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11 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen "Geld verdirbt den Charakter" Alte Weisheit nur derer, die keins haben!
Trotz der vielen zutreffenden Rezensionen möchte ich einige Punkte aufgreifen, zu denen ich eine andere Meinung habe. Der Film beschreibt eigentlich den Mechanismus, mit dem Wenige (Bosse / Bonzen / Finanzhaie oder was auch immer) Viele dazu bringen, ihr ganzes Talent dazu einzusetzen, das Vermögen dieser Wenigen zu mehren. Nämlich Zuckerbrot und Peitsche,...
Vor 12 Monaten von fritzjuergen veröffentlicht

versus
14 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Unterirdisch schlechte Deutsche Fassung
Die Übersetzung der Filmdialoge aus dem Englischen ins Deutsche ist selten wirklich treffend, meistens sinnentstellend, und sehr häufig einfach nur grotesk falsch oder völlig unsinnig. Im Ergebnis weicht die deutschsprachige Fassung von Margin Call [Blu-ray] so weit vom Original ab, dass ein Nachdenken über deren Inhalt oder gar über einzelne...
Vor 18 Monaten von Regenscheich veröffentlicht


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11 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen "Geld verdirbt den Charakter" Alte Weisheit nur derer, die keins haben!, 14. Dezember 2013
Rezension bezieht sich auf: Der große Crash - Margin Call (DVD)
Trotz der vielen zutreffenden Rezensionen möchte ich einige Punkte aufgreifen, zu denen ich eine andere Meinung habe. Der Film beschreibt eigentlich den Mechanismus, mit dem Wenige (Bosse / Bonzen / Finanzhaie oder was auch immer) Viele dazu bringen, ihr ganzes Talent dazu einzusetzen, das Vermögen dieser Wenigen zu mehren. Nämlich Zuckerbrot und Peitsche, in diesem Fall Gehälter / Boni und Drohungen. Das hat der Film einzigartig und großartig und spannend umgesetzt, auch wenn ich zugebe, als Laie muss man genau hinhören! Der Film beginnt mit dem Einmarsch der "Exekutierer, " einer (noch) amerikanischen Spezialität, Mitarbeiter von externen "Fachleuten" feuern zu lassen. Einschließlich entwürdigender Maßnahmen wie Handy sperren usw., die natürlich nicht herabsetzend gemeint seien!! Den Übrigbleibenden wird unter kollektivem Klatschen suggeriert, sie seien eben die Besten und auf dem Weg nach oben seien -wie schön- etliche Konkurrenten verschwunden, denken wir nicht mehr an sie! Whow, grausiger geht es doch nicht? Braucht man dafür Finanzkenntnisse?
Bemerkenswert an dem Film ist weiter, dass die "unteren" Mitarbeiter durchaus ein Gefühl dafür haben, dass ihr Gehalt ihrer Arbeit und ihrem Alter wohl nicht angemessen ist. So der 23-Jährige, der immer noch staunt, dass er 250 tausend Dollar verdient, oder die Auflistung des Anderen, wo seine 2 1/2 Millionen verblieben sind. Dieser sagt im Übrigen auch zutreffend das Ergebnis der nächtlichen Krisensitzung voraus: die da oben werden keinen einzigen Cent verlieren!! Er verkörpert im Film m.E. grandios den smarten und skrupellosen Typ, der auf keinen Fall auf der Verliererseite steht! Oder der "Raketentechniker", der wegen der Bezahlung beim Risikomanagement gelandet ist, es gehe ja schließlich nur um Zahlen! Oder der über Leichen gehende, eiskalte Chef, der sich im Morgengrauen sorgfältig rasiert, Blutbad hin oder her. Dabei vom 23-Jährigen hört, dass dieser schon immer nur diesen Beruf ausüben wollte. Darauf vom Chef ein verdutzter Blick und ein knappes "tatsächlich?" Er wusste gar nicht, wovon der junge Mann redet!! Weil er selbst immer nur ganz oben sein will, Beruf völlig egal. Großartig gemacht!! Sehr beeindruckt hat mich auch die Verkörperung des "Ober Haies" Irons, der leicht als Bösewicht eher plakativ hätte dargestellt werden können. Aber nein, er hat durchaus Charisma, gibt zu, dass er nicht wegen Kenntnissen oder Können ganz oben sitzt. Aber in dem Sündenbock Gespräch mit Stone blitzt auf, dass man ihn nicht zu Feind haben sollte.
Der Film beinhaltet ja nur wenige Stunden Zeitverlauf und spielt überwiegend in den Etagen des Brokerhauses, aber mit wenigen Mitteln wird auch ein Fenster ins Private, menschliche geöffnet. So erzählt der ehemalige Ingenieur wehmütig, wieviel tausend Jahre Lebenszeit er anderen mit "seiner" Brücke erspart hat. Man merkt, dass er seine ehemalige Arbeit als Risikomanager demgegenüber für substanzlos hält. Oder Spacy begräbt seinen Hund nächtlich auf dem Anwesen, das ihm nicht mehr gehört, und wird begrüßt von einer Frau, die ihm nicht mehr gehört. Man ahnt, wo sein Vermögen geblieben ist. Er verkörpert im Übrigen den einzigen "Zweifler", der noch ethisch denkt und die Katastrophe als solche erkennt. Aber ein riesiger "Zuckerbrot" Scheck lässt ihn auf Linie einschwenken. Nebenbei auf der Herrentoilette!! Hier sehe ich den wirklich einzigen Bruch mit der Realität. Er wird etwas später im Gespräch mit dem obersten Boss zugeben, das Geld zu brauchen. In Wirklichkeit würde er sich eher die Zunge abbeißen, als sich diese Blöße zu geben.
Noch mal zurück zum vermeintlich benötigten Fachverstand. Es wird in der Krisensitzung, witziger Weise ausgerechnet dem obersten Boss, mit den verlangten einfachen Worten erklärt, dass das Unternehmen Hypotheken mit unterschiedlicher Bonität (sprich 1 gute mit 30 schlechten gemixt) als Renditepapiere mit Topbonität verkauft, was eigentlich illegal aber eben sehr lukrativ ist. Nun hat sich aber das Umfeld geändert, und die im Bestand befindlichen Papiere würden einen den Marktwert des ganzen Unternehmens übertreffenden Verlust verursachen, weil "margin call" also Nachschusspflicht droht. ( in Gänsefüßchen, weil das wirklich ein Fachbegriff ist!) Realer, zutreffender und verständlicher kann man es der Nichtfachwelt doch nicht zeigen? Und bei allem Respekt vor anderen Meinungen, warum ist das Ende des Films offen? Die Bosse haben beschlossen, die toxischen Papiere zu verkaufen, die Händler haben um halb acht angefangen. Geködert mit der Wahrheit, dass sie nach diesem Vormittag nie wieder Händler sein werden und einem gigantischen Geldbetrag bei Erfolg!! Um elf konnten die ersten Händler "nach Hause" geschickt werden, Arbeit getan! Die "Reise nach Jerusalem" ist im Gange, die Musik hat aufgehört zu spielen und Lehman Brothers waren die ersten, die unversehens keinen Stuhl mehr hatten.
Das ist ein großartiger, fundierter und spannender Film zu verheerenden realen Begebenheiten, Gecko dagegen ist Hollywood. Jeder kann sich aussuchen, was er sehen will.
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25 von 28 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Dicht erzählt und exzellent besetzt, 12. August 2012
Rezension bezieht sich auf: Der große Crash - Margin Call (DVD)
Die negativen Rezensionen zu diesem Film überraschen mich und machen mich ein
wenig ratlos. Ist es tatsächlich nur eine subjektive Geschmacksfrage? Ich glaube
das nicht!

