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404 von 420 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen ein Stern am Himmel des historischen Romans
Für mich war "Die Henkerstochter"von Oliver Pötzsch wirklich ein Stern am Himmel des historischen Romans und ich hätte gerne mehr Sterne vergeben.Fundiertes Hintergrundwissen, vor allem auch was die Hexenverfolgung und den Hexenwahn angeht, gepaart mit einer spannenden Geschichte, macht diesen Roman zu einer Perle dieses Genres.

Die Geschichte...
Veröffentlicht am 2. April 2008 von Joko

versus
55 von 65 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Ganz nett, aber nicht begeisternd!
Nach längerer Zeit, mal wieder einen historischen Krimi, den ich gelesen habe. Er konnte mit interessanten Einblicken der damaligen Zeit, besonders dass Leben eines Henkers überzeugen. Der Autor schafft es die Gefühle eines Henkers glaubwürdig hervorzuheben und zeigt, dass es diesen auch nicht immer leicht fällt seinen Beruf auszuüben und das...
Veröffentlicht am 29. Dezember 2008 von Doris K.


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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Geschichtsfreie, lockere Unterhaltung, 16. Juli 2012
Rezension bezieht sich auf: Die Henkerstochter (Taschenbuch)
Tatsächlich mal erfrischend anders, wie der Henker von Schongau sich vor großen Aufgaben seines Berufslebens im Alkohol ertränkt oder in äußerst vertrackten Mordfällen ermittelt, die einen neuen Hexenwahn im Schongau des 17.Jahrhunderts auszulösen drohen.

Flüssiger Schreibstil, leichte Dialektgebundenheit der Protagonisten und eine durch gesellschaftliche Zwänge behinderte Liebesbeziehung zwischen dem jungen Arzt und der Henkerstochter machen das Buch zu einem unbeschwerten, lockeren Lesevergnügen.

Ein paar Punkte muss ich dann leider doch noch abziehen. So gibt es leichte Schwächen beim Lektorat (erst ist der Braunschweiger ein sehr großer aber dennoch drahtiger und muskulöser Mann (S. 300), nach dem Umblättern ist er gefährlich, trotz seiner unscheinbaren Körpergröße (S.302)), das auch bei Wortwiederholungen oder gleichen Bildern nicht ganz so pingelig gearbeitet hat (der junge Arzt schmeckt z.B. ständig Blut im Mund, sobald er rennt). Ferner bewerfen die Mitgefangenen die Hexe im Kerker mit faustgroßen Steinen, und ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, dass damals die Kerkermeister so leichtsinnig gewesen wären, ihre Häftlinge mit herumliegenden Steinen als Waffen" auszurüsten.
Schade finde ich auch, dass die Historizität ein wenig zu kurz kommt. Der Verweis, dass Pötsch selbst der berühmten Henkersdynastie der Kuisls entstammt und natürlich die gesamte Familienchronik geerbt hat, weckt gewisse Erwartungen. Da er aber freizügig zugibt, die eigene Verwandtschaft nicht zu schlecht dastehen lassen zu wollen, sei es verziehen, wenn der Henker sehr belesen ist (als Unehrlicher durfte er ganz sicher keine Schule besuchen), eine seltene und umfangreiche Büchersammlung hat, die sich der Stadtarzt nicht leisten kann (so teuer waren die Henkersdienste nicht) und der Henker munter mit allen Leuten konversiert um das Rätsel zu lösen (niemand hätte mit dem Henker freiwillig ein Wort gewechselt).

Alles in allem mal lustig, wie gesagt: historischer Freestyle - wer ausspannen will und sich daran nicht stört, ist hiermit sicher gut beraten.
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7 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen eine Leseperle unter den historischen Romanen, 25. April 2011
Von 
Joko - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)   
Für mich war "Die Henkerstochter"von Oliver Pötzsch wirklich ein Stern am Himmel des historischen Romans und ich hätte gerne mehr Sterne vergeben.Fundiertes Hintergrundwissen, vor allem auch was die Hexenverfolgung und den Hexenwahn angeht, gepaart mit einer spannenden Geschichte, macht diesen Roman zu einer Perle dieses Genres.

