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59 von 63 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Fesselndes und düsteres Endzeit-Szenario!
Ich weiss gar nicht so genau wie ich mit dieser Rezension beginnen soll --- gerade eben erst habe ich "Ashes - Brennendes Herz" zu Ende gelesen, und mir fehlen irgendwie die Worte ... Aber soviel kann ich schon gleich zu Anfang sagen --- das Buch ist wahnsinnig gut und sehr spannend geschrieben, und hat mich von der ersten bis zur letzten Seite gefesselt!

Zu...
Veröffentlicht am 7. August 2011 von Bookworm

versus
2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Nichts für schwache Nerven - aber auch nicht für außergewöhnliche Lesestunden
"'Ashes'" ist ein Buch, auf das ich durch die vielen positiven Rezensionen in der Bloggerwelt aufmerksam geworden bin. Von dem Buch wurde so geschwärmt, dass ich schließlich doch mit dem Gedanken spielte, mir das Buch zu kaufen. Zumal der Inhalt wirklich sehr ansprechend klingt ' eine Dystopie, die nicht in der fernen Zukunft spielt, sondern heutzutage... nur...
Veröffentlicht am 9. Mai 2012 von captain cow


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59 von 63 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Fesselndes und düsteres Endzeit-Szenario!, 7. August 2011
Von 
Bookworm (Germany) - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)   
Rezension bezieht sich auf: Ashes - Brennendes Herz (Gebundene Ausgabe)
Vine Kundenrezension eines kostenfreien Produkts (Was ist das?)
Ich weiss gar nicht so genau wie ich mit dieser Rezension beginnen soll --- gerade eben erst habe ich "Ashes - Brennendes Herz" zu Ende gelesen, und mir fehlen irgendwie die Worte ... Aber soviel kann ich schon gleich zu Anfang sagen --- das Buch ist wahnsinnig gut und sehr spannend geschrieben, und hat mich von der ersten bis zur letzten Seite gefesselt!

Zu erstmal, der Untertitel "Brennendes Herz" lässt vielleicht vermuten dass es sich hier um eine fluffige Liebesgeschichte handelt. Tut es nicht. Vielmehr ist Ilsa J. Bicks Roman ein düsteres und sehr realistisches Endzeit-Szenario welches durchaus zu schocken weiß.

Die Hauptfigur in "Ashes" ist die 17-jährige Alex die sich ein paar Tage Auszeit nimmt und zum Campen in die Natur des Waucamaw-Parks fährt. Nach ein paar Tagen trifft sie dort auf die 8-jährige Ellie, ihren Großvater Jack, und ihren Hund Mina. Alex hat keine große Lust auf Gesellschaft, aber bevor sie weiterziehen kann passiert etwas. Etwas das Alex später als "den Blitz" bezeichnet ... eine Art Druckwelle, etwas was ihr - und den anderen - ins Gehirn fährt. Es dauert nur einen kurzen Augenblick, doch danach ist Jack tot, und die Tiere der Umgebung spielen völlig verrückt. Elektronische Geräte funktionieren plötzlich nicht mehr. Begleitet von der unwilligen Ellie und ihrem Hund macht sich Alex auf den Weg zu der nächstgelegenen Ranger-Station - welche über 40 Kilometer entfernt ist. Nicht nur verlieren sie auf dem Weg einen Großteil ihrer Ausrüstung und Vorräte, sie stolpern auch über zwei Jugendliche die gerade die Innereien einer älteren Dame verspeisen. Entsetzt über das Gesehene, und unsicher darüber was passiert ist und was nun der beste Plan ist, gehen sie weiter in die Richtung in der sie die Ranger-Station vermuten. Es gibt auch noch andere Veränderungen - der Sternenhimmel wirkt verschwommen, der Mond färbt sich erst blau und dann grün.

Unterwegs treffen sie auf den 20-jährigen Tom, einen Soldaten auf Heimaturlaub der gerade mit einem Kumpel und dessen Vater beim Campen war. Alex und Tom beginnen Theorien zu entwickeln, obwohl beide nicht wirklich wissen was passiert ist und welches Ausmaß die Katastrophe wirklich hat. Zusammen schlagen die drei sich weiter durch den Wald, doch dann werden sie getrennt und ein völlig neuer Albtraum beginnt ...
_____________________________________________________________________________

Besser kann ich die Story leider nicht beschreiben ohne dabei Dinge zu verraten die die Spannung verderben würden ...

Der Schreibstil von Ilsa J. Bick ist fliessend, mitreissend, sehr bildhaft und durchaus anspruchsvoll. Ich hatte beim Lesen das Gefühl selbst mittendrin zu sein! Die Geschichte die sie erzählt ist düster, bedrückend, erschreckend - und sehr glaubhaft und realistisch. Letzteres wahrscheinlich weil man in der Welt in der wir heutzutage leben nicht ausschliessen kann dass etwas ähnliches durchaus irgendwo und irgendwann passieren könnte ...

Die Zombies in diesem Buch sind keine aus ihren Gräbern wieder auferstandenen Toten. Vielmehr sind es Menschen deren Gehirne bei dem "Blitz" wohl durchgeschmort sind, und die nun nicht nur wahnsinnig sind, sondern auch zum Kannibalismus übergegangen sind. Sie sind das Ergebnis des Ereignisses welches sozusagen der Anfang vom Ende war - was genau dieses Ereignis ist werde ich nicht sagen da das doch ein großer Spoiler wäre! Allerdings möchte ich an dieser Stelle darauf hinweisen dass es durchaus einige sehr unappetitliche und auch brutale Szenen in diesem Buch gibt die vielleicht der Eine oder Andere nicht so toll findet, und die meiner Meinung nach für jüngere Jugendliche nicht wirklich geeignet sind.

Die "Zombies" bilden auch nur einen Teil der Geschichte. Denn wie Alex selbst feststellen muss - es sind nicht nur die Zombies die eine Bedrohung darstellen! Es sind vor allem auch die anderen Menschen die voller Misstrauen sind, und die oft nicht davor zurückschrecken andere zu töten um an deren Kleidung und Lebensmittel zu kommen. Die Art und Weise wie sich das Verhalten mancher Menschen verändert wenn die Weltordnung wie sie sie kannten nicht mehr besteht wird wirklich gut beschrieben.

Mrs. Bick schafft es auch Emotionen hervorzurufen - Unsicherheit, Angst, Verzweiflung, Entsetzen, Panik, aber auch Hoffnung und den Willen dies zu überstehen ... alles was Alex (oder auch Tom und Ellie) fühlen überträgt sich auf den Leser.

Die Charaktere sind gut gezeichnet. Alex ist eine willensstarke Heldin die nie die Hoffnung aufgibt oder ihren Kampfgeist verliert. Sie ist einfallsreich und mutig, und ich mochte sie wirklich gern. Ellie erscheint einem anfangs als undankbare, widerspenstige Nervensäge, aber ich habe mir immer ins Gedächtnis gerufen dass sie nur ein 8-jähriges und sehr verängstigtes Mädchen ist - das machte ihr Verhalten dann schon eher nachvollziehbar. Tom ist ein verschlossener junger Mann, der jedoch alles tun würde um Alex und Ellie zu schützen.

Wie ich schon zu Anfang gesagt habe handelt es sich bei diesem Roman nicht wirklich um eine Liebesgeschichte. Ja, es gibt eine zarte Romanze, oder eigentlich sogar zwei, aber ich denke dass die Autorin sich das wirklich für den 2. Teil aufhebt (in dem es dann wohl - mal wieder - eine Dreiecksgeschichte geben wird).

