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Kundenrezensionen

7
3,7 von 5 Sternen
Beethoven : Fidelio
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Karl Böhm (1894-1981) hatte seit seinem Wirken an der Dresdner Semperoper zwischen 1934 und 1943 ein inniges Verhältnis zur dortigen Staatskapelle, das er auch nach dem Zweiten Weltkrieg trotz der politischen Widrigkeiten immer wieder gepflegt hat. Als Österreicher hatte er gegenüber den DDR-Behörden ohnehin einige Vorteile, die manche seiner westdeutschen Kollegen nicht genossen. So kam im Vorfeld des Beethovenjahres 1970, genau gesagt im Herbst 1969, die vorliegende Aufnahme zustande, die dirigentisch zu den großen Leistungen Böhms zu zählen ist.
Leider hat ihm kein einheitliches Ensemble zur Verfügung gestanden, was den Rang der Produktion nicht unerheblich beeinträchtigt. Neben der glänzenden Besetzung der Rollen des Rocco (Franz Crass), der Marzelline (Edith Mathis), des Jaquino (Peter Schreier) und des Ministers (Martti Talvela) sind bei den Hauptpersonen des Dramas mehr oder weniger deutliche Einbußen hinzunehmen: Gwyneth Jones singt die Leonore unstet und unausgeglichen, stimmliche Schwächen sind nicht zu überhören, auch ihre deutsche Aussprache läßt zu wünschen übrig, und ihr Landsmann James King ist zwar mit einer strahlenden Tenorstimme ausgestattet, ist aber als Florestan keine ideale Besetzung, jedenfalls hält er keinen Vergleich mit so berühmten Rollenvertretern wie Helge Roswaenge, Julius Patzak oder Peter Anders aus. Auch an die glanzvolle Leistung des Kanadiers Jon Vickers (bei Klemperer und Karajan) reicht er nicht heran, wenngleich er sich deutlich um eine facettenreiche Gestaltung seines Parts bemüht und seine deutsche Aussprache fast akzentfrei ist. Theo Adam kann als Don Pizarro gleichfalls nicht viel Positives ausrichten, ihm fehlt ganz einfach die Dämonie in der Stimme, um diesem Bösewicht gestalterisch beikommen zu können, und außerdem fällt sein berüchtigtes "Wabern" immer wieder unangenehm ins Ohr. So bleiben, was die gesangliche Seite angeht, doch einige Wünsche unerfüllt. Hingegen haben die beiden gemeinsam auftretenden Chöre (Staatsopernchor Dresden und Rundfunkchor Leipzig) hohes Lob verdient. Der Chor der Gefangenen zum Ende des 1. Aktes ist einer der Höhepunkte der Einspielung, und auch im Finale mit dem stimmgewaltigen Martti Talvela lassen sie es an Differenzierung und Genauigkeit nicht fehlen. Eine gute Fidelio-Aufnahme also, eine mehr im Reigen vieler, aber leider nicht mehr. Meine Favoriten bleiben Furtwängler (EMI, 1954), Fricsay (DGG, 1957), Klemperer (EMI, 1962) und Bernstein (DGG, 1977), wenngleich auch diese nicht ganz frei von Schwächen sind. Insgesamt sind sie jedoch einheitlicher gelungen und haben sängerisch die besseren Ensembles aufzuweisen.
Klanglich gibt es an Böhms Aufnahme nichts Gravierendes zu beanstanden, nur die Textbeilage ist sehr dürftig ausgefallen. Das hat wohl mit dem günstigen Preis zu tun.
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3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
TOP 500 REZENSENTam 22. August 2012
Was macht man nun mit diesem Fidelio? Zu seiner Erscheinung (kurz nach der Wiedervereinigung) wurde er in den Himmel gelobt. Jetzt, mit über 20 Jahren Abstand, was ist also geblieben?
Haitinks Dirigat ist schlüssig, auch dramatisch, aber es fehlt ihm etwas an Intensität, auch an Pathos vielleicht, an manchen Stellen wirkt er zu neutral und gebremst. Und dennoch ist es ein Dirigat, was einen "mitnimmt" und fesselt, auch wenn Hatink nicht die Dichte und Geschlossenheit eines Furtwänglers oder Klemperers erreicht. Die Sänger sind nun sehr unterschiedlich: J. Norman ist eine sehr gute Leonore (nur in den Dialogpassagen etwas künstlich), sie hat Stimme und Ausdruck für diese Partie und kann sich mit den großen Rollen-Vertreterinnen messen. Kurt Moll ist natürlich ein sehr guter Rocco, keine Frage. Wlaschiha als Pizarro gestaltet seine Rolle gut, allerdings singt er oft nicht wirklich, sondern deklamiert mehr und rettet sich ins Forieren, um das Böse der Rolle darzustellen, er gestaltet leider nicht aus der gesanglichen Linie heraus. Coburn und Blochwitz sind ein nettes "zweites" Paar, nicht ausßergewöhnlich, aber ok. Soviel also auf der Haben-Seite.
Nun gibt es aber noch den Florestan - zwar nur im zweiten Akt, aber immerhin... Und hier ist leider ein Totalausfall zu verzeichnen. R. Goldberg ist so ausgesungen, dass es einen wahrlich schmerzt, ihm zuzuhören. Ein Kritiker (ich glaube, es war Kesting) schrieb einmal, er klinge, als ob er nicht zwei, sondern zwanzig Jahre im Kerker eingesessen wäre. Und das stimmt leider. Und somit entwertet er eine Aufnahme, die ansonsten im oberen Feld anzusiedeln gewesen wäre.
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15 von 22 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 15. Juli 2011
Seit einigen Jahren hat Abbado Erfahrungen mit Fidelio gesammelt. Schon 2008 gab es eine kleine Tournee, teilweise mit anderen Sängern, aber mit diesem Chor und Orchester.

