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21 von 22 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Viel zu wenig beachtetetes Juwel des Belcanto: Sutherland at her best, 21. Oktober 2006
Diese Oper steht, wie ich finde, viel zu sehr im Schatten anderer großer Belcantowerke wie "Lucia di Lammermoor" oder "Norma".

Von der Handlung her ein richtiger "Reißer", in dem die Leidenschaften kochen, in dem es von Schuldgefühlen, Eifersucht und unerfüllter Liebe nur so lodert - auch, wenn alles ein bisschen unrealistisch scheinen mag, aber das spielt in der Oper ja seit jeher eine Nebenrolle - und eine Musik, die von blühenden Melodien, schwelgerischen Kantilenen und virtuosen Arien regelrecht überbordet. Herz des Opernliebhabers, was begehrst du mehr?

Da es von "Lucrezia Borgia" nur ganz wenige Gesamtaufnahmen gibt, kommt man um diese kaum herum. Sie ist allerdings so gut, dass sie auch bei größerer Konkurrenz keinen Vergleich zu scheuen hätte.

Joan Sutherland in der Titelrolle ist hier in einer ihrer brillantesten Leistungen ihres reiferen Karrierestadiums zu hören. Dass sie nicht mehr ganz jung ist, merkt man an einem leichten Vibrato, das in ihren früheren Aufnahmen noch nicht vorhanden war, das allerdings auch kaum stört und sogar zur Rolle passt (Lucrezia ist schliesslich kein junges Mädchen mehr); vor allem, wenn man die Pluspunkte wertet: ein wundervoll pastoser Klangstrom in dunkler Farbe bringt die Musik der Lucrezia zum Leuchten, die Koloraturen und Triller funkeln und sprudeln mit unnachahmlicher Leichtigkeit und die Spitzentöne leuchten wie Raketen. Vor allem die Schlussarie mit ihrem horrenden Stimmumfang bewältigt sie triumphal. Auch von der Charakterisierung gelingt ihr ein glaubwürdiges Portrait; sowohl die liebende Mutter als auch die rachsüchtige Furie nimmt man ihr ohne weiteres ab.

Giacomo Aragall besaß einen Tenor von wunderbarer Schönheit, ein Timbre mit Süße und auch Metall, der herrlich leidenschaftlich schmachten konnte. Lauter Fähigkeiten, die seine Darbietung des Gennaro (Lucrezias heimlicher Sohn, wovon er aber nichts weiß), vorzüglich zur Geltung bringen. Ein richtiger Märchenprinz.

Ganz im Gegensatz zu Ingvar Wixell, der hier den Bösewicht gibt: Alfonso, Lucrezias Ehemann; eine Figur, die ein wenig dem Scarpia in "Tosca" oder dem Renato in Verdis "Maskenball" ähnelt. Und damit ist diese Rolle bei Wixell in den besten Händen, der sie gesanglich souverän meistert und mit stimmlicher Potenz, bronzenem Timbre und überzeugender darstellerischer Bosheit punktet.

Das Quartett voll macht dann noch Marilyn Horne in der Hosenrolle des Orsini, die mit ihrem virtuosen, ausladendem Mezzosopran vor allem im Trinklied des letzten Aktes auftrumpft und damit die glanzvolle Besetzung komplettiert.

