Kundenrezensionen


30 Rezensionen
5 Sterne:
 (21)
4 Sterne:
 (6)
3 Sterne:
 (2)
2 Sterne:
 (1)
1 Sterne:    (0)
 
 
 
 
 
Durchschnittliche Kundenbewertung
Sagen Sie Ihre Meinung zu diesem Artikel
Eigene Rezension erstellen
 
 

Die hilfreichste positive Rezension
Die hilfreichste kritische Rezension


13 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen The Nightmare Returns - und wie!!
Diese CD ist mehr als nur eine simple Fortsetzung von Welcome To My Nightmare.

Für mich ist dieses Album Alice Coopers kreativstes und abwechslungsreichstes Werk seit "From The Inside".

Von Rock, über eine Disco-Parodie bis zur obligatorischen Ballade ist alles dabei. Die Texte sind wieder genial und Alices schwarzer Humor zieht sich...
Veröffentlicht am 16. September 2011 von G/H

versus
0 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Bis auf 1/2 Lieder nur Mist!
Ich bin seid über 10 Jahren ein echter Alice Cooper Fan und fand bisher fast alles geil was der Mann mit seiner Band auf die Beine gestellt hat. Aber dieses Album kann und will ich wirklich keinem Fan empfehlen! Die Songs sind teilweise überhaupt nicht im Alice Cooper Stil und erinnern mich mehr an die ganze Popscheisse die man so im Radio hört... Tut mir...
Vor 10 Monaten von Kai S. veröffentlicht


‹ Zurück | 1 2 3 | Weiter ›
Hilfreichste Bewertungen zuerst | Neueste Bewertungen zuerst

13 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen The Nightmare Returns - und wie!!, 16. September 2011
Rezension bezieht sich auf: Welcome 2 My Nightmare (Audio CD)
Diese CD ist mehr als nur eine simple Fortsetzung von Welcome To My Nightmare.

Für mich ist dieses Album Alice Coopers kreativstes und abwechslungsreichstes Werk seit "From The Inside".

Von Rock, über eine Disco-Parodie bis zur obligatorischen Ballade ist alles dabei. Die Texte sind wieder genial und Alices schwarzer Humor zieht sich wie ein roter Faden durch sämtliche Songs.

Auf dem Album tummelt sich viel Prominenz und alte Weggefährten von AC wie z.B. Bob Ezrin (hat das Album auch produziert), Dick Wagner (spielte schon auf WtmN mit) und vor allem Denis Dunaway, Michael Bruce und Neal Smith von der bis 1973 bestehenden Alice Cooper Band.
Als weitere Gäste sind auch Rob Zombie (als Guide auf The Congretation), sowie Ke$ha auf "What Baby wants" dabei - dieser Song wäre durchaus Radio tauglich.

Fast alle Titel bewegen sich auf ziemlich gleich hohem musikalischem Niveau und zündeten bei mir sofort nach dem ersten Hördurchgang.

Einige meiner persönlichen Highlights wären:

"I Am Made For You" (Gesang/ Melodie/ Gitarre/ die dramatische Stimmung - hier passt einfach alles).

"Last Man On Earth" (dieser Song könnte auch aus einem Varietéprogramm der 30er Jahre entsprungen sein)

"I'll Bite Your Face Off" (u.a. mit den 3 ehemaligen Bandmitgliedern aus den 70ern und so klingt der Song auch - einfach perfekt!)

"What Baby Wants" (geht in die Beine und bleibt im Kopf - der Text ist sowieso genial)

Nicht ganz mithalten mit dem Rest kann die Ballade "Something To Remember" und "Caffeine" (für beide würde ich 3 - 4 Sterne vergeben).

Fazit:
Dieses Album klingt nicht nach "Trash", "Dragon Town" oder "Brutal Planet" sondern viel mehr nach Alben aus den 70ern die Alice Cooper auch berühmt gemacht haben.
Die jenigen die Alice Coopers Sachen aus den 70ern schon mochten werden auch dieses Album mögen, alle anderen sollten vielleicht vorher mal reinhören.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


9 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Gelungener Anschluß an die Glanzzeit - Der Kreis ist geschlossen!, 24. Januar 2012
Von 
Rezension bezieht sich auf: Welcome 2 My Nightmare (Audio CD)
1. Vorab schon einmal meine Gratulation an Vincent Damon Furnier und Bob Ezrin! Mit diesem späten Meisterwerk wird bravourös der Anschluss an die Glanzzeit des satirischen Horrorrocks vollzogen.

