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4.0 von 5 Sternen die wiederherstellung der familienehre.
britannien,

vor 20 jahren verlor die neunte legion unter führung von marcus aquila den goldenen adler.
sie wurden von piktenstämmen des nordens aufgerieben und verschwanden samt der standarte spurlos.

nun macht sich centurio marcus flavius aquila daran die verlorene familienehre wiederherzustellen und bezieht sein erstes kommando im...
Veröffentlicht am 9. August 2011 von Frank Linden

versus
88 von 105 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Gralssuche der römischen Art
Im Jahre 140 nach Christus übernimmt der junge Zenturio Marcus Aquila das Kommando einer römischen Legion im britannischen Nirgendwo. Der Grund für diese nicht sehr naheliegende Karrierewahl: 20 Jahren zuvor wurde die 9. Legion in Britannien vernichtend von keltischen Stämmen geschlagen, die Standarte, Stolz der Legion und Zeichen für Roms...
Veröffentlicht am 7. April 2011 von Martina D.


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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen die wiederherstellung der familienehre., 9. August 2011
Von 
Frank Linden (Troisdorf) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)    (REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Der Adler der neunten Legion (DVD)
britannien,

vor 20 jahren verlor die neunte legion unter führung von marcus aquila den goldenen adler.
sie wurden von piktenstämmen des nordens aufgerieben und verschwanden samt der standarte spurlos.

nun macht sich centurio marcus flavius aquila daran die verlorene familienehre wiederherzustellen und bezieht sein erstes kommando im hinterland des hadrianwalls.
doch schon kurz nach seinem eintreffen kommt es zu einer auseinandersetzung mit zahlenmässig überlegenen einheimischen, in der sich marcus und seine truppe zwar heldenhaft schlagen, marcus aber schwer verletzt wird.
er wird ausgezeichnet und ehrenhaft ausgemustert.
einige zeit später und angestachelt von dauernden provokationen macht sich der wiedergenesene marcus mit seinem brigantensklave esca, dem er das leben rettete, auf den adler der neunten legion wiederzufinden um die familienehre wiederherzustellen.
in feindesland, auf sich alleingestellt und ohne anhaltspunkte wer die standarte haben könnte beginnt ein abenteuer das die beiden das leben kosten könnte.

der cast ist hochwertig besetzt.
u.a. channing tatum, jamie bell, donald sutherland und mark strong stechen hier hervor.
die dialoge sind ok.
die story ist durchweg spannend und mitreissend.
der soundtrack passt.

wer einen authentischen schlachtenfilm erwartet wird enttäuscht werden.
zwar gibt es einige kampfszenen aber die sind eher übersichtlich gehalten.
wer filme wie centurion, oder die letzte legion gut fand sollte einen blick riskieren.
ansonsten ist der film gut anzuschauen ohne aber authentisch zu wirken.
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88 von 105 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Gralssuche der römischen Art, 7. April 2011
Rezension bezieht sich auf: Der Adler der neunten Legion (DVD)
Im Jahre 140 nach Christus übernimmt der junge Zenturio Marcus Aquila das Kommando einer römischen Legion im britannischen Nirgendwo. Der Grund für diese nicht sehr naheliegende Karrierewahl: 20 Jahren zuvor wurde die 9. Legion in Britannien vernichtend von keltischen Stämmen geschlagen, die Standarte, Stolz der Legion und Zeichen für Roms Unbesiegbarkeit, ging dabei verloren. Zum Sündenbock wurde kein geringerer als Marcus' Vater, Befehlshaber der 9. Legion. Der junge Kommandant brennt darauf, die Ehre seiner Familie wieder herzustellen und den verschollenen Adler zurück zu erlangen. Zusammen mit dem jungen keltischen Sklaven Esca, der Marcus sein Leben verdankt, macht er sich auf eine schier aussichtslose, gefährliche Suche, jenseits der römischen Grenzen. Allerdings kommen ihm bald berechtigte Zweifel an der Aufrichtigkeit Escas, der Rom und seine Werte offen verabscheut und die Suche absichtlich zu behindern scheint.

