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5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Schuld hat viele Formen
Das Autorenduo Hjorth und Rosenfeldt legt in seinem Debütroman einen soliden Grundstein für eine neue Krimiserie, die in Schweden bereits verfilmt wird. In "Der Mann, der kein Mörder war" werden die Charaktere einer Ermittlergruppe der Reichsmordkommission in Schweden bei der Arbeit an mehreren Morden detailliert vorgestellt, aber auch die Nebencharaktere...
Vor 19 Monaten von S. Hennig veröffentlicht

versus
9 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Gähn.
Ein 16jähriger Schüler wird tot aufgefunden, das Herz wurde ihm herausgechnitten. Die örtliche Polizei ist unfähig, den Fall zu lösen, somit kommt ein Spezialermittlungsteam zum Einsatz.
Mehr gibt es zum Inhalt nicht zu sagen.
Knapp 600.000 gefühlte Seiten später, lege ich das Buch weg, weil ich es endlich geschafft habe - die...
Vor 4 Monaten von nw veröffentlicht


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5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Schuld hat viele Formen, 13. Oktober 2011
Von 
S. Hennig "Bücherfan" (NRW) - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)    (REAL NAME)   
Das Autorenduo Hjorth und Rosenfeldt legt in seinem Debütroman einen soliden Grundstein für eine neue Krimiserie, die in Schweden bereits verfilmt wird. In "Der Mann, der kein Mörder war" werden die Charaktere einer Ermittlergruppe der Reichsmordkommission in Schweden bei der Arbeit an mehreren Morden detailliert vorgestellt, aber auch die Nebencharaktere sind gut ausgearbeitet. Hauptperson ist der Psychologe Sebastian Bergmann, der zwar brilliant arbeitet, aber sehr unsensibel, zynisch und konfrontativ ist. Er hatte keine glückliche Kindheit und hat seine Frau und seine kleine Tochter auf tragische Art und Weise verloren.

Der Fall ist gut aufgebaut. Am Anfang wird der Leser auf eine völlig falsche Fährte gelockt, denn auf den ersten Blick könnte der Tod eines Schülers die Folge von zu weit ausuferndem Mobbing sein. Aber so einfach ist es nicht. Ein Junge wird vermisst, bei der Polizei läuft nach der Vermisstenmeldung alles schief. Als dann die Leiche nach einigen Tagen gefunden wird, soll die Reichsmordkommission den Fall aufklären und den Schaden begrenzen. Der Psychologe Sebastian Bergmann ist zufällig in der Nähe, um nach dem Tod seiner Mutter sein verhasstes Elternhaus zu verkaufen. Als er vertrauliche Informationen von der Polizei benötigt, bietet er aus purem Eigennutz seine Hilfe an, obwohl er gerade einen One-Night-Stand mit der Mutter eines Verdächtigen hatte. Ein weiterer Mensch stirbt, und alles scheint noch verworrener. Viele Spuren führen zu der Eliteschule, die Sebastians Vater gegründet hat.

Sebastians Einstieg ins Team und sein Verhalten führen zu vielen Konflikten im Ermittlerteam, aber er bringt auch immer wieder interessante Ansatzpunkte ein. Das Beziehungsgeflecht der Gruppe und private Hintergründe werden in die Handlung eingebunden. Ein Polizist versucht, durch selbstständige Ermittlungen die Reichsmordkommission auszustechen und die eigene Weste reinzuwaschen. In Wirklichkeit verstrickt er sich immer tiefer in seine Lügen.

Das Buch ist wirklich spannend geschrieben, mit vielen Möglichkeiten und Ansatzpunkten, die zu verblüffenden Wendungen führen. Die Schilderungen von Gewalt sind eher gemäßigt und nicht sensationsheischend, das ist mir sehr positiv aufgefallen. Ein großer Schwerpunkt liegt auf der menschlichen Ebene, bei den Ermittlern genauso wie bei Verdächtigen und dem ganzen Umfeld des Jungen. Daher ist Sebastian sehr wichtig, um aufgrund psychologischer Einschätzungen entscheidend zur Aufklärung des Falles beizutragen.

