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24 von 28 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Gelungener Auftakt mit Luft nach oben
Thomas Engers Debüt Roman ''Sterblich'' ist der Beginn einer Reihe um den Online Journalisten Henning Juul, dem noch fünf Romane folgen sollen, deren Titel auf der Internetseite des Autors schon veröffentlicht sind. Dies lässt hoffen, dass er sich ein großes Ganzes ausgedacht hat und die Entwicklung des Titelhelden und einige angefangene...
Veröffentlicht am 30. September 2011 von Marilu

versus
9 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Nicht zufriedenstellend
Ich glaube, ich werde mit diesem Autor nicht warm.
Nach dem 2. Buch um Henning Juul habe ich nun also auch das 1. gelesen, und komme wieder zu dem gleichen Schluss: gute Geschichte, aber nicht gut erzählt.

Ein Mädchen wird tot aufgefunden, grausam ermordert, die erste Theorie, Ehrenmord, liegt nahe. Doch natürlich ist alles anders als...
Vor 18 Monaten von Mandy Thieme veröffentlicht


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9 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Nicht zufriedenstellend, 4. Februar 2013
Von 
Mandy Thieme (Leipzig) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Ich glaube, ich werde mit diesem Autor nicht warm.
Nach dem 2. Buch um Henning Juul habe ich nun also auch das 1. gelesen, und komme wieder zu dem gleichen Schluss: gute Geschichte, aber nicht gut erzählt.

Ein Mädchen wird tot aufgefunden, grausam ermordert, die erste Theorie, Ehrenmord, liegt nahe. Doch natürlich ist alles anders als gedacht und Juul, ein Journalist, der 2 Jahre nach einem Brand in seiner Wohnung und dem damit einhergehenden Tod seines kleinen Sohnes wieder beginnt zu arbeiten, löst den Fall.

Das Ganze wirkt mir zu konstruiert, es gibt einige Unstimmigkeiten und ein Erzählstrang erschließt sich mir irgendwie überhaupt nicht.

Die Charaktere bleiben bis auf Juul eher blass. Juul hingegen ist meiner Meinung nach gut gelungen, seine Ängste werden detailreich und authentisch dargestellt, seine (Schuld-)Gefühle bezüglich seines Sohnes sind ergreifend – sprachlich gesehen das einzig wirklich Schöne.

Vor allem am Anfang kam ich mir von der sexuellen Gier einiger Charaktere regelrecht erschlagen vor und wusste damit nicht viel anzufangen.
Insgesamt scheint der Autor gern mit Vorurteilen (gegen Ausländer, gegen Schwule, gegen Frauen, …) zu spielen, für mich leider oft zu plump.

Die Geschichte aber ist spannend, mit vielen überraschenden Wendungen. Mein Anfangsverdacht wurde erst erhärtet, nur um kurze Zeit später wieder entkräftet zu werden.

Auch dieser erste Band endet wieder mit einem fiesen Cliffhanger, Juuls eigene dramatische Geschichte zieht sich sicher durch alle Bände und ich bin sehr gespannt, wie sich am Ende alles aufklären wird.

Trotzdem leider nur 3 Sterne.
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24 von 28 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Gelungener Auftakt mit Luft nach oben, 30. September 2011
Thomas Engers Debüt Roman ''Sterblich'' ist der Beginn einer Reihe um den Online Journalisten Henning Juul, dem noch fünf Romane folgen sollen, deren Titel auf der Internetseite des Autors schon veröffentlicht sind. Dies lässt hoffen, dass er sich ein großes Ganzes ausgedacht hat und die Entwicklung des Titelhelden und einige angefangene Stränge in der Handlung weisen auch deutlich darauf hin.

Zunächst einmal werden wir tief in die Gedankenwelt des Journalisten Hennig Juul hineingezogen, der nach zwei Jahren wieder seinen ersten Arbeitstag hat, nachdem er bei einem Brand seinen Sohn verloren und selbst schwer verletzt wurde.
Noch immer traumatisiert von dem Brand, versucht er wieder ein normales Leben anzufangen, aber sein erster Blick beim Betreten eines jeden neuen Gebäudes geht zu den Feuermelden oder Brandlöschgeräten, in seiner eigenen Wohnung wechselt er manisch die Batterien der Feuermelder aus und wir ahnen schon, dass noch ein weiter Weg vor ihm liegt.

