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5.0 von 5 Sternen Konsequent gesteigert!, 30. September 2011
Von 
Rezension bezieht sich auf: Cole World: The Sideline Story (Audio CD)
Das Debut-Album hat meine Erwartungen übertroffen!

Der "Neuling" - es gab ja bereits mehrere Mixtapes, allen voran das geniale "Friday Night Lights" - liefert einen Erstling hat, der sich meiner Meinung nach zum besten Hip-Hop Album dieses Jahres herauskristallisiert. Besser als z.B. die Alben von The Game, ganz zu schweigen von Lil Wayne, das eher enttäuscht hat.
J. Cole bringt zum einen eine Art 90's Flair wieder. Das mag zum einen an den kurzen Skits liegen, die atmosphärisch für das Album viel ausmachen. Ich fühle mich da z.B. an die Alben von den Fugees oder Lauryn Hill erinnert, die auch Skits benutzten, um so ein Album "auszuschmücken" und ein bisschen mehr "Leben", mehr Nähe zu integrieren. Und auch bei J.Cole funktioniert das super.
Außerdem sind es klassische Hip-Hop Beats, teilweise gepaart mit kontemporären Sound, so dass das Klangbild des Albums sehr rund ist. Quasi von alt bis neu. Auch ganz nach meinem Geschmack: es wird viel Piano benutzt, d.h. dass auch für Fans von Melodien (auch die melancholisch angehauchten) hier viel geboten wird. Wenn man bedenkt, dass J.Cole selber für einen Großteil der Musik verantwortlich ist, beeindruckt er nicht nur als Rapper, sondern als Musiker umso mehr.
Lyrisch ist das Album sowieso top! Sein Flow ist ohne jeden Zweifel erhaben, er schafft es mit seiner Stimme für die jeweiligen Tracks die richtige Stimmung zu erzeugen, und thematisch höre ich ihm auch gerne zu. Da gibts einfach nichts zu meckern.
Dass auf dem Album ein, zwei Tracks drauf sind, die vorher auf Mixtapes zu hören waren, stört mich kein bisschen. Letztlich geht es für mich darum, ob eine Linie auf dem Album zu hören ist, ein Gesamtbild zu erkenne ist. Und das kann ich für dieses Album nur deutlich bestätigen.

Fazit: ein musikalisches, melodiöses Meisterwerk, mit einem "neuen" Rapper, der inhaltlich und stylistisch den Etablierten mal eben gezeigt hat, wie es eigentlich geht!

Ob es ein neuzeitiger Klassiker wird, bleibt abzuwarten. Das Zeug hat das Album allemal, und auf Heavy Rotation ist es sowieso schon...

Meine persönlichen Anspieltipps:
Never told
Lost ones
Mr. Nice Watch (feat. Jay-Z)

PFLICHTKAUF FÜR ALLE HIP-HOP HEADS UND MUSIKLIEBHABER, DIE ÜBER DEN TELLERRAND SCHAUEN WOLLEN!
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5.0 von 5 Sternen Cole heating up like that left-over lasagna!, 28. September 2011
Rezension bezieht sich auf: Cole World: The Sideline Story (Audio CD)
Selten habe ich mich so auf den Postboten gefreut.
Seit dem Erscheinungstag läuft 'Cole World' wahlweise auf der Anlage oder dem iPod auf Heavy Rotation. Das Debutalbum des einzigen Rap-Signings auf Jay-Zs Label Roc Nation hat mich bisher alles andere als enttäuscht. Was folgt ist meine, zugegebenermaßen etwas detailreiche, allererste Albumrezension:

