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64 von 68 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Good for you
Die knappe, aber treffende Rezenssion der Amazon- Redaktion ist eigentlich nicht viel hinzu zuführen. So bleibt mir als Waits- Fan der ersten Stunde, ja ich bin auch schon älter, noch ein paar Auffälligkeiten weiter zugeben.

Da wäre zu einem, dass seine Kompositionskreativität weithin ungebrochen ist. Bizarre Melodien in einer...
Veröffentlicht am 22. Oktober 2011 von Wom Taits

versus
10 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Lieber Tom
~
vielen Dank für Dein neues Album. Es ist ja echt ein ziemlich gefälliges und weises Album geworden, das sich dabei trotzdem nicht anbiedert.
Die Inhalte wie die Musik stellen diesmal so ein richtiges Potpourri dar. Im Gegensatz zu den meisten Alben bisher, experimentierst Du klanglich weniger, zeigst eher was Du so alles drauf hast, musikalisch und...
Veröffentlicht am 26. April 2012 von Andreas S.


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64 von 68 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Good for you, 22. Oktober 2011
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Bad As Me (Limited Deluxe Edition) (Audio CD)
Die knappe, aber treffende Rezenssion der Amazon- Redaktion ist eigentlich nicht viel hinzu zuführen. So bleibt mir als Waits- Fan der ersten Stunde, ja ich bin auch schon älter, noch ein paar Auffälligkeiten weiter zugeben.

Da wäre zu einem, dass seine Kompositionskreativität weithin ungebrochen ist. Bizarre Melodien in einer instrumentalen Besetzung die sich mir erst nach ein paar mal Hören erschloss (als Waits- Fan hätte ich das nicht gedacht), wechseln wieder mit einer unglaublich zart wirkenden Melodieführung ohne dass man auch nur einmal das Gefühl hat, dass hab`ich schon irgendwo schon mal gehört.Nein, hat man nicht.

Das Zweite: Ich weiß nicht wie es anderen Waits-Fan geht, aber in den Sekunden vor dem ersten Ton erwarte ich das eine Garage auf geht und irgendjemand rumpelt im Gerümpel herum und zum Schluss kommt eine Stimme dazu, welche den Versuch zu starten scheint, die verbogene Radkappe nur mit den Stimmbändern wieder richten zu wollen. Doch auf diesem Album erlebt man einen Waits, der den für mich völlig neuen Versuch startet, Melodie und Stimme in einen magischen Einklang zu bringen.Oft genug ist es genau diese fast nicht zu vereinbarenden Symbiose aus Stimme und Melodie, die den Leim zu bilden scheint, welchen die Waits-Lieder zusammen hält und so unglaubliche Momente bereit hält. Hier scheint er den Versuch unternommen zu haben, der Melodie eine eigene Stimme zu geben die nicht die Geschichte erzählt, sondern der Melodie zufolgen schein.Sehr überraschend.

Eines aber bleibt, und darum berührt mich ich dieser komische Kautz in den Tiefen meiner Seele: Außen steht Waits drauf, innen ist Waits drin. Ohne Kompromisse.Unbeirrt. Unverwechselbar. Ein wahrer Künstler vor dem Herren.

Die sehr gut gestaltete Limited Edition ist ihr Geld wert, weil tolle Bilder enthalten sind und endlich mal auf Anhieb lesbare Texte. Danke Anti. Ob dieses Album was für einsteiger ist,weiß ich nicht. Ob damit die kleinen Momente der Ewigkeit festzuhalten sind? Ja.

Freunde der Musik, der Gräuschmeister ist wieder in Stadt und er zaubert ein Firmament der Melodien in den Himmel der Kleinigkeiten des Lebens. Hört genau hin, wer weiß wie lange das noch noch geht...
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22 von 25 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Waits sings Waits.., 22. Oktober 2011
Von 
Rezension bezieht sich auf: Bad As Me (Limited Deluxe Edition) (Audio CD)
...wären nicht sämtliche Titel nachweislich "brand new stuff" könnte dieses Album
durchaus als gelungenes "Best of..." durchgehen.

