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38 von 43 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ergreifender Film mit erstklassigen Schauspielern
Um es gleich vorwegzuschicken: ich habe diesen Film nur gekauft, weil Benedict Cumberbatch mitspielt, seit "Sherlock" mein Lieblingsschauspieler. Aber auch ohne ihn hätte mir "Amazing Grace" ausnehmend gut gefallen. Alle Rollen sind durchweg hervorragend besetzt und gespielt,und die Geschichte ist sehr gut umgesetzt. Bemerkenswert fand ich dabei, daß...
Veröffentlicht am 24. Oktober 2011 von Lady Aline

versus
16 von 26 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Fesselnd bestimmt nicht
Aufgrund eines Artikels in einem Magazin und dem Trailer kaufte ich diesen Film.
Ich erwartete etwas wie amistad mit Bezug auf einen einzelnen Mann, der die Sklaverei beenden möchte. Ich bekam - Eine recht langatmige Art von Theater in Filmgestalt.

Im ganzen Film, bei dem es um die Abschaffung der Sklaverei geht sieht man nicht einen einzigen Sklaven...
Veröffentlicht am 28. Dezember 2011 von M. Braun


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38 von 43 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ergreifender Film mit erstklassigen Schauspielern, 24. Oktober 2011
Rezension bezieht sich auf: Amazing Grace - Eine wahre Geschichte (DVD)
Um es gleich vorwegzuschicken: ich habe diesen Film nur gekauft, weil Benedict Cumberbatch mitspielt, seit "Sherlock" mein Lieblingsschauspieler. Aber auch ohne ihn hätte mir "Amazing Grace" ausnehmend gut gefallen. Alle Rollen sind durchweg hervorragend besetzt und gespielt,und die Geschichte ist sehr gut umgesetzt. Bemerkenswert fand ich dabei, daß größtenteils darauf verzichtet wurde, die Leiden der Sklaven zu zeigen - von einigen wenigen Szenen abgesehen -, und daß man sich stattdessen auf die mündliche Schilderung der schrecklichen Lebensumstände der gefangenen Afrikaner beschränkte, was ich effektvoller fand als drastische Bilder, da dadurch die Reaktion der Charaktere auf die Erzählungen viel überzeugender gezeigt werden konnte. Im Lauf des Filmes fiebert man mit dem Protagonisten Wilberforce mit und freut sich schließlich mit ihm über seinen Erfolg: am Ende habe ich dann ein Taschentuch gebraucht! Auch die Darstellung der Entwicklung der Charaktere ist mitreißend: wie Wilberforce über sein Engagement krank und dadurch abhängig von Laudanum wird, wie der mit 24 Jahren Prime Minister gewordene William Pitt von seinen Pflichten aufgezehrt wird und frühzeitig gealtert mit nicht mal 50 stirbt, wie aufreibend der Kampf gegen den Sklavenhandel für die "Abolitionists" ist - all das fand ich sehr berührend und exzellent erzählt
Einziger Minuspunkt: da ich englische Filem grundsätzlich im Originalton anschaue, hätte ich mir englische Untertitel gewünscht, da man trotz aller Übung nicht immer alles auf Anhieb mitbekommt.
Fazit: ein in jeder Hinsicht empfehlenswerter Film, der nachdenklich stimmt und dennoch hoffnungsvoll, wenn man sieht, wie ein Mann die Gesellschaft verändern konnte
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35 von 41 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen was lange währt..., 14. Oktober 2011
Rezension bezieht sich auf: Amazing Grace - Eine wahre Geschichte (DVD)
England im 18. Jahrhundert:
Der Sklavenhandel blüht und hat das britische Empire stark gemacht- und die reichen und mächtigen Männer des Landes möchten diese für sie äußerst lukrative Quelle des Geldverdienens; nämlich Sklaven auf Plantagen oder als billige Hilfskräfte zu halten, natürlich nicht aufgeben. Doch ein Mann will diesen menschenunwürdigen und grausamen Umstand ändern- William Wilberforce, bester Freund des politisch sehr ambitionierten William Pitt. Wilberforce scharrt im Zuge seiner Bemühungen einige Menschen um sich, die genau das gleiche wollen wie er und auch Pitt steht auf ihrer Seite. Als Pitt Premierminister wird, bietet er Wilberforce an, ebenfalls in die Politik zu gehen und für seine Sache im Parlament zu kämpfen. Obwohl Wilberforce zunächst auf einigen Widerstand trifft, gelingt es ihm im Laufe der Zeit immer mehr Anhänger zu finden, die die Sklavenhandlung ebenfalls verurteilen und zu gerne abschaffen würden. Doch Wilberforces größter Widersacher Lord Tarleton ruht nicht und als es endlich zur Abstimmung vor dem House of Commons kommt, setzt sich Tarleton durch und es sieht so aus, als ob Wilberforce auf ganzer Linie gescheitert sei. Dann erkrankt er auch noch schwer an Colitis und ist am Boden zerstört. Aber das Schicksal meint es gut mit ihm und so lernt er während einer Erholungskur in Bath seine zukünftige Frau Barbara kennen, die ihn wieder aufbaut und ihn in seinem ursprünglichen Vorhaben unterstützt. Mit neuen Kräften macht sich Wilberforce erneut ans Werk und kann auch seine Mitstreiter von einst erneut rekrutieren- diesmal wollen sie den Sklavenhandel mit einer politischen List unterbinden'

