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9 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Weiterhin grossartig
Das einzige, was mich manchmal an dieser Band zweifeln lässt sich ihre Statements in Richtung Presse. Diesmal lies Masterminde Pizzomo folgendes verlauten: "It's been 15 or 16 years since the last truly classic album, but I think we've done it." Zum Schmunzeln, man muss sich einfach vor Augen halten, dass im guten alten Königreich die Musikpresse einfach etwas...
Veröffentlicht am 17. September 2011 von ROTT

versus
2 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Leider keine Fortsetzung...
...den positiven Bewertungen meiner Vorposter kann ich leider nicht folgen. Das aktuelle Album kommt meiner Auffassung nach nicht ansatzweise an das wirklich grandiose Album "The West Ryder Pauper Lunatic Asylum" heran. Klangen Kasabian auf "The West Ryder Pauper Lunatic Asylum" noch "wie eine Horde Jugendlicher, die zu viel gekifft haben und unbedingt erwachsen klingen...
Vor 23 Monaten von Wildgruber Thomas veröffentlicht


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9 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Weiterhin grossartig, 17. September 2011
Von 
ROTT - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 100 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Velociraptor! (Audio CD)
Das einzige, was mich manchmal an dieser Band zweifeln lässt sich ihre Statements in Richtung Presse. Diesmal lies Masterminde Pizzomo folgendes verlauten: "It's been 15 or 16 years since the last truly classic album, but I think we've done it." Zum Schmunzeln, man muss sich einfach vor Augen halten, dass im guten alten Königreich die Musikpresse einfach etwas ausgeprägter ist und solche Statements aus den Bands herauswringt. Diese Übertreibung könnte Richtung Oasis gehen, was einen Vergleich nahelegt. Oasis sind natürlich gut, wurden aber in ihrer musikalischen Entwicklung immer konservativer. Bei Kasabian ist es genau herumgedreht, sie sind verspielt und wagen etwas, ohne Respekt vor musikalischen Grenzen. Und ja, Album Nr 4 macht da direkt weiter.

SWITCHBLADE SMILES, die erste Single, knüpft direkt da an, wo 'West Ryder Pauper Lunatic Asylum' aufhörte. Nach einem fernöstlichen Intro treffen schwere Tanzbeats auf Space Rock. Kasabian hat Planet Rock aber natürlich nicht ganz verlassen, der Grundtenor ist immer noch psychodelic. Am schönsten ist das im bluesigen rockigen DAYS ARE FORGOTTEN hörbar, der Refrain ist grossartig und schreit nach Stadion. Ein weiterer Höhepunkt ist der Title Song VELOCIRAPTOR, mit seiner fast naiven aber sehr eingänglichen Melodie. Schonmal für den nächsten Sommer auswendig lernen, liebe Festivalgeher: "Velociraptor / He gonna find ya / He gonna kill ya / He gonna eat ya.' Es gibt aber auch Songs zum durchatmen, ACID TURKISH BATH lässt den östlichen Einfluss wieder durchhören und erinnert an Kular Shaker. Und natürlich der Schlusssong NEON NOON, seufzende Streicher und akustische Gitarren treffen auf analoge Synthesizer, und eine herrliche klagende Melodie.

Ob 'Velociraptor!' das beste Album seit 15 Jahren ist, muss man natürlich abwarten ;-), aber es ist ein sehr gutes Album einer sehr guten Band. Kasabian haben ihren endgültigen Weg noch nicht gefunden, und gerade dass sie ihrer Zuhörer daran teilnehmen lassen, machen sie für meine Ohren sehr attraktiv.
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7 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Velociraptor!, 19. September 2011
Rezension bezieht sich auf: Velociraptor! (Audio CD)
Als ich mir am Freitag das neue Kasabian Album anhörte, war ich sprachlos.
Der Vorgänger "West Ryder Pauper Lunatic Asylum" gehört zu meinen absoluten Lieblingsalben.
Natürlich habe ich mich gefreut, als ich hörte, dass eine neue Platte im Anmarsch ist, aber hoch habe ich meine Erwartungen nicht geschraubt. Wie sollte die Band es schaffen, ein noch besseres Album zu produzieren? Unmöglich!
Tja, nicht unmöglich, wie ich nun am Freitag feststellen konnte. Velociraptor kann West Ryder locker das Wasser reichen, und auch wenn ich mich noch nicht zu sehr aus dem Fenster lehnen möchte: vielleicht ist es mein neues Lieblingsalbum von Kasabian.

"Heavy as fuck" sollte es angeblich werden, aber um ehrlich zu sein -und ironischerweiße wenn man an den Titel denkt- ist es beinahe das zahmste Kasabian Album. "Heavy as fuck" sind lediglich der Titelsong und "Switchblade Smiles". Und trotzdem ist das Album wuchtig.