2. Kurz zu meinem Background: Einerseits habe ich mit Alice Cooper meine Pubertät durchlebt und bin deshalb zugegebenermaßen nostalgisch vorgeprägt, andererseits bin ich aktiver Musiker und analysiere die Songs sehr kritisch.

3. Und nun zur CD: Mit diesem Konzeptalbum werden ca. 28 Jahre ausgeklammert. Es hätte vom Gesamteindruck 1984 erscheinen können, nach "DADA", und damit schwächere Alben wie "Constrictor" oder "Raise Your Fist And Yell", auch einseitigere wie "Brutal Planet" und "Dragontown" überflüssig gemacht. Nicht, dass Alice ab 1984 schlechte Musik gemacht hätte, aber die musikalische Vielseitigkeit und besonders der großartige Wortwitz in den Texten ließen doch nach.
"Welcome 2 My Nightmare" hingegen ist musikalisch abwechslungsreich, von Bob Ezrin differenziert produziert, witzig und selbstironisch. Steve Hunter zeigt, "wie Gitarre geht" und selbst die noch lebenden Mitglieder der ersten Band bringen sich ein. Besser geht es kaum, und - ohne es herbeizureden - dies wäre der würdige Abschluss des Gesamtwerkes von Alice Cooper.
Die folgenden Anmerkungen zu den einzelnen Stücken mögen diese Einschätzung belegen.

"I Am Made Of You" baut auf dem vertrauten Nightmare-Thema von Bob Ezrin auf, entwickelt sich dann aber zu einem ähnlich kraftvollen Opener wie seinerzeit "Hello Hooray". Der eingesetzte Vocoder wirkt zunächst etwas befremdlich, erweist sich jedoch als passendes Stilmittel, wenn man den Text verfolgt. Welch eine Idee, aus der Sicht des Songs den Sänger anzusprechen!

"Caffeine" rockt ab und hätte auch auf "Special Forces" erscheinen können. Die quasi-a-capella-Passage zeigt, wieviel ein Stück gewinnt, wenn nicht alles auf ein durchgehendes Noise-Level gezogen wird.

"The Nightmare Returns" ist eine kurze Überleitung a la "Steven" mit musikalischen Zitaten. Nightmare #2 begins.

"Runaway Train" ist eigentlich ein Dunaway Train, denn hier zeichnet Dennis Dunaway, der erste Bassist, verantwortlich. Kompositorisch ist dies nicht ganz so originell - man wartet vergeblich auf den Chorus - , und es ist auch etwas geklaut von "Dance Yourselves To Death" (Flush The Fashion), aber das unglaublich treibende Schlagzeug von Neil Smith reißt alles raus. Am Ende meint man, ihn wie das Muppets-Animal erschöpft vom Hocker fallen zu hören!

"Last Man On Earth" überrascht mit Banjo- und Tubasound. Ein typisches Ezrin-Stück, das gleichzeitig an den "Alabama Song" der Doors und an "Luk Wot You Dun" von Slade erinnert. Der Text stimmt nachdenklich: Ein ganz velassener Mensch redet sich ein, der King zu sein. Der zögerliche Applaus am Ende unterstreicht die Aussage.

"The Congregation" ist heavy aber präzise, wobei Drums und "Hey"-Rufe an Gary Glitter erinnern. Rob Zombie hat nur einen kurzen Gastauftritt und reicht an das Vorbild Vincent Price nicht heran.

"IŽll Bite Your Face Off" könnte ein Top-Hit der Rolling Stones sein, irgendwo zwischen "Brown Sugar" und "Street Fighting Man". Ist das wirklich nicht Keith Richards an der Gitarre, und spielt das erste Solo nicht Mick Taylor? Nur die lange Bridge ist nicht Stones-typisch, sie klingt eher nach "Lace And Whiskey".

