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15 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen RTS-Meilenstein
Den "Nachfolger" von RUSE, welches ich selbst bis zum Gebrechen gespielt habe, erwarte ich schon seit seiner Ankündigung vor etwa 2 Jahren. In dieser Hinsicht war ich bei dem Spiel natürlich stark voreingenommen, was meine Erwartungen betrifft, allerdings hatte ich auch gehofft, dass viele Elemente aus RUSE übernommen und verbessert werden.

Nach...
Veröffentlicht am 15. März 2012 von Hansi

versus
14 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Nur für Profis
Wargame: European Escalation ist ein Spiel, dass sich an Fans von Realismus und Hardcore-Strategiespielen wendet. Das Szenario des Spiels ist noch relativ unverbraucht. Die Solo-Kampagne spielt in den 1970er und 1980er Jahren und behandelt fiktive Konflikte, die aber auf realen Geschehnissen beruhen. Bislang tauchte dieses Kalter-Krieg-Setting nur in World in Conflict...
Vor 21 Monaten von Bojo veröffentlicht


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15 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen RTS-Meilenstein, 15. März 2012
= Spaßfaktor:5.0 von 5 Sternen 
Rezension bezieht sich auf: Wargame: European Escalation (Videospiel)
Den "Nachfolger" von RUSE, welches ich selbst bis zum Gebrechen gespielt habe, erwarte ich schon seit seiner Ankündigung vor etwa 2 Jahren. In dieser Hinsicht war ich bei dem Spiel natürlich stark voreingenommen, was meine Erwartungen betrifft, allerdings hatte ich auch gehofft, dass viele Elemente aus RUSE übernommen und verbessert werden.

Nach den ersten Spielstunden folgte dann eine leichte Ernüchterung: Das Spiel präsentiert sich selbst (in der Kampagne) sehr trocken und ziemlich kalt. Mehr oder weniger wird man beinahe schon auf ein Schlachtfeld geworfen und kann nichts mit den nahezu einsilbigen Tipps in simpler Textform anfangen. Eher muss man selbst herausfinden welche Einheit in ihrer Kategorie (z.b. Infanterie) welchen Zweck erfüllt; eben nach Schere-Stein-Papier-Prinzip, welches sich aber trotzdem von dem aus RUSE stark unterscheidet: Auch Panzer können Lufteinheiten beschießen, und AntiAir beschießt gepanzerte Bodenziele etc.

Nachdem ich letztlich die Kampagne durchspielen konnte und vor ein paar Tagen mich in den Multiplayer gewagt habe, fällt mir rückblickend auf, wie sehr mir meine Erfahrung aus anderen RTS-Spielen geholfen hat (An dieser Stelle möchte ich fast schon empfehlen, vorher einen Blick auf RUSE/WiC/... zu werfen.)
Natürlich kann man sich das Spiel auch so zu Gemüte führen; Allerdings sollte man 1. viel Zeit und 2. Interesse parat haben. Viele Stunden verbringt man letztlich im Arsenal und gleicht wie bei einer Excel-Tabelle Werte und rechnet sich aus, wie diese Zahlen sich letztlich in einem Spiel auswirken.

Es ist für mich absolut verständlich, wenn jemand über dieses Spiel sagt, dass es zu Anfänger-unfreundlich ist, dass es viel zu kalt aussieht oder dass die vielen Einheitenwerte eher verwirren als zum vergleichen anregen, oder sonstiges...
Wenn man allerdings offen für etwas neues ist und mal unvoreingenommen an einen "Nischen"-Titel wie Wargame herangeht, lernt man vielmehr diesen Detailgrad, den andere Spieler stören, zu lieben und mit ihm zu spielen.

Und so sehr ich dieses Spiel inzwischen liebe (möchte in dieser Rezension allerdings nicht mehr auf die vielen positiven Aspekte eingehen, das gab es hier oft genug) und auch wenn ich diesem Titel mit einer Selbstverständlichkeit 5 Sterne gebe (weniger könnte ich mir nicht vorstellen), kann ich trotzdem nur eine eingeschränkte Kaufempfehlung aussprechen, denn es hängt vor allem vom Spieler ab, was er aus diesem Spiel macht und wie er mit diesem Spiel umgeht. mfg
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26 von 29 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen anspruchsvolle Echtzeitstrategie für Fans realistischer Szenarien, 24. Februar 2012
= Spaßfaktor:4.0 von 5 Sternen 
Rezension bezieht sich auf: Wargame: European Escalation (Videospiel)
1975 - 1985: es ist die Ära des kalten Krieges!
Pakt Truppen überqueren die innerdeutsche Grenze und treffen auf NATO Einheiten; der Krieg wird heiß.....

Das Echtzeitstrategiespiel "Wargame: European Escalation" widmet sich einem in Computerspielen bis dato so noch nicht umgesetzten Szenario des kalten Krieges. Schauplätze der Schlachten zwischen Einheiten der NATO und des Warschauer Paktes sind zumeist Gebiete auf (west)deutschem Boden.
Dabei legt "Eugen Systems" (haben bisher die 2 brillanten RTS Titel "Act of War" sowie "R.U.S.E." entwickelt) hohen Wert auf realitätsgetreue Einheiten beider Seiten. So gibt es insgesamt im Spiel bis dato ca. 350 Einheiten, die in verschiedene Kategorien eingeteilt sind: von schweren Panzern wie Abrahams, T-80, Leopard etc. bis hin zu Helikoptern Marke Cobra, Hind etc. ist quasi alles vertreten, was zu damaligen Zeiten im Repertoire der beiden Mächte vertreten war (ausgenommen sind See- und Lufteinheiten wie Bomber und Jagdflugzeuge).
Die Werte der Einheiten entsprechen dabei ihren historischen Vorbildern und werden detailliert abgebildet in Bezug auf Panzerung, Reichweite, Munition, Bewaffnung, Feuerrate, .....
Dies läßt sich für jede Einheit u.a. in der schönen Enzyklopädie einsehen.