Aber Juul ist auch ein Top Journalist und gleich am ersten Arbeitstag bei einer Online Redaktion wird er mit einem brutalen Mord konfrontiert, eine Filmstudentin wurde gleichzeitig gesteinigt, ausgepeitscht und verstümmelt. Ausgerechnet mit dem neuen Freund seiner Ex-Frau, für die er immer noch einiges empfindet, muss er nun zusammen arbeiten, was ebenso demütigend ist, wie die Tatsache, dass eine ehemalige Praktikantin jetzt seine Chefin ist. Tapfer schluckt er alles herunter und schafft es dennoch aufgrund seines Instinkts und mit Hilfe eines mysteriösen Informanten aus den Reihen der Polizei, mit dem nur über das Internet Kontakt aufnimmt, den Täter ausfindig zu machen.

Trotz der Brutalität des Mordes, ergeht sich der Autor nicht in seitenlangen, detaillierten Beschreibungen, gewalttätige Szenen werden relativ dezent dargestellt, kein perverser Serientäter ist am Werk, es ist ein Krimi eher nach klassischem Strickmuster und ebensolchem Motiv.
Am Anfang gerät ein zu offensichtlich Verdächtiger ins Visier der Polizei, es geschehen weitere Morde, bald merkt man, dass mehrere Verbrechen miteinander verflochten sind und nachdem Hennig Juul die Stränge entwirrt hat, bietet die endgültig Auflösung angesichts der relativ beschränkten Zahl der beteiligten Personen durchaus noch eine Überraschung.

Ob die Arbeit eines Journalisten realistisch dargestellt wird, vermag ich nicht zu beurteilen, aber sie kommt sehr authentisch und glaubwürdig herüber, etwas befremdlich hingegen fand ich dagegen die wenigen Passagen aus der Perspektive des ermittelnden Kommissars, dessen Gedanken nur darum zu kreisen scheinen, wie er seine attraktive Kollegin ins Bett bekommen könnte.

Thomas Enger versteht es Spannung durch klassische Ermittlungsarbeit, bedrohliche Situationen, Cliffhanger und sogar die eine oder andere Verfolgungsjagd zu erzeugen, ohne dass er eines dieser Stilmittel überstrapaziert, allerdings kann er auch nicht vermeiden, dass die inneren Monologe des Titelhelden die Spannung wieder ausbremsen und manchmal etwas langatmig sind.
Meine größten Schwierigkeiten hatte ich aber mit Hennig Juul selbst, der so von Unglück und Traurigkeit überschüttet, in seinem Leid baden muss, dass der Autor es mir schwer gemacht hat, etwas anderes außer Mitleid und Verständnis für Juul zu empfinden und ihn um seiner selbst willen zu mögen, obwohl natürlich an mehreren Stellen sein nobler Charakter offensichtlich wird, er überlässt zum Beispiel die Lorbeeren für seine Recherchen seinem Partner.

Am Ende bleiben einige Fragen offen, die genug Stoff für die weiteren Romane liefern und auch Henning Juul hat in seiner Trauerarbeit eine entscheidende Stufe genommen, so dass die Serie einiges an Potential zu bieten hat, das in dem Auftaktroman noch nicht völlig ausgeschöpft wurde, der trotzdem ein spannender und intelligenter Krimi geworden ist.
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22 von 26 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen neue Krimiserie aus Norwegen, 1. September 2011
Von 
Bei diesem Buch lohnt sich ein zweiter Blick. Ein sehr interessanter Ermittler und ein außergewöhnlicher Plot bestimmen den Beginn einer neue Krimiserie aus Oslo.

Auf einem Hügel in Oslo wird in einem Zelt eine bizzare Szene vorgefunden. Eine junge Frau ist bis zum Hals in der Erde eingegraben, man hat ihr eine Hand abgeschnitten und sie zu Tode gesteinigt. Wer tut so etwas und hat die Todesart etwas mit der Scharia zu tun. Die Ermordete, eine junge Studentin, hatte einen pakistanischen Freund.Hat sie ihn betrogen und wurde seinem Kulturkreis entsprechend bestraft?.Die Polizei tappt im Dunkeln.
Der Journalist Henning Juul, der nach 2 Jahren Pause seinen Dienst wieder bei der Onelinezeitung 123nyheter antritt, beginnt zu recherchieren.