Die Erzählung dieses Films ist ausgesprochen dicht. Es gibt eben KEINE Längen!
An keiner einzigen Stelle! Hierher kann ein Gefühl der Langeweile definitiv nicht
kommen.
Die Besetzung ist "hochkarätig", wie man so sagt. Selbst letztlich kleine Rollen, wie
etwa die von Jared Cohen, werden erstklassig gemeistert. Die Krönung des Films,
auch wegen der drehbuchmäßigen Inszenierung, ist der Auftritt von Jeremy Irons, dessen
Charisma selten so gut in Szene gesetzt wurde wie hier. Naja, und Kevin Spacey bereichert
ohnehin jeden Film, in dem er mitspielt (selbst wenn dieser, anders als hier, auf einem
grottenschlechten Skript basiert). Die Geschichte an sich ist, wie schon gesagt, sehr
dicht erzählt. Natürlich spielt sie sich nur in NY ab und weitestgehend nur in
geschlossenen Räumen. Das aber kann wohl kaum ein qualifizierendes Kriterium sein.
Sonst wäre auch manches Werk von Dürrenmatt oder Arthur Miller allein deswegen schon Mist...

Ich kann nur vermuten, dass diejenigen, die diesen Film schlecht bewerten, tatsächlich etwas
ganz anderes erwartet hatten. Das aber halte ich doch für etwas naiv. Es handelt sich schließlich
um einen reinen Wirtschafts-Krimi und zumal um einen, der nur auf virtuell beeinflussten und
wahrgenommenen Zahlen basiert. Wenn ich persönlich mir die tatsächliche Realität in einem solchen
Falle vorstelle, wäre diese sehr wahrscheinlich noch viel undramatischer als dieser Film (was
einen angesichts der Tragweite der Aktionen der real handelnden Personen schnell zur Weißglut treiben könnte).

Unabhängig von subjektiven Geschmacksfragen halte ich diesen Film deshalb für absolut herausragend.
Er ist dicht erzählt, hervorragend besetzt und erzählt Geschichten, die dem Zuschauer
entweder klar machen, weshalb einige New Yorker Finanz-Jongleure keine A....löcher sind und
dennoch grandiosen Mist bauen oder weshalb andere eben doch A....löcher sind!
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20 von 23 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Spannendes Kino für das Gehirn, 24. Februar 2013
Dies ist der ultimative Film zur weltweiten Finanzkrise!

Was als "Wirtschaftskrimi" über eine Investmentbank beginnt, entwickelt sich schnell zu einem Drama über komplexe und existenzielle Fragen unserer globalen Finanzwelt. Diese Fragen sind z. B. solche nach Skrupel im Umgang mit Finanzprodukten, Folgen von Abverkäufen für Investoren, virtuellem Geld etc.
Da die Finanzwelt kaum noch von jemandem verstanden werden kann (selbst Experten müssen da immer öfter blank ziehen), versucht der Film erst gar nicht, die komplexen Abhängigkeiten anhand von Einzelschicksalen darzustellen. Es geht vielmehr darum aufzuzeigen, wie die Krise ausgelöst wird. Und das ausschließlich aus der Sicht der Investmentbank, deren Hauptprotagonisten über einen Zeitraum von 28 Stunden nach Mechanismen handeln, die eben doch für die hemmungslose Gier dieser Maschinerie stehen.

Hier liegt die große Stärke des Films: Das nicht unrealistische Ausgangsszenario wird nicht mit dem moralischen Zeigefinger bewertet. Das muss der Zuschauer schon selber tun. Und das sollte er auch - schließlich ist die Realität noch viel heftiger, und jeder Einzelne von uns leidet darunter!

Der Rest ist wie üblich Geschmackssache. Hier ist mein Geschmack komplett getroffen - excellente Schauspieler, geschliffene Dialoge und ein herausragendes Drehbuch ergeben zusammen einen Film, der kaum spannender sein kann. Es gibt keine Plattitüden und die üblichen Klischees werden nicht bedient. Das Ende ist offen - wie im Übrigen auch die Finanzkrise und der Umgang damit im realen Leben.

Kleiner Hinweis am Rand; Dieser Film ist auch als Erholungskur für Effekt-geplagte Super-Hero, Sci-Fi und Mystery Film-Fans mehr als geeignet. Hier geht es einzig und allein um Schauspielerei. Film Fan, was willst Du mehr?

So muss intelligentes Kino sein - 5 Sterne!
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7 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Subtiler Wirtschaftskrimi - tip top erzählt, 27. Juli 2012
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Der große Crash - Margin Call (DVD)
Der Film über den großen Crash ist einfach sehr subtil und trotzdem sehr unterhaltsam erzählt. Bin richtig gut unterhalten worden zumal man den Film ruhig auch öfters ansehen kann ohne gelangweilt zu werden. Das Kriterium allein ist meines Erachtens 5 Punkte wert. Dass die Schauspieler ebenfalls tip top spielen, ist keine Rede wert bei dem Cast ...
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14 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Unterirdisch schlechte Deutsche Fassung, 15. Juni 2013
Die Übersetzung der Filmdialoge aus dem Englischen ins Deutsche ist selten wirklich treffend, meistens sinnentstellend, und sehr häufig einfach nur grotesk falsch oder völlig unsinnig. Im Ergebnis weicht die deutschsprachige Fassung von Margin Call [Blu-ray] so weit vom Original ab, dass ein Nachdenken über deren Inhalt oder gar über einzelne Szenen nicht sinnvoll erscheinen.

Die englischsprachige Originalfassung gibt zu einem solchen Nachdenken reichlich Anlass. Es ist ein ausserordentlich komplexer Film, an dem mir selbst nach dem fünften Anschauen noch neue Details und Bedeutungsnuancen auffallen.