Natürlich bleiben nach diesem ersten Band noch einige Punkte bzw. Fragen offen, aber ich bin mir sicher dass Mrs. Bick diese in den folgenden Romanen beantworten wird. Noch dazu endet "Ashes - Brennendes Herz" mit einem der fiesesten und schockierendesten Cliffhanger die ich je in einem Buch gefunden habe! Ich kann euch sagen dass ich im Moment glaube ich mein halbes Hab und Gut verschachern würde um an eine Kopie der Fortsetzung zu kommen ... ;o)

FAZIT: "Ashes" ist eine düstere Zukunftsvision, ein apokalyptisches Szenario welches einem Albtraum gleicht und dennoch eine unglaublich reale Bedrohung darstellt. Das Buch ist komplex, mitreissend geschrieben, und hat mich einfach rundrum sehr positiv überrascht!
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5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Blutiges Zombiegemetzel, 1. September 2012
Rezension bezieht sich auf: Ashes - Brennendes Herz (Gebundene Ausgabe)
"Ashes - Brennendes Herz" von Ilsa J. Bick ist der Auftakt einer Trilogie. Das Buch hat mir zwar insgesamt gut gefallen, aber es war doch nicht das, was ich erwartet hatte. Daran nicht unschuldig war auch der meiner Meinung nach völlig irreführende Klappentext - deswegen jetzt erst einmal zum Inhalt, so wie ich ihn beschreiben würde:

Die 17-jährige Alex, die ihre Eltern bei einem Unfall verloren hat, hat einen inoperablen Hirntumor. Ihren Geruchssinn hat sie bereits verloren und auch ihre motorischen Fähigkeiten lassen nach. Deswegen ergreift sie ihre letzte Chance, allein eine Wanderung zu unternehmen. Sie ist gerade unterwegs, als etwas merkwürdiges geschieht. Ein elektromagnetischer Impuls lässt Tiere durchdrehen und verändert auch in Alex' Kopf etwas, während der alte Mann, der ihr kurz zuvor mit seiner 8-jährigen Enkelin Ellie über den Weg gelaufen war, sofort tot ist. Die meisten Elektrogeräte funktionieren nicht mehr und Alex muss sich plötzlich mit einem kleinen Mädchen allein durch die Wildnis schlagen, auf der Suche nach Hilfe. Doch die ersten Begegnungen mit anderen Menschen stellen sich als gefährlich heraus, denn sie befinden sich in einem wilden, Zombieähnlichen Zustand.
Der junge Soldat Tom ist der erste normal gebliebene Mensch, dem sie begegnen, und gemeinsam schlagen sich die drei durch und versuchen herauszufinden, was geschehen ist...

Um also mit meiner Rezension zu beginnen, möchte ich zunächst eine Frage beantworten: Hat das Buch meinen Erwartungen entsprochen? Nein, hat es nicht. Ich zitiere mal aus dem Klappentext: "Das Einzige, worauf Alex noch zählen kann, ist ihre Liebe zu Tom. Gemeinsam versuchen die beiden, sich durchzuschlagen." - Das klingt nach einem Liebesroman, doch Alex lernt Tom gerade einmal kennen (nach mehr als 100 Tom-freien Seiten) und eine wirkliche Liebesgeschichte ergibt sich zumindest in diesem ersten Band noch gar nicht. Höchstens von zarten, verhaltenen Anfängen einer solchen könnte man - vorsichtig - sprechen. Nach den beiden zitierten Sätzen sollte man übrigens auch besser aufhören, den Klappentext zu lesen, denn alles was dann kommt, greift der Handlung für meinen Geschmack schon viel zu weit vor.

Wer eine Liebesgeschichte erwartet, wird zudem wahrscheinlich umso überraschter sein, wie eiskalt ekelhaft, brutal und blutig dieses Buch ist. Ich finde es zwar für die empfohlene Altersgruppe, also für Über-14-Jährige, geeignet, aber, wie man sich auch bei jedem Film überlegen sollte, ob man persönlich mit einem hohen Ekel- oder Gruselfaktor umgehen kann, sollte man sich auch bei einem Buch fragen, ob der gegebene Inhalt einen anspricht. Da ist jeder Erwachsene, aber auch jeder 14-jährige verschieden. Ich hatte damit keine Probleme, aber die Beschreibungen von herausgerissenen Gedärmen und Schusswechseln sind wirklich nicht ohne. Das Buch beschreibt ein Endzeit-Szenario, das an einen Zombiefilm erinnert, auch wenn die durchgedrehten Menschen nicht wirklich untot sind, sondern einfach nur animalisch und unkontrolliert wirken. Oft habe ich schon gelesen, es sei eine Dystopie, vielleicht, weil unter Jugendbücher gerade alles als Dystopie gesehen wird. Ich sehe höchstens in der zweiten Hälfte leichte Ansätze einer Dystopie, ansonsten ist das hier eine Endzeit-Vision.

Bei der zweiten Hälfte kommt dann auch mein größter Kritikpunkt an das Buch - also neben dem irreführenden Klappentext. Am Anfang fand ich das Buch sehr spannend und die Charaktere überzeugend. Gut, die Art wie Ellie und Alex ihre Ausrüstung verlieren wirkte teilweise etwas konstruiert, vor allem in Anbetracht dessen, dass Alex eine erfahrene Wanderin sein soll. Aber alles andere war fesselnd, unheimlich und in sich stimmig. Zwar beruhen die ersten Ideen, was die Katastrophe auslöste, noch auf Spekulationen von Alex und Tom, aber immerhin ging es noch um diese offenbar Gehirn-verändernde Druckwelle, die die Welt von einer auf die anderen Sekunde auf den Kopf stellte.
In der zweite Hälfte ist das plötzlich fast weg. Viele neue, allesamt blasse Charaktere kommen hinzu, während die vorher fein ausgearbeiteten Figuren - der geheimnisvolle Tom und die trotzige kleine Ellie - sehr in den Hintergrund rücken. In dieser Phase ist der Roman am ehesten eine Dystopie, aber sie wirkt lieblos - eine religiös motivierte Zweckgemeinschaft mit Rund-um-die-Uhr-Bewachung für Jugendliche, denn vor allem junge Menschen wurden zu Zombieähnlichen Monstern. Für mich las sich das fast wie ein anderer, zweiter und vor allem langweiligerer Roman. Die beiden Teile fügten sich nicht harmonisch ineinander und die zweite Hälfte wirkte in die Länge gezogen, als sollte sie nur dafür sorgen, die aufgeworfenen Rätsel in den zweiten Teil zu schleppen, um sie nicht mehr in diesem beantworten zu müssen.

Der Schreibstil der Autorin hat mir gut gefallen. Die Geschichte wird, wenn auch nicht aus der Ich-Perspektive, aus Alex' Sicht erzählt, was dem Leser diesen Charakter besonders nahe bringt. Alex hat sowohl eine interessante Hintergrundgeschichte durch den Tod ihrer Eltern und ihre Krankheit, als auch eine spannende Entwicklung ihrer Person in der Gegenwart zu bieten. Die Handlung ist spannend, lässt aber noch viele - um nicht so sagen so gut wie alle - Fragen offen, sodass "Ashes" als Einzelband in keinem Fall lesenswert ist und auch nicht funktioniert. Wer sich also auf dieses Buch einlässt, sollte sich bewusst sein, dass er mehr als ein Buch lesen muss, um die neue Welt, die die Autorin erschaffen hat, zu verstehen. Für meinen Geschmack hätte das Endzeit-Szenario gerne auch schon in diesem Teil etwas vertieft werden können. Das kam mir gerade in der zweiten Hälfte einfach zu kurz.

