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35 von 38 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Rabbit Hole - ein Meisterwerk!
"Es ist nichts mehr schön", sagt Becca (gespielt von einer hervorragenden Nicole Kidman). Sie spricht sehr bestimmt, doch ihre Stimme zittert. Becca zerbricht an dieser Wahrheit und auch ihr Mann Howard (gespielt von Aaron Eckhart) ist hilflos.
Ihr einziger Sohn ist tot - er wurde vor acht Monaten überfahren!

Sie flüchten voreinander und...
Veröffentlicht am 18. November 2011 von hs

versus
3.0 von 5 Sternen Hmmm
Ich weiß nicht so Recht, was ich von dem Film halten soll. Wir lernen eine Ehepaar kennen, das mehr oder weniger kürzlich sein Kind bei einem Autounfall verloren hat. Das ganze belastet die Ehe natürlich sehr... und aus irgendeinem Grund will die Frau mit dem Jungen, der ihr Kind überfuhr, reden... dem Jungen kann man da keinen allzu großen...
Vor 7 Monaten von il pi veröffentlicht


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35 von 38 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Rabbit Hole - ein Meisterwerk!, 18. November 2011
Rezension bezieht sich auf: Rabbit Hole [Blu-ray] (Blu-ray)
"Es ist nichts mehr schön", sagt Becca (gespielt von einer hervorragenden Nicole Kidman). Sie spricht sehr bestimmt, doch ihre Stimme zittert. Becca zerbricht an dieser Wahrheit und auch ihr Mann Howard (gespielt von Aaron Eckhart) ist hilflos.
Ihr einziger Sohn ist tot - er wurde vor acht Monaten überfahren!

Sie flüchten voreinander und wollen sich in einem Kaninchenbau (Rabbit Hole - deswegen der Titel) verstecken. Aber sie kommen nicht vom Fleck.
Bleierne Schwere liegt über dem Leben von Howard und Becca, auf das die beiden keinen Zugriff mehr haben. Mit kleinen Lügen und großem Schweigen versuchen sie zurechtzukommen - irgendwie. Aber das geht nicht, weil sich die Welt draußen einfach weiterdreht. Beccas Schwester zum Beispiel hat einen neuen Freund und ist schwanger.
Wenn ein Kind tot ist, gucken alle anderen Leute immer komisch: Es ist nicht einfach für Howard und Becca, mit ihren Schmerzen umzugehen. Doch sie finden Möglichkeiten, getrennt voneinander: Howard kifft mit einer Bekanntschaft aus der Selbshilfegruppe um die Wette, Becca sucht die Konfrontation mit dem Teenager, der ihr Kind überfahren hat.
Jeder stirbt für sich allein, jeden Tag ein bisschen mehr - und verletzt dabei seine Liebsten, so sehr es geht. Doch am Ende sitzen Becca und Howie in einer berührenden, zärtlichen und hoffnungsvollen Szene nach einer Grillparty in ihrem Garten. Und das Leben geht weiter...

Wo gibt es Trost? Wo gibt es Kraft? John Cameron Mitchells einfühlsame, schmerzhafte Inszenierung ist ein essenzieller Blick in zerstörte Seelen. Unerträglich realistisch (fast schon brutal ehrlich) schildert er in "Rabbit Hole" einen schmerzhaften Prozess, ist aber mitnichten weinerlich - sondern zeichnet mit leisem, geistreichem Humor und großem Verständnis ein komplexes Doppelporträt - phänomenal gut gespielt von Nicole Kidman, die für ihre Rolle oscarnominiert war, und Aaron Eckhart.

Im insgesamt enttäuschenden Bonusteil der Disc ist lediglich der Audiokommentar interessant, der Rest eher weniger. Auch Bild & Ton können nicht wirklich vollkommen überzeugen.