Vordergründig betrachtet, ist es einfach nur ein Drama über einige hochbezahlte Bankangestellte, die eines Abends schockiert herausfinden, dass ihr Arbeitgeber in brandgefährliche Geschäfte verwickelt ist. Weil diese Geschäfte die Firma in den Abgrund reissen könnten, müssen unsere Helden nun um ihr privilegiertes Leben fürchten. Erschöpft und gestresst arbeiten sie die ganze Nacht durch, und loten die Grenzen des gesetzlich Erlaubten und moralisch Vertretbaren aus, um ihre Bank und ihre hochbezahlten Jobs vor dem Untergang zu retten, ohne dabei von ihren eigenen Kollegen aus dem Boot geschubst zu werden.

Das alles ist visuell und schauspielerisch brilliant in Szene gesetzt, die großkonzerntypischen Charaktere mit verstörender Treffsicherheit porträtiert, und allein darum wäre der Film eigentlich schon sehenswert.

Zusätzlich aber würde man auch gern verstehen, was genau das für Geschäfte sind, in die die Bank da verwickelt ist, und weshalb genau nun alle darüber in Panik geraten. Im Film wird das Problem zwar ziemlich ausführlich angedeutet, aber in einem wohl für die meisten Menschen völlig undurchdringlichen Bankenchinesisch.

Man kann dem gegebenenfalls abhelfen, und alles googeln, was man nicht versteht. Der Film ist so präzise, so authentisch und detailversessen, dass das Sinn macht: All dieses Fachchinesisch hat wirklich eine reale und für den Film relevante Bedeutung, die sich zwar möglicherweise erst nach mühsamer Recherche offenbart, aber sie ist vorhanden.

Muss man das denn überhaupt alles verstehen? Nein, man muss nicht unbedingt. Aber dann versteht man möglicherweise auch signifikante Teile der Handlung nicht, oder eben falsch. Meiner Ansicht nach wirkt der Film umso beeindruckender, um nicht zu sagen: "tiefer", je mehr man von dem technischen Hintergrund begreift.

Insgesamt halte ich dies für einen großen Film, aber dennoch: Am Ende mag ich dieser ziemlich lieblosen Veröffentlichung nicht mehr als 3 Sterne geben. Zum einen, weil die Übersetzung ins Deutsche so katastrophal schlecht ist, dass man den Film in dieser Fassung nicht anschauen kann oder sollte. Und zum anderen, weil das Verständnis des Films im Originalton durch das Fehlen englischer Untertitel beträchtlich erschwert wird.
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6 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Beängstigend Realistisch, 13. August 2012
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Der große Crash - Margin Call (DVD)
Nachdem die finanzielle Katastrophe einer Firma entdeckt wird, jagdt eine (Krisen-)Besprechung die andere und es wird nach einem Ausweg gesucht. Die Krawattenträger werden immer mehr und die hohen Tiere geben sich die Türklinke in die Hand. Das ganze in einer einzigen Nacht. Ist das spannend? Oh ja. Die Dialoge zu verfolgen ist spannend. Ich verstehe Leute die sagen, daß das Ganze zäh ist. Die hätten es allerdings selbst wissen müssen, daß dieser Film nichts für sie ist. Es gibt hier keine Schießereien (womit denn auch - mit dem Kugelschreiber?) und keine Verfolgsjagden (mit dem Aufzug??). Der Film besteht aus Wörtern, Dialogen und Entscheidungen. Das mitzuverfolgen ist eine andere Art von Spannung, die mit Action nichts zu tun hat.
Die Darsteller sind ganz einfach brilliant und spielen das ganze so realistisch, daß man wirklich Angst bekommt. Wie werden in meiner Firma Entscheidungen gefällt? Wird auch in meiner Firma bei Problemen nach einem Sündenbock gesucht? ...und dieser dann gefeuert? Die Antworten auf diese Fragen muß jeder für sich selbst finden.
Das macht diesen Film aus. Er zeigt wie es zu Entscheidungen kommt? Was mit betroffenen Personen passiert, usw.
Ganz einfach Klasse und absolut kein Mainstream.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Die Ruhe vor dem Sturm, 15. Februar 2013
Eric Dale, Risikoanalyst einer großen Investmentbank, wird während seiner Arbeit an einem wichtigen Projekt gefeuert und jeglicher Zugang zu Firmeneigentum entzogen.
Nur sein Projekt kann er gerade so noch einem Kollegen, Peter Sullivan, geben, der dieses am folgenden Abend prompt beendet und somit eine gigantische Sache ins Rollen bringt.