Der Einstieg nach 'Villematic' gelingt mit einem für J. Cole typisch pianolastigen Intro, das zwar sehr an die Intros vergangener Mixtapes erinnert, aber einen dennoch ruhigen und gleichzeitig emotionalen Einstieg bietet. Weiter geht's mit dem dritten und somit letzten Teil der 'Dollar And A Dream'-Trilogie. Eine Idee, die erstmals auf seinen ersten beiden Releases aufgegriffen und hier würdig zu Ende gebracht wurde, auch wenn mir persönlich Part II besser gefällt.
Mit Track Nummer drei ('Can't Get Enough') folgt sogleich einer meiner Lieblingssongs auf dem Album. J. Cole hat hier nicht nur ein Wahnsinnssample, bestehend aus traditionellen afrikanischen Instrumenten und Gesängen, gebastelt, sondern mit Trey Songz auch den perfekten Featurepartner herausgepickt. Chilliger Beat, gute Flows, schöne Hook ' verdientermaßen die zwei Single. Als einziger Kritikpunkt wäre hier zu erwähnen, dass der Song wettermäßig gefühlte zwei Monate zu spät kommt, was seiner eigentlichen Qualität natürlich keinen Abbruch tut.
Mit 'Lights Please' geht es ebenso weiter. Eigentlich ein einfacher Drumbeat, welcher aber gleich ins Ohr geht und von einem herausragenden MC getragen wird, der dabei die komplette Zeit über on Point bleibt und mit Hilfe seines kompletten lyrischen RAPertoires konsequent Reime abfeuert. Mich wundert deshalb nicht, dass genau dieser Song Coles Mentor Jay-Z überzeugen könnte. Der Song bildet auch die Grundlage für einen unterhaltsamen Interlude, auf dem Cole noch einmal den entscheidenden Moment in seinem bisherigen Leben Revue passieren lässt. Der selbstdarstellende Titeltrack 'Sideline Story' überzeugt mit einem aufwendig produzierten Jazz-Beat aus Gitarrenriffs und Klavierlementen, sowie dem nächsten eingängigen R'n'B-Chorus. Völlig im Gegensatz dazu steht 'Mr. Nice Watch', ein eher elektronischer Beat mit kräftigen Bässen und nur wenigen Intrumentalinhalten auf dem sich Cole und Carter die Verse teilen.
Der zweite Titeltrack 'Cole World' bildet für mich eine der wenigen Enttäuschungen des Albums. Sicherlich kein schlechter Song, nur nicht ausreichend für qualitätsverwöhnte Cole-Fans, die wissen, was wirklich in dem 26-jährigen Raptalent aus Fayettevielle, NC steckt. Ich persönlich finde den Beat auf Dauer etwas anstrengend und freue mich auf den Refrain, der dann irgendwie trotzdem gelungen ist. Man darf es also durchaus als Meckern auf hohem Niveau bezeichnen.
Mit dem überaus smoothen 'In The Morning' hat es auch einer von Coles bisher größten Hits auf das Album geschafft. Zusammen mit dem seit längerer Zeit geleakten 'Lost Ones' bildet dies eine Albumkomponente voller Selbstreflektion, beeindruckender Ehrlichkeit und Emotionen, wovon sich ein Gros der Rapper aktuell noch eine Scheibe abschneiden könnte.
Auch 'Nobody's Perfect' ist für mich ein weiteres Highlight der Platte. Für den Bombenbeat zeigt sich wie schon des Öfteren ein hauseigenes Sample von Curtis Mayfield verantwortlich, Killerreime en masse und eine schön gesungene Hook von niemand Geringerem als Missy Elliot komplettieren das Hitpotenzial. Wenn das nicht die nächste Single wird, dann weiß ich auch nicht'
Mit 'Never Told' folgt ein weiterer emotionaler und von No I.D. produzierter Song, den ich stilistisch irgendwo zwischen Kanye West und Kid Cudi einordnen würde.
Dass er es als Producer selbst eigentlich noch besser kann, zeigt J. Cole abermals auf 'Rise And Shine'. Verschiedene Flows, unterlegt mit einem abwechslungsreichen und episch anmutenden Kopfnickerbeat, der ohne wirkliche Hook auskommt und trotzdem zu den besten Songs des Albums gehört. 'God's Gift' ist nur ein weiterer Beweis, dass sich J. Cole weder als Rapper, noch als Producer vor irgendjemandem verstecken muss. Der nächste Killertrack.
Als Abschluss der LP hat sich Cole dann doch wieder für eine ruhigere Nummer entschieden. 'Breakdown ' beinhaltet die bis dato wohl persönlichsten Lyrics von J. Cole und zeugt nicht nur deshalb von den enormen Storytelling-Abilities des Künstlers.
Die beiden designierten Banger-Hymnen 'Who Dat' und 'Work Out' finden zwar nur ihren Platz unter den Bonustracks, haben jedoch ihre Rolle als kommerzielle Zugpferde für die Albumpromo erfüllen können und wären viel zu schade dafür gewesen, einem Release zu entgehen. Zusammen mit dem dritten Track 'Daddy's Little Girl' überragen somit alleine die Bonustracks qualitativ viele Rap-Releases in diesem Jahr.

