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Kundenrezensionen

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TOP 500 REZENSENTam 29. Oktober 2011
Die Stimmung des zweiten Album von Florence and the Machine wird treffend durch das Coverbild eingefangen. Florence ist dargestellt, als sei sie eine Muse von Dante Rosetti. Entsprechend ist auch der musikalisch Inhalt, berstend vor musikalischer Neugierde, schwelgerisch und romantisch, üppig im positiven Sinne in der Ausstattung und den Texten wird hier der Weg des Debütalbums weitergegangen. Grenzen verfliessen, Pop, Indierock, Elektro Pop, Folk als hätte es sie nie gegeben. Frl. Welch arbeitet wie selbstverständlich an ihrer eigenen auralen Landschaft und nimmt uns mit in diese unendliche Weite.

ONLY IF FOR A NIGHT eröffnet das Album mit einem Sturm aus donnernden Perkussions, ein wunderbarer Aufbau und ein noch wunderbarere Melodie lassen einen direkt beim ersten Song atemlos zurück. Florence Stimme, vom Orchester getragen gleitet am Ende über einen Chor hinweg.

SHAKE IT OUT. Die erste Single, eine kraftvolle fast perfekte Ballade, mit erschütternden Drums und wundervollen Orgeln.

WHAT THE WATER GAVE ME ist eine Musik gewordene Ode über den Suizid von Virginia Woolf. Melodramatisch und mit elektrifizierenden Gitarren.

NEVER LET ME GO ruft die Geister der seeligen This Mortal Coil ans Licht, was schon alles über seine Qualität verrät.

BREAKING DOWN ist der am einfachsten aufgebaute Song auf dem Album, leicht, poppig und sehr eingänglich. Florence experimentiert mit ihrer Stimme, dunkel und eingezwängt kommt sie daher. Ein absolutes Highlight.

LOVER TO LOVER. Sehr soulig, eine tiefer Verbeugung vorm Motown Sound der 60er Jahre. Manche Künstlerinnen (böse, wer hier jetzt an Duffy denkt ;-) machen daraus zwei ganze Alben, Fr. Welch genügt dazu ein einziger brillianter Song.

NO LIGHT, NO LIGHT. Bei diesem Song musste ich zweimal hinhören. Hat der ipod aus Versehen einen Song der grossartigen Kate Bush dazwischengeshuffelt? ;-). Agitierende Streicher und galoppierende Drums treiben den Song voran, ein Highlight.

SEVEN DEVILS. Ein markantes Piano-Thema zieht sich durch diesen mystischen, düsteren 5 minütigen Song. Sehr nahegehend.

HEARTLINES ist ein in Musik umgesetzter Traum. Meerjungfrauen kämpfen gegen Piraten, die tribals kommen von der Nachbarinsel. Lyrics und Musik gehen Hand in Hand und verschmelzen zu etwas sehr besonderen.

SPECTRUM verlässt ein wenig die bekannten Pfaden. Club Beats und mit dem Blick über den Atlantik ein wenig R&B, aber auch dieses Neuland wird ohne weiteres souverän betreten.

ALL THIS HEAVEN TOO hat die schönsten Texte des Albums. Episch klagt Florence über die Unzulänglichkeit der Sprache, um die wirklichen Wunder zu erfassen und zu beschreiben. "All my stumbling phrases never amounted to anything worth this feeling." Gänsehaut!

LEAVE MY BODY. Erhaben und episch endet das Album. Ein tolle Hymne mit einem starken Schuss Gospel. Der Song klingt nach. Wie ein Abspann im Kino nach einem guten Film, wenn man gerne einfach noch ein paar Minuten sitzen bleibt.