Mir hat dieser Krimi sehr gut gefallen, obwohl ich den Charakter des Sebastian Bergmann wirklich für unsympathisch halte. Aber in einer Serie ist vielleicht auch eine weitere Entwicklung dieser Person möglich.
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41 von 47 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Ein schwedisches Panoptikum, 26. Oktober 2011
Von 
Marius (München) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)    (VINE®-PRODUKTTESTER)   
"Der Mann, der kein Mörder war" ist das deutsche Debüt des Autorenduos Michael Hjorth und Hans Rosenfeldt, die beide in Schweden bereits Erfolge feiern konnten. Der Roman erschien bei Rowohlt Polaris als flexibles Softcover und ist der Beginn einer Reihe rund um die Fälle des Polizeipsychologen Sebastian Bergmann.

In Våsteras, in der Nähe von Stockholm, macht die Polizei auf der Suche nach dem verschwundenen Roger Eriksson einen grausamen Fund. Drei Pfadfinder entdecken beim Durchkämmen eines Waldgebiets die Leiche Rogers in einem Tümpel. Als grausige Dreingabe wurde diese mit zahlreichen Messerstichen traktiert und es fehlt dieser sogar noch das Herz. Diese verdächtig rituell erscheinende Ermordung Rogers lässt schon bald die Reichspolizei auf den Plan treten, die von der örtlichen Ermittlungschefin Kerstin Hanser dazugeholt wird, da diese erkennen muss, dass der Fall wahrscheinlich von größerer Tragweite ist, als es zunächst den Anschein hat. Schnell beginnt die Kommission der Reichspolizei mit ihrer Arbeit in der Provinz und ermittelt in alle Richtungen.
Zeitgleich weilt Sebastian Bergmann ebenfalls in Våsteras, um das Heim seiner Eltern zu veräußern. Sebastian ist ein getriebener Charakter, der die Leere, die in ihm nach dem Verlust seiner Frau und Tochter herrscht, mit zügellosem Sex zu betäuben versucht. Seit diesem schweren Verlust hat er von allem losgesagt, das ihn früher beschäftigte und er treibt antriebslos durch die Tage, nur mit dem Versuch beschäftigt, möglichst viele Frauen zu erobern. Durch einen Zufall wird er in die Ermittlungen rund um die Ermordung Rogers hineingezogen und bringt sich schon bald im Team rund um den erfahrenen Ermittler Torkel Höglund ein. Dies geschieht allerdings nicht aus Interesse am Fall des ermordeten Teenagers, sondern aus purem Eigennutz. Doch schon bald wird Sebastian für die Ermittlungen eminent wichtig, obwohl er ein zwischenmenschliches Ekel sondersgleichen ist.

Der Roman des Duos ist nahezu 600 Seiten stark und verlässt sich sehr auf die ambivalente Figur des Sebastian Bergmanns, der die Geschichte trägt. Manchmal ist der Leser von diesem Protagonisten nur noch abgestoßen und manchmal voller Verständnis für diese schwierige Persönlichkeit. Doch auch die anderen Personen, die den Krimi bevölkern sind wirklich realitätsnah, ohne in die typische skandinavische Depression und Melancholie abzugleiten. Überraschend ist es auch, dass der Plot über die Ermordung Roger Erikssons fast über die ganze Länge des Buches trägt, ohne dass ein obligatorischer Serienmörder auftreten muss. Hier sind Hjorth und Rosenfeldt wirklich zu loben, da es ihnen gelungen ist, zwar einen typischen Schwedenkrimi zu verfassen, der aber nicht in die üblichen Klischees und Untiefen abtaucht, sondern wohltuend "antidepressiv" bleibt und sich sowohl auf Ermittlungen als auch auf Charaktere konzentriert. Neben dreidimensionalen Charakteren fließt auch moderne Technik ein und so dürften breite Leserschichten angesprochen werden.