Wie ein stimmliches Chamäleon hantelt sich Waits via 16 Tunes (de luxe edition -
unbedingt empfehlenswert!) durch sämtliche Perioden seines bisherigen Schaffens.
Herrliche Balladen wie "Pay Me", "Back in the Crowd", "New Year`s Eve" bieten ein
reiches Betätigungsfeld für den kaputt/fragilen Crooner aus "Closing Time" -
kontrastiert von rüden - seiner Spätphase geschuldeten - Statements, wie das an
Tav Falco erinnernde "Get Lost", "Bad As Me" und "Hell Broke Luce".
Höhepunkt des balladesken Parts: "Last Leaf", ein Duett mit Keith Richards,
sparsam kommentiert von dem wie immer genialen Marc Ribot an der Gitarre und
James Whiton am Bass - Emotion pur - zum Heulen schön!
Äusserst originell und gelungen "Satisfied", eine Hommage/Persiflage an
Jagger/Richards - das definitiv um Klassen bessere "I can`t get no..!

Die Besetzungsliste liest sich wie ein qualitatives "Who is Who" - Richards,
Ribot, Charlie Musselwhite, David Hidalgo, Augie Meyers, Larry Taylor....

Als Jemand, dem Waits in den ausklingenden 70ern via Walkman neben Coltrane, Mingus,
Hooker, Hopkins, den Soundtrack zu Kerouac`s "On The Road" lieferte und der damit
unauslöschlich in die Annalen meiner postpubertären Identitätssuche eigegangen ist,
wage ich zu behaupten, dies ist eines der besten - wenn nicht das beste Werk des
tiefgründigen Rabauken!

Solange Leute wie Waits publizieren ist die Welt noch nicht verloren - Keep on
singing Tom - Romeo is still bleeding!
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16 von 18 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Waits No 22: Verlorengehen am Neujahrsabend auf dem Highway nach Chicago, 24. Oktober 2011
Von 
bartgesang - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Bad As Me (Limited Deluxe Edition) (Audio CD)
Ein Wochenende lang höre ich mich nun schon in die limitierte 16-Song-Ausgabe von Toms erstem Studioalbum seit dem von mir euphorisch gefeierten "Real Gone" hinein. Und erst gestern Nacht ist der Knoten geplatzt - mit lautem Knall. Seither liebe ich die Platte.

Zunächst war da allerdings, nun ja, nennen wir es mal freundlich gestimmte Fanskepsis auf sehr hohem Niveau. Dreizehn Lieder plus drei und trotzdem noch kürzer als eine Stunde? Und warum ist das hier größtenteils so laid back und entspannt? Ein Straus bunter Melodeien oder wie? Kaum in die Rock and Roll Hall of Fame aufgenommen (mit Neil Young - Laudatio!) und schon gibt es selbstreferentielle Taschenspielertricks, Songzitate aus vierzig Jahren, Insidergags mit Keith Richards und Fotos mit immer wieder kehrenden gelben Schuhen drauf oder was? Wieso, mein lieber Tom, habe ich das sichere Gefühl, das alles schon mal so ähnlich gehört zu haben? Fangen wir nun also an, uns auf unseren Lorbeeren auszuruhen, hm? 4 von 5 Sternen.

Gestern Nacht, als ich mir mit Gänsehaut wegen der letzten Trompetenklänge des Auld-Lang-Syne-Motivs in "New Years Eve" im Finale der Platte die Tränen aus dem Augenwinkel wischte, hatte ich dann verstanden: "Bad as me" ist eine Werkschau. Tom geht entspannt in seinen musikalischen Welten der letzten vier Jahrzehnte spazieren, klopft da mal ein bisschen an ein Glockenspiel, klimpert hier versonnen über die Tasten eines Pianos, streicht dort einem Banjo die Seiten. Von diesem Album führen unzählige Pfade in die unterschiedlichsten Phasen seines Werkes, zu den unterschiedlichsten Klangräumen. Ein ungeheurer Spaß für den langjährigen Fan. Der Meister spielt ein paar Töne an und wir raten, was er gerade meinen könnte. Jetzt sind wir bei den "Rain Dogs". Und nun plötzlich im Theatervarieté. Höre ich dort Anklänge an "Bone machine"? Ein Jazzbar-Piano? Tom, ist nicht Dein Ernst?!

