earlybirdhw2015 Hier klicken Jetzt Mitglied werden lagercrantz Cloud Drive Photos Professionelle Fotografie2 Learn More praktisch Kühlen und Gefrieren Fire HD 6 Shop Kindle Sparpaket Autorip SummerSale

Ihre Bewertung(Löschen)Ihre Bewertung


Derzeit tritt ein Problem beim Filtern der Rezensionen auf. Bitte versuchen Sie es später noch einmal.

47 von 49 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
Das Autorenduo Hjorth und Rosenfeldt legt in seinem Debütroman einen soliden Grundstein für eine neue Krimiserie, die in Schweden bereits verfilmt wird. In "Der Mann, der kein Mörder war" werden die Charaktere einer Ermittlergruppe der Reichsmordkommission in Schweden bei der Arbeit an mehreren Morden detailliert vorgestellt, aber auch die Nebencharaktere sind gut ausgearbeitet. Hauptperson ist der Psychologe Sebastian Bergmann, der zwar brilliant arbeitet, aber sehr unsensibel, zynisch und konfrontativ ist. Er hatte keine glückliche Kindheit und hat seine Frau und seine kleine Tochter auf tragische Art und Weise verloren.

Der Fall ist gut aufgebaut. Am Anfang wird der Leser auf eine völlig falsche Fährte gelockt, denn auf den ersten Blick könnte der Tod eines Schülers die Folge von zu weit ausuferndem Mobbing sein. Aber so einfach ist es nicht. Ein Junge wird vermisst, bei der Polizei läuft nach der Vermisstenmeldung alles schief. Als dann die Leiche nach einigen Tagen gefunden wird, soll die Reichsmordkommission den Fall aufklären und den Schaden begrenzen. Der Psychologe Sebastian Bergmann ist zufällig in der Nähe, um nach dem Tod seiner Mutter sein verhasstes Elternhaus zu verkaufen. Als er vertrauliche Informationen von der Polizei benötigt, bietet er aus purem Eigennutz seine Hilfe an, obwohl er gerade einen One-Night-Stand mit der Mutter eines Verdächtigen hatte. Ein weiterer Mensch stirbt, und alles scheint noch verworrener. Viele Spuren führen zu der Eliteschule, die Sebastians Vater gegründet hat.

Sebastians Einstieg ins Team und sein Verhalten führen zu vielen Konflikten im Ermittlerteam, aber er bringt auch immer wieder interessante Ansatzpunkte ein. Das Beziehungsgeflecht der Gruppe und private Hintergründe werden in die Handlung eingebunden. Ein Polizist versucht, durch selbstständige Ermittlungen die Reichsmordkommission auszustechen und die eigene Weste reinzuwaschen. In Wirklichkeit verstrickt er sich immer tiefer in seine Lügen.

Das Buch ist wirklich spannend geschrieben, mit vielen Möglichkeiten und Ansatzpunkten, die zu verblüffenden Wendungen führen. Die Schilderungen von Gewalt sind eher gemäßigt und nicht sensationsheischend, das ist mir sehr positiv aufgefallen. Ein großer Schwerpunkt liegt auf der menschlichen Ebene, bei den Ermittlern genauso wie bei Verdächtigen und dem ganzen Umfeld des Jungen. Daher ist Sebastian sehr wichtig, um aufgrund psychologischer Einschätzungen entscheidend zur Aufklärung des Falles beizutragen.

Mir hat dieser Krimi sehr gut gefallen, obwohl ich den Charakter des Sebastian Bergmann wirklich für unsympathisch halte. Aber in einer Serie ist vielleicht auch eine weitere Entwicklung dieser Person möglich.
0KommentarWar diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinSenden von Feedback...
Vielen Dank für Ihr Feedback.
Wir konnten Ihre Stimmabgabe leider nicht speichern. Bitte versuchen Sie es später noch einmal.
Missbrauch melden
46 von 51 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
Endlich mal wieder ein Buch, das mir wirklich richtig zusagt und wo ich mich jetzt schon auf weitere Teile dieser neuen Reihe freue!

Besonders positiv bei diesem Krimi sind mir folgende Dinge aufgefallen:

- Die Story ist wirklich spannend und es gibt viele Wendungen und immer wieder neue Fährten, so dass das Buch bis zum Schluss spannend bleibt und auch der Täter nicht sofort klar ist. Trotzdem ist das Ende nicht konstruiert!