Die erste Hälfte des Films ist wirklich stark. Karge Bilder führen durch die raue Landschaft Britanniens, ein ungemütliches aber durchaus passendes Set. In der Tat wunderschön gefilmt. Zwar gibt es keine aufwändigen Massenszenen zu bewundern, dafür lässt sich der Einsatz der römischen Angriffsformation Testudo bestaunen, was, neben den weniger ernst zu nehmenden Darstellungen in der Asterix-Reihe, kaum in dieser Qualität in Sandalenfilmen gezeigt wird. Die Figur des Marcus ist zudem sehr interessant angelegt. So ist der junge Oberbefehlshaber zwar mutig und aufrichtig (wie sich das für einen Helden eben gehört), er wird jedoch auch von Selbstzweifeln und der Angst befallen, ebenso wie sein Vater Schande über die Familie zu bringen, wenn er sich bei den ihm gestellten Aufgaben nicht bewähren kann. In der Wiederbeschaffung des Adlers sieht er die einzige Chance, sein Schicksal vor den Augen Roms und der Götter zu wenden. Mutig, denn um die Kompromisslosigkeit dieser Gralssuche zu veranschaulichen, schreckt der Regisseur auch nicht davor zurück, seinen Helden Grausamkeiten ausführen zu lassen, wie etwa der Tötung eines Kindes. Es mag aus heutiger Sicht etwas befremdlich wirken, wenn Marcus, stur und unbeirrbar, in scheinbar aussichtslosem Kampf um ein Stück Metall sein Leben aufs Spiel setzt. Fakt ist jedoch, dass der Verlust des Gesichtes und der Ehre für den Betroffenen und dessen gesamter Familie das gesellschaftliche und politische Aus im antiken Rom bedeuten konnte. So ist die Wiedererlangung der Standarte tatsächlich die einzige Möglichkeit für Marcus, den Namen seiner Familie reinzuwaschen. Ich denke, es ist wichtig, das zu akzeptieren, um an der Geschichte Gefallen zu finden. Leider ist Channing Tatum nicht mit übermäßigem schauspielerischem Talent gesegnet. Er ist bestimmt kein Totalausfall, allerdings kann er den inneren Kampf von Marcus nur schwer vermitteln, meistens blickt er einfach nur stoisch und irgendwie missmutig in die Ecke. Weit positiver fällt Jamie Bells undurchsichtiger Esca aus. Fast bis zum Schluss können Marcus und der Zuschauer gleichermaßen sich seiner nicht sicher sein. Donald Sutherland macht seine Sache als Marcus' Onkel gewohnt gut, wenn er auch etwas zu unverhofft in der Geschichte auftaucht ("Hallöchen, ich bin dein Onkel, von dem du noch nie etwas gehört hast, zufällig wohne ich auch in Britannien ..."). Was ich weiters als angenehm empfand: das Fehlen einer Liebesgeschichte. Die Geschichte ist nun einmal in einer absoluten Männerwelt angesiedelt und ich sehe es überaus positiv, dass der Regisseur sich nicht in überflüssigem Liebesgeplänkel verzettelt, sondern während des ganzen Films ganz nah an den beiden Hauptdarstellern und ihrer Beziehung zueinander bleibt.

2 Sterne Abzug, weil der Film im letzten Drittel leider eindeutig kippt. Neben einigen Ungereimtheiten (ein keltischer Stamm, der Marcus Tag und Nacht über Meilen hinweg jagt, und das zu Fuß, hat noch genug Reserven um ein Kind aus der eigenen Sippe mitzuschleifen und es vor seinen Augen zu töten...der Sinn dieser Szene ist vollkommen an mir vorübergezogen ...) ist an dem ambivalenten Gesamteindruck vor allem das Finale schuld, das derart pathetisch und unglaubwürdig gestaltet wurde, dass ich nur entsetzt den Kopf schütteln konnte. War der Film bis dahin eher nüchtern und dezent, vor allem was die Moralkeule angeht, schlägt sie in der finalen Konfrontation mit voller Wucht zu und man erinnert sich: stimmt, das ist ja ein Hollywoodfilm, mpf.

Empfehlen kann ich "Der Adler der neunten Legion" dennoch, wegen seiner visuellen Wucht, seiner Geradlinigkeit und seinen interessanten Figuren. Wer ein Fable für Sandalenfilmchen hat, kann getrost zugreifen!
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36 von 43 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Etwas Licht und viel Schatten!, 12. August 2011
Rezension bezieht sich auf: Der Adler der neunten Legion (DVD)
Eine Literaturverfilmung trifft stets auf zwei Gruppen von Zuschauern: Jene, die die Romanvorlage kennen und jene, bei denen das nicht so ist.