Ist alles also reines, wunderschönes Zitatenkino auf dieser Platte? Nicht ganz. "Chicago" gleich zu Beginn gefällt mir unglaublich gut, ein Lied, dass von der "Great migration" erzählt. Und zwar auch musikalisch, denn wir folgen hier den Leuten aus dem Süden auch mit ihrem Sound auf der Reise nach Norden. Da ist der Delta-Blues, da sind John Lee Hooker und Screamin' Jay Hawkins. Da ist die Mundharmonika des großen alten Charlie Musselwhite. Aber da ist auch das pulsierende Vibrieren der Cajun-Musik, das uns noch weiter durch die Platte begleiten wird. Meisterhaft. Dann kommt bald das magische "Face to the highway", in dem man den Film aus Wasser und Staub der durch die Nacht gleitenden Roadtrains förmlich auf dem Gesicht spüren kann. Und kurz vor Schluss dann "Hell broke Luce", das nicht nur das unübersetzbare Wortspiel seines Titels so besonders macht, sondern das uns in dieser so freundlichen Platte einen ordentlichen Leberhaken versetzt, wenn wir am wenigsten damit rechnen.

Es gäbe noch viel zu erzählen. Über das fieselige Piano in "Talking at the same time". Über Toms Stones-Gedisse in "Satisfied". Über Elvis-Zitate. Über herzzerschmetternde Abschiedssongs. Aber schöner ist es, das alles selbst zu entdecken.

Die drei Bonus-Songs übrigens sollte man vielleicht wirklich als Bonus zu einem in sich stimmigen Dreizehn-Song-Album sehen. Wobei ich "Tell me" ganz wunderbar finde. Und wenn Tom in "After you die" nach den letzten Dingen fragt - dann hoffe ich doch sehr, dass er hier nicht mehr weiß als wir. Denn es stimmt schon - "Bad as me" könnte auch ein feiner Schlusspunkt sein.

Spukgedanken. Tom, vergiss es. Wir buddeln Dich wieder aus. Und klöppeln auf Deiner Swordfishtrombone die Nacht fort.

- - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - -

Dies ist der zweiundzwanzigste Teil meines Annäherungsversuches an den Waitsschen Kanon. Zum Vorgänger gelangen Sie hier: Glitter & Doom Live [2cd]
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Der Mann mit den 1000 Stimmen schlägt wieder zu, 16. November 2011
Von 
Hugo Humpelbein "das Viech" (in Sicherheit) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Bad As Me (Limited Deluxe Edition) (Audio CD)
Seit seinem dreigeteilten Mammut-Album "Orphans" von 2006 steht eines für mich fest: "The man with a thousand voices", wie ich Tom Waits respektvoll nenne, ist so vielseitig, dass er sich selbst mit nur 1 Disc pro Veröffentlichung nicht gerecht werden kann. Deswegen (oder doch wohl nicht aus Marketing-Gründen?) ist "Bad As Me" netterweise in zwei CD-Versionen erschienen. Ich bin froh, dass ich mich für die hochformatige, als Büchlein daherkommende Luxusausgabe entschieden hab, denn das für meine Begriffe beste neue Stück ist das melancholische "Tell Me", einer der drei Bonus-Tracks auf der nur zehnminütigen Zusatz-Disc.

Eine Waits-CD als vollständiges Erzeugnis zu betrachten und entsprechend zu beurteilen, halte ich beinahe für vermessen, denn diesen Mann zeichnet allein sein Gesamtwerk aus, nicht ein einzelnes Album und erst recht nicht einzelne Lieder. Was man wirklich an diesem Ausnahmemusiker hat, weiß man erst, wenn man seine Platten der letzten Jahrzehnte stundenlang am Stück auf sich wirken lässt. Immer passiert was Neues bei Tom Waits, und nie weiß man vorher, was als nächstes kommen mag. So schafft er es, seinen Zuhörer über einen fast unverschämt langen Zeitraum von etwa 3-4 Stunden (gerne auch länger) neugierig zu halten und ihn auf eine aufregende Abenteuerreise ins Reich der Töne zu schicken. Dass sich dabei Ruhepausen und Action abwechseln, und dass einem manche Momente weniger behagen als andere, liegt im Wesen von Abenteuerreisen. Deswegen ist unterm Strich auch "Bad As Me" seine 5 Sterne wert, auch wenn ich nicht jedes Puzzlestück dieses Klangmosaiks auf Anhieb ins Gesamtgefüge einsetzen kann.