Das Spiel selbst findet auf Schlachtfeldern statt, die in etwa einer Größe von 10x10km bis hin zu 75x75km Karten entsprechen. Auf diesen findet man Ortschaften, Straßennetze, Atomanlagen(!) und natürlich jede Menge natürliche Vegetation. Das Schlachtfeld läßt sich quasi stufenlos von der "Radaransicht" bis hin ins kleinste Detail ranzoomen, in dem man die detaillierten Einheiten bewundern kann und Schlachtfeldatmosühäre mitr allen Explosionen & Co. erlebt.
Aufgrund des realistischen Ansatzes des Spiels wirkt sich dabei die Umgebung auf das Verhalten der Einheiten aus: auf Straßen kommt man schnell vorwärts, Ortschaften bieten gute Deckung/Hinterhalte für Infanterie; Hecken, Büsche, Wälder können ebenso als Tarnung genutzt werden.
Dabei setzt das Spiel auf das sog. "LoS" System, also realistische Sichtlinien. Was ein Panzer nicht sieht, kann er auch nicht beschiessen. Nur Artillerie kann natürlich auch Ziele oder Gebiete unter Beschuss nehmen, die nicht einzusehen sind. Daher sind Aufklärungseinheiten ein wichtiges Spielelement.
Des weiteren hat jedes Fahrzeug in "W:EE" einen gewissen Vorrat an Treibstooff und Munition. Ist eines oder beides dieser Dinge aufgebraucht, kann die Einheit sich nicht mehr bewegen bzw. feuern. Daher gibt es Versorgungseinheiten, die an die Front gebracht werden müssen, um die Fahrzeuge wieder aufzutanken/aufzumunitionieren.

Alle Einheiten werden mittels Versorgungspunkten "bezahlt". D.h. es gibt eine bestimmte Menge als Startguthaben, von denen man die ersten Einheiten finanziert (das Startguthaben ist im Skirmish/online Gefechten einstellbar).
Zusätzliche Punkte erhält man, indem verschiedene Sektoren auf den Karten mit Kommandofahrzeugen besetzt werden. Dabei haben die Sektoren untersch. Wertigkeiten (von 1 - 5) und sind entsprechend umkämpft. Eine "5" bedeutet dabei z.B., dass alle 4 Sekunden 5 Versorgungspunkte gutgeschrieben werden. Je mehr Sektoren, desto mehr Punkte erhält man und kann entsprechend Einheiten einkaufen, die dann automatisch aus bestimmten Gebieten aufs Schlachtfeld rollen/fliegen.

Welche Einheiten man kaufen kann hängt von den sog. "Decks" ab, die man für das jeweilige Match benutzt.
Dies ist der eigentliche Spaß an W:EE, denn es sind nicht alle Einheiten von Beginn an verfügbar. Stattdessen muss man sich Erfahrungspunkte, sog. "Kommandosterne" verdienen, die man durch (online)Gefechte und Skirmishes erhält.
Damit kann man dann neue oder verbesserte Einheitentypen freischalten, dies jeweils auf Seiten NATO oder des Paktes.
Wer also den dicken Leo2 im Deck haben will, muss erstmal Kommandopunkte ansparen, um ihn freizuschalten.
Jedes Match startet man mit einem individuell zusammengestellten Deck, in dem maximal 15 Einheitentypen mitgenommen werden können.
So kann man z.B. ein reines Infanteriedeck oder Panzerdeck sich zusammenstellen oder einen guten Mix, verzichtet dann aber auf schwere Eliteeinheiten.
Dies experimentieren mit zunehmender Einheitenvielfalt macht einen großen Reiz/Spaß des Spiels aus.
Zudem weiß man nicht, welches Deck der Gegner ins Gefecht führt: setzt er auf leichte, schnelle Einheiten oder doch auf eine Helikopter Truppe oder haben wir da einen Artilleriespammer vor uns ?

Die Einheiten, die man im Gefecht aus seinen Decks "einkauft" sind in 5 untersch. Erfahrungsrängen zu erwerben. Je höher der Rang, desto teurer die Einheit. Erfahrene Truppen schießen genauer, verlieren nicht so leicht die Moral (es gibt ein Moralsystem, bei dem Einheiten unter Beschuss Einbussen im Führungsverhalten bis hin zur Flucht und nicht Kontrollierbarkeit erhalten können) und sind widerstandsfähiger.

Insgesamt liegt die Priorität von W:EE auf online Gefechten; es gibt 1vs1 bis 4vs4 sowie online ranking matches. Für Solisten gibt es aber auch eine Kampagne zu spielen, die ungefähr eine Spielzeit von 10-15 Stunden ausmacht.

Das Spiel bekommt von mir eine Kaufempfehlung, da es einfach Spaß macht seine Decks langsam mittels gewonnener Erfahrung aufzubauen und die Gefechte selbst sich sehr taktisch und ohne Hektik spielen. Da ich an biden Betas teilgenommen habe, habe ich entsprechend viel Spiel schon kennengelernt.
4 von 5 Sternen deshalb, da mir trotz allem Positivem der Basenbau fehlt!
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18 von 20 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Endlich mal kein simples Schere&Stein&Papier!, 25. Februar 2012
= Spaßfaktor:5.0 von 5 Sternen 
Rezension bezieht sich auf: Wargame: European Escalation (Videospiel)
Eindruck: Eine echte Simulation
Mich würde nicht wundern wenn dieses "Spiel" bald in militärischen Ausbildungszentren zum Lehrplan gehört. Man lernt mit sehr einfacher Bedienung die gesamte Bandbreite moderner taktischer Kriegsführung. Die Wirkmittel sind meist heute noch in Gebrauch und selbst asymetrische Kriegsführung wird in Ansätzen simuliert. Natürlich liegt der Schwerpunkt des Spieles auf klassischen Ost/West Panzerschlachten wie sie heute in weite Ferne gerückt sind. Aber wer schon einmal einen ganzen Konvoi Nachschub und Begleitschutz an eine kleine gut versteckte Infanterie verloren hat sieht die parallelen zum heutigen taktischen Denken.

