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TOP 500 REZENSENTam 17. Dezember 2011
Unter den Klassikern der Zauberflöten-Diskographie wird diese Münchner Aufnahme von 1972 gern vergessen. Das ist schade, denn sie gehört zu den liebenswertesten, fröhlichsten und lebendigsten Einspielungen der Oper:

Wolfgang Sawallisch überfrachtet die Zauberflöte nicht mit weihevollem Ernst wie die Herren Böhm,Klemperer oder Solti (in seiner ersten Aufnahme), sondern betont das Märchenspiel, die volkstümliche Seite des Stückes durch flotte Tempi und einen schlanken Orchesterklang. Dabei steht ihm das sehr eingespielte Ensemble der Bayerischen Staatsoper zur Seite, dessen Generalmusikdirektor er viele Jahre lang war. Als besonderes Schmankerl hat er im zweiten Akt ein Duett Tamino/Papageno mit aufgenommen, dass sonst eigentlich immer gestrichen wird - ein großer Gewinn.

Auch die Solisten überzeugen durchgehend, gehören teilweise zu den allerbesten Rolleninterpreten:

Zugegeben: Die nicht mehr ganz junge Anneliese Rothenberger und Peter Schreier wären auf Anhieb nicht meine allererste Wahl für das Paar Pamina/Tamino gewesen, haben mich aber eines besseren belehrt. Rothenberger ist eine sehr ernsthafte, erwachsene Pamina und zeigt, dass es auch so geht. Kein naives junges Mädchen, sondern eine romantische Heldin - auch wenn ich als "Lieblingspamina" eher Elisabeth Grümmer oder Gundula Janowitz nennen würde, überzeugt sie.

Schreiers Tamino ist sicher kein jugendlich strahlender Held wie Fritz Wunderlich, kein melancholischer Träumer wie Anton Dermota, sondern mit seinem hellen, metallischen Timbre eher ein etwas rechthaberischer Streber. Aber das passt ja durchaus zum Stück. Gesangstechnisch ist Schreier einer der besten Taminos auf Platte.

Der Wiener Erzkomödiant Walter Berry war mit seinem kernigen Bassbariton über mehr als zwei Jahrzehnte an der Wiener Staatsoper und international quasi unverzichtbar als Papageno und singt ihn hier noch besser als in seinen anderen Aufnahmen - dass er dann noch die Dialoge unnachahmlich witzig spricht, ist noch ein Bonus.

Kurt Moll ist ein sehr würdiger, väterlicher Sarastro mit einem unnachahmlich schönen, samtschwarzen Timbre - außer Franz Crass fällt mir kein Sänger ein, der diese Rolle ähnlich überzeugend aufgenommen hätte.

Edda Moser schließlich ist eine geradezu hysterische Königin der Nacht - mit welcher dramatischen Wucht sie ihre Koloraturen herausschleudert, ist atemberaubend. Gerade diese Rolle habe ich nie eindrucksvoller gehört.

Die Nebenrollen sind ebenfalls erstklassig besetzt, von Theo Adams autoritärem Sprecher über die liebenswerten Drei Damen bis hin zu den Drei Knaben - dankenswerterweise wirklich Tölzer Knaben, die sehr gut singen und viel zur Märchenatmosphäre beitragen.

Wer die Zauberflöte klassisch (sprich nicht auf historischen Instrumenten), aber märchenhaft liebt, sollte dieser Aufnahme auf jeden Fall eine Chance geben.
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am 25. Oktober 2013
Wenn es auch falsch ist, die Zauberflöte nur an der Arie der Königin der Nacht zu messen, sie ist nun mal das Bravourstück eines jeden Koloratursoprans, und dies ist die einzige Aufnahme, die ich gefunden habe, in der eben diese Arie sauber intoniert war!

Abgesehen davon ist es auch sonst eine musikalisch stimmige Aufnahme, welche einem die Schwächen des Librettos vergessen lässt.
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am 17. April 2016
Unsere Große hat sich in der Schule mit W.A. Mozart und der "Zauberflöte" auseinandergesetzt und den Wunsch geäußert, diese wundervolle Musik auf CD geschenkt zu bekommen. Nachdem ich von diversen CDs die Rezensionen durchgelesen habe, bin ich bei dieser Doppel-CD gelandet und habe sie wegen der tollen Bewertungen gekauft. Sie ist einfach wundervoll und wir alle sind begeistert. So einfach ist es, Kindern klassische Musik nahezubringen.
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am 6. Januar 2013
Daher ist mein Urteil sicher nicht objektiv. Ich bin mit dieser Aufnahme aufgewachsen, habe sie so oft gehört, dass ich sie auswendig kann und hab sehr lange gesucht, bis ich sie endlich in anderer Form als auf LP gefunden habe! Kann aber nicht sagen, ob andere Inszenierungen nicht besser oder qualitativ hochwertiger sind...
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am 31. Oktober 2014
Mein Mann und ich sind absolute Fans der Zauberflöte und - obwohl wir schon mehrere Aufnahmen haben, waren wir
doch von dieser mit Edda Moser begeistert. Lohnt sich zu kaufen!
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