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Kundenrezensionen

4,4 von 5 Sternen
61
4,4 von 5 Sternen
Plattform: Xbox 360|Ändern
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am 1. Juni 2012
Auf meinen ersten Kontakt mit Dragon's Dogma folgte, nach einer ungläubigen Pause, einer jener allseits beliebten "Au weia"-Momente. Im Ernst, ein Open-World-RPG westlichen Stils? Von Capcom? Japanern? Wie gut kann das denn werden?
Ich sage es gleich vorab: sehr gut!

Sicherlich gibt DD reichlich Anlass zur Kritik: da wären z. B. die Grafik, die Dialog-Regie, der gerne mal unbeholfene Soundtrack, die geringen Möglichkeiten zur Einflussnahme auf die Vasallen, der doch recht happige Schwierigkeitsgrad, eine Story, deren Niveau selbst bei unseren privaten Fernsehsendern keine Sekunde Sendezeit finden würde und fehlende Komfort-Funktionen (wie eine farbig Kodierung der Gegner, Schnellreise usw.) zu nennen. Ich könnte fast garantieren, dass jeder DD-Anfänger in den ersten Spielstunden mehrfach kurz davor stand, den Controller in ein beliebiges, sündhaft teueres Stück des Mobiliars zu feuern, nur um mal Dampf abzulassen... begleitet von Schimpftiraden die man wirklich nur äußern sollte, wenn die Sonne am Himmel steht.

Nach einigen Stunden jedoch ändert sich diese Einstellung zum Spiel fundamental. Einige Level-Ups, ein bisschen mehr Übung am Controller und ein bisschen mehr Erfahrung im Umgang mit den Vasallen - mehr braucht es nicht und dem Spieler eröffnet sich das richtige, das wahre Dragon's Dogma - eine in sich schlüssige, rauhe und sehr authentische Fantasy-Welt in der man eben nicht als blutiger Anfänger seinen ersten Drachen erlegt, in der man seine Reisen im Bezug auf Ausrüstung und Vasallen genau planen muss, in der man Kämpfen, die man nicht gewinnen kann, eben aus dem Weg gehen muss und in der es keine wirklich gute Idee ist, halbtot und mit 0 Heiltränken eine frisch entdeckte Höhle zu erforschen. Es gehört zum Stil von Dragon's Dogma, dass es hierzu keine Hilfe gibt - es bleibt dem Spieler überlassen, diese Konzepte durch eigene Erfahrungen zu realisieren und genau das ist die ungeheure Stärke des Spiels: da kein Erfolg auf dem Silbertablett serviert wird ist das Gefühl der Genugtuung, wenn man es dann doch geschafft hat, um so größer - zumal man sich nie sicher ist, ob das jeweilige Charakterlevel oder der Umstand, dass man seinen Charakter besser beherrschte zum Erfolg geführt hat. Das gilt, in ganz besonderem Maße, auch für die furiosen Bosskämpfe. Oft war es mir tatsächlich egal, wieviel XP der Zyklop gebracht hat (offen gestanden: ich weiß es immer noch nicht); die Tatsache, ihn endlich gefällt zu haben, war für mich Belohnung genug. Ein größeres Lob für ein Rollenspiel kann es, meines Erachtens, nicht geben!

Eine Bewertung von vier Sternen ist meiner Meinung nach fair, die technischen Mängel sind eben nicht von der Hand zu weisen. Wer, wie ich, das Motto: "Der Weg ist das Ziel" unterschreiben kann, darf (und sollte) noch einen Stern daraufrechnen - und wenn ich könnte, würde ich sogar noch einen sechsten Stern vergeben, speziell an Capcom aus Respekt und als Dank für den Mut, endlich einmal der grassierenden Casualitis in Videospielen entschieden entgegengetreten zu sein.
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am 11. September 2012
****Vorab: Meine Rezension bezieht sich auf das Spiel, wie es sich nach dem im August 2012 veröffentlichten Patch darstellt****

Lange habe ich mit mir gerungen, ob ich mir Dragon's Dogma zulegen soll. Ich spiele seit über zwei Jahrzehnten Rollenspiele - online und offline ;) - das Genre begleitet mich somit einen beträchtlichen Teil meines Lebens.

Spiele wie Lost Odyssey, Final Fantasy (3, 6, 7, 8, 9, 10, 10-2, 13, 13-2), Star Ocean oder auch Eternal Sonata haben mich stets an den Fernseher (teil auch Monitor) gefesselt und mich in ihren jeweils eigenen Bann gezogen. Auch actionlastige Vertreter und Genre-Mixes haben stets für teils großartige Unterhaltung gesorgt, sei es Fallout 3, Kingdoms of Amalur: Reckoning, Mass Effect 1-3, Dragon Age 1+2, Elder Scrolls (ab "Arena") oder auch Borderlands. Wichtig war mir stets eine in sich stimmige Welt, dazu passende Charaktere und eine ansprechende Präsentation.

Ob ein Spiel nun mit allerneuesten Grafikfeatures aufwartet oder supertolle bunte Leuchteffekte bietet, war für mich immer zweitrangig, auch wenn sich wohl niemand über gestochen scharfe HD-Bilder und bombastischen Mehrkanalsound beschweren dürfte ;)

Dragon's Dogma ist sicherlich kein Spiel, was das Action-RPG-Genre revolutioniert, soviel vorab. Aber es macht vieles richtig und bringt einige interessante Neuerungen ein. Natürlich hat es auch einige Schwächen (daher ein Stern Abzug und später mehr). Auf die einzelnen Aspekte möchte ich nun wie folgt eingehen:

Grafik:
*****
Die Farbpalette ist sehr ins Braune verschoben. Darauf muss man sich einstellen. Die dadurch etwas düstere und "dreckige" Optik passt allerdings zur Spielwelt, stört demnach nicht. Ich persönlich fände es unglaubwürdig, wenn man eine korrupte und vor der Vernichtung stehende, mittelalterlich gehaltene Gegend in quietschbunten Bonbonfarben darstellen würde. Den Stil könnte man als Mischung aus Fallout 3 und Dragon Age: Origins bezeichnen - allerdigns nur was die farbliche Darstellung angeht.

Die Lichteffekte sind schön gemacht (man muss wirklich für Beleuchtung sorgen - einfach die Helligkeit hochregeln bringt nicht viel ;)), auch die Animationen im Kampf sind flüssig und nett anzusehen. Auch die Darstellung der verschiedenen Gegner kann sich sehen lassen - allen voran natürlich die teils riesigen Golems, Oger, Zyklopen, Greife usw., die frei in der Welt umherstreifen.

Was schlecht programmiert wurde ist z.B. die Lippensynchronität - es gibt schlicht keine! Man kommt sich manchmal vor wie bei diesen tollen amerikanischen Verkaufsshows. Dafür ist die Vertonung (englisch) gut gelungen, auch wenn sich die Variation bei den Vasallenstimmen in Grenzen hält. Schön ist, dass sich Änderungen an der Charakterausrüstung visuell darstellen, dafür darf man Rüstungen allerdings nicht färben und die Charaktermodelle sind in Nahansicht nicht sonderlich hoch aufgelöst. Hier hätte man deutlich mehr aus der Engine rausholen können (siehe Resident Evil 5).

Gelegentlich aufpoppende Texturen oder Gegner trüben den ansonsten dennoch guten Eindruck allerdings etwas, besonders wenn man einen bestimmten NPC sucht, der erst nach einigen Sekunden "aufpoppt", als man schon dabei war, an anderer Stelle zu suchen.

Sound:
*****
Mehrkanalsound bei Musik, Effekten und Sprache ist ja heute Standard - bzw. sollte es sein. Hier macht Dragon's Dogma viel richtig. Die Musik für sich genommen ist durchaus stimmig und nicht aufdringlich oder nervig. Selbst der Japan-Pop Titelsong lässt sich gut hören, passt aber nicht so ganz zur restlichen Musikuntermalung. Was beim Spielen aber auffällt ist, dass die einzelnen Stücke nicht immer 100% mit der jeweiligen Situation übereinstimmen. Da hört man noch (oder schon) dramatische oder bedrohliche Musik, wenn der Gegner schon längst besiegt hinter einem liegt oder noch gar nicht in Sicht ist. Oder man lauscht noch den romantischen Klängen, die beim Treffen mit seiner Liebsten (ja, es gibt Romanzen) erklangen, während man von einem riesigen Greif gen Himmel getragen wird.

Was definitiv etwas nervig sein kann: Die Vasallen. Den eigenen Vasall kann man am sogenannten "Stuhl des Wissens" mehr oder weniger zum Schweigen verdonnern, bei den zwei "ausgeliehenen" Mitstreitern klappt das jedoch nicht, so dass man mit dem 45. "There Master: Goblins!" oder "Wolves hunt in packs." leben muss. Eine einfache Option zum Abschalten der Kommentare durch Vasallen wäre hier sinnvoll gewesen. Andererseits kann es aber auch sein, dass einem die Vasallen mehr oder weniger hilfreiche Tipps zu aktuellen Quests geben, z.B. was als nächstes zu tun ist, wo man hingehen sollte usw. Hierzu aber später mehr.