FAZIT: Ein sehr sehenswerter Film, mit einer herausragenden schauspielerischen Leistung von Nicole Kidman. Ein absolutes Meisterwerk. Unbedingt anschauen!
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Salut für Nicole Kidman: ein großer kleiner Film, 5. September 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Rabbit Hole (DVD)
Diese Rezension soll vor allem dazu dienen, die Verehrung des Rezensenten für Nicole Kidman zu verdeutlichen. Sie spielt hier nicht nur die Hauptrolle, sondern war auch maßgeblich an der Produktion dieses vergleichsweise stillen Dramas beteiligt. Doch vor allem beweist sie hier einmal mehr, daß sie unter den zeitgenössischen Schauspielerinnen Hollywoods eine der besten, der wandelbarsten und mutigsten ist.

Inhaltlich ist dies schnell erzählt: Zu Beginn der Handlung sind es bereits 8 Monate, seit Becca (Kidman) und Howie Corbett (Aaron Eckhart) ihren Sohn Danny zu Grabe getragen haben. Der Junge wurde Opfer eines Autounfalls. Fahrer des Wagens war der junge Jason (Miles Teller), ein Schüler noch, der nachweislich keine Schuld am Unfall trug, den die Eltern des toten Kindes auch nicht dafür verantwortlich machen. Sie versuchen, ein jeder auf seine Art und Weise, mit dem Verlust fertig zu werden. Während Howie in Selbshilfegruppen geht und dort andere trifft, die ebenfalls nicht mit dem Tod ihrer Kinder klar kommen, flieht Becca in ausladende Koch- und Backsitzungen, die teilweise Tag und Nacht andauern. Ihre Mutter Nat (Dianne Wiest), ebenfalls leidend unter dem Verlust eines damals allerdings schon erwachsenen Kindes, Beccas Bruder Ben, versucht alles mögliche, ihrer Tochter beizustehen, doch führt dies immer weiter zu Verwerfungen zwischen den beiden. Howie weiß sich kaum mehr zu helfen, je mehr Becca alles aus dem gemeinsamen Haus entfernt, das an Danny erinnert. Schließlich will sie sogar das Haus selbst verkaufen. Während Howie schließlich gemeinsam mit einer Bekannten aus der Selbsthilfegruppe langsam über den Verlust hinwegkommt, trifft Becca zunächst zufällig, dann immer gewollter den jungen Jason. Es entwickelt sich eine zarte, vorsichtige Bekanntschaft, an der nach und nach auch die Wunden dieser beiden verheilen könnten...

Es passiert nicht viel in diesem Film. Es wird geredet und manches Mal sehen wir, wie Blicke jedes Wort ersetzen, das gesagt werden könnte. Es kann aber oft nichts mehr gesagt werden, zu eindringlich, zu nah, zu schmerzhaft ist das, was diesen Menschen zugestoßen ist. Daß der Film - basierend auf einem Theaterstück, dessen Autor David Lindsay-Abaire hier auch für die Leinwandadaption verantwortlich war - Monate nach dem Unglück einsetzt und damit dem Zsuchauer - aber auch sich selbst - möglicherweise allzu dramatische, gar melodramatische Szenen von Aus- und Zusammenbrüchen erspart, kommt ihm sehr zugute, denn dadurch wird es ein leiser, stiller Film, der die Beschädigungen seiner Protagonisten einserseits genau untersuchen und darstellen kann, doch nicht in der Darstellung reinen Schmerzes verhaftet bleiben muß. Diese Figuren sind bereits auf der Suche nach Hilfe, in sich, aber auch im Außen. Es gibt sogar einige Szenen, die den Zuschauer durchaus schmunzeln lassen. Leicht macht es sich der Film allerdings keienswegs. Er geht keine klischeehaften Wege, die tausendmal erzählt sind. Eine Ehekrise gibt es, aber nicht den unvermeidlichen Ausrutscher oder die Trennung, keine Andeutung einer Liebesgeschichte zwischen der Mutter und dem Verantwortlichen am Tod ihres Sohnes. Diese Menschen wollen zueinander finden, sie wollen sich trösten und auch trösten lassen. Die Stärke des Stücks ist, aufzuzeigen, daß es die einfachen und hilfreichen Antworten nicht gibt. Wahrscheinlich auch einfach nicht geben kann, nach dem Verlust eines Kindes. Und zwar für niemanden. Auch nicht für den unschuldig schuldig gewordenen Fahrer des Wagens, der noch ganz am Anfang seines Lebens steht und den Rest davon so schwer wird tragen müssen.

