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35 von 35 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Amüsant, aber auch traurig - bittersweet!
Inhalt:

Der Tod sei­nes 80-jährigen Vaters Hal wirft Gra­fi­ker und Künst­ler Oli­ver mehr aus der Bahn, als er es sich jemals gedacht hätte. Neuen Lebens­mut fasst der ver­schlos­sene junge Mann, als er die fran­zö­si­sche Schau­spie­le­rin Anna ken­nen­lernt und sich in sie ver­liebt. Wäh­rend er sich an Anna klam­mert und wie­der...
Veröffentlicht am 28. Oktober 2011 von M. Summers

versus
25 von 45 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Ein Snob von einem Film
Ok, mir gefiel auch etwas an dem Film: "Er hat nie aufgegeben", sagt Anna am Schluss über Olivers Vater und trifft damit so ziemlich das, was der Film beleuchtet: dass die Menschen heute schnell aufgeben, sobald sich irgendetwas nicht "ganz richtig" anfühlt. Und dass es heute schwer ist, das "ganz richtig" - Gefühl überhaupt zu finden. Vor allem...
Veröffentlicht am 24. November 2011 von Leserin


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35 von 35 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Amüsant, aber auch traurig - bittersweet!, 28. Oktober 2011
Rezension bezieht sich auf: Beginners (DVD)
Inhalt:

Der Tod sei­nes 80-jährigen Vaters Hal wirft Gra­fi­ker und Künst­ler Oli­ver mehr aus der Bahn, als er es sich jemals gedacht hätte. Neuen Lebens­mut fasst der ver­schlos­sene junge Mann, als er die fran­zö­si­sche Schau­spie­le­rin Anna ken­nen­lernt und sich in sie ver­liebt. Wäh­rend er sich an Anna klam­mert und wie­der Fuß im Leben zu fas­sen ver­sucht, erin­nert er sich an die letz­ten Jahre mit sei­nem Vater: Nach dem Tod sei­ner Frau hatte sich der damals 75-Jährige für sei­nen Sohn völ­lig über­ra­schend zu sei­ner Homo­se­xua­li­tät bekannt und noch ein­mal einen neuen Lebens­an­fang gewagt.

Kritik:

Mike Mills Tragikomödie bannt die ganze Emotionspalette auf die Leinwand, ohne zu dick aufzutragen. Erzählt wird eine Vater-Sohn-Geschichte, in der beide sich jeweils neu zu finden versuchen. Mal ist die herrlich leicht, dann wieder schwer vor Melancholie, stets getragen durch tolle Darsteller. Insbesondere die späte Lebensfreude von Christopher Plummers "Hal" steckt an. Sie gibt diesem schrulligen, witzigen und traurigen Film,eine hoffnungsvolle Note, die den Abspann überdauert.

Fazit:

Ein sehr emotionaler Film, mit dem Paar des Jahres Ewan Mc Gregor und Melanie Laurent ,die wie das Feuerwerk sehr viel Funken versprüht haben. Der größte Knall(er) beim Feuerwerk, kommt immer zum Schluß, und dies ist Christopher Plummer, großartig !
Beginners ist eine wunderbare Hommage an das Leben und ein Appell, dass jeder eine zweite Chance verdient.
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30 von 33 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Wie funktioniert diese Liebe eigentlich?, 13. September 2011
Rezension bezieht sich auf: Beginners (DVD)
Mike Mills schafft nach seinem feinen Debut Thumbsucker [Special Edition] erneut den Spagat zwischen Drama und Komödie und veröffentlichte mit "Beginners" einen stillen und melancholisch anmutenden kleinen Film über die menschliche Unfähigkeit zum Glücklichsein, ohne dabei jedoch die Hoffnungslosigkeit in den Fokus zu rücken.