'Hinter Amazing Grace- Eine wahre Geschichte' verbirgt sich ein hochkarätig besetztes Historiendrama, das sich mit einem traurigen Stück Geschichte auseinandersetzt- dem Sklavenhandel. Wie man auch schon am Titel erkennen kann, handelt es sich hier nicht um eine fiktive Story, sondern es wird die Geschichte eines Mannes erzählt, der wirklich lebte und der sich Zeit seines Lebens für die Abschaffung des Sklavenhandels stark machte, bis es ihm schließlich nach vielen Rückschlägen und persönlichen Tiefpunkten gelang. Aber es ist auch ein Film über eine unverbrüchliche Männerfreundschaft zwischen William Wilberforce und seinem besten Freund William Pitt.

Der Regisseur hat hier eher einen kleinen, aber feinen Film über die Antisklavereibewegung geschaffen, der sich beim Erzählen auf nüchterne Tatsachen beschränkt und der den Werdegang des William Wilberforce zum Teil auch in Rückblenden beleuchtet ' etwa wenn Wilberforce seiner zukünftigen Frau von seinem jahrelangen Kampf gegen die Sklavenhandlung berichtet. Statt auf rührselig sentimentale Momente zu setzen, entschieden sich die Macher des Films dafür, Aufklärungsarbeit zu leisten und den Zuschauer mit den traurigen Fakten vertraut zu machen, die zum damaligen Sklavenhandel dazu gehörten und es gelingt ihnen so, Betroffenheit, Nachdenklichkeit und Traurigkeit auszulösen, was durch die sehr gute Schauspielleistung der Darsteller zusätzlich noch untermauert wird. Es ist ein Film, der keinen Menschen kalt lassen kann und der auch noch nach dem Anschauen nachwirkt.

Obwohl 'Amazing Grace' bereits im Jahre 2006 auf dem Filmfest in Toronto uraufgeführt wurde, schaffte er es seltsamerweise erst jetzt, im Oktober 2011 in deutscher Synchronisation als DVD-Premiere veröffentlicht zu werden. Aber wie sagt man so schön' besser spät als nie. ;-) Wahrscheinlich liegt es auch daran, dass einer der Hauptdarsteller des Filmes, Benedict Cumberbatch (William Pitt) zur Zeit großen Erfolg mit der TV-Serie 'Sherlock' hat. Aber auch andere Darsteller aus 'Amazing Grace' werden Fans von britischen Kostümdramen nicht unbekannt sein. Als Beispiel möchte ich hier Ciaran Hinds nennen, (Jane Austens 'Verführung', 'Rom' u.v.m.) oder auch Rufus Sewell (Middlemarch, Gefährliche Schönheit- Die Kurtisane von Venedig, Charles II., Die Säulen der Erde u.v.m).
Auch Youssou N' Dour, der eigentlich als Sänger bekannt ist, spielt in diesem Film eine kleine, aber interessante und beachtenswerte Rolle als Olaudah Equiano.