Es geht musikalisch wieder eher in Richtung Elektronik, wie man es vom Debüt kennt, dennoch wird nicht auf Orchesterunterstützung verzichtet, genauso wenig wie auf fernöstliche Klänge, die sich auf West Ryder bemerkbar machten und hier besonders auf "Acid Turkish Bath" und "I hear voices" zu hören sind. Ungewöhnlich ist der Opener, der sehr offen und filmisch klingt und irgenwie nicht unbedingt nach Kasabian. Das macht in aber nicht weniger brilliant! "Goodbye Kiss" ist mit seinen Lalalas ziehmlich harmlos und freundlich und damit auch etwas untypisch. "Re-Wired" hat mich zum Schmunzeln gebracht: die Basslinie zu Beginn erinnert stark an einen bekannten Bloodhoundgang Song.
Zusammenfassend kann ich nur sagen, dass Kasabian wieder eine großartige Mischung aus Rock, Psychedelic und Elektronik mit wunderbaren Melodien gelungen ist.

Anspieltipps:
- I hear voices
- Re-wired
- Man of simple pleasures
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Genial! Abwechslungsreich! Supergut!, 2. März 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Velociraptor! (Audio CD)
Das beste Album der letzten Jahre! Kasabian haben sich mal wieder selbst übertroffen.
Jeder Song unterscheidet sich vom Stil und Tempo von den anderen. Arabisch/Indisch angehauchte Soundlandschaften (Let's Rock just Like We Used To, Acid Turkish Bath) wechseln sich mit einfach gestrickten, eingängigen und hitverdächtigen Pop Songs (Goodbye Kiss, Re-Wired) ab. Andere Songs lassen Vergleiche mit Gorillaz oder Franz Ferdinand zu (Days are forgotten, Velociraptor!, Man of Simple Pleasures) oder den Beatles bei Sgt.Pepper (La Fee Verte). Dann Editors-like auf I Hear Voices oder Switchblade Smiles und zum Schluss noch Psychodelic Rock der sphärischen Art.

Alles in Allem ein Werk ohne einen einzigen Ausfall, sehr empfehlenswert! Kaufen!
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4.0 von 5 Sternen Gut zum Autofahren, 26. Februar 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Velociraptor! [Explicit] (MP3-Download)
Ich wollte Re-Wired haben und noch ein Stück. Nach kurzer Rechung habe ich trotzdem das ganze Album gekauft, da ich bei 3 Liedern genau soveil ausgeben soll. Und es blieb bei 4 Liedern nachdem ich mir alles angehört habe.
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4.0 von 5 Sternen Der Coolness-Faktor besteht nach wie vor, 26. Januar 2013
Von 
Thomas Schmitz (Mechernich) - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)    (REAL NAME)   
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Velociraptor! (Audio CD)
Schon bei meiner Rezension zu "West Ryer Pauper Lunatic Asylum" schrieb ich, dass Kasabian Musik macht, die man einfach nur mit dem Stichwort "Cool" beschreiben kann. Daran hat sich auch auf Album Nummer vier, "Velociraptor!", nichts geändert. Und erneut gilt: Einige richtig gute Songs überstrahlen die schwächeren Stücke auf der Platte, so dass immer ein sehr guter Gesamteindruck bleibt.
Das überragende Stück heißt diesmal "Days Are Forgotten". Wie wunderbar der Refrain, vollgepackt mit Streichern, Grandezza und Hymnen-Potenzial, die Spannung der hingerappten Strophen auflöst, ist grandios. Da kann selbst ein Feuerwerk wie "Velociraptor!" nicht ganz mithalten.
Am stärksten ist Kasabian immer dann, wenn sie tanzbaren Rock abliefern. "Re-Wired" ist so ein typischer Song: Cooler Beat, punktgenaue Riffs, Gesang mit Mitgröhlcharakter (ich sag nur: "Hit me! Harder! I'm Getting Re-Wired!"). Interessant auch, dass man mehrmals das Gefühl hat, die Band hätte "Paint it Black" von den Rolling Stones während der Aufnahmen gehört. Die Gesangsmelodie im Opener erinnert leicht an die Sitar-Melodie des Stones-Klassikers. Für "Acid Turkish Bath" gilt das Gleiche, vermutlich wegen des eingesetzten Instruments.
Schade, dass bei manchen Songs irgendwie das letzte Quäntchen fehlt, das aus einem okayen ein gutes Stück macht. "Man of Simple Pleasures" hat einen tollen Refrain, ist aber sonst meist langweilig. Auch die Idee mit dem Synthesizer bei "Neon Noon" ist nicht verkehrt, aber irgendwie nicht ganz zu Ende gedacht (das gilt auch für "I Hear Voices").
Nach wie vor gilt: Wie schon die drei Alben zuvor ist "Velociraptor!" ein gutes Album. Nicht mehr, nicht weniger.
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2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Wahnsinnig..., 7. November 2011
Rezension bezieht sich auf: Velociraptor! (Audio CD)
...waren KASABIAN schon immer und gut, dass sie auf Velociraptor! dem Wahnsinn noch eine Menge Mut und Kreativität hinzugefügt haben. Mut, weil Songs wie "Goodbye Kiss" und "Man of Simple Pleasures" durchaus vom klassischen KASABIAN-Sound abweichen (wenn es den überhaupt gibt), aber irgendwie auch nicht. Schwer zu beschreiben. Es ist wohl der Kreativität dieser Band geschuldet, die irgendwie alles neu macht, aber sich selbst stets treu bleibt.
Wenn "Switchblade Smiles" und "Days are forgotten" am 15.11. im Kölner E-Werk erklingen, werde ich auf jeden Fall nicht mehr zu halten sein!!! Wobei ein Song wie VLAD THE IMPALER auf diese Album dann doch fehlt...Aber man kann ja auch nicht immer alles haben.
Danke, KASABIAN, für diese beeindruckende Album!!!
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2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Wieder ein Volltreffer, 26. Oktober 2011
Rezension bezieht sich auf: Velociraptor! (Audio CD)
Es hat einige Durchläufe gebraucht bis ich mit Kasabians neuem Album warm geworden bin. Aber vielleicht macht gerade das die Qualität der Band aus. Im Gegensatz zu einigen anderen meiner Lieblingsbands (vor allem Coldplay und Snow Patrol) sind Kasabian sich treu geblieben, ihr Sound ist nicht beliebig austauschbar und auf Massentauglichkeit getrimmt. So ist Kasabian nach dem schlichtweg genialen Vorgänger-Album erneut eine hervorragende Platte gelungen. Ein breites Melodien-Spektrum und viel Abwechslung sorgen dafür, dass die Scheibe auch nach dem zehnten Hören kein bisschen langweilig wird. Fünf Sterne sind mehr als verdient...
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2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Noch nie klang Rock cooler!, 18. Oktober 2011
Rezension bezieht sich auf: Velociraptor! (Audio CD)
Kasabian -' das ist der Nachname der Frau, die den Fluchtwagen des berüchtigten Massenmörder Charles Manson gefahren hat und heißt aus dem Armenischen übersetzt 'Schlachter'. Was erwartet man also von einer Gruppe mit einem solchen Namen, die ihre Platte noch dazu nach einem längst ausgestorbenen Dinosaurier benennt?