Im Fall des "Adlers der neunten Legion" sind letztere wohl als die glücklicheren zu bezeichnen, ihnen wird zwei Stunden brauchbare Unterhaltung geboten. Die Kenner der Vorlage haben es schwerer.

Der "Adler" von Rosemary Sutcliff ist ein in Deutschland durchaus populäres Buch. Es stand auf der Auswahlliste zum deutschen Jugendbuchpreis und wird auch gegenwärtig noch an vielen Schulen zur Lektüre herangezogen.

Dies ist nicht die erste Verfilmung des Stoffes. Die BBC produzierte 1977 eine sechsteilige Miniserie, die allerdings nach ihrer Erstausstrahlung "in der Versenkung verschwand". Eine deutsche Fassung dieser Produktion gibt es nicht.

Das ist womöglich schade, denn der Fernsehmehrteiler erscheint als das geeignete Format zur Adaption einer so vielschichtigen Vorlage.

Die Positiva:
Die Besetzung überzeugt und das tun im Allgemeinen auch die darstellerischen Leistungen. Dass die Regie mit ihren guten Schauspielern teilweise schluderig umgeht ist diesen nicht anzulasten.
Die Filmmusik ist sehr gelungen.
Das Design der Produktion überzeugt zumindest in den ersten zwei Dritteln des Film, auch wenn man der Ausstattung das geringe Budget anmerkt, die eher an eine TV-Produktion erinnert.
Der Film ist für sich ein besserer Film als mancher Sandalenfilm der vergangenen Jahre. Positiv anzumerken ist etwa der Versuch einer halbwegs authentischen Darstellung römischen Lebens.

Natürlich ist der Vergleich mit der Romanvorlage nicht zu umgehen.
Bei einer Literaturverfilmung im Format eines Spielfilms ist die Ausdünnung der Handlung eine Notwendigkeit. Insofern gibt es Veränderungen zur Vorlage, die zu verzeihen sind:
Dass die Vorgeschichte um den Jäger Cradoc weggelassen wird, ist aus filmökonomischer Sicht verständlich.
Dass die Geschichte um das Wolfsjunge "Wolf" weggelassen wird, ist ebenso verständlich.
Dass die Nebenhandlung um das Nachbarsmädchen Cottia weggelassen wird ist schon weniger verständlich.
Dass die Figur des "Esca" vollständig umgedeutet wird, hat nichts mit Filmökonomie zu tun.
Dasselbe gilt für die Figur des Guern, der zu den interessantesten Figuren des Romans zählt und mit dem sich einige der eindrücklichsten Szenen des Buches verbinden. Diese entfallen vollständig.

Die eigentlichen Probleme des Films beginnen allerdings erst im letzten Drittel des Films mit dem Auftauchen der Krieger der Pikten. Niemand hat eine genaue Vorstellung davon, wie diese britannischen Krieger ausgesehen haben. Leider hat man sich hier aber allzu sehr an den Irokesen Nordamerikas orientiert, sodass man minutenlang glaubt, den "Letzen Mohikaner" zu sehen und nicht den "Adler" aus römischer Zeit.
Im Übrigen fliegt die Romanhandlung nun endgültig zum fenestra hinaus, der Film lässt keinerlei Ähnlichkeit mit seiner Vorlage mehr erkennen. Gleichzeitig geht der Film auch inszenatorisch den Bach hinunter. Die Szenen wirken teilweise dilettantisch eingerichtet und abgedreht. Die Schlussszene des Films wirkt wie hingerotzt, fast wie eine Parodie auf die Vorlage. ("Der Senat wird die Legion wieder aufstellen, man wird dir vielleicht das Kommando antragen.")

Besonders befremden muss das Ausmaß an brutaler Gewalt, das eine FSK 12 schon fast fragwürdig erscheinen lässt. Das Buch richtet sich an ein jugendliches Publikum und erlegt sich in Sachen Gewalt eine gewisse Zurückhaltung auf. Der Film illustriert brutale Gewalt gerade auch an Jugendlichen und Kindern. Ein Kinderfilm ist dies bestimmt nicht.