"Disco Bloodbath Boogie Fever": So eine mutige Parodie hat Alice Cooper lange nicht mehr geboten. Erinnerungen an "Aspirin Damage" werden wach. Dies könnte (versehentlich) ein Scene-Hit werden, denn Bloodhound Gang trifft auf Dschingis Khan. Aber keine Angst: Beim Finale wird gezeigt, wo der (Wacken-)Hammer hängt!

"Ghouls Gone Wild" ist das Kontrastprogramm dazu, ein altmodischer Rocker, eine Kreuzung aus "Summertime Blues" und "Time Warp". Der Chorus ähnelt "Hey Mickey" von Chapmann und Chinn, und das Ganze wäre gut - auch vom Text her - in der Muppet Show vorstellbar.

"Something To Remember Me By" ist eine großartige Ballade, die in dieselbe Liga einzustufen ist wie "Only Women Bleed", "I Never Cry" und "The Quiet Room". Die Gitarre kommt übrigens nicht von George Harrison, auch wenn sie genauso klingt. Hier zeigt Alice, wie gut er singen kann.

"When Hell Comes Home" reißt mit einer zum verstörenden Text passenden, brutalen Synth-Bass-Line aus den Träumen. Dies ist keine Persiflage, sondern eine schonungslose Darstellung von Missbrauch in der Familie. Das Thema ist vergleichbar mit "Luca" von Suzanne Vega, aber diesmal wehrt sich das Opfer gegen die häusliche Gewalt!

"What Baby Wants" ist die zweite gelungene Adaption aktuellerer Musikströmungen auf diesem Album, ein Dancefloor-Bass mit Disco-Choir. Auch hieraus könnte versehentlich ein Scenehit werden. Gast Kesha macht ihre Sache nicht schlecht, aber etwas mehr Ausdrucksstärke wäre vielleicht noch besser gewesen.

"I Gotta Get Out Of Here" läutet im wahren Wortsinn das Ende des Nightmare #2 ein, und zwar mit Totenglocken. Es werden Bezüge zu den vorangegangenen Stücken hergestellt, und die Dur-Harmonien stehen im Kontrast zum textlichen Resultat. Im Grunde ist dies tatsächlich der finale Song, dessen Titelzeile sich jedoch diesmal nicht erfüllt: Der Protagonist wacht nicht auf, sondern stirbt. "What part of death don`t you get?" Selten war der Tod so originell!

"The Underture" ist quasi die erste Zugabe, könnte aber auch den im Moment des Sterbens ablaufenden Lebensfilm darstellen, denn es handelt sich um ein Medley aus vielen alten und neuen Stücken("Welcome To My Nightmare", "Ghouls Gone Wild", "Something To Remember Me By", "Steven", "Years Ago", ...). Gast an der Gitarre: Dick Wagner.

"We Gotta Get Out Of This Place" ist nun definitiv eine Zugabe, eine alte Weill/Mann-Komposition, die aber gut passt. Ein Werk der 60er wird ins Hier und Jetzt transformiert, und die Band rockt wie Mott The Hoople selig.

Jetzt bleibt nur zu rekapitulieren: Der Kreis ist geschlossen, Besseres kann kaum noch kommen. Ich wünsche Alice ein langes Leben, aber vielleicht wäre dies der optimale Abschluss!