Hal, 75 Jahre alt, war 44 Jahre lang verheiratet. Der gemeinsame Sohn Oliver bemerkte jedoch schon sehr früh, dass irgendetwas in der Familie nicht stimmt, seine Eltern ganz anders zu sein scheinen, als die seiner Freunde und Mitschüler. Der Vater ist oft ausser Haus und die Mutter scheint immer dann noch trauriger zu sein, als sie es sonst schon ist. Fragt Oliver sie nach dem Grund ihrer Niedergeschlagenheit, versucht sie diese zu überspielen und verliert sich in mehr oder weniger nonsensartigen Antworten.
Hal fühlt sich zu Männern hingezogen, schon lange. Das Fernbleiben von zu Hause ist dem Umstand geschuldet, dass er sich mit flüchtigen Bekanntschaften trifft, mit denen er sich zum Beispiel auf öffentlichen Toiletten zum Sex verabredet. In den 1950er Jahren ein Affront gegen Sitte, Moral und Anstand. Die aufgebaute bürgerliche Fassade dient Hal zur Verschleierung seiner sexuellen Präferenz, in einer Zeit, in der Prüderie und die herrschende Meinung eine nicht eheliche Verbindung zwischen Mann und Frau nicht tolerierte, ganz zu schweigen von der Homosexualität. Oliver, der Sohn, bekam schon recht schnell mit, dass das Verhältnis der Eltern nicht auf der Basis der Liebe funtionierte, sondern eher einer Zweckgemeinschaft ähnelte und diente. Dem Vater, um seiner Sexualität halbwegs geschützt nachgehen zu können und der Mutter, weil sie die Hoffnung nicht begrub, dass der Ehemann sich eines Tages zu ihr bekennen würde. So sah Oliver seinen Vater selten und musste sich um die traurige und depressive Mutter kümmern, die aufgrund des eigenen Schmerzes die mütterliche Rolle vernachlässigte.

Der zweite Erzählstrang beginnt im Jahr 2003. Nach dem Tod der Mutter, outet sich der Vater schließlich. Er präsentiert seinen weit jüngeren Lebenspartner, kleidet sich jugendlich, feiert Partys und engagiert sich für die Recht von Homosexuellen. Das Verhältis zwischen Vater und Sohn verbessert sich, auch wenn Hal keine Widerrede seitens des "Sprösslings" zu seinem neuen Leben duldet Jedoch wird bei Hal eine Krebserkrankung im Enstadium diagnostiziert, der er zunächst keine Beachtung schenkt. Zu lange hat er auf das Leben, welches er nach dem Tod seiner Frau endlich leben konnte, gewartet, um sich von dem Tod einen Strich durch die Rechnung machen zu lassen. Jedoch holt ihn die Krankheit fünf Jahre nach dem Coming - out ein und so muß er auf die letzten Tage viele seiner verbleibenden Stunden im Krankenhaus verbringen und stirbt schließlich im eigenen Haus. Oliver erbt den heissgeliebten Hund des Verstorbenen mit dem er im Folgenden regelmäßig kommuniziert, was einer gewissen Komik nicht entbehrt.

Der dritte Erzählstrang beginnt im Jahr 2008. Oliver arbeitet mittlerweile als Designer und Zeichner in einer kleinen Agentur. Dies tut er jedoch mit eher mäßigem Erfolg. Seine Ideen und seine Kreativität finden nur selten Gefallen bei der Chefetage und den Kunden. Sein bisheriges Liebesleben kann als diffuse bezeichnet werden, als er auf einer Kostümparty Anna kennenlernt. Beide nähern sich langsam und schüchtern an. Beide sind wenig geübt im Umgang mit dem anderen Geschlecht und die Hilflosigkeit in der Umsetzung der gegenseitigen Annerkennung und Liebe zueinander wird schnell sichtbar. Beide wissen nicht so recht, wie die Geschichte mit der Liebe wirklich funktioniert, woraus sich scheinbar unüberbrückbare Probleme ergeben......

Die drei Erzählstränge laufen nicht hintereinander weg, sondern vermischen sich den gesamten Film über miteinander, was zu vielen Zeitsprüngen führt. Diese sind jedoch klug inszeniert und wirken die gesamte Laufzeit über schlüssig. Insbesondere die Einstellungen aus den 1950er in Bezug auf die 2000er Jahre vermitteln eindrucksvoll die Probleme, die sich aus den unterschiedlichen Konstellationen und Rollenmerkmalen für Oliver ergeben müssen. In Anna findet er seine Bestimmung, auch wenn sie viele seiner Erfahrungen zu teilen scheint, was die Beziehung zueinander schwierig gestaltet. Auch wenn potentielle Gründe und Ursachen für die entscheidende Frage "wie denn eigentlich diese Liebe funktioniert" für den aufmerksamen Zuschauer am Rande thematisiert und angeboten werden, stellt Mills die Möglichkeit in Aussicht, dass selbst durch eine fehlende Bindung in der Kindheit, die fühzeitige Rollenanpassung an gegebene Umstände und die Sozialisation samt ihrer individuell zu verzeichnenden Tücken und Probleme, schlußendlich nicht dafür ausschlaggebend sein muss, dass fehlende oder nur bedingt getätigte Erfahrungen zum Nachteil in Bezug auf die eigenen, späteren Handlungsfähigkeiten führen.

