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53 von 56 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Reifeprüfung
Anders als viele andere Bands, die später zu Weltruhm gelangten, blieben Pink Floyd der experimentellen Musik auch nach dem jähen Ende des "Sommers der Liebe" treu. Davon kündet schon das eröffnende "Let there be more light", das zwischen seinem wunderbar zerdehnten Intro, theatralischem Chor und mantra-ähnlichem "fade-out" am Ende die Landung...
Veröffentlicht am 25. Oktober 2002 von martinschott1975

versus
1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Der Neustart
Wenn man bereits beim zweiten Album von Neustart spricht, heisst dies, dass etwas Wichtiges im Bandgefüge passiert sein muss. Jeder PF Fan weiss ja auch, was gemeint ist. Jedenfalls war Syd Barrett nur noch auf dem letzten Song "Jugband Blues" als Komponist verzeichnet......sein Einfluss war also sehr gering, obwohl sich PF immer noch an "Pipers...." inspirierten...
Vor 8 Monaten von Marc Colling veröffentlicht


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53 von 56 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Reifeprüfung, 25. Oktober 2002
Rezension bezieht sich auf: Saucerful of Secrets (Audio CD)
Anders als viele andere Bands, die später zu Weltruhm gelangten, blieben Pink Floyd der experimentellen Musik auch nach dem jähen Ende des "Sommers der Liebe" treu. Davon kündet schon das eröffnende "Let there be more light", das zwischen seinem wunderbar zerdehnten Intro, theatralischem Chor und mantra-ähnlichem "fade-out" am Ende die Landung eines Ufos beschreibt.
Nach diesem Höhenflug folgt das herzergreifend melancholische "Remember A Day", dessen Keyboard, Schlagzeug und Rick Wrights nasaler Gesang den sentimentalen Text sehr gut unterstreicht.
Der mit vielen farbigen Synthesizer-Klängen und einem einzigen Gitarren-Akkord gewobene Klangteppich bildet die Kulisse für das in "Set The Controls For The Heart Of The Sun" rezitierte Gedicht. Meiner Meinung nach ist dieser Song der einzige Schwachpunkt des Albums, da er nicht mit der ausgefeilteren, dramatischeren Live-Version auf "Ummagumma" mithalten kann.
Bemerkenswert jedoch ist "Corporal Clegg". Diese beißende Satire auf den (britischen) Offiziersstand ist eines der besten Frühwerke von Roger Waters und nimmt bereits einiges von dem vorweg, was ein Jahrzehnt später mit "The Wall" und "The Final Cut" folgen sollte. Waters deklamiert die Neurosen seines Protagonisten schrill und schräg, dazu passend dreht der Song in das aberwitzige Zerrbild eines Defiliermarschs ab, ehe er in einer wilden Kollage aus Sirenengeheul und Maschinengewehrfeuer endet.
Das lange Instrumental "A Saucerful Of Secrets" geht von von einem chaotischen Anfang über ein Drumsolo in einen harmonisch geordneten Orgelpart über. Die fast pastorale Atmosphäre der Schlusspassage verblasst jedoch etwas gegen den faszinierenden Auftakt mit seinem Salven und Garben von Gitarren, Keyboard und Schlagzeug, die ein wahres Klanggewitter erzeugen.
Zeit zum Luftholen bietet "See-Saw", ein leiser, leichter und verträumter Song - und die kommerziellste Nummer des ganzen Albums, die zwar einen locker-flockigen, aber nicht besonders tiefen Eindruck macht.
Ein Syd-Barrett-Song beschließt die LP: "Jugband Blues". Barretts unvergleichlicher Stil von der "Piper..."-LP ist geblieben, doch den Song umgibt wegen seiner Dissonanz und dem verstörenden Text eine düstere Atmosphäre, die lange nachhallt.
Bandchef und Haupt-Songwriter Syd Barrett war von den restlichen Floyd kurz vor den Sessions zu "A Saucerful Of Secret" gefeuert worden. Der Ersatzmann, Dave Gilmour, wird nur beim Titeltrack als Co-Autor genannt. Alle anderen Floyd - einschließlich Barrett - sind auf "A Saucerful Of Secrets" mit mindestens einer Eigenkomposition vertreten. Trotz der notwendigen Neuorientierung der Band wurde der Nachfolger von "The Piper At The Gates Of Dawn" zu einem Highlight der psychedelischen und experimentellen Popmusik. Trotz leichter Abstriche blieb die Originalität, die Fantasie und die Spielfreude der Band erhalten. Dies verlieh ihr eine Eigenständigkeit, die es vergleichbar in der Popmusik nicht gibt.
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14 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Geburtsstunde der elektronischen Musik, 2. Januar 2008
Von 
Rezension bezieht sich auf: Saucerful of Secrets (Audio CD)
Um die seinerzeitige bahnbrechende Wirkung dieser LP erahnen zu können, muss man bedenken, dass Mitte der Sechziger auf den Pop-LP's üblicherweise 10 bis 14 3-Minuten-Songs zu finden waren, die nach dem simplen Lied-Prinzip Strophe - Refrain - Strophe - Refrain - Strophe - Refrain gestrickt waren. Aus der Not (des Syd-Barrett-Ausstiegs) entstand das erste elektronisch - psychedelische Rock-Album der Geschichte. Der Ursprung aus der Minimal-Art ist deutlich. Einprägsame und kurze Melodielinien werden in zahlreichen Variationen mit minimalen Veränderungen schier endlos wiederholt - mit einem hypnotisierend-berauschendem Effekt. Komposition und Arrangement sind schlichtweg genial - traditionelle Song-Muster wurden durchbrochen und zu einem detailreichen und fein durchgestalteten Musikfluß geöffnet. Damit begann sich auch die Pop-Musik von der reinen Hitproduktion zu einer ernstzunehmenden eigenen Musikrichtung neben der klassischen Musik zu entwickeln.