Eine Feststellung noch: Das Papier der kunstvoll bebilderten Seiten mit den maschinegeschriebenen Lyrics strömt einen Duft aus, der das Teil besonders wertvoll erscheinen lässt.
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen wenn diese produktion nicht wäre..., 8. November 2011
Von 
Stephan Urban "stevo" (wien) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)    (REAL NAME)   
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
tom waits gehört - obwohl er seine ohrwurmigen und ergreifenden melodien immer sehr gut unter schrägen, schrummeligen und scheppernden klängen versteckt - zu den ganz großen songschreibern unserer tage.

ich lernte ihn vor langer zeit mit dem - wie ich meine - unverzichtbaren album "nighthawks at the diner" kennen und besitze fast zur gänze seine regulären werke und schätze auch coverversionen durch andere künstler (zb holly cole's coveralbum "temptation").

nun hat der meister wieder zugeschlagen und ein album veröffentlicht, das mich sehr an "rain dogs" und "bone machine" erinnert, das ebenso ruppig bluesige songs enthält wie auch so richtige schmachtfetzen, die mit dieser brüchigen stimme und dem waits' eigenen emotionalen ausbrüchen vorgetragen werden und das auch immer wieder einmal durch seine qualitäten überraschen kann.

wieder sind jede menge songs vertreten, die sich in den hirnen der geneigten hörer zu zukünftigen klassikern oder gassenhauern ausbilden werden.

waits hat auch schon hervorragend produzierte alben abgeliefert, der sound von "mule variations", "alice" oder "bloodmoney" ist kaum zu kritisieren.

hier aber wird der klang, der mir schon das hören von "glitter and doom" vermiest (dünn, hart, digital lästig - was ich der live-aufnahme zugeschrieben habe), leider beibehalten und das ist für mich ein echtes manko dieser platte und dafür gibt's einen (gnädigen!) stern abzug.

mit gutem klang wäre das hören dieses albums ein uneingeschränkter genuß, mit diesem blechkübelsound macht's nicht ganz so viel spass, da nutzt auch das vinyl, das ich mir geleistet habe, nicht viel.

ganz versteh ich das nicht: waits ist ein künstler der auch im downloadzeitalter weltweit hohe verkaufszahlen garantiert und dessen musik rhytmisch komplex und vielschichtig ist. warum bitte bringt man hier keinen klang hin, der dem auch gerecht wird, wenn doch kleine labels das auch bei unbekannteren künstlern schaffen? ist das geiz oder unfähigkeit?

am ende noch positiv zu erwähnen: der platte liegt eine komplette CD bei, allerdings nur in einer schmucklosen, schwarzen papierhülle.
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8 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Entspannter Tom, 28. Oktober 2011
Rezension bezieht sich auf: Bad As Me (Limited Deluxe Edition) (Audio CD)
Ganz klar fünf Punkte und wenn es ginge, mehr. Wie bei vielen Alben gewinnen die Songs erst nach einer Weile an Farbe. Sie wachsen sozusagen beim nochmals Hören. Man ist erstaunt, warum man es nicht beim ersten mal gehört hat und gleichzeitig froh. Wer weiß, was man beim nächsten mal heraus hört. Fast alle Songs wirken ungemein entspannt auf mich. Als wenn er das Schreiben einfach laufen ließ. Aber sicher nicht. Fast alle haben den Klangraum der Rock'n'Roll-Ära. Welches für mich ein neues Element ist, aber in typischer Waitsmanier daher kommt. Fast so, als wäre es schon immer so.
Was sich anfangs als ein buntes Sammelsorium darstellte, entpuppt sich mit der Zeit als eine wundervolle Überraschung und mal wieder als ein gelungenes Album. Er ist damit einer der wahren Künstler, die sich stets weiterentwickeln, die immer mal was neues ausprobieren und sich doch im Innern treu bleiben. So freut man sich schon auf das nächste Neue. Hoffentlich nach einer etwas kürzeren Pause.
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8 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Der Meister singt ... und das Volk ist begeistert, 27. Oktober 2011
Rezension bezieht sich auf: Bad As Me (Limited Deluxe Edition) (Audio CD)
Fast möchte man dem alten Tom zurufen, er möge doch seinen Song "Talking At The Same Time" um die Zeile "wenn Tom Waits eine Platte macht, dann bereichert sie die Welt" erweitern.