- Es handelt sich hier um einen Skandinavien-Krimi, der aber nicht so dunkel" und depressiv" ist, wie dies oft der Fall ist bei Skandinavien-Krimis

- Der Stil gefällt mir sehr gut! Das Buch ist leicht und flüssig zu lesen ohne als leichte Kost" daher zu kommen. Die Beschreibungen sind gut und auch bildlich vorstellbar, aber nicht zu blumig. Für mich also eine gute Mischung, besonders für einen Krimi

- Die Figuren sind schön gezeichnet.
Sowohl die Teammitglieder der Reichspolizei und der Hauptprotagonist Sebastian Bergmann, als auch alle anderen Charaktere wirken glaubwürdig. Man kann sich sehr gut in die Personen hinein versetzen und ihr Handeln nachvollziehen, selbst bei dem / den Tätern
Die einzelnen Teammitglieder incl. Sebastian Bergmann finde ich alle sympathisch, trotz Ihrer Eigenarten. Man erfährt im Laufe der Geschichte auch immer mehr über das Privatleben der Einzelnen (ohne dass der Krimi in den Hintergrund gestellt wird), so dass man das Verhalten besser nachvollziehen kann

- Auf den letzten Seiten, als der Fall bereits gelöst ist, passiert in der Geschichte noch etwas (ich möchte es jetzt hier natürlich nicht verraten), das in mir noch mehr Neugierde auf den nächsten Band dieser Reihe weckt

Negative Punkte kann ich nicht wirklich finden, davon abgesehen, dass es scheinbar keine intakten, monogamen Ehen gibt, aber dies scheint ja in Skandinavien bzw. den Büchern von dort (siehe z.B. auch Stieg Larsson) häufig der Fall zu sein.

Alles in Allem für mich ein super Buch, das ich weiterempfehlen werde!
0KommentarWar diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinSenden von Feedback...
Vielen Dank für Ihr Feedback.
Wir konnten Ihre Stimmabgabe leider nicht speichern. Bitte versuchen Sie es später noch einmal.
Missbrauch melden
4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 6. November 2012
Der "Schwedenkrimi" bildet in der Literaturlandschaft mittlerweile eine eigene, fest etablierte Nische. Der vielleicht prominenteste Vertreter dieses Subgenres ist vermutlich Henning Mankells "Wallander"-Reihe, aber auch z.B. Stieg Larsson erfreut sich einer breiten Beliebtheit. Doch wie bietet man dem Genreliebhaber heute noch ansprechende Literatur, ohne sich zu deutlich an diese Vorbilder anzulehnen?
Mit "Der Mann der kein Mörder war" unternehmen die beiden Autoren Michael Hjorth und Hans Rosenfeldt einen recht erfolgreichen Versuch, diese schwierige Aufgabe zu lösen. Ihr Erfolgsrezept besteht im wesentlichen darin, bewährte Elemente des Vorbilds mit modernen Einflüssen zu fusionieren.

Zentrum des Romans - und wohl auch Ausgangspunkt für viele weitere Bücher der Reihe - bildet der Kriminalpsychologe Sebastian Bergman. Bergman ist zynisch, taktlos und ein waschechter Soziopath. Darüber hinaus verfügt er jedoch über einen ebenso brillianten analytischen Verstand. Aus recht eigensinnigen Motiven bietet der eigentlich pensionierte Bergman seine Dienste der Stockholmer Polizei an. Sein alter Kollege Höglund nimmt die Hilfe zögerlich an - wohl wissend, dass Bergmann Gift für jedes Teamklima ist. Doch der Fall scheint zu knifflig, um das Angebot abzulehnen: Ein Schüler eines örtlichen Eliteinternats wird ermordet aufgefunden. Vom Täter und vom Herz des Opfers fehlt zunächst jede Spur...

Es ist klar, mit welcher Prämisse der Roman den Leser an sich binden möchte. Das Konzept des zwischenmenschlich schwierigen Sonderlings, der aber durch seine genialen Fähigkeiten beruflich unentbehrlich ist, hat im letzten Jahrzehnt eine breite Anhängerschar in TV und Literatur angesammelt. Egal ob "Monk" oder "Dr. House": Der Antiheld ist "in". Gekreuzt wird dies nun mit dem lakonischen, idyllischen und rau-herzlichen Charme der "Schwedenkrimis". Weniger Brutalität, dafür kantigere, "echtere" Charaktere.
Die Rechnung geht größtenteils auf: Die Storyentwicklung ist spannend und auch für geübte Leser nicht trivial. Zwar ist die Geschichte in ihrer Komplexität und Entwicklung sicher nicht die pfiffigste, die ich bislang gelesen habe, aber viel vom Lesevergnügen wird durch die authentischen Charaktere und ihrer Wechselwirkung untereinander getragen. Es gibt erfreulich wenig Griffe in's "Klischee-Regal" der Krimiliteratur, das Autorenduo verteilt die Aufmerksamkeit - von Bergmann abgesehen - auf viele Schultern. Dabei handelt es sich um durchweg unterschiedliche Menschen, mit ebenso unterschiedlichen Aufgabenbereichen - von Technik bis Psychologie darf der Leser einen schmalen Blick in jedes Feld werfen. So bleibt das Geschehen dynamisch und arbeitet sich nicht zu sehr an den Kanten des Protagonisten ab.
Überhaupt ließt sich "Der Mann, der kein Mörder war" erfreulich flüßig, obwohl ich anfangs befürchtete, dass zwei Autoren möglicherweise erkennbare Stilbrüche hinterlassen würden. Das ist erfreulicherweise in meinen Augen nicht der Fall. Zu den weiteren Stärken des Buches zählt das recht unerwartete Ende und die in unserer Zeit doch stattliche Länge von fast 600 Seiten (welche jedoch vom Format her recht großzügig ausfallen).