Insgesamt ist der Film eine vertane Chance! Lest das Buch! Es bietet eine andere, eine um viele Klassen bessere Geschichte!
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Durch den wilden Norden von Britannien...., 9. August 2011
Von 
Ray "rayw260" (Rheinfelden) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)   
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Der Adler der neunten Legion (DVD)
Im Jahr 140 nach Christus: Das Römische Imperium erstreckt sich bis nach Britannien, doch nur der Süden der Insel ist eingenommen. Hoch im Norden der Insel herrschen rebellische Stämme, die sich nicht ergeben und die als sehr brutal und kampferprobt gelten.
Vor 20 Jahren verschwand dort, jenseits des Hadrianwalls, die gesamte 5000 Mann starke 9. Legion und mit ihr der goldene Adler, ein legedäres Symbol römischer Macht und Siege.
Marcus Flavius Aquila (Channing Tatum) einjunger römischer Centurio
lässt sich freiwillig hierher versetzen, sein Vater war einst der letzte, der diese goldene Standarte der 9. Legion hochhalten durfte. Um die Ehre seiner Familie wieder herzustellen, versucht er in seinem Dienst sehr heldenhaft zu sein und tatsächlich gelingt es ihm durch Mut und Glauben Angriffe der rebellischen Kelten unter Druidenführung zu bestehen, aber auch eigene Männer zu retten, deren Schicksal bereits hoffnungslos war.
Doch er muss einen hohen Preis zahlen: Er wird so schwer verletzt, dass er nicht nur ausgezeichnet, sondern auch, wegen dieser Verletzung ehrenhaft entlassen wird und bei seinem Onkel (Donald Sutherland), der in Südbritannien ein Anwesen hat, untergebracht wird.
Die Pläne den goldenen Adler im feindlichen Gebiet Richtung Schottland zu suchen, sind damit vorerst erledigt.
Doch indem er eine einheimischen Sklaven namens Esca (Jamie Bell) vor dem Tod durch einen Gladiator rettet wird diese gefährliche Reise doch noch möglich. Allerdings wird sie zu zweit absolviert von Herr und Sklave, der sich verpflichtet fühlt, weil er in der Schuld des Römers steht.
Die Reise führt zum gefährlichen Robbenstamm und dessen Anführer Liathan (Tahar Rahim)....
Kevin McDonald hat mit dem "Goldenen Adler der neunten Legion" einen Sandalenfilm gemacht, der ein bisschen an den etwas besseren "Centuruon" von Neil Marshall erinnert.
Aber auch MacDonalds Historienschinken hat seine Momente und schwächelt lediglich im Finish ein bisschen, wenn dann plötzlich Veteranen der 9. Legion auftauchen und dem neuen, bereits pensionierten Centurio auf Leben und Tod beistehen.
Ansonsten ist der Film sehr unterhaltsam und dynamisch, natürlich mit den üblichen Zutaten von Mut, Ehre und Kampf...aber auch von der ungleichen Freundschaft zweier Feinde.
Besonders gut gefällt in diesem Zusammenhang das realistische Setting, der authentische Look, +er rückt auch trotz aller Actionanteile die moralische Seite des römischen Imperialismus immer mal wieder in den Mittelpunkt.
Als Genrebeitrag ein rundum gelungenes Sorglospaket.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Bester Historienfilm seit Gladiator.., 5. Dezember 2013
Rezension bezieht sich auf: Der Adler der neunten Legion (DVD)
...so steht es am Cover geschrieben. Und aus meiner Sicht ist das ausnahmsweise sogar einmal zutreffend. Stimmungsvolle Bilder, eine gute Mischung aus Kämpfen und ruhigeren Momenten, eine emotionale Story und gute Leistungen von Tatum und Bell.
Jeder, der so wie ich immer auf der Suche nach guten Fantasy-/Historien-/Mittelalter-/Wikingerstreifen ist kann hier wirklich nichts falsch machen!
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12 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Schlechte Verfilmung eines guten Buches, 7. April 2013
Rezension bezieht sich auf: Der Adler der neunten Legion (DVD)
Der Film "Der Adler der Neunten Legion" ist ein in der Anfangsphase ein gut recherchiert wirkender Film, was das römische Militärwesen angeht. Für Kunden, welche das originale Buch gelesen haben, ist der Film leider eine komplette Enttäuschung. Der Film bleibt die ganze Zeit blass und farblos und hält sich seit dem ersten Moment nur ansatzweise an das Buch. So zieht der ehemalige Zenturio Marcus im Buch als Wundarzt verkleidet über den Hadrianswall, begleitet von dem vorher von Marcus in die Freiheit entlassenen Sklaven Esca. Marcus ist im Buch ein sehr vielschichtiger Charakter, welcher die Briten sehr gut beobachtet und viel nachdenkt, vor allem auch deswegen, weil er als Wundarzt eine Salbe gegen entzündete Augen verkauft und dabei ständig in Kontakt mit Briten kommt, welche er versorgt. Im Film hingegen ist Marcus einfach nur ein pöbelnder, prügelnder, mordender und rücksichtsloser Ex-Soldat auf einem persönlichen Rachefeldzug gegen die Briten, begleitet von seinem Sklaven Esca. Unverkleidet, von allen als Römer erkennbar ziehen sie auf der Suche nach dem Adler durch Britannien, jeden zu Kleinholz verarbeitend der ihnen nicht den letzten Standort der Neunten verrät. Auch zentrale Szenen des Buches, wie zum Beispiel die Szene mit dem Desserteur, werden im Film mit einer verfälschenden Intention wiedergegeben. So lädt im Buch der Desserteur Marcus und Esca zu sich Nachhause zu seiner Familie ein. Es ist dort ein fröhlicher Haushalt mit seiner britannischen Frau und jeder Menge Kindern. In dieser Szene erkennt Marcus beispielsweise, dass viele andere Desserteure eventuell ebenfalls Familien in Britannien gegründet haben und wie lächerlich, brutal und unfähig der damalige Legat der Neunten war. Im Film hingegen ist von einer lustigen Szene keine Spur zu finden. Der Desserteur, Marcus und Esca prügeln sich erst ein bischen, bedrohen sich dann und sitzen dann im grauen Wald am Lagerfeuer, sich ständig misstrauend, was den der andere macht und ob man sich nicht gegenseitig belügt. Die Aussagen dieser Szenen im Vergleich sind absolut konträr und das sind nur einzelne Beispiele unter vielen.

