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308
4,1 von 5 Sternen
Imaginaerum
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59 von 76 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 3. Dezember 2011
Die Meinungen und Emotionen bei IMAGINAERUM gehen ersichtlich sehr auseinander,und letztlich lässt sich die Kontroverse auf einen zentralen Punkt reduzieren: IMAGINAERUM ist weniger klassisches (Symphonic-) Rock-Album, sondern eher ein Rock-Musical. (Und darüber hinaus eines, das 1. eher burlesk daherkommt und 2. zu dem noch die eigentliche Bühnenshow - hier: der Film zum Soundtrack - fehlt.)

Das ist grundsätzlich prima für all jene, die auch sonst gerne Musicals sehen und hören.

Es ist NICHT so toll für all diejenigen, die es - wie der Schreiberling dieser Zeilen - seit jeher etwas albern fanden, wenn dramatische Geschichten erzählt werden sollen und die Charaktere immer in den dramatischsten / emotionalsten / sonstwie ungünstigsten Momenten plötzlich anfangen, zu singen.

Daraus folgt: Wer mit Musicals auf Kriegsfuß steht, sollte sich IMAGINAERUM aus Prinzip nur mit Vorsicht nähern.

Musikalisch ist IMAGINAERUM eine Mischung aus Dark Passion Play (der Vorgängerscheibe) und einigen bisweilen irritierend neuen Ansätzen (Kinderchöre? Jazz?? Hörspiel???).
Nun ist es ja grundsätzlich sehr schön, wenn Musiker versuchen, sich stetig weiterzuentwickeln, nur sollte die Weiterentwicklung halt logisch und evolutionär sein und nicht mit großem "WIR MACHEN JETZT MAL WAS TOTAL ANDERES UND VERRÜCKTES!!!!!"-Leuchtschild daherkommen. Slayer fangen ja auch nicht an, Jodelcöre in ihre Alben zu packen, und sie wissen auch, warum.

Kompositorisch würde ich IMAGINAERUM als etwas schwächer als Dark Passion Play einstufen. Es gibt die obligatorische ruhige Ballade mit männlichem Gesang (Taikatalvi), aber sie bleibt hinter The Islander von Dark Passion Play zurück.
Es gibt den wüsten Rocker (Ghost River), aber er bleibt hinter Bye Bye Beautiful von Dark Passion Play zurück.
Es gibt den poppig angetouchten Ohrwurm (Storytime), aber er bleibt hinter Amaranth von Dark Passion Play zurück.
Es gibt den Opus Maximus-mäßigen 10-bis-15-Minuten-Übersong (Song of myself), aber er bleibt hinter dem zugegeben schwer zu toppenden The Poet and the Pendulum von Dark Passion Play zurück.
Und so weiter halt.

Ist also alles schlecht und grau? Natürlich nicht. Absolut gesehen haben Nightwish mit Storytime, Rest calm, Turn loose the mermaids und I want my tears back sehr schöne, eingängige und massenkompatible Songs an Bord, die sich auch auf der letzten Within Temptation-Scheibe (The Unforgiving) gut einfügen würden. Und der meterdick aufgetragene Bombast ist bis zu einem gewissen Grad sicherlich unterhaltsam.

Nur lag der Charme von Nightwish halt eigentlich darin, krachenden Metal mit engelsgleichen Stimmen und wunderschönen Balladen zu verbinden, und nicht darin, Andrew Lloyd Webber Konkurrenz zu machen.

In gewisser Weise segelt IMAGINAERUM daher unter falscher Flagge. Holopainen hätte Nightwish Nightwish sein lassen und sein Musical als separates Projekt verwirklichen sollen.

Insofern: klassischer Fall von misslungenem Marken-Management und daher von meiner Warte "nur" 3 Sterne.
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7 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 6. Dezember 2011
Ich bin doch etwas enttäuscht...

nach "Dark Passion Play", das mir trotz Wechsel der Sängerin überraschend gut gefiel, hatte ich mit einer Steigerung gerechnet, oder zumindest mit einer gleichbleibenden Qualität. Das kann man leider beides nicht von diesem neuem Album behaupten.