Bestimmt nicht Rock, der es schafft, zum einen altmodisch und dunkel zu klingen und damit hervorragend zum Titel zu passen und der andererseits durch lauter Electrosounds und orientalischer Klänge einen festen Fuß in der heutigen Zeit hat. Psychedelisch angehaucht und mit satanischer Ironie singt Tom Meighan dann auch durchaus mal Zeilen wie "You was at home chewing on monkey brains" (Days Are Forgotten) oder auch "Old green fairy what you've done to me / I see Lucy in the sky telling me I'm high" (La Fée Verte). Gleichermaßen schafft es die Alternative Rockband aus Leicester (man denkt sofort an fantastische Alternative-Gruppen...') aber auch, ein paar ernste und kritische Worte zu verlieren - "It's the 21st century ain't it cool? / It's taught us how to eat and how to drool" (Acid Turkish Bath (Shelter From The Storm))- oder einfach nur abzurocken. Das alles serviert Kasabian uns so vielseitig, dass man sich nicht erklären kann, wie eine einzige Band eine solche Vielzahl an experimentellen und abwechslungsreichen Tracks aufnehmen kann.

Velociraptor! klingt wie die Großstadt der 50er Jahre: dunkle Gassen, verruchte Gegenden, eine tiefe und sehr selbstständige Atmosphäre. Noch nie klang Rock cooler!
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1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Unsicher?!, 4. Juni 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Velociraptor! (Audio CD)
Rezensionen die spät kommen werden meist nicht mehr gelesen. Trotzdem möchte ich meine Meinung hier festhalten:

Nachdem ich las dass Gitarrist Pizzorno das Album so etwa als "Meilenstein der Rockmusik" bezeichnete, verschwand ein klein wenig der Symphatie, aber die Neugier stieg. Nun kenne ich das Album auswendig, was natürlich für das Album spricht.

