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am 9. Februar 2013
Rolf Dobelli schreibt 52 mal aus vielen Quellen verkürzend ab, was er jeweils als falsches Denkmuster zu erkennen glaubt. Nette Ratschläge, wie: gutes Geld nicht schlechtem hinterherzuwerfen oder, daß eine Mehrheitsmeinung nicht richtig sein muß, sind ja noch unschädlich. Die Gesamtschau auf das Denk- und Führungsverständnis des selbsternannten CEO- Flüsterers allerdings ist es nicht. Die totale Absage an gleichrangige Teamarbeit lässt etwas Mitleid aufkommen, dass er wohl nie erleben durfte, wie man sich in lustvollem Gedankenpingpong die Bälle zuspielen kann und zu einem besseren Ergebnis kommt,als wenn man es alleine gemacht hätte, ohne dass jeder gleich Erster sein will. Die Beispiele sind aus der Geschäfts- und Finanzwelt gewählt. Seiner Sicht nach geht es nur um persönlichen Aufstieg und Gewinnmaximierung. Die menschliche Komponente kommt nicht vor. Doch wer führt, muß Menschen mögen. Kunden, Partner und Mitarbeiter definieren unsere Beziehungen, sind letztlich die, für die wir etwas machen und nicht die eigene elitär bemühte Weltsicht.
Ob dies die späte Verarbeitung des zu frühen Karriereknicks bei der auf Grund gelaufenen swissair ist oder nur illustrieren soll, woran es liegen könnte, daß man nicht in der Lage ist, seinem eigenen Unternehmen vorzustehen, was ja an sich nicht schlimm ist, ließe sich trefflich spekulieren. Dauerndes namedropping ist auch nicht weiter schlimm und passt ins Bild. Nur bereichernd für die, die wissen wollen, wie die armen Döberlis dieser Welt ticken.
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am 8. November 2012
Wer hier ein wissenschaftliches Standardwerk erwartet, geht fehlt. Es handelt sich um eine Sammlung populärer Denkirrtümer, die in kurzen Kapiteln vorgestellt und mit einer kleinen Nutzanwendung versehen werden. Zeichnungen leiten die Kapitel ein und geben dem Buch eine humorvolle Note.

Der Autor schreibt eine lebendige Sprache, weshalb es Freude bereitet, sein Buch zu lesen und seine Thesen in Gedanken durchzuspielen. Zum Beispiel zeigt er auf, dass aus der Tatsache, dass ein Erfolgsrezept bei einem funktioniert, noch lange nicht der Schluss gezogen werden dürfe, es funktioniere bei allen (wie wir es allzu gerne tun, wenn wir eigene Erfolgsrezepte als gute Ratschläge weitergeben). Der Leser nimmt Erkenntnisse für seinen Alltag mit und muss manche eigenen Denkgewohnheiten hinterfragen.

Einen Punkt abziehen möchte ich dafür, dass es in dem Buch von Anglizismen wimmelt, auch zur Bezeichnung diverser Phänomene. Hier hätten sich in der deutschen Sprache klare und verständliche Entsprechungen finden lassen.
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am 7. Februar 2013
Tut mir leid. Ich habe das Buch zwar geschenkt bekommen... und diesen Dingen schaut man ja nicht ins Maul. Aber... Dieses Buch enthält soviel Geschwätz. Ich habe es der Empfehlung des Autors entsprechend nach dem 5. Kapitel (The Sunk Cost Fallacy) weggetan. Nichts neues, nichts interessantes, Geldschneiderei! Eine große Enttäuschung ist für mich der bisher geschätzte Hanser Verlag! Die Spiegelbestsellerliste kann ja nichts für die Verkaufszahlen. Meine Frau hat das selbe Buch drei Wochen später geschenkt bekommen. Der Spiegel kann was dafür, dass er diese unsäglichen Listen veröffentlicht. Nun wird das Buch umgetauscht in die Kunst des klaren Handels (von der Schenkerin), ich bin kein Prophet, wenn ich denke, dass dies der selbe Müll in anderer Verpackung ist. Der annoncierte Sprachwitz war für mich nicht zu entdecken. Danke fürs Lesen dieser Rezension.
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am 25. August 2012
Ich habe mich über das Buch geärgert.
Ich habe mit der Rezension 6 Wochen gewartet und das Buch ärgert mich immer noch.
Und ich frage mich, wie Herr Dobelli die Empfehlungen von so klugen Köpfen bekommen kann - sogar von Roland Berger!