Denn schon seit Wochen wurden gekaufte Immobilienkredite völlig falsch bewertet und können bei der kleinsten Änderung des Marktes dafür sorgen, das der gesamte Konzern schlagartig pleite gehen könnte.

Von dort an wandert die Sache durch die Nacht durch immer weiter nach oben und als allen Beteiligten zunehmend bewusst wird, dass es vermutlich schon zu spät ist die Situation zu retten, werden folgenschwere Entscheidungen getroffen.

Margin Call mag sehr viel Fachsprache beinhalten und einen nur sehr abstrakten Konflikt bieten, aber dies steht hier nicht so im Vordergrund wie die einzelnen Charaktere. Vom kleinen Analysten bis hin zum CEO sind hier alle in einem Boot, wenn auch auf verschiedenen Decks, und werden sich auf verschiedene Weisen der unabwendbaren Katastrophe bewusst. Der Film gibt sich dabei viel Mühe, die Ansichten und Reaktionen jedes einzelnen möglichst wertfrei und menschlich darzustellen (außer vielleicht beim CEO, gespielt von Jeremy Irons, der hier von allen noch bei weitem am theatralischsten wirkt). Dabei wird jedoch immer wieder ein Spagat zur gefühlskalten Darstellung des Systems, das viele der Charaktere selbst nicht vollständig verstehen, als Kontrast erzeugt.

Die Darsteller überzeugen durch die Bank weg, von Zachary „Spock“ Quinto als jungen, aber kaum naiven Analysten über Paul Bettany als seinen nihilistisch schmierigen Vorgesetzten bis hin zu Kevin Spacey, der hier mehr als alle anderen von moralischen Zweifeln geplagt wird, als ein „Rettungsplan“ für die Firma geschaffen wird. Positiv überrascht auch Demi Moore als scheinbar gefühllose analytische Risikomanagerin, deren cooles Auftreten langsam bröckelt, ohne in überzogenem Drama zu enden.

Wo der Film jedoch sehr zwiespältig ist ist in der Handlung. Kurz gesagt, es gibt nicht allzuviel davon. Es gibt kaum Wendungen oder Enthüllungen und es wird mehr reagiert als agiert, was im Endeffekt zu einem sehr offenen und vielleicht absichtlich unzufriedenen stellenden Ende führt.

Nichtsdestotrotz schafft es der Film einen in der heutigen Zeit sehr wichtige, aber auch sehr esoterischen Themen näherzubringen, und das durch ein fantastisches Schauspielerensemble das jederzeit überzeugt. Und wer sich dafür ein wenig begeistern kann, wird hier zufriedengestellt.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Wie man sich ein eigenes Finanzgrab schaufelt…, 3. September 2012
Von 
S. K. (Sauerland) - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)    (TOP 1000 REZENSENT)   
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Der große Crash - Margin Call (DVD)
Mit dem großen Geld spielt man nicht. Wenn es einem selbst nicht gehört, dann erst recht nicht. Das wissen spätestens seit dem Krisenjahr 2008 auch jene Leute, die der Weltwirtschaft eine Chaos-Lawine beschert haben, die genug Unternehmen und Arbeitnehmer mit sich gerissen und in den Ruin gebracht hat. Manche Nation erholte sich von diesem globalen K.O.-Schlag wieder einigermaßen, doch die meisten kämpfen bis heute mit den Folgen des Finanzcrashs.
Nachrichten und Dokumentationen darüber gab und gibt es reichlich; Kinofilme, die sich dieser Thematik auseinandersetzen, sind dagegen rar. Oliver Stones versagte mit seinem „Wall Street“-Sequel, die Mechanik des Wirtschaftssystem gehörig ins kritische Licht zu setzen, denn das Michael Douglas-Comeback käute nur das wieder, was der Seher bereits aus Fernsehen und anderen Medien bereits kennt. So war es letztendlich ein handwerklich gut inszenierter, viel zu teurer „Gordon Gecko“-Streifen, dem es an inhaltlicher Stärke und klarer Position fehlte.
Da macht sich „Margin Call – Der große Crash“ weitaus besser. Ein außerordentlich realistisch gehaltener Finanzthriller, bei dem ein Regie-Neuling kein Mega-Budget (gerade mal 3,5 Mio. Dollar) braucht, um ein ultra-namhaftes Schauspiel-Personal zu angeln und auf nachvollziehbare Weise zu zeigen, wie schnell, einfach und leise sich der finanzielle Kollaps von heute auf morgen ereignen kann.