Dieser Krimi einer neuen skandinavischen Serie ,hat mir ausnehmend gut gefallen. Der Fall ist spannend und gut konstruiert und führt nicht nur Henning Juul immer wieder auf falsche Fährten, sondern ist so geschickt aufgebaut, dass alle Fäden am Ende zu einen einleuchtenden und überraschenden Ende führen. Der Journalist Henning Juul ist eine mehr als interessante Figur,der in diesem Roman auch noch viele Baustellen im privaten Bereich überwinden muss. Sein Sohn ist bei einem Wohnungsbrand ums Leben gekommen, bei dem Juul schwer verletzt wurde.Seine Ehe ging darüber in die Brüche und nun muss er sich auf der Arbeit mit dem neuen Lover seiner Exfrau Nora herumschlagen, für die er immer noch Gefühle hegt.Juul ist ein eher introvertierter Typ,der seine Recherche höchstens mit seinem ehemaligen Klassenkammeraden Brogeland, der Polizist ist und an diesem Fall arbeitet, teilt.Er verhilft der Polizei zu wertvollen Informationen, die er auch z. T. seinem Internetinformanten verdankt, dessen Identität dem Leser nicht offenbart wird.
Die Geschichte beginnt gemächlich und steigert sich nach und nach,sodass man immer neugieriger wird,wie sich dieser Fall auflösen wird.Das Ende ist sehr überraschend und ich finde sehr gelungen.

Das Ende des Buches verspricht noch wenigstens einen weiteren Band , auf den ich mich jetzt schon freue.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Henning Juul ist zurück Bd. 1, 25. Oktober 2013
Von 
Melanie Ludes "Leseratte" (Kaiserslautern, Rheinland - Pfalz) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Vielen Dank an Natalie, die das Buch verkauft hat und mir so die Chance gab ihm ein neues Zuhause zu geben!

Inhaltsangabe:
Auf einem Berg von Oslo wird die halb verscharrte Leiche einer jungen Studentin gefunden. Alle Indizien weisen auf einen Ehrenmord hin. Doch der Journalist Henning Juul sieht mehr und beginnt zu recherchieren.

Meine Einschätzung:
Mehr will und kann ich nicht zum Inhalt schreiben, denn sonst würde ich zuviel verraten :) Nur so viel, ich bin froh, dass ich es noch geschafft habe das Buch heute zu beenden lach
Dies war mein erster Roman von Thomas Enger und ich muss gestehen, dass mich Henning Juul stark an Mikael Blomquist (von der Millenium Trilogie aus Stieg Larsons Trilogie) erinnerte. Zu Beginn des Buches lernt meinen einen gebrochenen, vom Leben gezeichneten HJ kennen – er ist noch jung und doch wirkt er vor seiner Zeit gealtert. Und doch lernt man im Laufe der Handlung den HJ kennen, wie er vor dem Tod seines Sohnes war – man erkennt in ihm den Bluthund, der auf einer Fährte ist.
Wirklich gut und natürlich ist er einem sofort sympathisch.

Der Schreibstil des Autors war fesselnd und die Wendungen in der Handlung nicht vorhersehbar und überraschend. Mit so mancher Enthüllung hatte ich nicht gerechnet – spitze! Auch schaffte es TE mich von der ersten Seite an in die Handlung zu ziehen und bei jeder sich bietenden Gelegenheit nahm ich das Buch zur Hand um zu lesen – ich konnte es einfach nicht aus der Hand legen!
Man glaubt zu wissen, was einen erwartet, aber man irrt sich – immer wieder! Unverhofft kommt oft …

Alles in Allem war „Sterblich“ ein lesereiches Abenteuer und ein wirklich solider Start einer Reihe, um einen wirklich sympathischen Journalisten. Ích bin schon jetzt auf weitere Bücher des Autors gespannt und werden ihn sicher in der Hinterhand halten :)