Zur Sache: Wenn Sie "Denkfehler" erwarten, so wie ich, dann werden Sie enttäuscht. Denkfehler macht man nur, wenn man denkt, für mich ein bewußter Zustand.
Herr Dobelli zeigt auf, was passiert, wenn man NICHT denkt - also emotional oder automatisiert reagiert.

1. Die angeführte optische Täuschung ist kein Ergebnis eines Denkprozesses, sondern einer automatisierten, schematischern Informationsaufnahme.
2. Wir halten den Nachrichtensprecher (automatisiert/emaotional) vielleicht für klug, aber wenn wir darüber nachdenken (!), dann relativieren wir das. (Seite 61)
3. Er erklärt uns, warum Teams faul sind - weil sich jeder auf den anderen verläßt. Ja, das ist so, weil die Menschen eben NICHT denken. (S. 137)
4. Er erklärt und die Qual der Wahl. Wenn man wenige Alternativen hat, dann kann man leichter entscheiden. Das ist kein Denkfehler. (Seite 85)
5. Er erklärt die "emotionale Konditionierung". Ein Auto, auf dem sich eine hübsche Frau räkelt, wird als attraktiver empfunden, als ein Auto, was mit Schmutz und Dreck dekoriert ist. Das ist nicht neu. Und auch kein Denkfehler. Wird als "Halo-Effkt" bezeichnet. "Das Perfide m Halo-Effekt ist gerade, dass er unbewusst bleibt." Genau, als nicht bewußt, also nicht "denken", nach meiner Definition.
6. usw.

Natürlich gilt nur das, was auch messbar ist. Und statistisch bewiesen. Oder: es gilt auch das, was nicht statistisch bewiesen ist. "How to lie with statistics."

Manchmal schreibt er auch ausgemachten Blödsinn (Seite 74): "Chronische Schmerzen, Golf-Handicaps, Börsenleistungen, ... Prüfungsnoten, .. berufliche Erfolge, ... schwanken um einen Mittelwert herum. Kurzum, die horrenden Rückenschmerzen hätten mit großer Wahrscheinlichkeit auch ohne Chiropraktiker abgenommen."

Das Buch bekommt zwei Sterne: einen, weil man nicht Null Sterne vergeben kann und einen, weil der Titel ein brillianter Marketingtrick ist.

Er bespickt alles mit Anglizismen und man merkt, dass es nur ein Sammelsurium ist. Es gibt keine richtige Linie, keine Gruppierung nach übergeordneten Kategorien, einfach nur eine Liste mit Punkten.

Wenn er konsequent wäre, dann könnte er diese Liste von "Denkfehlern" noch folgende Themen hinzufügen:
+ Warum essen Sie (zuviel), wenn Sie doch wissen, dass Sie ohnehin zu dick ind.
+ Warum essen Sie (ungesunde Nahrung), wenn Sie doch wissen, dass es nicht gesund ist.
+ Warum schmipfen Sie mit Ihren Kindern, wo Sie doch wissen, dass das in der Regel nichts nützt.
+ Warum treiben Sie keinen Sport, obwohl SIe doch wissen, dass das Ihr Leben verlängert.
+ ....

Die Kunst des klaren Denkens - hier findet man Sie nicht.