Auf J. Coles erster Majorlabel-LP beeindrucken mich nicht nur der herausragende Beatgeschmack des Executive Producers, sondern auch seine enormen Raptechniken in Form abwechslungsreicher Flowvarianten, unterhaltsamer Punchlines und einer Delivery, die den Hörer sofort in seinen Bann zieht. Zudem überzeugt mich gerade bei den Hooks auf dem Album die Singstimme des Ostküsten-Rappers. Features wären deshalb eigentlich nötig gewesen. Wenn Cole es dann trotzdem noch schafft, mir Trey Songz und Drake gemeinsam auf einer Platte zu servieren, ohne dass ich dabei schmerzhaft das Gesicht verziehe, dann ist das wahrlich eine Leistung. Auch nicht schlimm finde ich, dass zwei alte Mixtapesongs erneut den Albumcut geschafft haben. Sowohl Coles musikalischer Durchbruch 'Lights Please', als auch die Drake-Kollaboration 'In The Morning' sind in meinen Augen Songs mit eindeutiger Albumqualität und verdienen es, einem weitläufigeren Publikum vorgestellt zu werden.

Eingefleischten Rapfans fällt bei genauerem Hinhören sofort der von Rocafella Records aufgedrückte Stempel auf. J. Cole klingt wie eine junge, aufstrebende und ambitionierte Mischung aus Hova und Kanye, übertrifft deren 'Watch The Throne' aber problemlos. Die Tatsache, dass Cole etwa 80% des Albums selbst produziert und dabei nicht nur aufwendige Samples ausgegraben hat, sondern auch vielfältige Beats und Hooks basteln konnte, macht für mich nicht einmal die wahre Klasse der Platte aus. Schließlich hat mich erst das lyrische Talent von J. Cole vor gut anderthalb Jahren auf ihn aufmerksam gemacht. Wenn er sich in diesem Tempo weiterentwickelt, könnte er ohne Zweifel einer der ganz Großen werden. Beim ersten Durchhören fühlte ich mich nicht umsonst gleich an 'The College Dropout' erinnert. Und das ist bis heute eines meiner Lieblingsalben geblieben.
Jeder J. Cole-Fan sollte also beherzt zugreifen. Freunde von gutem HipHop machen mit Sicherheit auch keinen Fehler. Alles in allem ist 'Cole World: The Sideline Story' ein durchdachtes, unglaublich detailverliebtes Erstlingswerk von einem der talentiertesten Rapmusikern auf unserem Planeten. Ich bin schon jetzt gespannt, wo ihn seine Reise hinführt'

'High as fuck with a Cole flow and a loaded gun /
never say I'm better than Hov, but I'm the closest one.'