In einer Investment-Bank wird der Großteil des Risiko-Managements entlassen, darunter deren Leiter Eric Dale, der – wie alle anderen Mitarbeiter seiner Abteilung - noch am gleichen Tag die Arbeit liegen lassen und seinen Schreibtisch räumen soll. Bevor sich für ihn die Türen seines ehemaligen Arbeitgebers schließen, kann er seinem jungen Kollegen Peter Sullivan einen USB-Stick mit brisanten Informationen mitsamt einer Warnung übergeben. Sullivan untersucht die Daten und findet heraus, dass die Bank kurz davor steht, mit jedem noch so kleinen falschen Schritt ins Pleiteloch zu fallen. Als er seine Ergebnisse seinen anderen Mitarbeitern mitteilt und diese die bevorstehende Katastrophe realisieren, wird noch in derselben Nacht eine Krisenkonferenz mit den wichtigsten Vorgesetzten organisiert. In dieser Nacht fällt eine Entscheidung, die weltweite Konsequenzen nach sich ziehen wird…

DJ Chandors Kinofilm-Debüt unternimmt erst gar nicht den Versuch, mit der kritischen Moral-Keule zu schwingen. Schon in diesem Punkt meidet er jenen Fehler, der Stone schon unterlief. Es ist eher eine stille Beobachtung und Analyse von Menschen eines großen Wirtschaftsapparates, in dem Geld, Zahlen und Statistiken mehr zählen als einzelne Existenzen. Der Profit ist alles, die Geldgier scheint schier grenzenlos, über eventuelle Risiken (egal welcher Größenordnung auch immer) wird wenig bis gar nicht nachgedacht. Die Finanzler leben alle in ihrem eigenen Universum und schmeissen praktisch wie theoretisch mit gigantischen Summen um sich, als wären es Peanuts. Man muss nicht Finanzwirtschaft studiert haben, um die Zusammenhänge und die Unmoral dieses Systems zu verstehen. Wenn die Finanzexperten auf dem Firmendach anfangen über Geld sprechen, bekommt der Normalo von Durchschnittsverdiener bei manch absurd klingender Aussage glatt ein Schleudertrauma, so sehr muss man den Kopf schütteln. Es amüsiert und schockt zugleich, wenn Sullivan und ein anderer Kollege von seinem Vorgesetzten die Erklärung bekommt, wie dieser es schafft seinen Jahresverdienst von mehreren Millionen Dollar zu verprassen. Ob nun Millionen oder Milliarden, wen interessiert schon der Unterschied ? Sind ja alles „nur“ Zahlen…
Die Finanzjongleure spielen gefährlich, aber wie groß der Schaden am Ende tatsächlich ist wird ihnen erst bewusst, als die Bank kurz vorm Exitus steht. Die Bloßstellung solcher Naivität und die Rücksichtslosigkeit der obersten Bosse, die die untersten ihrer Arbeitsnehmer für ihre Fehlentscheidungen bluten lassen, wirkt zunächst unfassbar, letztendlich aber äußerst authentisch, stecken doch schließlich in riesigen Kreditinstituten ganz normale Menschen, und wenn eines oder mehrere dieser winzigen Zahnrädchen anfängt zu klemmen, kann und muss diese Maschinerie früher oder später zusammenbrechen. Krönung des ganzen ist ein einfacher Satz des CEO (der Big Boss der Bank), der ohne Umschweife verdeutlicht, wie man im Bankgeschäft richtig viel Geld verdient und was anscheinend Gang und Gäbe in der Branche ist: Entweder man ist schnell, schlau, oder man betrügt.