An einer Stelle heisst es, 'All the ghost come out to play' und das geschieht hier auch. Älteren Semester (wie mir ;-) kommen sofort einige Geister in den Sinn, Kate Bush natürlich, Siouxsie and Liz Fraser mit Mortal Coil. Wer schablonenhafte Musik mag, ist hier falsch. Musikalische Grenzen kennt dieses Album wie schon gesagt nicht. Absolut faszinierend ist aber, wie geschlossen es trotz bei der Abwechselungsreichigkeit ist. Florence Welch ist auf dem Weg zu etwas sehr sehr Grossen und wir sollten dankbar sein, daran teilhaben zu können.
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TOP 500 REZENSENTam 7. August 2012
Hallo,

ich bin ein wenig euphorisiert, die Vorfreude war enorm und ich konnte es kaum abwarten, endlich die CD zu hören. Eigentlich war ich ja durch die beiden bereits veröffentlichten Lieder "'What the water gave me"' und das ganz hervorragende "'Shake it out"' auf den Geschmack gekommen, und konnte es kaum abwarten, die komplette CD mit der einzigartigen Stimme von Florence Welch endlich auf meiner Anlage zu hören.

Durch die erste CD bereits infiziert, erwartete ich etwas ähnliches wie auf dem Vorgängeralbum "'Lungs"', das bereits ein "'Kunstwerk"' war. Auf diesem Album '- Ceremonials - verfolgt Florenz Welch eher eine Linie und die Musik ist nicht ganz so unterschiedlich wie auf "Lungs"', aber ich könnte beim besten Willen nicht sagen, welche der beiden CD's mir nun besser gefällt.

Meiner Meinung nach ist die Stimme von Florence Welch noch ausdrucksstärker -' sofern dies überhaupt möglich ist -' und auch voller geworden. Die Stimme dieser Frau haut mich einfach immer wieder um und verbreitet in mir ein so starkes "'Gute Laune Feeling'" wie keine andere CD.

Aber nicht nur die unverwechselbare Stimme, sondern natürlich das Komplettpaket aus dem Gesang, den Texten und den Instrumenten machen diese CD zu einem erneuten, aber völlig anderen "'Kunstwerk"' von Florence + The Machine.

Auch von mir gibt es selbstverständlich ein klare Kaufempfehlung und 5 Sterne, da ich einfach nicht aufhören kann dieses Album zu hören und es mit Sicherheit die beste Gruppe seit Jahren ist.

Wenn Ihnen diese Rezension bei der Kaufentscheidung behilflich war, würde mich das sehr freuen.
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am 12. April 2012
Also meiner Meinung nach lassen sich die zwei Alben von Florence + The Machine nur sehr schwer vergleichen. Der Stil der Platten ist einfach zu unterschiedlich. Deshalb kann ich auch nicht wirklich sagen welches der Alben mir besser gefällt. Es kommt auf meine Stimmung an.

Ich finde die Songs von "Lungs" und vor allem die Vielfältigkeit des Albums absolut genial. Auch den Kritikern die berichteten das Lungs ein "Kunstwerk" sei kann ich nur zustimmen. Allerdings muss ich dazu sagen dass mir die Live-Auftritte immer besser gefielen als die abgemischten Songs auf dem Album, da bei der Bearbeitung der Aufnahmen irgendwie das unglaubliche (ich nenn es jetzt mal) Volumen und die Einzigartigkeit von Flo's Stimme verloren geht. Und außerdem mochte ich "echte" Instrumente schon immer mehr als die Sounds aus dem Synthesizer. Ich finds übrigens sehr schade dass Deutschland Flo's erstes Album weitgehend verpasst hat. Damals war sie hier ja doch noch sehr unbekannt.

Nun zu "Ceremonials": Insgesamt empfinde ich das Album als weniger abwechslungsreich. Das muss jetzt nicht unbedingt schlecht sein. Das Album verfolgt eben mehr eine Linie als "Lungs". Flo sagte ja auch in einem Interview im BBC Radio 1 dass das so gewollt ist und sie es deshalb auch unbedingt in einem Studio aufnehmen wollte (Im Gegensatz zu "Lungs" das ja in unterschiedlichen Studios entstand).

Stimmlich hat sich seit Flo's Anfängen auf jeden Fall einiges getan. Ihre Stimme ist noch voller und ausdrucksstärker geworden. Noch immer geht es mir allerdings so dass ich sie Live einfach besser finde als in den Album-Tracks. Diesmal haben sie ihre Stimme zwar irgendwie besser zur Geltung gebracht als auf Lungs, aber ganz so bombastisch wie Live wirkt sie eben immer noch nicht.

