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TOP 500 REZENSENTam 17. September 2011
Vorab möchte ich sagen: Ich LIEBE Zeitreisegeschichten! Bevor ich allerdings mit dem Lesen dieses Buches begann, wusste ich nicht, dass es darin auch um Zeitreisen geht, denn ausschlaggebend für mein 'Will ich unbedingt lesen'-Gefühl war eher das wunderschöne Cover, das dem Leser nicht nur einen Augenschmaus ob der Gestaltung und Farben bietet, sondern auch einem 'Buch-Streichel-Fetischisten' wie mir einen Höchstgenuss der Extraklasse bietet. Denn der Schutzumschlag fühlt sich so wunderbar weich an, wie ich es bisher von keinem Buch kannte. Ich kann es leider auch nicht beschreiben, aber es fühlt sich nicht an, wie einfaches Papier, sondern eher leicht 'gummiert'.

Schon nach ein paar Seiten war mir dann klar, dass ich es schwer haben würde, aus diesem Buch wieder hinauszukrabbeln. Denn es gibt Bücher, bei denen man direkt am Anfang das Gefühl bekommt 'Hey, das Buch ist nur für mich geschrieben!' und genau dieses Gefühl hatte ich.

Anna ist eine 17jährige Schülerin, die mit ihren Eltern die Sommerferien in Venedig verbringt. Eines Tages besucht die Familie dort eine Bootsausstellung, bei der sie einem kleinen Unfall unterliegt und in den Kanal stürzt. Als sie wieder zu sich kommt, stellt sie fest, dass sie erstens nackt ist und zweitens die Stadt nicht mehr ausschaut, wie sie sie kannte.

Als man ihr kurze Zeit später eröffnet, dass sie sich im Jahre 1499 befindet, glaubt sie zunächst an einen Scherz, doch als sie versucht, den Leuten, die sie dort kennenlernt beispielsweise von ihrem iPod zu berichten, merkt sie, dass sie moderne Wörter wie dieses gar nicht aussprechen kann. Sie verwandeln sich automatisch. Als Beispiel sei hier erwähnt, dass aus "Klo" der "Abtritt" wird. Eben das Wort, das es zu der damaligen Zeit gab.

Schnell lernt Anna andere Menschen kennen und findet heraus, dass sie nicht die einzige Zeitreisende zu sein scheint. Und obwohl alle aus unterschiedlichen Ländern zu kommen scheinen, können sie doch alle miteinander kommunizieren, was wohl an einem 'intergalaktischen Translator' liegen muss, der anscheinend ebenfalls in ihren Sprachgebrauch eingearbeitet wurde.

Und so interessant das Venedig im Jahre 1499 auch sein mag, so versucht Anna natürlich schnell wieder in ihre Jetztzeit zurück zu kommen. Doch werden ihr bis dahin viele viele Steine in den Weg gelegt. Denn Anna ist nicht ohne Grund in die Vergangenheit gereist. Es gibt eine Aufgabe, die sie erfüllen muss ...

Ich kannte bereits zwei historische Romane von Eva Völler, die sie unter dem Pseudonym 'Charlotte Thomas' geschrieben hat und an vielen vielen Stellen hatte ich das Gefühl, als sei der 'Zeitenzauber' ein kleines Kind der Großen. Denn ich konnte mir wunderbar vorstellen, dass die Geschichte um Anna eine kleine Randgeschichte der anderen ist. 'Zeitenzauber' ist aber kein wirklich historischer Roman, denn es spielen ja sehr viele Dinge und Faktoren (und auch sehr moderne Dinge wie Facebook, Greys Anatomy usw.) eine Rolle, aber meiner Meinung nach führt dieser Roman den jungen Leser an historische Bücher heran. Denn (zumindest bei mir war es so) es entwickelt sich die Lust auf 'mehr' aus dieser Zeit.

Was mir außerdem sehr gut gefallen hat, ist der Wortwitz, der immer wieder auftaucht. Gerade am Anfang gab es mehrere Stellen, an denen man in sich hineinkichert. Später wird aus der lustigen Geschichte eine sehr sehr spannende und am Ende hatte ich eine Gänsehaut am Körper. Für mich eine sehr gelungene Mischung aus mehreren Aspekten, die ein Buch lesenswert machen.

Erwähnenswert finde ich auch noch, dass es unter anderem auch ein paar typisch alte italienische Begriffe gibt, die jeweils als Fußnote erläutert werden und so kommt auch der Lerneffekt in diesem Buch nicht zu kurz.

Ich bin froh, dass dieser Roman nicht der Auftakt einer Trilogie ist, denn sonst müsste ich nun mindestens ein Jahr auf die Fortsetzung warten. Vielmehr ist die Geschichte in sich abgeschlossen, schürt aber am Ende die Hoffnung darauf, dass es sich lediglich um den Auftakt einer Serie handelt. Sollte dies der Fall sein, werde ich liebend gerne auch bei einem zweiten Teil wieder dabei sein!