Es stecken reichlich Dialoggefechte und psychologisches Kräftemessen in diesem Film, was ungemein spannend zu sehen ist, und dank eines so klasse aufgestellten Darsteller-Ensembles – welches wohl die Wichtigkeit des Films schnell erkannte und darum wohl auch erheblich niedrigere Gagen akzeptierte – wirkt der innerhalb von 24 „Filmstunden“ stattfindende Plot jederzeit und absolut glaubwürdig.
„Neu-Spock“ Zachary Quinto verleiht seiner Figur des jungen Analysten, der nach seiner unglaublichen Entdeckung gar nicht schnell realisieren kann was um ihn herum geschieht, durch sein ruhiges Spiel und viel Zurückhaltung eine gewisse Bodenständigkeit, was ihn zum einzig echten Sympathieträger der ganzen Figuren macht. Paul Bettany bringt als geldverwöhnter Crack genug Übermut und Arroganz rüber, Simon Baker als vorteilssuchender „Abteilungs-Arsch“ spielt sich ohne Problemen von seiner Festrolle als „Mentalist“ frei, Kevin Spacey macht als zwischen Moral und Geldnöten schwankendes „Gewissen der Firma“ einen Super-Job, und Jeremy Irons ist als Oberboss unter den Finanzhaien und Skrupellosigkeit in persona sowieso DIE perfekte Besetzung. Demi Moore und Stanley Tucci in kleineren, aber wichtigen Nebenrollen runden den edlen Cast am Ende nur noch ab.