Wow, eine lange Rezension, aber ich hoffe, sie war spannend und hilfreich!
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen ooh but he's back..., 18. September 2011
Rezension bezieht sich auf: Welcome 2 My Nightmare (Audio CD)
...sang Alice auf "Constrictor". Und nun ist Alice auch wieder mit neuem Album zurück und es überrascht! Alice ist so etwas wie eines der letzten Konstanten im Rock-Business und schafft es immer wieder ein knackiges Album aus dem Hemdsärmel zu schütteln. Alice' musikalische Entwicklungen waren immer einem konstanten Wandel unterzogen und über die Jahrzehnte hinweg, hat sich sein Sound auch immer wieder "modernisiert", ohne, dass er zur Gänze von seinen Anfängen abgewichen ist. Das jetzige Album bestätigt diese Vielseitigkeit, etwas, das ich besonders an Onkel Alice schätze! Man findet balladenartig-Bekanntes wie zB "I am made for you", "caffeine" hätte auch auf "dirty diamonds" sein können, "last man on earth" hätte perfekt in die Anfangsphase von Alice gepasst und und und. Natürlich darf der bekannte Humor von Alice auch nicht fehlen, z.B. "Ghouls gone wild", köstliche Melodie und Text. Man sieht, Alice bedient sich bei allen seinen Epochen, und das macht er gut! Hut ab!
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Geniales Album wenn man den "alten" Alice Cooper mag, 6. Dezember 2011
Rezension bezieht sich auf: Welcome 2 My Nightmare (Audio CD)
Erst einmal vorweg: mich hat das Album komplett überrascht. Ich bin lange Cooper Fan gewesen bis die beiden harten Alben herauskamen. Das war nicht mehr mein Ding. Daher hatte dieses Projekt von vornherein Sympathie-Plus Noten von mir bekommen, weil es ein zweiter Teil aus besseren Zeiten werden sollte. Dass es aber so genial werden würde habe ich nicht erwartet. Es findet sich alles was den alten Alice ausmacht aber zum Glück auch absolut in neuem Gewand! Es sind Hymnen da, es ist Spaß da, es ist hart aber nicht durchweg. Es ist lässig und sehr sehr lustig! Daher seien die gewarnt, die ein einfaches Hardrock Album erwarten. Das ist es nicht! Es sind auch ungewohnte bis schräge Töne, die vom Text aber in den Zusammenhang und in die alte Zeit passen dabei. Es ist nicht nur einfach "geradeaus". Und genau das macht auch den Reiz aus und darin liegt das geniale der CD. Wer also den Humor der alten Cooper-Platten positiv vermerkt hat kommt hier voll auf die Kosten! Der reine Hardrock Fan ist eher enttäuscht. Schade in dem Fall. Genießt den Wahnsinn auch wenn die Musik beim ersten hören erst einmal nicht dazu passt!!
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Beinahe makellose Fortsetzung eines legendären Albtraums, 5. Mai 2014
Rezension bezieht sich auf: Welcome 2 My Nightmare (Audio CD)
Alice Cooper – Welcome 2 my Nightmare (2011)

Alice Cooper ist ein Meister seines Faches. Doch nicht nur das; er ist auch ein Meister der Wandlung und der Genre-Evolution innerhalb des recht hart und schock-rockenden Bereichs. Nicht umsonst ist sein größter Hit immer noch ein launiger Sommer-Song namens School's out. Doch insbesondere ist er ein meisterhafter Entertainer, vor allem in seinen Konzeptalben. Und mit einem äußerst gelungenen Sequel findet er den Weg zurück zu seinem ersten Albtraum und dem Beginn seiner eigentlichen Entertainer-Solokarriere.

Albtraum Numero 1 Welcome to my Nightmare erschien 1975 und vereinbarte wie kein anderes seiner Werke augenzwinkernden Horror mit schlau durchdachten Arrangements. Statt purem Rock wurde eine riesige, wahnwitzige Show abgeliefert. In ihrem Mittelpunkt stand der vielzitierte Protagonist Steven. Insofern ist es nur konsequent diese Zitate insbesondere beim Sequel gekonnt einzuflechten. Die unheimlich einnehmende Klaviermelodie jenes Stückes stellt somit sogleich auch das Leitmotiv des Openers I am made of you dar. Dieses Stück ist eine, sich langsam, aber spannend entfaltende Powerballade mit vielen düsteren Elementen, einem absoluten Killersolo und ungewohnten Auto-Tune-Effekten (!).

Die rockige Umsetzung samt stampfenden Rhythmen und vorpreschenden Gitarren samt typischen cooper'schen Melodien beginnt sogleich im nächsten Stück Caffeine. Das lyrische Ich versucht sich indes durch übermäßigen Koffeinkonsum vor einem erneuten Albtraum zu schützen. Dies nützt allerdings nicht viel und so leitet das Interlude The Nightmare returns erst richtig den zweiten Albtraum ein und wieder einmal entfaltet sich das Steven'sche Leitmotiv in seiner vollen Pracht.

