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Kundenrezensionen

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am 26. September 2011
Nun ist sie also da, die lang angekündigte "Immersion"-Box. Sie enthält alles, was angekündigt war - und trotzdem bleibt bei mir ein schaler Geschmack zurück. Warum eigentlich?

Man stelle sich vor, eine Beethoven-Einspielung erschiene (meinethalben der "Neunten") und dem Käufer würden Murmeln, Bierdeckel und ein alberner Schal als Beiwerk zugemutet. Undenkbar? Yep. Die Floydianer sollen derlei aber toll finden. Die beiden vielgelobten Booklets bringen Fotos, die man sich mal durchblättern kann, geizen aber mit weiteren Informationen - man erfährt bei den Gruppenporträts nicht einmal, wo & wann die Aufnahmen gemacht wurden bzw. welche Namen sich hinter den Gesichtern der Gastmusiker verbergen. Keine Entstehungsgeschichte des Albums, keine Transkription der gesprochenen Passagen. Kurz und schlecht: Was ich bei diesem Set vermisse, ist Substanz.

DeLuxe-Editionen sind zur Zeit schwer im Kommen, was ich ausdrücklich begrüße; mit "Download now" habe ich nichts zu tun. Es geht aber nicht darum, dem geneigten Fan einen weiteren Schwung Memorabilia in die Wohnung zu spülen, sondern um die gebührende Ausleuchtung eines bedeutenden Kunstwerks. Beispiel "Quadrophenia" - zu der in Kürze erscheinenden Box lese ich: "Deluxe 100-page, hard-back book featuring a brand new 13,000 word essay by Pete Townshend. Also features Pete's in depth, track-by-track guide to the demos and revealing studio diary. The book also includes many previously unseen personal notes, photographs, handwritten lyrics and memorabilia from the period, all recently uncovered in Pete's archive." Na also. Geht doch. Und genau das hätte ich mir für dieses Set auch gewünscht. Natürlich ist es nett, das Bild eines lachenden Roger Waters zu sehen, der noch nicht mit "The Wall" verheiratet war - aber ein Blick in sein "little black book full of poems in" hätte mir mehr zugesagt. Wie ich überhaupt Statements, Kommentare, Erinnerungen jedweder Art vermisse, ganz zu schweigen von einem ausführlichen Aufsatz, der das Album in den Werkkontext und in die Musik der Zeit gleichermaßen einrückt und ausführlich die Entstehungsgeschichte darstellt. (Die schöne Video-Doku kann dies nicht leisten.) Bei anderen Bands scheint das zu gehen, nur bei den Floyds herrscht hier Fehlanzeige. Ganz offenbar mussten die Macher der Box mit dem auskommen, was ohnehin bei der EMI im Keller herumlag, und für den Rest hat der gute Storm T. mal flott was zurechtgehuddelt. Dass die Box zudem schlecht entworfen wurde (vier CDs umständlich erreichbar am Boden, zwei in lappigen Papphüllen frei herumflatternd), ist schon anderen aufgefallen.

Fazit: Natürlich ist es großartig, dass die Archive geöffnet werden. Auch ich bin von der "Live"-Fassung in diesem Set begeistert - wirklich, die ist mir das Geld beinahe schon allein wert. Aber wäre nicht eine Komplettversion stimmiger gewesen? Und warum wurde nicht Alan Parsons mit dem Remastering beauftragt, der einzige, der für den Job wirklich prädestiniert ist? Money, hm? "Grab that cash with both hands and make a stash."

