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46 von 47 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Diaspar - Die letzte Bastion der Menschheit
Die neueste Ausgabe der Heyne Reihe "Meisterwerke der Science-Fiction". Für mich ein Pflichtkauf.

In der Megacity Diaspar leben viele Millionen Menschen, für die Grundvesorgung sorgen hochentwickelte Maschinen, die Bewohner können in aller Ruhe ihren Interessen nachgehen, sei es Wissenschaft, Kunst und Kultur oder einfach Liebe. Trotz der...
Veröffentlicht am 6. September 2011 von M. Schmid

versus
10 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen langweilig
die Buchbeschreibungen der Redaktion und anderer Rezensenten kann man schon so stehenlassen, aber wer sich eine spannende Handlung oder wenigstens eine interessante Geschichte erhofft, der wird entäuscht werden. Das ganze Buch liest sich nur wie die Inhaltsangabe einer Geschichte, aus der man vielleicht ein fesselndes Buch hätte machen können. Spannung ist...
Veröffentlicht am 9. September 2012 von Amazon Customer


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46 von 47 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Diaspar - Die letzte Bastion der Menschheit, 6. September 2011
Von 
Die neueste Ausgabe der Heyne Reihe "Meisterwerke der Science-Fiction". Für mich ein Pflichtkauf.

In der Megacity Diaspar leben viele Millionen Menschen, für die Grundvesorgung sorgen hochentwickelte Maschinen, die Bewohner können in aller Ruhe ihren Interessen nachgehen, sei es Wissenschaft, Kunst und Kultur oder einfach Liebe. Trotz der Lebensdauer von fast 1000 Jahren ist es in einem Leben nur möglich, einen Bruchteil der gesamten Stadt zu erkunden. Aber die Menschen haben den Tod besiegt, beim nahenden Tod geht man in sogenannte "Gedächtnisanlagen", wo sämtliche Erinnerungen und Charakteristika einer Person gespeichert werden, viele Tausend Jahre später werden die Menschen wiedergeboren um ein weiteres mal zu leben.
Doch der junge Alvin ist eine Kuriosität, er ist ein Erstgeborener, sprich er hatte keine früheren Leben und muss so alles neu lernen. Doch er gibt sich nicht mit dem eintönigen Leben der anderen Bewohner zufrieden, er will Neues entdecken. Obwohl in den alten Legenden entdeckt wird, außerhalb von Diaspar sei die gesamte Erde seit einer Milliarde Jahre völlig zerstört, wagt Alvin die Reise außerhalb der Stadtmauern. Dort gibt es viele Entdeckungen, die Erde und der Weltraum ist nicht so leer wie immer geglaubt...

Ein tolles Werk von Altmeister Clarke. Er beschreibt die Welt in einer sehr fernen Zukunft, die Hauptprotagonisten strotzen nur so voller Neugier, wollen unbedingt das Unbekannte entdecken, welches nur aus alten Mythen und Sagen bekannt ist. Und müssen entdecken, selbst die seltsamsten Sachen, unbegreifliche Technologien haben nichts göttliches an sich, sondern wissenschaftlich lässt sich alles erklären. Ein Handlungsablauf, den man auch aus anderen Werken von Clarke kennt.
Mir hat das Buch gut gefallen, keine Space Opera, aber trotzdem geht die Handlung flott voran. Clarke erzählt eine große Geschichte der Menschheit, vom Aufbruch zu den Sternen, dem Fall eines großen Imperiums bis zu dem Tag, als sich die Menschheit wieder ihren Wurzeln besinnt.
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21 von 22 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Visionäre Unterhaltung vom Altmeister, 24. Januar 2012
Von 
DiBa "Ceylon1979" (Hannover) - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)   
Nach "Rendezvous mit Rama" mein zweiter Roman von Clarke, der ähnliche Themen behandelt, jedoch vorwiegend auf der Erde spielt und mir eindeutig besser gefiel.