Es ist das erste Album der Waters/Gilmour/Mason/Wright-Pink-Floyd - und zugleich das kompromissloseste und (neben Ummagumma) das, das sich am wenigsten um kommerziellen Erfolg kümmerte.

Dieses Album löste eine Welle anspruchsvoller elektronischer Musik aus - es gehört zu den wirklich wichtigen und innovativen Alben der Pop-Musik.
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28 von 33 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Zusammengewürfelte Geheimnisse, 25. November 2005
Rezension bezieht sich auf: Saucerful of Secrets (Audio CD)
Nach dem drogenbedingten Ausstieg (bzw. Rausschmiss) des Sängers, Songwriters und Leadgitarristen Syd Barrett gab kein Kritiker mehr einen Pfifferling für die Band, die in erster Linie seine Band war. Waters, Wright und Mason nahmen nun den Jugendfreund und früheren Mitstreiter Barretts, David Gilmour, hinzu. Als Sänger und Gitarrist konnte er Barrett ersetzen, allerdings zunächst nicht als Komponist. Natürlich hatte er deshalb zunächst einen schweren Stand, wenn sich auch später die Entscheidung als eion Glücksgriff erwies.
Das erste Ergebnis der neuen Pink Floyd mag deshalb etwas richtungslos erscheinen, ,Saucer' setzt aber konsequent das Konzept von ,Piper' fort, mit einer klaren Stoßrichtung in Richtung Ernsthaftigkeit und Schwere, also weg vom Pop.
Die Band versuchte mit den verbliebenen Songwriter-Qualitäten, die Waters und Wright ja schon unter Beweis gestellt hatten, den Karren aus dem Dreck zu ziehen. Es beginnt mit dem dämonischen ,Let There Be More Light', das psychedelische Zeiten beschwört und klar in die Sci-Fi-Ecke gehört. Soundtechnisch und atmosphärisch gesehen klingt es für die damalige Zeit vollendet, man schrieb ja gerade mal 1968! Die Nummer wirkt auch heute noch, und besonders Gilmour zeigt, was in ihm steckt. In eine ähnliche Richtung gehört der Waters Song ,Set The Controls For The Heart Of The Sun', der wieder textlich wie klanglich fremde Welten beschwört, ohne die Katze völlig aus dem Sack zu lassen. Das Geheimnis soll wirken. Mit ,Corporal Clegg' zeigt Waters, dass er auch satirisch und frech sein kann, vor allem wenn es um das Thema Militär und Krieg geht - ein Thema, das ihn später immer wieder beschäftigte.
Dem gegenüber stehen die eher an orchestraler U-Musik orientierten Lieder von Keyboarder Wright, dem es gelingt, mit ,Remember A Day' und ,See-Saw' eine Art Swing-Psychedelia zu erschaffen. Die Stücke wirken sensibel, zerbrechlich und doch herrlich fremdartig und abgedreht, mit Wrights leicht näselnder Stimme zurückhaltend vorgetragen.
Die Mischung zwischen Sci-Fi, elektronischer Avantgarde und Rock verwirklicht sich am deutlichsten beim Titelstück, das in der Folge zum Standardinventar der Band bei Konzerten gehörte (und dabei immer besser wurde). Die Plattenfirma gestand den Jungs das über zwölf Minuten lange Experiment zu, weil sie es geschafft hatten, ohne ihren Frontmann Barrett den Plattenvertrag einzuhalten. Wer hätte gedacht, dass gerade dieses Stück Musik das Lager der ernsthaften Avantgarde überzeugen würde?
Barrett verabschiedet sich zum Schluss mit seinem ,Jugband-Blues', einem Song, mit dem er seine persönliche Abwesenheit auf herrlich verrückte Weise thematisiert. Der Song bricht ab, Barrett verschwindet im Raum, um völlig verändert wiederzukehren und sich mit einer Heilsarmee-Blaskapelle für immer zu verabschieden - sicher einer seiner stärksten Songs. Schade, dass es nicht sehr viel weiter ging mit ihm. Seine Soloplatten erfüllten bei aller Sympathie nicht mehr die Erwartungen, die man an ihn stellen durfte.