Steuerung:
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Eingängig und nicht sonderlich kompliziert. Hier stimmt ausnahmsweise alles. Mit X greift man mit einem leichten Angriff an, mit Y führt man einen schweren Angriff aus, mittels RB und LB wechselt man zu den Skills und Spells für die Primär- bzw. Sekundärwaffe. Die Skills sind an die jeweilige Waffe gebunden, die man ausgerüstet hat (Dolch = Dolchskills verfügbar, Schild = Schildskills verfügbar usw.) und lassen sich dort auch frei zuweisen (in einem Gasthaus). Bei Zweihandklassen wie den beiden Magierklassen (Mage, Sorcerer) z.B. kann man 6 statt 3 Skills für die Primärwaffe festlegen (je 3 für RB und LB), da diese keine Sekundärwaffe besitzen. Das aber nur am Rande.

Gelaufwn wird mit dem linken Stick, die Kamera dreht man mit dem rechten Stick, LT und RT sind für Bogenschützen bzw. zum Greifen von Gegenständen oder Erklettern von Gegnern (ja, die sind so groß) gedacht. Mittels Druck auf A kann man springen und mit dem Digipad gibt man den Vasallen Befehler (links und rechts für "Hilfe!" (rechts gibt außerdem das Signal zum Buffen, z.B. mit Waffenverzauberungen durch einen Vasallenmagier), unten für "Hierher!" und oben für "Da lang!", was gleichzeitig auch ein Angriffssignal darstellt, wenn es z.B. darum geht, spezielle Punkte in der Umgebung oder am Feind anzugreifen.

Das Spiel lässt sich jederzeit per Druck auf <Back pausieren. So kann man z.B. Heintränke einnehmen, die Laterne ein- und ausschalten oder nachfüllen oder die Ausrüstung wechseln.

KI - Gegner und Vasallen:
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Die Gegner-KI ist durchaus anspruchsvoll, wenn man sie auch manchmal in die Irre führen kann. Ein Oger, der merkt, dass man an ihm hochklettert, um seine ungeschützten Stellen attackieren zu können, wirft sich zielgenau auf den Rücken und versucht einen so zu zwerquetschen - was auch gelingt, wenn man nicht aufpasst und rechtzeitig abspringt. Ein Greif wird immer versuchen, sich den nervigsten Angreifer zu krallen (im wahrsten Sinne des Wortes) und ihn nach einem längeren Steigflug fallen zu lassen - was ebenfalls tödlich enden dürfte. Harpyien verzaubern die Gruppe mit einem Schlafzauber und greifen dann die wehrlos schlummernden Gefährten an und wenn man von einem Phantom besessen wurde, hilft nur noch ein beherzter Schlag eines Verbündeten, um den unliebsamen Mitbewohner wieder loszuwerden. Banditen suchen Deckung, werfen mit Sprengsätzen größerer und kleinerer Natur, blenden den Spieler und die Gruppe oder gehen auf Distanz und greifen mit Bogen und Magie an.

Die Vasallen handeln grob gemäß der Voreinstellung durch den jeweiligen Erschaffer (siehe unten) und je nach zugewiesenen Skills. Klar, dass ein Magier, der nur Waffenverzauberungen und Heilspells ausgerüstet hat, nicht viel mehr tun kann als buffen und mit dem Standardangriff versuchen etwas auszurichten. Anders sieht das z.B. bei einem Waldläufer aus, der sich aus dem Nahkampfgetümmel heraushält und die Gegner aus der Entfernung mit Pfeilen spickt. Auch Vasallen-Krieger/Kämpfer stürmen selbstständig vor und ziehen die Aufmerksamkeit der Gegner auf sich, so dass die restliche Gruppe in Ruhe "arbeiten" kann. Wie einem schon am Anfang im Tutorial gezeigt wird: Die Mischung machts. Es bringt wenig, wenn sich eine Gruppe, die komplett aus einer Klasse besteht (z.B. alles Magier) auf den Weg macht. Die Reise macht so keinen Spaß, da sie doch sehr kurz sein wird ;)

Die Vasallen-KI sorgt auch dafür, dass man wenig Gegenstände verpasst. Die Vasallen öffnen selbstständig Truhen und sammeln Beute auf. Leider etwas inkonsequent, wodurch man trotzdem noch, ob des Gewichtslimits pro Charakter, Gegenstände zwischen den Charakteren hin- und herschieben muss.

Vasallen:
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Neben den teils durchaus eindrucksvollen Gegnern ist das Vasallensystem wohl das Feature, was Dragon's Dogma von anderen Vertretern des Genres abhebt. Man kann sich zu Spielbeginn nicht nur seinen eigenen Charakter (sehr detailliert) zusammenstellen, sondern gleichsam auch einen Hauptvasall kreieren, der einen stets begleitet und mitlevelt. Ein eigener NPC sozusagen. Zusätzlich hat man die Möglichkeit, zwei weitere Vasallen mittels Riftstone (oder durch Ansprechen in der freien Welt) zu verpflichten, auf die man aber weiters keinen Einfluss hat. Die Rüstung z.B. lässt sich ihnen nicht abnehmen (wäre auch unfair dem erschaffenden Spieler gegenüber) und ihnen angelegte Rüstung und Waffen gehen in den Besitz des Vasallen bzw. des Spielers, der ihn erschaffen hat über.

Verwirrt? Keine Sorge! Jeder Spieler von Dragon's Dogma kann einen Vasallen erschaffen, der mit ihm durch die Spielwelt reist. Gleichzeitig steht dieser Vasall anderen Spielern von Dragon's Dogma zum Ausleihen zur Verfügung. Davon merkt der eigentliche Erschaffer nichts. Der ausgeliehene Vasall erwirbt Quest- und Gegnerwissen, sammelt Gegenstände und kann sogar mit einem Geschenk vom ausleihenden Spieler bedacht werden. Was der ausgeliehene Vasall so alles getrieben hat, erfährt man nach einer Übernachtung im Gasthaus und dem darauf folgenden Abgleich mit den Spielservern.

Das Ausleihen kostet nichts, es sei denn, der Vasall hat eine höhere Stufe als man selbst. Die "Leihgebühr" zahlt man im Spiel mit Riftpoints, welche man durch Quest erhalten kann oder nach manchen Kämpfen als Loot sammelt. Auch wenn der eigene Vasall ausgeliehen wird, bekommt man die Riftpoints als Bezahlung gutgeschrieben. So wird einerseits verhindert, dass man sich als Stufe 10-Charakter zwei Level 200-Vasallen zulegt und das Spiel so zu einfach wird, andererseits ist das natürlich eine weitere Einnahmequelle, da man Riftpoints auch im Marktplatz kaufen kann ;)

Positiv an dem System ist auch noch, dass man je nach Gruppenzusammenstellung seine Vasallen die Arbeit machen lassen und selbst als Support-Charakter spielen kann. Die Möglichkeiten des Systems sind durchaus vielfältig, wenn man sich damit befasst. Die Filter- und Suchoptionen im "Rift" (die Vasallen-Domäne) sind recht detailliert, man kann Favoritenlisten anlegen und Leute, die keinen Onlinezugang haben, können vorgefertigte Vasallen benutzen.

Bevor ich's vergesse: Man benötigt keine XBL Gold-Mitgliedschaft, um seinen Vasall zu teilen oder andere Spieler-Vasallen auszuleihen! Es genügt, wenn man online ist (XBL Silber)!

Handlung:
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Die Handlung ist schnell erzählt. Dorf wird von Drachen angegriffen, Held stellt sich ihm entgegen, dem Held wird das Herz herausgerissen, Held überlebt und sucht nach den Hintergründen.

Die Story hat durchaus Potenzial, wird aber für meine Begriffe nicht konsequent genug ausgebaut. Man will schon wissen, wie es weitergeht und warum die Dinge so geschehen, wie sie es taten. Aber durch viele Ablenkungen in den Nebenquests, lange Laufwege und teils abstrusen Wendungen dürfte hier eher ein fader Beigeschmack zurückbleiben.

Positiv hervorzuheben ist allerdings, dass man mit bestimmten NPCs "anbandeln" kann. Dies geschieht teils allerdings noch unglaubwürdiger als bei Dragon Age: Origins und zwar z.B. in der Art: Held trifft potenziellen Partner, den er nie zuvor gesehen hat. PP findet Held attraktiv. Held gibt Gegenstand X an PP oder erledigt Quest Y für PP. PP gesteht dem Helden die ewige Liebe.

Die Nebenquests stehen den Storyquests in nichts nach was Dauer oder Variation angeht. Simple "Hol X aus Y"- oder "Töte X von Y"-Aufgaben findet man eigentlich nur an den schwarzen Brettern. Diese Aufgaben dienen meist nur dazu, bestimmte selten(er)e Gegenstände als Belohnung zu erlangen oder nebenbei ein paar zusätzliche XP bzw. Gold zu bekommen. Die Nebenquests sind recht variationsreich gehalten. Mal muss man sich nachts an Schlosswachen vorbeischleichen um ins Schlafgemach der Herzogin zu gelangen oder man muss sich als Mann in Frauenkleider zwängen, um das Vertrauen einer Bande weiblicher Banditen zu erlangen. Hier kann man nicht meckern. Auch hat man die Möglichkeit, spätere Situationen zu beeinflussen, etwa indem man zu Anfang einem Questgeber nicht das originale Zauberbuch überreicht, sondern eine vorher angefertigte Fälschung weitergibt. Ich wünschte mir, von diesen Quests gäbe es mehr in anderen Spielen.