Mit Vergleichen in Sachen Stieg Larsson ist man bei neuen skandinavischen Krimis natürlich schnell bei der Hand, aber beim vorliegenden Buch sind Lobeshymnen wahrlich angebracht, da der Fall wirklich fesseln kann und originelle Charaktere das Buch bevölkern. Ein dickes und interessantes Panoptkikum, dem schon bald neue Fälle des Sebastian Bergmann folgen dürften, die übrigens teilweise schon vom ZDF und vom schwedischen Fernsehen als Koproduktion verfilmt wurden!
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Start einer viel versprechenden Serie, 25. Oktober 2011
Von 
D. Wolter "spaeter4" (Berlin) - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)    (REAL NAME)   
Kundenmeinung aus dem Amazon Vine - Club der Produkttester-Programm (Was ist das?)
Bravo! Alles richtig gemacht. Ein Krimi der von der ersten Seite an zu fesseln weiß und mit einem Paukenschlag endet. Am liebsten würde man gleich den nächsten Band der Fälle des Sebastian Bergmann verschlingen. Denn anders, als im Klappentext reißerisch angekündigt ("Sie werden es lieben, ihn zu HASSEN"), ist der Psychologe Bergmann zwar ein schwieriger Zeitgenosse, der oft genug anzuecken weiß, aber gleichzeitig macht ihn ein tragischer Schicksalsschlag sympathisch. Nicht bewältigte Trauer hat ihn in einen bindungsunfähigen Menschen verwandelt, der mehr eroberungs- als sexsüchtig ist.

Während er in einer schwedischen Kleinstadt das Haus seiner gerade verstorbenen Mutter durchstöbert und mit den ungeliebten Erinnerungen nichts anzufangen weiß, wird der 16-jährige Roger, Schüler eines Luxusinternats tot aufgefunden. Zahlreiche Messerstiche und ein entferntes Herz deuten zunächst auf einen brutalen Killer hin. Doch im Laufe der Ermittlungen wird die Tat immer undurchschaubarer. Freunde und Bekannte aus Rogers Umfeld lügen. Überwachungskameras zeichnen ein völlig anderes Bild von Rogers letzten Stunden auf. Und aus den vielen Puzzle-Teilen, die die Polizei mühsam zusammenfügt, will sich kein schlüssiges Gesamtbild ergeben.

Als Leser versucht man sich auf die sich häufenden Hinweise einen Reim zu machen, ohne selbst auf die richtige Spur zu kommen. Es gibt viele Verdächtige, genug mögliche Motive. Im Gegensatz zu vielen anderen Krimis fühlt man sich nicht bewusst auf die falsche Fährte gelockt. Alles scheint schlüssig zu sein, bis die Handlung eine weitere unvorhergesehene Wendung nimmt. Ganz nebenbei amüsiert man sich köstlich über den Polizisten Harroldsson, der überambitioniert ständig um Beachtung kämpft und doch immer wieder zum Scheitern verurteilt ist.
Was den Roman aus dem Krimifastfood heraushebt, ist unter anderem auch die gekonnte Art und Weise, nicht jeden Szenenaufbau effekthascherisch zu nutzen. Dazu böten sich genug Gelegenheiten. Umso überraschter ist man, dass das Offensichtliche und Naheliegende dann doch nicht eintritt. Dadurch gewinnt die Handlung zusätzlich an Spannung. Großes Kopfkino, auf dessen Fortsetzung ich gespannt bin.
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9 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Gähn., 12. Januar 2013
Von 
nw "nw" - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)   
Ein 16jähriger Schüler wird tot aufgefunden, das Herz wurde ihm herausgechnitten. Die örtliche Polizei ist unfähig, den Fall zu lösen, somit kommt ein Spezialermittlungsteam zum Einsatz.
Mehr gibt es zum Inhalt nicht zu sagen.
Knapp 600.000 gefühlte Seiten später, lege ich das Buch weg, weil ich es endlich geschafft habe - die letzte Seite.
Nachdem versprochen wurde, dass das der beste Schwedenkrimi des Jahres ist und man das Buch mit Larssons Werken verglich, war ich neugierig und habe mich darauf gefreut. Gehalten wurde von den Verprechungen leider nichts.
Durchweg alle Personen sind mir gewaltig auf die Nerven gegangen, Bergmann ist ein unerträglicher Arsch. Die Story ist gähnend langweilig erzählt, nur am Ende, bei der Auflösung nimmt es etwas an Fahrt zu. "Der Mann, der kein Mörder war", ist gut 300 Seiten zu lang. Lesegenuss Fehlanzeige. Ich war sehr enttäuscht.
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9 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen MEISTERWERK, 11. Juli 2012
Handlung: Pfadfinder entdecken die Leiche eines Sechzehnjährigen in einem Sumpf, brutal ermordet, mit unzähligen Messerstichen bestialisch verstümmelt und mit herausgeschnittenem Herzen. Bald ist der Tote als Schüler eines Elitegymnasiums identifiziert. Aber weiter kommt die Polizei nicht, denn der Mörder legt reihenweise falsche Spuren. Für alle ist der Mord unbegreiflich, für den Täter jedoch in guter Absicht begangen, um andere zu retten. Sebastian Bergmann, ein einsamer Psychologe und sozialer Super-GAU, erzwingt vom Polizeichef und früheren Freund aus privaten Gründen die Aufnahme in die Ermittlergruppe. Niemand aus dem Team mag ihn, aber er selbst mag den Fall, der ihn wider Erwarten packt.