"Rabbit Hole" gelingt es, vollkommen ohne Sentiment auszukommen. Weder wird der Film kitschig, noch ergibt er sich der Möglichkeit, die Gefühle des Publikums - was beim Thema Kindesverlust immer naheliegt - mit dauernden Gefühlsausbrüchen der Protagonisten zu strapazieren. Und dennoch ist er nicht kühl oder distanziert, sondern sehr nah an seinen Figuren, vor allem an Becca. Und es sind die Schauspieler, die die Handlung tragen, die Figuren glaubhaft und den Film damit so außergwöhnlich machen. Allen voran - wie schon erwähnt - Nicole Kidman, die dieser Becca nicht nur überzeugend die Verletztheit gibt, sondern auch deutlich herausarbeitet, wie verletzend sie sein kann. Sie verzichtet dabei auf jedes Überagieren, ihre Bewegungen, die Blicke und Gesten - oft nur Andeutungen, selten voll ausgespielte Physis - erzählen unendlich viel über Schmerz und Leid und den Versuch, den Kopf über Wasser zu halten, egal, was das kostet. Und zugleich macht sie glaubhaft, warum diese Frau schlichtweg nicht will, daß der Schmerz weggeht, warum sie sich dem Schmerz ausliefert und gegenüber ihrer Umwelt darauf beharrt, daß dieser Verlust eben derart einschneidend und absolut ist, daß danach eben "nichts mehr ist, wie es mal war". Nichts. Wenn man ihr zusieht und weiß, was für Leistungen sie schon vollbracht hat - sei es in Kubricks unterschätztem "Eyes Wide Shut", sei es kürzlich erst in "The Paperboy", wo sie ebenso überzeugend eine vollkommene Südstaatenschlampe gibt oder sei es in Lars von Triers "Dogville", jenem Filmexperiment, das eher Theater darstellt und eine Tour de force gewesen sein muß - dann muß man konstatieren, daß sie eine DER Schauspielerinnen ihrer Zeit ist. Eben wandelbar, mutig (hier auch mit Mut zur Hässlichkeit), aber auch und vor allem fähig zu den Zwischentönen, den Gesten und Blicken, die eben mehr sagen, als alle erklärenden Worte es könnten. Fast durchscheinend, fast transparent mutet sie hier manches Mal an. Und dann bricht doch ein Lächeln durch ihre Züge, wenn sie mit Jason auf einer Parkbank sitzt, redet und seinen Comic "Rabbit Hole" betrachtet, in dem ein Junge in andere, parallele Universen eintauchen kann, Orte, an denen sie, Becca, eine andere Version ihrer selbst vermutet, die glücklich sei - und darin Trost findet.

Der ebenfalls großartige Aaron Eckhart läßt Howie hilflos wirken, wütend gegen ein Schicksal, das er nicht versteht, auch nicht verstehen oder akzeptieren will, das er ausblenden will, indem er alles läßt, wie es ist, ganz so, als käme der tote Danny gleich nach hause - und dennoch gibt er ihm Würde und Tiefe. Manches wird lediglich angedeutet, doch Eckhart versteht es, hinter jeder Andeutung die Beweggründe schimmern zu lassen. Und auch zu erwähnen ist die großartige Dianne Wiest. Ihre Interpretation der Nat, einer ebenfalls schon lange verletzten und auch gebrochenen Frau, die über den Tod des eigenen Kindes - auch wenn dieses, wie wir in einer äußerst schmerzhaften Szene erfahren, ein Junkie und offensichtlicher Tunichtgut war - ebenso wenig hinweggekommen ist, wie Becca über den Tod Dannys hinwegzukommen scheint, ist geprägt von extrem leisen und vorsichtigen Tönen und Blicken. Immer wieder sehen wir, wie sie auf ihre Tochter blickt, gegen deren zwischenzeitlichen Furor sie sich nicht durchzusetzen weiß, deren Schmerz sie nichts entgegenzusetzen hat, und in diesen Blicken sehen wir den doppelten und dreifachen Schmerz derer, die sich selbst nicht zu helfen wissen und erst recht nicht jenen, denen sie so gern helfen würden.