Bisher hat mich jedes neue Werk von ihm stark berührt. Selbst die etwas schwerer zugänglichen wie "The Black Riders" und "Real Gone". Aber immer hatten die Platten etwas Einzigartiges und Geniales. Ob es nun die extravagante Instrumentierung war, die charismatische Stimme oder einfach nur die starken, oft zum heulen schönen, manchmal zum mitgrooven animierenden und meist einfach nur wunderschönen Songs sind - das Gesamtkunstwerk "Tom Waits" ist sehr vielschichtig und nie langweilig.

Die neue Platte bildet da keine Ausnahme. Im Gegenteil. Alles was man an den Vorgängerplatten so liebte findet sich hier versammelt und komprimiert wieder.
Das "komprimiert" kann man hier getrost wörtlich nehmen, da sich die Stücke oft nur im 2-Minuten-Raum aufhalten, was aber in keiner Weise stört, da in dieser Zeit soviel passiert, dass man auch nach der kurzen Zeit erst einmal tief durchatmen muss, bestes Beispiel der gelungene Opener "Chicago".

Die Platte wechselt gekonnt zwischen wild groovenden Stücken aus dem stets schrägen waitschen Klanguniversum, wie dem zuvor genannten Anfangsstück, dem Titelsong "Bad as me" und der großartigen Rolling-Stones-Hommage "Satisfied" bis hin zu herzzerreißenden Balladen wie "Tell me" und "Pay me". Gerade Letzteres erinnerte mich an mein erstes Annähern an Tom Waits im zarten Teenageralter, als mir "Martha" in die Ohren sprang, für mich neben "Grapefruit Moon", "November" und "The Piano has been drinking" die ewigen Tom-Waits-Balladen-Klassiker.

Die Limited Edition ist sehr schön im Buchformat aufgemacht. Mit etwas gutem Willen hätte man die drei Zusatzstücke von der Bonus-CD durchaus noch auf die Haupt-CD bringen können, so das man das neue Album komplett "am Stück" hören könnte, aber das ist nur eine Randnotiz.

Also wieder einmal ein großes Werk, das mir lange Zeit Freude bereiten wird. Hoffentlich gibt es diesmal eine größere Tour und nicht wieder nur ein einziges überteuertes Sitzplatz-Konzert, wie vor Jahren in Berlin im "Theater des Westens". Aber als Waits-Jünger wird man sowieso alles mitmachen, wenn der Meister ruft.
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6 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen SUPERLATIVE, 21. Oktober 2011
Rezension bezieht sich auf: Bad As Me (Limited Deluxe Edition) (Audio CD)
Ich würde mich hier glatt der Lächerlichkeit
preisgeben, wenn ich alle Superlative aufzählen
würde, die mir zu Tom Waits im allgemeinen und
zu dieser neuen CD im speziellen einfallen.
Begleitet von so Ausnahmekönner wie u.a.(wieder)
Marc Ribot,KEITH Richards, Flea, Charlie Musslewhite
haut der Mann hier wieder eine Scheibe raus die es in sich hat,
wobei er das ganze Spektrum seines Könnens in zahlreichen Facetten
durchblicken läßt.
Mein Lieblingsstück nach dem ersten durchhören, ist der Titeltrack
"Bad As Me" und nach weiterem hören und weil bald Weihnachten ist :
New Year`s Eve ;-)
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9 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Unvergleichlich!, 21. Oktober 2011
Rezension bezieht sich auf: Bad As Me (Limited Deluxe Edition) (Audio CD)
Bereits das Cover macht schon Lust auf die Scheibe, wie ich finde und das auch zurecht! Wo der "normale" Künstler bei jeder turnusmäßigen Veröffentlichung darauf verweist, dass das nun die beste Platte die er jemals aufgenommen hat sei, möglicherweise sogar die beste VÖ der Welt.... kommt Waits ohne große Werbetrommel und überflüssigen Worten aus und macht eben das, was er am besten kann: Unvergleichliche Musik! Nebenbei liefert er dann ein geiles Werk an, wo sich die Zuhöreer den Kopf zerbrechen mögen auf welchem "Platz" in der Rangliste dies einzuordnen sei.... Wie immer -natürlich- losgelöst von irgendwelchen Trends oder gar so abstrusen Dingen wie "Charts", orientiert sich Tom hier auf seine persönlichen Stärken und unterstützt diese mit großartigen Musikern, die in der Lage sind, den schrägen Witz und Charm des Amis in Töne zu fassen.

