wichtigste Element nicht ausformuliert, warum macht man sich dann die Mühe? Und wo sind Murtagh und Dorn jetzt eigentlich, nachdem Galbatorix getötet worden ist?
Meiner Meinung nach hätte man sich den vierten Band komplett sparen können. Ich verstehe nicht, wieso man den eigentlich geplanten dritten in Band drei und vier aufspalten musste. Das wenig Nennenswerte, das in Band vier passiert ist, hätte absolut noch in Band drei reingepasst. Für mich sieht es hier stark nach Geldmacherei aus. Leider.
Nun kommt für mich der Tropfen, der das Fass zum Überlaufen bringt: im Nachwort beschrieb Paolini, dass er sehr traurig sei, weil er nun die Arbeit an dieser Saga beendet habe und sich nicht sicher sei, ob er nicht vielleicht doch noch nach Alagaesia zurückkehre, weil er so viel Mühe und Liebe investiert habe.
Ich weiß nicht, was man dazu noch sagen soll. Braucht der Mensch das Geld wirklich so nötig? Wenn er sowieso nicht vorhatte, alle Geheimnisse zu lüften, warum hat er nicht gleich die Saga von vier Bänden auf fünf oder mehr erhöht? Kann man jetzt nun mit einer Fortsetzung rechnen oder nicht? Wird überhaupt je eine erscheinen? Wird es überhaupt eine Fortsetzung sein?
Wie kann man so respektlos mit seinen Lesern umgehen und sich ALLES offen halten und sich hinter irgendwelchen fadenscheinigen Andeutungen verstecken? Dafür, dass dieses Buch den Abschluss und somit Erklärungen für alle Fragen liefern sollte!

Fazit:
Es gibt Widersprüchlichkeiten ohne Ende, Schlachten über Schlachten, ungelöste Rätsel, Charaktere ohne Weiterentwicklung und einen furchtbaren Schluss. Gibt es noch mehr, was einen dazu bringen sollte, ein Buch NICHT zu lesen?
Ich kann jedem davon abraten, sich durch diese vielen Seiten zu quälen, es ist absolut kein Genuss. Denn das, worum es einem geht, wenn man an den Abschluss einer Saga denkt, bleibt weiterhin offen und somit kann man sich das Geld für wirklich tolle Bücher sparen. Ich war vollkommen enttäuscht und sollte es eine Fortsetzung geben, werde ich sie mir definitiv nicht kaufen.
Und leider hat der Band die gesamte Reihe ein wenig verdorben.
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44 von 53 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Ein gutes Buch... mit großen Schwächen (Spoiler möglich!), 28. November 2011
Ich weiß noch genau, wie ich vor vielen Jahren den ersten Band nach erstmaliger Lektüre zur Seite legte... Wow. Was für ein Buch. So viele Details, so viele Geheimnisse, Emotionen, Möglichkeiten. Kaum zu glauben, dass Paolini damals ein Teenager war. Ich konnte kaum erwarten endlich Teil 2 zu lesen. Unnötig zu sagen, dass es mir nach besagtem zweiten Teil genauso ging. Ich war hin und weg.
Aber irgendwas ist dannach passiert. Schon Brisingr konnte nicht mehr richtig überzeugen, irgendetwas FEHLTE.
Ich kann bis heute nicht genau sagen was das sein könnte, woran genau es liegt, aber während Teil 1 und 2 mich in ihrem Bann hielten und auf eine echte Gefühlsachterbahn mitnahmen während sich jede einzelne Seite lebhaft vor meinen Augen abspielte, hatte ich nach 3+4 jedes mal das Gefühl, nicht richtig mitgerissen worden zu sein. Irgendwie nach dem Motto: "Das wars? Aber.. es ist doch noch gar nichts PASSIERT!". Aber das mögen subjektive Eindrücke sein, zumal sind sie wirklich schwer in Worte zu fassen, weswegen ich jetzt versuche, ein wenig auf Band 4 als solchen einzugehen.