Fazit:
Ein politisch wie wirtschaftlich sehr aktueller und sehenswerter Beitrag zur globalen Rezessions- und Immobilienmarkt-Krise, und für jeden der sich auch nur annähernd dafür interessiert ein Must-See-Movie.
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3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Die Nacht vor dem Crash, 29. August 2012
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
'Der große Crash – Margin Call' ist der Film, den man bei Oliver Stones 'Wall Street: Geld schläft nicht' eigentlich erwartet hätte.
Nur hat sich Stone mit einem eher langweiligen Familienfilm mit Michael Douglas ziemlich verzettelt. Regisseur J. C. Chandor hat sich mit seinem Erstlingswerk da sehr viel größere Mühe gegeben. Er spielt in einer Investmentbank, bei der ein Mitarbeiter, großartig gespielt von Stanley Tucci durch Zufall herausbekommt, wie faul die Kredite sind, die sie täglich verkaufen. Dummerweise wird gerade er entlassen, weil man Kosten sparen will. Vorher gibt er seine Daten noch einem jungen Kollegen, gespielt von Zachary Quinto, der hier beweist, dass er mehr kann als nur den jungen Spock auf der Enterprise zu geben. Der rechnet die Rechnung zu Ende und schlägt Alarm, denn er hat da die Finanzkrise auf seinem Rechner.
Er ruft seinen Chef, ein grandioser Kevin Spacey und der trommelt seine Chefetage zusammen. Darunter so gute Darsteller wie Paul Bettany, Simon Baker, Jeremy Irons und Demi Moore. Eine wirklich hochkarätige Besetzung.
Die schmieden nun wirklich teuflische Pläne, wie sie und vor allem ihr Geld aus der drohenden finanziellen Katastrophe ohne eigene Verluste heraus kommen.
Das Ganze ist überaus spannend gemacht und der Handlungsstrang wird auch nicht durch unnötige private Ausflüge in die Privatsphäre in die Rollen der Protagonisten belastet, sondern es wird spannend durchgezogen. So bekommt der Zuschauer in etwa eine Ahnung davon, wie es am Vorabend der Finanzkrise von 2007 in den Büros der amerikanischen Investmentbank Lehman Brothers ausgesehen haben könnte. Anders als bei Oliver Stone gibt es bei J. C. Chandor eben nicht nur einen gierigen und diabolischen Gordon Gekko, der die Finanzwelt zu seinen Gunsten manipuliert, sondern da manipulieren fast alle.
Regisseur Chandor hat auf über 100 Minuten gut verteilt, zu welchen Machenschaften sich die Banken und ihre Banker verleiten lassen, wenn ihnen die Ergebnisse ihres eigenen Treibens dann um die Ohren fliegen.
Die Welt hat noch heute damit zu kämpfen. Aber wenigstens gibt es mit „Der große Crash – Margin Call“ nun einen anständigen Film darüber, der keine Minute langweilt.
Auf meiner persönlichen Wertung kommt der großartig besetzte und gemachte Film dann auch locker auf 8/10 und eine Kaufempfehlung mit auf den Weg. Zumal der Film noch mit einem Wendecover glänzt...
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10 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Nach uns die Sintflut..., 8. März 2012
Von 
Ray "rayw260" (Rheinfelden) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)   
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Der große Crash - Margin Call (DVD)
New York, an einem schönen Sommertag des Jahres 2008: In der rennomierten Investmentbank werden wieder mal Stellen gekürzt, dazu marschiert das Killerkommando in Gestalt von zwei Mitarbeiterinnen ein, um die Entlassungen gleich vor Ort vorzunehmen. Diesmal trifft es den leitenden Angestellten der Abteilung Risk Manager Eric Dale (Stanley Tucci). Die Abfindung zu seinem Abgang wird lukrativ sein, aber er hat sofort seinen Arbeitsplatz zu räumen.