Besonders gut gefällt mir, dass die Designer sich nicht zum klassischen: schwerer Panzer verliert gegen Hubschrauber, Hubschrauber verliert gegen Infanterie, Infanterie verliert gegen schweren Panzer usw. Stein&Schere&Papier haben hinreißen lassen. Solch eine Designentscheidung hätte den Simulation-Charakter vernichtet. Die Fahrzeuge haben alle Stärken und Schwächen und ein T34/85 kann natürlich von vorne keinem M1 Abrahams ausschalten, doch wenn das Feuer von einem Dutzend dieser historischen Veteranen von vorne kommt, dann Gerät auch die Besatzung mal in Panik oder Teile am Panzer werden beschädigt. Und Beschuss von hinten schafft es ebenso den M1 zu knacken, auch mit Infanterie mit AP Granaten. Stehen die M1 aber "hull under" mit Flankendeckung auf einem Hügel, und es ist gar noch ein FLA in der Nähe kann eine solche Einheit den gewünschten Teil des Spielfelds dominieren. Wichtig ist nur, dass man dann immer kräftig für Munition und Treibstoff sorgt. Nachschub LKW und Hubschrauber bringen diesen dann von vorgeschobenen Versorgungsbasen zur Gefechtstruppe. Punkte zum Kauf von Eiheiten erhält man durch das Einheiten von bestimmten wichtigen Orten mit Kommandofahrzeugen. Diese Orte, wenn sie am Rand der Karte liegen, öffnen auch neue Wege um Verstärkung heranzuführen. Das Spiel wird dadurch sehr dynamisch.

KI/Multiplayer:
Selten habe ich KI so selbstständig agieren sehen. Sie ist nicht einfach vorhersagbar oder gescripted. Spielt man solo Missionen mehrfach agiert sie auch stets ein wenig anders. In allen Missionen geht es um taktische Ziele.
Der Multiplayer ist sehr spannend und es geht darum eine bestimmte menge Schaden am Feind anzurichten bevor der dies auch tut. Die Schlachten können wenige 10 Minuten dauern oder auch mal eine Stunde und enthalten dabei viele spannende Momente.
KI/Multiplayer sorgen für einen extrem hohen Wiederspielwert. Für mich ist das ganze eher wie ein Schachspiel als wie ein Kinofilm. Man kann es immer wieder Spielen. Auch gute Filme schaut man nicht 3 Jahre jeden Abend

Grafik/Sound: Guter Durchschnitt
Insgesamt ist die grafische Präsentation sehr gelungen, die Sprachsamples sind dagegen stupide und wiederholen sich oft. Hier besteht noch echter Besserungsbedarf.

Solokampangen: Spannend gemacht und befriedigend präsentiert.

Deck bauen: Im Spiel entscheidet man selbst welche der über 300 Einheiten man aufs Feld führt. Dafür baut man sich mit Hilfe von Erfahrungspunkten "Decks" von Einheiten zusammen. Sehr motivierend und auch spassig. Besonders selbst erdachte Themendecks wie "Hubschrauberregiment" oder "Franzosen" sorgen für Abwechslung.

Insgesamt:
Für echte Strategiespielfans ein Muss. Besonders wenn man sich für echte Taktik und "moderne" Kriegsführung interessiert.
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Tolles Multiplayer Spiel!, 25. Februar 2012
= Spaßfaktor:5.0 von 5 Sternen 
Rezension bezieht sich auf: Wargame: European Escalation (Videospiel)
Meine Rezension bezieht sich auf ca 45 Stunden im Multiplayer und einige Stunden in der Kampagne.

Das Spiel ist ganz klar auf Mulitplayer ausgelegt. Anno 2070 ist auf das Endlosspiel ausgelegt.Battlefield 3 ist auf MP ausgelegt, beide Spiele besitzen eine durchschnittliche Kampagne. Die Kampagne von Wargame ist ebenfalls leider nur Durschnitt. Sehr schmucklos präsentiert und teilweise aufgrund der KI auch nicht richtig fordernd. Aber, wer kauft die o.g. Spiele wegen der Kampagne?
Im Multiplayer lässt Wargame sein Muskeln spielen. Von 1 vs 1 bis 4 vs 4 ist alles möglich.
Am Anfang hat man nur ein "Startdeck". Interessant wird es, wenn man duch Erfolge weitere Einheiten freischaltet und sich bestimmte Decks zusammenbaut, je nach taktischer Ausrichtung. Dies ist im RTS Sektor einzigartig und bietet dem anspruchsvollem Gamer genug Möglichkeiten sich auszutoben. Die Einheiten selber haben verschieden Werte, die sich direkt auf den Spielverlauf auswirken. (z.B. Stabilisator, was die Genauigkeit der Schüsse in Bewegung beeinflusst.) Zudem hat kein Einheit unendlich Sprit und Munition.
Das MP Gerüst ist vorbildlich. Es gibt normale und gewertete Spiele. Es gibt ein Ligensystem sowie die Möglichkeit Replays aufzuzeichnen. Es gibt Statistiken noch und nöcher...

Immer wieder kommt hier der Vergleich zu World of Conflict. Ich habe das Spiel gerne gespielt, aber im Vergleich zu Wargame spielt sich der MP von WoC doch recht simpel.

Kurz zur Technik, die hier auch bemängelt worden ist. Ich finde die Engine bei max Setting grandios, denn sie bietet kein Effektgewitter, sondern sieht realistisch aus.