Vielleicht waren meine Erwartungen auch einfach zu hoch.
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am 27. August 2013
Dies ist kein Urlaubsroman, sondern "häppchenweise" zu lesen.
Kapitel für Kapitel werden Denkfehler unter die Lupe genommen, die einem Tag für Tag begegnen.
Vieles habe ich bereits genau so gedacht, konnte die Beweisführung dieser Gedanken aber nicht so überzeugend und logisch in Worte fassen.
Auf anderes falle ich noch immer gerne rein - und da gibt es nichts Besseres als den messerscharfen Verstand Rolf Dobellis. Ein Beispiel ist die "Denkfalle" aufgrund bereits Investiertem ein Projekt weiterzuführen: "Der Vietnamkrieg wurde genau mit der Begründung verlängert: 'Wir haben das Leben so vieler Soldaten für diesen Krieg geopfert, es wäre ein Fehler, jetzt aufzugeben.' ... Es gibt viele gute Gründe, weiter zu investieren, um etwas zum Abschluss zu bringen. Aber es gibt einen schlechten Grund: Das bereits Investierte zu berücksichtigen." (S.23)
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TOP 500 REZENSENTam 20. Juli 2014
Psychologen und Philosophen kennen die Litanei menschlicher Denkfehler und -schwächen zur Genüge. Auch darf man davon ausgehen, daß alle Generalstäbe und Planungsstäbe der Regierenden in der ganzen Welt genug Psychologen beschäftigen, um voll im Bilde zu sein. Und natürlich haben CIA und Pentagon ihren eigenen lehrbuchberühmten "groupthink-bias", der 1961 für die mißlungene amerikanische Invasion Kubas (Schweinebucht-Desaster) ursächlich war, gut aufgearbeitet und zum Lehrstoff für jeden kleinen Agenten gemacht.

Die Denkschwächen der uninformierten Masse der Regierten dürften das Hauptproblem darstellen, weil es ja ein Wunder wäre, wenn die Regierenden sie nicht gezielt ausnutzten. Insofern scheint das Buch der Aufklärung zu dienen und hilfreich zu sein. Wenn nun das Wahlvolk es annimmt und zum Bestseller macht, müßte sich Betroffenheit und Bestürzung einstellen über das breitgefächerte Manipulationsinstrumentarium, das es den Regierenden die ganze Zeit offeriert. Dafür jubeln aber doch zuviele. Es gibt zwar auch geharnischte Kritiiken, die sich aber mehrheitlich auf argumentationstechnische Details stürzen. Jedenfalls hat es der Autor verpaßt, die Menschen berühren.

BLAUE ODER ROTE PILLE
Dobelli hatte die Wahl. Es gab zwei Optionen für sein Buch:
1. Als einen BRAVEN BESTSELLER, der alle in der Sozialpsychologie und Philosophie bekannten Denkfehler zusammenklaubt und nett präsentiert. Das hat der Autor gemacht und ist dafür gleichermaßen gelobt wie getadelt worden.
2. Als ein RICHTIGES RÜTTELBUCH, mit dem er seine Leser aufrüttelt und durchschüttelt, indem er ihnen ihre Denkfehler anhand der aktuellen Probleme in Deutschland und der Welt unter die Nase gerieben hätte.

Was muß man sich konkret darunter vorstellen? Dobelli hat insbesondere eine Mega-Verzerrung, einen Mega-Bias, verpaßt, über den man bei der FAZ, wo seine Beiträge zuerst erschienen, natürlich nicht schreiben darf und bei dem viele einzelne Verzerrungen zusammenspielen:
DAS STRUKTURELLE PROBLEM DER MASSENMEDIEN IN EINER DEMOKRATIE
Wir leben in Deutschland in der besten Demokratien der Welt. Wir haben Pressefreiheit. Alles wunderbar? Aber heißt das, daß in unseren Zeitungen die Wahrheit steht, oder so etwas ähnliches? Das Verhalten der Massenmedien in einer Demokratie ist tatsächlichein ungelöstes Problem, wie man hier Media Control bei Noam Chomsky nachlesen kann. Die deutschen Politiker sind ja nun gewiß keine Unholde, aber würden sie denn einfach so - von sich aus - den von ihnen kontrollierten öffentlich-rechtlichen Rundfunk (ÖR) in die Hand derer zurückgeben, die ihn voll bezahlen und die ihn als Gegengewicht zu den werbefinanzierten Printmedien auch dringend bräuchten, nämlich dem deutschem Volk? Natürlich nicht. Kampflos niemals. Das Problem ist aber nicht nur, daß viele Deutsche sich diesen Mißstand (s. Die Nimmersatten: Die Wahrheit über das System ARD und ZDF) noch nicht bewußt gemacht haben, sondern daß viele der verzerrten Einstellung unterliegen, daß die bestehenden Verhältnisse gar nicht reformbedürftig, sondern sogar mustergültig sind. Diese Behaglichkeits-Verzerrung (comfort-bias) oder Dissonanz-Vermeidungs-Verzerrung zieht weitere Verzerrungen nach sich, z.B. die Kassandra-Verdrängung:
Wenn eine Kassandra daherkommt und einem erklärt, daß die eigenen Politiker einen fortwährend reinlegen, dann ist es ein guter Trick für den einzelnen, das zu marginalisieren und schönzureden, um zu seinem Seelenfrieden zurückzufinden und seine Behaglichkeit zu sichern. Viele abonnieren die passende Tageszeitung dazu, deren Redakteure für Geld unter Nutzung der Bestätigungs-Verzerrung (confirmation-bias), Argumente zusammensuchen und sich am besten noch als Kassandra-Killer betätigen, indem sie schauen, wie sie sie persönlich diskredieren können. Die halbe deutsche Nation ist zufrieden damit, daß die einflußreichsten deutschen Zeitungen eine Kassandra und einen Voltaire unserer Tage, nämlich den medienkritischen Intellektuellen Noam Chomsky als Laberhannes lächerlich machen. Eigentlich müßten alle darüber unglücklich sein, aber die Dissonanz-Vermeidungs-Verzerrung ist stärker.