Die zwei professionellen, herzlosen Ladys eröffnen ihm, dass er aus Sicherheitsgründen ab sofort keinen Zugang zu seinem Computer mehr hat, obwohl er noch in einer interessanten Analyse steckt und auch sein Mobiltelefon wurde gesperrt. So darf er, begleitet und beobachtet von einem Securitymann, seine persönliche Habe und den geliebten Kaktus in die freundlich bereitgestellten Umzugskartons einpacken und gehen.
Er hat aber noch soviel Zeit seinem Mitarbeiter Peter Sullivan (Zachary Qunto) vor dem Fahrstuhl einen USB-Stick mit Daten in die Hand zu drücken, er warnt diesen aber vor den darauf befindlichen Informationen.
Während die anderen Mitarbeiter wie Sullivans Vorgesetzer und Cheftrader Will Emerson (Paul Bettany) und auch sein Freund und Kollege Seth Bregman (Penn Badgley) den Feierabend und vor allem den Verbleib in der Firma feiern, bleibt Emerson in der Firma, öffnet die mehr als brisanten Daten des entlassenen Chefs auf dem USB-Stick und beginnt die darauf befindlichen Daten nachzurechnen.
Er kommt wie wohl auch Dale zum Schluß, dass seit mehreren Wochen die Papiere der Bank völlig falsch bewertet werden und die Bank bei schon geringen Abweichungen der prognostizierten Marktbewegungen pleite gehen könnte.
Er benachrichtigt zuerst Bregman und Emerson, die informieren auch ihren Vorgestzten Sam Rogers (Kevin Spacey), der gerade an diesem Abend seinen geliebten Hund hat einschläfern müssen und nicht gerade erfreut ist, dass man ihn bittet zu später Stunde in die Bank zu kommen.
Das Mathe-Genie Sullivan belegt dann eindrücklich, dass die Bank auf einem Haufen wertloser Papiere sitzt und dramatisch unterkapitalisiert ist.
Es wird die Nacht der Krisenbewältigung. Die Nachricht wird in einer Serie von Krisensitzungen in den höchsten Reihen weitergereicht.
Der Firmenchef (Jeremy Irons) muss 1) einen Hauptschuldigen finden und hat die Auswahl zwischen Jared Cohen (Simon Baker) oder Sarah Robertson (Demi Moore) und 2) dass am nächsten Morgen die Firmenrettung ansteht und sofort alle faulen Papiere verkauft werden müssen....
Lehmann Brothers ist überall: Der Film "Margin Call" thematisiert die Finanzkrise von 2008. Ein Mitarbeiter stellt fest, dass die Bewertungen der Hypotheken seiner Investmentfirma fehlerhaft sind, und dass das Unternehmen sogar am Rand des Ruins steht. Die Verantwortlichen der Firma beschließen nach einer diskussionsreichen Nacht die toxischen Papiere abzustossen und bringen damit einen Stein ins rollen, der für die Wallstreet verheerende Folgen hat.
J.C. Chandors Film ist aus dem ähnlichen Holz geschnitzt wie seinerzeit etwa Alan J. Pakulas "Die Unbestechlichen" - also Spannung auf hohem Niveau und gutem Anspruch. Nur dass das Politische Thema ersetzt wurde durch ein recht aktuelles Wirtschaftsthema, dabei gibt er Einblicke in diese Entscheidungen, die eine weltweite Banken- und Wirtschaftskrise zur Folge hatte. Tolle Darsteller - allen voran Kevin Spacey oder Stanley Tucci - und Chandor kühl und beklemmend inszeniert.
Sein großer Verdienst ist es auch das Thema nicht plakativ auszuschlachten, er zeigt zwar deutlich die Arroganz einen geldgeilen Lebensstil weiter leben zu wollen, allerdings sind seine Figuren ganz normale Menschen und keine Monster.
Da gibt es Ex-Raketenforscher, Angehörige unterschiedlicher Nationalitäten, Kulturen und Religionen; manche von ihnen sind Karrieregeil, andere haben allerdings selbst Mühe ihre Hypotheken abzutragen, die Menschen fürchten sich vor Arbeitslosigkeit, es geht um Abfindungen und um die Aufrechterhaltung im sozialen Umfeld. Was diese Menschen zusammenschmiedet, ist das System. Und dies wird entlarvt.
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