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10 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen
Dicht erzählt und exzellent besetzt,
Rezension bezieht sich auf: Der große Crash - Margin Call (DVD)
Die negativen Rezensionen zu diesem Film überraschen mich und machen mich einwenig ratlos. Ist es tatsächlich nur eine subjektive Geschmacksfrage? Ich glaube das nicht! Die Erzählung dieses Films ist ausgesprochen dicht. Es gibt eben KEINE Längen! An keiner einzigen Stelle! Hierher kann ein Gefühl der Langeweile definitiv nicht kommen. Die Besetzung ist "hochkarätig", wie man so sagt. Selbst letztlich kleine Rollen, wie etwa die von Jared Cohen, werden erstklassig gemeistert. Die Krönung des Films, auch wegen der drehbuchmäßigen Inszenierung, ist der Auftritt von Jeremy Irons, dessen Charisma selten so gut in Szene gesetzt wurde wie hier. Naja, und Kevin Spacey bereichert ohnehin jeden Film, in dem er mitspielt (selbst wenn dieser, anders als hier, auf einem grottenschlechten Skript basiert). Die Geschichte an sich ist, wie schon gesagt, sehr dicht erzählt. Natürlich spielt sie sich nur in NY ab und weitestgehend nur in geschlossenen Räumen. Das aber kann wohl kaum ein qualifizierendes Kriterium sein. Sonst wäre auch manches Werk von Dürrenmatt oder Arthur Miller allein deswegen schon Mist... Ich kann nur vermuten, dass diejenigen, die diesen Film schlecht bewerten, tatsächlich etwas ganz anderes erwartet hatten. Das aber halte ich doch für etwas naiv. Es handelt sich schließlich um einen reinen Wirtschafts-Krimi und zumal um einen, der nur auf virtuell beeinflussten und wahrgenommenen Zahlen basiert. Wenn ich persönlich mir die tatsächliche Realität in einem solchen Falle vorstelle, wäre diese sehr wahrscheinlich noch viel undramatischer als dieser Film (was einen angesichts der Tragweite der Aktionen der real handelnden Personen schnell zur Weißglut treiben könnte). Unabhängig von subjektiven Geschmacksfragen halte ich diesen Film deshalb für absolut herausragend. Er ist dicht erzählt, hervorragend besetzt und erzählt Geschichten, die dem Zuschauer entweder klar machen, weshalb einige New Yorker Finanz-Jongleure keine A....löcher sind und dennoch grandiosen Mist bauen oder weshalb andere eben doch A....löcher sind! Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen
Subtiler Wirtschaftskrimi - tip top erzählt,
Von Amazon bestätigter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Der große Crash - Margin Call (DVD)
Der Film über den großen Crash ist einfach sehr subtil und trotzdem sehr unterhaltsam erzählt. Bin richtig gut unterhalten worden zumal man den Film ruhig auch öfters ansehen kann ohne gelangweilt zu werden. Das Kriterium allein ist meines Erachtens 5 Punkte wert. Dass die Schauspieler ebenfalls tip top spielen, ist keine Rede wert bei dem Cast ...