Gameplay:
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Dragon's Dogma ist ein Action-RPG. Man kämpft also recht häufig gegen Monster, Banditen und Fabelwesen jeglicher Art. Und das regelmäßig. So regelmäßig, dass man nach ein bis zwei Wanderungen von links nach rechts die Spawnpunkte kennt. Denn diese ändern sich nicht. Normale Gegner tauchen immer wieder in der selben Konstellation an denselben Stellen auf. Einzig die größeren Gegner (Chimären, Greife, Oger, ...) wandern in gewissen Bereichen frei umher und überraschen einen - teils in ungündtigen Momenten, z.B. bei einer Eskorte ;)

Die Laufwege sind recht weitläufig. Man ist schonmal ein paar Minuten unterwegs, wenn man von Gran Soren zum Heerlager am großen Wall möchte. Es gibt zwar Portsteine, diese lassen sich aber nur an jeweils eine einzige Stelle binden, verkürzen so leider nur entweder die Rückreise oder den Hinweg, wenn man nochmal zum schwarzen Fort muss. Reittiere sucht man vergebens und sonstige Schnellreisefunktionen sind ebenfalls nicht vorhanden. Das zieht das Spiel natürlich deutlich in die Länge, sofern man sich nicht nur auf die in diesem Vergleich recht kurze Hauptquestreihe beschränkt. Es kann schonmal vorkommen, dass man in 2 Stunden Spielzeit vielleicht ein oder zwei Quests erledigt bekommt.

Dafür entschädigen einen aber die schön gestalteten Landschaften mit großem Weitblick und die Variationsmöglichkeiten bei der Charakterentwicklung, wodurch auch der x-te Kampf gegen hinterhältige Harpyien interessant gehalten werden kann. Es macht eben doch einen Unterschied, ob man als Sorcerer mit Meteoriten und Hurricanes um sich wirft, oder ob man als Magick Archer die Gegner mittels Suchpfeilen (die übrigens wirklich "heat seeking" sind, also nicht bei eingefrorenen Gegnern wirken) spickt. Wieder anders ist es, wenn man als Assassine leichtfüßig eine Hydra besteigt um ihr dann mittels feuerverzauberten Klingen einen Kopf vom Rumpf trennt oder wenn man einem Zyklop als Krieger mit einem Kriegshammer die Beine zerschmettern, so dass die restliche Truppe anschließend den Rest erledigt.

Die Animationen der verschiedenen Skills sind ansprechend gestaltet und besonders die Darstellung der Zaubersprüche sind atemberaubend. Man steht auf freiem Feld und sieht vor sich in einer Senke eine Gruppe Hobgoblins. Gelassen beginnt man damit, einen Hurrikan heraufzubeschwören (das dauert natürlich seine Zeit), visiert dabei schonmal das Zielgebiet an und entfesselt anschließend die vernichtende Macht dieses Zaubers: Ein riesiger Windwirbel baut sich auf, schleudert die Gegner in die Luft, reißt Gegenstände aus der Umgebung mit sich, welche dann zusätzlich Schaden verursachen und wächst immer weiter (höchste Ausbaustufe) bis die Grenzen zwischen Tornado und Hurrikan verschwimmen. Am Ende Fallen eventuell noch lebende Gegner zu Boden, was in den meisten Fällen schon genug sein dürfte, um den Sieg davonzutragen. Oder "Bolidenhagel" bzw. "High Bolide", welcher bis zu 10 große Meteoriten aus dem Himmel auf die Gegner stürzen lässt. Diese sind zwar nicht direkt steuerbar, gerade bei großen Gegnern suchen einige Geschosse aber dennoch selbsttändig ihren optimalen Einschlagpunkt, so dass auch größere Gegner durch ein oder zwei Zauber dieser Art das Zeitliche segnen können.

Was mich persönlich stört ist, dass es nur einen Speicherslot gibt. Ok, eigentlich sind es 2 (1x selbst ausgelöstes Speichern, 1x Autosave), die aber nur beim Tod des eigenen Charakters getrennt geladen werden können. Das macht das Experimentieren mit Charaktereinstellungen, Quests oder Ausrüstung etwas komplizierter bzw. endgültiger. Gerade bei einem Open World-Spiel sollte man mehrere Speicherslots zur Verfügung haben. Dies wurde bisher auch nicht per Patch nachgebessert.

Charakterentwicklung:
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Parallel zu den obligatorischen Erfahrungspunkten erwirbt der Spieler Disziplinpunkte. Mit diesen Disziplinpunkten kann man Skills und Fähigkeiten kaufen, in Abhängigkeit des jeweiligen Rangs in der gewählten Klasse. Dragon's Dogma unterscheidet hier zwischen (Spezialisierungs-)Rang und Stufe. Der Rang gibt an, wie weit man innerhalb der gerade aktiven Klasse fortgeschritten ist, die Stufe legt die Rahmenbedingungen des Charakters selbst fest (unter berücksichtigung der aktiven Klasse beim Stufenaufstieg). Es ist also theoretisch möglich, einen Level 150-Charakter zu spielen, der nur Grundskills als Magier hat, weil er dort erst auf Rang 1 ist. Dennoch hätte er eine beachtliche Zahl an Hitpoints und Ausdauer, gemessen an einem Stufe 1 Magier.

Klassen (in Dragon's Dogma "Vocations" genannt) lassen sich beliebig in Gasthäusern wechseln. Das erstmalige wechseln der Klasse schlägt mit 1000-1500 Disziplinpunkten zu Buche, nachfolgende Wechsel in bereits bekannte Klassen sind kostenlos. Bereits ausgegebene Disziplinpunkte kann man nicht zurückerhalten und auch die gekauften Skills und Fähigkeiten lassen sich nicht zurücksetzen.

Manche Skills überschneiden sich, besonders in Bezug auf die Hybridklassen. Einige Fähigkeiten (z.B. mehr Ausdauer bei Nacht) können auch aktiviert werden, wenn man nicht die Klasse spielt, in der diese erworben wurden.

Als Klassen gibt es die klassische Einteilung in Nahkämpfer, Magier und Fernkämpfer, aufgeteilt in insgesamt 9 Klassen: Kämpfer, Krieger, Mysic Knight, Streicher, Waldläufer, Assassine, Magier, Sorcerer, Magick Archer. Die Klassen spielen sich auch innerhalb einer "Familie" recht unterschiedlich. Zum Beispiel ist der Kämpfer dank Schwert und Schild auch zu defensiven Manövern in der Lage, als Krieger besinnt er sich dann eher auf Zweihandwaffen und eine eher offensive Vorgehensweise. Wechselt man dann zum Mystic Knight, mischt man das alles noch mit etwas Magie und Zauber und muss den Charakter wieder etwas anders spielen, was durchaus Abwechslung in den Spielalltag bringen kann, zumal der Klassenwechsel nach einmaligem Freischalten kostenlos ist. Wenn man dann das Nahkampfleben satt hat, spielt man eben einige Zeit als Sorcerer weiter und versucht sich dann vielleicht nochmal als Waldläufer? Oder vielleicht doch Assassine? Man ist hier absolut an nichts gebunden - davon wünsche ich mir ebenfalls mehr, auch bei anderen Spielen :)

Fazit:
*****
Dragon's Dogma braucht Zeit. Viel Zeit. Zumindest, wenn man sich nicht nur um die Hauptquests kümmert, sondern sich auch Zeit nimmt, die Gegend zu erkunden und die schön gestalteten Nebenquests zu erleben. Außerdem muss man jede Klasse mindestens einmal angetestet haben - es lohnt sich auf jeden Fall :)

Die Grafik könnte besser sein, der Sound zeitlich besser abgestimmt werden und eine Schnellreisefunktion oder Transportmittel irgendwelcher Art wären auch nicht die schlechteste Verbesserung. Die deutschen Texte sind zwar verständlich geschrieben, aber peinliche Übersetzungsfehler sind doch erkennbar (wobei das ja in Deutschland nichts neues ist...). Gesprochenes ist nicht Lippensynchron und auf dem normalen Schwierigkeitsgrad wird man doch um einige Frustmomente (speziell im PostGame-Bereich) nicht umhin kommen. Auch mancher größere Gegner (z.B. der goldene Golem im Hexenwald) ist auf normalem Schwierigkeitsgrad eine echte Herausforderung. Durch den im August 2012 eingespielten Patch kann man allerdings den Schwierigkeitsgrad ohne negative Auswirkungen auf z.B. Achievements (!) senken, was auch Einsteigern ermöglicht, sich langsam mit Dragon's Dogma anzufreunden.

Trotz der hier aufgeführten negativen Punkte ist das Spiel sein Geld allemal wert. Es bietet viele Stunden Spielzeit, eine trotz allem interessante Story mit interessanten, wenn auch abrupten, Wendungen. Das Vasallensystem motiviert zusätzlich, sich um seine Begleiter zu kümmern und das freie Klassensystem schränkt einen endlich nicht mehr in seinem Spielverhalten ein.