Das war ein wichtiges Beispiel dafür, wie Verklumpungen von Denkverzerrungen in der politischen Praxis wirksam sind. Man ahnt vielleicht, welches hervoragende Buch Dobelli hätte schreiben können.

FAZIT
Dobelli hatte zwei Optionen, entweder einen kreuzbraven Bestseller zu schreiben oder ein Buch, das mit aktuellen Beispielen und harter Kritik den Lesern an Herz und Nieren geht. Auf die zweite Option durfte man nicht ernsthaft hoffen. Schließlich ist der Autor kein Intellektueller vom Schlage des Philosophen Peter Sloterdijk Du mußt dein Leben ändern: Über Anthropotechnik (suhrkamp taschenbuch). Der ehemalige Geschäftsführer Dobelli hat einen BWL-Hintergrund und den Text für die FAZ als Kolumne geschrieben. Verhindert das Zusammenspiel von BWL und FAZ jeden revolutionären Gedanken? Sind eine kaufmännische Mentalität und die Meisterschaft der FAZ in bildungsbürgerlicher Zerstreuung schon allein hinreichende Garanten dafür, daß Beunruhigendes oder gar Revolutionäres die Leserschaft nicht erreicht?

Nicht ganz: Dobelli fehlt leider obendrein noch das politische Gespür und die psychologische Raffinesse eines professionellen Kritikers wie Joachim Llambi, der in Das wollte ich Ihnen schon immer mal sagen: Mut zur ehrlichen Kritik richtig bemerkte, daß nur harte inhaltliche Kritik den Kritisierten weiterentwickelt. Dobelli informiert zwar, indem er wissenswerte Verstandestechniken aus der Sozialpsychologie kompiliert, er hat aber nicht das Löwenherz, seine Leser weiterzubringen.

Kurzum: Das Buch ist so weich geschrieben, daß der Leser in die Gefahr läuft zu denken, es beträfe nur die anderen.
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am 9. Juni 2014
hat sich jemand mal an das Thema gemacht. Egal ob wir Schüler oder Geschäftsführer einer Firma sind: Unser Denken beeinflusst uns alltäglich, was uns allerdings erst klar wird, wenn wir mit den Gedankenfehlern konfrontiert werden.

Ich habe das Buch vor etwa einem Monat am Stück durchgelesen. Randnotiz: Das ist bei mir eher selten, vorallem bei Sachbüchern. Der Auto hält sich allerdings an eine einfache Sprache und fundiertes Wissen, welches ich natürlich reichlich überprüft und nicht einfach als richtig abgestempelt habe.

Vor wenigen Tagen machte ich mich also an das Verkürzen und Ordnen des Buches. Ich schrieb die Gedankenfehler und Tips inklusive Beispiel und Lösungen von Herrn Dobelli und Kennern aus Internet und Lektüren auf. Seitdem fällt es mir noch leichter als zuvor, meine Gedanken zu sortieren und zu ordnen. Ich nehme nicht mehr alles als richtig an, nur, weil es von einer angeblichen Authoritäreren/Intelligenteren Person stammt. Ich hinterfrage Geschehnisse, Thesen und meine eigenen Gedanken, um so auf das richtige oder vielleicht nur bessere Ergebnis/Handeln zu kommen. Das erleichtert mir einiges und schafft Fehler oder unnötige Schriffte teilweise oder sogar komplett ab. Bisherige Beispiele:

1) Das Halbwissen von anderen streiche ich komplett und übernehme es nicht, sondern hinterfrage es bzw. bringe die Leute zum Schweigen.