Welcome 2 my Nightmare ist ein Sammelsurium verschiedenster Stileinflüsse geworden, die der Meister gekonnt kombiniert und auf den Hörer loslässt. Alles im beschwingt rockigen Stil arrangiert und produziert. So sind saftige Metal-Hooks vergangener Jahre zwar Geschichte, doch dieses klassische 70er-Flair wirkt in seiner Umsetzung um einiges authentischer ohne dabei antiquiert zu wirken. Nicht umsetzt geben sich alte Recken der Alice Cooper-Band wie Steve Hunter und Dick Wagner sowie Mitglieder der originalen Band gegenseitig die Klinke in die Hand um flotte Rocker wie das treibende A Runaway Train, das Stone'sche I'll bite your Face off (beide leider exklusive großartiger Refrains) oder das düstere When Hell comes Home perfekt umzusetzen. Selbst eigentliches Füllermaterial wie Ghouls gone wild kann durch seine Beach Boys-artigen Melodien ein Grinsen hervorzaubern. Echte Überraschungen gibt es auch in diesem konzeptionellen und lyrischen Rund-um-sorglos-Paket. Bevor nämlich in The Congregation (inklusive Rob Zombie als neuer Vincent Price) wieder die Gitarren ausgepackt werden, wird in Last Man on Earth erstmal kräftig und wahnsinnig witzig geswingt. Entertainment pur!

Und auch die poppigen Seiten des Albums überzeugen mindestens so gut, wenn nicht gar besser, wie beim ursprünglichen Albtraum. Da werden die Disco-Beats in Disco Bloodbath Boogie Fever wunderbar satirisch eingesetzt, nur um festzustellen: Gegen Disco kann man eben nicht ankommen. Höchsten perfekt persiflieren, wenn John 5 abartig gut darüber solieren darf. Selbst Ke$ha hat ihren gelungen Auftritt als Satan höchstpersönlich in What Baby wants. Wenn schon Pop, moderne Beats und Vocoder-Effekte, dann bitte so umgesetzt! Über die obligatorische Schmalzballade Something to remember me by, die außer Kitsch nichts vermitteln mag, kann man da großzügig hinweg sehen. Erst recht, wenn in der Zusammenfassung I gotta get outta (diesmal ohne Happy End) nochmal Revue passiert wird. Schlicht aber toll! Als Abspann gibt es nochmal die tollsten Melodien beider Albträume in The Underture zu hören, grandios orchestral umgesetzt.

Fazit: Musikalisch vielfältig, lyrisch durchdacht und extrem charmant. So muss ein Epos aussehen, welches perfekt an den Vorgänger anschließt. Old-School-Alice in Reinform.
Wertung: *****
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Super!, 26. Mai 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Welcome 2 My Nightmare (MP3-Download)
Ich bin kein Hardcore- Fan, aber ich bin mehr oder weniger mit Liedern von Alice Cooper "aufgewachsen". Manche mochte ich, manche nicht, manche habe ich geliebt, manche werden mir wohl nie aus dem Kopf gehen... Und dieses Album hier mag ich sehr gerne! Ich habe es tatsächlich von Anfang bis Ende durchlaufen lassen (eine Seltenheit für mich) und habe nicht einmal den Wunsch verspürt ein Lied auszulassen. Super Album, mehr kann ich nicht sagen! Von mir gibt's eine klare Kaufempfehlung!
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Welcome Back, Coop!, 28. August 2012
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Welcome 2 My Nightmare (Audio CD)
Ich gebe es gerne zu: die letzten Coop-Alben wurden nur noch aus Tradition gekauft, ein paar Mal gehört und schulterzuckend ins Regal verbannt. Der echte Oberhammer, der sich für Monate in meiner persönlichen Bestenliste platzieren kann, war aber für mich ganz persönlich schon lange nicht mehr dabei.