Wenn die genannten Kritikpunkte beim Nachfolger (Capcom möchte DD zu einer eigenständigen Marke/Serie ausbauen) eliminiert werden, kommt eigentlich kein Action-RPG-Freund daran vorbei und auch jetzt dürften Liebhaber und Interessierte dieses Genres auf ihre Kosten kommen.

Von daher: Kaufempfehlung mit einem Stern Abzug für noch fällige Verbesserungen, über die man in der Summe aber hinwegsehen kann.
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am 25. Oktober 2012
Ich habe zum ersten Mal von Dragon's Dogma über ein Jahr vor der Veröffentlichung gehört, als irgendeine Spielezeitschrift einen Artikel darüber schrieb. Action-RPG in einer offenen Fantasywelt, Kampf gegen riesige Monster, Drachen, das alles klang für mich als Fantasy(rollenspiel)fan sehr verlockend. Als dann nach der Veröffentlichung auch noch Vergleiche mit Dark Souls angestellt wurden, war mir klar, daß das Spiel her musste.

Nach einigen Wochen habe ich nun die Welt im großen und Ganzen erkundet, viele Stunden mit dem Abgrasen von Nebenquests und dem Kampf gegen die immer wieder auftauchenden Monster verbracht, die Hauptstory durchgespielt, und bin trotzdem noch nicht am Ende. Dragon's Dogma bietet genug Möglichkeiten, sich ähnlich wie in den Elder Scrolls Spielen ewig in der Spielwelt zu verlieren. Darin liegt allerdings auch der große Nachteil: Da die Spielwelt wenig Abwechslung bietet, lässt die Motivation irgendwann nach.

Zunächst zur Story:
Ich will hier keine Zusammenfassung der Geschichte geben. Die Story ist von der Idee her ganz nett, ihre Umsetzung finde ich allerdings wenig gelungen. Die Jagd nach dem eigenen Herz, das der Drache gestohlen hat, steht im Grunde sehr im Hintergrund, selbst die sogenannten Hauptquests scheinen mit der eigentlichen Geschichte nicht sehr viel zu tun zu haben. Irgendwo sickert durch, daß die Welt bedroht ist und man als "Erweckter" helfen muss, sie zu retten, jedoch sind all diese Handlugnsstränge nur lose bis gar nicht miteinander verknüpft und die Geschichte wirkt in sich nicht schlüssig oder logisch und bleibt somit sehr blass. Das ist einer der Faktoren, warum das Spiel wenig Abwechslung bietet: Die Story ist nicht präsent genug, um große Spannung aufkommen zu lassen, wodurch das Gameplay der einzige Motivator bleibt.

Und somit kommen wir zum Gameplay:
Das Spiel versteht sich als Action-Rollenspiel, die Rollenspielanteile zeigen sich in:
- der sehr detailreichen Gestaltung des eigenen Charakters, man kann allein bei der Erstellung seiner Spielfigur und seines Hauptvasallen schon eine gute Stunde verbringen, wenn man will.
- den zahlreichen Quests, Haupt- und Nebenquests, die allerdings wenig abwechslungsreich beschränkt sind auf "Beschaffe X von diesem und y von jenem", "Töte dieses oder jenes" und "eskortiere diesen oder jenen von A nach B".
- der riesigen Fülle an sammelbaren Items, die man nicht nur verkaufen oder benutzen kann, sondern sogar zu neuen Items kombinieren kann. Das fand ich persönlich sehr ansprechend. Allerdings lässt sich so auch viel nutzloser Krempel basteln, der dann noch nicht mal viel Kohle einbringt.
- dem Handelssystem, man kann natürlich Items kaufen und verkaufen, und bei einigen Händlern/ Schmieden auch Waffen und Rüstungsteile aufwerten. Allerdings gibt es nur wenige Händler in der Spielwelt, und von ihrer Itemauswahl her sind sie auch nicht abwechslungsreich. Wenig Motivation, mal nen neuen Händler zu finden oder auf ein wirklich großartiges Item zu sparen - Geld hat man irgendwann ohnehin wie Heu.
- dem Charakterentwicklungssystem. Hier weicht das Spiel jedoch von typischen RPGs ab. Der Stufenaufstieg geschieht automatisch, man kann keine Erfahrungspunkte verteilen. Lediglich einige Kampffertigkeiten lassen sich erlernen und auf Slots verteilen - allerdings kann man dies nur bei bestimmten Händlern machen, und man kann nicht alle Fertigkeiten, die man erlernt hat, auf einmal anwenden, da man nur eine begrenzte Anzahl an Slots zur Verfügung hat. Somit sinkt irgendwann auch die Motivation wieder, die zum Erlenen und Upgraden von Fertigkeiten nötigen Disziplinpunkte einzuheimsen, weil man irgendwann die bevorzugten Fertigkeiten voll ausgebaut hat und auch keine anderen mehr lernen möchte - und allzuviele gibt es dann sowieso nicht mehr.
- Der Klassenwahl, die sich anfangs auf Krieger, Magier, Waldläufer (Bogenschütze) beschränkt, später aber noch mehr spezifiziert werden kann durch die Wahl von Unterklassen. Eine Klasse kann immer nur bestimmte Waffen verwenden. Meine Klasse ist mittlerweile der vom Waldläufer aufgewertete Assassine, meine Waffen sind Schwert und Bogen - auch Dolche könnte ich benutzen, Schwerter sind allerdings stärker.

Insgesamt ist das Spiel jedoch eher actionlastig:
- Im Kampf hat man für jede Waffenart mehrere Spezialattacken, viele davon kann man für sogenannte Disziplinpunkte erlernen, jedoch lassen sich wie schon erwähnt nur immer ein paar davon auf Slots (und somit auf Controllertasten) legen, und daher sind im Kampf nie alle verfügbar. Das klingt, als müsse man strategisch vorgehen und seine Attackenwahl bedenken, man spielt sich jedoch schnell auf sein bevorzugtes Fähigkeitenset ein und dann bestehen die Kämpfe dennoch größtenteils aus Geschnetzel - welches aber durchaus Spaß macht und zumindest nicht in stupides Tastengehämmere ausartet. Zudem hat man eine Primär- und eine Sekundärwaffe, bei mir wie gesagt Schwert und Bogen, und man kann beides in einem Kampf bestens zum Einsatz bringen.
- Man trifft beim Durchstreifen der Welt auf kleine Gegner, wie Wölfe, Banditen, Goblins, verschiedene Arten von Echsenkriegern, Harpyen und Nachts und in Höhlen auf Untote, Skelette, Zombies. Solche Gegner stellen in der Regel nur Pfeil-/Klingenfutter dar, sind kein Problem.
- Die großen Gegner, wie Chimären, Zyklopen, Greifen, Golems und natürlich Drachen (von denen ich im Spiel aber nur zwei sah, und einer davon war der Endgegner des Spiels) stellen die größere Herausforderung dar und der Kampf gegen sie macht am meisten Spaß: Man kann auf ihnen herumklettern, um Schwachstellen zu erreichen, was allerdings Ausdauer kostet, vor allem, wenn das Vieh einen abschütteln will. Hier bietet sich auch am meisten an, die Fähigkeiten der einzelnen Gruppenmitglieder strategisch einzusetzen - was man allerdings eh nur in der Auswahl seiner Vasallen beeinflussen kann. Dennoch, wenn man auf einem der großen Viecher rumklettert, auf es einhackt und es irgendwann fällt, fühlt man sich als Held - auch wenn im späteren Spielverlauf diese Monster keine wirklichen Probleme mehr darstellen.

Als größte Neuerung des Spiels wurde das Vasallensystem angepriesen. Man kann an sogenannten Riftsteinen Vasallen anheuern, aber auch so trifft man einige auf der Straße, die man anheuern kann. Drei Vasallen kann man mitnehmen, und sie unterstützen einen im Kampf und handeln völlig eigenständig. MAn hat lediglich drei Tastenbefehle, die man ihnen erteilen kann, "da lang", "Zu mir" und "Hilfe" - letzteres schien allerdings nur bei Magiervasallen einen Unterschied zu Zweiterem zu machen, der mir dann Kampfboni verlieh oder mich heilte.
Da die Vasallen alles sonst eigenständig machen, kann man nicht davon reden, daß man in Kämpfen sehr strategisch vorgehen muss, da man ihre Kampfhandlungen in keinster Weise koordiniert. Man haut auf die Gegner drauflos, nutzt die von seinem Magiervasallen gegebenen Kampfboni, und fertig. Ab und zu hält ein vasall einen Gegner fest,d amit man ihn erschlagen kann, oder lenkt Gegner auf sich, damit sie einem keine Aufmerksamkeit mehr schenken. Aber im Großen und Ganzen ist der Kampf eher action- denn strategieorientiert. Aber das ist nicht schlecht gemacht, und durch die Verwendung der verschiedenen Spezialangriffe bleibt es wenigstens nicht bei stupidem Tastengehämmere.
Aber daß Kämpfe sehr strategisch ablaufen würden, entspricht nicht der Wahrheit. Lediglich die Zusammenstellung seiner Gruppe sollte man bedenken, aber das hat man schnell raus. Einfach alle Grundklassen möglichst abdecken, und man ist auf der sicheren Seite.