Die Handlung spielt in einer sehr fernen Zukunft. Einst haben die Menschen den Weltraum durchpflügt, ferne Sonnen und Sterne angeflogen und sogar Himmelskörper von gewaltigen Ausmaßen geschaffen. Dann geschah etwas Seltsames - so die Legenden: die Menschen wurden von einer fremden Macht angegriffen. Die Vorherrschaft um den Weltraum wurde schnell zugunsten der Fremden entschieden und die Menschen mussten sich auf die Erde zurückziehen. Es gab einen letzten entscheidenden Kampf, wobei einige wenige Menschen mit besonderen Gaben die Menschheit vor dem endgültigen Verschwinden bewahrten.

Seither lebten die Menschen in einigen wenigen Städten. Jetzt - Millionen Jahre danach - gibt es nur noch eine Stadt: Diaspar. Der Stand der Technik ist so weit fortgeschritten, wie Clarke es einmal (in einem Sachbuch) formulierte: "Jede hinreichend fortschrittliche Technik ist von Magie nicht mehr zu unterscheiden". Es gibt ein lückenloses Kontroll- und Erneuerungssystem, Gebäude und Fließstraßen, die - wie alles andere auch - vom Zentral-Elektronengehirn gesteuert und überwacht werden. Die Stadtbewohner kommunizieren seltener direkt als vielmehr über Visiofone und können jegliche Gegenstände in der eigenen Wohnung materialisieren. Zu den beliebtesten Aktivitäten zum Zeitvertreib gehören die sogenannten "Abenteuer", die man mit Freunden unternehmen kann - natürlich via PC, vom heimischen Sofa aus. Und mit einem solchen Abenteuer beginnt der Roman.

Somit wird auch ohne Umschweife der Protagonist der Handlung, der junge Alvin, vorgestellt. Zwar nahm sein Leben - wie das jedes anderen Stadtbewohners - in der Halle der Schöpfung seinen Anfang, doch Alvin ist nicht wie alle anderen; er ist ein Einzigartiger. Er erfährt es von seinem Lehrer, der für sein geistiges Wachstum verantwortlich ist. Was das nun konkret bedeutet, verrate ich an dieser Stelle nicht.

Als Leser begleitet man Alvin bei seinem Selbstfindungsprozess und der Realisierung seiner Wünsche, die den der Stadtbewohner in einigen Punkten diametral entgegen stehen. Alvin erkundet die Stadt und der Leser erfährt einiges über ihre Geschichte; er trifft der "Spaßmacher" und man wirft einen Blick hinter die Kulissen der seit Millionen reibungslosen Abläufe und Strukturen der großen Stadt; schließlich gelingt Alvin eine Entdeckung, die sein Leben und das der anderen für immer drastisch verändern wird ...

Was fesselt an dem Roman am meisten? Sicherlich ist es die Architektur und die Fokussierung auf Diaspar, Legenden ihrer Entstehung und Alvins Bestimmung(?). Man erhascht einen Blick auf die Stadt, lernt einige Personen kennen und kann sich die Strukturen in etwa vorstellen. Das Erzähltempo ist recht flott, die Spannung bleibt konstant, Clarkes Ideen wissen zu fesseln, der Plot bleibt im Gedächtnis. Clarke ist weniger kopflastig als Lem, die Geschichte ist deshalb etwas dynamischer. Symptomatisch dafür ist vor allem das letzte etwa Fünftel des Buchs, wo man als Zuschauer die Erde verlässt. Andere Autoren hätten diese Passagen sicherlich ausgewalzt, nicht so Clarke. Ihm geht es nicht um das große Ganze, sondern um die Entwicklung Alvins. Ich hätte mir zudem etwas mehr "Innenschau" und philosophische Betrachtungen hinsichtlich der Lebens- und Denkweisen etc. gewünscht, doch das tut dem Lesevergnügen keinen Abbruch.