"Beginners" ist eine kleine Perle geworden, in der die Demaskierung nach der Kostümparty, auf der Oliver Anna kennenlernt, metaphorische Züge erhält und die mit Ewan Mcgregor, Melanie Laurant und Christopher Plummer in den Hauptrollen hervorragend besetzt ist. Wie weiter oben bereits geschildert ist das Grundthema eher dem Drama zuzurechnen, jedoch legt Mike Mills wert auf eine Prise, nicht selten schwarzen Humors. Sowohl die Konversation zwischen Oliver und dem "Adoptivhund" oder Olivers Versuchen, seine berufliche Tätigkeit einer solventen Klientel näher zu bringen, führen zu kleinen, nicht zu laut ausfallenden Freudensbekundungen. Zumindest erging es mir so.

Diese Rezension ist eine reine Filmbeurteilung, Grundlage hierfür ist die deutsche Kinofassung.
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5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Unglaublich romantisch..., 11. November 2011
Rezension bezieht sich auf: Beginners (DVD)
...und doch nicht ganz einfach anzuschauen; so ging es mir mit Mike Mills -Beginners-. Ein amerikanischer Film, der irgendwie französisch wirkt, eine wunderbare Story besitzt, mit gnadenlos gut agierenden Schauspielern bestückt ist, kreativ, verspielt und abseits des Mainestreams daherkommt, und dabei doch(jedenfalls meiner Meinung nach) hier und da ein wenig hakt. Woran das liegt? Das kann ich nur schwer beschreiben. Ich habe lange keinen Film gesehen, der einerseits so viele magische Momente aufwies, die andererseits nicht immer komplex zusammen passen wollten. Das mag natürlich wieder Mal eine Einzelmeinung sein, aber sie wissen ja schon: Am Ende müssen sie sich ohnehin selbst ein Bild machen.

In einer autobiografischen Geschichte erzählt uns Mike Mills von seinem Hauptdarsteller Oliver(Ewan McGregor). Dessen Eltern waren 44 Jahre verheiratet, bis die Mutter Georgia(Mary Page Keller) starb und der Vater Hal(Christopher Plummer) sich, mit 75 Jahren, als schwul outete. Vier Jahre später ist Hal tot und Oliver kommt darüber kaum hinweg. Als er die geheimnisvolle Schauspielerin Anna(Melanie Laurent) kennenlernt, muss er erkennen, dass der Schmerz über Hals Verlust und die eigene Unfähigkeit Beziehungen zu führen, noch immer nicht vorbei ist. Da kann auch Olivers bester Freund Arthur(Cosmo!) der Jack Russel Terrier seines Vaters nicht weiterhelfen. So scheint Oliver nicht nur seinen Vater, sondern auch Anna zu verlieren. Allerdings ist Olivers Leben so durcheinander geraten, dass man beim besten Willen nicht sagen kann, wie es weitergehen wird...

Wahnsinnig gut besetzt und mit jeder Menge toller Ideen kann -Beginners- aufwarten. Mills Rückblenden sitzen perfekt und die verschiedenen Handlungsebenen gehen fließend ineinander über. Egal ob Plummer, McGregor, Page Keller oder Laurent, die Schauspieler sind grandios. Natürlich darf dabei der Terrier Cosmo nicht vergesesen werden. Wenn seine Gedanken als Untertitel eingeblendet werden, oder Mike Mills uns mit vergleichenden Bildern, einer Erzählstimme aus dem Off oder Originalaufnahmen aus der Vergangenheit konfrontiert, dann hat -Beginners- seine ganz starken Momente. Leider wird dieses genial verspielte Konzept, jedenfalls meiner Ansicht nach, nicht durchgehend gehalten. So ist -Beginners- eine wahnsinnig romantische Hommage an den eigenen Vater und das Leben geworden, die an vielen Stellen unglaublich bewegend und schön; und an anderen ein wenig holprig geraten ist.