Zur Grafik:
Die Grafik an sich ist in meinen Augen sehr gut. Weite Landschaften, toll gestaltete Gegner, Details gut erkennbar, an sich liebevoll gestaltet. Was das Spiel vielleicht für den einen oder anderen dennoch optisch langweilig macht, ist die Tatsache, daß alles sehr "realistisch" gestaltet ist. Hier wird nicht mit Farbeffekten gearbeitet wie in anderen Spielen, nichts wirkt comichaft, keine Effekte durch Kontrast und Farbschattierungen machen das Bild düsterer oder unrealer, in Dragon's Dogma wirken die Landschaften so, wie wenn man auch im realen Leben an einem sonnigen Nachmittag über die Wiesen läuft. Hinzu kommt, daß die verschiedenen Landschaftstypen (Wald, Wiesen, Stadt, Höhle usw) insgesamt wenig abwechslungsreich gestaltet sind - und auch, daß es keine Wetterwechsel gibt (es scheint immer die Sonne!) trägt nicht zu einer wirklich ansprechenden Optik bei. Lediglich Tag- und Nachtwechsel gibt es - und die sind super gemacht! Nachts ist es stockdunkel, man muss eine Laterne anzünden, um wenigstens ein paar Schritte weit sehen zu können. Sehr realistisch, toll.

Fazit: Dragon's Dogma ist ein Spiel, das durchaus Spaß macht, vor allem, wenn man große Gegner bekämpft und bezwingt. Die Vasallen sind bei Kämpfen eine große Hilfe, jedoch bringt das Vasallensystem keine große strategische Herausforderung, da die Figuren selbständig handeln. Die Spielwelt ist vergleichsweise riesig und lädt zum Erkunden ein. Aber dennoch bietet das Spiel wenig Abwechslung, die Story verblasst und bietet wenig Spannung, die Quests sind im Grunde auf drei Grundarten beschränkt und immer gleich, die an sich schön gestaltete Spielwelt wird ebenso schnell eintönig durch fehlende Effekte. Dadurch geht irgendwann die Motivation verloren, was bei großen Open World Rollenspielen nun mal leider oft der Fall ist (das letzte mir bekannte Beispiel war Skyrim, nur konnte Dragon's Dogma die Motivation nicht mal halb so lang aufrecht erhalten).
Ich mag das Spiel insgesamt - aber es ist keiner der besten Titel des Jahres und obwohl es einige Sachen sehr schön umgesetzt hat, bleiben andere arg auf der Strecke. Daher nur 3 Sterne.

PS: Nach der Hauptstory kommt zwar ein Abspann - das Spiel ist dann aber noch nicht vorbei. Die Story scheint sogar noch weiterzugehen...
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am 17. Juli 2014
Nach knapp 100 Spielstunden, 6 gemeisterten Klassen und eine Menge platt gemachter Monster, eine Rezension zu Dragons Dogma für die XBox. Bei dem Spiel handelt es sich um ein Action-Rollenspiel aus dem Hause Capcom.

Story:
Eines schönen Tages wird das Fischerdorf Kassardis von dem Drachen Gregori attackiert. Woher der Drache kommt und was seine Absichten sind, wird erst am Ende des Spieles beantwortet.
Euer (vorher selbsterstellter) Charakter ist der einzige, der sich dem Drachen entgegenstellt, wird jedoch relativ schnell besiegt. Der Drachen entreißt im das Herz und markiert ihn mit dem Zeichen des Drachen. Von nun an ist es euch möglich das Vasallenvolk zu rekrutieren und ihr macht euch auf den Weg, als sogenannter Erweckter den Drachen zu finden.
Ich fand die Story ist bis zum Kampf gegen Gregori so lala, nimmt aber dann doch noch überraschende Wendungen an.

Setting:
Die Geschichte spielt im fiktiven Land Gransys, welches starke mittelalterliche Einflüsse mit fiktiven Monstern hat. Außerdem scheint das Land vom Krieg oder ähnlichem gezeichnet, da es außerhalb der Hauptstadt Gran Soren nur Ruinen gibt. Ansonsten kann man zur Spielwelt noch sagen, dass sie in sich sehr stimmig, aber ein wenig zu klein ist. Auch ein wenig Abwechslung wäre bei Flora und Fauna schön gewesen. Ein paar mehr bewohnte Städte mehr hätten dem Spiel gut getan. Es gibt Tag- und Nacht-, aber keine Wetterwechsel.

Grafik:
Die Grafik ist zweckdienlich. Eine Grafikexplosion braucht man allerdings nicht erwarten. Auch verwa-schende Texturen sind keine Seltenheit. Gerade in Gran Soren kommt es häufig vor, dass Charaktere erst 1 bis 2 Meter vor einem erscheinen. Andererseits ist die Landschaft schön gestaltet und die Weitsicht ist klasse. Die Bewegungsabläufe von den Monstern und den Charakteren sehen gut aus. Auch die meisten magischen Attacken und Feuer allgemein sehen sehr gut aus.

Sound:
Die hier vorliegende Version hat englische Sprachausgabe, mit wahlweise deutschen oder englischen Untertiteln. Die Synchronsprecher sind Durchschnitt. Die Musikstücke sind gut gewählt, so hat mir das Intro sehr gefallen. Ansonsten sind alle Geräusche so wie sie sein sollten, gerade nachts ist es sehr atmosphärisch, da man die meisten Monster hört, jedoch nichts sieht. Die Kritik an die dauernd wiederholenden Sprüche der Vasallen kann ich nicht verstehen, da man diese ausschalten kann.

Steuerung:
Hier gibt es meinerseits nichts zu bemängeln. Die Steuerung war eingängig und das Kampfsystem ging flott von der Hand. Bei großen Gegnern kann es sein, dass die Kamera leichte Macken hat, es kann aber jederzeit nachjustiert werden.

Level-/Klassensystem:
Für das Besiegen von Monstern und dem Bestehen von Missionen gibt es RPG typisch Erfahrungspunkte. Bei genügend Erfahrungspunkten wird ein Level aufgestiegen. Die Statuswerte können nur über die Klassenzugehörigkeit gezielt verteilt werden. So bekommt der Krieger mehr Gesundheit und Kraft, der Streicher mehr Ausdauer und der Magier mehr Magie. Außerdem gibt es in jeder Klasse sogenannte Ränge, die nach und nach frei geschaltet werden. Mit jedem Rang werden neue Fähigkeiten verfügbar.
Anfangs sind drei Klassen (Kämpfer, Streicher, Magier) verfügbar, später sind es für die Vasallen 6 (Krieger, Waldläufer, Erzmagier) und für euren Charakter 9 (Assassine, Magische Bogenschütze und magischer Ritter) unterschiedliche Klassen mit den entsprechenden Fähigkeiten. Neben den Waffenfertigkeiten für jede Waffenart der entsprechenden Klasse, können noch passive Fähigkeiten in jeder Klasse erlernt werden. Während die Waffenfertigkeiten nur teilweise oder gar nicht bei einem Klassenwechsel übernommen werden, können die passiven Fertigkeiten bei jeder Klasse eingesetzt werden.

Vasallensystem:
Die eigentliche Besonderheit von Dragons Dogma. Neben eurem Charakter und eurem Hauptvasallen, die beide im wirklich umfangreichen Editor erstellt werden, können noch weitere 2 Vasallen bei sogenannten Riftsteinen (online) oder auf der Straße (offline und online) angeheuert werden. So kann man sich sein Team nach Belieben zusammenstellen oder der Situation anpassen. Wenn man sich Vasallen online heranholt, kann es durchaus sein, dass die Vasallen nützliche Tipps zum Besiegen von Gegnern haben oder Questtipps geben können, wenn sie die Quest bei einem anderen Spieler bereits absolviert haben. Durch Abarbeitung von Quests bekommt man außerdem noch Riftpunkte. Diese können im Rift ausgegeben werden um Vasallen in höheren Stufen anzuheuern, was das Spiel doch erleichtern kann.

Schwierigkeitsgrad:
Das Spiel ist fordernd, doch nie unfair. Das wichtigste ist halt eine gute Vorbereitung, also genug Kräuter mitzuführen (oder schnell wegrennen zu können). Am Anfang des Spieles ist man vielen Gegnern noch nicht gewachsen, dass ändert sich natürlich mit steigendem Level. Ein Beispiel: Als ich den ersten freilaufenden Zyklop begegnete, war meine Gruppe im Durchschnitt Level 8. Nach 15 Minuten ging dieser endlich zu Boden. Inzwischen brauch ich mit meinem Waldläufer (Level 110) alleine keine 20 Sekunden. Anders als in Skyrim, bei dem spätestens ab Level 20 keine Herausforderung mehr gegeben war, zieht sich hier der Prozess sehr lange hin. Auch im Endgame kann mit Level 110 durchaus sterben, wenn man sich nicht gut vorbereitet bzw. keine Heilgegenstände bei sich hat.
Nachts sind meist stärkere Monster unterwegs als am Tag. Außerdem ist die Nacht wirklich dunkel, ohne Lampe mit entsprechendem Öl ist man hier wirklich aufgeschmissen.
Die jetzt auf Grund des Schwierigkeitsgrades abgeschreckt sind, kann ich beruhigen, denn am 06.08.2012 wurde ein leichter Schwierigkeitsgrad per Update hinzugefügt.