Fazit: Spannendes Endzeit-Szenario, das aber nicht, wie der Klappentext vermuten lässt, in erster Linie eine Liebesgeschichte ist, sondern eher ein blutiges - wirklich sehr blutiges - Zombiegemetzel. Die Charaktere konnten mich überzeugen, die zweite Hälfte empfand ich allerdings als schwächer und für die Geschichte nicht besonders relevant. Die großen Rätsel und die Fragen nach der Ursache der radikalen Veränderung der Welt werden leider in die Fortsetzung verschoben, auf die ich mich jetzt freue. Für diesen Endzeit-Auftakt mit wenigen Antworten und kleinen Schwächen vergebe ich 4 Sterne.
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9 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Mein Herz brennt für "Ashes" - ein Roman, der aus der Masse von YA-Dystopien eindeutig hervorsticht!, 29. Dezember 2011
Von 
Damaris - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Ashes - Brennendes Herz (Gebundene Ausgabe)
Der erste Satz: "Wo bist du?", wollte Tante Hannah wissen, kaum das Alex auf die Sprechtaste gedrückt hatte.

Alex ist schwer krank. Vor zwei Jahren haben die Ärzte einen Gehirntumor bei ihr festgestellt. Trotz Chemotherapie und Bestrahlung hat sich das Monster, wie Alex den Tumor nennt, nicht zurückgezogen. Nun hat Alex genug. Sie weiß, dass ihr Leben früh enden wird. Sie möchte keine weitere Bestrahlung, keine Chemo-Therapie und die damit verbundene Übelkeit, keine Hausaufgaben im Bett. Sie trifft die Entscheidung, ihr Schicksal und das unausweichliche Ende so anzunehmen, wie es ist. Davor möchte sie aber noch mit sich selbst ins Reine kommen und ein paar schmerzliche Erinnerungen verarbeiten. Dazu macht sie alleine eine Wanderung in einem großen Naturschutzgebiet.
Doch sie kommt nicht weit, als um sie die Erde und Tierwelt verrückt spielt. Auch Alex wird blutend zu Boden geworfen. Ab jetzt ist nichts mehr, wie es vorher war. Alex findet sich in einer ganz neuen Lebenssituation wieder, die Welt, wie sie sie kannte, gibt es nicht mehr. Der Kampf ums tägliche Überleben ist jetzt unausweichlich.

"Gab es da nicht diese Geschichten von Menschen, die gerade lange genug aus dem Koma erwachten, um sie zu verabschieden? Als ob das Gehirn am Ende noch einmal alle Kraft zusammennehmen und sie ein letztes Mal den ganzen Körper durchströmen lassen würde, ehe es schließlich losließ?" S. 60

Die meisten (Jugend)-Dystopien werfen den Leser von Anfang an in eine Anti-Welt hinein. Welche Vorfälle dazu geführt haben, erfährt man dann oft im Verlauf der Geschichte, in der das gegenwärtige Leben schon lange nicht mehr existiert. Die Menschen leben mit den neuen Umständen meist mehr schlecht als recht, werden zudem oft noch diktatorisch unterdrückt.
Hier unterscheidet sich "Ashes: Brennendes Herz", denn als Leser erlebt man den Fall der modernen Welt live mit. Alex kommt aus der heutigen Zeit. Nachdem die Erde um sie herum verrückt spielt, findet sie sich in einer neuen Situation wieder. Den Grund dafür kann man anfangs nur vermuten. Eine direkte Antwort erhält man in der Geschichte.
So fühlt man sich als Leser mitten im Geschehen, und da man nicht weiß, was wirklich passiert ist, muss man sich genauso orientieren, wie Alex selbst. Eine unglaublich spannendes und nervenaufreibendes Leseerlebnis!
Die Sprache, im personaler Erzählstil, ist einfach verständlich und tadellos. Sie hat an vielen Stellen Gänsehautpotenzial. Das wird noch durch die kurzen und eingänglichen Kapitel unterstützt. Überwiegend befindet sich am Kapitelende ein Cliffhangersatz, der das Weiterlesen fast schon zu einem Zwang werden lässt. Dadurch möchte man das Buch kaum aus der Hand legen.

Entgegen dem, was der Klappentext vermuten lässt, ist das Buch keine typische Liebesgeschichte und kommt komplett ohne Gefühlsduseleien und Kitsch aus. Am Ende möchte man behaupten, dass die Lovestory höchstens 10% der Geschichte einnimmt. Und das ist auch plausibel. Kaum hat man den männlichen Hauptprotagonisten Tom besser kennengelernt, nimmt die Geschichte eine komplett andere Wendung. Tom als Person bleibt so (noch) etwas im Dunklen und spielt (noch) eine untergeordnete Rolle.
Das Augenmerk der Geschichte liegt voll auf Alex. Ihre Gefühle, ihre Sorgen und ihr Überlebenskampf stehen im Vordergrund. Das gelingt der Autorin so wunderbar, dass Alex schon nach wenigen Seiten zur verdienten Heldin der Geschichte wird. Obwohl Frau Bick sehr sensibel mit Alex' Gefühlen umgeht, verliert sie sich nie in ihrer Angst, sondern wirkt in der Geschichte sehr stark. Dadurch kommt sie echt und greifbar beim Leser an.

Bei aller Sympathie für Alex und ausgeprägter Begeisterung, bei nicht wenigen Gänsehautszenen, muss man wissen, dass die Geschichte schonungslos brutal ist. Hier beschränkt sich die Autorin nicht auf die sowieso schon gefährliche Neue-Welt-Situation, sondern lässt viel und gerne Blut fließen. Dem Leser werden nicht nur blutige Unfallszenen, körperliche Gewalt und anschauliche Verletzungen "serviert" (ich bitte den Ausdruck zu entschuldigen!). Nein, der Gipfel sind sehr real wirkende Zombie-Kannibalismus-Szenen an Mensch und Tier. Hier könnte man die Kritik äußern, ob das für ein Jugendbuch nicht schon grenzwertig brutal ist. Fakt ist, es passt zur spannenden Geschichte, aber Leser müssen wissen, worauf sie sich einlassen. Sonst sind "böse Überraschungen" unausweichlich.

Aufmerksame Leser könnten kritisieren, dass die Hintergrundinformationen zur Katastrophe etwas ausführlicher sein könnten. Zuerst werden seitens Alex und Tom nur Vermutungen angestellt, was mit der Welt passiert ist. Später werden diese Vermutungen durch Erzählungen von Überlebenden gestützt und ergänzt. Mit diesen Aussagen, bzw. Zusammenreimungen muss man leben, nähere Informationen zum Unglück erhält man nicht.
Kleine Logiklöcher sollen angesichts des gigantischen Leseerlebnisses nicht bemängelt werden. So denkt Alex z.B. anfangs an die letzte Chemo-Behandlung von drei Wochen, bei der ihr alle Haare ausfielen (die mittlerweile aber schon wieder nachwachsen). Warum flicht sie sich ca. 10 Monate nach der Chemotherapie ihre Haare zu einem langen Zopf? Das dürfte bei ungefähr 10 cm kurzen Haaren etwas schwierig werden. Sei's drum!

Der Schluss des Buches ist kein offensichtliches Ende, vielmehr eine Unterbrechung der laufenden Geschichte. Und dies an einer so spannenden Stelle, dass man dem ständigen Lesfluss unmittelbar entrissen wird. Man kann nicht anders, als sich den Nachfolgeband (engl. "Shadows", ET 2012) dick in die Merkliste zu schreiben.