2009 meets 1499 und das in einer Form, die Jugendliche und Erwachsene gleichermaßen begeistern wird!
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am 21. Juli 2013
Als ich von diesem Buch hörte, dachte ich es wäre etwas ähnliches wie die Edelstein-Trilogie. Ist es aber definitiv nicht. Anna gelangt durch einen Zufall in die Vergangenheit und bleibt auch dort. Sie sitzt quasi im 15. Jahrhundert fest und muss sich da irgendwie zurechtfinden. Ich fand das Leben in der Vergangenheit total interessant. Anna hatte da an manchen Stellen etwas Probleme und nörgelte für mich zu oft an der Hygiene etc. herum. Schon klar, ein Leben ohne eine normale Toilette, ohne Deo, etc. ist nicht toll, aber dass sie gerade die Vergangenheit hautnah miterlebt, hat sie kein bisschen interessiert.

Anna scheint auf den ersten Blick total sympathisch. An gewissen Stellen störte mich dann aber ihre unreife Art. Manchmal denkt sie zu wenig nach, und macht stattdessen einfach mal. Aber im Bezug auf Sebastiano hat sie mir mit ihrer mutigen und beschützerischen Art gut gefallen. Sebastiano hat mir unheimlich gut gefallen. Er ist zwar am Anfang extrem wortkarg, aber genau das gefiel mir irgendwie. Sein Charakter fand ich sehr interessant, vor allem da er nicht so stereotyp war.

Auch wenn Anna nur durch einen Zufall in die Vergangenheit gelangte, handelt es sich trotzdem um einen Zeitreiseroman, denn gewisse Personen können hin und her reisen. Genau bei diesem Punkt handelt es sich um mein Hauptproblem mit dem Buch, denn es werden zwar viele Sachen angetönt, aber was wirklich dahintersteckt wird nicht erklärt. Es gab so viele offene Fragen. Wenn diese nicht spätestens im zweiten Band aufgelöst werden, bin ich erst recht enttäuscht.

Einen Pluspunkt hat das Zeitreisethema aber. Um das Zeit-Raum-Kontuinum (?)-Problem zu umgehen, hat sich die Autorin etwas gutes Einfallen lassen: Auf allen Charakteren aus der Zukunft haftet eine Sperre, wenn sie mit jemandem aus der Vergangenheit sprechen, d.h. sie können keine zukünftigen Geschehnisse ausplaudern. Ausserdem werden nichtzeitgerechte Wörter übersetzt, was manchmal ziemlich amüsant war.

Fazit:
Mit der Protagonistin hatte ich an manchen Stellen so meine Probleme, dafür gefiel mir der Protagonist sehr gut. Venedig im 15. Jahrhundert war für mich richtig interessant, das Zeitreisethema ist aber, meiner Meinung nach, zu wenig gut ausgearbeitet.
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Die 17jährige Schülerin Anna macht mit ihren Eltern Ferien in Venedig. Im Hotel lernt sie Matthias kennen, der ebenfalls mit seinen Eltern dort Urlaub macht. Ungefragt schließt Matthias mit Anna Freundschaft und begleite sie auf ihren Streifzügen durch Venedig, während die Eltern ihren eigenen Interessen nachgehen. Dabei stoßen sie auf eine merkwürdige rote Gondel, beachten sie aber nicht näher.

Zusammen mit Matthias findet Anna einen kleinen Maskenladen und ehe sie es sich versieht, ist sie im Besitz einer wunderschönen und passgenauen Katzenmaske. Abends berichtet ihr Vater von aktuellen Ausgrabungen. Als Archäologe hat er natürlich ein Interesse daran, vor allem an dem geheimnisvollen Brief, dessen Echtheit geprüft werden soll. Anna nimmt das alles nur am Rande wahr.
Tags drauf gehen alle gemeinsam zu einer Bootsaustellung. Mitten im Gedränge fällt Anna Sebastiano auf. Auch die rote Gondel ist wieder da und ehe Anna diese Information verarbeiten kann, fliegt sie schon im hohen Bogen in den Kanal.

Als sie wieder zu sich kommt, muss sie zwei Dinge feststellen. Erstens, sie ist nackt und zweitens, sie ist nicht mehr im 21. Jahrhundert.
Anna ist total verwirrt, war sie eben noch von iPod, Autos und Facebook umgeben, so kann sie diese Worte dank einer Sperre nicht einmal mehr aussprechen. Das Venedig im Jahre 1499 kennt diese Dinge schlichtweg nicht. Andere Wörter werden automatisch umgewandelt.

Anna wird von einem Mann zu einer Familie gebracht, bei der schon ein weiteres Mädchen lebt, das einen unfreiwilligen Zeitsprung hinter sich hat. Dort erfährt sie, dass sie nur wieder zurück kann, wenn sie ihre Aufgabe erfüllt hat. Doch was ist ihre Aufgabe? Und wie kann sie diese erfüllen? Schnell erkennt Anna, dass nicht nur ihr Leben in Gefahr ist...

Eva Völler schreibt unter vielen Pseudonymen, doch mir am bekanntesten sind ihre historischen Romane unter Charlotte Thomas. Auch hier spielt sehr oft Venedig eine große Rolle.