2) Ich tue nicht mehr so, als hätte ich die Dinge doch gewusst und stempel mich so nicht mehr als Besserwisser ab (Ausnahme: Ich weiß etwas im vorhinein besser und kann es belegen).

3) Die erste Lösung auf ein Problem ist nicht immer die Richtige. Ich denke etwas länger nach und komme somit auf ein besseres Ergebnis.

4) Nur, weil jemand besser ausgebildet oder sich auf einer anderen Hirarchieebene als ich befindet, bedeutet das nicht, dass er mit allem Recht hat, was er sagt.

5) Wenn etwas nicht funktioniert suche ich nach dem Fehler und behebe ihn. Ich sehe ihn nicht als "Teil es Systems", sondern als möglichen Störfaktor, um mein Ziel zu erreichen.

Ich hoffe ich konnte vielen nahelegen, dieses Buch zu lesen.
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am 24. Juli 2012
Seit Wochen, ja Monaten steht dieses Büchlein auf der Spiegel-Bestsellerliste für Sachbücher ganz vorn. Da denkt sich der geneigte Leser doch: wenn es um Logik und Denkfehler geht, sollte ich doch mitreden können. Gedacht, getan.

Rolf Dobelli, 1966 in Luzern geboren. Er studierte Betriebswirtschaft an der Universität St. Gallen und arbeitete zunächst bei Tochtergesellschaften der Swissair-Gruppe. Mit Freunden gründete die Firma getAbstract, den weltgrößten Anbieter von komprimierter Wirtschaftsliteratur. Zudem ist er Gründer und Kurator von ZURICH.MINDS.

Mit fünfunddreißig begann er zu schreiben. Seine sechs belletristischen Werke sind bei Diogenes erschienen. Lesenswert (und diskussionswürdig) ist sein Essay "Vergessen Sie die News", das auf seiner Webseite heruntergeladen werden kann.

Zum Buch:

Die in Buchform erschienen Texte entstammen ursprünglich einer Kolumne namens "Klarer Denken" in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung. In diesen Kolumnen spürt Dobelli Denkmustern und Fallstricken nach, vor denen seiner Meinung nach niemand gefeit ist. Inhaltlich möchte auf das Buch gar nicht weiter eingehen. Die kurzen, meist dreiseitigen Texte sprechen da für sich.

Nach anfänglicher Begeisterung, nutzte sich die gewählte Sprache für mich schnell ab. Als Kolumne sind die Texte besser geeignet, denn als Buch. Zumindest wenn man die Texte am Stück lesen möchte.
Da ist dann viel Input im Spiel, der nicht in kurzer Zeit verarbeitet werden kann. Zudem macht es Dobelli dem Leser mit einer Vielzahl an Anglizismen schwer. Als deutscher Muttersprachler hätte nicht jeder Begriff in englische Managementbegriffe umgedeutet werden müssen. Zudem gibt es Wiederholungen bei der Auflistung der Denkfehler.

Die Themen werden oft nur angerissen, was sicher auch der Kolumnenform geschuldet ist. In einige Gedankenspiele hätte aus meiner Sicht mehr Tiefe gehört. Auch waren die angeführten Beispiele und psychologischen Experimente nicht neu. Einige Denkfehler werden künstlich mit Bedeutung aufgeblasen.

Trotz all der Kritik liest sich das Büchlein durch die knappen Kapitel kurzweilig. Es regt in weiten Teilen zumindest zum Nachdenken an und lässt einen eingefahrene Denkmuster erkennen. Trotzdem hat es nicht die Tiefe, die ich mir im Vorfeld erwartet und gewünscht hatte. Der Nutzen für das alltägliche Leben ist eher gering.

