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5.0 von 5 Sternen Überzeugende Aufnahme zu einem herausragenden Preis
Die Box besteht aus 13 CDs und bietet Furtwänglers Aufnahme des Rings aus dem Jahr 1953 mit dem italienischen Radiosinfonieorchester, die über mehrere Tage hinweg (in der Regel ein Akt per Abend) live vor einem kleinen Publikum (das man aber auf der Aufnahme nur selten hören kann) aufgezeichnet wurde. Die Sänger/innen rekurrieren sich z.T. aus...
Veröffentlicht am 22. November 2011 von Grüner Baum

versus
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1.0 von 5 Sternen Kratzend krächzend schrill
Vielleicht historisch interessant. Auf jedenfall kein Hörgenuss. Krächzt und knarzt wie eine alte Platte, die Stimmen sind schrill und scharf, die Orchestermusik unbalanciert, das Beiheft bar jeglicher Information, die Aufmachung (Schachtel) großartig und vielversprechend - aber geschenkt bei dem Inhalt! Wer kein spezielles Interesse an historischen...
Vor 3 Monaten von charlotte maier veröffentlicht


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51 von 54 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Überzeugende Aufnahme zu einem herausragenden Preis, 22. November 2011
Von 
Grüner Baum - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)   
Von Amazon bestätigter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Der Ring des Nibelungen (Audio CD)
Die Box besteht aus 13 CDs und bietet Furtwänglers Aufnahme des Rings aus dem Jahr 1953 mit dem italienischen Radiosinfonieorchester, die über mehrere Tage hinweg (in der Regel ein Akt per Abend) live vor einem kleinen Publikum (das man aber auf der Aufnahme nur selten hören kann) aufgezeichnet wurde. Die Sänger/innen rekurrieren sich z.T. aus etablierten Künstlern (deren Karriere durch den Krieg z.T. unterbrochen wurde) und aus damals noch jungen, die später zu den renommiertensten Wagner-Sängern/innen gehörten. Eine Auswahl:
- Rheingold: Ferdinand Frantz (Wotan), Wolfgang Windgassen (Loge), Elisabeth Grümmer (Freia), Gustav Neidlinger (Alberich), Julius Patzak (Mime)
- Walküre: Wolfgang Windgassen (Siegmund), Gottlob Frick (Hunding), Ferdinand Frantz (Wotan), Hilde Konetzni (Sigelinde), Martha Mödl (Brünhilde)
- Siegfried: Ludwig Suthaus (Siegfried), Julius Patzak (Mime), Alois Pernerstorfer (Alberich), Josef Greindl (Fafner), Brünnhilde (Martha Mödl)
- Götterdämmerung: Ludwig Suthaus (Siegfried), Alfred Poell (Gunther), Josef Greindl (Hagen), Martha Mödl (Brünnhilde), Alos Pernerstorfer (Alberich)

Die Tonqualität ist angesichts des Alters hervorragend. Der instrumentelle Teil ist in der Brillianz gegenüber moderneren Ausgaben sicher eingeschränkt und klingt im ganzen dumpf und bei den Blechbläsern zuweilen blechern. Eine 'große' Wagner-Stimmung kommt nicht auf. Der instrumentelle Teil ist aber ausreichend gut, dass man ihn nicht als störend empfindet. Es ist eben nur nicht der ganz große Genuss. Interpretatorisch ist es eher entschieden, ernsthaft und druckvoll gehalten (eher schnelle Tempi), mit einem leichten Hauch ins Feierliche, ohne aber die romantische Komponente aufzugreifen.

Die Stimmen hingegen sind von beeindruckender Qualität und in der Grundqualität nicht schlechter als manche heutige Live-Aufnahme oder weniger gelungene Studio-Aufnahmen (wie z.B. der Tristan mit Domingo). Sie profitieren davon, dass die Sänger damals technisch sehr in den Vordergrund gesetzt wurden und sind daher sehr präsent. Einzig die mitschwingenden Obertöne kommen schlechter raus als auf heutigen Aufnahmen. Im ganzen aber ein kaum eingeschränkter Genuss.