Der erste Song "Taikatalvi", der mir (trotz oder vielmehr wegen seiner Andersartigkeit) eigentlich sehr gut gefiel, ist leider sehr, sehr kurz geraten.
Ansonsten gefallen mir hier nur etwa die Hälfte der Songs wirklich. Bei "Dark Passion Play" waren es beinahe alle.
Der lange Song "Song Of Myself", auf den ich mich sehr gefreut hatte,enttäuscht mich fast noch am meisten. Ab der zweiten Hälfte besteht dieser nämlich nur noch aus Gesprochenem (Sprechgesang kann man das auch nicht nennen)zu langsamer Musik, das ziemlich bald leider auch langweilig wird.
Dabei fängt dieser Song eigentlich schön temporeich und gut an. Und selbst das langsame würde passen, wenn es sich nicht über 6 Minuten lang hinziehen würde! Das ist definitiv zu lange BlaBlaBla!
Ich weiß nicht wie es anderen geht,aber ich warte bei diesem Song immer darauf, das es jetzt wieder Temporeicher wird, was leider erst mit dem nächsten Song der Fall ist.
Am besten gelungen sind noch "Taikatalvi"(leider zu kurz), "Storytime", Slow, Love, Slow", "Scaretale" und "Last Ride Of The Day". "Turn Loose The Mermaids" ist noch eine schöne Balade geworden, die mir auch gut gefällt.

Von dem Kalender hatte ich auch mehr erwartet.
Er ist zwar sehr schön gestaltet, aber leider ein wenig sehr klein. Ich nahm an, er wäre etwas größer, doch tatsächlich ist er kaum größer als die Cd-Box. Und von einem Poster erwarte ich eigentlich, das es auch Postergröße hat, was man von diesem sogenannten Poster auch nicht behaupten kann.

Fazit: An solch geniale Alben wie "Wishmaster" und "Once" kommt dieses Werk echt nicht heran. Es erreicht nicht mal "Dark passion Play" und gleicht für mich eher einem Rückschritt, als einer Weiterentwicklung. Ich hatte mir für das Geld ein ganz klein wenig mehr erwartet.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
Ich bin ja eher jemand der härtere Musik mag, ab und zu kann es dann auch mal ein wenig ruhiger zugehen. Leider ist dieses Album ohne nennenswerte Höhepunkte für mich. Es plätschert da so vor sich hin. - Bis auf eine Ausnahme: "Slow, Love, Slow", die mich kurz aufhorchen ließ. - Dieses Stück finde ich noch am Besten gelungen, ansonsten reißt mich nix vom Hocker. Als Hintergrundmusik ganz okay, mehr ist es aber für mich nicht.
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6 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 4. Dezember 2011
Nightwish ist seit DPP (wobei mir die alten Alben, speziell Once, auch sehr gut gefallen) meine absolute Lieblingsband. Dieses Album habe ich den letzten 4 Jahren rauf und runter gehört. Im letzten Nightwish-Teaser erzählt Marco, dass Imaginaerum 6 x besser als DPP sein soll. Nach dieser ganzen Selbstbeweihräucherung waren meine Erwartungen dann ziemlich hoch. Nach dem ersten Hören war ich enttäuscht. Das Album gefällt mir, keine Frage. Aber es wirkt nicht ausgereift. Hier ein paar Beispiele:

- Das Intro plätschert vor sich hin.

- Slow Love Slow ist wunderschön, aber die Uhr tickert einfach zu lange. Es nervt.

- Rest Calm: das Ende zieht sich.

- Song of Myself: Ich habe etwas wie The Poet and the Pendulum erwartet. Bis 07:07 ist das Stück genial, danach fällt es nur noch ab. Mag sein, dass das Gesprochene ergreifend ist, aber Herr Holopainen hat nicht bedacht, dass ein Song nicht nur einmal gehört wird. Ab der Stelle wird geskippt.