-Beginners- ist in jedem Fall ein Film, der sehenswert ist. Ob sie davon so haltlos begeistert sind wie einige Kritiker, oder auch nicht. Mike Mills hat einen eigenständigen Film mit jeder Menge Seele und einem kompletten Eigenleben auf die Filmrolle gebannt. Allein das sollte sie animieren, sich -Beginners- anzuschauen. Wenn sie dann noch ein wenig romantisch veranlagt sind, kann eigentlich nicht mehr viel schiefgehen...
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8 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Außergewöhnlichen Geschichte., 14. November 2011
Von 
Pierre sur Mer (Darmstadt) - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)   
Rezension bezieht sich auf: Beginners (DVD)
Oliver (Ewan McGregor) hat eine leere Wohnung, einen Hund, der nicht spricht, und zahlreiche gescheiterte Beziehungen hinter sich, als ihm die geheimnisvolle, beredet schweigende Anna (Mélanie Laurent) begegnet. Allerdings kein idealer Zeitpunkt: Erst kurz davor fand Oliver den Menschen, der sein Vater (Christopher Plummer) wirklich war, um ihn gleich wieder zu verlieren ' an den Krebs und den viel jüngeren Hal. Denn nach über 40 Ehejahren überrumpelt der 75Jährige den Sohn mit seinem Coming-Out, stürzt sich ins wilde Leben und erlebt das Glück nochmal neu.