Ein Schauspielerfilm, der es weder sich, noch seinen Figuren und erst recht nicht seinem Publikum einfach macht, der keine letztgültigen Antworten weiß und uns einfach damit entläßt, daß er eine Möglichkeit - lediglich eine Möglichkeit - zeigt, die eine stille Hoffnung auf Heilung in sich birgt. Großartig.
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11 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen "Bete zu mir und ich behandele dich wie Dreck!", 29. Oktober 2011
Rezension bezieht sich auf: Rabbit Hole (DVD)
So denkt Becca(Nicole Kidman) über Gott, seit ihr Sohn bei einem Autounfall ums Leben kam. Niemand hatte Schuld, keiner konnte es verhindern, aber der Tod des Jungen vor acht Monaten liegt wie ein Fluch über der Ehe von Becca und Howie(Aaron Eckart). Die beiden reden nicht über den Tod des Sohnes, sie schlafen nicht mehr miteinander und auch die gemeinsamen Abende in der Gruppe von Eltern, die ihre Kinder verloren haben, helfen Becca nicht. Sie bricht ab und stürzt sich in ihre eigene Art von Trauer. Fast schon obsessiv mischt sie sich in die Schwangerschaft ihrer Schwester Izzy(Tammy Blanchard) ein und versucht nebenbei alle Spuren des eigenen Sohnes verschwinden zu lassen. Letztendlich nimmt sie sogar Kontakt zu dem jungen Unfallfahrer Jason(Miles Teller) auf, ohne genau zu wissen, warum sie das tut. Howie verzweifelt an Becca. Er denkt darüber nach, sie zu verlassen oder einen Seitensprung zu begehen. Eines ist Howie in jedem Fall klar: So kann es nicht weiter gehen...

Nach dem Bühnenstück von David Lindsay-Abaire hat Cameron Mitchell seinen Film -Rabbit Hole- inszeniert. Der Sprung von der Bühne ins Medium Film, der schon so manchem Regisseur misslungen ist, hat bei Mitchtell gut geklappt. -Rabbit Hole- ist zwar ruhig, ernst, dramatisch und alles andere als aktionslastig, aber er ist ein "echter" Film. Nicole Kidman und Aaron Eckart sollen sich die Bälle des schwierigen Dramas zuspielen. Es ist vor allem Eckart, der die Produktion trägt. Wie er Howie Corbett gibt, das ist wirklich lebensnah und stark gespielt. Kidman überzeugt größtenteils durch gutes Schauspiel, allerdings wirkt sie in einigen Szenen wie ein ziemlich "dünner Kleiderständer" dem man die verzweifelte Mutter irgendwie nicht so ganz abnimmt. Die Nebenrollen des Films sind exquisit besetzt.