Wer sich abschließend fragt, wieso als Filmtitel der weltberühmte Song 'herhalten' musste, wird in dieser Verfilmung ebenfalls aufgeklärt. 'Amazing Grace' wurde einst von John Newton, einem evangelischen Pastor geschrieben, der in früheren Jahren Kapitän auf einem Sklavenschiff war und nach diesen schrecklichen Zuständen dort, eine innere Kehrtwende vollzog und zu Gott fand.

Eine Rezension von Happy End Bücher.de (NG)
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10 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Sehr guter Film, 3. Juli 2009
Rezension bezieht sich auf: Amazing Grace [UK Import] (DVD)
"Amazing Grace" erzählt die Geschichte des britischen Parlamentsmitglieds William Wilberforce und seinem Kampf für ein Verbot des Sklavenhandels. Die auf historischen Fakten basierende Story wird gut erzählt und die Botschaft ist, obwohl die Handlung am Übergang vom 18. ins 19. Jahrhundert spielt, sehr aktuell: Es geht darum, für Gutes einzutreten, an das man glaubt - auch wenn man damit gegen eine korrupte Mehrheit steht.

Der Film ist mit Liebe zum Detail gemacht, überzeugt mit durchweg guten Leistungen der Schauspieler und feinen Dialogen voll trockenen britischen Humors. Ebenfalls wichtig ist die Sprachqualität, da der Film unverständlicherweise bisher nicht in Deutschland, bzw. auf Deutsch erschienen ist: Die Schauspieler sprechen überwiegend gut verständliches Englisch, so dass man der Handlung nach Einhören gut folgen kann. Ich empfehle trotzdem die Untertitel einzuschalten, um wirklich allen Wortwitz etc. mitzubekommen. Die sind ebenfalls nur Englisch verfügbar (für Gehörlose), nerven aber nicht allzu häufig mit Geräuschbeschreibungen, wie man sie von solchen Untertitelungen kennt.

Unbedingt ansehen!
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9 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Begeisternde Biographie, hoffnungsvolle Historie, 26. November 2011
Von 
Neuschäfer "Lesenslust" (Erkelenz, Rheinland) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)    (VINE®-PRODUKTTESTER)    (REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Amazing Grace - Eine wahre Geschichte (DVD)
Dieser Film "fesselt" von der ersten bis zur letzten Minute und weckt Hoffnung auf Veränderung am Beispiel des Endes der Sklaverei. Ethisch-soziales Engagement auf christlicher Basis gab Anlass und Ausdauer für den Kampf gegen Menschenverachtung. Dass es dennoch kein "christlich-moralischer" Film wurde, sondern schauspielerisch rundweg überzeugt, macht den besonderen Reiz dieser Verfilmung des Lebens und Leidens William Wilberforce aus.
Realistischer Idealismus wurde zum Segen für unzählige Menschen und zur Grundlage des Liederfolgs "Amazing Grace".
In Amerika wurde dieser Film ein großer Kino-Erfolg. Diese DVD gehört in jeden Ethik-, Religions- und Geschichte-Unterricht!