Richard Bonynge dirigiert das National Philharmonic Orchestra temperamentvoll und schmissig, das Orchester wartet mit sauberem Klang und leuchtenden Farben auf. Eine sinnliche und kurzweilige Aufnahme eines unterschätzten und viel zu selten aufgeführten Leckerbissens! Freunde der italienischen Oper sollten sich das unbedingt mal anhören!
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26 von 28 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Belkanteske Kostbarkeit!, 22. Juli 2008
Joan Sutherland, La Stupenda, macht sich die selten aufgeführten und noch seltener eingespielten Oper Lucrezia Borgia von Gaetano Donizetti zu Eigen. Ich denke es handelt sich hierbei, wenn auch spät aufgenommen, um eine ihrer glanzvollsten und schönsten Partien. Abgesehen davon, dass die Oper beinahe in der Versenkung verschwunden wäre, gibt sie der Rolle die nötige Dramatik und den musikalischen Glanz, der die Oper wieder zu neuem Leben erweckt. Die Stimme, schon etwas reifer, ist durch das mittlerweile dunkle Timbre wie gemacht für die Donizetti - Heroine. Bereits in der ersten Arie "Come bello" fesselt sie den Zuhörer durch den sanft schwingenden Ton. Sie singt wunderschöne Legatobögen und hält den Atem bis zum Ende der langen Phrasen. Die hohen Noten werden sanft im Piano gesungen und fluten auf ihrem Atem, der schier endlos scheint. Es scheint als hätte das Alter ihrer Stimme zusätzlichen Glanz gegeben! Keine Spur von Ermüdungserscheinungen und die Spitzentöne klingen rund und sind Leuchtraketen gleich. In jeder Ensembleszene und allen Duetten schließt sie mit ungeheurer Verve in den dreigestrichenen Finaltöen. Auch die große Finalszene der Oper wird zum Highlight! Die Sutherland singt in der Cabaletta "Era desso il figlio mio" atemberaubende Koloraturen und brilliert mit wundervollen dreigestrichenen Noten. Die Ausdrucksstärke und die Innigkeit ihrer Darstellung dieser Partie sind exemplarisch und es bleibt rätselhaft, weshalb diese Einspielung nicht den Stellenwert besitzt, der ihr zustehen würde!