Dieser Roman ist wegen seiner außergewöhnlichen Grundidee, seines visionären Plots und komprimiert-flotten Stils auch allen Lesern uneingeschränkt und wärmstens zu empfehlen, die sonst keine SF lesen.

Das Vorwort verrät zwar nicht zu viel von der Geschichte, sollte trotzdem nach dem Auslesen vorgenommen werden, um den Genuss noch zu steigern.

Und noch ein Wort zur Übersetzung: sie ist hervorragend!
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Einzigartig, unerreicht, 11. Dezember 2012
Von 
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Die Stadt und die Sterne: Roman - Mit einem Vorwort von Gary Gibson (Kindle Edition)
"Die Stadt und die Sterne" ist einer der schönsten Romane dieses großen Visionärs und Erzählers Arthur C. Clarke. Die ursprüngliche Übersetzung wurde mit dem Titel "Die sieben Sonnen" versehen, während diese Neubearbeitung den ins Deutsche übersetzten Originaltitel trägt. Wie so oft in Clarkes Büchern kann man nur staunen, wie weit dieser Mann seiner jeweiligen Zeit voraus war. Man kann kaum glauben, dass dieser Roman bereits 1956 geschrieben wurde. Vielleicht ist es ein Hauptgrund für die Faszination der Werke Clarkes, dass er in der Lage war, die technische Entwicklung so logisch und einleuchtend weiterzudenken, dass er in vielem genau da landete, wo wir heute die technische Wirklichkeit erleben. Da verwundert es kaum noch, dass er, wohlgemerkt als Schriftsteller, die ersten Impulse gab z.B. für geostationäre Satelliten oder für die Vernetzung von PCs.
Der Clarksche Erzählstil ist so typisch unaufgeregt, geradezu sanft, dass sich seine Bücher, auch dieses, so wohltuend unterscheiden von viel zu vielem Drama-Alarm in diesem Genre. Wer es liebt, zutiefst menschliche Geschichten auf hohem und seriösem Fiktionslevel zu genießen, ist mit Clarke genau an der richtigen Adresse, auch mit diesem Roman, den ich für einen seiner besten halte.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Guter Roman, der aber nicht in einer Reihe mit den "großen Zukunftsvisionen" steht, 1. Oktober 2014
Die ferne Zukunft: In der Megastadt Diaspar leben die letzten verbliebenen Menschen. Hochentwickelte Maschinen erleichtern den Alltag, die Menschen werden 1.000 Jahre alt, die klassische Ehe gibt es nicht mehr. Den Tod haben die Menschen besiegt: Wenn ein Leben auf Diaspar endet, stirbt man nicht. Stattdessen wird eine Kopie des Geistes in der sogenannten Gedächtnisanlage abgelegt und nach Generationen neu zum Leben erweckt. Doch das Leben in der Stadt ist auf andere Weise begrenzt, denn eine scheinbar unüberwindliche Mauer hindert die Menschen daran, zu sehen, was sich außerhalb der Stadt befindet. Ein Bewohner dieser Stadt ist Alvin, ein junger Mann, der sich mit dem "Glück", das die Stadt bietet, nicht zufrieden gibt. Er möchte sehen, was sich außerhalb der Stadt befindet, und versucht deshalb, die "Lücke im System" zu finden, die ihm das Verlassen der Stadt ermöglicht.

Wer sich mit Dystopien ein wenig auskennt, wird hier ein Motiv erkennen, die für dieses Genre typisch ist: Menschen, die zwangsbeglückt werden und unglücklich sind, weil mit dem Verschwinden von Leid und Sorge auch die Abwechslung verschwindet und die geistige Entwicklung der Menschen stagniert. Tatsächlich liest sich "Die Stadt und die Sterne" zunächst wie eine Dystopie. Das Bedrohliche fehlt der Stadt zwar, da die "Ältesten" der Stadt nicht mit Gewalt regieren (müssen), aber Unbehagen über die Stagnation der Menschen spürt man dennoch. Im zweiten Teil des Romans wird dieser Faden dann allerdings nicht fortgesetzt. Stattdessen begibt sich der Protagonist des Romans auf eine sonderbare Entdeckungsreise, an deren Ende auch das Geheimnis um die Stadt Diaspar und deren Gesellschaft "gelöst" wird.