In diesem Buch entführt die Autorin den Leser nach Venedig des 15. Jahrhunderts. Die Geschichte ist aus der Sicht von Anna geschrieben. Ihre Gedanken, Gefühle und Überlegungen sind dem Leser daher nicht fremd, sondern machen ihm die Verwirrung und den Willen zurück ins 21. Jahrhundert zu kommen, sehr schnell deutlich.
Anna kämpft um eine Möglichkeit, wieder nach Hause zu kommen, doch dafür muss sie ihre Aufgabe erfüllen, wie auch immer diese lauten mag. Und während sie auf diese Erkenntnis wartet, hat sie genug Gelegenheit, die Zeit in der sie gelandet ist, kennen zu lernen. Auch der Leser kommt in den Genuss und lernt nicht nur alte italienische Begriffe kennen, die in einer Fußnote erklärt werden, sondern auch, wie man damals z.B. zu einer Toilette (Abtritt) gesagt hat. Der intergalaktische Translator" macht es möglich. Fallen die Begriffe, die Anna verwendet, nicht der Sperre zum Opfer (z.B. Facebook), so werden sie zeitgemäß angepasst. Als Leser sieht man dabei, was Anna eigentlich sagen wollte und danach, was sie tatsächlich sagt.

Annas Wortwitz und ihre Schlagfertigkeit ist davon unberührt und so musste ich, trotz der Spannung der Geschichte, immer wieder schmunzeln oder kurz auflachen.
Annas Reise nach Venedig im 15. Jahrhundert scheint wie der kleine Ableger der großen Romane zu sein. Denn auch in diesem Buch merkt man an, dass die Autorin viel zu Venedig und dem 15. Jahrhundert recherchiert hat. Ihre Liebe zu Venedig kommt deutlich beim Leser an und reißt ihn förmlich mit.

Die Hauptprotagonisten sind sehr farblich. Anna ist eine typische 17jährige, leicht naiv noch, aber durch ihren Wortwitz einfach nur liebenswert. Auch Sebastiano wird immer farblicher und gegen Ende hat man gleich zwei neue Freunde gefunden.
Die Geschichte spielt ausschließlich in Venedig, wenn auch zu verschiedenen Zeiten. Die Schauplätze, die Umgebung und auch das Leben der Menschen, sei es nun das Leben einer kleinen Familie oder eines Politikers werden so anschaulich beschrieben, dass man es sich als Leser sehr gut vorstellen und hineinversetzen kann.

Das Buch beginnt mit dem geheimnisvollen Brief und weckt beim Leser die Neugierde, wie es zu diesem Brief wohl kam und was dahinter steckt.
Beginnt die Geschichte zunächst ruhig, steigt der Spannungsbogen spätestens ab dem unfreiwilligen Bad von Anna im Kanal spürbar an.

Der Roman ist in sich abgeschlossen, die Aufgabe gelöst. Jedoch gibt es gerade im Epilog einen kleinen Hinweis, dass es noch mehr Abenteuer mit Anna und Sebastiano geben könnte. Ein zweiter Teil ist übrigens am 14.03.2013 erschienen.

Fazit:
Eine spannende Zeitreise, die sowohl Jugendliche wie Erwachsene in ihren Bann ziehen wird.

Reihe:
Zeitenzauber: Die magische Gondel
Zeitenzauber - Die goldene Brücke: Band 2
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am 7. Februar 2012
Zum Inhalt:
Die 17jährige Anna begleitet ihre Eltern, als diese beruflich in Venedig zu tun haben. Ihr Vater ist Archäologe, aber dummerweise hört Anna nicht richtig zu, als er von merkwürdigen Fundstücken erzählt. Denn kurz darauf fällt sie bei einer historischen Bootsparade in einen der Kanäle - und wacht in der Vergangenheit wieder auf, genauer gesagt im Jahr 1499!

Meine Meinung:
Das Buch liest sich schnell und ist eine wirklich nette Unterhaltung. Zeitreise-Romane sind eigentlich nicht so meine Leserichtung, aber dieser hier hat mir gut gefallen. Allerdings bin ich mit der Protagonistin Anna nicht so recht warm geworden. In der Gegenwart kam sie mir deutlich jünger vor als 17. Als sie dann in die Vergangenheit gereist war, hat sie sich doch als ziemlich schlaues und mutiges Mädchen entpuppt, aber gefühlsmäßig ist sie mir eher fremd geblieben.

Etwas mehr Tiefe hätte den Charakteren nicht geschadet, trotzdem habe ich Annas Suche nach dem Weg zurück in ihre eigene Zeit als kurzweiliges Lesevergnügen empfunden

Zeitenzauber ist als Trilogie gedacht, die Bände sollen aber unabhängig voneinander gelesen werden können, was aus meiner Sicht bei diesem ersten Band auch gut gelungen ist.
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am 1. März 2012
'Du kannst gleich gehen, aber deinen Namen muss ich wissen, und auch den Ort, wo du wohnst.'
'Ich heiße Hannah Montana.'
'Und wo wohnst du?'
'Am Disney Kanal.'
(Zeitenzauber, Seite 40)

Hannah Montana meets 1499, als es noch Nachttöpfe gab! Spannend? Auf jeden Fall. Fragt sich nur, ob die Idee auch gut umgesetzt wurde, nachdem Kristin Gier mit der Edelstein ' Trilogie so erfolgreich war. Aber eben diese Frau Gier lobt das Buch selber in den höchsten Tönen ('Unbedingt lesen!'). Hat sie recht? Meiner Meinung nach hat sie das, allerdings nur bedingt. ;)
Wie immer ist meine Rezension in 'STORY', 'STIL', 'AUTHENTIZITÄT (der Charaktere, Handlung und der Liebesgeschichte)' und 'FAZIT' unterteilt, wer sich also nicht durch alles quälen möchte, kann schnell zu einem Kriterium springen. ;)
Eine 'Miniversion' meiner Rezension aber gleich am Anfang:

STORY: Frisch, witzig, recht spannend, zum Ende hin sehr kitschig
STIL: Angenehm, witzig
AUTHENTIZITÄT: Tolle Ideen wie eine Sprachblockade in der Vergangenheit, sodass Anna keine 'neuen' Worte wie Ipod sagen kann, jedoch unausgearbeitete Charaktere und Handlungen, eine aufgesetzte Liebesgeschichte
FAZIT: Erste Hälfte 5 Sterne, danach teilweise nur 3.. Man hätte mehr daraus machen können!

-> Story: Wer jetzt erwartet, hier genau das aufgetischt zu bekommen, was man schon aus der Edelstein - Trilogie kennt, wird eines besseren belehrt, denn schnell wird einem klar, alles ist ganz anders.. Anna hat immer ein merkwürdiges Jucken in ihrem Nacken, wenn Gefahr droht. Eben dieses Jucken wird unerträglich, als sie mit ihren Eltern in Venedig ist.. Und soll sich auch als berechtigt erweisen! Denn schneller als sie selber gucken kann, liegt sie vollkommen nackt in irgendeiner Gasse und ist im Jahr 1499 gelandet.
Mehr will ich nicht verraten, aber es ist wirklich nicht wie in der Edelstein - Trilogie, angefangen dabei, dass Anna nicht von sich aus zeitreisen kann, sondern sozusagen unfreiwillig in eine involviert wurde. Natürlich gibt es zu dieser Storyline viele liebenswürdige Charaktere und einen männlichen Akteur, der nebenbei bemerkt aussieht wie Orlando Bloom und für all den Mist mit verantwortlich ist. ;)
Zum Ende hin wird sie jedoch unübertrefflich kitschig, was ich nicht für nötig gehalten hätte, aber das ist Geschmackssache..
Die Story ist also was neues, spannendes und auch gut durchdachtes, aber dazu mehr unter Authentizität!

-> Stil: Schreiben kann die Autorin auf jeden Fall, keine Frage. Sie hat eine lockere Art zu schreiben und man ist gleich mitten im Geschehen, ohne sich lange reinlesen zu müssen. Einen tollen Humor hat sie ebenfalls, ich musste einige Male laut auflachen (bestes Beispiel das Zitat vom Anfang). ;)
Die Umgebung wird gut, aber nicht zu ausführlich beschrieben, man gerät nie in langweilige Passagen. Es ist gerade so geschrieben, dass man ein Bild von Venedig in der Vergangenheit bekommt, ohne jeden Pflasterstein in den Gassen ausführlich beschrieben zu bekommen.
Denn genau das es so kommen würde hatte ich befürchtet, da besonders bei Zeitreisegeschichten Autoren gerne jedes Haus und jede Person der Vergangenheit so ausführlich beschreiben, dass man sich schnell langweilig. Hier? Fehlanzeige!
Allerdings arbeitet sie ihre Hauptcharaktere zu wenig aus, was mich echt gestört hat (dazu auch mehr unter Authentizität).

-> Authentizität: Bingo, auch das dritte Kriterium erfüllt die Autorin teilweise spielend. Anna ist (mir) sowohl in der Gegenwart, wo sie sich am liebsten mit ihrem neuen Ipod beschäftigt, als auch in der Gegenwart, wo sie das Wort Ipod nicht mal aussprechen kann, recht sympathisch gewesen. :)
Richtig gehört, 'moderne' Worte wie Ipod, Toilette, Lady Gaga oder sonst was lassen sich nicht aussprechen, schließlich soll die Vergangenheit ja nicht durch die Zukunft beeinflusst werden. So kommt es dann, dass aus dem Wort 'Film' 'Kostümspiel' wird und Anna die eigentlichen Worte nicht sagen kann. :)
Auch sonst hat sich die Autorin auf jede Frage eine schlaue Antwort überlegt. So ist Zeitreisen schon fast logisch, wenn ich das mal so ausdrücken darf. ;)
Was mir allerdings weniger gefallen hat, war die eindeutig sehr schwache zweite Hälfte des Buches. Ich denke ich verrate hier keinem ein Staatsgeheimnis, wenn ich schreibe, dass sich zwischen Anna und Sebastiano, dem gutaussehenden Zeitreisenden, eine Romanze anbahnt. Dagegen ist natürlich nichts einzuwenden, aber wenn diese Romanze komplett aufgesetzt und unnachvollziehbar daherkommt, ist das leider alles andere als gut. Am Anfang wechseln die beiden kaum irgendwelche Worte miteinander, und wenn, dann sagt er ständig nur 'Das kann ich dir nicht sagen', die restliche Zeit ist er unterwegs. Als sie sich dann wieder treffen, gestehen sie sich sofort ihre Liebe und alles ist in der Hinsicht geklärt. Da habe ich mich nur gefragt, ob ich den Teil, in dem sich die beiden ineinander verlieben konnten, übersehen habe, aber nichts da, den gibt es einfach nicht.
Das hat mich immens gestört, denn nicht nur das die Romanze so aufgesetzt wirkte, der Leser selber hatte auch gar keine Möglichkeit Sebastiano kennenzulernen, da er so wenig auftaucht. Da hilft es auch nichts, wenn er nach Annas Beschreibung aussieht wie Orlando Bloom. Es fehlt einfach ein Einblick in seine Persönlichkeit, ich konnte keinen Zugang zu ihm finden. Erst ist er abweisend bzw. kühl, in der nächsten Szene, in der sie aufeinander treffen, gesteht er ihr seine Liebe. Das passt einfach nicht!
Auch andere Handlungen sind, naja, etwas unglaubwürdig. Anna ist so schwer in Sebastiano verknallt, dass sie nach seinem Liebesgeständnis nicht mal mehr darüber nachdenkt! Da habe ich mich auch wieder gefragt, was das soll.. Schwärmt sie doch erst so von ihm, scheint sie das wiederum erst mal herzlich wenig interessieren.
Außerdem verschwimmen die Grenzen zwischen Gut und Böse ziemlich. Ist ansichts nicht schlechtes, aber während dem Lesen war mir manchmal nicht klar, ob der Charakter jetzt gut oder schlecht ist, warum er so handelt und wie ich dies & das jetzt verstehen soll.. Eben genau aus dem oben genannten Grund: Es fehlen einfach erläuternde Seiten, es wirkt so als hätte man manche notwendigen Stellen einfach ausradiert.
Genauso wenig hat mir das kitschige Ende gefallen.. Weniger ist manchmal mehr, aber ich will nichts zu viel verraten..