Was mich davon abhält, ,A Saucerful Of Secrets' die volle Punktzahl zu geben, ist die Uneinheitlichkeit, über die auch nicht hinwegtäuschen kann, dass die Jungs ihre Not zur Tugend gemacht haben. Was herauskam, ist eine Untertasse voller Geheimnisse, sicher - sie finden aber nicht zu einem geschlossenen Bild zusammen. Vielleicht ist das auch nicht nötig?
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen berauschender Neustart, 18. Mai 2014
Als 1968 "A Saucerful Of Secrets" erschien,waren Pink Floyd in einer entscheidenden Umbruchphase.
Ihr Hauptsongschreiber Syd Barrett war wegen seiner Drogenabstürze und psychischen Probleme für die Band nicht mehr tragbar.
So mußte man das Komponieren jetzt selbst übernehmen und dazu benötigte man noch einen neuen Gitarristen.
Einen (deutlich besseren) Gitarristen fanden Roger Waters,Rick Wright und Nick Mason mit David Gilmour.
Die anfängliche Idee,Barrett als zweiten Gitarristen oder wenigstens als kreativen Kopf im Hintergrund zu behalten,verwarf man aufgrund des bedrückenden Zustands des ehemaligen Masterminds schnell.
Die Frage,ob die vier Musiker es schafften,die Lücke im Bereich Komposition zu schließen,kann ich sehr knapp beantworten:Ja!!!
Das erste Album "The Piper At The Gates Of Dawn" war interessant,abgefahren,für die Band wichtig,keine Frage.
Aber "A Saucerful Of Secrets" ist für mich der eigentliche Beginn dessen,was mich an der Band so fasziniert.
Es ist für mein Empfinden eine riesige Weiterentwicklung zum Debutalbum.
Der trotz aller Kreativität deutlich spürbare 60erJahre Sound des Barrett-dominierten Stils wich hier einem hervorragenden psychedelischen Sound-Erlebnisses,das mich in einer Art packt,wie es der Vorgänger niemals schaffte.
Pink Floyd hatten sich völlig neu erfunden.
Daß die Stücke jetzt von Waters,Wright und gemeinsam (später wurde Gilmour da auch aktiver) geschrieben wurden,führte zu mehr Abwechslung, einem frischen,neuen Stil.
Die Band erhielt von der EMI die Erlaubnis,eigene Designer zu beschäftigen;man entschied sich für Hipgnosis mit Storm Torgerson,eine weise Entscheidung,die man über Jahrzehnte wiederholte,was der Band auch über die Optik ein eigenes Image bescherte.Das eingesetzte Artwork ist größtenteils geradezu genial und damit passend zur Musik.
Die häufig geäußerte Ansicht,daß man diese Musik am besten in berauschtem Zustand genießen kann,sehe ich genau umgekehrt.
Es ist die Musik,die berauschend wirkt; auf geheimnisvolle Weise emotional,hochgradig psychedelisch,anders,schwer zu beschreiben.
Ab diesem Album stehen Pink Floyd für mich für mehr als "nur" Musik.
Pink Floyd steht für ein Lebensgefühl,für rauschhaften Genuß,für atemberaubende Kreativität und Kunst.
Die beiden Stücke von Rick Wright kommen deutlich lockerer,leichter daher,als die düsteren,geheimnisvollen Longtracks und der Opener.Der schräge "Corporal Clegg" und der kurze Schlußtrack (der einzige von Barrett) klingen wieder nach alten Zeiten und fallen für mich deutlich ab.
Insgesamt empfinde ich ASOS als geniales Psychedelic-Rock-Album,das den geneigten Hörer mit Genußgefühl geradezu flutet.