Fazit: Wer ein toll inszenierte SP Kampagne sucht, bitte nicht kaufen. Wer herausfordende MP Schlachten sucht: Kaufen!
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14 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Nur für Profis, 25. Juli 2012
= Spaßfaktor:2.0 von 5 Sternen 
Rezension bezieht sich auf: Wargame: European Escalation (Videospiel)
Wargame: European Escalation ist ein Spiel, dass sich an Fans von Realismus und Hardcore-Strategiespielen wendet. Das Szenario des Spiels ist noch relativ unverbraucht. Die Solo-Kampagne spielt in den 1970er und 1980er Jahren und behandelt fiktive Konflikte, die aber auf realen Geschehnissen beruhen. Bislang tauchte dieses Kalter-Krieg-Setting nur in World in Conflict auf. In mehreren Kampagnen, die sowohl auf Seiten der NATO als auch auf Seiten des Warschauer Pakts spielen, kommandiert man seine Einheiten in Echtzeit über das Schlachtfeld und versucht die vorgegebenen Haupt- und Nebenziele zu erfüllen. Durch das Erfüllen dieser Ziele erhält man Befehlssterne, mit denen man neue Einheiten für die folgenden Missionen freischaltet. Die Einheiten sind bezüglich Beweglichkeit, Panzerung und Feuerkraft ihren realen Vorbildern nachempfunden.

In der ersten der bislang fünf veröffentlichten Kampagne kommandiert man Einheiten der NATO, die einen Angriff der DDR auf Bundesdeutsches Territorium abwehren und später dann auf das Gebiet des Warschauer Paktes vordringen. Die zweite Kampagne spielt man auf Seiten des Warschauer Paktes, bei dem man eine Rebellion polnischer und tschecheslowakischer Militäreinheiten niederschlagen muss. Die dritte Kampagne spielt wiederum auf Seiten der NATO, wobei dieses Mal der Angriff auf die BRD und Frankreich erfolgt. Die letzte Kampagne knüpft unmittelbar an die dritte an, in dieser steuert man jedoch Einheiten beider Seiten. In der DLC-Kampagne geht es wieder auf der Seite der NATO ins Gefecht.

Dieser Teil der Rezension bezieht sich auf den Singleplayer-Modus. Zum Multiplayer-Modus später mehr.

Die Story der drei Kampagnen ist nicht mehr als ein schmückendes Beiwerk und lässt zu keinem Zeitpunkt Spannung aufkommen. Die "Story" innerhalb der einzelnen Kampagnen ist jeweils abgeschlossen, lediglich zwischen der dritten und vierten Kampagne besteht ein Zusammenhang. Wie schon erwähnt beruhen diese Mini-Storys teilweise auf realen Ereignissen, wie z.B. dem Manöver Able Archer in den 1980er Jahren. Zwischen den Missionen wird die Geschichte in Standbildern und durch einen Erzähler fortgeführt. Da man aber weder Identifikationsfiguren hat, noch die Story in irgendeiner Weise interessant wäre, dient sie im Grunde nur als Vehikel, um die einzelnen Missionen lose zu Verbinden. Kein Vergleich zu "World in Conflict". Dafür gibts einen halben Stern Abzug.

Zum Spiel an sich: Das Spiel erhebt Anspruch auf Realismus. Wenn man vergleichbare Spiele betrachtet, kommt WARGAME diesem Ziel durchaus sehr nahe. Die Sichtlinien der einzelnen Einheiten werde realistisch berechnet, die Reichweiten der einzelnen Waffensysteme kommen der Realität halbwegs nahe und Deckung spielt eine wichtige Rolle bei der Wahl der Stellung für die eigenen Einheiten. Die Trefferquote der einzelnen Waffensysteme kann man jedoch nur als gruselig bezeichnen. Selbst hochpräzise Waffen wie Hellfire-Raketen haben (wenn es gut läuft) nur eine Trefferquote von 50 %. Das geht ziemlich weit an der Realität vorbei, ist aber anscheinend so gewollt. Weiterhin merkt man dem Spiel deutlich an, dass es von Russen entwickelt wurde. Der Warschauer Pakt hat i.d.R. eine wesentlich breitere Auswahl an Einheiten, die teilweise den NATO-Einheiten in punkto Reichweite oder Präzision überlegen sind, auch wenn das dem angestrebten Realismus entgegenläuft. Dies führt zu einer meiner Meinung nach deutlichen Verschiebung des Vorteils zu Seiten der Sowjets hin. Der Schwierigkeitsgrad aller Kampagnen ist anspruchsvoll bis bockschwer. Jede Einheit, die man verliert, steht für folgende Missionen nicht mehr zur Verfügung. Setzt man seine starken Einheiten also schon in den ersten Missionen ein und verliert diese, stehen diese für spätere Missionen nicht mehr zur Verfügung, was diese Missionen dann um so schwerer macht. In jeder Mission verdient man sich durch das Erfüllen von Haupt- und Nebenzielen so genannte Befehlssterne, mit denen man dann neue Waffensysteme freischaltet. Je mehr Ziele man erfüllt, desto mehr Sterne gibt es und desto mehr Einheiten stehen für die nachfolgenden Missionen zur Verfügung. Befehlssterne kann man sich ebenso im Multiplayer-Modus verdienen und auch dadurch Einheiten für die Singleplayer-Kampagnen freischalten. Dieses Feature stellt einen den wenigen Motivationsfaktoren des Spiels dar.