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen
Spannendes Kino für das Gehirn,
Von
Rezension bezieht sich auf: Der große Crash - Margin Call [Blu-ray] (Blu-ray)
Dies ist der ultimative Film zur weltweiten Finanzkrise!Was als "Wirtschaftskrimi" über eine Investmentbank beginnt, entwickelt sich schnell zu einem Drama über komplexe und existenzielle Fragen unserer globalen Finanzwelt. Diese Fragen sind z. B. solche nach Skrupel im Umgang mit Finanzprodukten, Folgen von Abverkäufen für Investoren, virtuellem Geld etc. Da die Finanzwelt kaum noch von jemandem verstanden werden kann (selbst Experten müssen da immer öfter blank ziehen), versucht der Film erst gar nicht, die komplexen Abhängigkeiten anhand von Einzelschicksalen darzustellen. Es geht vielmehr darum aufzuzeigen, wie die Krise ausgelöst wird. Und das ausschließlich aus der Sicht der Investmentbank, deren Hauptprotagonisten über einen Zeitraum von 28 Stunden nach Mechanismen handeln, die eben doch für die hemmungslose Gier dieser Maschinerie stehen. Hier liegt die große Stärke des Films: Das nicht unrealistische Ausgangsszenario wird nicht mit dem moralischen Zeigefinger bewertet. Das muss der Zuschauer schon selber tun. Und das sollte er auch - schließlich ist die Realität noch viel heftiger, und jeder Einzelne von uns leidet darunter! Der Rest ist wie üblich Geschmackssache. Hier ist mein Geschmack komplett getroffen - excellente Schauspieler, geschliffene Dialoge und ein herausragendes Drehbuch ergeben zusammen einen Film, der kaum spannender sein kann. Es gibt keine Plattitüden und die üblichen Klischees werden nicht bedient. Das Ende ist offen - wie im Übrigen auch die Finanzkrise und der Umgang damit im realen Leben. Kleiner Hinweis am Rand; Dieser Film ist auch als Erholungskur für Effekt-geplagte Super-Hero, Sci-Fi und Mystery Film-Fans mehr als geeignet. Hier geht es einzig und allein um Schauspielerei. Film Fan, was willst Du mehr? So muss intelligentes Kino sein - 5 Sterne! Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen
unglaublich nah an der Realität...,
Rezension bezieht sich auf: Der große Crash - Margin Call (DVD)
Dieser Film gehört mit zum besten was ich zum Thema je gesehen habe. Und für Leute mit Einblick in die Branche und Verständnis für die Zusammenhänge gibt es da keine zwei Meinungen. Insofern ist es müßig und auch völlig unnötig, sich über etwaige weniger begeisterte Rezensionen zu wundern oder gar zu ärgern, denn wer Bescheid weiß, weiß wie genial dieser Film ist.Eine zugegeben nicht ganz einfache und doch unsere gesamte Welt maßgeblich beeinflußende Materie wurde schauspielerisch und dramaturgisch hervorragend umgesetzt. Wer weiß um was es geht, den wird es schaudern bei der coolen und unnahbaren Atmosphäre des Films, denn der wahre Thrill liegt darin, dass man das Agieren und die nicht vorhandenen ethischen Leitplanken der Handelnden mit den Folgen für die Welt übereinander legen muss...und dann geht's fast nicht unheimlicher weil...ist so passiert und wird genauso wieder passieren...mit unabsehbaren Folgen. Fast schon ein gesegnet unwissendes Gemüt, wer sich da einen "Wirtschaftsthriller mit Autojagd" wünscht weil das spannender sein könnte... Von mir jedenfalls gibt's da klare five-stars und Chapeau für den Mut zu dieser coolen Umsetzung gerade eben wegen des schon so gegebenen unglaublichen inneren Potenzials dieses Films und der darin abgebildeten Wahrheit. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
9 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen
Nach uns die Sintflut...,
Von
Von Amazon bestätigter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Der große Crash - Margin Call (DVD)