Schon recht: Die Box enthält faszinierende Dinge, sie wurde korrekt angekündigt, und es gibt keinen Grund, sich übers Ohr gehauen zu fühlen. Ich beklage lediglich die nur bedingt genutzte Chance, das fragmentarische Resultat und die Tatsache, dass das Set der Band Pink Floyd nicht gerecht wird. Denn deren Alben haben stets den Standard der Zeit gesetzt - und mussten ihm nicht hinterherhinken.
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am 14. April 2003
Ich gehöre zu den Leuten, die wirklich kunterbunt und kreutz-und-Quer alles Mögliche hören. Allerdings gibt es nur wenige Bands bzw. Sänger und deren Alben, die mich so in Ihren Bann gezogen haben, wie Pink Floyd und dieses Monumentalwerk "The Dark Side of the Moon". Schon vor etwa 10 Jahren, als ich das erste Mal in diese Platte reinhörte, war ich hin und weg. Musik zum träumen aber auch zum wachrütteln. Vor ein paar Tagen dann, habe ich in die SACD reingehört und glaubte meinen Ohren nicht zu trauen. Der SACD Multichannelmix mag zwar Geschmacksache sein, aber es gibt ja auch eine SACD Stereospur. Und die Natürlichkeit mit der Sound der SACD herüberkommt, ist einfach überwältigend. Man möchte es nicht für möglich halten, dass dieses Album vor 30 Jahren aufgenommen worden ist... Selbst die PCM Spur (für den normalen CD Player) hat noch einmal zugelegt!
Es passiert nicht oft, dass ich mir ein Album kaufe, aber an dieser CD kommt man einfach nicht vorbei; Jetzt schon garnicht mehr!
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am 3. April 2003
Zur Musik muss eigentlich gar nichts mehr gesagt werden. Wenn man von Pink Floyd spricht, dann meint man diese Platte. Für den Erscheinungspreis, der für Anfang 2003 weit unter dem Durchschnittspreis für SACDs liegt, ist es eigentlich fasst schon schmerzhaft nicht zuzugreifen. Das Hochglanzbooklet zeigt viele Photos und Zeichnungen rund um das legendäre Pink Floyd Cover, enthält die kompletten Albumlyrics und ist optisch sehr gut aufgemacht. Der Ton ist bereits auf dem CD-Layer sehr gut. Er klingt kräftig und ist sehr gut abgemischt. Perfekt wäre hier noch ein HDCD-Mastering gewesen, aber leider hat sich Sony, die ja Hauptanteilsaber an SACD sind, bislang recht konsequent da rausgehalten. Schade.
Was allerdings jeder für sich selbst herausfinden muss, ist ob man die Musik nicht zu stark verfälscht, wenn man eine 30 Jähre alte Aufnahme auf Multichannel aufmotzt. Wer da bedenken hat, für denn ist allerdings auch gesorgt, da auch diese SACD Stereoton vom Feinsten bietet.
Ach ja, wer auf Einheitlichkeit im SACD/CD-Schrank legt, dem sei gesagt, dass diese SACD in einem Standard-CD-Jewel-Case geliefert wird und nicht in einem kleinen Super-Jewel-Case, was bei vielen SACDs der fall ist. Dies sind allerdings nur marginale Sachen, die einen nicht davon abhalten sollten hier unbedingt zuzugreifen selbst wenn man noch keinen SACD-Player hat. Ich habe sie heute gekauft in bin schon verliebt.
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am 29. März 2003
Spätestens beim Hören dieser Mehrkanalversion des großen Pink Floyd Klassikers wird einem endgültig klar, welchen Sinn die neuen hochauflösenden Audiomedien machen (können). Denn der 5.1 Mix dieser Hybrid- SACD ist der jüngste Höhepunkt in Sachen Mehrkanalremastering/- remixing. Ist schon die Stereospur eine Klasse für sich und macht alle vorherigen Versionen einfach überflüssig, so eröffnen sich einem im unkomprimierten Mehrkanalsound eine ganz neue Klanggalaxie. Wanduhren im Rearspeaker und Gitarren gar überall fördern jetzt endlich das ganze künstlerische Spektrum und die ganze Symbolik zu Tage.