Die Aufnahmequalität ist für die damalige Zeit außerordentlich gut.
Gut bedient ist,wer noch eine alte,gut erhaltene Schallplatte besitzt.Neuere Vinylauflagen sind überarbeitet und nicht von gleicher Qualität,leider.Eine digitale Veröffentlichung,die ich für wirklich gelungen halte,habe ich noch nicht gehört.
Die ersten EMI-Auflagen klangen enttäuschend.Gute Dynamikwerte sind halt doch nicht alles.
Die Doug Sax-Remaster-Version (90er Jahre) brachte keine Besserung,das gleiche gilt für die 2011er Plante/Guthrie-Remasters.
Oft liest man,daß die ersten Japan-Pressungen (ua Black Triangle) besonders gut sein sollen.Die ganz alten kenne ich leider nicht.
Neuere Japan-Pressungen haben mich nie überzeugt.Bei den alten,nicht remasterten Auflagen aus Amerika,Australien usw soll es auch verschiedene Masterings geben,die sich aber wohl nur geringfügig unterscheiden.Das gilt für alle PF-CDs.
In englischsprachigen Foren geht sogar das Gerücht um,daß die ersten europäischen Sax-Remasters (1992) gar nicht diese sind.Angeblich sind es durch einen Fehler bei EMI die normalen alten Masterings,und wer Doug Sax wolle,müsse sich die US-Versionen besorgen,diese würden ganz anders klingen.
Die CD in der Shine ON -Box soll auch auf einem anderen Remastering beruhen,für manche auf dem besten.
Ich hoffe,daß meine alte Schallplatte noch lange so gut klingt,wie jetzt...
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Pink Floyd größtenteils ohne Syd Barret, 30. November 2013
Von 
Rezension bezieht sich auf: Saucerful of Secrets (Audio CD)
1968 veröffentlichen Pink Floyd ihr zweites Album "A Saucerful Of Secrets". Kurz zuvor war Hauptsongwriter und Gitarrist Syd Barret wegen seines Drogenkonsums aus der Band geworfen worden. Während den Konzerten saß er oft stur in der Ecke und weigerte sich das Konzert fortzusetzen. Als Ersatz kam David Gilmour zur Band. Das Album war weniger erfolgreich als der Vorgänger und erreichte in England nur Platz 9 der Charts. Der Stil des Albums hatte sich im Vergleich zum Vorgänger ebenfalls verändert. Locker-flockige Popsongs sucht man hier vergebens, dafür wird das Album psychedelischer und wirkt wie ein großer Weltraumausflug.

"Let There Be More Light" (5:34) startet mit treibendem Bass und Keyboardklängen bis der Song mit Gesang, der eine Ufo-Landung beschreibt weitergeht, am Ende gibt es Gilmours erstes großes Solo zu hören. Der ganze Song ist sehr psychedelisch und leicht abgedreht.