Die Geschichte spielt nach dem dreizigjährigen Krieg in der bayrischen Stadt Schongau, nahe Augsburg. Aus dem Lech wird ein sterbender Junge gezogen, der nicht nur viele Messerstiche aufweist,sondern auch eine Tätowierung auf der Schulter. Da man für jedes Verbrechen gleich einen Täter braucht und die Tätowierung in Unkenntnis der damaligen Zeit für viele gleich mit Aberglauben und Occultismus zu tun hatte, wird gleich die Hebamme des Ortes in der Fronfeste festgesetzt und der Henker des Ortes bekommt den Auftrag mit allen Mittel der Folter für ein möglichst baldiges Geständnis der "Hexe"zu sorgen

Jakob Kuisl, der Henker ist allerdings, genauso wie Simon, der Sohn des Stadtmedicus, von der Unschuld der Hebamme überzeugt und sie ahnen , dass mit der Hinrichtung der Hebamme, von einem anderen Verbrechen abgelenkt werden soll. Als dann noch andere Kinder sterben, die ebenfalls ein Mal auf der Schulter haben, steigert sich die Angst in der Stadt zur Hysterie und der Henker wird gezwungen mit der Folter zu beginnen.
Zugleich macht er sich mit Simon auf die Suche nach dem wahren Verbrecher.

Diesen spannenden und historisch korrekten Roman, sollte man sich als Liebhaber solcher Bücher nicht entgehen lassen.Flüssig geschrieben und durchgehend spannend, beinhaltet dieser Roman nicht nur einen Krimi, sondern was ihn für mich so besonders gemacht hat, war die historisch korrekte Überlieferung der Aspekte der Hexenverfolgung und des Hexenwahns im 17.Jahrhundert.
Da ich selbst in unserer Stadt Stadtführungen, insbesondere über die Hexenverfolgung gemacht habe,weiss ich, wann Klischees zu diesem Thema auftauchen und wann es sich um Tatsachen handelt, und dieser Roman läßt ein gutes Bild der damaligen Zeit wiederaufleben und den Leser den Hexenwahn samt Aberglauben dieser Zeit miterleben.
Die ganze Geschichte ist außerdem schlüssig aufgebaut, glaubhaft und so spannend, dass sie mich doch einige Male tief durchatmen ließ.

Das Buch ist absolut empfehlenswert und ich hoffe auf noch weitere Bücher dieses Autors.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Es schreit nach einer Fortsetzung, 10. März 2009
Rezension bezieht sich auf: Die Henkerstochter (Taschenbuch)
Schongau im Jahre 1659: Aus dem Lech wird ein sterbender Junge gezogen; übelst zugerichtet und mit einem eintätowierten geheimnisvollen Zeichen auf dem Schulterblatt. Die Bürger der Stadt glauben an das Werk einer Hexe, und als weitere Kinder verschwinden, droht die aufkommende Panik zur Tötung einer womöglich Unschuldigen zu führen.
Einzig und allein der Henker Jakob Kuisl, seine Tochter Magdalena und der junge Medicus Simon bewahren einen kühlen Kopf und machen sich auf die Suche nach dem wahren Mörder.
Oliver Pötzsch, selbst ein Nachfahre der Henkersdynastie der Kuisls, gelingt es anfangs zwar, ein realitätsnahes Bild des mittelalterlichen Lebens zu zeichnen, Spannung kommt jedoch nur selten auf. Nach knapp einem Drittel des Buches zieht diese dann aber merklich an. Die drei Protagonisten beginnen, Schritt für Schritt durch logische Kombinationen dem Mörder auf die Spur zu kommen. Insbesondere auf den letzten gut 100 Seiten schafft Pötzsch es, eine fesselnde Atmosphäre zu erzeugen, indem er in fulminantem Tempo geschickt zwischen verschiedenen Handlungsorten wechselt.
Insgesamt ein Buch, das Lust auf mehr Informationen zu der teils grausamen Welt des Mittelalters und auf neue Abenteuer des Henkers und seiner Helfer macht.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Auch für diejenigen, die "eigentlich" keine historischen Romane mögen..., 8. Januar 2011
Rezension bezieht sich auf: Die Henkerstochter (Taschenbuch)
...ist das Buch eine wirkliche Kauf-Empfehlung, denn:
Hier steht (zumindest für mein Empfinden) klar der Aspekt des Krimis im Vordergrund. Selbstverständlich ist der historische Teil nicht zu vernachlässigen, aber durch den Schreibstil von Oliver Pötzsch drängt sich dieser nicht ins Rampenlicht sondern lässt der Geschichte und den Nebengeschichten um Magdalena, Simon, Jakob und Schongau genug Platz.
Die Figuren werden liebevoll gezeichnet, so merkt man zum Beispiel bei der Beschreibung der Geschwister Magdalenas, dass der Leser diese ins Herz schließen SOLL, man wünscht sich fast auch die beiden als kleine Geschwister. Die Gewissensfragen, die Jakob als Henker für sich zu beantworten hat, werden auch ausführlich diskutiert aber stets pragmatisch durch ihn selbst beantwortet.