Was in Stereo nur mehr minder ans Licht kam, leuchtet nun in allen Farben, die Pink Floyd damals ursprünglich im Quadro- Sound gemalt haben. Die Musik braucht man hier aber nicht mehr zu kommentieren. Die kommt jetzt selbst auch auf zwei Kanälen bassiger, präsenter, direkter, dynamischer und voller aus den Boxen und fegt die '93er Version und schon gar alle anderen inklusive des Vinyls nach wenigen Sekunden aus dem Player.
Und so ist zu sagen, daß diese SACD eine Mehrkanalabmischung parat hält, die nicht einfach eine Effekthascherei durch die neue Technologie darstellt, sondern eine Platte durch die Technik erstmals künstlerisch vollständig zugänglich macht. Ein Meilenstein!
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am 13. Januar 2014
Jetzt habe ich die Vinyl-Ausgabe der Dark Side schon fast 30 Jahre, da dachte ich mir, jetzt könnte man sich mal eine remasterte Fassung auf CD zulegen. Bereue es sehr, dass es diese Experience Edition von 2011 war.
Eins vorweg: die Musik ist großartig, da müssen wir nichts mehr anfügen. Und es gibt sicher auch viele gute CD-Fassungen (bei den gelddruckmaschinen Pink Flyod ähnlich wie bei den Stones wird ja ständig eine neue CD-Version rausgebracht), z.B. kenne ich die paar Stücke der Dark Side auf CD, die 2003 auf dem 2CD-Sampler "Echoes" erschienen waren.
Vergleiche ich nun die mir vorliegenden Ausgaben, so muss ich sagen: die Experience Edition schneidet am schlechtesten ab. Der Gesang kommt seltsam dünn rüber, man hört zwar in der Tat Instrumente und Klänge, die zuvor nicht so prominent oder gar nicht aufgefallen waren, die Gewichtung der Instrumente fällt anders aus, so dass der Gesamteindruck ein wesentlich weniger spannender als bei den anderen Fassungen ausfällt. Handelt es sich um eine Remix? Ist das wirklich "nur" ein remaster? Jedenfalls fehlt der Experience Edition vor allem die emotionale Tiefe und Wucht, die nur auf Vinyl für mich wirklich da ist, und es fehlt die klangliche Brillianz wie z.B. auf dem 2003-remaster.
Die live-CD ist übrigens ziemlich entbehrlich und nur für Kompletisten interessant.
Die Verpackung wurde schon gelegentlich moniert, zu Recht, denn die beiden CDs stecken nur im Pappschuber, das booklet, das übrigens kleiner als als die booklets eines Jewel case ist, bietet optisch oder inhaltlich nichts Neues oder Interessantes, das Design ist also kaum erwähnenswert.
Zurück zum Vinyl.
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am 23. April 2004
So wie einst Kubrick's 2001-Odyssee im Weltraum die Welt des Films veränderte und weit aufgerissene Augen und Münder hinterließ, so veränderte Dark Side Of The Moon die Musikwelt. Musik, wie Sie in dieser Perfektion, Reinheit, Homogenität und doch Zerrissenheit nie zuvor existierte. Der kristallklare Klang der Gitarre, das exakte, auf den Punkt gespielte Schlagzeug, das legendäre 7/8-Bassspiel in Money, die Wortfetzen, die sich durch das gesamte Album ziehen und ihm noch bis heute diese unerklärliche Mystik geben. Nie zuvor und auch bis heute unerreicht bleibt Gilmour's Pedal Steel-Spiel in Breathe oder die zukunftsweisenden Synthies in On The Run. In knapp 45 Minuten wird hier Musikgeschichte geschrieben, die den Anfang vom Ende für die ehemaligen Kunst- und Musikstudenten bedeutete. Der schier unbegreifliche kommerzielle Erfolg von Dark Side Of The Moon ließ zwar noch das elegische Wish You Were Here und das verbitterte Animals folgen (beides absolute Meisterwerke), jedoch zerstörten Sie das Bestreben einer Band sich weiterzuentwickeln und nochmals zu revolutionieren. Wer will es Ihnen Übel nehmen? Sie hatten ihren Soll erfüllt. Ein zweites Dark Side Of The Moon wird es nie geben, ebenso keine zweite Odyssee. Doch gibt man den Glauben nie auf, wenn man heute Klängen wie denen von De-loused In The Comatorium lauscht. All you touch, and all you see, is all your life will ever be...