"Remember A Day" (4:30) ist ein ruhiger melancholischer Song von Rick Wright. Er handelt von seiner Kindheit und ist eigentlich ziemlich gut. Ich frage mich nur, was das für Geräusche in der Mitte sind, ansonsten ein schönes, verträumtes Lied.

"Set The Controls For The Heart Of The Sun" (5:22) ein düsterer Song mit dunkem Bass und Drums und schillerdem Morgan von Wright. Waters erzählt ein chinesisches Gedicht und komponiert dabei einen frühen Klassiker von Pink Floyd. Mein Lieblingsstück von der Platte.

"Coporal Clegg" (4:12) ist der erste Song von Waters, der sich mit dem Thema Krieg befasst. Schöne Melodien, aber nicht gut genug für einen Klassiker. Meines Wissens nach auch selten oder nie live gespielt.

"A Saucerful Of Secrets" (11:55) ist zugegebenermaßen kein einfaches Stück. Der erste Teil hat ist kaum noch Musik und ist nichts für Melodienliebhaber. Der zweite Teil hat durch Nick Masons Schlagzeug mehr Rhythmus, ist ansonsten aber ähnlich. Erst der dritte Teil mit entspannter Orgel und später auch Chor ist wieder richtig angenhem. Aber auch den Rest finde ich zumindest interessant.

"See-Saw" (4:35) ist ein wieder ein ruhiger entspannter Song von Wright. Schöne Melodien, aber auch nicht besonders überragend. Der Song ist gut zu hören, sticht aber nicht heraus.

"Jugband Blues" (3:00) ist dann ein letztes Stück von Syd Barret, der hier auch als Sänger zu hören ist. Richtig gut, aber auch ziemlich abgedreht. Nach 2 1/2 Minuten endet das Lied und leise kommt Syd mit der Gitarre um sich düster zu verabschieden.

Als Fazit lässt sich sagen, dass Pink Floyd sich hier auch musikalisch von ihrem eistigem Leader entfernt haben und ein starkes Album abliefern. Vielleicht war der Abschied von Syd Barret dann aber doch etwas plötzlich, da das Album dann an der einen oder anderen Stelle etwas belanglos wirkt. Das aber nur bei einem kleinen Teil (z.B. "See-Saw), ansonsten bekommt man hier bereits beste Floyd-Musik geboten und geht einen Schritt weiter auf der pinken Leiter.
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Die zweite - fast ohne Syd, 30. September 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Pink Floyds zweiter Longplayer, schon mit David Gilmour nach dem bekannten Rauswurf des vormaligen Masterminds Syd Barret, der noch ein Stück hier verantwortet. Ich kann und will mich nicht mit den einzelnen Stücken auseinander setzen, die Scheibe, finde ich, muss man als Ganzes sehen. Und als solches gefällt sie mir. Allerdings auch wieder in erster Linie, um meine PF-Sammlung zu komplettieren. Das psychedelische Element, das später in den Hintergrund tritt, ist hier noch stark vorhanden und, naja, nicht so meins. Dennoch 4 Sterne, weil ich eingeschworener Fan bin und die Entwicklung der Band (für meinen Teil bis "The final Cut", nicht weiter) sehr spannend finde.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Unterschätztes Juwel, 20. März 2014
Um mal die Gewichte deutlich zu hängen: es gibt alte und erste Fans von PF, die lassen einzig Piper als das ultimative PF Album gelten. Das kann ich nachvollziehen, weil Syd Barrett damals den Anstoß gab für die Richtung, die diese nach Bluesmusikern benannte Band nahm, ähnlich wie Gene Clarke bei den Byrds.
Entsprechend hoch bewerten diese frühen Fans eben auch das Frühwerk der Band. Für mich waren PF gut bis Meddle (Live at Pompeji gehört noch dazu).
Danach begann der Ausverkauf = Mainstream = Kommerz = die Massentauglichkeit. Was nicht heißt, dass es da nicht auch noch gute Musik gab. Wish You were here ist m.E. das beste Werk dieser zweiten Phase. Dark Side davor fand ich schon deswegen unerträglich, weil erstmalig wirklich jeder Heiopei es mochte und mögen konnte und es entsprechend überall totgespielt wurde.
Das war aber immer noch besser als der hochgepushte Dreck von The Wall. Da hätte substanziell auch ne Mini LP gereicht. Von anderen Waters Wichtigtuereien ganz zu schweigen. Ich glaube, meine Position jetzt klar gemacht zu haben.