Fazit: Wer hier Brutalitäten und blutrünstige Exzesse eines Serienmörders erwartet, ist auf dem Holzweg. Der durchs Band packende Roman ist voller kitzliger Situationen und brisanter, hervorragender Dialoge. Zudem war hier endlich mal ein Autorenteam am Werk, das auch detaillierte Recherchen mit Spannung und Intelligenz laden kann. Die Geschichte ist von Seite zu Seite abwechslungsreich, lebendig und farbig. Perspektivenwechsel geben Einblicke in die Psyche des Mörders und vor allem des unausstehlichen und widerlichen, aber brillanten Psychologen Bergmann, durch den die Geschichte erst interessant wird. So sagt auch der Originaltitel ("Hinter den Kulissen") mehr aus über den Inhalt als die deutsche Übersetzung, denn die Autoren dringen tief in die Domänen sozialer Unterschiede ein und gucken hinter die rissigen Fassaden scheinbar bürgerlicher Unversehrtheit. Messerscharf loten sie die psychischen Untiefen von vermeintlichen Vorzeige-Pädagogen aus und blicken in den Alltag eines gemobbten Schülers mit Unterschicht-Sozialisation, der in der Eliteschule um Anerkennung ringt. Doch das eindeutig faszinierendste Element des Romans ist die Figur des Ermittlers Bergmann, der alles andere ist, als ein Teamplayer, der im Windschatten fährt. Als ewiger Besserwisser versteckt er sich hinter einer Mauer von Attitüde und Intelligenz. Dem Kotzbrocken und charmanten Frauenheld in Personalunion, der seit seiner beschissenen Kindheit ein Trauma mit sich schleppt, kann punkto Ermittlungen niemand das Wasser reichen. In seinem tiefsten Inneren ist er aber urmenschlich. So ergeben sich die spannendsten Szenen in seinem Kampf gegen das Establishment und eine verlogenen Butzenscheibenidylle. Hinter Bergmanns akademischen Fassade, seinem grossen Wissen und ausgefeilten psychologischen Gespür gleicht der Eigenbrötler denen, die er jagt. Auch die übrigen sehr kontroversen Figuren sorgen mit ihren Interaktionen für einen fesselnden Handlungsverlauf. Die ausführlichen Ausflüge in ihr Privatleben schaffen eine intensive Nähe. Dem Autorenteam ist nichts fremder als Oberflächlichkeit. Wichtig sind ihm das Verborgene sowie die eigentlichen Zusammenhänge, konsequente, realistische Handlungen und schlüssige, unanfechtbare Indizienketten. Der temporeiche Roman ist äusserst realistisch, mit stark betontem menschlichem Faktor; bisweilen emotional, aber ohne kitschige Sentimentalitäten. Die Auflösung des Falls ist eine echte Überraschung, doch der wirkliche Hammer folgt auf der letzten Seite! Ein hervorragender, intelligenter Krimi, der pures Lesevergnügen bietet und grosse Lust auf mehr Romane dieser Autoren macht.
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19 von 22 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Mehr, mehr, mehr, ..., 19. Oktober 2011
Endlich mal wieder ein Buch, das mir wirklich richtig zusagt und wo ich mich jetzt schon auf weitere Teile dieser neuen Reihe freue!

Besonders positiv bei diesem Krimi sind mir folgende Dinge aufgefallen:

- Die Story ist wirklich spannend und es gibt viele Wendungen und immer wieder neue Fährten, so dass das Buch bis zum Schluss spannend bleibt und auch der Täter nicht sofort klar ist. Trotzdem ist das Ende nicht konstruiert!