Persönliches Fazit
Das Buch liest sich, wie aus einem Guss und ich schwankte ständig zwischen Faszination und gefühltem Entsetzen. Kleine Kritikpunkte werden nichtig, denn eine authentische Protagonistin, sowie eine greifbare Spannung brennen einem die Geschichte mitten ins Herz.
Wenn auch Asche den dystopischen Himmel bei "Ashes: Brennendes Herz" bedeckt, so ist Ilsa J. Bick doch ein glänzender Roman gelungen, der aus der Menge an YA-Dystopien eindeutig hervorsticht. Mein eigenes Herz ist entflammt und brennt weiter, bis ich den Nachfolgeband in den Händen halte. 5 glühende Sterne!
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Gruseliges und spannedes Endzeitszenario mit Ekelfaktor, 19. Oktober 2013
Von 
Marie-Kristin Dammer "Wortmalerei" (Mönchengladbach) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Ashes - Brennendes Herz (Gebundene Ausgabe)
"Tom wirkte plötzlich erschöpft. "Ich weiß genug darüber. Ich bin ein EOD, ein taktischer und technischer Sprengstoffexperte."
"Was heißt das?", wollte Ellie wissen.
"Das heißt", sagte Tom Eden, "Ich bin der Typ, den sie vorschicken, um dafür zu sorgen, dass die Bomben nicht hochgehen."
"Dann hast du ganz schön Mist gebaut, Tom", sagte Ellie und fing an zu weinen."
["Ashes 01 - Brennendes Herz // Ilsa J. Bick // S. 150f]

Erster Satz:
"Wo bist du?", wollte Tante Hannah wissen, kaum das Alex auf die Sprechtaste gedrückt hatte.

Inhalt:
Die siebzehnjährige Alex ist unheilbar krank. Das Monster in ihrem Kopf gewährt ihr nur noch wenig Zeit zum Leben und da Alex außer ihrer Tante niemanden mehr hat, beschließt sie im Waucamaw Nationalpark wandern zu gehen, um dort die Asche ihrer verstorbenen Eltern zu verstreuen und um das Monster in ihrem Kopf ein für alle Mal zu besiegen. Als sie auf ihrem Weg auf die achtjährige Ellie und ihre Großvater Jack trifft, geschieht jedoch das Unvorstellbare: Ein gewaltiger Blitz trifft den Nationalpark, die Tiere drehen durch und verenden und Ellies Großvater stirbt auf der Stelle. Gemeinsam mit Ellie und Tom, einem ehemaligen Soldaten, den sie auf ihrem Weg treffen, kämpft Alex sich durch die Wildnis und muss schon bald feststellen, dass die Welt sich verändert hat - und nicht nur die, auch in Alex und einigen Jugendlichen geht eine merkwürdige Veränderung vor sich...

Schreibstil:
Manche Bücher muss man schnell lesen und verschlingen, "Ashes: Brennendes Herz" ist auf jeden Fall eines dieser Bücher und das nicht nur, weil beinahe jedes Kapitel mit einem kleinen und gemeinen Cliffhanger endet, sondern auch weil der Schreibstil sehr mitreißend und spannend ist. Kurze Beschreibungen, viele Erklärungen und dennoch eine gewisse Bildlichkeit auf einem angenehmen Niveau ergeben genau das, was die Geschichte nötig hat: durchgängiger Lesefluss. Der Stil passt einfach perfekt zu der Geschichte, die ja eben so kurzweilig und sprunghaft ist - so hält man sich nicht mit viel Beschreibungen auf, obwohl es Passagen mit längeren Gedankengängen gibt, sondern beschreibt kurz und knackig, was gerade passiert. Dadurch entsteht eine beinahe atemberaubende und atmosphärische Spannung, die das ganze Buch über erhalten bleibt.

Meine Meinung:
Vergesst "brennende Herzen", vergesst knuddelige Liebesgeschichten - hier kommt "Ashes - Brennendes Herz" und es hat einiges mehr in Petto als eine Liebesgeschichte, die der etwas verkitschte Untertitel vermuten lässt. Von kitschigen Liebesbekundungen und zarter Romantik kann hier nämlich keine Rede sein - ganz im Gegenteil: Sollte es jemals so weit kommen, dass Bücher Altersfreigaben bekommen, wäre dieses Buch wohl auf jeden Fall betroffen, denn wer schwache Nerven hat und blutige Szenen nicht lesen kann, der sollte von der postapokalyptischen Geschichte um Alex, Ellie und co. definitiv die Finger lassen. Garantiert beim Kauf enthalten sind nämlich Herzrasen, schwitzige Hände, Ekelattacken und fliegende Seiten, denn "Ashes" kann man kaum aus der Hand legen - wie auch, wenn jedes Kapitel mit einer weiteren Frage oder überraschenden Situation endet? Wer einen spannenden Endzeit-Pageturner lesen möchte, der nicht nur gut erzählt, sondern auch extrem unterhaltsam ist, sollte es wohl mit diesem Buch einmal versuchen!

Was ich an dem Buch so gerne mag, ist, dass es sich nicht in die endlos lange Reihe von Insta-Love Jugendbücher einreiht und auch in seinem Genre ziemlich viel frischen Wind mit sich bringt. "Ashes" ist einfach pure Unterhaltung mit ernstem Unterton und einem Gruselfaktor, der nicht zu Wünschen übrig lässt. Dabei ist der Plot einfach "cool": Es wird ums Überleben gekämpft, über Waffen gefachsimpelt und hier und da passiert etwas so grauenhaftes, dass man es manchmal selbst kaum fassen kann. Für mich war das Buch vom Ekelfaktor her zwar noch gut ertragbar, aber ich kann mir schon vorstellen, dass das bei anderen Leuten ganz anders aussieht. Doch "Ashes" ist nicht nur Effekthascherei, hat das Ganze doch einen Hintergrund, der bisher noch nicht wirklich erklärt, aber wenigstens ansatzweise angesprochen wurde - alles scheint einen Grund zu haben, alles scheint irgendwo zusammenzulaufen und so tappt der Leser die meiste Zeit über mit Alex im Dunkeln und ist über jeden kargen Informationshappen geradezu euphorisch.

"Ihr war einfach nur schwer ums Herz, ein
schreckliches Gefühl, als wenn man in der Hoffnung
einschläft, dass sich die Welt ändern wird, und
dann beim Aufwachen feststellt, dass alles beim
Alten geblieben ist."
[S. 327]

Gerade durch die gut gezeichneten Figuren bekommt die Geschichte die nötige Nähe zum Leser: Allen voran Alex, die sympathische, aber oft auch undurchsichtige Protagonistin, die man direkt ins Herz schließt - man hat auch gar keine Wahl, schließlich erlebt man das Abenteuer von Anfang bis Ende mit ihr. Doch auch Ellie, die den Leser zu Beginn wohl genauso nerven wird, wie Alex, bleibt nicht lange unbeliebt und als Tom dazustößt, ist diese Zusammenkunft fast wie eine kleine Familie, bei der man ständig Angst hat, dass etwas mit ihr geschieht - und (und ich glaube, da verrate ich nicht zu viel) es geschieht definitiv etwas! Dabei schlängelt sich die obligatorische Liebesgeschichte wie ein ruhiger Bach stetig, aber sehr ruhig im Hintergrund vorbei und scheint auch in den kommenden Bänden noch so einige Überraschung zu bieten.