Gameplay:
Hier ist vor allem das Kampfsystem zu nennen. Es ist sehr flüssig und es macht massig Spaß sich durch die Monsterhorden zu kämpfen. Dabei spielt sich jede Klasse anders. Während man als Krieger mit mächtigen Hieben alles niedermäht, attackiert der Waldläufer mit starken Bogenangriffen und schnellen Dolchhieben, bis der Erzmagier seinen alles vernichtenden Angriff loslässt. Der Kampf gegen große Gegner ist meist sehr spannend und kann zumindest anfangs auch mal eine halbe Stunde dauern.
Neben den Storymissionen kann man sich auch noch Missionen vom schwarzen Brett oder Personen zu holen. Hier wird RPG-Standart geboten. Die deutschen Versionen des Spieles werden ja mit 100 Zusatzmissionen beworben. Hierbei handelt es sich um 50 Sammelmissionen (Medaille der Schwüre 1-50) und ein paar Monstermetzelmissionen. Es wurden bisher wöchentlich neue bereit gestellt.
Mit bestimmten Charakteren kann interagiert werden, indem man ihnen Geschenke macht, dies hat auch Storyrelevanz. Für viele war ein Kritikpunkt, dass man nicht schnell reisen kann und alle Wege ablaufen muss. Dies ist teilweise richtig. Nach Gran Soren kann man immer per Reisestein reisen, der anfangs etwas teuer ist. Später bekommt man noch einen Zielkristall und kann einen zweiten Punkt selbst bestimmen. Alle anderen Wege müssen im ersten Spiel abgelaufen werden. Das kann bei gerade bei Eskortemissionen nervig sein, da die Gegner nach einiger Zeit immer wieder kommen, mich hat es nicht gestört. Beim zweiten Durchspielen (New Game+) kann man in der schwarzen Katze in Gran Soren beliebig viele Zielkristalle kaufen und aufstellen. Außerdem werden alle Ausrüstungsgegenstände, sowie Charakterlevel und Fähigkeiten in das neue Spiel übernommen.

Online:
Da es Leute gibt, die ihre Konsole nicht die ganze Zeit oder gar nicht online haben, noch ein paar Worte dazu. Das Spiel kann auch offline gespielt werden, allerdings mit Einschränkungen. So können keine Vasallen von Freunden/oder anderen Spielern ausgeliehen werden und der eigene Vasall wird nie Geschenke und Bewertungen von anderen Spielern bekommen. Da das Spiel fast wöchentlich neue Missionen und Updates bekommt, könnte es hier auch kritisch werden. Alles andere dürfte reibungslos laufen.

Fazit:
Dragons Dogma macht als Action-RPG vieles richtig und bietet wenig Kritikpunkte. Das Kampfsystem ist sehr gelungen. Das Spiel ist bis zum Ende fordernd. Die Story nimmt zum Ende noch mal Fahrt auf und hat überraschende Wendungen. Das Erforschen der unterschiedlichen Spielweisen jeder Klasse macht sehr viel Spaß. Insgesamt wurde ich 100 Stunden super unterhalten und werde sicherlich das Spiel auch ein zweites Mal beenden.
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am 15. Juni 2015
1 Stunde durchgehalten und dann wieder weiter verschenkt.... Übeles Machwerk das von Unleserlichen Menüs über schlechte Steuerung über mieses Gameplay so ziemlich alles zu bieten hat. Wo sind nur die guten alten Rollenspiele geblieben.
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am 26. Mai 2012
Ich spiele das Spiel jetzt seit 2 Tagen und muss sagen, dass es bisher großen Spaß macht, denn

- die Kämpfe sind voller Action und auch ziemlich anspruchsvoll, wenn man nicht aufpasst segnet man schnell das Zeitliche. Die Steuerung in den Kämpfen funktioniert hervorragend und ist sehr genau. Am effektivsten lassen sich kämpfe mit seinen Vasallen zusammen bestreiten.
- was mich zum nächsten Punkt bringt: den Vasallen. Von diesen sind Begleiter kann man bis zu vier zu seiner Unterstützung dabeihaben. Sie kämpfen nicht nur sondern geben auch Tipps bei Quests etc.. Aber das wichtigste ist dass sie nicht nur Ballast sind, sondern eigenständig und intelligent handeln.
-die ganze Welt ist sehr stimmig aufgebaut z.B. findet man wenn man durch die gegend zieht schon eimal ein altes Schloss des Herrschers, in dem nun Banditen hausen.
- die Quests sind bisher sehr einflssreich, nicht nur "hol das" oder "töte 10 von dem" sondern man sieht, dass sich hier jemand mehr Mühe gegeben hat
- die Kämpfe gegen große Gegner sind großartig, sie erinnern wirklich an Monsterhunter und machen enorm Spaß
-auch nach der Haupquest gibt es noch Anreiz weiterzuspielen
-viele Dungeons

Aber es gibt auch negative Punkte:
- man läuft bisweilen Gegnern über den Weg, die man von Quests aus töten soll, denen man aber kein Haar krümmen kann
-man kann unabhängig von der Startklasse zu allen anderen Klassen wechseln

Alles in allem ist es ein sehr gelungenes Spiel, das besonders aufgrund der Kämpfe riesig Spaß macht
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am 25. Mai 2012
...ist Dragons Dogma geworden.
Das liegt nicht an seinen Einzelteilen, vielmehr an den Gesamtpacket was bei mir ein sehr positives Gefühl hinterlassen hat.
Ich verzichte hier auf die Funktionsweise der Vasallen einzugehen, da es sich hinziehen würde :-)

Gameplay:
Action orientiert ! kein langsames umherschleichen oder zähes Waffe ziehen.Schnelle kombinationen und schnelle Bewegungen mit ein wenig ja durchaus Hack&Slay Qualitäten. KEIN SKYRIM. Aber das ist gut so (mal was anderes für dieses Genre)
Dabei aber durchaus auch ein Händchen für taktische Freiheiten! Also ich bin durchaus angetan. Open WOrld, Third Person etc..das weiß denke ich jeder. WOBEI.
Im Gegensatz zu eben Skyrim ist man zu Beginn schon prinzipiell "frei" aber ist doch oft gezwungen erstmals auf Pfaden entlang zu laufen. Berge kann man nicht einfach so bezwingen. Hügel, Steine ja, Berge NEIN.

Grafik:

puhh..soll ich schlecht sagen ?Nein, ist sie nicht, aber halt auch nicht wirklich richtig gut. die Charaktere und Kleidung finde ich gelungen. AUCH ALLES ANDERE. Aber halt mehr auch nicht, da liegt Skyrim 2 Klassen drüber. Ich persönlich finde auch sogar ein Dark Souls teilweise wirklich besser optisch. Pop Ups, und flackernde Schatten muss man einfach oft in Kauf nehmen. ABER ich erzähl das nur, damit das halt gesagt worden ist. Mich persönlich stört es nicht, da die Grafik Stimmungsvoll und auch liebevoll gemacht wirkt. Also die Atmosphäre ist echt richtig geil geworden Leute !!

Sound:
Durchschnitt. Introsound: SUUUPERSCHLECHT. Wahnsinn wenn man das mit dem epischen soundtrack von Skryrim mal vergleicht :-)

Fun:

HIER FUNKTIONIERTS !! Klasse !Einfach super viele Items, super geile Atmosphäre, super super super super Vasallensystem !!! (sorry aber würde echt den Rahmen sprengen des zu beschreiben,ok ich bin zu Faul :-)..)Leute, was für ne geile Idee ! Für wen Online spielen ALLES ist, der findet hier nichts dran, aber wer so eine Art Mix bevorzugt, ist hiermit super bedingt. Ähnlich wie in Dark Souls, nur das deine Begleiter von richtigen Spielern zwar entworfen, nicht aber LIVE gesteuert werden. (Kurz und knapp) macht aber extrem Laune und ich finde es eine sensationelle Idee.

Fazit: open world, vieeeeel zu entdecken, vieeeele Quests, "relativ gorßer Umfang" (klein für ein open world game)Vasallensystem :-) rießige Gegner, taktische Möglichkeiten, schlechter Sound, gute bis teilweise durchschittliche Optik: Wer kein Technikfanatiker ist aber mal ein komplett anderes Game erleben will welches ich am besten umschreibe mit eine Mischung aus : Skyrim, demon oder dark souls, und Monster Hunter..der ist hier wirklich richtig gut bedient. Insgesamt von der Presse teilweise leicht unterbewertet. 4 von 5 :-)
44 Kommentare| 22 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 18. Juni 2012
Dragon's Dogma möchte man auf den ersten, oberflächlichen Blick als eine Mischung aus Dark Souls, Skyrim und Monster Hunter sehen - aber dieses Spiel ist einzigartig. Natürlich findet man einige Elemente aus oben genannten Spielen, aber im Großen und Ganzen ist Dragon's Dogma "anders".

Die Story ist nichts weltbewegendes - grob zusammengefasst: Man spielt einen Helden, der bei einem Drachen-Angriff sein Herz von selbigem Drachen herausgerissen bekommt. Anstatt aber zu sterben, erholt man sich schnell und macht sich sogleich auf die Suche nach dem gestohlenen Herzen und dem diebischen Drachen. Warum man überlebt? Man ist "Der Auferstandene", mit (wie man es aus vielen Fantasy-Spielen kennt) speziellen Kräften - unter anderem kontrolliert man "Vasallen", die einem im Kampfe beistehen (dazu später mehr).