Anspieltipps: 'Can't Get Enough', Nobody's Perfect, 'Rise And Shine'
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2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Ein Newcomer stellt die Etablierten in den Schatten, 27. September 2011
Von 
JazzMatazz (Würzburg, Dirty South) - Alle meine Rezensionen ansehen
Rezension bezieht sich auf: Cole World: The Sideline Story (Audio CD)
Jermaine Lamarr Cole, oder kurz J. Cole, gehört zu den vielen jungen Musik-Talenten, die von Hip Hop Mogul Jay-Z gefördert und mit einem Plattenvertrag bei dessen noch recht jungem Label Roc Nation ausgestattet wurden. Nach diversen recht erfolgreichen Mixtapes, steht nun mit "Cole World: The Sideline Story" das erste Album des Rappers aus North Carolina in den Plattenläden. Den Großteil des 16 Track umfassenden Werkes produzierte Cole gleich selbst, auch im lyrischen Bereich ist er hauptsächlich alleine verantwortlich und hat mit seinem Chef, Trey Songz, Drake und Missy Elliott lediglich 4 Features dazu geholt. Heutzutage fast schon eine Seltenheit. Stellt sich nun nur noch die Frage, ob J. Cole sich vielleicht nicht etwas zu viel zugemutet hat, oder ob die Eigenregie genau das richtige Rezept für eine gelungene Platte ist.

Schon das Intro mit seinem gefühlvollen Klavierstück lässt erkennen, J. Cole gehört eher zur ruhigeren Gattung - ein Junge, der nicht durch Image, sondern mit smartem Auftreten punkten will. So richtig startet das Album jedoch mit "Dollar And A Dream III", der Fortsetzung einer bereits 2007 gestarteten Serie an Songs. Mit eher traurigen Pianoklängen ausgestattet, bietet das Instrumental die optimale Basis für Cole's ernste Performance, die insbesondere mit der ewig langen zweiten Strophe beeindruckend, aber natürlich auch nicht ganz so leicht zu verarbeiten ist. Mit dem als Single veröffentlichten "Can't Get Enough" gibt es schon früh einen absoluten Knaller der Tracklist. Im Grunde geht es nicht mehr um Frauengeschichten, dennoch recht unterhaltsam verpackt, gerade auch weil Cole mit hohem Tempo die Reime rausfeuert. Gekreuzt wird diese Performance mit einer wirklich unglaublich tollen Produktion, die sowohl vom Tempo her mitreißt, mit ihrer melodischen Art und dem Background-Gesang aber auch gleich unter die Haut geht, was mit dem Refrain von Cole und Trey Songz dann schlussendlich noch auf die Spitze getrieben wird. "Lights Please" hingegen kommt recht relaxt daher und lässt sich genau deshalb gut anhören bzw. genießen. Ein Song, der zunächst gar nicht so zum Rest der Platte passen will, finden wir mit "Mr. Nice Watch". Die Kollabo mit Jay-Z donnert im Kontrast zu den andern Liedern mit massig Bass und vielen elektronischen Elementen durch die Anlage. Dadurch kommt auch eine etwas rauere Atmosphäre auf, die Cole in seinen Raps zu nutzen weiß und es allen zeigt, die ihn früher belächelt haben. Nett dabei auch der Querverweis auf seinen Lieblingssport Basketball, der ja auch im Artwork verarbeitet wurde ("Coach wouldn't let a nigga off the bench, now wonder why I didn't quit the team". Nicht zu vergessen: Jay-Z, der ebenfalls einen Part hin schmettert, der sich gewaschen hat.