Die Welt, die Ilsa J. Bick hier erschafft ist gut durchdacht und wirkt extrem glaubwürdig, als wäre es nur eine Frage der Zeit bis es uns auch passieren könnte. Dieses erschreckend realistische Szenario bewirkt, dass man sich nur noch besser in die Figuren hineinfinden kann und nur noch mehr mitfiebert. So mausert sich das Buch in einer sehr kurzen Zeitspanne zum absoluten Pageturner mit Gruselfaktor, erzählt aber auch eine leicht nachdenkliche Geschichte, in der immer wieder neue Probleme auftreten. Besonders interessant fand ich auch die verschiedenen Handlungsstränge um Alex' Gabe und die Wirkung auf Tiere, die Veränderten, von denen man aber nur sehr wenig erfährt und die deutlich öfter hätten auftreten können. Was mir dabei mal wieder negativ auffällt, ist die sich anbahnende Dreiecksgeschichte, die sich mit ziemlicher Sicherheit in den Folgebänden weiter entwickeln wird. Das hätte die Geschichte meiner Meinung nach nicht unbedingt nötig gehabt.

Fazit:
Mir brennt das Herz, aber nicht vor Liebe, sondern vor nervenaufreibender, funkensprühender Spannung! "Ashes: Brennendes Herz" ist ein postapokalyptischer Endzeitroman, der es in sich hat - wer schwache Nerven hat und Blut nicht "lesen" kann, sollte sich einen Kauf zwei Mal überlegen. Jeder andere wird mit dieser Geschichte jedoch einen absoluten Pageturner genießen dürfen, dessen kleine schwächen man kaum merkt, weil man so oder so nicht zu lesen aufhören kann. Sympathische Figuren, die man am liebsten nicht ins Herz schließen würde, weil man die ganze Zeit über Angst hat, es könnte ihnen etwas zustoßen (und das wird es), sorgen außerdem für eine grandiose Lesernähe, die sich anfühlt, als wäre man selbst dort und würde ums Überleben kämpfen. Ein ganz besonderes Buch, dass man absolut mitgerissen hat und dass ich nur jedem ans Herz legen kann, der rasant und atemberaubend spannend unterhalten werden will.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Nichts für schwache Nerven - aber auch nicht für außergewöhnliche Lesestunden, 9. Mai 2012
Rezension bezieht sich auf: Ashes - Brennendes Herz (Gebundene Ausgabe)
"'Ashes'" ist ein Buch, auf das ich durch die vielen positiven Rezensionen in der Bloggerwelt aufmerksam geworden bin. Von dem Buch wurde so geschwärmt, dass ich schließlich doch mit dem Gedanken spielte, mir das Buch zu kaufen. Zumal der Inhalt wirklich sehr ansprechend klingt ' eine Dystopie, die nicht in der fernen Zukunft spielt, sondern heutzutage... nur eben mit einer kleinen, aber sehr entscheidenden Veränderung. Zwar überschwemmen Dystopien den Buchmarkt momentan, doch diese Horrorszenarien gleichenden Abenteuergeschichten, in denen sich ganz normale Protagonisten durch eine komplett veränderte Welt schlagen müssen, sind noch relativ selten aufzufinden.

Auch nach dem Lesen finde ich noch immer, dass '"Ashes'" kein Roman ist, der sich in den Dystopientrend einreiht und dabei untergeht. Das hat verschiedene Gründe: Zum einen ist da das Grundgerüst, das mich definitiv beeindruckt hat. Ein elektromagnetischer Stoß bringt die Welt, wie wir sie kennen, zu einem Ende ' und sorgt für erschreckende Wendungen. Zombiehafte Jugendliche bewegen sich durch die Gegend, Menschen sterben plötzlich in Massen. Die, die von diesen Veränderungen verschont werden, müssen zusehen, dass sie in der neuen Weltordnung überleben ' und sich gegen die anderen behaupten. Denn die Ressourcen sind knapp.

Den Plot und wie Ilsa J. Bick diesen umgesetzt hat, finde ich sehr beeindruckend. Vor allem weil man als Leser anfangs noch einen Einblick in die Normalität bekommt, sind die Veränderungen umso stärker zu spüren und umso erschreckender. Der Kampf um die Lebensmittel und anderen Utensilien, die man zum Leben dringend braucht, ist sehr realistisch dargestellt. Hier hat es mir auch gut gefallen, dass die Autorin nicht auf Brutalität verzichtet, um das Buch zugänglicher zu machen. Die harte Realität ist eben anders ' erschreckender, grausamer. Im Gegensatz zu vielen Dystopien, denen anhand der beschriebenden Gewalt anzumerken ist, dass es Jugendbücher sind, wird in "'Ashes'" nichts verharmlost.

Auch die Charaktere sind nicht die üblichen Verdächtigen, denen man sonst in den Dystopien und Jugendbüchern häufig begegnet. Die Protagonistin Alex leidet unter einem Hirntumor, ist alles andere als naiv mädchenhaft und hat eine Vorliebe für das Wandern. Für ihr Alter ist sie schon sehr reif, was ich beim Lesen oftmals entspannend fand. Keine unrealistischen Panikausbrüche, kein sinnloses Rumgezicke.

Auch die anderen Charaktere, denen Alex im Laufe der Geschichte begegnet, fand ich ' größtenteils ' sehr glaubwürdig dargestellt. Ellie, das junge Mädchen, für das Alex plötzlich verantwortlich ist, und Tom, dessen Weg sie kreuzen. Beide empfand ich trotz ihrer Macken als realistisch gezeichnete Charaktere.

Nun, dennoch gab es trotz dieser vielen positiven Eigenschaften auch einige Dinge, die mich an dem Buch erheblich gestört haben. Zum einen ist das Ilsa J. Bicks Art zu schreiben. Leider ließen mich viele Gefühlsbeschreibungen und die Schrecklichkeit der Situationen weitestgehend kalt, weil ich ihren Stil wenig überzeugend fand. Die Emotionen sind zwar beschrieben, doch bei mir wollten sie einfach nicht ankommen.

Ein weiterer Minuspunkt sind die Andeutungen auf zukünftige Ereignisse, die oftmals an den Kapitelenden standen. Wenn ich eins nicht leiden kann, dann so etwas: Cliffhanger, die spätere Handlungen vorgreifen. Eigentlich sollen diese ja die Spannung steigen, aber mich veranlassten sie oft genug dazu, das Buch wegzulegen. An Spannung hat es diesem Buch ansonsten nämlich definitiv nicht gefehlt. Deshalb fand ich jene Stellen mehr als unnötig.

Am meisten ärgerte mich jedoch die zweite Hälfte des Buchs. Der Anfang gefiel mir ziemlich gut ' wie die Charaktere langsam zueinanderfinden, kritische Situationen überstehen müssen und nach und nach herausfinden, was sich überhaupt verändert hat. Die kleine Liebesgeschichte entwickelt sich höchst langsam und auch sehr realistisch. Doch dann kommt der Umschwung... mit Ansätzen eines Liebesdreiecks, das ich absolut nicht nachvollziehen konnte, und ziemlich blasser, durchschaubarer Charaktere. Zum Glück ging es dann ganz zum Ende wieder bergauf und das Buch endete in einem fiesen Cliffhanger ' der mich neugierig auf Teil zwei macht. Auch erhoffe ich mir, dass die losen Fäden aus 'Ashes' weitergesponnen werden und man auf einige Fragen Antworten bekommt.
Übermäßig gespannt bin ich jedoch nicht, vor allem wegen der vielen Schwächen, die das Lesevergnügen für mich stark beeinträchtigt haben.