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am 6. Mai 2003
Das Pink Floyd eine der innovativsten Bands aller Zeiten ist ist unumstritten.
Das Dark Side of the Moon eine der besten CD's aller Zeiten ist zeigen die Verkaufszahlen.
Das es eine der besten Super Audio CD auf dem Markt ist ist neu, aber nicht weiter verwunderlich. Zwar hat das Material schon ein paar Jahre auf dem Buckel, aber die Leute im Studio haben ganze Arbeit geleistet und aus den Aufnamen Erstaunliches herausgeholt.
Wenn man dann aber Zeit (und Equipment) hat um diese Scheibe komplett in 5.1 zu hören so verschlägt es einem doch mal den Atem.
Das ganze scheint wie aus einem Guß und da alle Titel (Pink Floyd like) kein wirklich festen/festes Anfang bzw. Ende heben. Alles geht harmonisch ineinander über und man genießt eigentlich wahrlich eine CD und keine Ansammlung von Titeln.
Im 5.1 Klang kann man dann wirklich tief eintauchen und sich einfach von der Musik umschließen lassen. Zum Teil sind die eingesetzten Surround-Effekte einfach fantastisch. Wenn die Kassen klingen, Uhren läuten oder der Herzschlag einen einführt und schließlich erlischt, dann befindet man sich ganz weit weg auf der Dark Side of the Moon.
Fazit: Ein so effektgeladenen 5.1 Mix haben nur ganz wenige SACD's zu bieten, ein so homogenes Stück CD noch weniger.
Auch im CD-Modus ist der Klang hervorrangend, also lohnt es sich auch für Leute die noch keinen SACD-Spieler ihr Eigen nennen.
Abschließend muss ich noch erwähnen, dass auch das Booklet gut gelungen ist und mit vielen Bildern über Dark Side of the Moon aufwartet.
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am 15. September 2001
Wir schreiben das Jahr 1973. Die optimistische Naivität der Endsechziger war weitgehend verflogen. Die frühen siebziger Jahre waren weniger von Schlaghosen und Good Time Disco Music als von Nachdenklichkeit, Ängsten und Cannabis schwangeren Teestubendiskussionen geprägt.
Auch Pink Floyd suchten damals nach einer neuen Identität. Die Band war bereits 1966 gegründet worden. Bis zu diesem Zeitpunkt hatte sie sieben reguläre Alben veröffentlicht und war zudem an einem Gemeinschafts Filmsoundtrack (Zabriskie Point) beteiligt. Während dieser Zeit hatten es Pink Floyd, obgleich sie hauptsächlich atonalen Psychedelic Rock spielten, zu einer leidlichen Popularität gebracht.
"The dark side of the moon" war das erste wirklich melodische Floyd Album. Mit ihrem thematischen Konzept - der Angst vorm Wahnsinn - traf die Band exakt den Nerv der damaligen Zeit. Verschiedene andere Faktoren kamen hinzu und begründeten den enormen kommerziellen Erfolg, den dieses Album bis heute hat: Pink Floyd war damals noch eine arbeitende Band, in der jeder Musiker seinen Part beisteuerte. Bassist Waters sorgte für den thematischen roten Faden, Gitarrist Gilmour und Keyboarder Wright für die Harmonie und die Schönheit der Musik, Drummer Mason für die grandiosen Soundeffekte und Klangcollagen. Alan Parsons perfekte Produktion rundete das Album ab.
Bis heute ist "The dark side of the moon" ein Klassiker, der in keiner guten Plattensammlung fehlen sollte.
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am 27. August 2013
Wenn ich einem Album fünf Sterne gebe, dann erfüllt es meistens drei Dinge: tolle Produktion, tolle Musik (Text) und Zeitlosigkeit. Eine eher untergeordnete Rolle spielt meines Erachtens der Verkaufserfolg, denn wenn es danach ginge, müsste ich als Pink-Floyd-Liebhaber ebenfalls ein Riesenfan von "The Wall" sein - was nicht wirklich der Fall ist.