Ja, ich gehe sogar so weit, zu behaupten, daß nach "Trash" die Menge an Füllern und Beinahe-Ausfällen von Album zu Album zunahm. Auf "Hey Stoopid" störten nur einige zu übertrieben auf Kommerz getrimmte Refrains, auf "The Last Temptation" gab's ne schöne Atmosphäre und nen coolen Comic mit Neil Gaiman-Texten, aber nur wenige herausragende Songs (dennoch beides immer noch klasse Scheiben), auf "Brutal Planet" gab's kaum Abwechslung (und m.E. ZU starke Anleihen bei Zombie und Manson - hätte man "Cold Machines" nicht auch aufnehmen können, ohne dafür ein Fast-Playback von "The Beautiful People" zu benutzen?), "Dragon Town" war das Gleiche nochmal aufgewärmt, "The Eyes" und "Dirty Diamonds" nette Retro-Alben ohne große Höhepunkte, und "Along comes a spider" Cooper nach Zahlen, mit gerade mal einem herausragenden Song ("Vengeance is Mine" ist wirklich klasse). Und dann, "Welcome 2 my Nightmare". Klar, da schändet jemand jetzt endlich seine eigene Legende. Oder?

Nämlich eben grade nüscht!

Wie auch immer Cooper das gemacht hat, weiß ich nicht, aber fest steht, daß er anno 2011 nochmal so richtig in die Vollen gelangt hat und eine derart gnadenlos gute Sammlung von Songs auf den ahnungslosen Hörer loslässt, daß man sich wirklich fragt, warum das nicht immer so geht! Nun, mit Sicherheit hilft, daß er eine Menge Co-Schreiber verpflichtet hat (unter anderem auch die überlebenden Mitglieder der Alice Cooper-Band), hauptsächlich sind es aber wohl Langzeit-Kumpel Bob Ezrin und Tommy Henriksen (für Achtziger-Metaller: ja, genau, der Ex-Warlock-Basser!), die Alice dabei helfen, zur alten Klasse zurückzufinden.

Der Titel des Albums ist hierbei Programm: wie beim 1975er Vorgänger gibt es ein episodenhaftes Konzept - und jede Menge unterschiedlicher musikalischer Stilmittel werden eingesetzt, um dies umzusetzen. Natürlich gibt es typischen Cooper-Rock'n'Roll, der auch auf "Eyes" oder "Dirty Diamonds" gepaßt hätte, aber die wirklichen Highlights sind die scheinbar untypischeren und verschrobeneren Nummern. Mit "I Am Made Of You" startet das Ganze mit dem legendären "Steven"-Klavierriff in eine düstere Ballade mit viel Pathos und elektronischem Flair - und erinert dabei ans göttliche, aber leider weitgehend übersehene 1983er Album "DaDa" - auch Konzeptalbum, auch von Ezrin produziert. Zufall? Wohl eher nicht. Die Querverweise ins restliche Cooper-Universum sind zahlreich, und dem Altfan zaubert manches textliche oder musikalische Zitat mit Sicherheit ein Lächeln ins Gesicht.

"Caffeine" ist ein eher normaler Rock'n'Roll-Song, und "The Nightmare Returns" ein kurzes Zwischenspiel, bevor's abwärts geht, im "Runaway Train" zur Hölle! Zwar erinnert die Gesangslinie etwas arg an den Stones-Fanfavoriten "Live With Me", aber dafür machen Dennis Dunaway und Neal Smith ordentlich Fahrt - es geht eben nix über ne fett groovende, telepathisch verbundene Rhythmusgruppe! Und Country-Star Vince Gill haut wieselflinke Licks raus. Geil.

"Last Man On Earth" - gerne wird's ja mit Tom Waits verglichen, aber dieser versoffene Broadway-Bar-Jazz-Tin Pan Alley-Sound hat schon seit "School's Out"-Zeiten seinen festen Platz im Cooper-Sound, ob "Some Folks", "Blue Turk" oder "Mary Ann", den "bösen Sinatra" hat uns Alice immer gerne gemacht. Schön, daß er's mal wieder tut! Noch dazu ist der Text ganz großartig: "I can smoke, I can drink, I can swear and I can stink" - was man halt so macht als Mann, wenn niemand zuschaut! "The Congregation" kommt dann stampfend rockend, mit Rob Zombie-Gastauftritt und den für ihn typischen "Hey! Hey!"-Shouts, bevor der Ohrwurm "I'll Bite Your Face Off" wieder in bester Stones-Manier rumpelrockt.