Mein Fazit:
Spannend und interessant bis zum Schluss. Lesenswert! 5 Sterne
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Macht Lust auf Mehr., 15. November 2011
Von 
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Sterblich: Ein Henning-Juul-Roman (Audio CD)
Hier stimmt einfach das ganze Konzept. Das Buch ist spannend von Anfang bis zum Ende und die Stimme von Matthias Brandt macht das Hörbuch zu einem Erlebniss. Ich würde mich jedenfalls sehr freuen, wenn dies der Anfang einer Serie is.
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8 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Unbedingt lesen!, 25. April 2012
Endlich mal wieder einen Krimi. Lang ist es her. Zuletzt las ich einen schwedischen Dreiteiler, der wohl jedem bekannt sein dürfte. Nun also ein norwegischer Krimi. Das Buch suchte ich mir aus einer Reihe Rezensionsexemplare aus. Thomas Enger, 1973 in Oslo geboren, studierte Publizistik, Geschichte und Sport. Nach seinem Studium hat er - ebenso wie sein Protagonist- in einer Online Redaktion gearbeitet. Nebenbei schrieb er "Sterblich", sein Thrillerdebüt.

Die Geschichte:
Eine Studentin wurde bestialisch ermordet in einem Zelt gefunden. Die Todesursache lässt auf Ehrenmord schliessen, da sie gesteinigt und verstümmelt wurde. Dies ist eine in der Scharia bekannte Bestrafung für untreue Frauen. Die Polizei nimmt auch wenig später ihren Freund, einen Pakistani, fest, obwohl handfeste Beweise fehlen. Die Sache scheint trotzdem klar. Henning Juul, Journalist einer Internetzeitung, wird beauftragt über den Fall zu berichten und zu recherchieren. Juul, der nach mehrjähriger Arbeitspause, seinen Dienst wieder antritt, hat es allerdings nicht leicht. Traumatisiert vom Tod seines kleinen Sohnes, der unter seiner Obhut und in seiner Wohnung bei einem Brand ums Leben kam, traut er sich selber kaum etwas zu. Zu allem Unglück ist der Kollege, mit dem er zusammenarbeiten soll auch noch ausgerechnet der neue Freund seiner Ex Frau Nora. Für seine Recherche zieht er deshalb lieber allein los. Als der Bruder des Festgenommenen bei einem Interview vor seinen Augen erschossen wird und Henning vor dem Mörder nur knapp fliehen kann,wird ihm klar, dass der Mord mehr Hintergrund haben muss, als die Polizei glaubt. Er findet heraus, dass das Opfer zusammen mit einer Freundin gerade an einem Drehbuch arbeitete, welches erschreckende Ähnlichkeit mit der Durchführung des Verbrechens hat. Der Fall wird immer mysteriöser und die ungeliebte Zusammenarbeit mit der Polizei ist unvermeidlich.

Meine Meinung:
Sterblich ist eine durchweg schlüssige und gut aufgebaute Geschichte, die sich sehr gut lesen lässt. Henning Juul als Hauptcharakter ist sympathisch, authentisch und man wird als Leser mitgenommen in seine Gedanken, Überlegungen aber auch ein bisschen in seine Melancholie. Die nicht nur sichtbaren Narben seiner Erlebnisse fliessen in den Roman mit ein und runden das Bild des Alleingängers ab. Der Schreibstil ist einfach und spannend. Kurz: Ein toller Roman voller überraschender Wendungen und einem unerwarteten Ende.

Fazit:
Unbedingt Lesen! Für Krimifans ein absolutes MUSS. Das Buch macht Lust auf Mehr und es soll Mehr geben. Die Henning Juul Reihe ist auf 5 Exemplare ausgelegt . Ich freu mich jetzt schon drauf.
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4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen 1. Band der Henning-Juul-Reihe, 17. November 2013
Vor knapp zwei Jahren, im September 2007, verlor Henning Juul das wichtigste in seinem Leben. Bei einem Brand in seiner Wohnung starb sein kleiner Sohn Jonas, er selbst erlitt schwere Verbrennungen, die ihn entstellten. Auch sein Gesicht ist durch den Brand gezeichnet worden, er jedoch hat überlebt, im Gegensatz zu seinem Kind. Was jedoch am schwersten wiegt ist die Ungewissheit: Hat er das Feuer, in dem sein Kind zu Tode kam, selbst verursacht?