"Velociraptor" passt eigentlich ganz gut in die Diskographie. Man hört eine schöne Weiterentwicklung, neue Ideen und alles - aber zu oft springt der Funke nicht über. Und, was mich besonders störte: Zu künstlich wurde von Beatles abgekupfert, ohne dies als kreatives Zitat gelten lassen zu können (La Fee Verte), manchmal hört man zu stark andere Einflüsse oder langweilige Selbstwiederholung, geschickt getarnt - als hätte man fremde Ideen "verkasabiant". Andere Tracks klingen schon leicht verzweifelt nach tanzbarer Kommerzmusik (Re-Wired z.B.) - wenn man ganz genau hinhört.

Das Album hätte mit manchen Ansätzen tatsächlich das Zeug zum Meilenstein gehabt. Nur leider wurde aus keinem einzigen Song das gemacht, was möglich gewesen wäre. Bei "West Rider..." war das ganz anders. Trotzdem reicht es für ein durchschnittlich gutes Kasabian-Album, also auch empfehlenswert. Alleine schon wegen der Tracks "Acid Turkish Bath" und "Switchblade Smiles", welche mir das bekannte Kasabian-Gefühl wieder brachte. Gefällt mir = 4 Sterne.
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1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen In guter britischer Rock-Tradition stehend, waren Kasabian dem Größenwahn schon immer recht nah, 29. September 2012
Rezension bezieht sich auf: Velociraptor! (Audio CD)
In guter britischer Rock-Tradition stehend, waren Kasabian dem Größenwahn schon immer recht nah. Doch das Serge Pizzorno ausgerechnet nach dem überragenden „The West Ryder Pauper Lunatic Asylum“ von 2009 nun den Nachfolger mit der nonchalanten Feststellung „it’s been 15 or 16 years since the last truly classic album, but I think we’ve done it,“ anpreist, macht dann doch zunächst ein wenig sprachlos. Aha. Und was war dann das letzte Album?

Das schwierige beim Verhandeln des Kasabian-Falles ist, dass sie so furchtbar viele selbst diskreditierende Steilvorlagen bieten, nicht unähnlich der vor Taubenkotangriffen panisch flüchtenden Kings Of Leon, aber die schlussendlich zähl- und verhandelbaren Endergebnisse sich mehr als sehen lassen können. Kasabian, mit ihren bisherigen drei Alben, machen richtig gute, vielfältige und postmoderne Rock-Musik, dem entgegen steht ihre bisweilen dummdreiste Schnauze.

Das beeindruckende 2009er Werk war dabei ein Album der Zäsuren. Pizzorno ging im internen Machtkampf um Hegemonie als Sieger hervor und führt fortan die geschrumpften Kasabian songwritertechnisch allein. Das frische Ergebnis erfuhr Jubel allenthalben. Nun machen Kasabian unter den gleichen Bedingungen weiter, was man „Velociraptor!“ auch anhört. Es ist wieder ein Rock-Kaleidoskop das Kasabian hier ausbreiten. Opulente Streicher hier, zarter Gitarrenanschlag dort, gebremste Melodieeuphorien geben sich die Hand mit dröhnenden Synthesizer-Wänden. Kasabian können verdammt viel, das ist ihre Stärke. Die haben sie oft genug ausgereizt. Im vierten Anlauf nun, wird die Tube nicht mehr ganz so brutal ausgequetscht. Die Melodien und das Songwriting stehen im Vordergrund. „Days Are Forgotten“ macht indes noch den Hansdampf aus allen Gassen, wie zu guten alten „Club Foot“- oder „Shoot The Runner“-Zeiten, während ab „Goodbye Kiss“ reflektiertere Züge in Kasabians Rock Einhalt finden.

„La Fee Verte“ könnte für diese sich weiterentwickelt habenden Kasabian stehen, zaghafter Strukturaufbau entwickelt sich sukzessive in einen alle Instrumente mit einbindenden Chorus, Trompete und Klavier inbegriffen. Ein zwingender und doch kein rockender Kasabian-Song. Doch schon das nächste Stück vergreift sich wieder an jener wir-können-alles-Einstellung und rockt schnell und Festival-tauglich ein wenig banal daher. Kasabian stehen im Transit. Das macht „Velociraptor!“ deutlich. Wobei die ersten beiden und die letzten beiden Alben dabei eine relativ homogene, für sich stehende Einheit bilden. Das wunderschöne „I Hear Voices“ und „Re-wired“ unterstreichen die gleiche Stärke wie „La Fee Verte“, Kasabian brauchen nicht mehr den ganz großen Rock-Druck um zu brillieren, aber auf ein mit den früheren Mechanismen gänzlich abgeschlossen habendes Werk lassen sie sich noch nicht ein. Dafür ist das Rockstar-Dasein wohl zu schön. Es kann sein das Kasabian für immer in diesem Transit-Bereich verweilen, vielleicht aber erfinden sie sich demnächst tatsächlich neu. Festzuhalten bleibt dennoch, dass Kasabian es mit ihren allumfassenden Rock besser machen als die meisten.

MQ
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