Jetzt zu Saucerful of Sectrets: wenn ich mir die Werkschauen so ansehe der letzten Jahre in den unterschiedlichsten Musik Journalen, deutsch wie Englisch, fällt auf, dass diese Platte sonderbarerweise ziemlich schlecht weg kommt; ähnlich wie Benefit von Jethro Tull.
Kann es daran liegen, dass man sich von allgemeinen Jubelkritiken der anderen Easy Listening Werke beeinflussen läßt und dadurch natürlich keinen Zugang zu diesem findet? Mir gibt doch sehr zu denken, dass David Gilmour erst wieder ernst zu nehmen ist und auch guten Erfolg damit hat, seit er sich auf seine alten PF Wurzeln besonnen hat. Unvergesslich für mich, war der Live-Auftritt bei Later at Jools kurz nach dem frühen Tod von Richard Wright. Was spielte Gilmour da in einer wundervoll dem Original nachempfundenen Version: Remember A Day. Wie heißt abgewandelt seine beste Live DVD? "Remember That Night" Und so ist auf dieser zweiten Platte von PF die Übergangsphase dokumentiert von Syd Barret zu David Gilmour als Lead Gitarristen mit dem eher unauffälligen aber nachhaltigen Einfluss des Organisten R. Wright, der auch einige und nicht die schlechtesten Stücke komponierte. Die kommenden Scheiben verfestigten diese Entwicklung. P. Floyd waren noch eine Band, die zusammen improvisierte und experimentierte, vor allem dann auf Umma Gumma, einem waghalsigen Hörbrocken, wahrlich diametral zum späteren GeWalle. Dieser Progress nahm hier seinen Anfang und hatte sich dann mit Dark Side erledigt. Der Rest war Sommerschlussverkauf mit dem Super Schnäppchen WYWH und dem überwiegenden Ramsch, der danach folgte.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Der Neustart, 23. Januar 2014
Von 
Marc Colling "luxkling" (Dalheim Luxemburg) - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)    (REAL NAME)   
Wenn man bereits beim zweiten Album von Neustart spricht, heisst dies, dass etwas Wichtiges im Bandgefüge passiert sein muss. Jeder PF Fan weiss ja auch, was gemeint ist. Jedenfalls war Syd Barrett nur noch auf dem letzten Song "Jugband Blues" als Komponist verzeichnet......sein Einfluss war also sehr gering, obwohl sich PF immer noch an "Pipers...." inspirierten. Doch das naive, kindliche, war aus ihren neuen Kompositionen verschwunden.

Waters hatte die Zügel in die Hand genommen, denn der neue Gitarrist Gilmour hatte noch kein Mitspracherecht. Er hielt sich, als Freund von Barrett, auch noch dezent im Hintergrund. Obwohl sein Gitarrespiel auch hier teilweise bereits unverkennbar ist. Sogar Wright durfte zwei Songs (Remember a day und See Saw) dazu steuern. "Remember a day", ein Song der sogar richtig gut die Zeit überstanden hat, klingt sehr ruhig und melodiös. "See Saw" ist auch ruhig, aber etwas abgedrehter. Doch Wright zeigt hier klar, dass er in späteren Jahren eigentlich unterschätzt wurde. Erst auf "Dark side..." hatte er wieder Oberwasser im Bandgefüge und steuerte 2 wesentliche Songs dazu.