Den Spagat zwischen Tragik und leichter Komik beherrscht Regisseur Mike Mills wie kein Zweiter. Nach dem gefeierten Thumbsucker ist ihm mit Beginners ein Film gelungen, der seinem ersten Werk in nichts nachsteht und der Freunde des anspruchsvollen Films bezaubern wird. Den überaus sympathischen Figuren mit allen ihren Ecken und Kanten, dem sehr speziellen, aber zu Herzen gehenden Plot und der leichtfüßigen Inszenierung wird man sich nicht so leicht entziehen können.Auch wenn die Wege der Liebe noch so unergründlich sind, eines ist immer sicher: Es ist nie zu spät!
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8 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein filmisches Kleinod..., 5. November 2011
Rezension bezieht sich auf: Beginners (DVD)
...mehr muss man gar nicht sagen bzw. schreiben. Von der ersten bis zur letzen Minute hängt man an den Monologen, Dialogen, Gesichtern der Schauspieler - and don't forget Arthur! A dog in his own league - nach Genuss dieses Filmes müsste man eigentlich a) sofort bei amazon den Film ordern und b) zum nächsten Russell-Terrier-Züchter hetzen. Ersteres mache ich gleich, letzteres muss ich aufgrund eines sehr zeitaufwändigen Jobs noch kurz überdenken...
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Eine Reise durch Gedanken, Erinnerung und in die Zukunft..., 17. März 2012
Von 
Ray "rayw260" (Rheinfelden) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Beginners (DVD)
Manchmal beginnt etwas erst sehr spät: Oliver Field (Ewan McGregor) bekommt im Alter von 33 Jahren mit, dass sein Vater Hal (Christopher Plummer) schwul ist. Der 75jährige Mann macht seinem Sohn dieses Geständnis, nachdem die Frau, mit der er 45 Jahre lang verheiratet war, verstorben ist.
5 Jahre nach diesem Coming out ist Hal tot, Oliver, der als Grafikdesigner arbeitet, lebt immer noch allein.
Nach dem Tod des Vaters kümmert sich Oliver nun um dessen Hund Arthur, der ziemlich egoistisch agiert und überall mitkommen will.
In Rückblenden erinnert er sich an seine Mutter Georgia (Mary Page Keller), mit der ihn eine sehr humorvolle und eher unkonventionelle Beziehung verband.
Aber auch an das sehr späte schwule Leben seines Vaters mit dem wesentlich jüngeren Liehbhabers Andy (Goran Visnic).
In diesen 5 späten Jahren, die auch einen Neubeginn darstellt, wird der Vater krank, aber er will sich kaum schonen - denn das Leben soll in vollen Zügen noch ausgelebt werden.
All dies geht im Heute und Hier dem introvertierten, in Erinnerungen verhafteten Sohn ab, denn er wirkt traurig.
Auf einer Kostümparty, zu der er fast gewzungen werden muss, trifft er als Sigmund Freund auf die als Charlie Chaplin verkleidete Anna (Melanie Laurent). Da die junge Frau die Initative übernimmt, auch hier wird etwas begonnen, dass dem Alltag entgegen wirkt...
"Beginners" ist ein netter, harmloser Wohlfühlfilm mit einigen sehr sympathischen Ideen, beispielsweise sind die "Gespräche" zwischen Oliver und seinem aufmerksamen, intelligenten Hund untertitelt, der Vierbeiner scheint öfters zu antworten - mal witzig und humorvoll, mal weise.
Ein besonders witziger Moment ist Olivers Erinnerung an den Tag, als ihm sein Vater gesteht, dass er schwul ist. Oliver weiß ganz genau, dass der Vater einen ganz normalen Pulli anhatte und keinen purpurnen Seidenmorgenrock, aber genau diese Farbe des Seidenmorgenrock schleicht sich immer wieder zurück ins Bild. Genau so funktioniert Erinnerung.
Mike Mills Film aus dem Jahr 2010 erhielt einen Oscar, der an Christopher Plummer ging.
Er erzählt über die Anfänge der Liebe und über den Mut sich jederzeit auf etwas Neues einlassen zu können, sozusagen ein unerschrockener und heillos romantischer über zwei Anfänger, der eine davon ist 75 - der andere, sein Sohn noch nicht ganz 40.
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Wem gibt man die Erlaubnis, seine Seele in Schwingung zu bringen?, 28. Februar 2012
Von 
Joroka (Darmstadt) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)    (VINE®-PRODUKTTESTER)   
Rezension bezieht sich auf: Beginners (DVD)
Oliver hatte bisher im Leben noch kein gutes Händchen für die Liebe. Sein Vater hat sich erst nach dem Tod der Mutter mit 75 Jahren vor ihm zu seinem Schwulsein bekannt. Leider blieb ihm krankheitsbedingt nicht mehr viel Zeit, diese neugewonnene Liebesfähigkeit mit Neugierde und gewisser altersunentsprechender Blauäugigkeit intensiv zu erleben. Von diesen Eigenschaften könnte sich Oliver etwas abschneiden.
Nach dem Tod seines Vaters lernt er Anna auf einer Mottofete kennen. Was zunächst ungezwungen und immanent verrückt anfängt, läuft Gefahr, im Kopf zu scheitern. In Liebesdingen gibt es kein Richtig und Falsch, aber die Gefahr ist groß, alles ganz schnell wieder zu verlieren, denn die Angst vor Verletzungen ist häufig übermächtig groß......

Der Film läuft zweigleisig. Er erzählt die Geschichte von Oliver und Anna und parallel in Rückblicken von Oliver und seinem Vater. Seine Grundaussage ist, dass uns das Verliebtsein immer wieder zu Anfängern werden lässt, egal in welchem Alter. Ist unsere Tür offen? Oder blockieren wir uns durch selbstauferlegte Beschränkungen? Alles ist doch bereits kompliziert genug.

Christopher Plummer hat diese Woche den Oscar in der Kategorie 'Beste männliche Nebenrolle' für seine Verkörperung des Vaters erhalten. Nicht zu Unrecht, wie ich meine.
Ewan McGregor als Sohn hat mir nach langem mal wieder richtig, richtig gut gefallen. Ein wertvolle persönliche Neuentdeckung war für mich Mélanie Laurent, in der Rolle der Anna. Bitte mehr von ihr! Bei ihren wortlosen Gesichtsausdrücken bekam ich Gänsehaut.

Dieser Film schlägt die leisen Saiten an. Manchmal kommt er mit bewusst wenigen Worten aus. Besonders schön sind auch die Zwiegespräche Olivers mit seinem kleinen Hund (mit Untertiteln!!) Der Film ist berührend und gefühlsintensiv und gänzlich unaufregend, im sehr positiven Sinne. Er handelt von einer Vater und Sohn-Beziehung, die mir dem späten Coming-out des Vaters eine Chance auf neue Nähe erlebt. Der alte Mann zeigt seinem Sohn, dass es nie zu spät ist für tiefempfundene Gefühle und er sich lohnt, sich kopflos in dieses Vergnügen zu stürzen. Morgen kann es bereits zu spät sein.