Fazit: Ein Buch, aus dem man mehr hätte machen können! Während die erste Hälfte einen noch voll einnimmt und ich dem Buch locker 5 Sterne gegeben hätte, lässt es in der zweiten stark nach.
Potential wäre auf jeden Fall da! Die Geschichte ist neu, gut geschrieben, allerdings wirken sowohl die Romanze als auch das Ende aufgesetzt.
Ich bin mir sicher, dass es nichts geschadet hätte, wenn die Autorin sich einfach etwas mehr Zeit gelassen hätte und das Buch dann um ein paar Seiten länger geworden wäre, auf denen die Charaktere weiter ausgebaut und manche Handlungen ersichtlich geworden wären.
Da es eine Fortsetzung geben wird, hoffe ich, sie lässt sich mit der mit Zeit und verleiht ihrer guten Idee den nötigen Schliff. Mit ein bisschen mehr Zeit und mehr Seiten, auf denen man die Möglichkeit hat, alles nachvollziehen zu können, wird der nächste Teil sicher besser. Hoffentlich!

-> 1 Stern für die Idee und ihre Umsetzung, 1 Stern für den Schreibstil und einen für die tolle erste Hälfte.
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am 27. November 2011
Die 17-jährige Anna verbringt zusammen mit ihrem Eltern ihren Urlaub in Venedig. Da ihre Eltern auch beruflich in Venedig unterwegs sind, ist Anna die meiste Zeit über auf sich alleine gestellt, was ihr aber nichts weiter ausmacht.
Auf einem Bootsfest entdeckt Anna eine rote Gondel, die ihr direkt ins Auge springt. Sie fühlt sich magisch angezogen und fällt versehentlich ins Wasser. Als sie herausgezogen wird, befindet sie sich in der Gondel - und wacht nackt in einem 'anderen' Venedig wieder auf, denn sie befindet sich plötzlich im Jahre 1499.
Für Anna ein Albtraum, vor allem, wenn sie keine Ahnung hat, wie sie wieder zurück in die Gegenwart soll. Dabei ist sie auf Sebastian angewiesen, der ebenfalls in der Gondel saß und die Gabe hat, zwischen den Zeiten zu reisen. Aber dieser kann sie ohne eine wichtige Aufgabe nicht in die Gegenwart zurückbringen...

Als ich erfahren habe, dass Eva Völler ein neues Jugendbuch geschrieben hat, wurde ich direkt neugierig, denn bislang kannte ich die Autorin ausschließlich von Chick Lit-Büchern wie "Das Chaosweib" oder "Der Montagsmann". Da ich diese bereits super fand, war ich nun besonders gespannt darauf, was "Zeitenzauber" zu bieten hat.

Leider ist dieses Hörbuch eine glatte Enttäuschung. Schuld daran ist aber hierbei nicht die Autorin oder die Geschichte, sondern eher das Hörbuch selbst.
Ganz, ganz schrecklich ist bei diesem Hörbuch die Sprecherin. Hannah Schepmann konnte mich überhaupt nicht von sich überzeugen. Bereits nach fünf Minuten war ich sehr genervt von ihr, weil sie alles viel zu sehr betont und dazu noch einen schrecklich arroganten Ton dabei anbringt. Die Sprecherin passt leider überhaupt nicht zu der Protagonistin, was mir das Hörbuch doch sehr vermiest hat. Es war leider wahnsinnig anstrengend, Hannah Schepmann bei diesem Hörbuch zuzuhören.