Alle weiteren Darsteller sind großartig. So höre man Giacomo Aragall, der eine fantastische Stimme besitzt. Der strahlende und leuchtende Ton und die Sanftheit bei elegischen Passagen sind berückend. Er ist für die Darstellung des Gennaros wie geschaffen und meistert die hohe und sehr anspruchsvolle Partie mit Bravour. Er ist ebenso ideal besetzt wie der Rest des Ensembles. Ingvar Wixell singt die Rolle des Bösewichts Alfonso und seine rauhe und durchschlagskräftige Stimme passt wunderbar zur Rolle. Er stellt die Partie hervorragend da und man könnte eine Gänsehaut bekommen bei dem Gedanken, ihm im dunkeln zu begegnen! Großartiges Rollenportrait mit darstellerischem Tiefgang und ausgeklügelter Entwicklung der Rolle. Er ist hervorragend! Auch Marilyn Horne in der Rolle des Orsini darf nicht unerwähnt bleiben. Sie besitzt einen dunkel timbrierten Mezzo, der Weltgeschichte geschrieben hat. Sie ist eine der bedeutendsten Mezzos unserer Zeit gewesen und macht ihrem Ruf alle Ehre. Auch ihr gelingen die Koloraturen sehr gut und sie ist durch und durch brilliant! Chor und Orchester unter Bonynge sind ebenso großartig und Donizettis Musik scheint so lebendig, wie selten gehört. Empfehlenswert!!!
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14 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen lyrisch, romantisch, temperamentvoll, 4. Juli 2000
Von Ein Kunde
Eine sehr schöne Aufnahme, für meinen Geschmack die beste auf dem Markt. Sie gefällt mir auch besser als die mit M. Caballe in der Titelrolle, obwohl ich gerade diese Künstlerin sehr gerne höre. G. Aragall ist einmalig lyrisch-hingebungsvoll, die ganze Aufnahmen strotzt vor Vitalität. Es wird nicht nur gut gesungen, sondern auch mit viel Gefühl und Spiellaune, man sieht die Handlung förmlich vor sich. Es gibt eine ganze Reihe Aufnahmen mit J. Sutherland und R. Bonynge am Pult (sie sind ja auch verheiratet) und viele dieser Aufnahmen (z.B. der Troubadur) sind äußerst empfehlenswert, diese gehört auch dazu.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen "Schaurig" schön!, 15. Januar 2011
Donizettis Lucrezia ist nahezu vollständig von den Spielplänen verschwunden. Schade eigentlich, denn die formidable Einspielung unter Richard Bonynge mit Joan Sutherland in der Titelpartie beweist durchaus, dass Donizetti aus dem Schauermärchen eine sehr theatertaugliche Umsetzung gefertigt hat; das ist Belcanto at its best.
Das große Ensemble dieser Einspielung (ich fürchte, dass das eine Tatsache ist, die es kleinen und auch einigen mittleren Bühnen unmöglich machen dürfte, geeignete Besetzungen zu finden!) ist durch die Bank weg hervorragend und schönstimmig besetzt.
Die Sutherland gibt hier als Lucrezia für meinen Geschmack eines ihrer besten und ausgefeiltesten Rollenprofile wieder. Sie verlässt sich nicht nur auf ihre formidable Gesangslinie, sondern dringt in den vielschichtigen Charakter ein; gibt ein breites Spektrum von herrschender Lebedame bis hin zur liebend-leidenden Mutter.
Ihr zur Seite steht mit Giacomo Aragall als (heimlicher) Sohn Genaro ein Tenor, dessen Schallplattenkarriere leider eher klein geblieben ist; völlig unverständlich meiner Meinung nach, bewegt er sich doch stilistisch auf ebenso hohem Niveau wie La Stupenda und erfreut mit einem biegsamen Organ, dem auch tenorale Strahlkraft nicht abgeht.
Marilyn Horne verleiht der Hosenrolle des Orsini einmal mehr ihren guttural-androgynen schönstimmigen Mezzo - ihr Trinklied im zweiten Akt ist einer der wirklichen Höhepunkte dieser Einspielung.
Der geschmeidige schwedische Bariton Ingvar Wixell erfreut in der vierten Hauptpartie des Alfonso. Wer Belcanto mag, dem sei diese Einspielung wärmstens ans Herz gelegt.
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6 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Eine Kostbarkeit, 10. März 2009
Von 
Gabriele Greineder (münchen) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Eine absolute Kostbarkeit und sollte in keiner Belcanto-Sammlung fehlen.
Von allen Einspielungen meines Erachtens die Beste. Die Besetzung ist grandios, denn neben Joan Sutherland und Marilyn Horne ist auch Giacomo Aragall in einer seiner wenigen Aufnahmen zu hören.
Ansonsten kann ich mich nur dem Sachverstand meiner Vor-Rezensoren anschließen.
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7 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Sensationell, 30. Juni 2007
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Ich bin Donizetti Fan und bin eher zufällig auf diese Oper gestossen. Sie wird selten gespielt oder gezeigt. Schade. Ich habe sie gekauft weil Sutherland und Horne einfach für klasse stehen. Und ich habe mich nicht getäuscht. ich finde sie sensationell, mindestens auf einer Stufe mit Lucia di Lammermoor.

Es ist ein Hörgenuss wie ich ihn selten hatte.
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0 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Absolut empfehlenswert, 3. Januar 2015
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Am 27. April 2013 wurde diese Oper Donizettis in der Deutschen Oper in Berlin aufgeführt. Meine Freundin hatte zu meiner Überraschung zwei Karten gekauft und somit buchten wir ein Hotel und flogen nach Berlin.
Eigentlich bin ich nicht unbedingt ein Liebhaber der Belcanto Oper, doch Edita Gruberova als Lucrezia ... das ist ein Argument!
Grossartige Inszenierung, grandios gesungen und gespielt.

Also war es nur eine logische Folge mir auch diese Oper als CD zu zulegen.
Joan Sutherland und Giacomo Aragall. Beide höre ich sehr gern und finde diese Aufnahme unter Richard Bonynge exzellent.
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Donizetti: Lucrezia Borgia (2 CDs)
Donizetti: Lucrezia Borgia (2 CDs) von Dame Joan Sutherland and Giacomo Aragall and Marilyn Horne and Richard Bonynge and The National Philharmonic Orchestra
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