Alles richtig hat "Der Mann der kein Mörder war" für meinen Geschmack jedoch trotzdem nicht gemacht. Zum einem haben die Autoren meiner Ansicht nach die so oft angesprochene Dualität der Person Sebastian Bergman nicht wirklich konsequent durchgezogen. Weder erscheinen seine Beiträge zur Ermittlung durchweg "hochintelligent" (Es fällt schwer zu glauben, dass eine erfahrene, gestandene Ermittlergruppe einen kauzigen Außenseiter braucht, um darauf hinzuweisen, dass ein Verbrechen wohlmöglich zur Kaschierung eines anderen begangen wurde...), noch ist er das groß angekündigte "Ekelpaket", aus dessen Taktlosigkeit man sicherlich die ein oder andere humorvolle Situation hätte konstruieren können. Sicher: Bergman ist unhöflich, egoistisch und manchmal sogar provokant. Überraschend oft verhält er sich dann aber doch diplomatisch und die Autoren geben sich alle Mühe, in zahlreichen Passagen die "menschliche" Seite Bergmanns darzulegen. Letztendlich ist Bergmann eben auch nur ein Opfer seiner Vergangenheit - zu oft so gelesen, langweilig.
Man könnte weiterhin anmerken, dass die Geschichte trotz einigen interessanten Plottwists nicht all zu originell ist und die Ermittlungsmethoden für eine solche Einheit überraschend "altmodisch" sind (CSI-Junkies werden nicht auf ihre Kosten kommen), aber dies trübt das Lesevergnügen meiner Ansicht nach nur wenig.

FAZIT:

"Der Mann, der kein Mörder war" ist vielleicht kein perfektes Buch, aber sicherlich ein gelungener, solider Einstieg des Autorenduos Hjorth & Rosenfeldt in die Krimiwelt. Die Story ist nicht innovativ aber interessant, die Charaktere sind authentisch. Lediglich die Titelfigur erfüllt in meinen Augen nicht ganz die Erwartungen, die die ständigen Nennungen auf Klappentext, Buchbeschreibung, Rezensionen etc. schüren. Trotzdem kann ich das Buch jedem Krimifan, der mehr auf Charakterspiel als auf blutige Leichen zählt, empfehlen. Gorehounds und Forensik-Experten werden nicht so sehr auf ihre Kosten kommen, Fans einer lakonischen, dichten Atmosphäre dafür umso mehr. Das Buch hat es immerhin geschafft, mich für den zweiten Teil der Reihe "Die Frauen, die er kannte" zu interessieren. Das Buch liegt schon auf meinem Schreibtisch, und ob die "Sebastian Bergman"-Reihe mich wirklich zu begeistern weiß, wird sich demnächst herausstellen. Bis dahin: 4/5 Punkte.
0KommentarWar diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinSenden von Feedback...
Vielen Dank für Ihr Feedback.
Wir konnten Ihre Stimmabgabe leider nicht speichern. Bitte versuchen Sie es später noch einmal.
Missbrauch melden
50 von 58 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
"Der Mann, der kein Mörder war" ist das deutsche Debüt des Autorenduos Michael Hjorth und Hans Rosenfeldt, die beide in Schweden bereits Erfolge feiern konnten. Der Roman erschien bei Rowohlt Polaris als flexibles Softcover und ist der Beginn einer Reihe rund um die Fälle des Polizeipsychologen Sebastian Bergmann.