Mit "Set the controls" und "A saucerful" sind 2 Songs vertreten, die später auf "Umma Gumma" auch live interpretiert wurden. Und LIVE wesentlich besser gelungen sind, als im Studio. Und das ist auch der einzige Schwachpunkt des Albums: PF hatten zwar Visionen, doch im Studio zu wenig Zeit, diese wirklich umzusetzen. Live war es somit einfacher, diese psychedelische Seite zu zeigen, besonders da Gilmour sich als absoluter Glücksgriff erwies als Gitarrist. Er konnte seinem Instrument verschwurbelte Sounds entlocken, die bis zu diesem Zeitpunkt nicht bekannt waren. "Corporal Clegg" zum Beispiel ist das genaue Gegenteil. Kein Livesong, aber durch seine vielfältige Komposition und seinen bitterbösen Text (Waters verarbeitet hier das erste Mal sein Trauma vom Krieg) funktioniert der Song im Stdio wunderbar.

Alles in allem ist die zweite Scheibe von PF eine konsequente Weiterentwicklung der ersten, was die Experimentalität angeht. Allederings haben die Songs wesentlich mehr Struktur und sind auch wesentlich zugänglicher für geübte Hörer. Ich will nicht falsch verstanden werden, PF sind immer noch sehr weit weg vom Kommerz. Doch mit "Pipers...." waren sie noch viel weiter davon entfernt....insoweit war es der erste Schritt sich von Barrett zu lösen, denn mit ihm wäre mehr Kommerz nicht möglich gewesen. Dazu war Barrett zu sehr Künstler.
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4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Umbruch..., 4. Februar 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Saucerful of Secrets (Audio CD)
"A Saucerful Of Secrets" (1968), das zweite Pink Floyd Album war das Erste mit David Gilmour und das Letzte mit Syd Barrett.

Saucerful merkt man sehr deutlich den kaum noch vorhandenen Einfluss von Barrett an. Das Album kommt größtenteils reifer und auch ernster daher als das Erstwerk "Piper". Das Songwriting teilten sich hauptsächlich Waters und Wright (abgesehen von dem Barrett Song Jugband Blues und dem Titelsong als Gemeinschaftswerk).

Das Album geht mit dem Waters Song "Let There Be More Light" extrem gut und kraftvoll los. Eines meiner absoluten Pink Floyd Lieblingslieder. Es folgt das von Wright komponierte "Remember A Day", ein wunderschöner, sehr melodischer Song. Hier zeigt sich schon die Melancholie, die bei Wright's Stücken noch des öfteren vorkommen wird (Summer '68, Wet Dream Album).
Im Anschluss daran folgt einer der damaligen frühen Klassiker von Pink Floyd "Set The Controls...". Sicherlich ein klasse Song auf dem Album. Live entfaltete er aber erst so richtig seine volle Qualität. Hierbei sei auf die grandiose Live Version auf Ummagumma verwiesen. Ummagumma (remastered) (2 CDs) Lange Zeit war der Song ein fester Bestandteil der Pink Floyd Setlist.
Bei "Corporal Clegg" versucht sich Waters mehr oder weniger an seinem im weiteren Sinne ersten politischen Song. Interessant ist hierbei dass man eine der wenigen Gesangseinlagen von Mason zu hören bekommt.
Das Titelstück "A Saucerful Of Secrets", eine gemeinsame Komposition von Waters, Mason, Wright, Gilmour, deutet schon zaghaft an wo die Reise auf späteren Alben hingehen soll. Auch dieser Song war ein früher Klassiker und lange im Live Set zu finden. Auch hier sei wieder auf die Live CD von Ummagumma verwiesen.
Die letzten beiden Songs stören den bisher positiven Gesamteindruck etwas. "See-Saw", von dem ich mal irgendwo gelesen habe dass der Arbeitstitel "The Most Boring Song I've Ever Heard" oder so ähnlich war, ist eben dies - extrem langweilig. Er läuft so durch ohne eine Wirkung zu hinterlassen.
Bei "Jugband Blues" war ich immer sehr erschreckt wie wenig die Barrett Komposition noch zu dem Rest der Songs passte. Für mich zeigte das damals sehr deutlich wie sehr sich die Band von ihrem damaligen Bandleader (soundtechnisch) entfernt hatte. Der Song ist gut, keine Frage, wirkt aber leider auf dem Album wie ein Fremdkörper.

Bei diesem Album zeigen sich auch das erste Mal "Hipgnosis" für das Coverdesign verantwortlich. Viele weitere Cover Klassiker für Pink Floyd sollten folgen...