"Disco Bloodbath Boogie Fever" - sorry, liebe Jungs von Pro-Pain, das ist noch kultiger als "Tote auffe Tanzfläche", äh, "Death on the Dancefloor". Vor allem, weil's musikalisch klingt, als hätten die Don Kosaken mit Ralph Siegel und Vince Clarke zu plüschigsten Erasure-Zeiten kollaboriert! Dazu noch herrlicher, absichtlich ungekonnter Pseudo-Rap von Alice, der daran erinnert, wie das in den späten Achtzigern und frühen Neunzigern klang, als jeder weiße Pop- (und leider zu oft auch Rock-) Sänger sich plötzlich zum Rapper berufen fühlte - herrlich, ein echter, alberner Gute-Laune-Knaller, der unweigerlich ein Grinsen ins Gesicht treibt!

"Ghouls Gone Wild" bringt dann die Johnny & the Hurricanes-Orgel, Surf-Groove und die Strophenmelodie von Eddie Cochrans "C'mon Everybody" zu einer weiteren, spaßigen Genre-Nummern zusammen, bevor die Ballade "Something to remember me by" kompositorisch wie stimmlich Alice' altem Saufkumpel John Lennon Tribut zollt, auch wenn der Refrain dann ein wenig zu sehr in Richtung Hollywood-Soundtrack-Power-Ballade rollt. Dafür fängt Steve Hunter das Ganze wieder mit einem authentischen George Harrison-Tribute-Solo ein.

"When Hell Comes Home" passt nun leider mit seiner sehr dunklen Stimmung und dem harten Text über häusliche Gewalt überhaupt nicht in den bisherigen Gute-Laune-Geisterbahn-Rahmen. Zwar eigentlich ein wirklich guter, verstörend ernster Song in bester "Dead Babies"-Manier, aber offen gesagt stört er den Fluss des Albums und wäre meiner Meinung nach besser als Bonustrack oder in einem zukünftigen Projekt aufgehoben gewesen. Speziell, weil danach mit "What Baby Wants" (trotz Unterstüzung von Dancepop-Trine Kesha) direkt wieder auf knackigen Good-Time-Rock (wenn auch diesmal eher die moderne Poprock-Variante) mit witzigen, wortreichen Lyrics umgeschwenkt wird.

Mit "I Gotta Get Out Of Here" wird dann nochmal textlich alles zusammengefasst und wie weiland auf "Give The Kid A Break" von "Go To Hell" die Erfahrung gemacht, daß der Chor definitiv nicht auf Alice' Seite ist. "The Underture" ist dann nochmal eine instrumentale Zusammenfassung von Themen aus beiden "Nightmare"-Alben, die aber ein wenig "angehängt" wird. Ich werde den Eindruck nicht los, daß dieses Stück an und für sich eigentlich zu "The Nightmare Returns" gehört, eben als Ouvertüre zum eigentlichen Albtraum, allerdings aus kommerziellen Gründen (nach nicht mal zehn Minuten Album-Spielzeit schon ein viereinhalb Minuten langes Instrumental zu präsentieren ist halt nicht gerade verkaufsfördernd) nach hinten abgekoppelt wurde.

Der Bonustrack "We've Gotta Get Out Of This Place" ist denn eher verzichtbar, wurde auch mit anderer Besetzung (Alice' 2010er Livenmannschaft) eingespielt und bleibt sowohl hinter dem Original als auch hinterm Rest des Albums zurück. Aber, Bonus-Track. Das ist bei denen halt so.