Mir hat der Roman insgesamt gut gefallen, wenngleich ich mich dem überschwänglichen Lob einiger Rezensenten nicht anschließen möchte. Die dystopischen Elemente werden leider im zweiten Teil des Romans nicht mehr aufgegriffen. Dadurch entwickelt sich der Roman eher zu einer phantasievollen "Reisegeschichte", in der die Hauptfigur einen Selbstfindungsprozeßt durchläuft. Diese Selbstfindung wird in meinen Augen zwar liebevoll, aber nicht unbedingt spannend erzählt. Keine Frage: Natürlich geht es dem Autor nicht darum, mit billigen Effekten Spannung zu erzeugen. Im Vordergrund steht die Entwicklung der Hauptfigur. Diese wird meiner Meinung nach interessant erzählt, ist aber jetzt nicht so "bahnbrechend revolutionär", wie es die zahlreichen positiven Rezensionen vermuten lassen. Im Grunde handelt es sich um einen Stoff, den Schriftsteller wie z. B. Ray Bradbury in "Fahrenheit 451" schon wesentlich durchdachter entfaltet haben. Damit will ich nicht sagen, daß ich "Die Stadt und die Sterne" schlecht fände. Hätte ich das Buch vor den großen Zukunftsvisionen (Fahrenheit 451, Brave New World, Wir, 1984) gelesen, würde meine Bewertung sicherlich etwas besser ausfallen. So ist "Die Stadt und die Sterne" für mich ein ordentlicher Roman, dessen Lektüre ich zwar nicht bereue, der aber nicht den bleibenden Eindruck hinterlassen hat wie die zuvor genannten Zukunftsvisionen. Da der Roman mich gut unterhalten hat, gebe ich ihm vier Sterne.

Noch ein Satz zur Druckqualität: Wie bei allen Büchern aus der Reihe "Meisterwerke der Science Fiction" sind Buchsatz und graphische Gestaltung sehr gelungen.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Umwerfend, erschütternd und hoffnungsvoll!, 5. April 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Die Stadt und die Sterne: Roman - Mit einem Vorwort von Gary Gibson (Kindle Edition)
Ich kannte den Autor natürlich schon vorher, konnte mir aber unter dieser Geschichte nichts vorstellen. Ich wurde positiv überrascht. Die Geschichte gibt Anlass zum Nachdenken. Was macht eine Gesellschaft aus? Was erhält eine Gesellschaft? Wer hat hier bei uns die Rolle des 'Spaßmachers', der in der Story eine tragende Rolle spielt? Man merkt dem Buch natürlich an, das es in einer Zeit geschrieben wurde, in der es weniger Medien und dafür mehr positive Utopien gab! Aber das ist gerade besonders reizvoll für alle, die von den alltäglichen Katastrophen die Schnauze voll haben.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Verblüffend, 7. Januar 2015
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Sogar mich als SciFi-Fan konnte dieses Buch überraschen! Eine in der Science Fiction sicherlich einmalige Story, die sehr detailreich und fesselnd geschildert wird. Ich war sofort mittendrin in der Story - die immer wieder mit überraschenden Wendungen aufwartet. Als SciFi-Leser oder Fan sollte man das Werk auf jeden Fall gelesen haben - nein im Schrank stehen haben! Wirklich ein Klassiker.
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7 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Phantasievolle Parabel auf das Wesen der Menschheit, 22. Juli 2012
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
An ein Buch, welches in der Reihe "Meisterwerke der Science Fiction" erscheint, kann man wohl gewisse Ansprüche stellen. Wenngleich ich anfangs skeptisch war, so muss ich eingestehen, dass Arthur C. Clarkes "Die Stadt und die Sterne" diesem Maßstab durchaus gerecht wird. Werfen wir einen Blick auf die Geschichte:

Das Imperium der Menschheit ist vor vielen Millionen Jahren unter dem Ansturm mysteriöser Invasoren zerbrochen und die letzten Menschen haben Zuflucht gefunden in Diaspar, der letzten Stadt einer ansonsten mit endloser Wüste bedeckten Erde. Das Leben in Diaspar ist auf den ersten Blick utopisch: Krankheiten und das äußerliche Altern wurden besiegt, die fortgeschrittene Technologie stellt Versorgung und Unterhaltung in endlosem Maße bereit und verhindert gleichzeitig zuverlässig den Verfall der Stadt. Die Muster und Charakteristika eines jeden Menschen sind in riesigen Datenbanken gespeichert und so kann jeder Bewohner in der "Halle der Schöpfung" am Ende seiner viele Jahrhunderte dauernden Lebensspanne gespeichert und später wieder in die Gesellschaft zurückgerufen werden. So befindet sich die Stadt in einem immerwährenden Kreislauf der Wiedergeburt, welcher akribisch vom allwissenden Elektronengehirn der Stadt verwaltet wird.
Doch auch in dieser perfekt kalkulierten Umgebung geschehen zuweilen außergewöhnliche Dinge. Als der Protagonist Alvin aus der Halle der Schöpfung tritt, ahnt er nichts von seiner Einzigartigkeit: Alvin ist gegenwärtig der einzige Mensch in Diaspar, der noch nie zuvor den Kreislauf der Wiedergeburt durchlaufen hat! Doch damit nicht genug: Alvin lebt nicht nur zum "ersten mal", er besitzt auch eine scheinbar usntillbare Neugier, welche seinen Mitbürgern völlig abgeht. Alvin reicht die abgeschlossene Idylle der Stadt nicht - er möchte wissen, was hinter den Mauern von Diaspar liegt...

Diese Einleitung ist vielleicht nicht brandneu, aber besitzt doch zumindest einige interessante Ansätze, die ich so vorher noch nie gelesen habe. Was umso erstaunlicher ist, da das Buch ja nun auch schon fast 60 Jahre auf dem Buckel hat. Es ist aber nicht so sehr die - zweifellos interessante - Plotentwicklung, die mich an dem Buch so beeindruckt hat, sondern wie pfiffig und phantasievoll es Clarke gelingt, auf knapp 300 Seiten eine in die ferne Zukunft eingebettete Parabel auf das Menschsein zu schreiben. Während wir Alvin bei seiner spannenden Entdeckungsreise begleiten, werden wir auch Zeuge einer inneren Entwicklung des Protagonisten. Alvin erkundet hier aber nicht nur seine eigene Bestimmung, sondern auch die Bestimmung der Menschheit an sich. In philosophischen, aber fast nie aufdringlichen oder aufgesetzt wirkenden Tönen lässt Clarke darüber nachsinnen, was dieser augenscheinlich perfekten Gesellschaft letztendlich fehlt - und wieso sich die innere Natur des Menschens letztendlich nicht bezähmen lässt. Der Ausdruck dieser Natur findet im Buch vor allem in Alvins Sehnsucht nach den Sternen seinen Ausdruck: Sie ist es, die den Protagonisten letztlich trotz Zweifeln, Ängsten und anderen Widrigkeiten vorwärts treibt.

Dieses Thema kleidet Clarke in eine Umgebung, die in ihren Gegensätzen zwischen Natur und Technik, zwischen Melancholie in den unendlichen Weiten des Weltalls und einer nie schlafenden Stadt, eine merkwürdige Anziehung entwickelt: Alvins Neugierde überträgt sich sofort auf den Leser und natürlich ist man begierig darauf zu erfahren, was es mit den Invasoren, dem menschlichen Imperium und letztlich auch Diaspar auf sich hat - Die Auflösung werde ich an dieser Stelle selbstverständlich nicht verraten.