Die Geschichte selbst ist vollkommen okay, da gibt es so gut wie gar nichts zu kritisieren, nur leider hat mir die Sprecherin so ziemlich alles Gute an dieser Geschichte vermiest. Zeitreisegeschichten gibt es aktuell wie Sand am Meer, aber dennoch schafft es "Zeitenzauber" zu überzeugen und vor allem zu überraschen. Hier lernt man nicht nur viel über die Geschichte Venedigs im 15. Jahrhundert kennen, sondern auch eine tolle Protagonistin, die mich zwar ab und zu genervt hat, aber ansonsten recht liebenswert ist. Sie ist mutig, aufgeschlossen, versucht sich der Zeit anzupassen und nimmt die ganze Zeitreisegeschichte innerhalb von kurzer Zeit erstaunlich locker - ein Punkt, den ich nicht ganz nachvollziehen kann, aber da tickt ja jeder Mensch anders. Ein wenig schade fand ich, dass man Anna und die anderen Charaktere alle eher oberflächlich kennengelernt hat. Zwar mag das für die Geschichte ausgereicht haben, aber ein wenig mehr Tiefgang hätte den Charakteren nicht geschadet.

Die Mischung aus Fantasy, Abenteuer und Historie ist hier gut gewählt und die Elemente sind untereinander gut verteilt, sodass während der Geschichte Langeweile ein Fremdwort ist.

Ein faires Urteil abzugeben ist hier äußerst schwer. Die Geschichte selbst gefällt mir sehr gut und Eva Völler kann nichts für die schlechte Hörbuchproduktion, aber dennoch geht es hier um das Hörbuch, dass bewertet werden muss - und hier kann ich nur sagen: Finger weg! Die knapp etwas über sieben Stunden Hörzeit wurden immer mehr zur Qual und bei der Hälfte dachte ich nur noch "Ohje, nochmal die gleiche Länge". In Kurzform: Buch hui, Hörbuch pfui!
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am 9. Oktober 2011
Gerade habe ich sie beendet, die Geschichte um die rote Gondel und ich bin froh, dass ich meiner Büchersucht nachgegeben und das Buch gekauft habe. Und zwar nicht nur, weil das Cover so traumhaft schön ist.

Kurz zum Inhalt:
Anna, 17 Jahre alt, ist mit ihren Eltern - der Vater ist Archäologe - in Venedig bei einer seiner Ausgrabungen. Bei einem Bummel durch die Stadt kauft sie eine venezianische Maske. Kurz darauf fällt ihr eine rote Gondel auf,sie beobachtet einen Messerkampf, fällt ins Wasser und schwupps - ist sie im Jahre 1499 gelandet. Was sie in Venedig in einer Zeit - 510 Jahre vor ihrer eigenen - soll, wird wunderschön und mit einer großen Liebe zum Detail von Eva Völler erzählt. Und zwar alles andere als langweilig!
Allerdings spare ich mir eine Wiedergabe des Inhaltes - es ist viel schöner nicht zuviel zu wissen, wenn man es liest :-)

Als Leser kann man wunderschön dem Leben im 15. Jahrhundet folgen. Bunt und genau wird der Alltag mit seinen Widrigkeiten und schlechten Gerüchen geschildert und schnell ist man mittendrinn in diesem spannenden Plot. Und spannend ist er!

Die Protagonisten sowie die Nebenfiguren sind wunderschön und klar gezeichnet, ich hatte keine Probleme mich mit ihnen anzufreunden und empfand sie weder platt noch langweilig, wie das hier an anderer Stelle schon geschildert wurde. Der Aufbau mit den Zeitsprüngen ist logisch und nachvollziehbar, die zarte Liebesgeschichte zauberhaft - mir hätte sie ein bißchen länger sein können :-)

Fazit:
Volle Leseempfehlung!
Eva Völler hat mit ihrem Buch einen echten Leckerbissen geschaffen, für interessierte Jugendliche und Leser der 'All-Age-Sparte'. Wer die Edelsteintrilogie von Kersin Gier mag, wird hier auch voll auf seine Kosten kommen!
Herrlich geschrieben, mal ganz ohne Vampire, mit einer Protagonistin, die einen Wortwitz aufweist, der mich ein wenig an Rosa aus der 'Arkadien-Reihe' erinnert. Ja nicht unterkriegen lassen Mädels!

Für mich ein Buch, welches ich gerne noch einmal lesen werde und einen Platz im 'Lieblingsbuchregal' bekommt.
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am 28. Juni 2016
*Inhalt*
Annas Vater ist Archäologe und hat im Sommer 2009 berufliche Verpflichtungen in Venedig, seine Tochter und seine Frau begleiten ihn. Anna ist viel auf sich allein gestellt und langweilt sich. Bei ihren Ausflügen in der Lagunenstadt entdeckt sie eine rote Gondel, das ist ungewöhnlich, denn die Gondeln in Venedig sind schwarz. Kurze Zeit später besucht sie mit ihren Eltern eine historische Bootparade und wird im Gedränge in den Kanal gestoßen. Ein gutaussehender Bursche zieht sie aus dem Wasser in die mysteriöse rote Gondel… dann flimmert es vor ihren Augen und sie befindet sich in einem Venedig, welches sie nicht kennt, im Jahr 1499. Sebastiano, der gutaussehende Bursche ist wie sie ein Zeitreisender. Anna muss nun eine Aufgabe erledigen, die für ihre Zukunft und die von Venedig wichtig ist. Doch was diese beinhaltet und wem sie vertrauen kann, muss sie allein herausfinden.