Das macht es für den geneigten Hörer nicht immer leicht, so einen Albumklotz spontan zu lieben, oder gar zu verstehen... siehe den Studiovorgänger "Real Gone" bspw.! Wer mit dem Probleme hatte, der wird sich freuen zu hören, dass Tom hier eher die ...äh....geradlinigere Karte spielt...! Also nicht falsch verstehen, Langeweile, schräger Witz und Abwechslung kommen nicht zu kurz, aber die Scheibe orientiert sich eher an Veröffentlichungen zwischen den Orphans(Brawlers/Bawlers) den bluesigen "Rain Dogs" und den "zweiten Balladen" auf Small Change oder auch "Alice".

Wer Waits also manchmal zu experimentell findet, insgesamt aber hört, der hat kauft hier eine perfekte Platte!

"Chicago" und "RRM" zeigen Waits von seiner bluesigen Orphans-Seite, "Talking at the same time" bietet er im Falsett und nimmt Dampf raus. Das Stück im düsterern KLanggewand käme wohl "Real Gone" am nächsten! "Get Lost" hört sich an wie ein "abgedrehter" Rain Dog...! Das hat von beiden was! Und dann kommen sie "endlich" die Balladen, die nur Waits schreiben und singen kann! ...Wo dann die Freundin zu Hause irgendwann zuhört und sagt "ey, das ist doch von Rod Stewart, oder Bob Seger, Oder Bruce S. oder oder oder..." und der Waits-Jünger nur resignierend den Kopf schütteln wird...! "Face to the Highway" steigt noch recht simpel und klassisch ein, bis "Pay me" dann einer der Helden des leider zu kurzen Albums (hab ich doch was zu meckern...!) auffährt! "Pony" als Walzer! Schaurig schön!

"Back in the crowd" erinnert mit seiner spanischen Gitarre, die natürlich nicht widerwärtig kitschig oder Supermarkt-artig daherkommt...aber es ist halt ein Waits-ALbum....zum Glück....!... in den ersten Takten an den Hawaii-Elvis, grandioser Gesang, gepaart mit genialer Gitarre, hat was von Südsee... zum Glück macht aber Waits das was er für richtig hält und nicht das was Col. Parker als marktgängig empfinden würde.... ! Aber ich schweife ab...!

Dann kommt "Bad as me"! Wir hatten der Überschrift nach einen Fetzer erwartet und werden nicht enttäuscht! Wer "Singapore" mag, hat hier seinen Spaß! "Kiss me" ist Waits im Gewand des ohne Publikum in einer New Oreanser KNeipe singenden Barden, dem die verbleibenden Barkeeper um 4 Uhr morgens noch an den liegengelassenen Instrumenten unter die Arme greifen. Waits!Klassisch!

Die letzten 4 wechseln dann nach Fetzer und Ballade ab! "Satisfied" die Reminiszenz an die Herren Jagger und Richards rockt lässig und "Hell broke luce" mit seinen "Soundeffekten" und breaks könnte gut auch auf der "Real Gone" gewesen sein.