FAZIT: Eine sehr gute Idee, deren Umsetzung aber zum Ende hin sehr zu wünschen übrig lässt. Leider kann ich die Lobeshymnen zu diesem Buch nur teilweise nachvollziehen. Dennoch waren die Schwächen des Buchs stark subjektive Empfindungen, sodass ich vom Lesen nicht abraten möchte. Empfehlen kann ich '"Ashes'" allen, die mal eine etwas andere Dystopie lesen wollen und keine schwachen Nerven haben. Wer eher zimperlich ist, der sollte auf dieses Buch verzichten.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen eine wunderfolle Horror-Dystopie, 19. November 2011
Rezension bezieht sich auf: Ashes - Brennendes Herz (Gebundene Ausgabe)
Inhalt:

Alex macht alleine eine Wanderung auf einem Berg in Michigan als es passiert. Eine Art gewaltiger Blitz trifft das Land und die Welt gerät aus den Fugen. Ein alter Mann stirbt vor Alex' Augen, anscheinend ohne Grund und die gesamte Elektronik funktioniert nicht. Nun muss Alex sich um die Enkelin des Mannes kümmern und mit ihr ums Überleben kämpfen. Doch dies ist nicht das Einzige was geschehen ist. Die meisten Erwachsenen sind tot umgefallen und Jugendliche haben sich verändert und sind zu Kannibalen geworden. Auf dem Weg zur Rettung trifft sie Tom, der ihr das Leben rettet. Als Verschonte versuchen die drei zu Überleben. Doch Alex hat ein Geheimnis, denn sie hat etwas von dem Ereignis davon getragen, das nicht ganz menschlich ist.

Bewertung:

Die Geschichte:
Das Buch kann man eigentlich in drei Teile unterordnen. Als erstes fängt das Buch sehr gut an, das Ereignis passierte ziemlich früh, wodurch es schnell spannend geworden ist. Es hat mich sofort gefesselt, da Alex und Elli ständig ums Überleben kämpfen müssen. Das besondere Merkmal dieses Buch zeigt sich auch schon sehr früh. Die Geschichte ist sehr stark dem Genre Horror zugewannt. Das macht das Buch sehr authentisch und interessant. Mir hat das sehr gut gefallen.
Als nächstes stößt Tom dazu. Die Gesamte Situation entspannt sich, womit sich auch der Leser kurzzeitig etwas entspannen kann. Wie schon im Untertitel "Brennendes Herz" erwähnt, spielt auch die Liebe ein Thema im Buch, jedoch keines Wegs das Hauptthema. Das ist sehr wichtig. Das Buch bezieht sich Hauptsächlich auf die Katastrophe und dessen Auswirkungen. Bald passiert etwas sehr unvorhersehbares und es ist romantisch, herzzerreißend und tragisch, spannend und fesselnd, und auch aktionreich.
Dann beginnt der letzte Teil des Buches, in dem Hauptsächlich von den Drei nur Alex auftaucht. Eine völlig neue Umgebung wurde nun gegeben und die Anderen Personen, die man vorher kennengelernt hat, tauchen selten auf, sind jedoch noch teilweise ausschlaggebend.
Die neue Umgebung ist das völlige Gegenteil zur Vorherigen, was einen großen und interessanten Kontrast hervorruft, da ja das gleiche katastrophale Ereignis geschehen ist. Viele Elemente wurden natürlich beibehalten, wie Horror und sogar Liebe, da eine neuer männlicher Charakter auftaucht.
Der Schluss hat mir wirklich sehr gut gefallen, da dies die Erkenntnis war. Schon wieder wechselt das Blatt. Spannung steigt, vor allem durch Elemente des Horrors. Und Ende.
Ein offenes Ende, nachdem ich unbedingt den nächsten Teil lesen möchte, weil ich das so einfach nicht stehen lassen kann.
Insgesamt finde ich die gestammte Idee völlig faszinierend und fabelhaft. Sie ist sehr gut durchdacht, logisch und spanend. Vor allem ist es aber etwas neues, das mich sehr positiv überrascht hat.

Die Charaktere:
Im Buch gibt es viele Charaktere.
Die Protagonistin ist Alex. Sie ist mir vom Anfang an sympathisch. Sie ist selbstbewusst, klug, aber ihre Einstellung ist etwas depressiv, da sie einen tötlichen Tumor hat. Dadurch ist sie aber auch sehr reif und erwachsen. Und ich finde sie trotz mancher Kommentare sehr freundlich. Vor allem zeigt sich das nach dem Ereignis.
Auch Elli, die zu Anfang zickig, unfreundlich und besserwisserisch war, verwandelt sich in ein liebes, braves, ängstliches Mädchen und ist mir auch sehr ans Herz gewachsen.
Tom ist der gutaussehende, Held. Er ist freundlich, erwachsen, humorvoll, lieb, klug und sympathisch. Aber auch er hat ein Geheimnis, was ihn sehr interessant macht.
Es gibt einige Nebencharaktere, besonders in der "zweiten Umgebung", die man auch erst durchschauen muss. Der zweite männliche Charakter, der mit Alex in einer besonderen Verbindung steht, ist eher ruhig, geheimnisvoll, jedoch auch unglaublich sympathisch, was durch seine Gefühle kommt, die er empfindet.

Der Schreibstil:
hat mir wirklich sehr gut gefallen. Er war sehr detailreich und man konnte sich alles sehr gut vorstellen. Er hat sich der Situation immer perfekt angepasst und war sowohl ernst als auch humorvoll, tragisch und hingebungsvoll und durchgehend fesselnd und spannend. Vor allem wurden Gerüche sehr gut beschrieben und man konnte sich sehr gut in Alex hineinversetzen.
Durch den Schreibstil wurde die Geschichte sehr unterstrichen und hat das Buch interessanter und bildlicher gemacht. Hierbei komme ich wieder auf die Elemente des Horrors in dem Buch zurück, denn auch diese wurden sehr gut beschrieben, was ich sehr gut fand, da Dinge nicht abgeschwächt wurden.
Die Autorin hat einen sehr schönen Schreibstil, der wirklich sehr selten ist und wunderschön.

Fazit:

Das Buch ist so vielseitig. Es ist romantisch, humorvoll, traurig, aktionreich, in mancher Hinsicht vielleicht etwas fantastisch, vor allem aber spannend, fesselnd, unvorhersehbar und nichts für schwache Nerven, da viele grausige Sachen sehr anschaulich beschreiben werden. Die Idee und die Umsetzung, zusammen mit ihrem Schreibstil, sind fantastisch. Die Autorin hat einen unglaubliche Horror-Dystpie geschrieben, die mich ist Staunen versetzt hat und die ich wirklich liebe!
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Wow! *_*, 18. November 2011
Rezension bezieht sich auf: Ashes - Brennendes Herz (Gebundene Ausgabe)
Oh mein Gott das war ja Hammer Spannung von der ersten bis zur letzten Seite und dann diese Cliffhang!
Es gibt nur 1 winzig mini fuzel kleinen Minuspunkt der Klappentext trifft das Buch nicht so richtig' *Spoiler* denn Tom kommt ja nur in 1/3 des Buches vor *Spoiler ende *
Aber das Buch war einfach Hammer! Mir fällt gerade noch ein winziger negativer Punkt ein' man hat hier sehr viele Waffen Namen aufgezählt die man als leihe nicht versteht aber das hindert den Leser nicht am weiterleben.
Es sind sehr kurze Kapitel (max. 10 Seiten) aber jedes hat so ein Spannendes Ende das man sofort weiterleben muss!
Wäre die Wienwoche nicht dazwischen gekommen hätte ich das Buch sicher in 3-5 Tagen fertigt gehabt!
Oh und erst das Cover! Wunderschön! Nur ein kleinen Punkt der mich irritiert warum hat sie die Augen schwarz geschminkt sie ist ja in der Wildnis ohne Spiegel etc.
Auch ohne den Schutzumschlag finde ich das Cover schön, fast noch schöner als mit Umschlag!
Die Charaktere sind auch alle Wundervoll meistens von Anfang an sehr Sympathisch und 0 durchschaubar und haben auch relativ reale Handlungen.
Und die Geschichte ist sehr gut und die Umsetzung noch besser! Wunderschöne Sätze in denen keine Stolpersteine sind!