Absolut geil war ja der Auftritt bei der BBC Radio 1 Live Lounge einschl. der Zane Lowe Session. Muss man sich als Florence + The Machine-Fan unbedingt ansehen! Ihre Stimme haut mich bei dem Auftritt jedes Mal um! (nur "What the Water Gave Me" war nicht ganz so gut gesungen wie die übrigen Songs)

Die Links auf YouTube folgen unten...

Auch der Auftritt in der Royal Albert Hall zu Gunsten des Teenage Cancer Trusts war einfach einzigartig, zwar anders weil die Songs wegen dem Orchester im Tempo gedrosselt werden mussten, aber dennoch einzigartig. Vor allem "You've Got The Love", "No Light, No Light" und "Shake It Out" bei dem sie die in der Royal Albert Hall verfügbare (echte!) Orgel einsetzen konnten waren einfach zum Träumen schön.

Wurde selbstverständlich auch auf YouTube verewigt (Link ebenfalls unten)

Die Songs die mir auf "Ceremonials weniger gefallen sind "Never Let Me Go" (ist mir einfach zu kitschig), "Breaking Down" (ist mir irgendwie zu eintönig) und "All This And Heaven Too" (wobei die Lyrics da ja schon sehr schön sind)

Meine Favoriten sind eindeutig "Only If For A Night" und "No Light, No Light". Besonders gefallen mir an diesen Lidern der Wechsel zwischen ruhigeren Strophen und klangstarken Refrains. Weitere Favoriten sind "Shake It Out", das eher jazzige "Lover To Lover", das soulige "Leave my Body", das melodische "What The Water Gave Me". Auch die Bonus-Tracks der Deluxe-Edition lohnen sich.

Was mir allerdings beim neuen Album und den Konzerten ein wenig fehlt ist die verrückte Flo die während Konzerten auf ihre Drum einschlägt, herumtanzt, in Teiche springt oder auf Bühnengerüste klettert. Einfach die "Gute-Laune-Flo" die einen absolut mitreist und einen glücklicheren Menschen aus dir macht...

YouTube Links:

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am 16. Dezember 2011
Ich muss sagen, dass ich mich recht lange gegen den Hype um Florence + the Machine gewehrt habe, doch Anfang dieses Jahres erlag ich ihm. Ich kannte bis dato nur You've got the love und ein paar Zeilen aus Dog days are over, doch ich wagte es Lungs zu kaufen und verliebte mich schlagartig. Dementsprechend viel erwartete ich vom zweiten Album. Und ich wurde nicht enttäuscht. Einmal eingelegt konnte ich mich gar nicht loseisen. War das erste Album an manchen Stellen noch ein ungeschliffener Rohdiamant, so zeigt sich hier was mit ein wenig besserer Abmischung alles an Klang erreicht werden kann. Man kann herrlich in die Welt, die Florence + the Machine schaffen, abtauchen und ein Stück weit den Alltag vergessen. Und genau das will ich, wenn ich Musik höre.
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am 3. Januar 2012
..gefällt mir das Album wirklich sehr gut. Zu Beginn war ich ein wenig enttäuscht, da ich ähnliche Songs wie auf dem Vorgängeralbum Lungs erwartet habe. Die Songs auf dem neuen Album sind meiner Meinung nach nicht so laut und energiegeladen, sondern ein wenig ruhiger, poppiger und nicht mehr mit so viel Ecken und Kanten versehen. Das Album wirkt ein wenig "geglättet" bzw ein wenig "überproduziert". Nach einiger Zeit jedoch erkennt man auch hier die Klasse der Texte und vor allem dieser enormen Stimme. Je öfter ich die Platte anhöre - desto besser gefällt sie mir. Sie ist nur einfach anders als die Vorgängerplatte. Daran muss man sich wohl wie bei so vielen anderen Bands erst einstellen.