Der Einheitfuhrpark in diesem Spiel ist vermutlich der umfangreichste, der bislang in einem Strategiespiel zum Einsatz gekommen ist. Insgesamt sind auf beiden Seiten etwa 350 Einheiten vorhanden, wobei von Kampfpanzern über Artillerie und Flugabwehr so gut wie alles vorhanden ist, um das Gefecht der verbundenen Waffen führen zu können. Flugeinheiten sind nur in Form von Helikoptern vorhanden, Flugzeuge existieren nicht. Jede Einheit ist ihrem realen Vorbild in punkto Bewaffnung, Panzerung und Munitionsvorrat nachempfunden. Diese Tatsache erfreut natürlich jeden Kenner der Materie, Anfänger werden jedoch hoffnungslos überfordert. Mag der waffentechnisch unkundige Spieler bei den NATO-Einheiten noch einigermaßen mitkommen, da diese in der Regel mit Eigennamen wie Leopard, Gepard, Abrams etc. bezeichnet sind, ist für viele dann bei den Einheiten des Warschauer Paktes System-Overload angesagt. Hier sind kryptische Zahlen-Buchstaben-Kombinationen mit russischen/polnischen/tschechischen Eigennamen die Regel. Beispiele sind: OT-64 SKOT-AM2, 2K12 KUB, BTR-152E ZPTU-2, 9K33 OSA. Wer sich hier nicht auskennt (und das dürften die Masse der Spieler sein) verliert schnell den Überblick. Zwar wird im laufenden Spiel unter dem Einheitennamen noch der Typ (Schützenpanzer, Kampfpanzer) angezeigt, jedoch sind diese Hinweise oft schlecht zu lesen. Um einen wirklichen Überblick zu haben, bedarf es einer enormen Einarbeitungszeit. Die mangelnde Einsteigerfreundlichkeit gibt ebenfalls einen halben Stern Abzug.

Die Missionen an sich beschränken sich auf die Operationsarten ANGRIFF und VERTEIDIGUNG. Im Angriff steht man stets überlegenen feindlichen Kräften gegenüber, die die eigenen Einheiten aus vorbereiteten Stellungen zusammenschießen, wenn man keine sorgfältige Aufklärung ansetzt. Spielt man das ganze mit Aufklärung etc., spielt sich das ganze etwas zäh: Die Aufklärer machen ein Ziel aus (und wird dabei dann i.d.R. zusammengeschossen), die Artillerie oder Luftstreitkräfte zerschlagen das Ziel, damit die gepanzerten Einheiten weiter vorstoßen können. Oftmals steht man dabei jedoch unter Zeitdruck, so dass man von einem Hinterhalt in den nächsten rennt. In der Verteidigung sieht man sich immer EXTREM stark überlegenen feindlichen Kräften gegenüber, wobei man in der Regel einen vorgegeben Sektor für eine gewisse Zeit lange gegen die feindlichen Kräfte verteidigen muss. In beiden Operationsarten greift der Gegner oft aus unerwarteten Richtungen in die eigene Flanke an, was sich aufgrund der beschränkten eigenen Kräfte meist nicht auffangen lässt, wenn man nicht weiß, wann und wo der Angriff erfolgt.

Aufgrund dessen läuft das Spiel auf Trial-and-Error hinaus, d.h. Feind aufklären, Spielstand laden, Feind zerschlagen und dann in den nächsten Hinterhalt geraten. Zur KI des Spiels: Die ist so gut wie nicht vorhanden. Im Grunde handelt es sich um das "Call of Duty" der Strategiespiele. Jede Mission ist von vorne bis hinten durchgeskriptet, so dass ein Eindruck einer eigenständig agierenden KI aufkommen mag; das ganze ist jedoch nur Augenwischerei. Befindet sich die KI bspw. im Angriff, so werden nach vorher festgelegten Zeitheinheiten bestimmte Feindformationen auf den Spieler losgelassen, die auf festgelegten Wegen über die Karte rumpeln und auf alles schießen, was sich bewegt. Eine Reaktion auf eigene Einheiten erfolgt nur in Form von Beschuss. Ausweichen, Wechselstellungen beziehen oder ähnliches ist der KI fremd. Will man alle Missionsziele erfüllen, bleibt im Grunde nur ein auswendiglernen dieser Choreographie, was natürlich, wie schon erwähnt, in ein stumpfes Trial-and-Error ausartet. Die eigenen Einheiten stellen sich auch nicht gerade clever an. Zwar erwidern sie bei Beschuss diesen und weichen auch mal einige Meter aus, dafür wird jedoch immer nur das zuerst erkannte Ziel bekämpft, und sei es nur ein unbewaffneter Geländewagen. So muss man sich permanent um die eigenen Einheiten kümmern, die oft über einen großen Teil der Karte verstreut sind. Für die KI und das Spielprinzip gibts zwei Sterne Abzug.

Die Grafik basiert auf der schon aus "RUSE" bekannten "Iriszoom-Engine". Man kann hierbei von einer Art Satellitenperspektive stufenlos bis auf wenige Meter an die Einheiten heranzoomen. Aus Übersichtsgründen werden die meisten Spieler aber wohl mittlere Zoomstufen verwenden. Ist man sehr nahe am Geschehen, kann man natürlich fast mitfiebern, wie die eigenen Einheiten ums Überleben kämpfen, aber die Übersicht geht gegen null. Auf den niedrigesten Zoomstufen werden die Einheiten mit taktischen Zeichen nach NATO-Standard dargestellt. Man hat zwar das ganze, etliche Quadratkilometer große Spielfeld im Blick, da sich die Gefechte jedoch in der Regel nur auf einen Teil der Karte beschränken, geht jedoch auch hier die Übersicht schnell flöten, da sich die vielen taktischen Zeichen stark überlagern.
Die Einheiten sind ordentlich modelliert und stets wiederzuerkennen, wenn man sehr nah heranzoomt. Die Grafik haut einen sicher nicht um, ist aber zweckmäßig.

Insgesamt richtet sich das Spiel, meiner Meinung nach, an Profis. Jeder Fehler in der Planung wirkt sich auf später aus, da verlorene Einheiten nicht ersetzt werden. Wer jedoch auf "Realismus" steht, wird mit diesem Spiel wohl glücklich werden. Das Austüfteln der perfekten Taktik für die jeweilige Karte dürfte einige Zeit in Anspruch nehmen.

Fazit: Nichts für Anfänger oder C&C Fans.