Nachdem man sich am Anfang für eine der Genre-typischen Klassen entschieden hat (Magier, Kämpfer, Rogue), wird man in die große, offene Welt von Gransys entlassen. Frei begehbar und sehr gefährlich. Seit langem schafft es ein Spiel wieder, einem das Gefühl von Unterlegenheit zu geben, wenn man nicht die richtigen Vorbereitungen trifft. In die Wildnis gehen, ohne Heilkräuter mitzunehmen oder fähigen Vasallen dabei zu haben? Viel Spaß mit dem riesigen Golem der euch auf einmal zerstampft.
Die Welt ist hart, verzeiht euch wenige Fehler, aber ist nie unfair. Das Spiel sagt euch auf einigen Lade-Screens, dass es keine Schande ist aus einem Kampf zu fliehen - und das ist es auch nicht. Flieht, levelt auf, holt euch schlagkräftige (oder zauberkräftige) Vasallen, versucht es nochmal und besiegt den einstmals übermächtigen Gegner. Glücksgefühle vorprogrammiert.

Nun zu dem einzigartigsten Feature des Spiels: den Vasallen. Diese Mitstreiter werden NUR vom Computer gesteuert (also erwartet keine Multiplayer-Abenteuer!), und es begleiten euch gleich 3 Stück davon. Einer ist euer Haupt-Vasall, dessen Aussehen und Persönlichkeit ihr selbst gestalten könnt - er wird euch über das ganze Spiel begleiten. Die anderen zwei laufen in der Welt von Gransys oder im "Rift" herum (eine Art virtueller Charakter-Katalog, in dem ihr nach bestimmten Klassen oder Charakteren suchen könnt). Die meisten davon gehören anderen Spielern aus der weiten Online-Welt von Dragon's Dogma - es sind ihre Haupt-Vasallen! Ihr könnt euch also die Haupt-Vasallen von anderen Mitspielern ausleihen und nach "Gebrauch" zurückgeben (wahlweise mit Geschenk für den Besitzer). Gleichermaßen können sich andere Spieler euren Haupt-Vasallen ausborgen - und wer weiß, vielleicht kommt dieser zu euch zurück in einer neuen, glänzenden Rüstung. Oder nur mit einer vergammelten Karotte und einem Stück Holz? In jedem Fall mit einigen Erfahrungspunkten! Und keine Angst - "ausgeraubt" kann euer Vasall von anderen Mitspielern nicht werden. Alle Ausrüstungsstücke dieses Charakters bleiben in eurem Besitz.

Nun zu den "Standard"-Kritikpunkten (Grafik, Sound und Spielbarkeit):

GRAFIK:
Die Grafik kann sich sehen lassen. Die Umgebungen wirken sehr lebendig, bei Tag hell und freundlich, wenn die Sonne durch die Baumkronen bricht und ihr fast die Meeresluft schnuppern könnt. Während euch Goblins in die Beine hacken. Und bei Nacht? Dann ist alles dunkel (WIRKLICH dunkel - habt ihr keine Laterne dabei, seid ihr manchmal aufgeschmissen!), bedrohlich, und die Gegner sind zahlreicher und gefährlicher. Das riecht nach Ärger. Und euch hacken Goblins in die Beine.
Was die Umgebungsgrafik jedoch sehr gut macht, macht die Charakter-Gestaltung nicht so gut... Die Charaktermodelle bewegen sich zwar recht flüssig, sehen aber aus wie lebendige Wachsfiguren. Der Detailgrad und die Gesichtsanimationen sind fast schon ein Überbleibsel aus PS2-Zeiten.

SOUND:
Beruhigende Musik beim Spaziergang an den Klippen. Fast schon idyllisch. Dann auf einmal steigt der Spannungsbogen des Musikstücks an und wird dramatischer von Sekunde zu Sekunde. Dann steht ein Zyklop vor euch und lässt euch die Unterseite seiner Keule auf Kratzer inspizieren. Oder euch hacken Goblins in die Beine. Die Geräusche, welche die Gegner von sich geben, klingen glaubhaft - wären Harpyien real, sie würden so geisteskrank und hysterisch kreischen wie in diesem Spiel. Wenn eine Chimera mit ihrem Löwenkopf brüllt, während ihr auf den meckernden Ziegenkopf einschlagt und das gefährliche Zischen des Schlangenschwanzes erklingt, wisst ihr, dass die Sound-Techniker hier alles richtig gemacht haben. Alles? Najaaaaa, nicht ganz. Die Synchronsprecher der englischen Fassung (die ich vorliegen habe), klingen teilweise recht unmotiviert - auch wenn sie mit ganzer Mühe versuchen, "mittelalterlich" zu sprechen. Und die Sprachsamples der Vasallen wiederholen sich leider allzu oft. Wie war das, mein lieber Vasall? Du hast diesen großen Baum schon einmal gesehen? Vielleicht die letzten 20 Male als du mich beim Vorbeilaufen darauf aufmerksam gemacht hast?

SPIELBARKEIT:
Die Steuerung ist eingänglich. Es fühlt sich wirklich sehr intuitiv an, seinen Charakter in den Kampf zu führen. Angreifen, Springen, sich an riesigen Gegnern festhalten um an ihnen heraufzuklettern und schnell wegsprinten wenn es zu brenzlig wird - nach einer knappen halben Stunde sitzen diese Manöver. Und dann geht die Suche nach eurem Herzen los. Bevor ihr nämlich euer Herz und den Drachen findet, werdet ihr über viele Items stolpern. Viele, viele Items. Dabei spreche ich nicht nur von Ausrüstung, sondern von Kräutern, Holzeimern, Eisenerz-Brocken, Totenschädeln etc. - viele davon lassen sich sogar kombinieren (z.B. Spaten+Besen=Spitzhacke). Und Ausrüstungsgegenstände lassen sich verbessern, wenn man die richtigen Materialien hat - mit etwas Gold und Kupfer-Erz steigen die Angriffs-Werte eurer Dolche um ein Vielfaches. Oder ihr verbessert eure Rüstung mit Stahlplatten und bekommt einen 24%-Bonus auf Gift-Resistenz.
Für einen Jäger und Sammler ist Dragon's Dogma ein toller Spielplatz! Für einen Reisenden vielleicht eher nicht. Wo Spiele wie Skyrim eine bequeme Schnellreise-Option haben, hat Dragon's Dogma (fast) nichts. Hier wird auf Gedeih und Verderb gelaufen bis die Ledersohlen qualmen. Was noch nichtmal das größte Problem ist - schlimmer ist, dass jeder Gegner, den man auf dem Hinweg erlegt hat, auf dem Rückweg wieder von den Toten auferstanden ist. Ein riesiger Spaß, wenn man bei zehnmaligem Hin und Her immer wieder auf die gleichen Goblins trifft, die einem in die Beine hacken wollen.
Später im Spiel findet man jedoch so etwas wie Teleport-Steine, die einen in Windeseile an bestimmte Orte bringen können. Wenn man einen Goldesel im Gepäck hat - denn diese Steine sind EXTREM teuer und machen Schnellreisen zu einem echten Luxus. Hier profitiert nur die High Society von Gransys.

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FAZIT:
Dragon's Dogma ist teilweise etwas verstaubt, was Grafik und Sound angeht, etwas frustrierend und ziemlich anspruchsvoll (es ist euch überlassen ob das negativ oder positiv auszulegen ist) in Sachen Gameplay, ABER es ist eins der einzigartigsten und befriedigendsten Rollenspiele die ihr finden könnt. Spätestens wenn ihr euch nach einem Kampf mit einem 10m großen Golem erholt habt, von einem riesigen Drachen überrascht werdet und einen langen, harten Kampf mit diesem austragt (zwischendurch sogar auf seinem Rücken hängt und auf die Flügel einhämmert, während sich das Geschöpf mit euch in schwindelerregende Höhen erhebt) und am Ende den Sieg (und eure im Drachenfeuer verstärkte Ausrüstung) davontragt, wisst ihr, dass dieses Spiel eine der lohnenswerten Anschaffungen der letzten Monate ist. Drachen-Ehrenwort.
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am 8. November 2012
Dragon's Dogma ist ein herausragend gutes Spiel. Ein Spiel, das sperrig, teilweise altmodisch, wenig einsteigerfreundlich und am Anfang ganz schön schwer ist. Es hat nur eine sehr eingeschränkte Schnellreisefunktion, die Grafik ist farbarm, die Animationen in Cutscenes sind peinlich schwach, Texturen und Schatten flackern mitunter, die KI-Begleiter reden (zu) viel belanglose Dinge, viele Quests sind einfache Sammelaufträge, eine spannend erzählte Geschichte ist über weite Strecken des Spiels eher nicht vorhanden und die meisten Feinde spawnen in der Oberwelt immer und immer wieder. Ab und zu kann es passieren, dass man während seiner Reisen auf einen gigantischen Gegner trifft, der die ganze Abenteurer-Gruppe im Null-Komma-Nichts auslöscht. Wer nicht zeitnah davor gespeichert hat, muss unter Umständen ein ganzes Stück vorher wieder anfangen. Dragon's Dogma hat nämlich nur einen einzigen Spielstand, und wer da nicht regelmäßig speichert, schaut beim virtuellen Ableben eventuell ganz schön in die Röhre. Es wird zwar auch hin und wieder automatisch gespeichert, darauf verlassen kann man sich jedoch nicht.