John Cameron Mitchell hat mit -Rabbit Hole- ein schwergewichtiges Drama auf die Filmrolle gebannt. Das wird Freunde dieses Genres sicher begeistern. Für die schnelle Unterhaltung zwischendurch ist der Film jedoch ungeeignet. Ich persönlich habe ein wenig gebraucht, bis ich in der Story war, dann hat sie mich jedoch mitgenommen. "Viel Spaß" kann man hier beim Zuschauen wirklich nicht wünschen, dafür behandelt der Film ein viel zu ernstes Thema. Den Kern der Trauer und den Schwierigkeiten, diese zu verarbeiten, hat John Cameron Mitchell, mit Hilfe von Kidman und Eckart, in jedem Fall sehr gut erfasst.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Der Tod unseres Kindes..., 9. Oktober 2013
Von 
Ray "rayw260" (Rheinfelden) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)   
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Rabbit Hole (DVD)
John Cameron Mitchell ist ein sehr interessanter Filmemacher, der mir schon mit dem sehr unkonventionellen "Shorbus" gefilel und inzwischen den Independent Sektor verlassen hat, weil er in "Rabbit Hole" mit dem Filmstar Nicole Kidman bereits als potentieller Oscarkandidat gehandelt wurde. Er hat zwar eine Nominierung verpasst, aber seine Hauptdarstellerin durfte sich freuen. Eine weitere Nominierung für die Oscarpreisträgerin aus "The Hours".
"Rabbit Hole" ist aber ein Film, der nicht gerade zum Lachen ist. Das Drama ist durchweg traurig, hat aber doch einige Hoffnungsschimmer zu bieten. Das Drehbuch ist eine Adaption des Theaterstücks von David Lindsay Abaire aus dem Jahr 2005.
Dabei geht es um das Trauma eines Ehepaars, das vor 8 Monaten ihren kleinen Sohn durch einen tragischen Autounfall verloren hat. Sowohl Becca (Nicole Kidman) und Howie (Aaron Eckhard) versuchen das Schicksal gemeinsam zu verarbeiten, doch das will den beiden leider nicht besonders gut gelingen. Sie besuchen eine Selbsthilfegruppe, dort lernen sie auch Gabby (Sandra Oh) und ihren Mann kennen, die auch ein Kind verloren haben und schon 8 Jahre die Gruppe besuchen. Becca kann nicht vom Gruppengeschehen profitieren, sie verlässt die Gruppe und versucht immer mehr das Geschehene zu ignorieren, indem sie versucht sämtliche schmerzliche Erinnerung an das Kind auszuradieren. Selbst der Hund der Familie hält sich zur Zeit bei Beccas Mutter (Dianne Wiest) auf, weil Becca den Anblick nicht ertragen kann. Als Izzy (Tammy Blanchard), Beccas Schwester schwanger wird, verstärkt sich das Problem noch zusätzlich, die Ehe steht bald auf der Kippe. Da trifft Becca zufällig auf den Student Jason (Mike Teller). Der junge Mann ist der Unglücksfahrer und zeichnet Comics zum Thema Parallelwelten...
"Rabbit Hole" ist ein leiser, ruhiger Film, der seinem Thema sehr gerecht wird und schon gar keine Allerweltslösungen anbietet, er macht aber Hoffnung, dass die Zeit ein bisschen die Wunden heilen kann und er legt auch offen, dass es mehrere Herangehensweisen gibt, um mit diesen traumatischen Ereignissen weiter leben zu können. In einem der besten Momente des Films erzählt Beccas Mutter, gespielt von der zweifachen Oscarpreisträgerin Dianne Wiest, wie sie mit dem Drogentod ihres Sohns umgegangen ist und nennt das Beispiels eines Steins, den sie immer - ihr ganzes Leben lang - mit sich tragen wird und das es bezogen auf den geliebten Menschen, den man verloren hat, sogar wertvoll und gut ist, dass es diesen Stein gibt, der schmerzvoll wirkt.
"Rabitt Hole" ist auch ein Schauspielerfilm, sehr gut die Leistungen von Kidman und Eckhard, die sich bemühen ihre Liebe zu retten, auch wenn dies angesichts dieses grausamen Schicksals zukünftig offen bleibt.
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5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Trauer ist Arbeit., 10. Juni 2012
Von 
Lothar Hitzges (Schweich, Mosel, Germany) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Rabbit Hole (DVD)
Vor acht Monaten verlor das Ehepaar Becca und Howie Corbett durch einen tragischen Autounfall ihren vierjährigen Sohn Danny. Die beiden leben fortan traumatisiert nebeneinander her. Auch der Besuch einer Selbsthilfegruppe führt die beiden nicht aus der Sackgasse. Instinktiv suchen beide nach neuen Gesprächspartnern und finden sie auch. Becca trifft sich heimlich mit dem jungen Jason, der das Unfallauto steuerte. Der introvertierte Jason gibt sich die Schuld an den Ereignissen und verarbeitet sie auf seine weise in dem er eine Comic-Geschichte kreiert. Howie trifft sich mit Gabi, einen Selbstgruppe-Mitglied, das vor acht Jahren ein Kind verlor. Doch Becca und Howie merken, das sie einander brauchen um gemeinsam weiter leben zu können.