Extras: 'Making of': Wir erfahren, dass der Regisseur Mike Mills seine eigene Geschichte verarbeitet hat. Und das merkt man, der Film ist umfassend authentisch gelungen.

Fazit: Außergewöhnlich, sensibel, rundum geglückt.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen leicht und irgendwie melancholisch....., 3. September 2012
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Beginners (DVD)
Ich habe diesen Film seinerzeit im Kino gesehen und war schon da sehr beeindruckt, dies gelang ihm auch beim zweiten Mal, in der DVD-Fassung. Ich habe in den letzten Jahren, kaum einen stimmigeren Film als diesen gesehen, denn hier waren Drehbuch und Schauspieler eine wirkliche Symbiose eingegangen.

Die in diesem Film erzählte Geschichte des Coming-out ist schon in vielen Varianten thematisiert worden, hier aber auf eine besondere, fast schon absurd scheinende Art und Weise. Mit 75 Jahren, nach einem fast rein heterosexuellen Leben mit Frau und Kind, sich noch zu seiner wahren sexuellen Identität zu bekennen, keine alltägliche Geschichte und doch vom Leben selbst geschrieben.

Mike Mills ist ein unglaublich persönliches und einfühlsames Werk gelungen, ist die Figur des Hal doch an seinen eigenen Vater angelehnt, der ebenfalls im hohen Alter bekannt gab, dass er schwul sei (dies nach 45 Ehejahren). Was bei Mills nach eigener Aussage sowohl Irritation als auch Bewunderung hervorrief. Mit Ewan McGregor, Christopher Plummer und Mélanie Laurent in den Hauptrollen, ist dieser Film überdurchschnittlich gut besetzt, jede Rolle wirkt für sich wie aus einem Guß. Selbst die Rolle des Adoptivhundes "Arthur", den ich als Bindeglied zwischen den Protagonisten empfinde, wirkt als ein zentraler Charakter, ist er doch die Verkörperung des verstorbenen Vaters. Fast schon vorbildlich beherrscht Mike Mills die Gratwanderung zwischen Tragik und leichter Komik, so daß man sich dieser Inszenierung nur schwer entziehen kann.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Rührend und sehr bezaubernd, 14. April 2012
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Beginners (DVD)
Ich habe den Film bereits im Kino gesehen und war schon da sehr begeistert. Wer lieber ruhigere Filme mag und kein großes Drama braucht, der ist hiermit sehr gut bedient.
Es ist ein stiller, rührender Film ohne allzugroße Spannungen oder Tragik. Dennoch finde ich ihn sehr charmant und Melanie Laurent absolut bezaubernd.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Anrührende Geschichte, 6. Februar 2012
Rezension bezieht sich auf: Beginners [Blu-ray] (Blu-ray)
Der Film erzählt davon, wie Oliver (Ewan McGregor) verarbeitet, dass sein Vater Hal(Christopher Plummer) nach langer schwerer Krebserkrankung mit 80 Jahren stirbt.

Hal hat outet sich erst mit 75, schwul zu sein und entwickelt in beeindruckender Geschwindigkeit ein Leben in der schwulen Szene.

Der Film arbeitet in leisen Tönen und vermag den interessierten Zuschauer wirklich anzurühren.

Ein sehr gelungener und nachdenklich stimmender Film. Christopher Plummer hat für seine Rolle eine Oscar-Nominierumg bekommen. Möglicherweise bekommt er hiermit tatsächlich den ersten Oscar seiner langen Karriere.

Die Tonqualität ist sehr gut.

Die Bildqualität befindet sich nach meinem Geschmack allerdings leider nicht auf dem Niveau, dass man heutzutage für einen aktuell produzierten Film für eine Blu Ray erwarten kann. Weder Detailzeichnung noch Farbwiedergabe können richtig überzeugen. Dafür reicht auch die Anschaffung einer DVD.
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Beginners
Beginners von Ewan McGregor (DVD - 2011)
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