In Våsteras, in der Nähe von Stockholm, macht die Polizei auf der Suche nach dem verschwundenen Roger Eriksson einen grausamen Fund. Drei Pfadfinder entdecken beim Durchkämmen eines Waldgebiets die Leiche Rogers in einem Tümpel. Als grausige Dreingabe wurde diese mit zahlreichen Messerstichen traktiert und es fehlt dieser sogar noch das Herz. Diese verdächtig rituell erscheinende Ermordung Rogers lässt schon bald die Reichspolizei auf den Plan treten, die von der örtlichen Ermittlungschefin Kerstin Hanser dazugeholt wird, da diese erkennen muss, dass der Fall wahrscheinlich von größerer Tragweite ist, als es zunächst den Anschein hat. Schnell beginnt die Kommission der Reichspolizei mit ihrer Arbeit in der Provinz und ermittelt in alle Richtungen.
Zeitgleich weilt Sebastian Bergmann ebenfalls in Våsteras, um das Heim seiner Eltern zu veräußern. Sebastian ist ein getriebener Charakter, der die Leere, die in ihm nach dem Verlust seiner Frau und Tochter herrscht, mit zügellosem Sex zu betäuben versucht. Seit diesem schweren Verlust hat er von allem losgesagt, das ihn früher beschäftigte und er treibt antriebslos durch die Tage, nur mit dem Versuch beschäftigt, möglichst viele Frauen zu erobern. Durch einen Zufall wird er in die Ermittlungen rund um die Ermordung Rogers hineingezogen und bringt sich schon bald im Team rund um den erfahrenen Ermittler Torkel Höglund ein. Dies geschieht allerdings nicht aus Interesse am Fall des ermordeten Teenagers, sondern aus purem Eigennutz. Doch schon bald wird Sebastian für die Ermittlungen eminent wichtig, obwohl er ein zwischenmenschliches Ekel sondersgleichen ist.

Der Roman des Duos ist nahezu 600 Seiten stark und verlässt sich sehr auf die ambivalente Figur des Sebastian Bergmanns, der die Geschichte trägt. Manchmal ist der Leser von diesem Protagonisten nur noch abgestoßen und manchmal voller Verständnis für diese schwierige Persönlichkeit. Doch auch die anderen Personen, die den Krimi bevölkern sind wirklich realitätsnah, ohne in die typische skandinavische Depression und Melancholie abzugleiten. Überraschend ist es auch, dass der Plot über die Ermordung Roger Erikssons fast über die ganze Länge des Buches trägt, ohne dass ein obligatorischer Serienmörder auftreten muss. Hier sind Hjorth und Rosenfeldt wirklich zu loben, da es ihnen gelungen ist, zwar einen typischen Schwedenkrimi zu verfassen, der aber nicht in die üblichen Klischees und Untiefen abtaucht, sondern wohltuend "antidepressiv" bleibt und sich sowohl auf Ermittlungen als auch auf Charaktere konzentriert. Neben dreidimensionalen Charakteren fließt auch moderne Technik ein und so dürften breite Leserschichten angesprochen werden.

Mit Vergleichen in Sachen Stieg Larsson ist man bei neuen skandinavischen Krimis natürlich schnell bei der Hand, aber beim vorliegenden Buch sind Lobeshymnen wahrlich angebracht, da der Fall wirklich fesseln kann und originelle Charaktere das Buch bevölkern. Ein dickes und interessantes Panoptkikum, dem schon bald neue Fälle des Sebastian Bergmann folgen dürften, die übrigens teilweise schon vom ZDF und vom schwedischen Fernsehen als Koproduktion verfilmt wurden!
0KommentarWar diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinSenden von Feedback...
Vielen Dank für Ihr Feedback.
Wir konnten Ihre Stimmabgabe leider nicht speichern. Bitte versuchen Sie es später noch einmal.
Missbrauch melden
25 von 29 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 15. Dezember 2011
Ein spannendes Buch von der ersten bis zur letzten Seite, mit Wendungen, die man nicht erwartet. Die handelnden Figuren sind allesamt sorgfältig gewählt und charakterisiert. Angefangen vom sexsüchtigen Psychologen Sebastian Bergemann, der seine Familie beim Tsunami in Thailand verloren hat und eigentlich selbst dríngend eine Therapie braucht, die Ermittler und Ermittlerinnen der Reichsmordkommission, die allesamt bis auf Billy (über ihn erfährt man relativ wenig) ihr Päckchen zu tragen haben, der Kommissar Thomas Haraldson, dem alles was nur schiefgehen kann schiefgeht und zu allem Überfluß vom Fall enthoben und zum Schluß angeschossen wird.

Zum Inhalt: Ein 16jähriger Schüler wird in einem Wasserloch im Wald ermordet aufgefunden, sein Körper ist übersäht mit Messerstichen und sein Herz wurde herausgeschnitten. Wer hat so ein Hass, dass er den Körper dermaßen verstümmelt. Kommisar Thomas Haraldson ist schnell überfordert, die Reichsmordkommission und der Psychologe Sebastin Bergemann werden hingezogen, eine spannende und facettenreiche Ermittlung beginnt. Die Spannung bleibt von der ersten bis zur letzten Seite bestehen, immer wieder gespickt mit Wendungen und Erkenntnissen mit denen man als Leser in keinster Weise gerechnet hat.

