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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Hiphop-Hörspiel, 31. Juli 2001
Rezension bezieht sich auf: Operation Doomsday (Audio CD)
MF DOOM ist ein irrer Künstler. Diese Scheibe ist individuell verrückt, melodisch harmonisch, gekonnt gereimt und sogar richtig witzig. Man wird in eine Comicwelt gebeamt und erlebt Hiphop mal anders. Ich liebe dieses Album und wer Sub Verse liebt und andere diverse Undergroundlabels kommt nicht an MF Doom vorbei.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Dooms beeindruckenstes Werk: "Me and the mic is like ying and yang", 9. Februar 2010
Rezension bezieht sich auf: Operation Doomsday (Audio CD)
Operation Doomsday, das lange verschollene, geradezu legendäre Erstlingswerk des Maskenmannes, ist schlichtweg ein Meilenstein kreativen und innovativen Underground Raps.
Zu den Rap Tracks gesellen sich einige Skits, die eigenwillige Zusammenschnitte aus der Comicvorlage des Dr. Doom der Marvel-Saga beinhalten und somit Facetten dieser Figur Doom dem Hörer näherbringen. Zugestanden sei hier die Kritik, dass diese Tonschnipsel vom eigentlichen Rap Album ablenken, jedoch halten sich diese Einschübe im Vergleich zum MM...Food Album noch in Grenzen und bilden mit Sicherheit für jeden der sich darauf einlassen will eine spannende Atmosphäre, ja sogar eine unverzichtbare Komponente, hat man es hier schließlich mit einem ausgefeilten Rapper Ego zu tun.

Allgemein rappt Doom unkonventionell, indem er sich wenig um strenge Reimschemata oder dergleichen bemüht und gerne schon mal ein paar mehr Wörter in die Zeilen quetscht als unbedingt ästhetisch erscheinen mag, was er damit schafft ist allerdings beeindruckend. Sein Rapstil weiß bei längerem Hinhören einfach zu faszinieren, ist er doch fern vom Einheitsbrei anderer Künstler, die Schönheit scheint manchmal einfach in der gelegentlichen Monotonie seines Vortrags zu liegen. Textlich bewegt sich er nicht so weit in seiner Fantasiewelt wie man vielleicht meinen könnte, sind doch Tracks wie Go with the Flow oder Rhymes likes Dimes typische aber dennoch interessant vorgetragene Stücke über Können und Fähigkeiten des MCs mit kleinen Battleallüren. Außerdem sind seine Lyrics durchweg gespickt mit Wortspielen und amüsanten Vergleichen, die viel weniger abgedrehten klingen, als manch andere Rap-Phrase und dem Album schlichtweg einen hohen Unterhaltungswert geben.

Als zwei absolute Perlen wären Doomsday und Rhymes likes Dimes zu erwähnen. Doomsday bildet mit seinem verträumten, gediegenen Piano im Hintergrund die ideale Grundlage um den einzigartigen Rapflow Dooms zu unterstützen, aber ihn nicht zu übertönen oder aus dem Mittelpunnkt zu reißen. Besonders positiv sind ebenso die Scratches zu nennen, die wunderbar mit dem Rest harmonieren und den Sound fest im Hip Hop halten. Rhymes likes Dimes geht dann mit einem verspielten Bläser-Sample schneller nach vorne, brennt ein Wortspiel und eine Punchline nach der anderen ab und bildet im Gehörgang absolut suchthaftes Ohrwurmempfinden.

Hier und da finden sich Gastbeiträge von Kollegen der Monsta Island Czars Crew, die Doom oftmals auf seine Alben einlädt. Sie machen ihre Sache solide, Sorgen für die gedachte Abwechslung, aber bilden auch keinen Anlass für eine übermäßig positive Erwähnung. Genannt sei der Posse-Track Who you think I am? in diesem Zusammenhang: klassischer, drückender Beat und Flow-Gewitter der Rapper. In die Richtung Experiment geht dann Tick, Tick... das mit ständigem Tempowechsel wie eine Achterbahnfahrt erscheint. Dieser befremdliche Klang wird herrlich durch morbide Raps von MF Grimm komplettiert, der mit den leicht schrägen Streichern um die Wette zu leiern scheint. Gewagt, aber nach mehrmaligem Hören wieder ein einzigartiges Stück.

Ob es nun im folgenden Red and Gold ist oder Dead Bent, immer wieder zaubert Doom faszinierende, für mich bisher (so) nie gehörte Samples aus dem Köcher, gepaart mit staubtrockenen, gepflegt im Hintergrund rollenden Kicks. Unglaublich organisch klingte das Ganze im Endeffekt, da man oftmals klassische Instrumente (unbehandelt) serviert bekommt, die wundervoll in das Beatganze eingebaut werden. Man nehme zum Beispiel die Bläser in Hey!, gepaart mit diesem hohen "Störton", geht der Kopf von ganz alleine nach vorne, das hier noch Raps auf diesen intensiven Beat geliefert werden, scheint fast schon zu viel des guten! Unglaublich dicht wird dieses Soundgeflecht auch dadurch, dass Sounds aus der Comic-Vorlage entweder ganz eingespielt und geloopt werden oder Gespräche der Charaktere vor, zwischen und nach Rap Tracks vorkommen und einen fließenden Übergang zwischen Rap-Track und einer Art Hörspiel bilden.

Insgesamt hat man nach Durchlaufen des Albums das Gefühl hier ein absolutes Mastermind seines Genres erlebt zu haben. Eine facettenreiche und verspielte aber immer klar strukturierte Produktion, gepaart mit teils bodenständigen, teils abgedrehten Texten, zwischen Bösewicht-Identität und eher klassischem Rapper-Image. Für alle Doom-Kenner sei gesagt, dass meiner Meinung nach Operation Doomsday Dooms bestes Werk ist, einfach ein Muss also. Madvillainy darf sich hinten anstellen, allein schon weil Doom hier aggressiver, bissiger, engagierter rappt, als auf allem folgenden (nach 1999).
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4 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Eine der besten Rap-Platten seit den Anfängen vor 30 Jahren, 9. Juni 2001
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Operation Doomsday (Audio CD)
M(etal)F(ace) Doom hat mit diese Platte einen Meilenstein sowohl von seinen Lyrics , als auch von den Melancholischen Beats her , welche das gesamte Album zu einem Genuss für alle macht , denen Rap und unsere Kultur etwas bedeutet , abgeliefert.Zudem sind noch zahlreiche , freshe Gast MCs wie z.B. MF Grimm , Kurious & Megalon dabei welche MF Dooms Styles sehr gut unterstützen.Vergesst Wack-MCs wie Eminem.Underground will live forever Baby...never die!Also CD kaufen oder wenn ihr Glück habt findet ihr irgendwo die Vinyl Ausgabe.Peacen,Burnsta
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