Pro: Es ist einfach alles Perfekt ein Wunderschönes Buch das Komplett Wundervoll ist an einigen Stellen Blutrünstig an andere Wunderschön aber einfach nur Wow!

Contra: Najaaaa'. Wenn wir jetzt ganz kleinlich sind der Klappentext der nicht sooooo gut passt aber deswegen wird es keine - Punkte geben :D

Fazit: Wunderrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrvolll und 100% Lesenswert! Ich würde es echt jedem der Romantasy mag empfehlen aber nichts für zu Schwache nerven es gibt nämlich Leute die empfehlen das Buch ab 16 !
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Gut, aber es geht bestimmt noch besser, 25. August 2011
Von 
Clees Bücherwelt - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)   
Rezension bezieht sich auf: Ashes - Brennendes Herz (Gebundene Ausgabe)
Ich merke schon, dass ich langsam eine Pause von Dystopien und Endzeitszenarien benötige, da ich unweigerlich damit anfange, zwischen den Geschichten Vergleiche zu ziehen oder ich darüber enttäuscht bin, dass mir nicht viel Neues präsentiert wird. So auch bei diesem Buch, dass mir jedoch trotz dieses Umstand gut gefallen.
Die Geschichte beginnt mit einem wirklich interessanten Prolog, aus dem der Leser erfährt, dass die Protagonistin einen Gehirntumor hat und die Eltern tot sind. Mit beiden Themen hat sich die Autorin keine leichten Packen auf die Schultern geladen, das steht fest. Geprägt von diesen Tatsachen wird demnach nicht nur die liebe Alex ' das Buch unterliegt von Anfang an einer düsteren Atmosphäre, die in eine echte Untergangsstimmung übergeht, als plötzlich die Zombies los sind ' im wahrsten Sinne des Wortes.

Die Handlung verläuft auch weiterhin spannend und schlägt den Leser in den Bann von Bicks Welt, auch wenn er einige Durststrecken und Längen überstehen muss. Was eigentlich verwunderlich ist, da die Autorin ihre Gedanken nicht selten für sich behält ' viele Fragen bleiben offen, von denen hoffentlich einige schon im nächsten Band geklärt werden.
Bicks Detailverliebtheit bei blutigen Gemetzel ist vielleicht nicht für jeden etwas, aber da ich vor ein paar Tagen mitbekomme habe, dass Filme wie 'Jurassic Parc' schon von vierjährigen Kindern gesehen werden (ich hoffe doch, dass das ohne das Wissen der Eltern geschah! o.O) ... Obwohl ich 14 trotzdem für zu jung halte ' wartet lieber ein paar Jährchen mehr!

Überhaupt sollte sich jeder Interessierte ernsthaft überlegen, ob er mehr Blutgespritze und mehr Romance will, denn ersteres steht hier klar im Vordergrund. Manchmal mutete es sogar an einen echten Horrorschinken an!
Für mich ist das entschieden kein Nachteil, denn vor lauter 'er/sie ist perfekt, meine unsterbliche Liebe'-Gerede wird mir schon ganz anders. Hier ist die Liebesgeschichte eher unterschwellig miteingebunden, was sehr gut zum Setting passt, da es für unsere Helden ja erst einmal darauf zu achten gilt, ihren Hintern aus der Gefahrenzone schaffen.
Selbst die leichten Dreieckbeziehungsanwandlungen haben hier für mich gestimmt, da Alex in ihrem Verhalten und ihren Gefühlen so echt wirkt ' ihre damit verbundenen Ängste, ihr Zögern und schließlich ihr Nachgeben wurden für mich nicht übertrieben dargestellt. Ich konnte sie meistens nachvollziehen und empfand ihr Handeln als realistisch.

Generell haben mir die Charaktere hier nicht schlecht gefallen ' wirkliche jede menschliche Facette, ob grausam oder liebenswert, kommen hier in Form eines Menschen zu Tage. Auch wenn jede Figur etwas grauer und weniger schwarz-weiß hätte sein können. Fehlen gehören doch ebenso zu einem 'Guten' dazu oder?
Somit hat mir trotz durchdachter und meistens dramatischer Hintergrundgeschichte dennoch die gewünschte Tiefe bei den einzelnen Personen gefehlt, doch zumindest konnte man mit den meisten sympathisieren und ihre Denkweise herauslesen.
Besonders hat es mir ja Tom angetan, denn ich halte es für eine nicht zu unterschätzende Stärke, bewusst Entscheidungen zu fällen, deren resultierende Folgen sorgsam durchdacht wurden. Oder auch Alex, die sich als Kämpfernatur beweist, obwohl sie das ein oder andere Mal ins Straucheln gerät.
Aus Ellie werde ich noch nicht so richtig schlau ' mal verhält sie sich wie ein bockiger Trotzkopf, mal lässt sie alle Mauern fallen und der Leser erhascht das Bild eines zutiefst verletzten Kindes. Was Bick mir ihr vorhat, darauf bin ich wirklich gespannt.

Auf jeden Fall muss ich der Autorin mein Lob aussprechen, dass sie Alex nicht auf ihr Aussehen reduziert hat ' oder einen der anderen Herumtreiber. In keinster Weise wird hier von der Perfektion irgendeines Menschen gesprochen, worüber ich wirklich in lautes Triumphgeheul ausgebrochen bin. Ich hatte die Hoffnung schon aufgegeben, dass auch so etwas einmal vorkommt!
Ebenso wie sie ihre Figuren aufeinander losgehen lässt ' Mord und Plünderungen ' finde ich in Anbetracht der Tatsachen sehr glaubwürdig dargestellt. Wirf zwei abgemagerten Hunden ein Stück Fleisch zu und ich sage euch, die beiden werden aufeinander losgehen. So ist das nun einmal.

Zwar gab es einige Passagen, an denen mir zu viel Logik abhanden gekommen ist, so z.B. warum unser Dreiergespann zu einem so ungünstigen Augenblick die Hütte verlässt, aber da wir wissen, dass der Mensch sich nicht immer nur der Logik bedient, ist das noch zu akzeptieren. Vorausgesetzt, etwas Derartiges kommt nicht zu oft vor, sonst muss ich die Helden hier drin nämlich kräftig durchschütteln.

Insgesamt ein sehr spannender, 'gewalthaltiger' und interessanter Roman, der seine Fehler, aber auch unbestreitbaren Stärken hat. Ich warte auf den nächsten Band ' der hoffentlich jedoch längere Kapitel hat, da ich diese vorziehe! Und Achtung, das Ende wartet mit einem richtig fiesen Cliffhanger auf ' den fiesesten, den ich je gesehen habe!
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5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Spannend von Anfang bis Ende, 8. August 2011
Rezension bezieht sich auf: Ashes - Brennendes Herz (Gebundene Ausgabe)
Das Buch ist ein richtig gut gelungener Endzeitroman! Ich kann es guten Gewissens weiterempfehlen, würde allerdings sagen, dass das Buch nicht unbedingt für 14 Jährige geeignet ist. Ich würde es eher ab 16 empfehlen, da es an manchen Stellen doch recht heftig ist.
Ich freue mich jetzt schon total auf den zweiten Teil. Hoffentlich erscheint der bald!

