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19 von 20 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Thursday Next IV, 29. Dezember 2006
Rezension bezieht sich auf: Es ist was faul: Roman (Taschenbuch)
Mit "Es ist was faul" legt Jasper Fforde bereits den vierten Roman aus seiner Thursday Next Reihe vor. Wichtig zu wissen ist, dass es sich dringend empfiehlt diese Bücher in der richtigen Reihenfolge zu lesen, da die Bücher sehr stark aufeinander aufbauen, wenngleich jedes natürlich eine in sich geschlossene Geschichte darstellt. Um diese Rezension nicht noch länger zu machen, nur als kurzer Hinweis für alle die Fforde noch nicht kennen: Beginnen Sie mit "Der Fall Jane Eyre".

Nachdem der Dritte Teil der Serie ("Im Brunnen der Manuskripte") fast ausschließlich in der Welt der Fiktion spielt, kommt Thursday wieder zurück in ihre Welt. Dieses Mal hat sie einiges vor sich, denn sie will ihren Ehemann Landen zurück haben (Sie erinnern sich bestimmt, die ChronoGuard hat ihn ja ausgelöscht). Viel wesentlicher aber ist es, dass Yorrik Kaine (eine Figur aus einem Roman von Daphne Faquitt) nach der Macht in England greift. Mit Hilfe eines Gedankenmanipulators will er sich zum Diktator machen lassen - und seine Chancen wäre extrem gut, wenn da nicht die siebte Prophezeiung des St. Zvlxk wäre, der erklärt dass der ganze Plan durch den Sieg der Swindoner Crocket-Manschaft verhindert würde. Für Chaos ist also gesorgt - und wer Fforde kennt weiß, dass er aus diesem Chaos eine geniale Geschichte spinnen kann.

Mir persönlich hat dieser Teil wieder viel besser gefallen als der vorige. Das liegt vor allem daran, dass er wieder in der "Realität" spielt. Die Erlebnisse in der Welt der Fiktion waren zwar alle recht nett, aber mir war das etwas zu abgehoben. Natürlich wird Fforde nicht bodenständig, keine Angst. Er bleibt seinem Schreibstil treu und erzählt eine sehr spannende und lustige Geschichte.

