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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Deutsche Verleger! Bitte übersetzen lassen und drucken!!, 24. Oktober 2011
Von 
Tom Kadi (Berlin) - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)   
"Liebe, Terror und eine amerikanische Familie in Hitlers Berlin" lautet der Untertitel - die amerikanische Familie, von der die Rede ist, ist die des Botschafters Dodd, der 1933 kurz nach der Machtübernahme in die deutsche Hauptstadt gechickt wurde. Dodd war weder ein Berufspolitiker noch ein aus der riechen Oberschicht stammender Diplomat, sondern der Sohn eines Landarbeiters, der sich zu einem Professor für Geschichte hoch gearbeitet hatte. Als der Posten zu besetzen war, war er nur dritte Wahl und er nahm ihn auch nur mit gemischten Gefühlen und mehr aus Pflichtbewusstsein an. In Berlin angekommen eckte er bald bei seinen eigenen Leuten an: Er versuchte, eine sparsame Wirtschaftsführung durchzusetzen. So ließ er z.B. ostentativ das Famileinauto nach Berlin bringen, um auf Luxuskarossen zu verzichten. Er geriet bis zu seiner Abberufung immer deutlicher zu kritischer und schließlich völlig ablehnender Distanz zum Berliner Regime und weigerte sich u.a. als Gast an den Parteitagen der Nazis teilzunehmen. Auch die zahlreichen Affairen seiner Tochter, u.a. auch mit einem Mitarbeiter der sowjetischen Botschaft, wurden stirnrunzelnd beobachtet.
Die politische Haltung des Botschafters wurde im foreign office nicht gern gesehen. Man wollte in Berlin einen Vertreter haben, der sich weitgehend aus den Entwicklungen heraushielt, der sich wie ein höflicher Gast benahm. So wurde Dodd schließlich auch abgelöst, an seine Stelle kam ein - man kann es nicht anders ausdrücken - ignoranter Vollidiot, der in seinen Verlautbarungen die Poltik der Nazis pries. Geprägt wurde seinerzeit diese Form der Außenpolitik von den Isolationisten, die hofften, dass sich die USA aus den europäischen Verwicklungen heraushalten könnten. Dass diese Hoffnung naiv war, hat die Geschichte bewiesen.
Man kann dieses packend geschriebene Buch sehr gut als Ergänzung zu dem Werk "Das Amt" lesen. Während dort sehr faktenreich aber kochentrocken die Geschichte des deutschen Außenministeriums beschrieben wird, erhält man hier einen äußerst lebendigen Eindruck davon, wie Diplomatie in der Nazizeit in Deutschland praktisch betrieben wurde. Larson konzentriert sich dabei auf das erste Jahr Dodds, auf die Zeit bis zum Röhm-Putsch. Erschreckend deutlich wird dabei so manches, u.a. wie sehr in aller Welt und insbesondere in den USA die vom Nationalsozialismus ausgehende Gefahr unterschätzt wurde, wie weit verbreitet der Antisemitismus auch in den westlichen Demokratien verbreitet war und wie man vor den Judenverfolgungen in Deutschland die Augen verschloss. Eine Initiative seitens der amerikanischen Regierung zu intervenieren wurde z.B. mit dem Argument abgebügelt, dass man davon lieber die Finger lassen wollte, weil man kritische Fragen befürchten müsste, warum in den Südstaaten die ehemaligen Sklaven noch keine vollen Bürgerrrechte hätten und dort immer wieder Lnychmorde stattfinden würden.
Es wäre zu begrüssen, wenn diese spannende und wichtige Geschichts-Reportage einen deutschen Verleger finden würde.
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5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Großartig - Geschichte zum Anfassen, spannend erzählt, 16. Januar 2012
Ich bin zufällig durch eine Mini-Rezenssion auf dieses Buch aufmerksam geworden.

In Kürze: Es beschreibt die Ernennung des amerikanischen Botschafters in Berlin 1933 und dann im wesentlichen die nächsten 1,5 Jahre.

Larson hat ein tolles Buch abgeliefert. Ich möchte mir gar nicht vorstellen, wie viele Unterlagen, Briefe, Akten etc. er zu diesem Zweck gesichtet und ausgewertet hat. Alleine die Fußnoten und Ergänzungen füllen gut 40 Seiten am Ende dieses Buchs.