Wird so ein Hype insceniert? Schon seit Wochen wird die Veröffentlichung angekündigt und heute ist nun das Produkt erwerbbar ( gar nicht so preiswert,wenn man recherchiert).

Und wie es zu bewerten?

Abbado ist Dirgent mit langjährigster Erfahrung im Operndirigat.Was hat er nicht alles an Opern dirigiert, über die Jahrzehnte.

Der späte Abbado hat mehr "Kanten" als der frühere. Zugleich bleibt doch eine maximale Flexibilität. Das wirkt nichts schwer. Daneben gibt es eine grosse Tiefe. Nicht umsonst gefällt mit hier am besten das Quartett: Mir ist so wunderbar. Das ist mir derzeit die überzeugendste Interpretation.

Abbado hat mit dem Lucerne Orchester natürlich ein grossartiges Orchester. Der Chor, der ihn seit Jahren begleitet, ist einer der besten in Europa.

Mit Jonas Kaufmann wird dieser "Hype" ein wenig untermauert."»Wann und wo hat je einer so flehentlich Gott angerufen? Wenn Startenor Jonas Kaufmann, soeben noch als balsamischer Lohengrin in Bayreuth umjubelt, den ersten Ton seiner großen Kerkerszene auf einem Atemzug crescendiert, wird einem schwindlig. Gefühlte fünf Minuten hält er diesen Ton, meistert er eine der gefürchtetsten Partien seines Fachs. Endlich hat Claudio Abbado seinen Wunsch-Florestan für seinen ,Fidelio' gewinnen können." so Kirsten Liese.

Kaufmann ist ein sehr guter Florestan, war es schon vor vielen Jahren bei Harnoncourt in Zürich. Aber ein Ausnahmeinterpret ? Da wäre ich doch sehr vorsichtig. Ob nun Vickers oder Windgassen oder der Sänger, der meine Seele berührte,Peter Anders.Da gibt es andere, die das mindestens genauso gut können.

Zugleich muss ich da auch auf einen Kritikpunkt kommen. Der Fidelio von Abbado ist mir nicht dramatisch genug. Die zentrale Scene " Er sterbe" gelingt ihm in der Dramatik nicht. Da muss man doch zu Furtwängler greifen oder Bernstein oder, von mir aus, zu Solti oder Klemperer. Wer Beethoven pathetisch hören möchte, kommt bei dieser Wiedergabe nicht so auf seine Kosten.Entsprechend fehlt den Stimmen auch dieser dramatische Zugang.

Ich fasse zusammen, dieser Fidelio ist eine Bereicherung des Angebots, aber für mich keine Referenzaufnahme. Abbado steht mit seiner Interpretation neben anderen grossartigen Interpreten dieses Werks. Weder Bernstein noch Furtwängler oder auch andere werden wegen dieser Aufnahme nunmehr überflüssig.
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am 17. Juli 2013
Leider habe ich bei der Bestellung nicht genug aufgepasst! Auf der DVD ist nämlich nur ein Bericht über die Dresdner Oper. Natürlich auch interessant, aber nicht das was ich wollte. Auf der CD fehlt auch der Gefangenenchor. Musik-technisch ist sie aber in Ordnung, obwohl damals die Aufnahmemöglichkeiten weit entfernt von der heutigen Zeit waren.
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1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
Es ist die Leonore von Gwyneth Jones, die hier einen Punktabzug verdient hat. Gwyneth Jones klingt angestrengt, an einigen Stellen sogar unangenehm scharf und reichlich schrill. Die anderen Sänger liefern durch die Bank weg sehr gute Leistungen, allen voran James King als Florestan. Das Liebespaar Marzelline/Jaquino ist mit Edith Mathis und Peter Schreier kaum besser zu besetzen
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4 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 15. Dezember 2009
Bernstein und Beethoven, eine wunderbare Kombination. Bernstein hatte genau die Haltung, die zu Beethoven passt,

Pathos und musikalische Leidenschaft. Die dramatischen Teile gelingen ihm vorzüglich. Die dramatische Scene, "Er sterbe" kann nur Furtwängler gleich überzeugend gestaltet,vielleicht noch Friscay, in seiner live-Aufnahme. Harnoncourt nicht, Solti nicht und Klemperer auch nicht. Sie alle machen die Scene nicht so dramatisch, wie sie unbedingt klingen muss.

Aber Bernstein.

Leider hat er nicht die Sänger, die man dafür braucht. Hätte er doch die Mödl gehabt oder auch die Ludwig, von mir aus, auch die Behrens oder einen Peter Anders oder einen Wolfgang Windgassen.

Diese Sänger hatte er nicht. Leider.

Deswegen kann mir bei dieser Aufnahme nur das Dirigat total gefallen.

Da es Oper ist, die adäquate Sänger/Innen braucht, ist es leider keine Referenzaufnahme.
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0 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 4. November 2011
Ich habe diese Cd- Fidelio von Beethoven-aus England bekommen. Ich war hocherfreut, eine CD zu erhalten mit dem saarländischen Sänger Siegmund Nimsgern. Ich kenne Herrn Nimsgern persönlich und habe schon mit ihm im Rahmen von Konzerten gesungen.
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