New York, an einem schönen Sommertag des Jahres 2008: In der rennomierten Investmentbank werden wieder mal Stellen gekürzt, dazu marschiert das Killerkommando in Gestalt von zwei Mitarbeiterinnen ein, um die Entlassungen gleich vor Ort vorzunehmen. Diesmal trifft es den leitenden Angestellten der Abteilung Risk Manager Eric Dale (Stanley Tucci). Die Abfindung zu seinem Abgang wird lukrativ sein, aber er hat sofort seinen Arbeitsplatz zu räumen.Die zwei professionellen, herzlosen Ladys eröffnen ihm, dass er aus Sicherheitsgründen ab sofort keinen Zugang zu seinem Computer mehr hat, obwohl er noch in einer interessanten Analyse steckt und auch sein Mobiltelefon wurde gesperrt. So darf er, begleitet und beobachtet von einem Securitymann, seine persönliche Habe und den geliebten Kaktus in die freundlich bereitgestellten Umzugskartons einpacken und gehen. Er hat aber noch soviel Zeit seinem Mitarbeiter Peter Sullivan (Zachary Qunto) vor dem Fahrstuhl einen USB-Stick mit Daten in die Hand zu drücken, er warnt diesen aber vor den darauf befindlichen Informationen. Während die anderen Mitarbeiter wie Sullivans Vorgesetzer und Cheftrader Will Emerson (Paul Bettany) und auch sein Freund und Kollege Seth Bregman (Penn Badgley) den Feierabend und vor allem den Verbleib in der Firma feiern, bleibt Emerson in der Firma, öffnet die mehr als brisanten Daten des entlassenen Chefs auf dem USB-Stick und beginnt die darauf befindlichen Daten nachzurechnen. Er kommt wie wohl auch Dale zum Schluß, dass seit mehreren Wochen die Papiere der Bank völlig falsch bewertet werden und die Bank bei schon geringen Abweichungen der prognostizierten Marktbewegungen pleite gehen könnte. Er benachrichtigt zuerst Bregman und Emerson, die informieren auch ihren Vorgestzten Sam Rogers (Kevin Spacey), der gerade an diesem Abend seinen geliebten Hund hat einschläfern müssen und nicht gerade erfreut ist, dass man ihn bittet zu später Stunde in die Bank zu kommen. Das Mathe-Genie Sullivan belegt dann eindrücklich, dass die Bank auf einem Haufen wertloser Papiere sitzt und dramatisch unterkapitalisiert ist. Es wird die Nacht der Krisenbewältigung. Die Nachricht wird in einer Serie von Krisensitzungen in den höchsten Reihen weitergereicht. Der Firmenchef (Jeremy Irons) muss 1) einen Hauptschuldigen finden und hat die Auswahl zwischen Jared Cohen (Simon Baker) oder Sarah Robertson (Demi Moore) und 2) dass am nächsten Morgen die Firmenrettung ansteht und sofort alle faulen Papiere verkauft werden müssen.... Lehmann Brothers ist überall: Der Film "Margin Call" thematisiert die Finanzkrise von 2008. Ein Mitarbeiter stellt fest, dass die Bewertungen der Hypotheken seiner Investmentfirma fehlerhaft sind, und dass das Unternehmen sogar am Rand des Ruins steht. Die Verantwortlichen der Firma beschließen nach einer diskussionsreichen Nacht die toxischen Papiere abzustossen und bringen damit einen Stein ins rollen, der für die Wallstreet verheerende Folgen hat. J.C. Chandors Film ist aus dem ähnlichen Holz geschnitzt wie seinerzeit etwa Alan J. Pakulas "Die Unbestechlichen" - also Spannung auf hohem Niveau und gutem Anspruch. Nur dass das Politische Thema ersetzt wurde durch ein recht aktuelles Wirtschaftsthema, dabei gibt er Einblicke in diese Entscheidungen, die eine weltweite Banken- und Wirtschaftskrise zur Folge hatte. Tolle Darsteller - allen voran Kevin Spacey oder Stanley Tucci - und Chandor kühl und beklemmend inszeniert. Sein großer Verdienst ist es auch das Thema nicht plakativ auszuschlachten, er zeigt zwar deutlich die Arroganz einen geldgeilen Lebensstil weiter leben zu wollen, allerdings sind seine Figuren ganz normale Menschen und keine Monster. Da gibt es Ex-Raketenforscher, Angehörige unterschiedlicher Nationalitäten, Kulturen und Religionen; manche von ihnen sind Karrieregeil, andere haben allerdings selbst Mühe ihre Hypotheken abzutragen, die Menschen fürchten sich vor Arbeitslosigkeit, es geht um Abfindungen und um die Aufrechterhaltung im sozialen Umfeld. Was diese Menschen zusammenschmiedet, ist das System. Und dies wird entlarvt. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen
kurzweiliges finanzdrama.,
Von
Rezension bezieht sich auf: Der große Crash - Margin Call (DVD)
2008, new yorkpeter sullivan, ein einfacher risikoanalytiker in einem grossen wallstreetunternehmen, bekommt von seinem frisch gefeuerten boss eric dale einen usb stick mit brisanten daten. als sullivan die daten untersucht und einige modelle erstellt erkennt er das die firma kurz vor dem finaziellen kollaps steht. sofort benachrichtigt er seinen neuen boss will emerson der wiederum seinem boss sam rodgers bescheid gibt nachdem auch er die daten als kritisch eingestuft hat. nun wird eine maschinerie in gang gesetzt dessen einzigstes ziel es ist die firma vor dem bankrott zu retten. kann dies in anbetracht der lage gelingen oder zerplatzt die finanzblase? die darsteller, z.b. kevin spacey, zachary quinto, stanley tucci, paul bettany, demi moore, mary mc donnell, jeremy irons und simon baker agieren glaubhaft und auf hohem niveau. die dialoge sind stimmig. die story ist spannend, interessant und kurzweilig. der soundtrack passt. in meinen augen nach wall street 1 der beste genrefilm, dokumentationen mal ausgenommen. um längen besser als company men der vor kurzem erschienen ist. wer das genre mag sollte dringenst einen blick riskieren. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen
Beängstigend Realistisch,
Von
Von Amazon bestätigter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Der große Crash - Margin Call (DVD)
Nachdem die finanzielle Katastrophe einer Firma entdeckt wird, jagdt eine (Krisen-)Besprechung die andere und es wird nach einem Ausweg gesucht. Die Krawattenträger werden immer mehr und die hohen Tiere geben sich die Türklinke in die Hand. Das ganze in einer einzigen Nacht. Ist das spannend? Oh ja. Die Dialoge zu verfolgen ist spannend. Ich verstehe Leute die sagen, daß das Ganze zäh ist. Die hätten es allerdings selbst wissen müssen, daß dieser Film nichts für sie ist. Es gibt hier keine Schießereien (womit denn auch - mit dem Kugelschreiber?) und keine Verfolgsjagden (mit dem Aufzug??). Der Film besteht aus Wörtern, Dialogen und Entscheidungen. Das mitzuverfolgen ist eine andere Art von Spannung, die mit Action nichts zu tun hat.Die Darsteller sind ganz einfach brilliant und spielen das ganze so realistisch, daß man wirklich Angst bekommt. Wie werden in meiner Firma Entscheidungen gefällt? Wird auch in meiner Firma bei Problemen nach einem Sündenbock gesucht? ...und dieser dann gefeuert? Die Antworten auf diese Fragen muß jeder für sich selbst finden. Das macht diesen Film aus. Er zeigt wie es zu Entscheidungen kommt? Was mit betroffenen Personen passiert, usw. Ganz einfach Klasse und absolut kein Mainstream. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen
Die Ruhe vor dem Sturm,
Von
Rezension bezieht sich auf: Der große Crash - Margin Call [Blu-ray] (Blu-ray)
Eric Dale, Risikoanalyst einer großen Investmentbank, wird während seiner Arbeit an einem wichtigen Projekt gefeuert und jeglicher Zugang zu Firmeneigentum entzogen.Nur sein Projekt kann er gerade so noch einem Kollegen, Peter Sullivan, geben, der dieses am folgenden Abend prompt beendet und somit eine gigantische Sache ins Rollen bringt. Denn schon seit Wochen wurden gekaufte Immobilienkredite völlig falsch bewertet und können bei der kleinsten Änderung des Marktes dafür sorgen, das der gesamte Konzern schlagartig pleite gehen könnte. Von dort an wandert die Sache durch die Nacht durch immer