Die Geschichte wird einfühlsam erzählt. Gute Dialoge und schlüssige Handlungen feilen an den Profilen der Protagonisten und bringen feine Charakterzüge zum Vorschein. Schlichte Szenarien lenken nicht von den Figuren ab. Regie und Schauspielern ist eine feine Filmperle gelungen.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Gibt es einen anderen Trost als den der Religion?, 12. September 2013
Von 
Benedictu - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Rabbit Hole (DVD)
Am Anfang fragt man sich als Zuschauer, ob man denn unbedingt dabei sein muß, wenn ein Ehepaar, dessen kleiner Sohn von einem Auto überfahren wurde, die Lebensfreude verliert, wenn die Mutter keinen Trost finden will und in unrettbar depressiver Stimmung sich und anderen das Leben noch schwerer macht. Auch wenn man sich am Anfang vielleicht einen anderen Film wünschte, schaltet man doch nicht ab, weil es ja die großartigen Hauptdarsteller Nicole Kidman und Aaron Eckhart sind, die dieses Ehepaar in ihrer mißlingenden Trauerarbeit so authentisch spielen.

Die beste Szene ist die, als Nicole Kidman in der Selbsthilfegruppe von Eltern, die alle ein Kind verloren haben, die religiösen Selbsttröstungen eines anderen Paares ohne die geringste Empathie kritisiert. Das hatte sich damit getröstet, daß Gott einen neuen Engel brauchte, und deswegen ihr Kind zu sich geholt hätte. Da läuft Kidman schauspielerisch zur Hochform auf. "Why didn't he just make one, another angel?", giftet sie entnervt und mit funkelnden Augen. Er ist doch immerhin Gott, er hätte sich doch einfach einen neuen Engel erschaffen können. Einfach so, schnippt sie mit den Fingern und schaut triumphierend - ohne Rückschicht auf die Gefühle der anderen, einschließlich ihres fassungslos daneben sitzenden Ehemanns.

Ohne Details zu verraten, läßt sich immerhin soviel sagen, daß am Ende auch die Filmheldin einen gewissen Trost findet. Sie entdeckt eine andere als die Gott-brauchte-einen-neuen-Engel-Geschichte, eine nicht-religiöse, aber - und das ist vielleicht eine schöne humanistische Pointe - eine nicht minder phantastische, nur halt eine, die zu ihr paßt.

Bemerkungen zur Ausstattung:
• Die englischen Untertitel fehlen;
• man vermißt sie einmal mehr, als die deutschen Untertitel unzuverlässig sind: "another angel" muß in dem Kontext natürlich mit "einen neuen Engel" oder mit "einen weiteren Engel", aber nicht mit "einen anderen Engel" übersetzt werden.
• Bei den Interviews von Kidman und Eckart (unter den Extras) gibt es überhaupt keine Untertitel und zu allem Überfluß fehlen auch die Fragen, man hört nur ihre Antworten und muß sich zusammenreimen, was sie gefragt wurden.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Ein absoluter Nicole Kidman Film, 10. Dezember 2012
Rezension bezieht sich auf: Rabbit Hole (DVD)
Ich habe diesen Film jetzt ein paar mal gesehen-
Anfangs fand ich Ihn eher undurchsichtig, was sich aber beim ersten schauen schon zerschlagen hat.
Nicole Kidman spielt Ihre Rolle blendend.Auch der Rest des Cast`s macht seinen Job wirklich gut. Die abwechselnden Emotionen in diesem Film lassen keinen Kalt. Er reisst mit und man fühlt sich nach dem Film irgendwie erstmal komisch. Ist das Ende eher ein kleiner Strang, der dem Film sogar noch gut tut, finde ich hätte man dieses Ende des Films nicht anders oder besser machen können.
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6 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Zeit der Trauer, Zeit des Aufruhrs, 2. Dezember 2011
Rezension bezieht sich auf: Rabbit Hole (DVD)
Dieser Film wäre sicherlich erheblich bemerkenswerter, wenn er nicht im Schatten zweier Ehedramen stünde, die die beiden Hauptthemen - Entfremdung zwischen Ehepartnern in einer Krisensituation und Tod eines geliebten Kindes - kurz zuvor bereits ziemlich eindrucksvoll fürs Kino abgedeckt haben, nämlich Zeiten des Aufruhrs mit dem Duo DiCaprio/Winslet und Zeit der Trauer mit Pierce Brosnan und Susan Sarandon. Im Vergleich zu diesen beiden muss man John Cameron-Mitchell, dem Regisseur von "Karnickelloch", immerhin zugute halten, dass er der Versuchung Handlungselemente einzubauen, die vom Kern des Dramas wegführen, aber vielleicht etwas Abwechslung in die lähmende Tristesse bringen könnten, weitgehend widersteht und sich ganz auf die Qualitäten seiner Hauptdarsteller konzentriert. Aaron Eckhart vermochte mich dabei, wie schon Pierce Brosnan, sein Pendant in Zeit der Trauer, nicht in jeder Szene zu überzeugen. Manche Geste wirkte auf mich wie mit einer aufgesetzten Maske gespielt, aber das mag auch daran liegen, dass mir dieser Schauspieler zum ersten Mal in Danke fürs Rauchen aufgefallen ist und ich den Zyniker, den er in diesem Film spielt, seither nicht mehr so ganz auszublenden imstande bin, wenn ich ihn auf dem Bildschirm sehe. Nicole Kidman profitiert bei ihrer starken Darstellung freilich auch von dem interessanteren Drehbuch-Part: Wenn sie sich als Becca mit dem Unfallfahrer trifft, der den Tod ihres Sohnes verursacht hat, und man sich im Rätselraten betätigen darf, wohin sie mit dieser brisanten Beziehung steuert, ist das von bedrückender Intensität. Ob man in der Reduktion der Handlung - phasenweise fühlt man sich in den Allzeit-Klassiker Wer hat Angst vor Virginia Woolf? versetzt, ein reines Zwei-Personen-Stück - gerade die Stärke des Films sieht oder, da dies eine gewisse Eindimensionalität mit sich bringt, die viele Zuschauer heute so nicht mehr gewohnt sind, den entscheidenden Schwachpunkt, da wird am Ende jeder zu seiner eigenen Einschätzung kommen.