Für mich ist der Film eine herbe Enttäuschung und als Drehbuchautor würde ich mich nicht für diesen Film rühmen.
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4.0 von 5 Sternen Buddie Movie mit historischem Hintergrund, 29. Mai 2014
Von 
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Der Adler der neunten Legion [Blu-ray] (Blu-ray)
Im Jahre 120 verschwindet eine der ältesten Legionen der römischen Armee. Die neunte Legion mit einer Truppenstärke von 5.000 Mann verschwindet im nördlichen Britannien. Als Antwort darauf lässt Kaiser Hadrian einen Wall errichten, der das Ende der bekannten Welt markiert. Marcus Flavius Aquila (Channing Tatum), Sohn des Kommandanten, der als letzter die Standarte trug will seinen Familiennamen wieder reinwaschen und übernimmt 20 Jahre später das Kommando über einen Grenzaußenposten. Geistesgegenwärtig kann er ein größeres Gemetzel vermeiden, wird dabei aber selbst schwer verwundet. Er bekommt daraufhin eine ehrenhafte Entlassung. Sein Onkel (Donald Sutherland) kauft ihm einen keltischen Sklaven, Esca (Jamie Bell), den er zuvor bei Gladiatorenspielen retten konnte.

Zufällig kommt ihm zu Ohren, das die Standarte der Neunten gesehen wurde. Mit Esca begibt er sich auf eine gefährliche Reise...