Die zweite Hälfte von "Cole World: The Sideline Story" beginnt mit einem Track in Form von "In The Morning", der chilliger nicht sein könnte. Wie so oft auf diesem Album spielt das Klavier eine wichtige Rolle, in diesem Fall sogar die entscheidende. Richtig verträumt kommt das Instrumental daher, bei dem auch Drake mit eingreift, jedoch lange nicht so smooth mit der Musik umzugehen weiß, wie J. Cole. Miss Elliott - bei diesem Namen läuft es vielen kalt den Rücken hinunter. Doch keine Sorge, die einstige Wuchtbrumme macht sich auf dem Lovesong "Nobody's Perfect" wirklich gut, was wohl daran liegt, dass sie den Refrain singt und nicht rappt. Ansonsten bleibt ein Titel, der recht flott und mit Drive daherkommt und es schafft Romantik anstatt Kitsch zu versprühen. "Rise And Shine" lässt schon am Namen erkennen, dass hier wieder einmal das Selbstbewusstsein im Vordergrund steht und so überrascht es auch nicht, dass auch die Produktion äußerst wuchtig und pompös im Hintergrund wummert, während Cole spittet. Die Schlussphase der Platte fällt dann insgesamt wieder etwas gefühlvoller aus, insbesondere "Breakdown" geht mit seiner emotionalen Gesamtanmutung unter die Haut. Lediglich der Bonus Track "Work Out", der bereits als Single veröffentlicht wurde, fällt qualitativ leider deutlich vom Vorangegangenen ab. Aber da Bonus, halb so wild.

"Cole World: The Sideline Story" ist ein Album, das eigentlich gar nicht so recht ins Major Business passt, in den Mainstream-Bereich schon gar nicht und wohl genau deshalb ist es umso erfrischender. Kein ständiges Booty-Shaken, Kohle verprassen und Waffe zücken, dafür häufig sehr emotionale Tracks und auch die ein oder andere Perle, die nicht angesprochen wurde, sondern als kleine Überraschung dienen soll. Jay-Z hat in diesem Fall wirklich ein gutes Näschen bewiesen und J. Cole die Erwartungen erfüllt. Weniger ist eben doch manchmal mehr.
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5.0 von 5 Sternen Super, 16. September 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Cole World: The Sideline Story (Audio CD)
Tolle CD! Vor allem gleich doppelt - einmal fürs Auto einmal auf'm Handy! :) Ging alles superschnell und reibungslos! Bin sehr zufrieden
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1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Bombe!!, 3. Oktober 2011
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Cole World: The Sideline Story [Explicit] (MP3-Download)
J.COLE!
Seine Mixtapes waren schon der Hammer, also als ich gesehen habe das sein Major Album (Roc Nation) veröffentlicht wurde, hab ich es mir direkt gekauft!
Alle Tracks sind der Hammer, sehr gut produziert, zwar stark Basslastig gemischt aber sehr geil!
Geht zwar mehr in Richtung Dirty South als bisherige Sachen von Cole, gefällt aber sehr.

Er ist sich treu geblieben vom Rapstil her, und der war Bombe und ist Bombe.
Als Cole Fan aufjedenfall kaufen!!
Und als Rap-Fan aufjedenfall reinhören!
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5.0 von 5 Sternen Wird nicht langweilig, 6. Dezember 2012
Rezension bezieht sich auf: Cole World: The Sideline Story (Audio CD)
Ich bin erstmals bei einem Drake-Konzert in Berlin auf J Cole aufmerksam geworden, wo er als Opening Act für Stimmung sorgte. Ich behielt den Namen im Hinterkopf, dann erinnerte ich mich daran, dass er ebenfalls auf Jay-Zs The Blueprint 3 dabei war (A Star is Born).
Gut, mentale Notiz gefestigt, dann irgendwann über "Work Out" gestolpert. Ich fand das Lied gut, aber war jetzt ehrlich gesagt nicht unendlich begeistert. Wenig später kam ich auch erstmals in Kontakt mit "Nobody's Perfect", das mir deutlich besser gefiel, aber ich war immer noch nicht überzeugt davon, mir das Album zu holen.

Das ändert sich alles ein wenig auf einem US-Trip. Seltsamerweise konnten amerikanische Radiosender nicht unbedingt mit abwechslungsreichen Playlisten überzeugen und so hörten wir innerhalb von 3 Tagen auf dem Weg durch LA (was ja per Definition mit dem Auto erfolgen muss) gefühlte 20 (und tatsächliche 10) Mal "Work Out". Seltsamerweise ging mir der Track einfach nicht auf den Nerv, nein, mit jeder Wiederholung gefiel er mir besser.
Um dieses Phänomen dann etwas näher zu untersuchen, hatte ich mir schließlich doch noch Cole World geholt und ich kann jetzt mit Überzeugung sagen, dass es für nahezu alle Tracks auf der Platte gilt. Ich möchte nicht unbedingt sagen, man "muss sich erst an J Cole gewöhnen", aber ich würde durchaus so weit gehen und behaupten, dass man erst merkt, was man an ihm hat, wenn man sich einige Songs mehrfach angehört hat.