Auch von mir gibt es eine Kaufempfehlung & 4 Sterne. (Ein Stern weniger, da mir persönlich das Album Lungs nach wie vor besser gefällt & da sich die neuen Songs live auf dem BBC Mitschnitt (Youtube) einfach noch geiler anhören)
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VINE-PRODUKTTESTERam 10. Oktober 2012
Es passieren wirklich schlimme Dinge: eine Beziehung endet, eine Liebe wird nicht erwidert, alles fühlt sich an, als ob die Welt untergeht. Es wird sogar, in Metaphern einbettend, häusliche Gewalt besungen (SHAKE IT OUT - "it's hard to dance with the devil on your back so shake him out"). Der kraftvolle Titel geht aber eigentlich an alle Menschen, die sich von jemandem unterdrücken lassen, egal ob durch physische und/oder psychische Gewalt. Das Thema um Gewaltbereitschaft in Beziehungen zog sich bereits durch LUNGS, dem Debütalbum von Florence + the Machine und nimmt auf CEREMONIALS eine weitere wichtige Rolle ein. Mit bildhaften Phrasen wie "I never knew daylight could be so violent", in NO LIGHT NO LIGHT zu hören, werden stets gewaltige Zeichnungen präsentiert, die bedeutungsschwanger in der Luft hängen und den ausgedrückten Emotionen ihre Wärme spenden. Florence Welchs Zerbrechlichkeit in der glockenklaren Stimme vermittelt diese Gefühlswelten äußerst überzeugend. Es wird eine unglaubliche Stimmung auf der Platte erzeugt, mit viel Hall, der wirkt, als hätte man die Aufnahmen in einer ausgedienten Kirche eingespielt. An dieser Stelle sei der Titel SEVEN DEVILS genannt, deren unheilvoll wirkende Chorbegleitung - Backgroundsänger gibt es auf dem Album also auch - zu stimmungsvollen Synthies das Gefühl einer bevorstehenden Apokalypse vermittelt... Gänsehaut pur!
Ganz besonders herausstechend ist aber das hymnengleiche SPECTRUM, in der sich Florence Welch zu ähnlich süchtig machendem Discosound der Single RABBIT HEART überaus verliebt gibt. Das Objekt ihrer Begierde muss nur ihren Namen nennen und jeder Teil von ihr trumpft in einer anderen Farbe auf... welch Epik in diesen Worten steckt, die wahrhaft farbenfrohe Lichttupfer in die Düsternis dieser Platte bringt.

Allerdings wurde die aggressive Seite des Vorgängers, was die Instrumentierung betrifft (KISS WITH A FIST und GIRL WITH ONE EYE vom Vorgängeralbum geben gute Alternative-Rock-Nummern ab), gänzlich ausgemerzt. Die Musik ist äußerst melodiös, nie rockig, und verströmt irgendwie massentaugliche Melancholie. Besonders die schweren, rhythmischen Drums wollen CEREMONIALS in die Sparte Pop oberster Kanüle einordnen, der ganz klar die epische Unverkennbarkeit von Florence + the Machine trägt.

CEREMONIALS wurde als Doppel-LP-Set herausgeben und auf audiophile 180-Gramm-Platten gepresst. In verschiedensten Internetforen habe ich gelesen, dass die CD den Loudness Wars zum Opfer gefallen ist und zu laut abgemischt wurde, was leider auf so gut wie alle gegenwärtigen Pop-Produktionen zutrifft. Deshalb weichen Klangpuristen gerne auf das Format Vinyl aus, auf dem der Sound normalerweise unkomprimiert in Erscheinung tritt. Anscheinend wurde aber sowohl fürs digitale als auch analoge Medium dasselbe Master benutzt. Florence Welchs' hohe Stimme schwingt gerne aus. Das heißt im Klartext, dass der Sound zum Schnarren neigt, sogenanntes Clipping auftritt, und sich somit höchstwahrscheinlich überhaupt nicht von der CD-Version unterscheidet. Ein Beispiel: Der anschwellende Gesang Florence Welchs am Ende von SHAKE IT OUT wirkt in den Höhen auf der vorliegenden Vinyl furchtbar matschig, sodass Teile der Melodie davon überlagert werden. Für reine Klangliebhaber ist CEREMONIALS also nichts.
Zudem finde ich es sehr schade, dass dem zweiten Album kein Download-Code für den digitalen Besitz - seine klangliche Verhunzung sei einmal dahingestellt - beigelegt wurde, was man beim Debüt LUNGS noch getan hat. Generell habe ich den Eindruck, dass das gesamte Paket recht lieblos auf die Zuhörer losgelassen wird. Die Songtexte wurden weder ins aufklappbare Verpackungsinnere noch auf die Schützhüllen der LPs gedruckt. Man kann dagegen argumentieren, indem man auf die künstlerisch angehauchten Fotos der Frontsängerin hinweist, die einschließlich einer Seite mit Danksagungen an deren Stelle abgedruckt wurden. Davon hätten es meines Erachtens nach aber ruhig ein paar weniger getan, um Platz für das Wesentliche bzw. Wichtigste zu schaffen.