Mein Fazit, ein Buch, das jeder Schwedenkrimifan unbedingt gelesen haben muss. Ich wünsche mir mehr davon und bin auch auf die angekündigte ZDF-Verfilmung gespannt.
0KommentarWar diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinSenden von Feedback...
Vielen Dank für Ihr Feedback.
Wir konnten Ihre Stimmabgabe leider nicht speichern. Bitte versuchen Sie es später noch einmal.
Missbrauch melden
8 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 12. Oktober 2011
Mit diesem Satz beginnt das Krimidebüt von Michael Hjorth und Hans Rosenfeldt. Wie sich letztlich herausstellt, stimmt das sogar. Eigentlich ist "Der Mann, der kein Mörder war" eher eine (Familien-)Tragödie, als ein Kriminalroman. Doch worum geht es?

Der 16-jährige Roger wird in einem Waldtümpel bei Västeras tot aufgefunden, er wurde brutal ermordet. Der örtliche Kommissar ist überfordert und so leitet Torkel Höglund aus Stockholm die Ermittlungen. Unterstützt wird er von seinem alten Freund, dem Kriminalpsychologen Sebastian Bergman, der in der Provinz sein Elternhaus verkaufen will.

Geschickt legen die Autoren viele falsche Fährten, auf denen sich die Kripo Stück für Stück entlang robbt. Fast jeder im Ort hat etwas zu verbergen, selbst die Ermittler haben ihre ganz privaten Geheimnisse. Und so nimmt die Geschichte viele überraschende Wendungen. Es gibt mehrere Verdächtige, bis letztlich der Mörder und der Mann, der kein Mörder war, entlarvt sind.

Kriminalpsychologe Bergman kommt zwar nicht sonderlich sympathisch rüber, aber er hat seine Gründe, denn er ist selbst traumatisiert und erleidet am Ende gar einen Schock. Ich könnte mir gut vorstellen, dass ihn dies bei seinem nächsten Fall etwas menschlicher und milder stimmt...

Der Erzählstil der Herren Hjorth & Rosenfeldt hat mir sehr gut gefallen: kraftvoll und bildhaft. Auch die Spannung kommt vom ersten Satz bis zum überraschenden Schluss nicht zu kurz.

Fazit: wieder ein toller Schwedenkrimi, obendrein ein gelungenes Debüt, somit unbedingt empfehlenswert und 5*!
0KommentarWar diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinSenden von Feedback...
Vielen Dank für Ihr Feedback.
Wir konnten Ihre Stimmabgabe leider nicht speichern. Bitte versuchen Sie es später noch einmal.
Missbrauch melden
3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 1. Juli 2013
Der Mann, der kein Mörder war ist der erste Krimi von Michael Hjorth und Hans Rosenfeldt. Und zwar ein gelunges Werk.
Nach dem Mord an einenm Jugendlichen in seiner Heimatstadt, die er nach langer Zeit widerwillig besucht, bietet der Kriminalpsychologe Sebastian Bergmann seine Hilfe nicht uneingenütz der Reichskriminalpolizei an.
Mit seiner zynischen, manchmal bösartigen Art macht er sich keine Freunde, bringt aber immer wieder neue Aspekte in den Fall.
Zusamman mit dem durchaus kompetenen Team der Mordkommission werden mehrere Spuren und Fährten verfolgt.
Das Buch ist spannend geschrieben und die Spannung wird auch bis zum Schluß aufrecht erhalten.
Die Protagonisten sind gut charakterisiert und man kann sich in sie hineinversetzen.
Ein Buch, das nie langweilig oder langatmig war und immer wieder für Überraschungen sorgte.
Ich werde auf jeden Fall den Nachfolgeband lesen.
0KommentarWar diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinSenden von Feedback...
Vielen Dank für Ihr Feedback.
Wir konnten Ihre Stimmabgabe leider nicht speichern. Bitte versuchen Sie es später noch einmal.
Missbrauch melden
2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
Bei Västerås wird in einem Waldstück ein toter Junge gefunden. Roger war Schüler eines Elitegymnasiums und wurde seit einiger Zeit vermisst. Die örtliche Polizei erhält Unterstützung durch den Stockholmer Kommissar Höglund und seinem Team. Während die Ermittlungen beginnen, stellt sich heraus, dass der tote Junge in der Nähe von Sebastian Bergmanns Eltern gewohnt hat. Sebastian ist zwar schon einige Zeit nicht mehr im Dienst, aber zufällig im Ort, da seine Eltern gestorben sind und er den Nachlass regeln muss.