Kritikpunkte finde ich an diesem Buch nur recht wenige. Man könnte sicherlich anführen, dass manche Charaktere etwas blass bleiben und ihre Handlung trotz der suggerierten hohen Intelligenz oft schwer zu verstehen sind. Aber wohlmöglich will Clarke dies auch gerade als großes Defizit einer vollständig geregelten und gefahrenfreien Umwelt darstellen.
Letztendlich hätte ich mir vielleicht nur einen etwas stärkeren Schluss gewünscht. "Die Stadt und die Sterne" endet fast etwas abrubt, die mühsam erarbeiteten Fragen werden zwar beantwortet, was aber doch etwas schnell und ein wenig sorglos geschieht. Hier hätte sich Clarke vielleicht einen Tick mehr Mühe geben können, aber glücklicherweise stellt sein Buch ohnehin eher den Erkenntnisprozess der Reise gegenüber der eigentlichen Ankunft in den Vordergund.
Und schlussendlich gibt es dann doch noch eine ein wenig verträumte Moral, in der der Mensch - hoffentlich? - wieder zu sich selbst findet.

Achja: Das vielfach erwähnte Vorwort von Gary Gibson ist ein netter Bonus, welches in meinen Augen recht schlüssig und interessant die Motivation und Einflusse von Clarke sowie dessen "Vermächtnis" an die Welt beleuchtet. Vom Hocker gehauen hat es mich nun allerdings nicht, der "Star" bleibt hier (richtigerweise) das Buch.

FAZIT:

"Die Stadt und die Sterne" kann völlig zurecht den Titel eines "Meisterwerkes" beanspruchen. Die Erzählung ist einzigartig und hat trotz ihres Alters nichts an Aktualität und Anziehungskraft eingebüßt. Clarkes Stil ist phantasievoll, intelligent, aber nicht überladen oder aufgesetzt. Wer eine Sci-Fi-Erzählung der alten Schule, mit philosophischen und ebenso dys- wie utopischen Anklängen sucht, ist hier an der richtigen Adresse. Aber auch neugierige Leser aus anderen Genres können ohne Bedenken zugreifen. Mit diesem Buch hat Clark viele Motive der SciFi-Kategorie in's Leben gerufen oder reformuliert, welche auch Jahrzehnte später selten eindringlicher geschildert wurden.
Dafür ziehe ich dann auch 5/5 Sterne.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Sehr interessant, 8. April 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Clarke hat da etwas besonderes geschaffen. Philosophische nähe zu vielen Problemen unserer Zeit und natürlich genügend Abenteuer. Die Idee eines Gedächrtnisspeichers aber kommt eher einer Akasha Chronik gleich. Alles sehr unterhaltsam gestaltet. Wie viel Techniker er auch war. Der Versuch den Verstand und Geistvolles Gefühl mit technischen Erungenschaften zu kombinieren ist jedenfalls , so finde ich, gelungen.
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10 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Unerreicht, 2. Januar 2012
Dieses Buch sollte jeder Science Fiction Fan gelesen haben. Wenn man sich beim Lesen dieses zeitlosen Romans vor Augen hält, dass das Original aus dem Jahr 1956 stammt, kann man das nur visionär nennen. "The City and the Stars" erschien bei uns damals unter dem Titel "Die sieben Sonnen".

Sehr schön, dass es nun wieder zu kaufen ist!
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Sehr sehr gut, 28. November 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Definitiv nicht das beste Buch aus der Reihe, aber immernoch absolut genial ^^ Das Buch ist das Geld ganz klar wert. weil es mit Gedanken und Ideen spielt, die so selten in Büchern beschrieben werden. Es ist unterhaltsam und macht gleichzeitig Lust zum nachdenken.
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