Wem dieser Film gefallen hat, dem seien auch Das Zimmer meines Sohnes und Ein einziger Augenblick ans Herz gelegt.
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5 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Schauspielerischer Glanz in einer traurigen Geschichte, 11. Mai 2012
Rezension bezieht sich auf: Rabbit Hole (DVD)
"Rabbit Hole" beschreibt eindrucksvoll die schicksalhafte Situation, das einzige Kind verloren zu haben und die unmittelbaren Folgen und Auswirkungen auf das Umfeld. Die Trauer, die Hoffnungslosigkeit, Frustration und Wut sind dabei nahezu greifbar. Bild Auch der Umgang und der Kontakt mit dem Umfeld, respektive der Versuch der Freunde und Bekannten dem Ehepaar zu helfen, sind absolut nachvollziehbar und überzeugend dargestellt.
"Rabbit Hole" zeigt dabei unzählige Facetten und Berührungspunkte zwischen allen Beteiligten. Nicole Kidman wurde für ihre schauspielerische Leistung in "Rabbit Hole" als beste Hauptdarstellerin sowohl für den Oscar als auch für den Golden Globe nominiert. Mehr geht nicht, und das ist schon ein Qualitätsmerkmal der besonderen Art. Auch Aaron Eckhart, bekannt unter anderem aus den Filmen "Erin Brockovich" und "The Dark Knight" überzeugt handwerklich wie nie zuvor. Schauspielerisch liefert "Rabbit Hole" aus dem obersten Regal. Etwas dünn, weil nur mäßig spannend, wirkt die Handlung - mit Sicherheit auch nicht das vorrangige Kaufargument.