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Cover
Das Cover gefällt mir richtig gut, ich finde aber es hat große Ähnlichkeit mit Tagebuch eines Vampirs 7: Schwarze Mitternacht.
Trotzdem ist es wunderschön und wenn man den Schutzumschlag weg macht, findet man ein richtiges Kunstwerk.
Ich habe noch selten so etwas Schönes unter einem Schutzumschlag vorgefunden, wie bei Ashes!

Charaktere
Die Charaktere sind alle sehr glaubhaft und besonders die Hauptperson Alex ist unheimlich sympathisch.
Jeder noch so kleine Nebencharakter hat eine eigene Persönlichkeit und auch das Aussehen der Personen ist sehr gut beschrieben.
Was mir auch sehr gut gefällt, ist, dass nicht (wie bei vielen anderen Romanen) schon auf der zweiten Seite erwähnt wird, wie unglaublich hübsch die Hauptfigur denn ist.
Wenn ich mich richtig erinnere steht das über Alex nicht ein einziges Mal im Buch, wodurch ich sie noch sympathischer fand, da sie nicht auf ihr Aussehen reduziert wurde.
Auch die unterschiedliche Denkweise der verschiedenen Altersgruppen finde ich sehr gelungen, man kauft der Autorin das 8-jährige Mädchen genauso ab, wie den fast 70-jährigen Mann.
Von den Charakteren her ist das Buch also absolut top!

Handlung
Alex wird im Nationalpark von der Druckwelle überrascht, woraufhin sowohl mit den Tieren, als auch mit den Menschen merkwürdige Dinge geschehen.
Gemeinsam mit der 8-jährigen Ellie macht sich Alex auf den Weg, um Hilfe zu suchen.
Auf ihrem Weg geraten sie von einer Gefahr in die nächste, bis ihnen schließlich Tom ihr Leben rettet.
Gemeinsam mit ihm machen sie sich auf den Weg, um die Ranger zu finden, dabei versuchen sie herauszufinden, was die Druckwelle ausgelöst hat und besonders, warum sie solche verheerende Auswirkungen hat.
Später versuchen sie sich nach Kanada durchzuschlagen, bei dieser Reise wird Tom verletzt und Alex muss ihn zurücklassen.
Sie macht sich auf den Weg um Hilfe zu holen, doch Tom ist verschwunden, als sie zurück kommt.
Sie kann Tom nicht vergessen, doch ihr Entschluss, ihn zu suchen gerät oft ins Wanken.

Alles was ich jetzt noch sagen könnte, würde zu viel Spannung nehmen, also belasse ich es mal dabei.
Die Geschichte ist etwas total neues, anfangs hat es mich an Panem erinnert, aber die Ähnlichkeiten hören dann schon nach dieser einen Stelle auf.
Das Buch ist von der ersten bis zur letzten Seite spannend, und kaum denkt man, dass es jetzt mal etwas ruhiger wird, kommt schon die nächste Stelle, die einen fast aus den Socken haut.
Wie die Handlung weitergeht konnte ich an keiner Stelle vorhersagen, was bei mir ziemlich selten vorkommt. Immer wieder erfährt man neue, unerwartete Sachen und es geschehen Dinge, die man nie so erwartet hätte.
Wie aber schon gesagt, ist das Buch manchmal doch ziemlich heftig, wer also empfindlich ist was Blut usw angeht, sollte die Finger davon lassen.
Was ich auch total unglaublich fand, war AlexŽ Geruchsinn. Wenn in anderen Büchern ein Geruch beschrieben ist, kann man ihn sich halt grob vorstellen, wenn man es schon einmal gerochen hat, aber bei diesem Buch hatte ich das Gefühl, dass ich die Gerüche wirklich wahrnehme. Das ist mir bis jetzt noch in keinem Buch passiert, also was das angeht: Respekt!

Schreibstil
Den Schreibstil fand ich anfangs etwas ungewöhnlich und schwer zu verstehen, wenn man aber die ersten ca. 50 Seiten hinter sich hat, findet man sich recht gut hinein.
Mir fällt kein anderer Autor ein, mit dem man diesen Schreibstil vergleichen könnte, also lohnt es sich von dem her auf jeden Fall, wenigstens einmal rein zu lesen.
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3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Einfach Wow!, 9. Februar 2012
Rezension bezieht sich auf: Ashes - Brennendes Herz (Gebundene Ausgabe)
Ashes ist der erste Band einer geplanten Endzeit-Trilogie.
Hauptperson ist die 17jährige Alexandra, genannt Alex. Sie hat einen inoperablen Gehirntumor und alle bisherigen Behandlungsmethoden haben nicht angeschlagen. Nun möchte sie sich nicht weiter therapieren lassen und macht sich auf eine Wanderung im Waucamaw-Nationalpark in Michigan, um sich darüber klarzuwerden, wie es weitergehen soll. Für alle Fälle hat sie auch die Pistole ihres verstorbenen Vaters dabei. Nach einigen Tagen begegnet sie Jack und seiner 8 Jahre alten Enkelin Ellie. Ellie lebt seit dem Tod ihres Vaters im Irak bei ihrem Großvater und mit dieser Wanderung versucht er, dem zornigen unglücklichen kleinen Mädchen näherzukommen. Mit dabei ist auch Mina, ein ausgemusterter Bombenspürhund, die Ellies Vater gehört hatte. Alex wäre eigentlich lieber alleine, doch dann passiert etwas, was alles verändert. Nun müssen die beiden Mädchen um ihr Überleben kämpfen!
Mehr möchte ich an dieser Stelle gar nicht zum Inhalt schreiben, denn das würde schon zu viel verraten. Der Klappentext ist etwas irreführend, da die dort genannten Geschehnisse sich erst später im Buch ereignen und dann auch nicht so eine große Rolle spielen.

Meine Meinung:
Eigentlich wollte ich nur kurz in das Buch hineinlesen, aber es hat mich sehr schnell gepackt und ich habe es dann trotz der knapp 500 Seiten fast in einem Rutsch durchgelesen. Vor allem am Anfang fand ich die Handlung unglaublich spannend. Alex und Ellie werden gut dargestellt, auch wenn gerade Ellie anfangs ganz schön nervig ist. Ziemlich bald gibt es einen regelrechten Schocker in der Geschichte, der mich ziemlich überrascht hat. Die Zielgruppe ist mit 14-17 Jahren angegeben, ich denke, jünger sollten die Leser für dieses Buch wirklich nicht sein, denn es werden ziemlich grausame und eklige Details geschildert.
Das Buch ist in 5 Abschnitte unterteilt, diese wiederum in recht kurze Kapitel. Mir persönlich hat das gut gefallen, das Buch liest sich dadurch schnell und spannend. Ab dem vierten Abschnitt flacht die Spannung allerdings leider deutlich ab. Erst gegen Ende passiert wieder richtig etwas ' und dann ist das Buch leider schon zu Ende! Leider ist die Handlung in sich nicht abgeschlossen und es bleiben viele Fragen offen. Ich kann nur hoffen, dass die Autorin schon bald den zweiten Teil herausbringt und auch die deutsche Übersetzung dann nicht allzu lange auf sich warten lässt, denn obwohl ich diese Art von Ende gar nicht mag, will ich in diesem Fall unbedingt wissen, wie die Geschichte weitergeht!
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Ashes - Brennendes Herz
Ashes - Brennendes Herz von Ilsa J. Bick
EUR 18,99
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