Anette Olzon gefällt mir auf dem Album sehr gut. Sie hat ihre Stimme sehr eindrucksvoll eingesetzt. Wenn sie ab und zu etwas dünn rüberkommt, ist es ein Abmischproblem. Es wäre besser gewesen ihre Stimme hervorzuheben, wie es bei Tarja durchweg gemacht wurde.

Positiv: Der Kinderchor gefällt mir, passt sehr schön zu den Songs. Besonders zu Scaretale.

Parallelen zu Dschingis Khan und Metallica auf dem Album sind erkennbar. Und den Refrain zu Last Ride of the day habe ich auch schon mal gehört.

Ich kann leider nur 3 Sterne geben, da ich doch zu oft skippen muss, was ich bei dem Vorgänger nicht machen musste. Vielleicht war die Marketing-Strategie der Plattenfirma die Erwartungen künstlich hoch zu schrauben nicht so geschickt.
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10 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 8. Dezember 2011
Eines Vorweg: Dies wird keine "früher war alles besser Rezension", nur weil da oben 3 Sterne prangen. Nightwish anno 2011 sollte sich nicht mehr am alten Stil von "Angels Fall First" bis "Century Child" messen lassen, sondern am "neuen" Nightwish, von "Once" bis "Dark Passion Play".
Richtig gelesen, der Bruch in Herrn Holopainens Werk fand nicht mit erst mit der Auswechslung der Sängerin statt, sondern bereits mit dem sehr in Richtung Filmmusik-Bombast gehenden Album Once, das noch mit Tarja aufgenommen wurde.

Mit Imaginearum liegt nun die logische Konsequenz dieser Entwicklung vor, welche die Fans entweder begeistert oder leicht befremdet zurücklässt. Schockiert wird wohl nach Once und Dark Passion Play niemand beim Hören von Imaginaerum reagiert haben.

Imaginaerum klingt so, als habe sich Nightwish-Mastermind Holopainen mit Andrew Lloyd Webber und Danny Elfman zusammengeschlossen. Ein waschechtes Filmmusik-Musical, das mit seinen Kinderchören, Bombast und düster-skurilen Einschüben umgehend an Elfmans Soundtrack "Alice in Wonderland" erinnert.

Die Stücke sind abwechslungsreich, poppig, rockig, beschwingt und (teilweise auch) ohrwurmtauglich.
Eigentlich nichts was man bei einer originären Metal-Band erwarten würde.

Imaginaerum (Ima) klingt mehr wie ein Projekt. Es macht Laune, es klingt toll und es wäre noch toller, wenn man das dazugehörige Musical dann auch mal zu Gesicht bekäme.

Dem ist aber (noch) nicht so. Die Musik steht bis zu einer Veröffentlichung (noch) für sich allein und wirkt daher etwas zusammenhangslos und wirr. Im längsten Stück, "Song of Myself", gibt es längere gesprochene Passagen, die im Rahmen einer Aufführung mit Sicherheit ihre Daseinsberechtigung haben, innerhalb eines Liedes jedoch überflüssig sind. Nicht umsonst schneidet man aus Musical-Aufnahmen die meisten gesprochenen Passagen heraus, so dass dem Hörer allein die Musik bleibt.

Was bleibt ist ein zunächst positiver Gesamteindruck, der durchaus seine 4 Sterne verdient hätte, wenn die Zusammenhänge etwas nachvollziehbar werden, (was ja durch die Veröffentlichung des Musicalfilms noch passieren wird). Bis dahin ist diese Mischung aus Soundtrack, Musical, Pop, Rock, Jazz (!- "Slow, Love, Slow") und Metal jedoch zu fragmentartig und blutleer. Hinzukommt, das ausnahmslos alle Stücke (auch Stand-Alones) kompositorisch leicht hinter Dark Passion Play (DPP) zurückbleiben.
DPP hat "The Islander", Ima hat "Taikatalvi". DPP hat "Amaranth", Ima hat "Storytime". DPP hat "The Poet and the Pendulum", Ima hat "Song of Myself". DPP hat "Sahara", Ima hat "Arabesque".
Stets die gleichen Grundschemata und dennoch hat DPP bei allen Songs ganz leicht die Nase vorn.