Obwohl ich eine Reihe von Ring-Gesamtaufnahmen habe und kenne (Solti, Haintink, Böhm), fühle ich mich (noch) nicht in der Lage, mich in den Verästelungen des Rings zurecht zu finden und eine vernünftige Einzelkritik der Sänger zu bieten. Der Gesamteindruck ist aber absolut hochwertig. Die Aufnahme besticht durch eine besonders homogene Gesamtleistung. Kein Sänger fällt in irgendeiner Form irgendwie ab und stört den Gesamteindruck. Es gibt sicher feinere Niveauunterschiede (mir persönlich habe Mödl und Grümmer am besten gefallen), aber es sind kleinere Unterschiede auf hohem Niveau. Diese Homogenität ist ein deutliches Plus dieser Aufnahme.

Der Grundtenor ist ein sachlicher und nüchterner. Die Ernsthaftigkeit ist dabei aber von einer Art, die emotional berührend ist. Vielleicht wie der Vortrag eines begeisterten Physiker, der eigentlich rein sachlich redet, seine durch Formeln transportierte Begeisterung für die Materie aber durchaus fühlen lässt und sie begeistert einen selbst und berührt einen. Es ist eine intellektuelle, bildungs-bürgerliche Durchdringung des Stoffes, die aber nicht bieder wirkt oder prätentios wie heute oft, sondern eine emotional berührende Ernsthaftigkeit transportiert, die wohl auch ein Zeichen der Zeit ist, der Begeisterung, sich wieder der Kunst und so großen Projekten widmen zu können. Für Wagner-Liebhaber daher ein begeisterndes Sinnbild der Wagner-Rezeption durch die Zeiten.

Fazit: Wer noch keinen Ring hat, der sollte hier nicht zugreifen, da die Schönheit der instrumentalen Anteilen aufgrund der klanglichen Einschränkungen zu sehr untergeht. Für eine Zweitaufnahme sollte diese Box aber ganz oben auf der Prioritätenliste stehen.

Eine Anmerkung noch zur Verpackung: Man sieht auf dem Bild nicht, dass die 13 CD-Pappschuber nicht in einer der üblichen dickeren Boxen in CD-Größe stecken, sondern in einer niedrigeren Box in LP-Größe. Das ist m.E. völlig unpraktisch, weil es in keine CD-Regal passt (und nicht in manche Bücherregale) und daher rechter Unsinn. Ich habe meine Box weggeschmissen und die CDs mit einem Gummi rum ins CD-Regal gestellt. Es gibt ein (LP großes) Booklet mit einer Zusammenfassung der Handlung (kein Libretto, was man bei dem Preis auch nicht erwarten kann). Die Besetzungliste und die Szenenaufteilung ist auf jedem der Pappschuber abgedruckt.

Nachtrag 09.05.2013: Einige aufmerksam gehörte Ringe später nun noch eine detailliertere Sängerkritik:

*Alberich: Gustav Neidinger gibt ihn im Rheingold, Alois Pernerstorfer in Siegfried und Götterdämmerung. Beide können überzeugen und geben - was mich freut - keinen geckigen Zwergen, sondern eine kraftvolle Unheilsfigur, dunkel, tief und kraftvoll. Bei Pernerstorfer mischt sich gelegentlich ein heller Klang hinein, der interessant ist, aber auch komisch anmutet.
* Wotan/Wanderer ist durchgehend Ferdinand Frantz. Er ist ein echter Götterchef. Das gefällt mir gut. Mit viel Ausstrahlung ist er der Herr im Ring, dabei aber würdevoll und nicht plakativ. Das 'Menschliche' in der Figur und der Ränkeschmied bleibt dadurch ein bisschen im Hintergrund. Im Siegfried nimmt er sich der Wanderer-Rolle gemäß etwas mehr zurück.
* Siegfried: Ludwig Suthaus hat ohne Zweifel die Kraft die Rolle zu beherrschen und singt voll und rund mit deutlichem baritonalen Fundament. Die Heldenszenen sehen wirklich mal einen echten Helden und können überzeugen, auch wenn er sich an der ein oder anderen Stelle mal einen Tick zu sehr in die Brust wirft und dann mal die Linie verliert. Die charakterliche Differenzierung eines Windgassen findet man dadurch weniger.
* Brünhilde: Martha Mödl kam vom Mezzo und das hört man. In den tieferen Lagen und an ruhigeren Stellen singt sie mit viel Emphase und kann mit einer sehr darstellerischen Interpretation beeindrucken. In den Szenen am Walkürefelsen im Siegfried bekommt den Eindruck eines wahrhaften Liebespaares, das fast schon an Tristan und Isolde erinnert. In den höhren Lagen muss sie forieren und dann bricht es immer wieder mal und die Stimme rutscht arg in die Gurgel. Die strahlenden Spitzetöne bekommt man von ihr nicht. Mir persönlich fehlt das nicht, aber vielleicht anderen.