Überaus empfehlenswert!
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10 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Top, 23. Februar 2012
Der Film lebt von einem guten Drehbuch, guten Dialogen und von einer Handlung, von der man in die Geschehnisse hineingenommen wird.
Der Film war für mich an keiner Stelle langweilig, überzogen, reißerisch, sondern gute Unterhaltung
gepaart mit historischem Hintergrund. Was will man mehr?
Exzellentes brit. Kino.
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7 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Erfüllt als Biopic und Historienfilm höchste Ansprüche, 14. März 2012
Von 
S. Simon "WhiteNightFalcon" (Kastell) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)    (REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Amazing Grace - Eine wahre Geschichte (DVD)
'Amazing Grace' ist ohne Frage eines der packendsten und grandiosesten Musikstücke, die die Musik hervor gebracht hat - für mich jedenfalls. Und daher war ich entsprechend dem Hüllentext der Disc, dass der Film die Entstehungsgeschichte erzählt, gespannt. - Doch fand ich etwas anderes.
Um es gleich zu sagen, das Lied wird zwar zweimal im Film angestimmt, als Song und am Ende auf Dudelsäcken, aber es geht NICHT um die Entstehung dieses Musikstückes. William Wilberforce, um den es in dem Film geht, erwähnt sogar, von wem er dieses Lied kennt, als er es kurz anstimmt. Der Film setzt 1797 ein, das Lied entstand aber bereits etwa 1748 und die Person, die es schuf, spielt hier nur eine Nebenrolle.
Wartet man also nicht auf die Entstehungsgeschichte von 'Amazing Grace', sondern nimmt den Film wie er ist, bekommt man einen tollen Historienfilm, der den jahrelangen Kampf des Idealisten Wilberforce gegen die Abschaffung der Sklaverei in England Ende des 18./Anfang des 19. Jahrhunderts schildert.
Kostüme und Ausstattung des Films sind ein optischer Genuss für jeden, der Historienfilme mag. Und auch wenn "Amazing Grace" im Kino unverdient völlig unterging, ist er doch auf einer Ebene mit dem themenverwandten "Amistad".
Die Besetzung von "Amazing Grace" ist exzellent gewählt mit Ioan Grufford ("Fantastic Four"), dessen Name übrigens auf dem Cover glatt falsch geschrieben ist, als William Wilberforce. Doch auch die Nebenrollen sind mit Albert Finney ("Das Bourne Ultimatum"), Michael Gambon ("Harry Potter") und Ciaran Hinds ("Tomb Raider 2") exzellent besetzt.
Die Bildqualität des Films ist exzellent, der Ton ist - zumindest im deutschen Ton - an wenigen Stellen nicht richtig abgemischt.
Als Extras gibts ein 25minütiges Making of, den Kinotrailer, 5 schöne Kinoplakatentwürfe als Galerie und ein Musikvideo. Letzteres ist aber nur eine maue, verwässerte Version von 'Amazing Grace'. Wer dieses Stück einmal voll orchestriert und einem Sänger oder einer Sängerin mit einer pasenden Stimme gehört hat, wird in Anbetracht dieses Videos wohl ähnlich denken.
Da der Film aber als Biopic und Historienfilm absolut klasse ist, volle Sternzahl
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7 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen ein bedeutendes historisches Dokument, 13. Januar 2012
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Amazing Grace - Eine wahre Geschichte (DVD)
Amazing Grace ist endlich in deutscher Fassung erhältlich!

Ein wirkliche historisch bedeutender Film, der die Sklavenbefreiungsbewegung und ihre Widerstände sehr deutlich vor Augen führt.

Tolle schau-spielerische Leistung aller Mitwirkenden. Eindrucksvoll die Argumentationen bei den Rededuellen!

Das Lied von John Newton (Amazing Grace) - sowie sein Wandel vom Sklavenhändler zum Kämpfer für die Beendigung des Sklavenhandels kommt eindrucksvoll rüber.

Die Qual und die Schuld und die Vergebung , die Newton erleidet wird sehr ergreifend und erschütternd gespielt.

Die Menschenrecht sind ein hohes Gut; dieser Film macht deutlich warum!

Auch heute brauchen wir Menschen, die wie John Newton ihre Schuld einsehen und sich für die Rechte von Minderheiten einsetzen.
Dazu will dieser Film einen Beitrag leisten!

Für die ganze Familie sehr zu empfehlen!

Dieter Göbler
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4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Berührender Film über das Wirken eines Eiferers, 7. April 2012
Von 
Simon (Baden-Württemberg) - Alle meine Rezensionen ansehen
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Amazing Grace - Eine wahre Geschichte (DVD)
William Wilberforce bringt frischen Wind in das Britische Parlament des 18.Jahrhunderts und erntet dabei viel Gegenwind, denn er versucht den britischen Sklavenhandel abzuschaffen. Der Kampf gegen die Sklaverei fordert ihm alles ab, aber er gibt nicht auf...

Fesselnd von Anfang an, rührend und schrecklich zugleich ist die Botschaft, die der Film vermittelt.