*Meine Meinung*
"Zeitenzauber - Die magische Gondel" von Eva Völler ist der Auftakt einer Zeitreise-Trilogie, die in Venedig spielt. Gerade in den letzten Monaten habe ich Venedig für mich entdeckt und da ich auch Zeitreiseromane liebe, war es ein Muss, dieses Buch zu lesen. Am Anfang hatte ich einige Schwierigkeiten ins Buch zu kommen, mir war Anna manchmal zu kindisch und unreif. Aber der lockere und leichte Schreibstil und die wunderschönen und lebendigen Beschreibungen von Venedig haben mich mitgerissen und in die Geschichte eintauchen lassen.
Witzig finde ich die Idee mit der Sperre, wenn Anna neumodische Worte wie IPod oder auch Facebook benutzt und welche altmodischen Worte dann herauskommen.

Die Charaktere sind lebendig und authentisch, Anna ist ein Teenager, die zuerst ziemlich zickig und überheblich ist. Im Laufe des Buches entwickelt sie sich und wird mir dann auch sympathischer. Sebastiano hat es mir sofort angetan, am Anfang ist er geheimnisvoll und manchmal auch sehr unfreundlich, aber seine Entwicklung im Buch ist sehr positiv. Auch die anderen Charaktere sind realitätsnah, wie zum Beispiel die Schurken, die ich wirklich nicht mochte.

*Aufmachung des Buches*
Das Cover ist wunderschön und geheimnisvoll, ein richtiger Eye-Catcher. Der große Mond wird von der blaugrünen Nacht umrandet und mittendrin ist eine junge Frau mit einem Ballkleid auf der roten geheimnisvollen Gondel.
Und dann sind da noch die kleinen Zeichnungen vor einigen Kapiteln, die sind auch wunderschön und runden das Buch gut ab.

Fazit:
Trotz anfänglicher Schwächen ein schöner Zeitreise-Roman, eine gute Mischung aus geheimnisvoller Geschichte, Humor und wunderbaren Landschaftsbeschreibungen. Den zweiten Band möchte ich auf jeden Fall lesen und vergebe diesem Teil 4 Sterne.
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am 5. Juni 2016
Tja, wieso hab ich mir diese Buchreihe gekauft?
Ich kann mich eigentlich den anderen Rezensenten nur anschließen. Zeitenzauber war für mich ein Glücksgriff. Ich wollte unbedingt was neues lesen, bin an diesen Büchern schon oft vorbei gelaufen und versuchte das hartnäckige "Nimm mich mit" zu ignorieren, mangels Geld. Aber irgendwann hatte ich die Gelegenheit und hab mir direkt alle drei Bände gekauft. Und es nie bereut. Bisher hab ich sie schon 6 mal alle gelesen und sie werden niemals langweilig.

Mir gefällt Anna total gut, nur ein Manko gab es, was mich beim Lesen häufiger genervt hat. Das war dieses "Die sieht aus wie Hannah Montana" ich kenne Hannah Montana und ich find es auch ok, wenn die Autorin sie sich so vorstellt. Aber es wäre toller, wenn die Autorin ihren Lesern eine eigene Phantasie zugestehen würde, als mit solchen Ausprüchen ihrer Charaktere mir sofort Miley Cyrus in den Kopf zu setzen. Ich stelle mir die Figuren auch so vor, ohne, dass man mir diktiert, wie sie auszusehen haben. Das mag ich nicht besonders, wenn man mir diktiert, was ich mir vorzustellen hab, ich hab meinen eigenen Kopf, meine eigene Phantasie und die benutze ich auch am liebsten. :-P
Aber das war, wie gesagt, das einzig negative.

Zum Positiven; Da ich nicht spoilern will, werde ich zu der Handlung nur so viel sagen, dass sie klasse ist. Ich mochte es mit Anna und Sebastiano nach Venedig zu reisen und auch wie Anna / Eva Völler diese Zeit beschrieb, hat mir nur noch mehr Lust gemacht. Es war spannend, es war aufregend und ich wurde am Schluss genauso überrascht wie Anna. Die Figuren wirkten so echt, dass ich mir den Kräuterladen mit seinen Bewohnern gut vorstellen konnte. Clarissa fand ich direkt von Anfang an seltsam, aber irgendwie auch sympathisch. Ich konnte sehr gut verstehen, wie dankbar sie für Annas Anwesenheit war. Überhaupt, hab ich die Figuren sofort ins Herz geschlossen und war von der ersten Sekunde an ein Fan.

Nach der Edelsteintrilogie von Kerstin Gier ist Zeitenzauber von Eva Völler mein absoluter Geheimtipp für alle, die Zeitreisen lieben. Übrigens kommt man gut mit. Ich bin nicht einmal durcheinander gekommen und hab jede Zeile verschlungen und genossen.

Übrigens sind auch die Fortsetzungen "Die goldene Brücke" und "Das verborgene Tor" erste Sahne.