Wenn man sich den ersten Absatz so durchliest, könnte man meinen, dass der erste Satz nicht dazu gehört. Aber Dragon's Dogma ist trotzdem ein herausragend gutes Spiel - trotz all dieser Kritikpunkte. AngryJoe [mit seiner AngryJoeShow] hat es in seinem Review passend erklärt: Dragon's Dogma ist quasi eine Mischung aus The Elder Scrolls, Shadow of the Colossus, Monster Hunter, Devil May Cry und Dark Souls. Klingt super. Ist es auch, obwohl einem die oben genannten Schwächen schon ab und zu das Spielerlebnis vermiesen können. Was das Spiel letztlich so gut macht, sind die Dinge, die sich dem Spieler nicht sofort erschließen. Zunächst mag man der Meinung sein, ein Open-World-RPG in dieser Größe ohne Schnellreise zu machen, ist ein unverzeihlicher Bock von Capcom. Eine schwach erzählte Hauptquest - kein gutes Verkaufsargument für eine neue RPG-Marke. Viel Backtracking inklusive respawnende Feinde: nervtötend ohne Ende.
Ich denke aber, es kommt sehr darauf an, wie man an Dragon's Dogma heran geht, welche Erwartungen man hat. Ich habe mich anfangs auch sehr über all diese Dinge geärgert, mit der Zeit jedoch hat sich meine Sicht auf das Spiel sehr verändert. Mittlerweile begreife ich es mehr als eine Art virtuellen Abenteuerspielplatz. Ich sammle in Gran Soren, der Hauptstadt der Spielwelt, meine Vierer-Party, wir rüsten uns mit Waffen, Tränken und Kleidung aus und machen uns dann auf den Weg nach draußen um dort verschiedene Abenteuer zu erleben. Natürlich nicht planlos, sondern schon mit einem vorher ausgesuchten Questziel im Blick. Aber dennoch weiß man nie, was einen vor den Toren der Hubs so erwartet, und das ist es, was das Spiel - gerade auch wegen der fehlenden Schnellreise - so spannend macht. Auf dem Weg zur Heilquelle werden wir von einer Chimäre überrascht, bei einem Spaziergang durch den Wald läuft uns ein Zyklop über den Weg, wir finden eine Höhle, die wir erforschen können (oder questmäßig müssen) - jede Reise durch Gransys ist immer wieder spannend und verspricht ein Abenteuer. Und selbst wenn man nicht weit reist wird es schon sehr schnell aufregend und spannend: wenn die Nacht hereinbricht. Sie ist zum Einen sehr (!) dunkel, zum Anderen sind nachts alle Monster stärker und aggressiver, außerdem tauchen auch Skelette und Untote Krieger auf, die den Helden nach dem Leben trachten...

Dazu kommen die vielen Freiheiten und Möglichkeiten, die Capcom dem Spieler an die Hand gibt: meine Klasse lässt sich quasi jederzeit wechseln, das heißt wenn ich als Magier die Nase voll vom Zaubern habe, dann wechsle ich einfach und bin ab sofort Bogenschütze. Oder Nahkämpfer. Oder eine Mischform wie der Magische Bogenschütze oder der Mystische Ritter. Außerdem: Die Party kann immer wieder anders zusammengestellt werden. Ein Vasall (oder Pawn) ist fest bei mir und steigt auch im Level auf. Zwei weitere kann ich mir online von anderen Spielern ausleihen und dabei genau suchen, was ich bei denen an Klasse und Fähigkeiten brauche. Umgekehrt kann auch mein Pawn von anderen Spielern entliehen werden. Er kehrt dann zu mir mit mehr Quest- oder Regionalwissen zurück, je nachdem was der ausleihende Spieler gemacht hat. Das ganze Pawn-System ist wohl die größte Innovation im Singleplayer-RPG-Bereich, es ist gut durchdacht und funktioniert tadellos.

Es gibt haufenweise Loot, Waffen und Rüstungen, wobei interessanterweise nach Kleidung und Rüstung getrennt behandelt wird. Gegenstände können kombiniert und daraus neue Dinge hergestellt werden. Waffen und Ausrüstung können verbessert werden, so dass man nicht alle 10 Minuten wechselt, weil man was besseres gefunden hat. Fällt man in's Wasser, kann man seine Öllampe eine Weile nicht mehr benutzen. Lädt man sich zu viel Loot auf, sind Ausdauer und Beweglichkeit eingeschränkt. Beschenkt man NPCs, steigt man in deren Ansehen, das sogar bis zur Liebesbeziehung gehen kann. Es sind auch solche Kleinigkeiten, die Dragon's Dogma ausmachen und es von anderen Rollenspielen abheben, es im Vergleich irgendwie einzigartig machen.

Ich bin ein Fan von Dungeons & Dragons und verstehe es nach wie vor nicht, warum es aus dieser tollen Marke seit so langer Zeit kein ordentliches Videospiel mehr gab, seit Baldur's Gate 2 oder Neverwinter Nights. Die Marke hat so viel Potenzial, aber das verwurstet man lieber in MMORPGs, denen die Alleinstellungsmerkmale und das besondere D&D-Flair fehlen. Das kommende Neverwinter ist ein Hoffnungsschimmer, aber nur ein kleiner.
Dragon's Dogma ist für mich so etwas wie ein modernes virtuelles Dungeons & Dragons geworden. Wie gesagt: ein Abenteuerspielplatz, der mir viele Freiheiten gibt und bei dem ich nie weiß was mich erwartet, ich es aber gleichzeitig nicht abwarten kann, das nächste große Monster zu bekämpfen oder den nächsten Dungeon zu finden und zu erforschen. Wenn Dragon's Dogma beim Spieler "klick" macht, rücken die eingangs genannten Kritikpunkte weit in den Hintergrund. Definitiv!
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am 29. Mai 2012
"Was zur Hölle ist DragonŽs Dogma?" war mein erster Gedanke als ich das Spiel im Laden gesehen habe. Auch wenn ich viel im Inet rumschau, habe ich keine Vorankündigung oder etwas vergleichbares mitbekommen (liegt warscheinlich am Diablo3 gehype). Habe es mir einfach auf gut Glück geholt.

Meine Gewonnen Eindrücke:

-Grafik ist in Ordnung nichts weltbewegendes aber muss sich auch nicht verstecken

-Sound ist wahrscheinlich Geschmackssache. Hier merkt man doch den Asiatischen Ursprung des Spieles. Mir hat es gefallen. Auch hier ok aber nichts weltbewegendes.

-Charakter&Vasallen. Hier gibt es so viel Positives zu berichten das ich garantiert etwas vergesse... Sehr Guter Charaktereditor mehr einstellungen gehen eigentlich nicht mehr. Das gleiche gilt für den Hauptvasallen wo man sogar die Persöhnlichkeit beeinflussen kann.

-Atmosphere ist sehr gut gelungen. schöne Landschaften, Tag&Nacht Abläufe, gelungene Ausrüstung usw.

-Ki ist sehr gut. Feinde fallen in die Flanke, Bögenschützen warten bis man aus der deckung rauskommt, Nekromanten hetzen ihre skelette auf einen wenn man dem Nekro auf die pelle rückt und Zauberer ERLERNEN fest das Feuer nicht besonders gut gegen Echsen sind und benutzen fortan Eis.

-Das Kampfsystem (davon zu berichten freue ich mich am meisten) ist das Beste was ich persöhnlich je gespielt habe. Noch nie waren etwas so Aktionreich, Taktisch und Dynamisch wie dieses. Am besten ein kurzer Einblick. Nachdem der 5-6m große Zyklop bemerkt hat woher die Pfeile geflogen stürzt er sich wutentbrannt auf die Gruppe. Hier heist es erstmal ausweichen um nicht von ihm erfasst zu werden. Nachdem der Krieger auf sich aufmerksam gemacht hat, beginne ich(assasine) dem Vich auf den rücken zu Klettern. Leider ohne Erfolg den die Zauber der 2 Magier die auf seinem Korper einschlagen bringen ihn ihn noch mehr in Rage was ein hochklettern verhindert und Ich erschöpft von dem Versuch ablassen muss. Wütend packt er einen Zauber und versucht ihn zu zerquetschen. Hier heißt es schnell reagieren und die Angriffe auf dem Arm konzentieren damit er vor Schmerzen ablässt. Währenddessen trifft Ihn ein Eiszauber der ihn ins Schwanken bringt. Ich nutze die Gelegenheit, erklimme die Überreste des Eisblocks und Springe dem Zyklop direkt an den Kopf und Ramm ihm meinen Dolch in sein Auge....

Fazit: Nachdem Skyrim mich nicht motivieren konnte es länger als ein Paar stunden zu spielen, dachte ich mir "nie wieder ein open world" spiel. DragonŽs Dogma hat es geschafft.
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