Update: Im November 2012 ist ein kostenloser DLC erschienen, der eine weitere Kampagne auf Seiten der NATO hinzufügt. Leider ist diese Kampagne nicht mehr als ein schlechter Witz. Der Schwierigkeitsgrad wurde aufgrund der einer fehlenden Speicherfunktion nochmals erhöht, so dass man jede Mission in einem Stück durchspielen muss. Die Missionsarten beschränken sich mit Masse auf die Operationsart "Verteidigung", wo wahre Massen an Gegnern auf die eigenen Stellungen zurollen. Lediglich zwei Missionen fallen aus dem gewohnten Schema: In der zweiten Mission muss man eine Konvoiroute sichern und dann einen durchfahrenden Konvoi verteidigen, der dann von wahren Schwärmen an Gegnern (wie sollte es anders sein) angegriffen wird. In der vorletzten Mission muss man mit Hilfe von Artillerie und Sondereinsatztruppen sechs Sektoren von gegnerischen Kommandoeinheiten säubern. An sich sind diese Missionen interessant, jedoch machen die obigatorische gegnerische Überlegenheit und knapp bemessene Zeitlimits das ganze wie schon im Hauptspiel zu einer Trial-and-Error-Orgie.
Lassen sich die Hauptmissionsziele noch einigermaßen gut erfüllen, sind die Nebenziele echte Motivationskiller. Auch hier gilt wieder die Devise: Auswendiglernen hilft. Um alle Missionsziele zu erfüllen, muss man die Choreographie der KI kennen und dann entsprechend seine Truppen verschieben, um eine Chance zu haben. Aufgrund der fehlenden Speicherfuntkion gestaltet sich das allerdings noch stumpfsinniger als in den Originalkampagnen.

Jetzt aber zum Multiplayer-Modus:

Der Multiplayer-Modus ist um einiges spaßiger als der Singleplayer-Modus, da man hier nicht gegen eine stumpfsinnig agierende KI, sondern gegen echte Menschen antritt. Auf verschiedenen Karten, die an die Karten aus dem SP angelehnt sind, tritt man in verschiedenen Spielmodi (u.a. Deathmatch und Ressorucensammeln; 1 vs 1, 2 vs 2, etc.) gegen menschliche Mitspieler an, die natürlich immer andere Taktiken anwenden. Zu Beginn der Partie kann man aus einem vorher festgelegten Pool an Einheiten (max. 25 verschiedene Einheiten) für Ressourcenpunkte seine Streitmacht zusammenstellen. Die gigantische Auswahl an Einheiten lässte einem alle Freiheiten, mann kann seinen Schwerpunkt auf wenige, dafür starke Einheiten legen, oder aber auf viele schwache. Da in einem Match beide Seiten gleich stark sind, entfällt der nervige Ansatz aus dem SP, immer einer gewaltigen Übermacht gegenüber zu stehen. Hier kommt es wirklich darauf an, einen guten Einheitenmix zu finden, seine Flanken zu überwachen und die Initiative zu gewinnen. Wer wert auf Mehrspielerduelle legt, ist hier mit Sicherheit gut aufgehoben.
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12 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Endlich einmal wieder Strategie, 27. Februar 2012
= Spaßfaktor:5.0 von 5 Sternen 
Rezension bezieht sich auf: Wargame: European Escalation (Videospiel)
Will ich zu dem Spiel (bzw. der Simulation) auch einmal meine erste Rezension überhaupt verfassen:

Der Titel alleine soll eigentlich schon alles aussagen, denn nach der Vielzahl von sogenannten Strategiespielen (C&C und Co. sehe ich definitiv nicht als solche an...) in den letzten Jahren, endlich einmal ein Titel, der dieses Prädikat auch verdient!

Veteranen mögen sich noch an Uralt-Titel von SSI oder SSG erinnern, die wahre Strategiemonster waren und genau dieser Historie folgt W:EE. Realismus und gnadenloses Abstrafen bei völlig unbedachten Aktionen. Stattdessen wird ein Planen, Vorrausdenken und schrittweises Vorgehen gefordert. Der Vergleich zu Schach, den eine Vorrezension schon aufführte ist mir dabei auch in den Sinn gekommen.

Ich möchte nicht so sehr auf die Beschreibung des Titels eingehen, das gab es ja schon einige sehr gute Rezensionen, sondern meinen persönlichen Eindruck wiedergeben:

1. Grafik: Sehe ich ähnlich, wie viele Statements hier, bei einem Strategietitel sicherlich nicht das alles Entscheidende und im Game selbst zweckmässig bis zum Teil auch gut (Im höchster Zoomstufe sind die Einheiten schon sehr schön anzuschauen). Trotzdem, da gebe ich einigen Kritiken recht, könnte die Umgebung ein wenig mehr vertragen haben. Okay, die Region, in der die Schlachten stattfinden, ist meist ländlich und daher nicht "atemberaubend" abwechselnd, aber ein bisschen mehr Abwechslung hätte schon gutgetan (z. B. Berücksichtigung von Jahreszeiten, bspw. mit Schnee, was auch strategische UND taktische Auswirkungen hätte haben kommen, aber evtl. kommt da in Zukunft ja noch etwas...

2. Single-Player: Die Kampagne(n) gefallen mir auch sehr, sehr gut. Zum einen bitten diese genug Abwechslung (Position halten, Kräfte vereinigen, Offensive, etc., gepaart mit Nebenzielen, bei denen man sich oft auch wirklich überlegen muss, ob man diese durchführen kann und will (habe ich genug Kräfte dafür, reicht mein Nachschub (evtl. der einzig kleine Kritikpunkt meinerseits, Depots werden leider zu schnell leergezogen, gerade wenn man langwierigere Verteidigungsmission durchzuführen hat), dieses liegt dann voll und ganz in meinen Händen, oder schreit förmlich nach einer Wiederholung der Mission unter anderen Prioritäten, wodurch sich ein extrem hoher Wiederspielwert einstellt.