- Es handelt sich hier um einen Skandinavien-Krimi, der aber nicht so dunkel" und depressiv" ist, wie dies oft der Fall ist bei Skandinavien-Krimis

- Der Stil gefällt mir sehr gut! Das Buch ist leicht und flüssig zu lesen ohne als leichte Kost" daher zu kommen. Die Beschreibungen sind gut und auch bildlich vorstellbar, aber nicht zu blumig. Für mich also eine gute Mischung, besonders für einen Krimi

- Die Figuren sind schön gezeichnet.
Sowohl die Teammitglieder der Reichspolizei und der Hauptprotagonist Sebastian Bergmann, als auch alle anderen Charaktere wirken glaubwürdig. Man kann sich sehr gut in die Personen hinein versetzen und ihr Handeln nachvollziehen, selbst bei dem / den Tätern
Die einzelnen Teammitglieder incl. Sebastian Bergmann finde ich alle sympathisch, trotz Ihrer Eigenarten. Man erfährt im Laufe der Geschichte auch immer mehr über das Privatleben der Einzelnen (ohne dass der Krimi in den Hintergrund gestellt wird), so dass man das Verhalten besser nachvollziehen kann

- Auf den letzten Seiten, als der Fall bereits gelöst ist, passiert in der Geschichte noch etwas (ich möchte es jetzt hier natürlich nicht verraten), das in mir noch mehr Neugierde auf den nächsten Band dieser Reihe weckt

Negative Punkte kann ich nicht wirklich finden, davon abgesehen, dass es scheinbar keine intakten, monogamen Ehen gibt, aber dies scheint ja in Skandinavien bzw. den Büchern von dort (siehe z.B. auch Stieg Larsson) häufig der Fall zu sein.

Alles in Allem für mich ein super Buch, das ich weiterempfehlen werde!
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13 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein spannender Auftakt, 10. April 2012
Dieser Roman packt sofort: Schließlich wird der Leser gleich auf der ersten Seite mit einer düsteren Atmosphäre konfrontiert, in der ein Mann, der sich beständig einredet, kein Mörder zu sein, eine Leiche im Wald verscharrt. Die Atmosphäre verdüstert sich umso mehr, als im nächsten Kapitel eine Mutter ihren Sohn vermisst meldet...
Ganz Västerås ist schockiert von dem grausigen Fund der verstümmelten Leiche des 16-jährigen Roger, der an seinem Körper 22 Messerstiche aufweist und dem sein Herz heraus geschnitten wurde. Ein ritueller Mord? Möglich. Jedenfalls ist die Polizei vor Ort reichlich überfordert und macht in den ersten Tagen so ziemlich alles falsch, was man falsch machen kann. Nicht ohne Grund ruft die örtliche Polizeivorsitzende hochkarätige Verstärkung hinzu: Kommissar Torkel Höglund und sein perfekt eingespieltes Team der Reichsmordkommission übernehmen fortan den Fall. Doch bei aller Professionalität können sie die ungenutzt verstrichenen Stunden nicht einfach ungeschehen machen und tappen zunächst selbst im Neblig-Ungewissen.
Eher zufällig ist auch der Kriminalpsychologie Sebastian Bergmann gerade in Västerås, wo er das Haus seiner verstorbenen Eltern verkaufen will. Sebastian und Torkel haben früher viel und eng zusammen gearbeitet. Mehr aus privater Motivation, denn aus ehrlichem beruflichen Interesse schließt sich Sebastian bald den Ermittlungen an, die immer wieder zu der exklusiven Privatschule zurückführen, die das Mordopfer besucht hatte, und mit der auch Sebastian keine allzu guten Erinnerungen verbindet.
Mehr von der Handlung zu erzählen, würde einfach zu viele Spannungselemente aus diesem genial durchdachten Krimi heraus nehmen, also lasse ich es lieber. Was ich aber sagen kann ist, wie sehr mich die Tiefe des Krimis beeindruckt und mitgerissen hat. Alle Beteiligten haben ihr eigenes Päckchen zu tragen und avancieren schnell zu greifbaren und authentischen Akteuren, ohne dass die Handlung dadurch überladen wäre. Der Klappentext verspricht, dass man es lieben wird, Sebastian zu hassen. Ganz ehrlich? Vielleicht ist er nicht immer sympathisch, aber gehasst habe ich ihn nicht. Das galt viel mehr dem örtlichen Polizisten Haraldsson, der auf solch ungeschickte Weise und aus falschem Ehrgeiz immer wieder die Ermittlungen behindert und dennoch seinen Stolz einfach nicht zurück stellen kann.
Hjorth und Rosenfeldt haben hier den Auftakt für eine Reihe von Fällen rund um den Kriminalpsychologen Sebastian Bergmann vorgelegt, der dem Leser geradezu ein Kino im Kopf anknipst. Auf jeder Seite haben die Beschreibungen mir eine bildliche Vorstellung der Handlung geboten. Wie passend, dass Sebastian Bergmanns Fälle auch für das schwedische und deutsche Fernsehen verfilmt werden sollen. Man darf gespannt sein. Noch mehr bin ich allerdings gespannt, wie es wohl mit Sebastian und seinen Kollegen weiter gehen mag - denn auch wenn dieser Fall abgeschlossen ist, ihre Zusammenarbeit ist es ganz gewiss nicht, denn dazu bietet das Romanende einfach viel zu viel Raum für weitere Ermittlungen in dieser Konstellation!
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22 von 26 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Der Mann, der kein Mörder war, 15. Dezember 2011
Ein spannendes Buch von der ersten bis zur letzten Seite, mit Wendungen, die man nicht erwartet. Die handelnden Figuren sind allesamt sorgfältig gewählt und charakterisiert. Angefangen vom sexsüchtigen Psychologen Sebastian Bergemann, der seine Familie beim Tsunami in Thailand verloren hat und eigentlich selbst dríngend eine Therapie braucht, die Ermittler und Ermittlerinnen der Reichsmordkommission, die allesamt bis auf Billy (über ihn erfährt man relativ wenig) ihr Päckchen zu tragen haben, der Kommissar Thomas Haraldson, dem alles was nur schiefgehen kann schiefgeht und zu allem Überfluß vom Fall enthoben und zum Schluß angeschossen wird.