Die beiden Balladen sind wunderschön!

"Last Leaf" ist nicht schöner darzubieten, ohne auch nur ansatzweise langweilig zu sein, im Stile von "Pony", der "Rausschmeisser" wieder im Walzer-Takt lässt einen einzig eines bedauern, nämlich das das Album nun schon zu Ende ist! Tom Waits zeigt hier zur Melodie von "Auld Lang Sayne" das man auch Gassenhauer mit mehrstimmigem Refrain vortragen kann, ohne im Kitsch zu baden! Schaurig schön! Jetzt tu uns nur bitte den Gefallen, Tom und geh mal anständig auf Europa-Tour....!!!

Fazit: Wer diesen Waits hier nicht mag, wird ihn nie mehr mögen! Wer ihn nicht kennt und glaubt Rod Stewart hätte die schönsten Balladen der Welt gesungen.... wenn noch nicht Hopfen und Malz verloren ist.....kaufen und lauschen! DAS sind Balladen!
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5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen eine Klasse für sich, 3. November 2011
Von 
Rocker - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)    (TOP 1000 REZENSENT)   
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Rezension bezieht sich auf: Bad As Me (Limited Deluxe Edition) (Audio CD)
Nach längerer Pause hat Tom Waits wieder ein Album mit neuen Songs veröffentlicht.
Und es gefällt mir mit jedem Hören immer besser. Und bei jedem Mal entdecke ich wieder neue Details, die ich vorher noch nicht wahrgenommen oder überhört habe. Und ich kann mich nie richtig entscheiden, ob ich den Rumpelblues des Titelsongs lieber mag oder traurige Balladen, wie Pay Me, Back In the Crowd oder Kiss Me.

Bad As Me ist deshalb für mich ein sehr abwechslungsreiches Waits-Album geworden, vielleicht das abwechslungsreichste seit über 20 Jahren. Seine drei herausragenden Platten der 80er sind ja heute noch sehr beliebt. Auch bei mir. Sicherlich hat es danach auch noch gute Alben von ihm gegeben und wirklich schlecht finde ich auch keins.

Auch sein Gesang tönt auf diesem Album sehr variabel, sofern man das von Tom Waits überhaupt behaupten kann. Der Kontrast zwischen Talking At The Same Time und Hell Broke Luce ist schon enorm. Zudem kann Waits auch mit seinen Gästen auftrumpfen. David Hidalgo von den Los Lobos ist dabei, der schon Bob Dylans letztes Album mit geprägt hat.

Auch Keith Richards ist mal wieder auf einem Tom Waits Album zu hören und man zieht sich auf Satisfied ein bisschen selbst durch den Kakao. Doch damit nicht genug. Außer seinem Gitarrenspiel singt Richards auch noch bei der Ballade Last Leaf mit, und irgendwie stellt man sich vor, wie die beiden Arm in Arm, leicht schwankend, mit dem Whiskyglas in der Hand vor dem Mikro stehen und sich versunken dem Refrain hingeben.

Und kaum ist der letzte Ton von New Year's Eve verklungen, möchte ich gleich wieder auf den Starknopf drücken.
Aber auch die 3 Songs, die sich auf der zweiten CD befinden möchte ich nicht missen.
Detailverliebt instrumentiert ist das auch alles, mit diversen Blas- und Streichinstrumenten, Glockenspiel, Akkordeon und vielem mehr.

Die Aufmachung der Limited Deluxe Edition finde ich auch sehr gelungen. Haptisch ist die, fest gebunden, im Taschenbuchformat mit Seiten aus festem Papier und sehr gut leserlichen Texten, leicht bizarren Fotos und im Anhang sind alle beteiligten Musiker nach Songs geordnet aufgelistet.

War im Herbst 2010 Neil Young's Le Noise mein persönlicher Favorit von den Veröffentlichungen von einem aus der alten Garde, so ist das diesmal für mich Bad as Me von Tom Waits.
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Bad As Me (Limited Deluxe Edition)
Bad As Me (Limited Deluxe Edition) von Tom Waits (Audio CD - 2011)
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