Fazit: ein klasse Album, fast ohne Schwächen, mit tollen Songs, viel Abwechslung, wirklich witzigen Texten, sehr guter, bei allen stilistischen Ausscherern immer passenden Produktion und vor allem einer nicht mehr erwarteten Frische und Klasse. Mal schauen, wie Alice da nachlegen wird!
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Super Album des Altmeisters, 4. Juli 2012
Rezension bezieht sich auf: Welcome 2 My Nightmare (Audio CD)
Warum Alice Cooper seine neueste Schöpfung an sein 75er Meisterwerk anlehnt, ist mir nicht ganz klar.
Dadurch macht er es dem Album nur unnötig schwer, da natürlich jeder die Vergleiche zum Original zieht und da kann WELCOME 2 MY NIGHTMARE nur scheitern. Aber ich muß sagen, N2 ist wirklich super geworden und ein enorme Steigerung zum nicht restlos überzeugenden Along Came A Spider von 2009.
Am meisten Freude bereitet mir die Rückkehr von Bob Ezrin als Produzent/Songwriter und die übrigen drei Ur-Mitglieder der Alice Cooper Band. Letztere sind an drei Songs beteiligt!
I AM MADE OF YOU verliert durch die Stimmverzerrung, macht das aber beim genialen Refrain und dem Gitarrensolo wieder mehr als wett! CAFFEINE ist ein Standard Rocker, der auch gut auf Eyes/Diamonds hätte sein können und leider nur Durchschnitt. THE NIGHTMARE RETURNS ist eine kurze Nummer, die aber gewaltig Atmosphäre besitzt! A RUNAWAY TRAIN ist etwas gewöhnungsbedürftig, aber okay. LAST MAN ON EARTH ist eine richtig coole Nummer, auch wenn ich den Musikstil nicht einordnen kann! THE CONGREGATION mit Rob Zombie ist wieder ein gelungener Rocker aber I'LL BITE YOUR FACE OFF ist mein Highlight auf dem Silberling! Einfach nur genial! Mit DISCO BLOODBATH BOOGIE FEVER sind man sich fast schon in die "Blackout-Phase" des Coop versetzt, aber die Nummer nimmt enorm Fahrt auf und rockt am Ende ungemein! GHOULS GONE WILD ist wieder ein klassischer Cooper-Rocker...nicht mehr, nicht weniger. Die obligatorische Ballade SOMETHING TO REMEMBER ME BY ist anscheinend ein Überbleibsel aus den 70ern und so klingt das Lied auch. Kann man in eine Reihe mit I Never Cry, You & Me und How You Gonna See Me Now stellen. Das düstere WHEN HELL COMES HOME zeigt Alice sehr modern und das Teil groovt wie Sau! Was in bei WHAT BABY WANTS geritten hat, weiß ich jetzt nich so recht. Den Song hat er mit Ke$ha geschrieben und gesungen. Er ist nicht schlecht, wirkt aber auf diesem Album etwas deplaziert. I GOTTA GET OUTTA HERE ist ein super Lied, daß die CD perfekt abschliessen würde, aber Mr. Cooper hat noch ein Intrumental mit dem Titel THE UNDERTURE draufgepackt, das die Melodien von Nightmare 1 & 2 mixt. Ob es das wirklich gebraucht hat, sei jedem selber überlassen. Ich finde es überflüssig, genau wie die Coverversion von WE GOTTA GET OUT OF THIS PLACE.
Unterm Strich klingt Nightmare 2 für mich nicht nach einer Fortsetzung des Mega-Erfolgs, sondern mehr wie ein Querschnitt durch alle Schaffensphasen von Alice Cooper. Aber ein überaus gelungener!
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Bravissimo Alice, my old friend!, 6. März 2012
Rezension bezieht sich auf: Welcome 2 My Nightmare (Audio CD)
Die beste und schönste Alice-Scheibe seit langem, keine Frage. Bin begeistert und trotzdem etwas wehmütig, weil wenn man am Ende die Underture hört und einem ein Gänsehautschauer nach dem anderen über den ganzen Körper geht, weiß man, dass die alten Melodien und Songideen vom ersten Teil einfach für immer unereicht bleiben und wirklich niemals zu toppen sein werden. STEEEEEEEVEN, is someone callin me i hear my name, STEEEEEVEN!
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Wunderbares Album, 3. Februar 2012
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Welcome 2 My Nightmare (Audio CD)
Das Warten hat ein Ende. Dieses Album ist so, wie ein Cooper-Fan es erwartet hat. Überraschend, genial, zeitgemäß und doch teilweise so herrlich altmodisch. Absolute Kaufempfehlung.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


‹ Zurück | 1 2 3 | Weiter ›
Hilfreichste Bewertungen zuerst | Neueste Bewertungen zuerst

Dieses Produkt

Welcome 2 My Nightmare
Welcome 2 My Nightmare von Alice Cooper
MP3-Album kaufenEUR 7,99
Auf meinen Wunschzettel Zahlungsmöglichkeiten ansehen
Nur in den Rezensionen zu diesem Produkt suchen