Ganz spannend gemacht, zeigt der Film jedoch eher optische Schauwerte. Er glänzt mit einer Detailtreue, die dem Regisseur und eigentlichen Dokumentarfilmer Kevin Macdonald zu verdanken ist. Selten sieht man innerhalb eines Spielfilms das Alltagsleben eines römischen Legionärs, den Aufbau und die Sicherung einer römischen Befestigungsanlage. Die Geschichte selbst basiert auf dem fiktven Verschwinden der realen neunten Legion, s. bereits Centurion. Diverse Specials werten den Film mit einem alternativen Ende, zusätzlichen Szenen, die m. E. hätten drin bleiben sollen, bspw. erklärt sich so die gesonderte Einstellung des keltischen Wagenlenkers und Interviews auf.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Der Adler der Neunten Legion -, 17. Januar 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Der Adler der neunten Legion (DVD)
Zum Inhalt:
Im Jahr 140 nach Christus erstreckt sich das Römische Reich bis nach Britannien, doch hoch im Norden der Insel herrschen die rebellischen Stämme Kaledoniens. Vor 20 Jahren verschwand dort die 5.000 Mann starke, von Flavius Aquila kommandierte Neunte Legion spurlos. In Britannien eingetroffen, will Flavius′ Sohn Marcus (Channing Tatum) den angeschlagenen Ruf seines Vaters wiederherstellen und das Mysterium aufklären. Als ein Gerücht die Runde macht, dass der Goldene Adler, das Feldzeichen der Legion, jenseits des Hadrianswalls gesichtet wurde, bricht Marcus sofort auf. An seiner Seite ist Esca (Jamie Bell), ein junger britischer Sklave, der Marcus Treue schwor, nachdem dieser ihm das Leben rettete. Je weiter die beiden Männer, die eigentlich nur Misstrauen und ein Eid verbindet, in das Territorium vordringen, das für Rom das Ende der bekannten Welt markiert, desto größer wird die Gefahr - und auch das Geheimnis um Esca.

Es sei erwähnt, dass ich das Buch (noch) nicht gelesen habe und daher unbelastet an den Film herangegangen bin. Vergleiche kann ich also nicht ziehen.
Und da ich ein Fan gut gemachter, historischer Action-Filme bin, kamen mir die Story, das Setting und die Ausarbeitung der einzelnen Charaktere absolut entgegen. Die Rollen waren treffend besetzt, die Geschichte ist spannungsgeladen, dramatisch, interessant bis fesselnd und absolut glaubwürdig umgesetzt. Die Annäherung der sehr unterschiedlichen, anfangs feindlich ausgerichteten Haupt-Charaktere Marcus und Esca ist gelungen ausgearbeitet und noch besser dargestellt. Mir fehlt auch nicht die obligatorische Liebesgeschichte, denn hier wird die wachsende Freundschaft zwischen Sklaven und Herrn, ehemaligen Feinden in den Mittelpunkt gerückt. Tolle Bilder und die untermalende Musik komplettieren "Der Adler der Neunten Legion" zu einem Schmankerl für alle Genre-Fans. In einem historischen Helden Epos darf es für mich dazu durchaus szen. Pathos geben - für die Ehre, den Mut und die Freundschaft.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Erstklassiges Actiondrama, 30. Dezember 2012
Von 
Frederik Ostermeier (Wettstetten, Bayern, Deutschland) - Alle meine Rezensionen ansehen
Rezension bezieht sich auf: Der Adler der neunten Legion (DVD)
"Der Adler der neunten Legion" ist ein mitreißendes Actiondrama mit zwei sehr gut aufgelegten Hauptdarstellern, den Jungstars Channing Tatum und Jamie Bell.

Zur Story will ich nicht allzu viel sagen - nur so viel: es geht um Ehre und Freundschaft. Beides zieht sich durch den ganzen Film und gerade das Motiv Ehre wird hier anders als bei vielen Filmen, die sich ums antike Rom drehen, nie klischeehaft ausgenutzt, sondern liefert den Grundfaden der Story und den Antrieb für den von Tatum portraitierten Marcus Aquila, der die verlorene Ehre seiner Familie wiederherstellen will. Dabei macht er sich zusammen mit seinem Sklaven Esca, einem Britannier vom Stamm der Briganten, auf die Suche nach dem "Adler" und überquert dabei die Grenze der von Rom kontrollierten Welt...

Spauspielerisch gibt es nichts zu bemängeln, Channing Tatum spielt wie gewohnt herausragend und auch Jamie Bell nutzt sein Talent voll aus. Dass der Fokus nur auf diesen beiden Charakteren liegt, finde ich sehr positiv und abwechslungsreich im Vergleich mit großen Ensemblecasts. Man konzentriert sich voll auf die beiden und kann so viel stärker miterleben wie sich aus einer Sklaven-Herrem-Beziehung eine tolle Freundschaft Schritt für Schritt entwickelt.