Wenn man die Umgebung Schongaus kennt, macht diese Krimireihe gleich noch mehr Spaß. Ich habe mir nach der Hälfte der Lektüre des ersten Buchs gleich das zweite und mittlerweile das dritte gekauft und bin von beiden ebenso begeistert wie von diesem ersten Band.
Gerne mehr davon!!
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen ein wundervolles Buch, 3. Februar 2010
Von 
G. Scholich (Leipzig) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Die Henkerstochter (Taschenbuch)
Ein tolles Buch,

Gerade habe ich die Henkerstochter gelesen. Es ist ein interessanter historischer Krimi. Es geht um den Henker, seine Tochter und den Medicus, die versuchen die als Hexe angeklagte Hebamme zu retten und dem wahren Mörder der Kinder zu finden. Es ist eine bis zum Schluss spannende Geschichte. Aber es geht auch um das Leben der Menschen in der damaligen Zeit, mit den Problemen. Vor allem um die Henkersfamilie, die ja unbeliebt bei den Bürgern ist. Gut finde ich, das der Henker und sein Beruf mal von einer anderen Seite beleuchtet wird, denn nicht alle Henker waren gewissenlose Mörder. Sie hatten auch medizinisches Wissen.
Den Schreibstil finde ich super. Es liest sich sehr flüssig. Man weiss immer wer was gesagt hat und kann der Handlung gut folgen. Das die Personen einen leichten Dialekt sprechen finde ich schön und macht sie liebenswert.
Von den Erdställen habe ich auch das erste Mal in dem Buch was gehört, ist interessant, man lernt eben nie aus.
Daher kann ich das Buch sehr empfehlen.
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Wahnsinnig spannend!!, 31. Juli 2010
Rezension bezieht sich auf: Die Henkerstochter (Taschenbuch)
Das Buch ist wirklich unglaublich toll geschrieben, es ist sehr spannend und ich konnte das Erscheinen des zweiten Teils kaum abwarten, der ebenso lesenswert ist! Die Henkerstochter-Bücher gehören meiner Meinung nach zu den besten historischen Krimis, die es gibt! Ganz große Werke, toller Autor!
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Der Beruf des Henkers, 6. Oktober 2010
Von 
Rezension bezieht sich auf: Die Henkerstochter (Taschenbuch)
Also der Titel ist sehr irreführend, weil die Henkersdirne nur auf wenigen Seiten vorkommt. Eher dominieren der Henker und der Medicus Simon die Geschichte, wie die Hebamme und der Schreiber von Schongau. Der Autor erzählt eine gute Geschichte, vorallem was den Inhalt betrifft. Die Figuren sind nicht komplett gereift, Handlungen oft von irgendwoher gezogen, ohne sich darüber Gedanken zu machen, wie dies geschehen konnte. " Ist halt so passiert " Das ist das größte Manko des Buches. Weiters missfallen mir die Grammatikfehler, die einen Lesefluss total behindern.
Ansonsten ist die Geschichte im Ganzen lesenswert, weil auch der bayrische Einfluss in dem Buch zu finden ist. Beim Prolog muss man etwas schlucken. Hier geht es etwas hart zu.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Hörgenuss, 25. Juli 2010
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Bin begeisterter Hörbuchfan, besonders von Historischen Krimmis und war sehr gespannt auf dieses Hörbuch und muß sagen wurde nicht entäuscht. Die Geschichte gefällt mir sehr gut und bin besonders begeister von Michael Fitz dem Vorleser.Er hat eine sehr gute Stimme, wie geschaffen für dieses Hörbuch.Auch die Länge der Geschichte ist mir sehr angenehm, da ich sehr gern lange Geschichten höre. Werde mir auf jeden Fall ein weiteres Hörbuch von Oliver Pötzsch und seiner Hauptfigur den Henker Jakob Kuisl kaufen.
Fazit: diese Hörbuchreihe finde ich als Empfehlenswert.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein Henker wird zum Ermittler, 15. Juli 2014
Rezension bezieht sich auf: Die Henkerstochter (Taschenbuch)
Mit dem historischen Roman "*Die Henkerstochter*" hat Autor "*Oliver Pötzsch*" 2008 den ersten Band einer Romanserie geschrieben.

Schongau um 1650:
Kurz nach dem Dreißigjährigen Krieg wird im bayrischen Schongau ein sterbender Junge aus der Lech gezogen. Eine Tätowierung deutet auf Hexenwerk hin. Sofort wird die Hebamme des Ortes beschuldigt. Der Henker Jakob Kuisl soll die peinliche Befragung durchführen und ein Geständnis erreichen. Doch er ist von der Unschuld der Frau überzeugt. Gemeinsam mit seiner Tochter Magdalena und dem Stadtmedicus Simon sucht er den wahren Täter.

Dieser Roman ist fesselnd geschrieben und hat einen Hintergrund, der gut recherchiert wurde. Vor dem Hintergrund der Arbeit eines Henkers entwickelt sich im Buch ein echter Krimi vor historischem Hintergrund.