Noch nie lag zwischen zwei Nightwish-Alben soviel Zeit. Stolze 4 Jahre haben die Finnen ihre Fans warten lassen; in der selben Zeit haben sie früher schon mal 3 Alben und ein Livealbum rausgebracht! Obwohl Nightwish 4 Jahre Zeit hatten ist das Ergebnis leicht enttäuschend.

Zudem wäre es angeraten gewesen, das "Projekt" auch unter dem Namen Imaginaerum zu vermarkten. Wenigstens als "Nightwish presents", oder so.
Denn Ima bricht aus der Nightwish-Discographie gewaltig aus.

So segelt man unter falscher Flagge neuen Verkaufsrekorden entgegen, was sowohl alten als auch neuen Fans teils sauer aufstoßen könnte.

Fazit:
Mit Zusammenhang wäre schöner! Normalerweise veröffentlicht man den Soundtrack zeitgleich zum Film/Musical und nicht ewig lang vorher. So muss sich Imaginaerum (vorläufig) den Vorwurf der Konzeptlosigkeit gefallen lassen.
Sobald der Film draußen ist und sich die Songs gut in eine Rahmenhandlung einpassen gibt es die verdienten 4 Sterne. Der fehlende fünfte Stern ist subjektiver Natur. Ich habe mich daran gewöhnt, dass "Once" und "Dark Passion Play" genauso zu Nightwish gehört wie Angels Fall First, Wishmaster, Oceanborn und Century Child. Aber Imaginaerum gehört - und das ist meine persönliche Meinung - keineswegs dazu.

Dennoch: Für Soundtrackfans und Nightwishfans (seit Once) eine ganz klare Kaufempfehlung!
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23 von 33 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 3. Dezember 2011
...würde bestimmt ein Drittel der 5 Sterne Geber dieses Album ganz anders bewerten! Auch nach dem X-ten Durchlauf bleibt mir zu wenig hängen für einen so begnadeten Songwriter wie Holopainen. Hätten Bands wie Dawn Of Destiny oder Arven so ein Album veröffentlicht, würde es zerrisen werden, aber bei Nightwish hört man sich es eben schön!
Die meisten Ideen hat man auch schon auf dem letzten Album gehört und Exoten wie "Slow, Love, Slow" kann man gut finden, muss man aber nicht... ansonsten hört man die ewig gleichen Chören und Streicher, bekannte Melodien oder Ideen, die man gut nebenbei hören kann, aber bei mir zumindest nicht hängen bleiben!
Schlecht ist das Album nicht, richtig gut finde ich es aber auch nicht. Wenn ich lese, dass ein Lied wie "Song Of Myself" das Herzstück sei, dass alle Stärken bündle, dann frage ich mich, wie voreingenommen man sein muss, um das zu schreiben. Für mich hat dieser Song gar nichts, außer viel zu viel Langeweile und ist für mich nicht mal ansatzweise ein Vergleich mit "The Poet And The Pendulum", den ich herausragend fand. Geschmäcker sind verschieden, sollen sie auch bleiben! Dennoch bin ich überzeugt, dass "Imaginaerium" nicht ansatzweise so euphorisiert werden würde, stände da nicht Nightwish drauf! Denn diese Band kann wesentlich bessere Songs schreiben!
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8 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 2. Januar 2012
ich muss ehrlich sagen, als Tarja noch da war, fand ich Nightwish echt besser, sie hat die Band außergewöhnlich, ja zu etwas besonderem gemacht, inzwischen ist Nightwish für meinen Geschmack ziemlich seicht geworden. Die Songs auf dem Album sind aber ok, ich fande einige sehr ansprechend, aber es reist mich jetzt nicht vom Hocker. Ich würde mal sagen, es muss jeder selber wissen, welchen Musikstil er besser findet oder welche Sängerin bevorzugt wird.
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27 von 41 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 2. Dezember 2011
Drei mal gehört und schwer enttäuscht. Hier wird tief in der Kitsch- und Bombast-Schublade gewühlt. Ganz nach dem Motto wir haben ein Orchester und einen Chor, also nutzen wir den auf Teufel komm raus. Ein paar exotische Instrumente könnte man auch noch verbraten und ein wenig Musical wäre auch nicht schlecht. Hier will man vieles vereinen, enorm viel Ideen zusammenbringen und ambitioniert zur Sache gehen. Meiner Meinung nach, erschlagen Nightwish die meisten Songs mit zuviel Gedöns. Da kommt manchmal fast ein wenig Fremdschämen auf. Dschinghis Khan-Chöre, ein bisschen Phantom der Oper, ein wenig Kelly Familiy. Nee, über's Ziel hinausgeschossen. Die gigantische Produktion lenkt von der Leere ab die in den meisten Songs herrscht. Die Härte kommt nur noch selten zum Tragen, die Melodien sind recht einfach gestrickt. Natürlich blitzen hier und da wieder "alte" Nightwish durch. Aber diese kurzen Höhepunkte sind leider viel zu selten. Mich kann das Album leider nicht in seinen Bann ziehen. Aber eben; es ist auch nur meine Meinung und es wird genug Menschen geben, die dieses Album lieben werden. Und so soll es auch sein.
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12 von 19 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 3. Dezember 2011
Moment mal, steht da nicht groß Nightwish auf dem Cover ?