Höglund und Bergmann begegnen sich natürlich und kommen auch auf den aktuellen Fall zu sprechen. Dabei kristallisiert sich heraus, dass die Ermittlungen wohl in die falsche Richtung laufen. Sebastian Bergmann bietet seine Hilfe als Psychologe an, jedoch nicht ohne Hintergedanken. Denn im Haus seiner Eltern hat Sebastian eine brisante Entdeckung gemacht, die sein Leben verändern könnte. Aber um weitere Informationen zu erhalten, braucht er einen Zugang zum Polizeicomputer.

Als ein weiterer Mord geschieht, steckt Sebastian bereits tief in den Ermittlungen drin.

Dass zwei Autoren erfolgreich zusammen ein Buch schreiben, dafür gibt es schon einige Beispiele auf dem Buchmarkt. Auch diese beiden hier haben einen Roman geschrieben, den man getrost als ein kriminalistisches Meisterwerk bezeichnen kann.

Die Geschichte wird aus zwei Sichten beschrieben. Zum einen begleitet der Leser Höglund und sein Team bei den Ermittlungen zum Fall Roger, zum anderen erfährt der Leser nach und nach, was es mit Sebastian Bergmann auf sich hat, warum er aus dem Dienst ausgeschieden ist, wo seine Stärken und Schwächen liegen und wieso er letztlich so ist, wie er ist – unsensibel, sexgesteuert, zynisch und konfrontativ. Er weiß, wie man Menschen manipuliert und setzt diese Fähigkeit bewusst ein, um an sein persönliches Ziel zu gelangen.

Sebastian ist eigentlich nur vor Ort, um nach dem Tod seiner Mutter das Elternhaus so schnell wie möglich – auch gerne mit Verlust – zu verkaufen. Mit seinen Eltern verband ihn kein liebevolles oder innigliches Band, so dass er gar nicht schnell genug alles geregelt und den Ort wieder verlassen kann.

Aber dann findet er in Nachlass einen Hinweis, der sein Leben ändern könnte. Um aber weiter zu kommen, benötigt er vertrauliche Informationen von der Polizei. Daher kommt es ihm gerade recht, dass der ermittelnde Kommissar an dem Fall ein ehemaliger Kollege von ihm ist. Sebastian setzt ihn unter Druck, um ins Team aufgenommen zu werden.

Zwar ist er von Anfang an eine Art Störfaktor im Team, aber er bietet auch einige interessante Ansätze und Denkanstöße, was den Ermittlungen zu Gute kommt. Hier zeigen sich dann auch sein wahres Talent und sein Können.

Der Fall selbst ist sehr verworren, es gibt viele Hinweise auf Mobbing, aber auch auf andere Dinge, aber immer will mindestens ein Puzzleteil am Ende nicht passen, so dass man einen neuen Ansatz versuchen muss.

Die ganze Geschichte ist sehr verworren, führt den Leser bewusst auf die falsche Fährte, ohne dabei unlogisch zu sein oder zu komplex. Man kann den Ermittlungen gut folgen, stellt seine eigenen Theorien auf und wird immer mehr Teil des Ermittlerteams. Aber auch Sebastians Geschichte verschwindet nicht im Hintergrund, sondern berührt den Leser. Hier wird ein Ermittler geschildert, der nicht perfekt ist, sondern auch seine Stärken und Schwächen hat und auch mit einem schweren Schicksalsschlag zu kämpfen hat.

Das Hörbuch wird von Douglas Welbat gelesen und umfasst 6 CDs mit rund 424 Minuten Hörgenuss. Douglas Welbat gelingt es, mich gleich von Anfang an in seinen Bann zu ziehen. Mit seiner Stimme, die tief, rau und voll ist, schafft der Sprecher gleich die richtige Atmosphäre. Er passt sein Lesetempo automatisch der Situation an, so wechselt er von langsam zu sehr schnell. Der Hörer sitzt quasi atemlos davor, spürt wie die Ermittlungen in Fahrt kommen, wo es auf einmal wieder stagniert und auch bei Streitereien fliegen die Worte nur so hin und her, wobei man dabei gut die einzelnen Protagonisten voneinander unterscheiden kann. Douglas Welbat verleiht jedem Protagonisten seinen eigenen Charakter durch eine bestimmte Stimmlage.

Das Hörbuch ist zwar die gekürzte Fassung, jedoch ist mir das nicht wirklich aufgefallen. Alles ist trotzdem logisch, schlüssig und nachvollziehbar. Ich bin recht schnell in die Geschichte abgetaucht und höre noch heute Douglas Welbat „Torkel“ sagen, wenn er mal wieder von dem ermittelnden Kommissar sprach.