Wie bei den anderen neuen Remasters auch sei jedem der das Album erwerben möchte geraten sich doch lieber nach dem Remaster aus den 90ern (keine Papphülle, super Klang) umzuschauen. Der Klang der neuen Version ist nicht unbedingt besser geworden und die Papphülle ist für die Haltbarkeit der CD nicht gerade zuträglich.

Die CD sei allen ans Herz gelegt die schon etwas Pink Floyd Album Erfahrung haben. Es ist ein sehr schönes Album der frühen Pink Floyd mit einigen Klassikern und einigen nicht so beachteten Perlen. Wer das Remaster aus den 90ern hat kann sich die Neuanschaffung allerdings sparen.

Zum weiterhören/sehen empfehle ich auch die Live At Pompeii DVD Pink Floyd - Live at Pompeji: The Director's Cut und wie oben bereits erwähnt das Ummagumma Album (die Live CD davon). Bei beiden finden sich tolle Versionen von "Saucerful" und "Set The Controls...".
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6 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Die psychedelische Frühphase..., 29. Januar 2008
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Saucerful of Secrets (Audio CD)
Nach dem ersten Album ist der erste Kopf von Pink Floyd, Syd Barrett, bereits ausgestiegen. Trotzdem ist er auf diesem zweitling noch zu hoeren und fuer das letzte Stueck sogar kompositorisch verantwortlich.

'Let There Be More Light' leitet die Platte mit psychedelischem Bass- und Orgelspiel ein, ehe der spannende Gesang beginnt. Das Lied besteht aus einem Strophe-Refrain-Schema. Aber sehr psychedeliclastig. Waehrend Pink Floyd spater sphaerischer, bombastischer waren, klingen sie hier noch wohltuend duester und bedrohlich. Das Stueck klingt in den letzten zwei Minuten rein instrumental aus. Ein toller, etwas Angst einfloessender Titel. Mit 'Remeber A Day' folgt eine der wenigen Wright-Kompositionen. Der hat frueher schon ein paar gute Nummern geschrieben. Ein ruhiger Titel mit schoenem Pianospiel. Auch Masons Schlagzeugspiel ist hier noch viel einfallsreicher als spaeter. Allerdings muss ich sagen, dass die Version auf 'Relics' soundtechnisch viel mehr hergibt. Hier klingt das Stueck doch sehr mau. Es folgt Waters 'Set The Controls For The Heart Of The Sun'(was fuer ein Titel!). Ein benfalls sehr spannender, minimalistischer Titel. Wieder sehr intelligent eingesetzte Drums, desterer Bass, duestere Keys. Ja, die Psychedelic-Urvaeter halt. Auch Waters Stimme ist sehr eindringlich.

Mit 'Corporal Clegg' faellt das Album dann qualitaetsmaessig ab. Eher auf Witz getrimmt. Da hatten die Jungs wohl wieder zu viel LSD. Am Ende gibts sogar noch Jahrmarkt-Rumgetroete. Mit 'A Saucerful Of Secrets' kommt dann eine sehr experimentelle Nummer. Da wird nur noch rumexperimentiert. Harmonien werden bewusst vermieden. Das ist schon etwas anstrengend fuer ungeuebte Ohren, hat aber was faszinierendes. Am Ende gibts dann - von Orgelakkorden eingeleitet - die harmonische Aufloesung/Erloesung mit choeren. Ich empfehle jedoch ganz klar die Live-Version von Ummagumma. Die ist um einiges spannender und das Ende ist einfach packender. Mit 'See-Saw' folgt dann die naechste Wright-Komposition. Wesentlich unspannender als 'Remember A Day'. Benso ueberfluessig wie Barretts Abschied mit 'Jugband Blues'.

'Let There Be More Light' und 'Set The Controls...' sind stark, 'Remember A Day' und 'A Saucerful Of Secrets' auf 'Relics' bzw. 'Ummagumma' besser, und die andern drei Titel voellig ueberfluessig. Pink Floyd standen am Scheideweg, das merkt man eindeutig. Die besseren Titel weisen aber schon den richtigen Weg, den die Band ohne Barrett gehen sollte....
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