Ich weine Tarja ja keine Träne nach, wenn ich mir anhöre, was sie aktuell produziert, aber immerhin hatte die Zeit mit ihr eine Konstante: Power. Stimmlich und musikalisch. Beim Hören der aktuellen Scheibe von Nightwish habe ich aber bisweilen das Gefühl, es musste im Zuge einer besseren Ökobilanz Strom gespart werden, so selten hört man die E-Gitarre.

Mir gefällt das Album, aber Nightwish ist das für mich nicht, es sei denn Nightwish bedeutet, um jeden Preis anders zu sein und unbedingt anders "abzuliefern" als von vielen erwartet.

Ich würde die Scheibe eher "Project Imaginaerum by Tuomas feat. Nightwish" nennen. Das ist kein Metal gepaart mit Klassik. Das ist eher ein zirkusmäßig bunt zusammengewürfelter Stilmix aus dem, was die Musik hergibt, der fasziniert, abgeschmeckt und arrangiert von einem Genie nahe am Wahnsinn. Ein fantastisches Hörerlebnis, das beim Hören Bilder im Kopf erzeugt, und ich bin gespannt auf den Film, so es denn einen geben wird.

Aber eben mehr Musical, Hörspiel und Soundtrack als Powerplay zum abrocken. Fünf Sterne für das Klangerlebnis, einen Stern Abzug, weil Nightwish drauf steht, und einen, weil's nicht mehr rockt.
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8 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 1. Januar 2012
Da ist sie nun, die lange erwartete neue Nightwish! Nach nun mehr x-fachen Durchläufen hält sich meine Begeisterung jedoch in (unerwartet) engen Grenzen. Doch zunächst das positive, die Arrangements sind wie zuletzt auch absolut klasse, auch das Marco's Anteil am Gesang zunehmend größer wird. Gleichzeitig ist das jedoch auch ein Punkt, an dem sich die Gemüter scheiden werden, denn solange Tarja die Vocals hatte, war, von wenigen Ausnahmen abgesehen, kein anderer Sänger notwendig. Ich möchte jetzt keine neue Diskussion bzgl. Tarja und/oder Anette in Gang bringen oder fortsetzen, dennoch wird zunehmend deutlich, dass mit dem Wechsel der Lead-Vocals ein Stilwechsel nicht nur hörbar sondern scheinbar auch notwendig wurde. Vieles von dem, was Nightwish ausgezeichnet hat, ist leider auf der Strecke geblieben bzw. bis zur Unkenntlichkeit verschwommen.