DARK SIDE OF THE MOON

Speak To Me/Breathe:

Aus dem Fade-In pocht ein Herz immer lauter und daneben sind bereits die markanten Zutaten einiger Songs zu hören (Registrierkasse, Kommentare etc.), ehe mit "Breathe" ein entspannter Einstand folgt. Das Album beginnt in der Tat zu atmen, und so swingt Nick Masons Schlagzeug neben der Steel-Guitar von David Gilmour, während im Hintergrund Richard Wrights Keyboard schwebt, und Roger Waters behutsam den Bass bedient.

On The Run:

Es wird Finster. Eine Synthietonfolge übernimmt die Regie, und schon bald kommt man sich vor wie auf der Geisterbahn. Simulierte Flugzeuge jagen von links nach rechts durch die Boxen, während fieses Gelächter und gespenstische Effekte erklingen. Am Ende sind noch die Schritte eines Menschen zu hören, der, ebenfalls in Stereo, von A nach B läuft.

Time/Breathe (Reprise):

Man kommt sich vor wie im Uhrenladen, wenn man das Ticken all der Zeitmesser wahrnimmt. Auf einmal ein markerschütternder Lärm, denn die volle Stunde hat geschlagen und alle Uhren geben ein "Konzert", ehe der eigentliche Song beginnt. Vor allem das Intro von "Time" nimmt einen gefangen und fasziniert bis heute - zuerst mit dem Lärm der ganzen "Wecker", und dann mit dem musikalischen Einstieg. Gilmour trägt rotzig seinen Text vor, bevor er seine Strat hart anpackt und die schrillsten Töne hervorbringt. In gewisser Weise ist "Time" der erste Wachmacher, denn die Band ist in absoluter Spiellaune und groovt sich geschlossen durch den Song, ehe man gegen Ende wunderbar umschaltet und nochmal bei "Breathe" vorbeischaut.

The Great Gig in the Sky:

Traurige Klavierklänge leiten das Epos ein, welches Clare Torrys Stimme prägte. Sie wechselt von orgiastischen Höhen zu den tiefsten Tälern, während Gilmour sanft die Steel-Guitar streichelt und Wrights Klavier die Führung übernimmt. Ein aufregendes Stück, dessen Haltbarkeit noch lange nicht überschritten ist.

Money:

Die Single von "Dark Side". Um die Plattenverkäufe (vor allem) in den USA anzukurbeln, wurde "Money" quasi DER Werbejingle des Albums. Am Anfang hört man, wie jemand Papier zerreißt und auch eine Registrierkasse ist zu erkennen. Alsbald wird all das wieder und wieder abgerufen, und so wird man Zeuge der ersten Loops im Musikgeschäft. Pink Floyd leisteten mit diesem Stück Pionierarbeit, und beeinflussten unzählige Musiker auf der ganzen Welt. Es würde "Money" allerdings nicht gerecht werden, wenn man es nur auf das markante Intro reduziert. Vielmehr macht der ausgefallene 7/4-Takt den Reiz des Liedes aus, bei dem Roger Waters mit dem unvergänglichen Basslauf den Ton angibt.

Im weiteren Verlauf schlägt Dick Parrys (Gastmusiker) große Stunde, wenn er sein Saxophon auspackt und die wildesten Laute aus dem Hut zaubert. Gilmours Strat war für die höchsten Solis garnicht in der Lage, weswegen der Gitarrist eine andere Klampfe nehmen musste. Thematisch geht es um die Gier nach Geld und Macht, welche in der heutigen Zeit (leider) aktueller denn je ist. Sieht man sich die ganzen Bonzen im Fernseher an, denkt man unweigerlich an diesen tollen Song, der gleichzeitig einer der wohl bekanntesten Floyd-Songs ist.

Us and Them:

Der "Ohrenschmeichler" ist vielleicht der einzigste Song des Albums, der etwas zu glatt rüberkommt. Ursprünglich setzte Richard Wright die Melodie bereits für den Soundtrack des Films "Zabriskie Point" ein. Auf "Dark Side" bekam sie eine größere Rolle mit Text. Die Echos der Gesangsbeiträge versinken im Nirgendwo und im Refrain wird alles ganz Opulent. Parrys Saxophon regt zum entspannen an und steht dem Song ausgezeichnet, doch trotz der bezaubernden Melodie und dem ansprechenden Text, hätten ein paar "Ecken und Kanten" nicht geschadet.