* Fricka: Ira Maluniuk glänzt mit einer ungewöhnlich sauberen und sicheren Stimme, die v.a. in den Streitszenen mit Wotan die hohen Töne sehr klar beherrscht.
* Loge ist hier Wolfgang Windgassen. Wie häufig klingt er ein bisschen dünn, aber dafür glockenrein. Es mangelt ein wenig an Präsenz, dafür gibt es aber viel Intelligenz und Klangschönheit.
* Siegmund: wieder Wolfgang Windgassen. Diesmal klingt er deutlich kräftiger und mit starkem Fundament(vielleicht hat er sich als Loge absichtlich zurückgehalten), im Kern aber immer noch schlnak. Er ist nicht der große Kämpfer, sondern der naive Mensch / Jüngling, der in das große Spiel der Götter geworfen wurde. In seiner Art sehr überzeugend.
* Sieglinde: Hilde Konetzni singt mit sicherer Stimme und vollem Klang, der berühren kann.
* Mime: Auch Julius Patzak ist zum Glück kein geckiger Zwerg, sondern ein Mensch. Er singt den Mimen ungewöhnlich weich und lyrisch, sehr reflektiert. Das ist ungewöhnlich, aber ich finde es gut. Nie zuvor habe ich in den Eingangsszenen mit Siegfried so überzeugend gehört, dass Mime der ist, der sich über Jahre um Siegfried gekümmert hat.
* Hagen: von Josef Greindl sehr dunkel und kraftvoll, mit sauberen Linien gesungen. Starke Leistung, wenn auch mal einen Tick zu ostentativ kraftvoll, so dass der Mensch hinter dem Mythos des Siegfried-Killers zurücktritt.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Legende Furtwängler, 31. Dezember 2013
Von Amazon bestätigter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Der Ring des Nibelungen (Audio CD)
Legendäre Aufnahme des Rings von Furtwängler fürs italienische Radio (RAI) von 1953. Neben der Live-Aufnahme 1950 aus der Scala di Milano, immer noch musikalisch gültig und unerreicht. Hervorragendes Sänger-Ensemble. Natürlich nur in Mono ( Sehr, sehr schade, daß man Furtwängler nicht in Stereo bekommen kann ). Klang- und Aufnahmetechnisch erstaunlich gut, wenn man bedenkt, daß noch wesentliche Aufnahmetechnik nicht vorhanden war.
Gehört in jede Sammlung.
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0 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Kratzend krächzend schrill, 21. Dezember 2013
Von Amazon bestätigter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Der Ring des Nibelungen (Audio CD)
Vielleicht historisch interessant. Auf jedenfall kein Hörgenuss. Krächzt und knarzt wie eine alte Platte, die Stimmen sind schrill und scharf, die Orchestermusik unbalanciert, das Beiheft bar jeglicher Information, die Aufmachung (Schachtel) großartig und vielversprechend - aber geschenkt bei dem Inhalt! Wer kein spezielles Interesse an historischen Aufnahmen hat sollte lieber greifen zum Solti-Ring, Karajan-Ring und/ oder dem neuen (kommenden) Ring von Gergiev. Seine "Walküre" ist berückend und vielversprechend.
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Der Ring des Nibelungen
Der Ring des Nibelungen von Wolfgang Windgassen (Audio CD - 2011)
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