Nach dem von Marco vorgetragenem (finnischen) Intro geht es schon los, ein netter, mit etwas härteren Gitarren und Keyboards aufgeblasener Pop-Song, die erste Single-Auskopplung "Storytime", gute Idee, für meinen Geschmack jedoch etwas zu süß. "Ghost river" beginnt vielversprechend, kann die Erwartungen dann jedoch nicht erfüllen, der Refrain (mal wieder Marco) rettet den Song dann doch noch. Mit "Slow, love, slow" folgt ein, für Nightwish, ungewohnter Stil, es geht in Richtung Jazz, wirklich schön zu hören. Im Radio etwa würde ich bei diesem Titel kaum an Nightwish denken.
Mit "I want my tears back" dann das erste wirkliche Highlight, es geht in Richtung Celtic Pop/Rock. Hier kommt erstmalig das Gefühl auf, dass Anette nicht nur Pop-Nummern, sondern auch härtere Songs singen kann. Die Brücke erinnert ein wenig "Lord of the dance" & Co, fehlt eigentlich nur das Steppen, dennoch ein brauchbarer Song, nicht zuletzt dank Marco.
"Scaretale" mit Kinderchor, nun ja, wer es mag, für mich der schlechteste Song auf dem Album, ein Stil-Mix aus Klassik, Folklore & Zirkusmusik, Anette mit teilweise richtig fetzigen Vocals, leider dann aber auch Micky Mouse-Anleihen. Es folgt "Arabesque", ein Instrumental, okay.
"Turn loose the mermaids", ein Titel, der Anette auf den Leib geschrieben wurde, eine Ballade, erneut mit Celtic-Einflüssen, wie schon "Slow, love, slow" wirklich schön zu hören.
"Rest calm" beginnt in bester Nightwish-Tradition, Marco übernimmt einmal mehr die "harten" Vocals, während Anettte überwiegend für die geschmeidigen Momente zuständig ist. Mit "The crow, the owl and the dove" folgt eine, von Marco geschriebene, Ballade, das Zusammenspiel beider Stimmen funktioniert einwandfrei. Mit "Last ride of the day" werden wieder ein, zwei Gänge zugelegt, der Titel könnte gut als Single funktionieren, etwas verwundert war ich jedoch beim Refrain, da mich Anettes Stimme dort doch sehr an "Blümchen" (Jasmin Wagner) erinnert hat (insbesondere nach der Bridge), ob der Titel wohl mit ihr ebenso funktionieren würde? Ungeachtet dessen ein wirklich gut zu hörender Titel.
"Song of myself" als vorletzter Titel, eigentlich der einzige Titel, der meine Erwartungen voll und ganz erfüllt, ein langer Titel im Stile von "Poet and the pendalon" von DPP, richtig gut. Den Abschluss macht ein Medley der Album-Titel "Imaginaerum", zusammengestellt und arrangiert von Pip Williams, nett, aber nicht notwendig.

Unterm Strich bleibt ein zwiespältiges Album, das sich sicherlich recht gut verkaufen wird. Es enthält gute Ideen und einige richtig gute Songs, bleibt allerdings hinter DPP zurück. Wer, wie ich, das Doppelalbum mit den entsprechenden Instrumental-Fassungen hat, kann feststellen, dass einige Titel im Instrumental-Gewand deutlich besser funktionieren, erst recht dann, wen man sich dazu andere Stimmen (Nein, nicht unbedingt Tarja!) vorstellt.

Im Auto höre ich alle Nightwish-Titel in alphabetischer Reihe, also mal mit Tarja, mal mit Anette, die meisten Songs funktionieren so recht gut, machen aber auch immer wieder deutlich, was 2005 wirklich zu Ende ging. Auf Anspiel-Tipps verzichte ich dieses Mal
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