Ich habe LUNGS schon schnell liebengelernt. Durch den Kauf von CEREMONIALS wurde ich jedoch erst zum Florence-Fan. Feiern wir das Ende der Welt, scheint uns die Band eintrichtern zu wollen und bedient sich epischer, geradezu hymnenreicher Texte, hypnotisierenden Drums, verträumten Harfen und melodramatischen Pianoklängen. Aber der Vinyl-Version nicht die Zuwendung zu geben, die sie verdient, ist selbstredend eine Schande! War die Band mit dem Debütalbum so erfolgreich, dass sich der Nachfolger auch ohne großartige Mühe in deren Präsentation wie von allein verkauft? LUNGS ist klanglich jedenfalls Welten besser. Der Inhalt von CEREMONIALS ist dennoch Top und würde ansprechend aufbereitet die Höchstwertung erhalten. Die vorliegende Darbietung auf Vinyl ist jedoch ein einziger Flop - macht insgesamt drei Sterne.
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Ich bin generell immer auf der Suche nach neuen musikalischen Leckerbissen, auch, wenn ich mich in der superkommerziellen Radiopopwelt ehrlich gesagt nicht unbedingt tief verwurzelt beheimatet fühle.

Dennoch war ich sehr angetan als ich "Florence & The Machine" erstmals im TV sah - mit einer Akustikversion von "Lover To Lover", die mich schlichtweg umgeworfen hat. Die Stimme dieser charismatischen Poplady hat etwas ganz besonderes in sich, das war mir sofort klar.
Und, soviel ist jetzt auch klar: Ich kannte die Band vorher überhaupt nicht, bin also diesbezüglich gänzlich unvorbelastet und kann daher auch keine Vergleiche zu Vorgängeralben etc. anstellen.
Nun, muss ja nicht sein. "Ceremonials" ist jedenfalls - so finde ich - ein ganz großartiges Album! Zwar dachte ich mir am Beginn, na toll - jetzt hab ich mir noch `ne Mainstreampopplatte zugelegt, die ich vermutlich nur ganz selten hervorkramen werde, um sie mir nochmal anzuhören, aber spätestens ab dem Mittelteil des Albums (nämlich ab "Breaking Down") war's dann endgültig um mich geschehen. So viel an "Melodiosität", Spielwitz und elanvollem Stimmvorrat ist mir schon länger bei keiner aktuellen Popscheibe mehr untergekommen.
Mein persönlicher Favorit auf dem Album ist nach wie vor das wunderhübsche "Lover To Lover", das ich an dieser Stelle auch als Anspieltipp empfehlen möchte!

Ein bisschen erinnert die Scheibe auch an Arcade Fire (die letztes Jahr "meine" Platte des Jahres mit "The Suburbs" herausgebracht haben), nur etwas fröhlicher, softer und unbeschwerter (obwohl die Texte nicht unbedingt gänzlich heiter sind).
Die wundervoll geglückte Mischung aus Mainstream-Pop, Streichern, weiteren "Verdichtungselementen" (welch wunderschöner Klangteppich!) und nicht zuletzt der zuvor bereits gelobten Powerstimme macht "Ceremonials" für mich ziemlich eindeutig zum ALBUM DES JAHRES!