Any Colour You Like:

Das einzig rein Instrumentale Stück, welches schon bald in einem Sturm von Keyboardsounds versinkt. Ich persönlich mag den Song sehr gerne, vor allem Gilmours abgehackte Gitarrenbeiträge im Mittelteil, ehe es nahtlos in den nächsten Titel übergeht.

Brain Damage:

Zu tieftraurig und geheimnisvoll wirkender Musik übernimmt Roger Waters hier erstmals den Hauptgesang, der perfekt zum nachdenklichen Text passt, ehe das fiese Gelächter wieder da ist und das Finale einleitet.

Eclipse:

Beim nahtlosen Übergang hört man erneut Waters Stimme. Umgeben von souligen Backgroundchören wird nochmal großes Kino erzeugt, bis am Ende wieder das pochende Herz zu hören ist, welches langsam im Fade-Out verschwindet.

(SOUND)

Ich weiß nicht, wie viele Neuauflagen es seit erscheinen des Albums gab, aber es waren eine ganze Menge. Immer wieder liest man die verschiedensten Kommentare: dort heißt es, die MFSL-Version klänge am besten, da sind es die SACD-Ausgabe oder die Experience-Edition. Ich persönlich habe die Remastered-Version aus dem Jahr 1994, mit derren Klang ich zufrieden bin. Im übrigen birgen die Auflagen jüngeren Datums immer die Gefahr, das trotz all des entfernten Rauschens die Dynamik auf der Strecke bleibt. Schon allein aufgrund dessen, sollte man hier versuchen den besten Kompromiss zu finden, da die Musik von Pink Floyd wie kaum eine andere für "Breitwandsound" steht, der angemessen auf die jeweiligen Tonträger verewigt werden sollte. An dieser Stelle möchte ich auch nochmal an die Personen erinnern, welche für den glasklaren Sound und die lauschige Atmosphäre mitverantwortlich waren: Alan Parsons und Chris Thomas (Produktion).

F A Z I T:

Vielleicht ist dieses Album in erster Linie was für Melancholiker, die ständig ihre Gedanken kreisen lassen und durch die passende Musik ein Lächeln ins Gesicht gezaubert kriegen. Die Texte sind Lichtjahre vom ersten Knutschfleck oder ähnlichen Themen aus den Charts von Gestern und Heute entfernt. Bei "Dark Side" geht es in erster Linie um die Spezies Mensch. Es geht viel mehr um die Ängste und Sehnsüchte, das Leben und den Tod. Ich finde, das Roger Waters ein großes Lob dafür gebührt, sich mit der allgemeinen Sinnfrage des "Mensch-Seins" auseinandergesetzt zu haben, und sie musikalisch zu verarbeiten.

Soundmäßig war die Platte weit entfernt von den Psychedelic-Wurzeln, welche Syd Barrett im "Summer-Of-Love" 1967 gepflanzt hatte. Er wurde schließlich eine tragische Figur des 60er-Rock, nicht weil er wie viele andere (Jimi Hendrix, Janis Joplin, Brian Jones, Jim Morrison) das zeitliche gesegnet hätte, sondern nach einem Trip (LSD) zuviel, in eine "andere Welt" abdriftete, bis er im Jahr 2006 starb. Seine Ex-Kollegen waren seit den frühen 70ern eine Prog-Rock-Band geworden und bis zur Veröffentlichung von "Dark Side" mehr Geheimtipp denn Superstars. Danach gab es allerdings kein Halten mehr und aufgrund des riesigen Erfolgs der Platte, wurde sie neben dem Segen auch irgendwie ein Fluch für die Band. Natürlich hat es ein Album mit so durchschlagendem Erfolg schwer, in ansprechender Weise gewürdigt zu werden, denn in den meisten Fällen ist die Verpackung ja heute wichtiger als der Inhalt.