Mich hat das Buch von Anfang an gepackt. Mitzuerleben, wie sich die Nazis bzw. Hitler Stück für Stück mehr Macht in Deutschland gesichert haben, wie sich die Atmosphäre in dem Land verändert, wie die Spannung steigt, dass man sie schon fast greifen konnte und sich dann speziell im "Röhm-Putsch" entlud, all das hat der Autor fesselend und gleichzeitig wertfrei beschrieben.

Ich verstehe jetzt die Geschichte deutlich besser. Erschreckend fand ich zu lesen, wie sehr Anti-Semitismus auch in den USA verwurzelt war und das es der US-Regierung zunächst in erster Linie darum ging, von den Nazis eine Rückzahlung alter Staatsanleihen zu erhalten. Hinter diesem Ziel stand alles weitere hinten an.

Botschafter Dodd hatt ein positives Deutschlandbild, das noch aus seiner Studienzeit in Leipzig gut 30 Jahre zuvor stammte. Nach seiner Ankunft in Deutschland 1933 fiel es ihm schwer zuzugeben, dass sich Deutschland zum Negativen veränderte. Doch bereits nach gut einem Jahr in Berlin konnte und wollte auch er dies nicht mehr übersehen.

Alleine, im US Aussenministerium und auch bei Präsident Rossevelt selbst wollte man seinen ständigen Warnungen keinen Glauben schenken. Und wie es so oft im Leben ist: Erst der weitere Lauf der Geschichte zeigte, wie Recht Dodd hatte - doch im Nachhinein würdigte dies niemand mehr.

Auch die parallel erzählte Geschichte von Dodds Tochter Martha ist überaus interessant und spannend, insbesondere da besonders sie es ist, die mit einer Vielzahl von Prominenten aus der damaligen Zeit in Kontakt kam. Ironie der Geschichte ist es auch, das Martha Dodd im späteren Leben als Kommunistin ihre letzten 40 Lebensjahre in Prag verbrachte - aber das ist im wesentlichen eine ganz andere Geschichte und dies wird in dem Buch auch nur auf den letzten 10 Seiten gestreift.

Ich kann nur hoffen, dass dieses Buch auch eine deutsche Übersetzung finden wird, es birgt so viele wichtige Einblicke in die NS-Frühzeit únd vermittelt uns die damalige Geschichte auf eine sehr spannende und anschauliche Weise.
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5.0 von 5 Sternen Erik Larson bringt einem die 30er Jahre in Deutschland näher..., 11. Juli 2013
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Rezension bezieht sich auf: In The Garden of Beasts: Love and terror in Hitler's Berlin (Kindle Edition)
... in seinem kurzweiligen, gleichzeitig informativen und stimmungsvollen Buch.

Schon 1933 war vieles von dem sichtbar, was sich die nächsten dutzend Jahre noch weiter ausbreiten und verstärken sollte. Unter den Augen (1) einer Bevölkerung, die von den Greueltaten wusste und diese (aktiv oder passiv) unterstützte; (2) einer US-Regierung, die von den Greueltaten wusste und nichts unternahm.

"In the garden of beasts" öffnet die Augen und vermittelt die damalige Atmosphäre.

Das Buch kann gerne Pflichtlektüre im Geschichtsunterricht werden...
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4.0 von 5 Sternen Empfehlenswertes Buch, 5. Juli 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Das Buch ist gut geschrieben und vermittelt eine Vorstellung aus Sicht eines Ausländers, wie sich Deutschland in den 1930er Jahren langsam veränderte.
Am Ende lässt das Buch zwar etwas nach (wird etwas oberflächlich und verworren), insgesamt jedoch empfehlenswert.
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5.0 von 5 Sternen In the Garden of Beasts, 7. Februar 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
"In the Garden of Beasts" gives the reader realistic, plausible and intimate evidences prior to the most gruesome period in Germany.
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5.0 von 5 Sternen In the Garden of Beasts, 5. Februar 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Eine wirklich erstaunliche Geschichte aus der Nazizeit. Das Lesen lohnt sich unbedingt, vor allem, was sich hinter den Kulissen in den einzelnen Staaten abgespielt hat.
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1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Garden of the Beasts, 1. Juli 2011
This is an extremely well written book, non-fiction but it certainly is not 'dry'. The NY Times review of this book caught my interest and I am certainly not disappointed. On the contrary. The title does not do the book justice.
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0 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen book, 30. November 2011
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Es war fuer mich sehr ideal die Bestellung aufzugeben. Es war fuer Freunde in Deutschland und es hat sehr gut geklappt. Ich bin sehr zufrieden.
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