Ich verspreche euch, ihr werdet unheimlich viel Spaß haben und garantiert noch was interessantes über Venedig und diese Zeit erfahren. Und ich sag das als Kundin UND als begeisterte Leserin! :)
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Die magische Gondel ist Band eins einer Trilogie, die mich letztens gefesselt hat. Was eigentlich ein Jugendbuch ist, hat mir als 47Jährige Leserin auch sehr gut gefallen. Ich kam zum Buch, weil ich eine Lesung besucht hatte im Rahmen einer Jubiläumsfeierlichkeit in einem kleinen Ort im Eichsfeld – ganz in meiner Nähe – dort war keine Geringere als Charlotte Thomas anwesend, um aus ihrem neuen historischen Roman zu lesen („Das ferne Land“) Im Laufe des Gesprächs nach der spannenden Lesung stellte sich heraus, dass Charlotte Thomas auch Eva Völler ist, bzw. umgekehrt – und mein Interesse an den Büchern der Autorin Eva Völler war geweckt, weil ich Charlotte Thomas` historische Romane liebe.

Ich habe mich für die Trilogie entschieden, weil ich die Idee spannend und interessant fand und muss zugeben, dass ich recht voreingenommen in die Bücher gegangen bin, mit hohen Erwartungen, weil ich Charlotte Thomas als für den historischen Roman perfekt empfinde – vom Stil her und überhaupt …

Ich möchte euch berichten, ob ich Eva Völler ebenso empfand …

Das Buch geht in die Richtung der Bücher von Kerstin Gier, hat aber dennoch seinen eigenen Stil.

Das Buch ist von der Ausstattung her sehr ansprechend gestaltet, das Cover fühlt sich sehr weich an und die Illustrationen im Buch und auf dem Schutzumschlag gefallen mir auch sehr gut, sie passen gut zum Inhalt und sind künstlerisch einfach ansprechend.

Inhaltsangabe:
===========

Anna ist mit ihren Eltern in Venedig. Der Vater hat dort beruflich zu tun. Anna mag die Erzählungen ihres Vater nicht, es ist ihrer Meinung nach immer das gleiche, und sie hört gar nicht richtig zu. Sie bekommt mit, dass er von einem Brief berichtet, den jemand entdeckt hat, von einer Anna, einer jungen Frau, die den gleichen Namen hat wie sie …. Man streitet noch über die Echtheit des Briefes …

Dann ist da noch Matthias mit Familie, auch er ist mit seinen Eltern in Venedig und Anna freundet sich ein wenig mit ihm an, obwohl sie ihn erst nicht so unbedingt mochte, eigentlich lieber allein sein wollte.

Wenn man das liest, was im inneren des Schutzumschlags steht, dann muss man das Buch lesen, es lässt den Leser extrem neugierig zurück, mein Interesse war geweckt und das Buch ist es auch wirklich wert, gelesen zu werden, es hat mich zu 100 Prozent überzeugt, von der Spannung unübertrefflich und auch vom regional historischen Aspekt sachlich exzellent.

Eine rote Gondel fällt Anna auf, die eine Besonderheit an sich hat. Es gibt ja nur schwarze Gondeln in Venedig, diese rote muss wohl eine besondere sein, was hat es mit ihr auf sich ???
Als Anna mit ihren Eltern, Matthias und dessen Eltern die historische Bootsparade besucht wird sie bald in die Vergangenheit „gezogen“ – eine Zeitreise ist es – auf die Anna ungewollt mitgenommen wird, während dieser lernt sie Sebastiano kennen und verliebt sich in ihn und er in sie, aber kann diese Freundschaft und aufkeimende Liebe eine Chance haben zwischen den Zeiten ???

Die Zeitreisegeschichte ist einerseits romantisch, andererseits aber vordringlich spannend und die Kulisse des Venedig des Jahres 1499 lässt den Leser entfliehen in diese historische Stadt und die Menschen sowie das Leben zu damaligen Zeit – welches immer im Vergleich zum Heute dargestellt wird, weil Anna vergleicht – natürlich – und sie kann die entsprechenden modernen Ausrücke des Heute nicht verwenden, diese werden sofort umgemünzt in die entsprechende Sprache der damaligen Zeit. Sie versucht einen Brief zu schreiben, sie lernt viele Menschen kennen, solche, die es gut mit ihr meinen und solche, die ihr Böses wollen. Sie muss eine gute Tat vollbringen, erst dann – wenn sie ihre Mission erfüllt hat, kann sie zurück in ihre Zeit, aber möchte sie das überhaupt noch ????

Am Ende der Geschichte ….

Nein, das verrate ich jetzt nicht, das würde die Spannung vorwegnehmen – das wäre zu Schade, wer sich für Zeitreisen, für Venedig und spannende historische Jugendromane interessiert, der kommt an diesem Buch nicht vorbei, ich lese gerade Band 2 – hier werden wir Leser nach Paris entführt, auch extrem spannend und lebendig…

Es liest sich flüssig, was Anna erlebt, man kann mit ihr die Unterschiede erleben zwischen dem Jahr 1499 und unserer Zeit, schon allein die Hygiene …. Und man lernt Venedig kennen, man spürt, dass die Autorin ein besonderes Verhältnis zu dieser Stadt hat und sich auch historische auskennt.

Absolute Empfehlung !!!
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