Noch schöner kann ich mir hierauf angesammeltes Songmaterial eigentlich nur akustisch vorgetragen vorstellen - unplugged quasi! So wie das auch bei zu Beginn erwähntem Videoclip der Fall war (sparsame Hintergrundbegleitung, tolle Steigerungen, grandioser Gesang). Da könnte es durchaus interessant sein, sich FLORENCE & THE MACHINE (der Name passt wirklich, die Band treibt an und nimmt sich genau dann, wenn's passt, zurück) einmal live zu Gemüte zu führen bzw. auf ein eventuelles Live-Akustik-Album zu warten, das hoffentlich schon bald in sämtlichen Plattenläden zu finden sein wird (?).

Also, nochmal: Ein ganz großartiges Album, voller Elan und Geschmeidigkeit, kraftvoll vorgetragene Songs voller Hoffnung, Freude und Schmerz.
Kurz: Eine sehr sinnvolle Bereicherung fürs heimatliche CD-Regal. Eine Scheibe, die den Geschmack einer sehr breiten Konsumentenschicht abdeckt, wie ich mir gut vorstellen könnte!

Hören Sie jedenfalls mal rein - es lohnt sich!!
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am 9. November 2012
Ich möchte mal kurz erzählen, wie ich auf diese Künstlerin aufmerksam geworden bin: Ich schaue eine Folge CSI New York. Dämmere so halb dabei weg. Werde am Ende der Folge wach, als ein Lied namens 'Never let me go' gespielt wird. Mein erster Gedanke war, 'was für ein toller Song'. Danach war ich hellwach, musste Google anschmeissen, und dann begann meine Recherche. Zunächst war ich der Meinung, es könnte sich von der Stimme her um Heather Nova handeln (Fans von Florence and the Machine mögen mir an dieser Stelle bitte verzeihen).

Als ich herausfand, um wen es bei diesem Song handelt, habe ich mir hier auf gut Glück das Album bestellt und heute das erste Mal gehört. Und es hat mich voll umgehauen! Normalerweise ist das überhaupt nicht meine Richtung (ich höre eher Wave/Gothic), aber ich bin absolut geflashed. Noch immer ist 'Never let me go' mein absoluter Favorit. Wer bei diesem Song so gar nichts fühlt, den kann ich nicht verstehen (bitte ersparen Sie mir an dieser Stelle negative Kommentare)!

Mein Fazit: Eine ganz großartige Musik, ein tolles Album! Da ich die vorherige Platte nicht kenne, möchte ich mich auch in die Diskussionen (besser vs. schlechter) gar nicht einmischen.

Diskutieren Sie mal, ich höre derweil mein neues Lieblingsalbum! :o)
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"Florence and the Machine" haben mich mit Lungs durch die zweite Jahreshälfte des Jahres 2009 ständig begleitet. Und immer wieder gibt es Phasen, in denen ich mich an diesem facettenreichen, musikalisch toll gemachten Album kaum satt hören kann. Lange galt es als großer Geheimtipp und nur ganz langsam wurde Florence Welch mit ihrer Band einem breiteren Publikum bekannt. Mit "Ceremonials" folgt das LANG erwartete zweite Album. War "Lungs" unbeabsichtigt gekonnt? Sind sie wirklich so gut? Haben sie einen Platz im Musikbusiness verdient? Nein! Ja! und Ja!

Bereits im Vorfeld kursierten einige Songs durch das Internet - zwar in ver-"techno"-ter Remix-Version - aber bereits diese Lieder verspachen ein ebenso ausgewogenes Album wie es "Lungs" erwarten ließ. Unter diesen bereits veröffentlichten Songs war das dunkle "What the Water gave me", das mit seiner beunruhigenden Anziehungskraft den Zuhörer direkt beim ersten Ton in seine Gefangenschaft nimmt. Nach und nach kristallisiert sich der hymnenartige Charakter heraus, so dass ich am Ende des mit 5:33 Minuten längsten Liedes verdutzt auf "Repeat" klicken musste. Die anderen 11 Lieder der Standard-Version stehen dem genannten Song in nichts nach.