Zum Inhalt: Ein 16jähriger Schüler wird in einem Wasserloch im Wald ermordet aufgefunden, sein Körper ist übersäht mit Messerstichen und sein Herz wurde herausgeschnitten. Wer hat so ein Hass, dass er den Körper dermaßen verstümmelt. Kommisar Thomas Haraldson ist schnell überfordert, die Reichsmordkommission und der Psychologe Sebastin Bergemann werden hingezogen, eine spannende und facettenreiche Ermittlung beginnt. Die Spannung bleibt von der ersten bis zur letzten Seite bestehen, immer wieder gespickt mit Wendungen und Erkenntnissen mit denen man als Leser in keinster Weise gerechnet hat.

Mein Fazit, ein Buch, das jeder Schwedenkrimifan unbedingt gelesen haben muss. Ich wünsche mir mehr davon und bin auch auf die angekündigte ZDF-Verfilmung gespannt.
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Wow. Gut geschrieben und gut durchdacht. Starkes Debut!, 11. September 2012
Schwedenkrimis gibt es ja mittlerweile wie Sand am Meer - und es scheint, als sei die Flut guter Bücher aus dem Norden Europas noch lange nicht vorbei! Hjorth und Rosenfeldt legen jedenfalls ein starkes Debüt vor, gut geschrieben und durchdacht, spannend bis zum Schluß und mit einem überraschenden Ausgang.

Gut auch, dass die Autoren es schaffen, einen so grundunsympathischen Charakter wie Sebastian Bergmann als Protagonist zu etablieren. Einer, mit dem man mitfühlt, den man aber nicht leiden kann. Das ist eine wohltuende Abwechslung. Kurz: Kaufen!!!
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen der MannŽ, der kein Mörder war, 4. September 2012
Von 
Von Amazon bestätigter Kauf(Was ist das?)
Was für ein Buch, mit das Beste was ich in der letzten Zeit gelesen habe. Spannend, aber trotzdem leicht zu lesen, man kann es einfach nicht aus der Hand legen. Ich bin ja der Meinung, dass hier ab und zu viel zu viel von den Büchern verraten wird, man möchte doch selbst lesen und raten wer es denn nun war. Aber Diese Lösung ( ich verrate sie nicht) einfach nur klasse.
Habe mir auch sofort Band 2 gekauft und hoffe, dass dieses Duo noch viele weitere Bücher schreibt.
Kaufen, das Buch muss man einfach gelesen haben.
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