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Hammett
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7 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 26. November 2011
Ein eigenwilliger Privatdetektiv, böse Gangsterbosse, korrupte Polizisten und Frauen, die genau so verführerisch wie gefährlich sind. Mit all dem sollte "Hammett" definitv einen Blick Wert sein für jeden Fan des klassischen amerikanischen Detektivfilms der dunklen Serie. Dashiell Hammet war mit unsterblichen Klassikern wie "Der Malteser Falke" einer der wichtigsten Auotren jener Zeit. Hier hat man sich vom Leben des Privatdetektiven, der seine Berufserfahrungen in spannende Geschichten verwandelte, zu einer fiktiven Geschichte über ihn inspirieren lassen. Herausgekommen ist ein Krimi der großteils den vertrauten Mustern des Genres folgt und sowohl durch Spannung, stilvolle Machart und wohldosiertem schwarzen Humor überzeugt.

In San Francisco 1928 hat Hammett eigentlich schon länger mit dem Detektivgeschäft abgeschlossen und verdient sich seinen Lebensunterhalt mit Kriminalgeschichten für verschiedenste "Schund"(Pulp)magazine. Doch als ein alter Freund auftaucht, dem er noch einen Gefallen schuldet, wird der Autor wieder in sein altes Leben hineingezogen und macht sich auf die Suche nach einer verschwundenen jungen Chinesin, die Zeugin eines Mordes gewesen ist. Seine Nachforschungen führen ihn ins Rotlichtmillieu von China Town und lassen ihn eine Erpressung aufdecken, in die etliche hochrangige Männer der Stadt verwickelt sind...

Großteils gibt es hier die üblichen Wortgefechte, Verfolgungsjagden und sogar eine kurze Schlägereie (absolut einzigartig in einem Wenders Film - dafür aber ganz typisch für Krimis) zu sehen, wobei alles durch eindrucksvolle Sets, gute Schauspieler und stimmungsvolle Regie sehr gekonnt vermittelt wird. So unterhaltend das alles ist, muss man allerdings kritisch anmerken, dass der Film leider kaum wirklich neue Ideen miteinbringt, die ihn von anderen Kriminalfilmen abheben würden. Interessante Reflexionen über Hammetts Doppelrolle als Detektiv und Autor begleiten das Ganze zwar im Hintergrund, werden aber niemals zu einem zentralen Thema des Films. Das ist schade, da man so die Figur Hammett in erster Linie wieder als einen weiteren typischen Noir Detektiv wahrnimmt und von seinen interessanteren Seiten nicht allzuviel zu sehen bekommt. So toll Hammetts zynischer Vortrag vor den korrupten Oberbossen der Stadt auch sein mag, man sieht ähnliches in vielen, vielen Krimis, während Hammetts lakonische Feststellung, dass das Leben immer anders sei als die Literatur, die man so in einem Krimi wohl sonst nicht hört, leider nicht weiter ausgebaut wird.

Das mag alles daran liegen, dass die Produktion dieses Films ein absolutes Diseaster war. Regisseur Wim Wenders arbeitete mit Francis Ford Coppola zusammen, um seinen ersten Film in Amerika zu realisieren. Leider gerieten diese beiden Genies des Kinos dabei in Konflikt und Wenders konnte seine eigentliche Vision nicht verwirklichen, sondern wurde von Coppola dazu überredet den Film stark zu verändern. (näheres kann auf Wikipedia dazu nachgelesen werden.) Wahrscheinlich ist Hammett deshalb nicht das künstlerische Werk geworden, das man sich von einem Regisseur, der sonst so interessante Filme wie "Alice in den Städten" oder "Paris Texas" macht, erwarten würde.

Aber wenn man sich damit begnügt, einen wunderschön düsteren und zynischen Detektivfilm zu sehen, der in klassischer Manier für Unterhaltung sorgt, ist "Hammett" dennoch ein guter Tipp.

Zur DVD: Gutes Bild und Ton. Englisch und Deutsch. Leider nur Deutsche Untertitel.
Extras: Komplette Fehlanzeige. Obwohl es zu "Hammett" sogar eine von Wenders selber produzierte Doku gibt: "Reverse Angel". Aber offensichtlich meint man bei Arthaus neuerdings, dass der normale Konsument mit Zusatzinfos nicht umgehen kann.(?) (bei "One from the heart" hat man sich jedenfalls genau so viel Mühe gegeben wie hier.)
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3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 21. Dezember 2011
Lange mußten wir warten, aber es hat sich gelohnt:

Dieser Krimi gehört zu den besten Dashiel Hemmet Verfilmungen, die es bisher gab. Und das, obwohl hier nicht etwa eine seiner Erzählungen verfilmt wurde. Hier ist es der Autor selbst, der in eine Kriminalgeschichte verwickelt wird, als ob Hammett selbst ein Privatdetektiv gewesen wäre. Und das Ergebnis kann sich sehen lassen: finstere Schurken, schöne Frauen, korrupte Polizisten, gute Freunde, viel Whiskey und noch mehr Zigarretten, alles, was man für einen guten Krimi im Stile des Film noir benötigt.

Die Geschichte:
Hammett schreibt gerade an einem neuen Roman, als sein ehemaliger Partner auftaucht und um Hilfe bei der Suche nach einer verschwundenen Chinesin bittet. Widerwillig läßt sich Hammett darauf ein und hat es bald nicht nur mit der chinesischen Mafia und allerhand zwielichtigen Gesellen zu tun, die erst schießen, bevor sie fragen. Auch sein Partner hat ihm längst nicht alles erzählt, was wichtig gewesen wäre...

Nicht nur die filmische Umsetzung ohne große Stars ist gelungen. Auch die Qualität der DVD ist erstklassig, die Farben sind satt, der Ton perfekt.

Wer die Filme mit Humphrey Bogard und Robert Mitchum gut findet, sollte hier auf jeden Fall zugreifen.
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6 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 25. Mai 2009
Ein früher Wim Wenders Film. Er setzt nicht nur dem titelgebenden Krimiautor ein filmisches Denkmal, indem er ihn als praktischer Ermittler und als Schreiberling auftreten lässt. Darüber hinaus ist ihm eine eindrucksvolle Hommage an den Film noir gelungen. Für Wenders eine Art Fingerübung für spätere großartige Filme. Die Handlung ist nicht unbedingt innovativ. Freunde des Genres können genüsslich bekannten Mustern folgen. Viel interessanter ist das Wie. Obwohl in Farbe, ist schwarz dominant, mit viel Schatten und unausgeleuchteten Ecken. Alle Zutaten der schwarzen Serie sind vorhanden: Verfolgungsjagden, Prügeleien, Mord und Unterwelt sind vertreten. In Frederic Forrest hat er einen überzeugenden Hauptdarsteller gefunden. In locker munteren Dialogen ist auch noch Platz für Humor z.B. 'Und was machen wir mit der Frühlingsrolle da oben?' Nicht nur für Genrefans.
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