Wer sich schauspielerisch noch was abgucken möchte oder von der Kunst des Schauspiels im Hinblick auf Charakterdarsteller begeistern lassen möchte, ist hier absolut richtig. Wer kein Auge für diese Details hat und auf abwechslungsreiche, spannende und verstrickte Geschichten steht, der wird sich im Verlauf des Films zusehends langweilen und sollte die Finger davon lassen. Nur wenig Kritik lassen Bild und Sound zu, die dem aktuellen DVD-Standard entsprechen und absolut akzeptabel sind.
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5 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Gefangene im Schmerz, 22. Mai 2011
Schmerz ist der dunkle Tunnel, in dem sich Becca (Nicole Kidman) und Howie (Aaron Eckhart) verloren haben, nachdem ihr vierjähriger Sohn Danny auf der Strasse ums Leben kam. Seitdem leben sie neben einander in ihrem still gewordenen, viktorianisch anmutendem Haus. Dannys Bilder hängen noch am Kühlschrank, das kindliche Chaos in seinem Zimmer ist unberührt. Während Howie jeden Abend die immergleichen Aufnahmen von Danny auf seinem iPhone betrachtet, hat sich Becca jedoch bereits innerlich auf einen Weg gemacht, dessen Ziel ihr freilich selbst noch nicht klar ist. Doch darüber reden sie nicht. Während Howie die physische Nähe zu Becca sucht, dabei jedoch brüsk zurückgewiesen wird, versucht Becca sich von der Vergangenheit zu lösen. "Things aren't nice any more." sagt sie Howie klipp und klar, als sie ihn abblitzen lässt.

Becca und Howie sind im Film nicht die einzigen, die Verlust zu verschmerzen haben. Einmal in der Woche besuchen sie eine Selbsthilfegruppe, in der sie andere Leidensgeschichten zu hören bekommen. Doch der Schmerz anderer und die Strategien im Umgang damit erscheinen nicht nur dem Zuschauer sondern auch den beiden bald unfreiwillig komisch. Näher liegt da schon die Leidensgeschichte von Beccas Mutter (Diane Weist), die ihren Sohn verloren hat. Doch verweigert sich Becca dem Vergleich, denn schliesslich ist ihr Bruder am einer Überdosis gestorben und nicht unfreiwilliges Opfer geworden. Erst nach einem ordentlichen Gewitter zwischen diesen beiden finden sie einen Umgang miteinander, und erst dann kann Becca ihrer Mutter auch zuhören. Der Schmerz sei wie ein Ziegelstein in der Tasche, erklärt diese, man vergesse ihn manchmal, doch dann berühre man ihn wieder, und die Erinnerung käme zurück.

Einziger Gegenpol zu diesen Leidensgeschichten ist Beccas Schwester, die von einem schlecht verdienenden Musiker ein Kind erwartet. Doch die Gemengelage aus Neid, Vorurteil und Vorwurf, die zwischen den beiden Schwestern gärt, lässt es regelmässig zwischen diesen beiden Polen funken.

Trost findet Becca schliesslich unerwartet bei jenem jungen Mann, der ihren Sohn überfahren hat. Auch er hat das Unglück nicht überwunden, aber anders als Becca, die seitdem keinen Schritt vorwärts getan hat, läuft sein junges Leben weiter. Ungegorenes und unverarbeitetes vertraut er einem Comix an, das er zeichnet. In diesem geht es um Parallelwelten, aus denen beide Hoffnung schöpfen: Da draussen gibt es das andere, das glücklichere Ich. Es kommt zu einer nicht ganz nachzuvollziehenden Vertrautheit zwischen den beiden.

Dieser kleine Film bezieht seine stille Dramatik aus den Reibeflächen zwischen den verschiedenen Charkteren. Jeder ist mit seinen eigene Leiden beschäftigt und schliesst sich gegen die anderen ab. Aber im Schmez ist jeder alleine. Erst als sich Becca und Howie eingestehen, dass es nur nach vorne weiter gehen kann und Stillstand seelentötend ist, werden sie fähig, das Leben wieder in die Hand zu nehmen. Am Ende reicht Becca Howie die Hand, damit er sie halte. Das erste Zeichen von sich erneuernder Nähe setzt einen rührenden Schlusspunkt unter dieses stille Drama über nicht vergehenden Schmerz.

'Rabbit Hole' ist ein sehenswerter kleiner Film ohne jeglich äussere Dramatik (auch der Unfalltod Dannys wird nicht gezeigt). Freunde von Charakterfilmen werden diesen Streifen mit Gewinn sehen. Nicht alles am Ablauf scheint plausibel, aber was ist schon plausibel am menschlichen Leben. Von dessen Schattenseite wird hier einfühlsam wenn auch ein wenig schematisch berichtet.
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Rabbit Hole
Rabbit Hole von John Cameron Mitchell (DVD - 2011)
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