Meiner Meinung nach ist der Film sehr empfehlenswert.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Erstaunliche Gnade, 9. September 2012
Rezension bezieht sich auf: Amazing Grace - Eine wahre Geschichte (DVD)
Ein Lied, dessen Melodie wohl beinahe jeder kennt. Nun, da es zur Grundlage eines großen Historienfilms geworden ist lohnt es sich, etwas näher hinzusehen. Regisseur Michael Apted („Die Reise auf der Morgenröte“, James Bond – Die Welt ist nicht genug“, „Ray“) inszeniert mit „Amazing Grace“ einen starbesetzten Kostümfilm über den Sklavereigegner William Wilberforce, der im Großbritannien des 18. Jahrhunderts für die Rechte der unterdrückten und ausgebeuteten schwarzen Arbeiter aus den Kolonien des Empire eintritt.
Neben Wilberforce-Darsteller Ioan Gruffudd („King Arthur“, „Fantastic Four“) verkörpern Rufus Sewell („Ritter aus Leidenschaft“, „Tristan & Isolde“), Ciarán Hinds („Eine offene Rechnung“), Benedict Cumberbatch („Der Hobbit“) und zahlreiche andere Darsteller eine illustre Riege von Persönlichkeiten, die alle ihre eigenen persönlichen, wirtschaftlichen und politischen Interessen mit mehr oder weniger Skrupel verfolgen. Dabei verkommt der Film keineswegs zum langweiligen Politdrama, sondern wird vielmehr zu einer ausgewachsenen Charakterstudie eines von Krankheit, Selbstzweifeln und Einsamkeit zerfressenen Mannes, den seine überaus mächtigen Gegner mit aller Macht mundtot oder zumindest lächerlich machen wollen. Mit der Hilfe eines ehemaligen Sklaven, eines engagierten Predigers und dem vormaligen Besitzer eines Sklavenschiffes, der sich als eigentlicher Autor des titelgebenden Liedes entpuppt, gelingt es William Wilberforce schließlich das mächtige Wirtschaftssystem herauszufordern. Dabei sind ihm sein Glaube und die ihm eigene selbstlose Freigebigkeit – die seine Haushälter immer wieder in die Verzweiflung treibt – eine weitere Stütze im Kampf gegen die Ungerechtigkeit.
Wie in britischen Historienfilmen meist üblich gibt es filmästhetisch nichts auszusetzen. Regisseur Michael Apted und sein Kameramann Remi Adefarasin verstehen es, das 18. Jahrhundert in all seinen Facetten wieder auferstehen zu lassen. Dabei kommen neben schick gekleideten Menschen, weißen Perücken und schönen Häusern in schönen Landschaften auch die dreckigen Gassen und Hinterhöfe Londons nicht zu kurz und formen ein glaubhaftes Bild der damaligen Zeit. Lediglich einige der Visionen, die den Hauptprotagonisten in seinen Fieberträumen heimsuchen, kommen mitunter etwas zu gewollt und unecht rüber.
Die Besetzung aller Haupt- und Nebenrollen mit einem Großteil der Elite der britischen Schauspieler garantiert zudem glaubwürdige Charaktere und einen hohen Unerhaltungswert, dessen subtiler Humor in der originalen Sprachfassung freilich wesentlich besser zum Vorschein kommt. Auch an anderen Stellen krankt die deutsche Synchronisation durch Überartikulation und mangelndes Einfühlungsvermögen, was manchem Klischee über oberflächliches Eventkino zugute kommen mag. Das der Film davon jedoch weit entfernt ist, zeigt die zugleich nüchterne und dennoch üppige Gestaltung des Werkes, das seine Geschichte in klaren Einstellungen erzählt, keine allzu scharfes Tempo vorlegt und sich neben den wichtigen Hauptcharakteren auch auf einige nicht weniger interessante Nebenfiguren konzentriert, ohne dabei unübersichtlich zu werden. Damit darf der Film weiterhin als hochwertiger, spannender und wichtiger Beitrag zum Thema gesehen werden, der einem zu Unrecht unterbewertetem Freiheitskämpfer ein würdiges Porträt verpasst.
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3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Authentisches und gut gespieltes Drama um die Sklavenbefreiung, 14. April 2012
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Rezension bezieht sich auf: Amazing Grace - Eine wahre Geschichte (DVD)
"Amazing Grace" gehört zu den bekanntesten Melodien der Welt und fehlt wohl in keinem Repertoire von Musikkapellen. Aber die Wenigsten wissen etwas über seine Herkunft, noch haben sie sich jemals mit dem Text dieses besonderen Liedes beschäftigt. Daher ist es möglicherweise verwunderlich, dass ausgerechnet jenes Lied zum Titel dieses Films über den Abolitionisten William Wilberforce aus dem 18./19. Jahrhundert gewählt wurde.