Zum anderen bin ich auch sehr positiv von der AI überrascht. Klar, in vielen Bereichen versucht sie es halt, wie in vielen anderen Spielen, mit dem Kopf durch die Wand, indem sie die xste Panzereinheit gegen die Panzerabwehrraketen anrennen lässt (evtl. nach dem Motto, irgendwann muss denen doch mal die Mun ausgehen ;-), aber oft zeigt sie erstaunliche Mannöver und taucht neben oder hinter Dir auf und zwingt Dich massiv zur Reaktion (ein ganz grosser Nachteil z. B. der Total War Reihe, einmal eine "Ideal"-strategie gefunden, nutzt man diese in den nächsten hundert Schlachten...).

3. Multi-Player: Ich denke auch, dass der Titel hier richtig glänzt, denn bisher bin ich aus meinen bisher erst ca. 20 Schlachten JEDESMAL mit einem Grinsen herausgegangen.

Denn a) Die Umsetzung, einschliesslich Sternesammeln und Deckzusammenstellen, sowie (für mich zum späteren Zeit interessanter) Ranglisten ist professionell gemacht und b) Der Lernanspruch ist exellent!! Und das ist ein Punkt, der mir richtig Spass macht, denn auch bei (zum Teil auch katastrophalen Niederlagen) nimmt man etwas mit und versteht mehr und mehr die Mechanik des Spiels, wodurch man sich selbst auch wieder verbessert (oder evtl. auch "nur" Schwächen in seiner Aufstellung feststellt, die schon früh bestraft werden (können).

Aber auch (und das ist mindestens genau so wichtig) interessant zu beobachten ist der Fakt, dass die MP-Gegner durchaus auch reagieren und sich entwickeln. Hatte man in den ersten Tagen noch einiges an Artellerie Gespame, oder den 10+ Gunships eines Spielers feststellen können, fiel mir am So. schon auf, dass die Leute feststellen, mit so einer einseitigen, ineffektiven Aufstellung keinen Blumentopf gewinnen zu können. Dadurch wird wiederrum das eigene Spielerlebnis besser, denn gegen wirkliche Taktiker Macht das Spielen auch Spass, anstatt sich nur mit Cheaten (Spamen von subjektiv "übermächtigen" Einheiten ist für mich cheaten) rumärgern zu müssen (siehe zum Teil WiC).

Der Einstieg ist sicherlich nicht einfach, ABER wer sich darauf einlässt wird sicherlich monatelang Spass an Wargame haben!
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6 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Endlich ein Echtzeitstrategiespiel was taktisch ist und kein Clickfest, 26. Februar 2012
Von 
= Spaßfaktor:4.0 von 5 Sternen 
Rezension bezieht sich auf: Wargame: European Escalation (Videospiel)
Auch ich kann mich den positiven Meinungen anschließen. Dabei war mein erster Eindruck überhaupt nicht gut. In meinem ersten Spiel wurde ich von Helikoptern direkt unweit des Startpunktes zerlegt, im nachfolgenden Spiel von Artillerie...

Ich dachte, es würde sich um einen "World in Conflict" Klon mit größeren Karten handeln, doch, je länger ich gespielt habe, desto besser gefiel es mir und jetzt finde auch ich es süchtig machend.

Der Einstieg mag aufgrund der trockenen Präsentation schwer fallen (vielleicht vorher mal das ein oder andere Video auf youtube schauen, um einen Einblick zu bekommen), man wird dann aber mit einem frischen Spieldesign belohnt.

Und nach und nach weiß man mit Leuten umzugehen, die Artillerie oder Helis in Masse einsetzen...

Ganz toll finde ich, dass man sich überhaupt nicht anstressen lassen muss und das Spiel nicht zum Clickfest ausartet. Sektoren muss man nur einnehmen, um schneller Einkaufspunkte zu sammeln. Hat man eine kleine, aber feine Truppe zusammengestellt, manövriert sie geschickt über das Spielfeld und versorgt sie mit Muni und Benzin, bzw. repariert sie, benötigt man fast schon keinen Nachersatz mehr. So kommt jeder Spieler auf seine Kosten, diejenigen die gerne rushen und angreifen können ihre Spielart ausleben, wohingegen diejenigen, die sich lieber eingraben irgendwo Infanterie in den Wäldern parken und Hinterhalte für die Gegner legen.

In Verbindung mit dem Deckungs- und Flankierungssystem kommen immer wieder andere Schlagabtausche zustande. Ich habe auch bei der MP Beta mitgemacht und dort gab es nur vier Karten, doch bei den Unterschieden wie die Gefechte verlaufen sind, ist mir diese "Begrenztheit" gar nicht aufgefallen.

Schön ist auch das Masse oder Klasse Prinzip. Ich persönlich mag lieber eine kleine Truppe mit hohem Erfahrungswert, aber man kann auch versuchen den Gegner durch Zahlen zu überrumpeln.

Dabei muss man aber aufs Spielprinzip achten, man gewinnt nur dann, wenn man weniger Verluste erlitten hat. Und so ist es ausgeglichen schmerzlich wenn man entweder viele Truppen verloren hat, oder nur ein paar Eliteeinheiten, die richtig teuer sind.

Ein Vorrezensent sagte es bereits, ich halte das Spiel auch eher für "Schach". Unter gegenseitigem Schutz von Hecke zu Hecke und von Wald zu Wald vorzurücken gab es so bislang in noch keinem anderen Echtzeitstrategiespiel. "Theatre of War" zähle ich mal nicht dazu, da dort die Umgebung einfach nicht so taktisch nutzbar war.