Nun soll im August auch noch "Die Kunst des klugen Handelns: 52 Irrwege, die Sie besser anderen überlassen" erscheinen. Höchstwahrscheinlich ohne mich.

Gesamtwertung: 3 / 5
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am 5. September 2012
Ein Buch anfänglich leicht zu lesen und durchaus humorvoll geschrieben. Nach dem 5. Denkfehler irgendwie ernüchtert wirkt und spätestes nach dem 10. Denkfehler langweilig, gar zu Depressionen oder Fragen, über den Sinn des Lebens, führen könnte. Bei mir aber zur puren Ablehnung des gesamten Buches führte. Trotzdem habe ich es weitergelesen. Was laut Autor Dobelli "The Sunk Cost Fallacy" - Theorie völlig irrational, ja sinnlos ist. Und da ist schon sein nächster Irrtum. Jeder menschliche Denkfehler soll Qualität und allgemeinbewiesene Unfehlbarkeit erreichen durch Verwendung von Anglizismen und englischer Phrasen. Grauenhaft! Macht sonst auch kein Völkchen außer die Deutschen. Der Autor selbst versucht menschliches Handeln auf reine psychologische Logarithmen zur reduzieren. Dabei vergessend, dass auch völlig Unsinniges Handeln des einen, die größte Lebensfreude der anderen sind. Das Prinzip Hoffnung, auf welchem das ganze Menschsein basiert, wird im Buch zerschmettert. Im Endeffekt ist das Leben ein riesen Irrtum. Und Kolumbus, hätte er das Buch vorher gelesen, wäre nie Seemann geworden. Ja nicht einmal das Rad wäre erfunden. Wenn der Autor wirklich so rational lebt, sitzt er bestimmt in einem dunklen geschlossenen Raum, nichts tun außer Tee trinken. Wobei er dann den Denkfehler unterliegt, dass viel Tee trinken gar nicht den Durst stillt, weil man ja ständig pullern muss. Schade auch. Viele Irrtümer greifen in Bereiche anderer Denkfehler, sodass schließlich nur noch 10 bis 15 übrig sind. Welche in vielen Deutschen Sprichwörtern seit tausenden Jahren bekannt sind. Wirklich genial und sehr hübsch anzuschauen sind die Graphiken von Birgit Lang. Die verdienen ein großes Lob und machen das Buch trotz der geringer Erkenntnistiefe sehr sehenswert. Fazit, das Buch kann man lesen, muss aber nicht.Die Kunst des klugen Handelns: 52 Irrwege, die Sie besser anderen überlassen
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am 2. November 2012
Es ist wirklich lobenswert, wenn sich ein Betriebswirt über die Fachgrenzen hinweg mit Themen anderer Disziplinen beschäftigt und dieses Wissen der Öffentlichkeit zugänglich macht. Somit hat das Buch mehr als nur einen Stern verdient.
Das Buch vermittelt eine Reihe von Verzerrungen im Denken und illustriert diese beispielhaft. Es wirft hingegen kein Licht auf die dahinterstehenden Mechanismen, Theorien und Menschenbilder der Psyhologen, die diese Befunde hervorgebracht haben. Somit ist die Auflistung von Denkfehlern nichts anderes als eine Anhäufing von Wissen, mit dem man zwar am Stammtisch glänzen kann, sich aber wohl kaum auf die allgemeine Lebensführung auswirken wird.
Man kann dieses Buch mit dem Sprachteil eines schlechten Reiseführers vergleichen, der zwar einzelne Sätze vermittelt, aber die zugrunde ligende Grammatik außer Acht lässt. FAzit: Ein netter Zeitvertreib ohne großer Wirkung und Erkenntnis.
Wer Interesse an einer Umfangreichen Auflistung an kognitiven Biases hat, der kann genauso gut auf wikipedia den Artikel zu "List of biases in judgment and decision making" lesen.
Wer gerne tiefer einsteigen möchte, dem empfiehlt sich das Buch "Schnelles denken, langsames denken" von Daniel Kahnemann, einem echten Fachmann auf dem Gebiet oder "Nudge. Improving Decisions About Health, Wealth, and Happiness" von Sunstein und Thaler.
Ein weiterer Kritikpunkt: der nicht besonders prosoziale Untertitel "52 Denkfehler, die Sie besser andere überlassen" ...
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