Es dauerte lange, bis Henning sich von seinen Verletzungen erholt hat, aber im Juni 2009 ist er soweit wieder hergestellt, dass er seiner Tätigkeit als Journalist wieder nachgehen kann. Sein Arbeitgeber [...] hat trotz seiner langen Auszeit an ihm festgehalten. Ein ruhiger Einstieg ist Henning jedoch nicht gegeben, denn sein Nachrichtenredakteur schickt ihn gleich zu einer Pressekonferenz. Eine junge Frau wurde tot in einem Zelt aufgefunden - allem Anschein nach wurde sie gesteinigt. Handelte es sich hierbei um einen sogenannten "Ehrenmord"?

Bei dem Opfer handelt es sich um die 23-jährige Studentin Henriette Hagerup und auch wenn alles nach einem Ehrenmord aussieht, glaubt Henning von Anfang an nicht an diese Theorie. Sein Spürsinn sagt ihm definitiv, dass mehr dahinter steckt, als es den Anschein hat. Mit Hilfe einer "Quelle", von der Henning selbst nicht genau weiß, um wen es sich handelt, findet er tatsächlich heraus, dass es ein anderes Motiv geben muss. Aber wer hatte einen Grund, die überaus begabte junge Frau so grausam zu ermorden? Henning ermittelt auf eigene Faust und kommt dem Täter gefährlich nahe ...

Der 1. Band der Henning-Juul-Reihe! Der Plot wurde abwechslungsreich und spannend erarbeitet. Besonders gut hat mir gefallen, dass es sich bei dem Protagonisten nicht um einen typischen Helder bzw. Ermittler handelt, sondern um einen schwer traumatisierten Journalisten, der mit seinem Verlust nicht abschließen kann bzw. den die Zweifel fast zerfressen, ob er selbst Schuld an dem Unglück war, dass ihm das liebste auf der Welt genommen hat. Die Figuren wurden facettenreich und tiefgründig erarbeitet, wobei mir hier besonders gut gefallen hat, dass einige Figuren sich im Laufe des Buches als ganz anders herausstellen, als sie auf den ersten Blick sind. Diese Wandlungen sind dem Autor sehr gut gelungen. Mein Herz habe ich allerdings an den Journalisten mit dem gebrochenen Herzen verloren, der trotz seiner Zweifel und seines Verlustes, den Dingen auf den Grund geht, obwohl er es nicht vermag, das Rätsel um seinen eigenen Verlust zu lösen. Den Schreibstil empfand ich als sehr angenehm zu lesen, auch wenn ich, wie nicht anders zu erwarten, mit den norwegischen Bezeichnungen einiger Orte so meine Liebe Not hatte und ich hätte mir an einigen Stellen doch etwas mehr Thrill gewünscht. Dennoch handelt es sich hierbei um einen sehr gelungenen Auftakt und ich freue mich jetzt schon auf den 2. Band der Reihe "Vergiftet", der sich zum Glück bereits in meinem Besitz befindet.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein schöner Krimi aus dem Norden, 23. Januar 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Sterblich: Ein Henning-Juul-Roman (Kindle Edition)
Ich mag Krimis aus Dänemark, Schweden, etc. Es wird nichts beschönigt, detailliert das Verbrechen beschrieben, aber trotzdem sind die Geschichten ruhiger, als andere. Das ist so, als würde man einen schwedischen mit einem amerikanischen Film vergleichen. Der Schwedische kommt ohne dieses Effekt-heischen aus. Und dieser ist wieder toll geschrieben mit unterschiedlichen Handlungsstränge und einem überaschenden Ende.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein etwas anderer Held, 29. Dezember 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Sterblich: Ein Henning-Juul-Roman (Kindle Edition)
Endlich mal ein Skandinavien-Krimi ohne Kommissar mit kaputter Familie.
Das Schicksal des durch Narben entstellten Reporters wird nachvollziehbar und realistisch dargestellt.
Die Handlung und die einzelnen Personen wirken sehr real.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen „Sterblich“ macht Lust auf „Vergiftet“, 22. Dezember 2013
Von 
~Inhalt~