weiter nach oben und als allen Beteiligten zunehmend bewusst wird, dass es vermutlich schon zu spät ist die Situation zu retten, werden folgenschwere Entscheidungen getroffen. Margin Call mag sehr viel Fachsprache beinhalten und einen nur sehr abstrakten Konflikt bieten, aber dies steht hier nicht so im Vordergrund wie die einzelnen Charaktere. Vom kleinen Analysten bis hin zum CEO sind hier alle in einem Boot, wenn auch auf verschiedenen Decks, und werden sich auf verschiedene Weisen der unabwendbaren Katastrophe bewusst. Der Film gibt sich dabei viel Mühe, die Ansichten und Reaktionen jedes einzelnen möglichst wertfrei und menschlich darzustellen (außer vielleicht beim CEO, gespielt von Jeremy Irons, der hier von allen noch bei weitem am theatralischsten wirkt). Dabei wird jedoch immer wieder ein Spagat zur gefühlskalten Darstellung des Systems, das viele der Charaktere selbst nicht vollständig verstehen, als Kontrast erzeugt. Die Darsteller überzeugen durch die Bank weg, von Zachary „Spock“ Quinto als jungen, aber kaum naiven Analysten über Paul Bettany als seinen nihilistisch schmierigen Vorgesetzten bis hin zu Kevin Spacey, der hier mehr als alle anderen von moralischen Zweifeln geplagt wird, als ein „Rettungsplan“ für die Firma geschaffen wird. Positiv überrascht auch Demi Moore als scheinbar gefühllose analytische Risikomanagerin, deren cooles Auftreten langsam bröckelt, ohne in überzogenem Drama zu enden. Wo der Film jedoch sehr zwiespältig ist ist in der Handlung. Kurz gesagt, es gibt nicht allzuviel davon. Es gibt kaum Wendungen oder Enthüllungen und es wird mehr reagiert als agiert, was im Endeffekt zu einem sehr offenen und vielleicht absichtlich unzufriedenen stellenden Ende führt. Nichtsdestotrotz schafft es der Film einen in der heutigen Zeit sehr wichtige, aber auch sehr esoterischen Themen näherzubringen, und das durch ein fantastisches Schauspielerensemble das jederzeit überzeugt. Und wer sich dafür ein wenig begeistern kann, wird hier zufriedengestellt. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen
Die Nacht vor dem Crash,
Von Ronald Schubert (Berlin) - Alle meine Rezensionen ansehen
Von Amazon bestätigter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Der große Crash - Margin Call [Blu-ray] (Blu-ray)
'Der große Crash – Margin Call' ist der Film, den man bei Oliver Stones 'Wall Street: Geld schläft nicht' eigentlich erwartet hätte.Nur hat sich Stone mit einem eher langweiligen Familienfilm mit Michael Douglas ziemlich verzettelt. Regisseur J. C. Chandor hat sich mit seinem Erstlingswerk da sehr viel größere Mühe gegeben. Er spielt in einer Investmentbank, bei der ein Mitarbeiter, großartig gespielt von Stanley Tucci durch Zufall herausbekommt, wie faul die Kredite sind, die sie täglich verkaufen. Dummerweise wird gerade er entlassen, weil man Kosten sparen will. Vorher gibt er seine Daten noch einem jungen Kollegen, gespielt von Zachary Quinto, der hier beweist, dass er mehr kann als nur den jungen Spock auf der Enterprise zu geben. Der rechnet die Rechnung zu Ende und schlägt Alarm, denn er hat da die Finanzkrise auf seinem Rechner. Er ruft seinen Chef, ein grandioser Kevin Spacey und der trommelt seine Chefetage zusammen. Darunter so gute Darsteller wie Paul Bettany, Simon Baker, Jeremy Irons und Demi Moore. Eine wirklich hochkarätige Besetzung. Die schmieden nun wirklich teuflische Pläne, wie sie und vor allem ihr Geld aus der drohenden finanziellen Katastrophe ohne eigene Verluste heraus kommen. Das Ganze ist überaus spannend gemacht und der Handlungsstrang wird auch nicht durch unnötige private Ausflüge in die Privatsphäre in die Rollen der Protagonisten belastet, sondern es wird spannend durchgezogen. So bekommt der Zuschauer in etwa eine