Fazit:
Sowohl das Buch, wie auch das Hörbuch sind überzeugend. Eine tolle, spannende und mitreißende Geschichte, bei der man von Anfang an gefordert wird, mitdenkt, verwirft und rätselt. Verbunden mit dem Hörbuch und dem Sprecher Douglas Welbat taucht man in die einzigartige Atmosphäre des Romans ein und sehnt sich bald schon nach einer Fortsetzung. Meine Empfehlung für alle Krimi- und Hörbuchfreunde.

Reihe:
1. Der Mann, der kein Mörder war
2. Die Frauen, die er kannte
3. Die Toten, die niemand vermisst
4. Das Mädchen, das verstummte
11 KommentarWar diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinSenden von Feedback...
Vielen Dank für Ihr Feedback.
Wir konnten Ihre Stimmabgabe leider nicht speichern. Bitte versuchen Sie es später noch einmal.
Missbrauch melden
2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 11. Februar 2013
„Der Mann, der kein Mörder war“ ist langsam. Sehr langsam. Hjordt und Rosenfeldt haben sich viel Zeit genommen, die Charaktere zu zeichnen, sie langsam aufzubauen. Jeder von ihnen hat sein Privatleben, seine Sorgen und Interessen. Manch einer von denen, die das Buch schlecht rezensiert haben, haben das bemängelt. Ich finde ich nicht, dass das Buch dadurch langweilig wird, im Gegenteil. Ich mag es, wenn die Geschichten, die ich lese auch eine Seele habe und hinter den Namen auch Persönlichkeiten stecken. Ich finde das Maß in diesem Werk genau richtig. Nicht zu viel, nicht zu wenig. Und statt gelangweilt zu sein, dachte ich mehr als ein mal: „Wann kommt denn mal wieder etwas über Person XY?“.

Die Personen, die man so genau beschreibt, sollten natürlich etwas Interessantes an sich haben, Charakter. Auch das ist den Autoren ganz hervorragend gelungen. Genau genommen haben wir es mit einer ziemlich bunten Truppe zu tun:

Thomas Haraldsson: Der typische Dorfpolizist. Eine kinderlose Ehe die es auf keinen Fall bleiben soll mit allem drum und dran, kein Erfolg im Beruf und das gewisse Quentchen Tollpatschigkeit. Eine gelungene Rolle, er tat mir wirklich leid beim Lesen.

Kerstin Hanser: Haraldssons Vorgesetzte. Immer gut gekleidet, immer einen Schritt voraus und vor allem: Immer ein genaues Auge auf Haraldsson, was dem natürlich gar nicht passt.

Torkel Höglund: Der väterliche, der das Team zusammenhält. Lebt für seinen Beruf, das sorgt aber auch dafür, dass es keine Frau lebenslang mit ihm aushält. Der neutralste und sachlichste von allen.

Vanja Lithner: Torkels junge aber nicht weniger talentierte Kollegin

Und natürlich Sebastian Bergman, ehemaliger Polizeipsychologe. Er muss eine Frau nach der anderen erobern. Er ist, was sich selbst angeht kontrollsüchtig, niemand soll irgendwas an ihm wahrnehmen, was er nicht genau so geplant hat. Er erinnert mich irgendwie sehr an Sherlock Holmes (aus der Fernsehserie). Ähnlich geht auch Sebastian Bergman mit seinen Mitmenschen um: immer eine Spur zu grob.

Ich muss sagen, so „kotzbrockig“ wie ich mir Bergman vorgestellt habe, ist er eigentlich gar nicht. Ich hatte befürchtet einen sehr flachen, niveaulosen Charakter „anzutreffen“ aber ich mag ihn irgendwie. Das liegt vor allem daran, dass er zwar ein Mann mit großen Macken ist, aber sein Handeln eben nicht einfach nur „kotzbrockig“ wirkt, sondern man es aus seiner Sicht immer nachvollziehen kann. Außerdem hat er sehr sehr viele weiche Seiten, die wie ich finde, nicht untergehen sondern ihm genau die richtige Menschlichkeit verleihen. Für mich ist das der interessanteste Charakter überhaupt und ich freue mich eine Fortsetzung mit ihm lesen zu können :-)