"Shake it out" - ein basslastiges, fröhlich stimmendes Lied, "Never let me go" - ein ebenso trauriger wie schöner Song, "Heartlines" - Indierock in seiner reinsten Form. Florence and the Machine können alles. Ihre musikalische Bandbreite erstreckt sich von balladesken Hymnen zu tanzbaren Discosongs. Sehr interessant ist Lied Nummer fünf ("Breaking Down"), das mit einem monotonen Uff-da-uff-da-Beat - und dadurch wie ein Schlagerlied - daherkommt und sich sukzessive entwickelt. Dies scheint mir ein typisches Merkmal der musikalischen Machwerke dieser Band zu sein. Der Hörer geht bei jedem Lied anders in den Song als er am Ende herauskommt. Mal unterstützen sie ihre Melodien mit kraftvollen Streichern, ein anderes Mal wirkt Florences Stimme anfangs zerbrechlich, beim nächsten Song spuckt sie einem die Lyrics förmlich entgegen. Fantastisch.

Eines meiner aktuellen Lieblingsnummern ist "Lover to Lover", das nicht nur textlich, sondern vor allem durch seinen eingängigen Beat direkt in meine Füßen wanderte und mich zum Tanzen animierte. Sollte ich jedoch eine Liste mit den Anspieltipps des Albums erstellen, wäre ich absolut überfordert. Keinem Song würde es gerecht werden, am Ende einer solchen Liste genannt zu werden. Wer auf teils-avantgardistische Musik, teils-Indie-Rock, teils-Glory-Pop, teils-... abfährt, sich in Songs verlieren und sich von einer Stimme in Bann ziehen lassen kann, der wird mit "Ceremonials" und Liedern wie "All This in Heaven too" oder dem am Ende des Albums perfekt platzierten "Leave My Body" seine reinste Freude haben.

Die Deluxe Edition bietet eine zusätzliche acht Lieder umfassende "Disc Two", die zu den vorherigen 12 Liedern drei Bonustracks, zwei Demo- und drei Acoustic-Versionen des regulären Albums bietet. Das hypnotisch-kühle "Remain Nameless" oder das rockige "Strangeness and Charm", das bereits einigen Fans in der Live-Version auf Florences Album "Between Two Lungs" bekannt sein könnte, sind die paar Euros, die "on top" zu entrichten wären, wert. Und "Bedroom Hymn" erst! Wow! DER Hammer!
Über Beilagen wie Demos und Acoustic-Versionen kann man sich nun streiten - mir gefallen sie. Lediglich das Booklet ist etwas enttäuschend: die platzierten Fotos sind durchweg künstlerisch, aber mir fehlen die abgedruckten Songtexte. Gerade die Lieder einer Band wie "Florence and the Machine" leben von den brillanten Lyrics, die ich beim Hören gerne mitgelesen hätte (jedenfalls so lange, bis ich sie 'mitsingen' kann). Dennoch haben Florence and the Machine mit ihrem zweiten Album "Ceremonials" die eigene Messlatte erneut nach oben gesetzt (Ja, es scheint möglich gewesen zu sein!). Vielen Dank für diese 20 tiefgründigen, vielseitigen Lieder, in die ich mich nun die nächsten Jahre erneut verlieren darf. So muss Musik sein: packend, spannend, facettenreich,...! Machen wir es kurz: Florence and the Machine!
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am 27. März 2012
Florence zweites Album ist insgesamt etwas ruhiger, aber das scheint nur auf dem ersten Blick so. Jeder Song einzeln betrachtet ist eine Wucht! Die einige kleine Bremse ist bei mir 'Never let me go', aber sie ist auf keinen Fall ein Grund, sie vollkommen zu überspringen. Das erste Highlight war 'No light, no light', bei dem ich nie still sitzen bleiben kann. Kurz darauf verfolgte mich 'Only if for a night' und von danach gab es kein Halten mehr! 'Lover to Lover' ist mir vielleicht ein wenig zu bearbeitet, da ich die Acoustic-Version auf YouTube gesehen und gehört habe und nicht mehr davon los kam, aber auch darüber sehe ich gerne hinweg. 'Bedroom Hymns' war ein Dauerbrenner, 'Landscape' schlich sich langsam, aber stetig in mein Herz und 'Heartlines' war auf einmal in meinem Ohr und ich bekam es nicht mehr raus!

Ein sehr spannendes Album und ganz klar kein Fehlkauf!
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