Der Film nimmt uns mit in die damalige britische Gesellschaft und vor allem Politik. Wir werden Zeuge von Parlamentssitzungen des britischen Unterhauses und der zeitgenössischen politischen Agenda. Dabei stehen wie heute innen- und außenpolitische Themen zur Debatte.
Der gläubige Christ William Wilberforce gehört zu einer Gruppe von Parlamentariern, die es sich zur Aufgabe gemacht haben, den Handel mit Sklaven im Einzugsbereich der britischen Krone zu unterbinden. Diese Gruppe setzt sich aus verschiedenen Persönlichkeiten zusammen, die aus unterschiedlichen randständigen Millieus stammen: Revolutionäre, Pfarrer, ehemalige Sklaven, mildtätige Frauen, idealistische Politiker und Eiferer, gottesfürchtige Aktionisten wie Wilberforce selbst. In den Parlamentsdebatten gerät die Position dieser Gruppe immer wieder in die Defensive. Interessant ist dabei, wie sehr die Mehrheit mit dem Erhalt von Arbeitsplätzen und gewachsenen Handelsbeziehungen argumentiert. Aus diesen Gründen sei die Abschaffung des Sklavenhandels selbstverständlich nicht möglich. Jegliche Skandalierung über den Nachweis der weniger als unmenschlichen Transport- und Lebensbedingungen wird hier zurückgewiesen. Dies sein um das Wohl der Allgemeinheit nicht zu gefährden zu vernachlässigen. Mächtige Interessenvertreter wissen dabei geschickt ihre Position im Parlament durchzusetzen.
Erschreckend, wie sehr da die Argumentation der Bewahrer des Status-Quo eben genauso argumentieren wie heute. Menschenrechte, so das immer wieder wiederholte Argument, muss man sich schließlich leisten können.
Der Film "Amazing Grace" zeigt seinen Protagonisten Wilberforce im Eifer und im Zwiespalt, der ihm vermeintlich von Gott auferlegten Aufgabe, England von der Sklaverei zu befreien und die Gesellschaft zu verbessern. Insgesamt ist diese Darstellung sehr überzeugend gelungen. Die historische Kulisse, vor allem die dargestellten Parlamentsdebatten, bieten ein ansprechendes Kolorit, das die Ereignisse gut einordnen hilft.
Nicht immer ist die Dramaturgie dabei hundertprozentig gelungen. Gerade der Einstieg erscheint etwas holprig. Zu oft springt der Erzählfaden hin und her, indem er die unterschiedlichen Anläufe von Wilberforce nebeneinander stellt. Nach etwa 20 Minuten allerdings kehrt Ruhe ein und dann nimmt der Film erkennbar Fahrt auf.
Es ist insgesamt ein sehr sehenswerter Film, zeigt er doch einen wahrhaft Getriebenen, der sich gegen die Widerstände seiner Zeit für das Ideal einer Besserung der Welt einsetzt und an einem ganz konkreten Punkt ein Zeichen setzen will. Dass hier ein überzeugter Christ an der Spitze einer sozialen Bewegung steht und dabei auch von Seiten der Kirche unterstützt wird, macht einen weiteren Reiz des Films aus. Schließlich sind gerade in Historienfilmen gläubige Menschen und Vertreter der Kirche insbesondere eher finstere und rückständige Gestalten, oft im Gegensatz zur historischen Wirklichkeit. Gleichwohl ist das Thema Glauben hier nicht aufgesetzt, sondern fügt sich organisch in die spannungsreiche Persönlichkeit von Wilberforce ein.
Warum aber nun "Amazing Grace"? Nun, diese bekannte Hymne stammt aus der Feder des ehemaligen Sklavenhändlers und später bekehrten Christen John Newton, der zu einem glühenden Gegner der Sklavenhaltung wurde. John Newton taucht als Charakter daher im Film in der Begegnung mit Wilberforce immer wieder auf, als dessen moralisches Gewissen und als Stimme Gottes, die den Politiker auf seinem Weg vorantreibt.
Ich kann mich nicht erinnern, dass "Amazing Grace" in deutschen Kinos lief. Schade, vielleicht entspricht er nicht dem Zeitgeist. Jedenfalls ist er anrührendes Dokument über Zivilcourage, Menschlichkeit und tatkräftiges Christentum. Mir hat er gefallen.
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Amazing Grace - Eine wahre Geschichte
Amazing Grace - Eine wahre Geschichte von Ciaràn Hinds (DVD - 2011)
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