Trotz der vielen Actionszenen und der Verfolgungsjagd am Ende zeichnet sich der Film stets durch eine gewisse Ruhe und eine gewisse Nachsenklichkeit aus, man merkt, dass sich die Produzenten die Zeit, die sie brauchten um die Geschichte zu erzählen auch nahmen.

Absolute Kaufempfehlung für alle, die auf gut gemachte Actiondramen mit klasse Darstellern stehen!
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12 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Bester Römerfilm seit Gladiator!, 3. August 2011
Von 
berti2 "meggie" (Aalen, Baden-Württemberg) - Alle meine Rezensionen ansehen
Rezension bezieht sich auf: Der Adler der neunten Legion (DVD)
Britannien, 2. Jahrhundert nach Christus. Rom befindet sich so ziemlich auf der Höhepunkt seiner Macht. Nachdem die neunte Legion beim Versuch, Nordbritannien zu erobern untergegangen ist,befiehlt Kaiser Hadrian den Bau des nach ihm benannten Walls. Die Grenzen sollen nun gesichert werden, Eroberungen sind erstmal vorbei.
Das Land bleibt aber wild, die Bewohner de Wildnis, die Pikten, begehren immer wieder gegn die Macht Roms auf. Die Grausamkeit der Römer und deren Machtgier wird durch die Aussagen z.B. des Druiden und durch Escar (Jamie Bell) gestützt.
Ein gottvelassener römischer Vorposten am Hadrianswall soll die Macht in diesem Winkel der Erde sichern. Dazu tritt ein neuer Kommandant (Channing Tatum als Marcus Aquilar)seinen Posten an. Er hat noch eine Rechnung im hohen Norden zu begleichen. Sein Vater trug als Zenturio der ersten Kohorte der "Neunten" den Legionsadler ins Piktenland. Beide verschwanden. Für Rom und die Familie Aquilar eine Schande, von der es gilt sich reinzuwaschen.Nach einem Überfall der Pikten wird Marcus Aquilar als dienstuntauglich entlassen, da er schwer verletzt wurde.Wie kann er da seine Familienehre wieder herstellen? Da kommt ihm gelegen, dass der Adler gesehen wurde. Er sei ganz im Norden, im Reich der Skoten, wilden, bemalten, halbnackten Kriegern.Sein Entschluss steht fest; mit dem Sklaven Escar will er das Wagnis eingehen. Er glaubt ihm vertrauen zu können, da er ihm das Leben gerettet hat. Als sie die Grenze überschreiten, wendet sich das Blatt .......

Insgesamt eine überzeugende Leistung! Action satt, gute Darsteller, gute Aussatttung, gute Kulisse, prima Landschaftsbilder. Action durch die Kampfszenen des Überfalls, bei dem Aquilar verletzt wird, bei einem Überfall der "wilden Krieger" auf Aquilar/Escar und beim letzlichen Kampf um den Adler.Gute Darsteller; die zwei Hauptdarsteller kenne ich nicht, sie liefern in meinen Augen jedoch eine gute Leistung ab. Das nach FAZ der Funken fehlt, sehe ich nicht. Ich finde es gelungen, wie Escar die Balance hält zwischen Lebensschuld, da Marcus ihm das Lebe rettete und den Hass auf Rom wegen seiner getöteten Angehörigen. Donald Sutherland als alternder Ratsherr und Onkel Aquilars spielt gut, aber eine Nebenrolle, die nicht sonderlich auffällt.Die Ausstattung ist klasse. Beim Anblick der römischen Legionäre fühlt man sich in deren Zeit zuückversetzt. Die Barbaren, also Pikten, Skoten usw. können einem Furcht einflössen.Die kalte, aber schöne Landschaft Schottlands wird so wirklich abgebildet, dass man schier zu frösteln anfängt.
Wer Action mag, wird hier nicht enttäuscht werden. Auch erfrischend, dass die Handlung sich auf den Wiedergewinn des Adlers fokussiert. Keine Liebesromanze in einer abgelegenen schäbigen Hütte mit der Tochter des Druiden oder ähnliches. Real eben.
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Der Adler der neunten Legion [Blu-ray]
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