Nun verrate ich sicher nicht zu viel, wenn ich bei einem Buch mit so vielen Seiten sage, dass die Ermittlungen langsam vorangehen und nicht immer die Spuren da sind, die man sich wünscht - das ist wohl jedem klar, denn sonst wäre das Buch sicher nicht so dick ;-) Für den Aufbau des Buchs bedeutet das, dass die Ermittler bis ca. Seite 400 nicht so recht vorankommen. Damit das nicht in Langeweile ausartet, hören wir auch immer wieder vom Täter. Vom Beginn des Buchs an erfahren wir immer wieder von seinen Gedanken. „Zufällig“ sind da immer sehr interessante Stichworte drin, die dafür sorgen, dass das Gedankenkarussell sich mächtig dreht und man immer wieder Personen von seiner mentalen Täterliste streicht oder mal ganz verwirrt ist. Ich denke viele Rezensionen, die das Buch als langatmig oder langweilig beschreiben, haben einfach nicht richtig gelesen. Wer genau liest, wird immer wieder Hinweise finden und wird sich immer unabhängig von den Ermittlungen eigene Gedanken machen.

Leider fand auch dieses Buch nach drei Tagen schließlich ein Ende - aber es gibt ja eine Fortsetzung ;-) Natürlich möchte ich nichts vom Ende verraten, ich möchte es wie immer nur beurteilen. Ich kann es nur gelungen nennen, weil ich den Täter zu keinem Zeitpunkt in Verdacht hatte und auch der Titel des Buches noch einen wirklichen Sinn bekommt. Als Kritik hätte ich lediglich anzumerken, dass hier billige Klischees auf BILD-Niveau aufgewärmt werden, die nicht mal Sinn ergeben. Mehr kann ich dazu nicht sagen, aber das war schon noch eine Enttäuschung angesichts der restlichen Qualität des Buchs. Ich habe ernsthaft überlegt, dem Buch deshalb einen Stern abzuziehen. Bei genauer Überlegung ist und bleibt es aber nur ein Detail und das Ende selbst ist wie alles andere einfach super gelungen - daher 5 Sterne und eine klare Kaufempfehlung
0KommentarWar diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinSenden von Feedback...
Vielen Dank für Ihr Feedback.
Wir konnten Ihre Stimmabgabe leider nicht speichern. Bitte versuchen Sie es später noch einmal.
Missbrauch melden
2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 19. Januar 2012
Mein erster Eindruck nach der LP hat sich bestätigt. Fünf Sterne von mir für diesen tollen Krimi. Die Autoren werde ich im Auge behalten.

Die Aufmachung bzw. die Gestaltung des Buches ist wirklich prima gelungen. Es liegt gut in der Hand und überzeugt mit Qualität. Das Preis- Leistungsverhältnis ist daher top.

Zum Inhalt:

Pfadfinder entdecken in einem Tümpel nahe Västeras die Leiche des 16-jährigen Roger. Er wurde mit herausgerissenem Herz gefunden. Schnell kommt heraus, dass der Junge ein Außenseiter und ein Mobbing - Opfer ist, was zur Folge hat, dass ein ehemaliger Mitschüler zum engen Kreis der Verdächtigen gehört.

Ermittler Haraldsson, von der örtlichen Polizei, stellt sich ziemlich unprofessionell bei seiner Arbeit an und bekommt aufgrund dessen ein Team aus Stockholm vor die Nase gesetzt, die die Ermittlungen übernehmen sollen. Der Leiter des Teams, Torkel Höglung, und seine Crew versuchen Schritt für Schritt dem Täter näher zu kommen. Im Zuge der Ermittlungen taucht Sebastian Bergmann auf. Er ist ein ehemaliger Polizeipsychologe und alter Bekannter von Torkel. Die Spannungen im Team sind vorprogrammiert. Er wird als absolutes Ekelpaket vorgestellt, der ständig das letzte Wort haben muss und vor Sticheleien kein Halt macht. Das macht ihn als Protagonisten sehr interessant und es ist unterhaltsam zu lesen, wie er direkt seine Meinung vertritt und keine Rücksicht auf andere nimmt. Trotzdem stellt er sich als eine unverzichtbare Hilfe da und lenkt das Denken und Geschehen immer in die richtige Richtung.

Die Spannung bleibt durchweg erhalten und man ertappt sich immer wieder wie man auf der falschen Fährte ist und sich ein Ende zu Recht legt, es aber dann wieder revidieren muss weil man in die vollkommen falsche Richtung gedacht hat. Die Neugier macht es schwierig das Buch aus der Hand zu legen.

Ein wirklich gelungenes Buch, das Lust auf mehr Sebastian Bergmann" macht.
0KommentarWar diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinSenden von Feedback...
Vielen Dank für Ihr Feedback.
Wir konnten Ihre Stimmabgabe leider nicht speichern. Bitte versuchen Sie es später noch einmal.
Missbrauch melden
     
 
Kunden, die diesen Artikel angesehen haben, haben auch angesehen