Eine besonders authentische Darstellung macht dieses Buch so besonders.
Hier wird eine zeitgemäße und ortsansässige Sprache angewendet,
die auch vor vulgären Reden nicht haltmacht.
Auch die Tatsache wird deutlich, dass Frauen, in diesem Fall die Tochter des Henkers, früher gegen ihren Willen vom Vater verheiratet wurden.
Im Roman kommen Waisenkinder um, die zur damaligen Zeit zwar von fremden Familien aufgenommen wurden, aber nicht gleichberechtigte Kinder waren, sondern häufig nur zusätzliche Arbeitskräfte.

Zur damaligen Zeit waren Hexenverbrennungen auch ein probates Mittel, die Bevölkerung zu beruhigen. Denn das ungebildete Volk war abergläubig und erhoffte sich Besserung der Lebensumstände nach der Verbrennung. Die Hexen mussten herhalten für Morde, Hungersnöte, die oft Folgen von Kriegen waren und anderen Taten der Obrigen.

Hier werden Schauplätze und Protagonisten bildreich beschrieben und sie haben eine charakterliche Tiefe, die schlichtweg begeistert.
Die Grausamkeiten der Folter werden zwar erklärt, aber nicht in detaillierter Form beschrieben. Trotzdem erschreckt man als Leser und nimmt Anteil am Schicksal der inhaftierten und angeklagten Hebamme Martha.
Damals waren Handelsrouten wichtige Wirtschaftsfaktoren und mussten mit allen Mitteln erhalten und verteidigt werden. Auch diese Tatsache wird im Roman deutlich.
Natürlich darf auch ein wenig Liebe nicht fehlen, in diesem Fall ist es die nicht standesgemäße Verbindung zwischen der Henkerstochter und dem Medicus Simon.

Der Scharfrichter Jakob Kuisl war ein echter Vorfahr des Autors. Dieser Tatsache verdanken wir auch dieses Buch über den Henker.

Dies ist ein ausgezeichneter historischer Roman, dem es an Authenzität nicht mangelt. Die krimimäßige Komponente macht die Sache erst richtig spannend. Die Fortsetzungen sind schon geschrieben und reizen mich, denn der Erzählstil des Autors hat einen bleibenden Eindruck bei mir hinterlassen.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Historischer Krimi, 11. Dezember 2011
Rezension bezieht sich auf: Die Henkerstochter (Taschenbuch)
Schongau, Mitte des 17. Jahrhunderts: Alles ist ruhig in dieser kleinen bayerischen Stadt. Eines Tages im April stirbt ein Junge, ein Waise. Der Junge sowie auch noch andere Kinder, auch Waisen, waren oft bei der ortsansässigen Hebamme zu finden. Auf der Haut des toten Jungen wird eine Tätowierung gefunden, die die Leute mit der Hebamme und mit Hexerei in Verbindung bringen. Der Henker Jakob Kuisl kommt gerade rechtzeitig, um sie gerade noch vor der aufgebrachten Menge retten. Er sperrt sie vorsorglich ins Gefängnis. Kuisl ist von der Unschuld der Hebamme überzeugt. Mit dem jungen Medicus Simon und seiner Tochter Magdalena macht er sich auf die Suche nach dem Mörder des Jungen. Leider sind sie nicht schnell genug, denn eine weitere Kinderleiche wird gefunden. Und jetzt wollen die Bürger Schongaus die vermeintliche Hexe brennen sehen. Werden Jakob, Simon und Magdalena dem Mörder finden? Was hat die Tätowierungen zu bedeuten? Können sie die Hebamme vor dem Feuer retten?

Oliver Pötzsch gestaltet Schongau mit seinen Einwohner sehr realistisch. Ich konnte den Aberglaube, aber auch den Zweifel der Menschen erleben.
Der Schreibstil ist flüssig zu lesen. Dialoge sind sogar im Dialekt geschrieben. Das hat mir gut gefallen.
Die Figuren wirken sehr lebendig. Protagonist Jakob Kuisl wird mit all seinen Ecken und Kanten intensiv beschrieben. Ich konnte mich sehr gut in das Leben des Henkers hinein versetzen.
Historisch wirkt alles recht schlüssig recherchiert. Und dann noch mit Krimi gemixt war genau mein Genre.
Erst im Laufe des Buches passten die Puzzleteile zusammen. Und erst am Ende war das komplette Bild zu sehen. Alles war sehr gut inszeniert.

Ich vergebe für diese gute, aber auch schon anspruchsvolle Unterhaltung gern fünf von fünf Sterne. Es ist ein Krimi mit historischem Hintergrund.
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