Ahnung davon, wie es am Vorabend der Finanzkrise von 2007 in den Büros der amerikanischen Investmentbank Lehman Brothers ausgesehen haben könnte. Anders als bei Oliver Stone gibt es bei J. C. Chandor eben nicht nur einen gierigen und diabolischen Gordon Gekko, der die Finanzwelt zu seinen Gunsten manipuliert, sondern da manipulieren fast alle. Regisseur Chandor hat auf über 100 Minuten gut verteilt, zu welchen Machenschaften sich die Banken und ihre Banker verleiten lassen, wenn ihnen die Ergebnisse ihres eigenen Treibens dann um die Ohren fliegen. Die Welt hat noch heute damit zu kämpfen. Aber wenigstens gibt es mit „Der große Crash – Margin Call“ nun einen anständigen Film darüber, der keine Minute langweilt. Auf meiner persönlichen Wertung kommt der großartig besetzte und gemachte Film dann auch locker auf 8/10 und eine Kaufempfehlung mit auf den Weg. Zumal der Film noch mit einem Wendecover glänzt... Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen
"Es ist doch bloß Geld!",
Von
Rezension bezieht sich auf: Der große Crash - Margin Call (DVD)
Bankchef John Tuld(Jeremy Irons) sieht das locker; okay, es ist ja auch nicht sein eigenes Geld. Der Rest der Welt stürzt 2008 in die Finanzkrise. Wie die zustande kam und was passiert, wenn eine Bank als erste in die aufgeblähte Geldblase piekst, das will J.C. Chandor in seinem Film -Margin Call- zeigen. Meiner Ansicht nach ist das ordentlich gelungen, wobei die Story am Anfang schon sehr speziell ist und für einen Nichtbanker ein wenig undurchsichtig daherkommt. Aufgefangen wird das durch eine Besetzungsliste, die vom Allerfeinsten ist, und dem Bezug zur Wirklichkeit.Eric Dale(Stanley Tucci) wird entlassen. Er arbeitete im Risikomanagement einer New Yorker Bank. Als er seine Arbeitsstelle verlässt, drückt er seinem Mitarbeiter Peter Sullivan(Zachary Quinto) einen USB-Stick in die Hand. Peter soll sich die Sache ansehen, an der Eric zum Schluss arbeitete. Peter tut genau das und ist entsetzt. Wenn Dales Berechnungen stimmen, steht die Bank kurz vor dem kompletten Ruin. Sullivan ruft seine Chefs Will Emmerson(Paul Bettany) und Sam Rogers(Kevin Spacey) an. In einer Nachtaktion wird die gesamte Führungsspitze der Bank aktiviert. Sehr schnell wird klar, dass es für die Bank nur eine Rettung gibt. Allerdings würde die dafür sorgen, dass der gesamte Geldmarkt der USA einem finanziellen Erdbeben ausgesetzt wird. Moral oder Geschäft? Diese Frage steht nicht all zu lange im Raum... Chandor zeigt in seinem Film sehr gut, dass auch Männer in feinen Anzügen gnadenlos über sprichwörtliche Leichen gehen können. Da wirkt es in mancher Szene schon fast unwirklich, dass ein Mitarbeiter der Bank noch Bedenken äußert. Mittlerweile hat die Wirklichkeit den Stoff des Films mehr als eingeholt. Was mir besonders gut gefallen hat, waren Will Emmersons Ausführungen zu dem Punkt, warum Banken genau solche Geschäfte machen. Ein sehr schöner Blickwinkel, den man nachwirken lassen sollte. -Margin Call- ist spannendes Banker-Kino mit exzellenter Besetzung. Chandor peppt die Bilder mit Tag und Nachtaufnahmen von der New Yorker Skyline und dem pulsierenden Stadtleben auf, die er im Zeitraffer oder interessanten Blenden eingefangen hat. Das dabei "saubere, legale" Geschäfte sich als schmutzig und gewissenlos präsentieren, versteht sich von selbst. Wenn die Wirklichkeit in den Chefetagen der Banken tatsächlich so aussieht, sollte man überlegen, ob die eigene Kohle nicht im Sparstrumpf oder unter der Matraze besser aufgehoben ist... Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen |
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Der große Crash - Margin Call [Blu-ray] von J.C. Chandor (Blu-ray - 2012)
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