Das Album lief durch und manchmal war ich schon bei der Wiederholung halb durch, bis mir aufgefallen ist, dass ich einige Songs eigentlich vor kurzem erst gehört hatte. Das soll nicht heißen, man vergisst sie schnell, nein, sie gehen einfach "runter wie Öl". Inzwischen habe ich einige Songs laut der iTunes Zählung 50mal und häufiger gehört und ich bin immer noch nicht genervt von ihnen - kein anderes Rap-Album kann ich so lange pausenlos durchlaufen lassen, ohne davon genervt zu sein.

Insofern kann ich das Album bedenkenlos empfehlen. Kurioserweise finde ich persönlich den schwächsten Track das auch ausgekoppelte "Can't get enough", da mir Trey Songz hier nicht sonderlich gefällt und ich auch den Hook nicht unendlich mag. Allen anderen Songs vergebe ich 4 (Dollar and a Dream; Never Told; Sideline Story) oder sogar 5 Sterne (kompletter Rest).

Meine persönlichen 3 Lieblings-Songs:
- Lost Ones (so viel zum Thema Rap ist immer nur inhaltslos)
- Rise and Shine (einfach ein extremer "Power-Song", bei dem ich mich auch immer wieder dabei erwische, mitrappen zu wollen)
- Cheer Up

Ich finde es beachtlich, dass ich noch so viele Songs auf dem Album "gefunden" hatte, die nicht als Single ausgekoppelt wurden und die mich wirklich begeistern konnten. Das ist ja häufig eher genau anders herum und man bekommt das Gefühl, man hätte sich den Rest des Albums sparen können. Daher meiner Ansicht nach tolles Debutalbum, das auch weiterhin meine Playlist dominieren wird.

Tipp: Einfach mal bei YouTube das Video zu Lost Ones ansehen. Durch den Kopf gehen lassen. Noch mal anhören. Für sich selbst überlegen, ob man sich die Wiederholung sparen konnte oder ob man direkt das Gefühl hat, man könnte den Song jetzt noch ein paar Mal hören. Falls letzteres der Fall ist, Album holen! ;)
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5.0 von 5 Sternen Besser hätte der Einstand nich sein können, 2. Oktober 2011
Rezension bezieht sich auf: Cole World: The Sideline Story (Audio CD)
Das Debüt Album "Cole World: The Sideline Story" von J. Cole hat mich gleich nach dem ersten Hören überzeugt!!! Es ist nicht so wie man es erwarten könnte mainstreammäßig, sondern unglaublich realer HipHop mit sehr guten Texten, die fast immer eine Geschichte erzählen.

J. Cole, der auch die meisten Beats zum Album beigesteuert hat, rappt mit seiner rauen Stimme und teilweise überragendem Flow die Platte zu einem Klassiker. Ja, für mich ist es schon jetzt ein Klassiker!!! ;)

Meine absoluten Favoriten sind Sideline Story, Mr. Nice Watch, Lost Ones und Rise And Shine.
Aber auch Tracks wie God's Gift, das chillige In The Morning mit Drake, oder eher gute Laune Songs wie Can't Get Enough, Work Out und Nobody's Perfect sind einfach genial.
Nicht zu vergessen das eher härtere Cole World, der 3. Teil von Dollar And A Dream oder das textlich brillante Never Told!

Ich kann das Album jedem HipHop Fan emphelen und wer den Style von Drake, Eminem oder auch Kanye West mag wird das Album lieben!
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