Ausgepeitscht, verstümmelt und gesteinigt – so wurde die 23jährige Filmstudentin Henriette Hagerup von einem Spaziergänger im Wald gefunden. Dies ist die Meldung des Tages, als der Journalist Henning Juul nach knapp zwei Jahren gezwungener Abstinenz wieder seinen Dienst antritt. 2007 entfachte ein schwerer Brand Juuls Wohnung, bei dem sein kleiner Sohn Julian tragisch ums Leben kam. Seither plagen ihn Schuldgefühle und Alpträume. An die Tage vor diesem furchtbaren Ereignis hat er keine Erinnerung. So treibt ihn die Frage um: Wer ist schuld am Tod meines Sohnes? Wurde der Brand gelegt? Die Ermittlungen rund um den Tod an der jungen Frau helfen Henning, sich aus seiner Lethargie zu befreien und sein alter Spürsinn erwacht wieder zu neuem Leben. Augenscheinlich wurde die Studentin Opfer eines Ehrenmordes. Doch diese Theorie scheint allen Beteiligten doch etwas zu einfach zu sein.

~Einschätzung~

Der Debütroman „Sterblich“, des in Oslo lebenden Autors Thomas Enger, erschien bereits im Oktober 2012 in den Läden. Insgesamt soll es fünf Bücher um den Hauptprotagonist, den Online-Journalisten Henning Juul, geben, der durch einen Brand in seiner Wohnung seinen kleinen Sohn Julian verloren hat. So muss er nun mit dem Verlust seines Sohnes und den schweren Narben in Gesicht und an den Händen zu leben lernen. Doch die quälende Frage, was das Feuer ausgelöst hat, konnte ihm noch niemand beantworten. Solange er nicht weiß, ob jemand den Brand gelegt hat, wird er wohl immer weiter von Alpträumen heimgesucht werden.

Thomas Enger schafft es ganz gut, die teils resignierte und depressive Stimmung gepaart mit einem kleinen Funken Hoffnung und Lebenslust zu transportieren. Henning Juul ist auch der einzige Charakter in diesem Buch, der wirklich Tiefgang aufweisen kann. So zeichnet der Autor die Vergangenheit, die Gegenwart und die Zukunftsperspektiven des Journalisten ganz gut auf. Wir können am täglichen Kampf um das „Weiterleben“ Hennings teilnehmen. Es wirkt alles sehr authentisch. Ich muss sagen, dass ich dem Hauptprotagonisten viel Sympathie entgegenbringe. Nicht zuletzt deswegen, weil man neben der depressiven Stimmung auch immer wieder die alten Gewohnheiten des Journalisten spürt. So musste ich das ein oder andere Mal über die Spitzfindigkeiten und Sticheleien schmunzeln.

Die anderen Charaktere zeigen sich für mich eher blass und farblos. Störend habe ich die Anspielungen des Kriminalkommissars Bjarne Brogeland seiner Kollegin Ella Sandland gegenüber empfunden. Die Gedankengänge des Kommissars fand ich hier eher platt. Vielleicht hat Thomas Enger genau das bezweckt. Irgendjemand muss ja der Unbeliebte sein. :-)

Der Mord an der Studentin Henriette scheint auf den ersten Blick ganz leicht zu lösen zu sein. Das wäre aber natürlich zu einfach gewesen. So werden wir als Leser immer wieder in neue Situationen gebracht, die uns am augenscheinlichen Mordmotiv „Ehrenmord durch den Lebensgefährten“ zweifeln lassen. Nach und nach kommen neue Theorien zum Vorschein. Dies ist dem Autor wirklich gut gelungen.

Abschließend muss ich sagen, dass ich den Spannungsfaktor bei diesem Buch eher mittelmäßig fand. So drängte mich nicht der Mord an der Studentin zum Weiterlesen, sondern vielmehr die Lebens- und Leidensgeschichte des Journalisten Henning Juul. Da ich bereits dabei bin, das Nachfolgebuch „Vergiftet“ zu lesen, muss ich sagen, dass sich die Story um Juul immer weiter entfaltet – er seine Lebens- und Überlebensgeister weiter wecken kann und dass die Geschichte definitiv an Tempo gewinnt. Und genau mit dem Wissen, was in dem zweiten Buch von Enger passieren wird, würde ich mich freuen, wenn ihr dem Autor mit „Sterblich“ eine Chance gebt. Es lohnt sich wirklich!

~Fazit~

3 von 5 Punkten. Wenn man auf starke, große Charaktere steht, dann ist das genau das richtige Buch. Hochspannung oder sogar Gemetzel darf man hier aber nicht erwarten. (SM)
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Sterblich: Ein Henning-Juul-Roman
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