Zuersteinmal: Das Buch ist gut. Völlig ohne Zweifel. Auch wenn es mich nicht so gefesselt hat wie die ersten beiden Bände,legte ich es nur ungern aus der Hand. Auf jeden Fall ist es besser als Brisingr, und ich kann jedem den Kauf empfehlen, der die Geschichten um Eragon und co. bisher gerne gelesen hat.
Im Gegensatz zu Teil 3 schafft CP es, die Handlung wieder in Bewegung zu versetzen. Wenn man auch, wie oben angedeutet, nicht ganz so mitgerissen wird wie in den ersten beiden Bänden hat man wieder das Gefühl, dass die Geschichte eine klare Richtung hat und alles auf den einen, unabwendbaren Kampf hinausläuft.
Die Hauptstory als solche macht also endlich wieder Spaß zu lesen, hat interessante Entwicklungen zu bieten und ist - wenn auch nicht komplett unvorhersehbar - sehr kreativ geschrieben. Und endlich, endlich, schaffte Paolini es wieder, die Ausbildung Eragons weiterzuführen, denn gerade dort offenbarten sich ja bisher die interessantesten Details und Geheimnisse von Alagaesia.
Dennoch gibt es viele imho einfach unnötige Stellen in dem Buch, die mir nur wie Lückenfüller vorkamen. Im Gegensatz zu Teil 3 sind diese Lückenfüller besser gestaltet und zumindest für mich doch relativ interessant geblieben, dennoch waren sie größtenteils eher lästig. Hätte man sie weggelassen, wäre viel Platz freigeworden, den Paolini dringend hätte gebrauchen können, doch dazu später. Die Geburt von Horsts Tochter nehme ich als ein Beispiel heraus, was mir ganz gut gefallen hat. Es hat für zusätzliche Charaktertiefe gesorgt, die Beziehung zw. Eragon und Arya vertieft und ein bis dato nicht beobachtetes Verantwortugnsbewusstsein in Eragon gezeigt. Im Gegensatz dazu waren viele Roran-Szenen komplett irrelevant und liefen beständig nach folgendem Motto ab:
a) Roran befindet sich in einer ausweglosen Situation.
b) Detailliert und blutig beschriebenes, dennoch wenig fesselndes Kampfgetümmel.
c) Ein genialer Einfall (oder übermenschliches Kampfgeschick) von Roran rettet den Tag.
d) Rorans bisherige Zweifler verstummen.
Das ganze passiert so nicht nur in Teil 3, sondern auch in Teil 4 immer und immer wieder. Ich frage: Warum?
Für die Haupthandlung hat es jedenfalls keinen Erkennbaren nutzen, die Eroberung der einzelnen Städte hätte sowieso ingesamt deutlich kürzer gefasst werden können.
Dennoch. Beim Endkampf angekommen, und auch gerade während diesem, hatte ich trotz der beschriebenen Mängel ein gutes Gefühl. Ich war nicht hin- und weg wie bei den ersten Bänden oder der "Sword of Truth"-Reihe (riesen Empfehlung btw!!), aber ich war zufrieden. Alles schien sich gut zu Entwickeln, und auch der Endkampf wurde kreativ und ansprechend gelöst.

Was dann aber folgte ist wohl die größtmögliche Enttäuschung, die sich jeder Leser nur vorstellen kann. Hier geht ein über 2000 Seiten langes Epos zuende. Diesem Ende wurde fast ein Jahrzehnt entgegengefiebert... und dann DAS? Bitte..!
Ich dachte noch: Wow, sind ja noch über 100 Seiten, Mensch, da passiert noch was! Denkste..
Während die politische Zukunft des Imperiums noch befriedigend gelöst wurde, lassen die Einzelschicksale der Helden ganz stark zu wünschen übrig. Ums kurz zu machen: Nicht nur, dass abgesehen von Roran alle unglücklich sind, womit ja noch zu leben wäre, ist der Weg dahin so.. FLACH und gezwungen beschrieben, dass es einem echt schlecht werden könnte. Ich will hier jetzt nicht übermäßig Spoilern, aber gerade was die absolut unzureichend entwickelte Liebesgeschichte zw. Eragon und Arya angeht hat man das Gefühl, der gute Paolini durfte nie selbst erleben was es heißt, sich in den Augen einer wunderschönen Frau zu verlieren.. oder anderswo. ;) Absolut hölzern, absolut unglaubwürdig, absolut.. falsch. Aber nicht nur die Beziehung Eragon-Arya, eigentlich das gesamte Ende kommt so daher. Als hätte man CP die Pistole auf die Brust gesetzt, endlich fertig zu werden.
Eine treffende Rezension auf amazon.com nannte das gesamte Ende "depressing". Das trifft sowohl auf das Ende selbst als auch auf dessen Gestaltung zu. Ein Trauerspiel sondergleichen. Da fallen dann nicht mal die zuhauf offengelassenen Fragen noch ins Gewicht. Hier hätte CP wunderbar die ca. 200 weiter oben gesparten Seiten nutzen können. Und vielleicht vorher mal mit ein paar Frauen reden oder ersatzweise wenigstens andere Fantasy-Literatur lesen sollen...

Zusammengefasst: Gutes Buch, grausiges Ende. Lesen lohnt, aber hätte ich noch mal die Wahl, würde ich nach Galbatorix' Tod aufhören und mir mein eigenes Ende erdichten. Schlechter wäre es nicht geworden, so viel steht fest.
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