Die Musik der 70er war geprägt von Disco, Glam/Hardrock und Punk. Floyd waren in meinen Augen so etwas wie die Hüter von Anspruch und Qualität. Sie nahmen einen mit in ferne Welten und erschufen fremdartige Klänge, die weit entfernt vom Prog-Rock ala Yes angesiedelt waren. Auch wenn es unbestreitbar ist, das alle Floyd-Mitglieder ihr Handwerk verstanden, so verkam ihre Musik dennoch nie zum virtuosen Selbstzweck. Darüber hinaus wurde die Psyche des Menschen angesprochen, ob nun im Bereich des Lebens als solches (DSOTM) oder eben als bissige Anklage (Animals). Roger Waters scheint vor allem in den 70ern eine zerrissene Persönlichkeit gewesen zu sein, bei all dem, was er mit seiner Band auf die Beine stellte. Er soll sich nach dem Aufstieg mit "Dark Side" die Frage gestellt haben, ob die Gruppe nun nicht alles gesagt hätte, was zu sagen war. Heute weiß man natürlich, das weitere Alben ("Wish You Were Here", "Animals", "The Wall") folgten, ehe die Band zerbrach. Der Deckmantel "Pink Floyd", unter dem die verbliebenen Mitglieder seit den 80ern noch drei Alben veröffentlichten, hat für mich nicht mehr viel mit der Strahlkraft von einst zu tun. 1973 hatten Pink Floyd jedoch den Gipfel erreicht, und bis sie sich wieder auf den Rückweg machten, sollten noch weitere Großtaten folgen.
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am 25. März 2013
.. und wieder gefangen von der dunklen Seite...
Ein 40seitiges 27cm x 27cm Booklet von Storm Thorgerson entworfenes Buch, das alle oder viele seiner Designs und Ideen, die er für dieses Album entworfen hat zeigt. Auf zwei Seiten berichtet Thorgerson als die Floydians damals in die Bbey Roads Studios einfielen und sich binnen drei Minuten für den Prism Entwurf entschieden.Alle anderen Entwürfe wurden nicht genauer betrachtet ...Desweitern liegt ein sensationelles Fotobuch von der' 72-' 74 PF Tour bei .Ein Artprint in der Größe 27cm x 27cm »Dark Side of the Moon« Storm Thorgerson Roy Lichtenstein Kunstdruck liegt der Box ebenfalls bei .Für das Sammlerherz ist bestens gesorgt ...4 von insgesamt 57 Karten mit Textinfo auf der Rückseite liegen diesem Spektakel bei . Auch bei den anderen Immersion Boxes sind jeweils 4 Karten enthalten . Die anderen Motive sind bis dato nirgends erschienen , so das die Hoffnung auf weitere Boxen hoch sind . Rin Schal , 9 Bierdeckel , ein PF Ticket vom London Rainbow Theatre 18.2.1972 Gig , Murmeln und ein Backstage Pass Replikat von der 1973er Tour liegen ebenfalls bei .
Die sechs Discs sind mittlerweile alle in einen dünnen Pappschuber beigelegt ! Das war nicht immer so ....
Disc 1 : Original DSOTM Album remastered 2011
Disc 2 :The Dark Side Of The Moon performed live at Wembley in 1974 (2011 Mix)
Disc 3 : DVD ( Audio only) in einem wirklich bombastischen 5.1 Sound Woooowwwwwwww !
Disc 4 : DVD mit Liveaufnahmen von Brighton 1972 und einer 25 minütigen DSOTM Docu
Disc 5 : Blu-Ray mit meinen so geliebten Screen Films im einzigartigen , klasklaren Sirround Mix 5.1 !!! Absolutes Highlight
Disc 6 : DSOTM Earlier Mix mit Demos ( Nie und nimmer hätte ich damit gerechnet, jemals noch ein Demo der „Household Objects“ hören zu können. Schon gar nicht auf offiziellem Weg!)
Für mich als Jahrzentelanger Pink Floyd die xxxste Ausgabe von DSOTM , aber den Kauf habe ich niemals bereut ....
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