Und da komme ich mal kurz zur Grafik: Ich weiß nicht, was einige an der Grafik herummeckern, ich finde sie absolut atmosphärisch. In keinem anderen RTS Spiel sahen von Wegen und Zäunen durchlaufene Wiesen, Felder und Wälder realistischer aus. Die Lichtgebung ist passend und wenn man danach mal R.U.S.E. spielt sieht man erstmal wie comichaft die R.U.S.E. Grafik ausschaut. Nun gut, sie mag etwas steril sein, aber wenn ein Chinook Hubschrauber im Gegenlicht über ein Waldstück einschwebt und Truppen mit Nachschub versorgt kommt authentische Schlachtfeld Atmosphäre auf.

Und genau das hat mich jetzt bereits mehrfach dazu veranlasst die Replays der Kämpfe anzuschauen, was ich bislang nie in einem RTS Spiel gemacht habe.

Aber hier habe ich mich ertappt, dass ich mir meine größten oder miesesten Momente (oder die des Teams) nochmal anschauen möchte...

Wir haben die ganze Zeit geführt, wieso konnten wir in den letzten 5 Minuten noch verlieren???
Es mag daran liegen, dass der Gegner hinter unseren Linien Infanterie eingeflogen und unsere Basis eingenommen hat... (schluck)
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6 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Ein Taktikmonster mit Startproblemen, 25. Februar 2012
Von 
K. Gille "khgille" (Ettlingen) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
= Spaßfaktor:4.0 von 5 Sternen 
Rezension bezieht sich auf: Wargame: European Escalation (Videospiel)
Nachdem ich das Spiel nun viele Stunden getestet habe, muß ich doch eine Lanze für WEE schlagen:
das Spiel hat einen enormen taktischen Tiefgang und macht Spaß, um nicht zu sagen süchtig.

Dank der ungeheuren Freiheiten kann jede Mission (ich rede von der Solokampagne) mehrfach
durchgespielt werden, um neue Taktiken, vielleicht völlig konträre zur den Vorigen, auszuprobieren.
Also: das Spiel besitz einen hohen Wiederspielwert, für Langeweile ist da kein Platz.

Das "Mitnehmen" von Einheiten in die nächste Runde (mit erhöhtem Erfahrungswert) hat den berühmten
"ans Herz gewachsen"-Effekt. Um diese Einheiten kümmert man sich dann speziell und setzt sie nur
behutsam ein, obwohl gerade diese durch den hohen Erfahrungswert besonders schlagkräftig sind.

Einheiten-Management, Spielehandling und das ganze Drumherum wie Freies Speichern, Wiederholungen,
Optionen-Wahl etc. finde ich auch gelungen.

Aber warum nur 4 Sterne?
Zwei Schwachpunkte sind nicht zu übersehen:
Das Spiel ist extrem Einsteigerunfreundlich. Gerade die taktischen Möglichkeiten schreien geradezu
nach einem Tutorial, aber Fehlanzeige. Nur simple Hinweistexte, manchesmal für Selbstverständlichkeiten,
ohne den entscheidenden Hinweis zu liefern, sind zu wenig.
Zweitens die Grafik: öde und zu geradlinig, eher einem Brettspiel entsprechend. Da wäre im Jahr 2012
wesentlich mehr dringewesen.

Und trotzdem: klare Kaufempfehlung von mir. Das Positive überwiegt bei weitem und wochenlanger Spielspaß
ohne Wiederholungen und Langeweile sind garantiert.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Absolute Kaufempfehlung!, 13. Mai 2013
= Spaßfaktor:5.0 von 5 Sternen 
Von Amazon bestätigter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Wargame: European Escalation (Videospiel)
Also ich habe ja schon seit Ewigkeiten keine Rezension mehr geschrieben. Aber nach 200+ Stunden mit Wargame - European Escalation, hat es sich dieses Spiel redlich verdient.

Dabei will ich gar nicht soo sehr in's Detail gehen. Das haben schon genug Spieler vor mir lang und breit erklärt.

Wargame ist ein erfrischend realistisches Echtszeitstrategiespiel. Es wendet sich an Kenner und Liebhaber der Materie (Militärtechnik, Geschichte, Strategie etc). Basisbau oder gar Hardcore-Dumpfgeklicke á la Starcraft II sucht man hier vergebens. Es gibt zwar ein "Stein-Schere-Papier", aber nicht so wie man es aus den anderen Titeln kennt. Vielmehr wird versucht, die vorhandenen Waffenträger und Einheit so gut es geht zu simulieren und natürlich wird ein PAL-Zug (Panzerabwehr) gegen Panzer effektiver kämpfen als gegen Infantrie. Aber auch hier schlagen sich Moral, Versorgung, Erfahrung und Co zu Buche. All' dieses Aspekte wollen berücksichtigt werden.

Wenn man die Empfehlung kurz umschreiben möchte, dann geht es so vielleicht am besten:

Wer gerne eine Strategie austüfteln und umsetzt, wer gerne seine Verteidigung plant und wie Airfix-Soldaten aufstellt und wer weiß, was "T-80U" bedeutet, der kann sofort und bedenkenlos zugreifen.

Es wäre eine Schande ein so tolles Spiel und vor allem einen so fairen Entwickler (alle DLC's gibts gratis, Sondernachlässe, etc etc) nicht zu belohnen --> Kaufen!!!
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Wargame-gleich Hammergame, 7. April 2013
Von Amazon bestätigter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Wargame: European Escalation (Videospiel)
Dieses Game hat mich stark beindruckt was es allles an verschiedenen Truppenteilen gibt wie die Gefechte laufen die Klänge der Kanonen der Gewehre dann Multiplayer unglaublich.Bitte bedenkt aber das ihr schnell sein müsst mit der maus um mit zu halten sonst verliert man auch schnell die Lust weil einem die Laage über dem Kopf wächst.
Meine Kaufempfehlung von Mister X unbedingt kaufen! :-)
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ARRAY(0xab7e99f0)

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Wargame: European Escalation
Wargame: European Escalation von dtp Entertainment AG (Windows 7 / Vista / XP)
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