Die Empfehlung ist hier sehr einfach, wenn Sie Thursday Next bis inklusive "Im Brunnen der Manuskripte" gelesen haben, dann machen Sie unbedingt weiter, Sie werden nicht enttäuscht sein. Wenn nicht, dann entscheiden Sie zunächst ob Sie bis hierher weitermachen möchten.
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17 von 18 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Verrückt wie immer - Gut wie immer, 26. September 2006
Von 
kfir "liesundlausch.de" (Langenbach, Oberbayern, Zonenrandgebiet zu Niederbayern) - Alle meine Rezensionen ansehen
Rezension bezieht sich auf: Es ist was faul: Roman (Taschenbuch)
Wer einen Fforde gelesen hat, der weiss, was einen erwartet.
Das ist eigentlich recht schade. Denn wo man beim ersten Teil noch staunend den Kopf schütteln musste vor lauter skurrilen Ideen, wo man im zweiten Teil auf immer neue Gags gewartet hat, da wird man auch hier in keinster Weise enttäuscht. Nur ist hier leider die Überraschung nicht mehr so gross wie einst.
Mir hat das Buch wie alle seine Vorgänger sehr gut gefallen, habe es in einem Sitz übers Wochenende verschlungen. Ich habe nichts auszusetzen!
Ein kleiner Tipp meinerseits, um das Lesevergnügen noch ein wenig zu steigern:
Da es in diesem Buch primär um Hamlet geht, habe ich am Wochenende zuvor Shakespeare gelesen. Und prompt tun sich einem derbe Seitenhiebe und komische Verweise auf, die man sonst nie bemerkt hätte!
Ansonsten empfehle ich auch gerne die englische Orignalausgabe.
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11 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Crazy!!, 5. Oktober 2006
Rezension bezieht sich auf: Es ist was faul: Roman (Taschenbuch)
Die Bücher von Jasper Fforde sind allesamt genial. So auch der vierte und wohl leider auch der letzte Band aus der "Thursday Next-Reihe". Jasper Fforde schreibt so phantasievoll und bildreich, das macht einfach nur Spaß. Mittlerweile hat man sich ja als eifriger Leser mit der Nichtung von Ehemännern, Dodos, Neandertalern, der Buchwelt und vielen anderen Kuriositäten abgefunden. Herr Fforde schafft es aber, da noch einen drauf zu setzen. Ich sage nur Autobahnraststätte und hl. Zvlx (Sorry, falls hier die "Rechtschreibung" nicht stimmt). Natürlich braucht man auch bei diesem Band wieder ein bißchen Literaturwissen, um manche Bedeutungen nicht zu verpassen. Vom Inhalt möchte ich eigentlich gar nichts verraten, bitte einfach lesen!
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Geistreiche Fantasy-Lektüre, 22. November 2007
Von 
dreamjastie (Dresden) - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)    (TOP 1000 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Es ist was faul: Roman (Taschenbuch)
Thursday Next zum Vierten, und wie der Titel erahnen lässt, spielt diesmal die Gallionsfigur der englischen Dramatik, Good Old Will, eine gewisse Rolle. Mit ihrem zweijährigen Ipsum Lorum sprechenden Sohn Friday, zwei Dodos und dem dänischen Prinzen Hamlet im Schlepptau, kehrt Thursday Next zurück ins Jahr 1988, wo England den Dänen wegen eines Schnulzen-Romanes fast den Krieg erklärt, Neandertaler an der Suche nach einem Shakespeare-Klon beteiligt sind, Nexts Mutter eine Affäre mit ihrem Untermieter Otto von Bismark hat und der englische Kanzler Yorrick Kaine nichts weiter als eine aus einem Buch entflohene Nebenfigur ist. Alles klar? Dies ist der Kosmos von Jasper Ffordes Parallelwelt, und dieser Kosmos ist nichts im Vergleich zu der Welt, aus der die LiteraturAgentin Next gerade kommt: der BuchWelt, in der der Grinsekater, die wäschewaschende Igelin Mrs. TiggyWinkle und ein martialischer Außerirdischer namens Empereor Zark die Geschicke lenken (und deren Einfluss natürlich bis in "unsere" Welt hinüberreicht).
Der Heilige Zvlks feiert seine rustikale Wiederauferstehung vor einem Tesco-Supermarkt, und niemand anderes als Next muss dafür sorgen, dass eine seiner Prophezeiungen aus dem 13. Jahrhundert auch eintritt, wonach die Swindoner Krocket-Mannschaft den SuperHoop gewinnt, anderenfalls, so viel jedenfalls verrät Nexts Vater, ein Zeitreisender mit Vorliebe für die Lenkung der Geschicke von Lord Nelson, gehe die Welt unter. Unterm SuperGau zum SuperHoop geht nichts bei Fforde. Das ist wieder weitgehend unterhaltsam und lustig und ringt Bewunderung für die profunde Literaturkenntnis ab. Fforde schüttet erneut ein Füllhorn voller verrückter Einfälle vor dem Leser aus, etwa wenn die Tragödie "Hamlet" durch Intrigen diverser Hauptpersonen als "Die Lustigen Weiber von Helsingör" dauerhaften Schaden zu nehmen droht oder der deftige Heilige in Frakturschrift redet. Doch wie bereits im dritten Teil gehen gelegentlich die Pferde mit dem Autor durch, und vor lauter schrulligen Einfällen hat auch dieser Band einige Längen, und einige Dialoge und Handlungselemente scheinen nur um eines schnellen Gags oder einer en passant eingeflochtenen Gesellschaftskritik willen niedergeschrieben zu sein und bringen die Geschichte nicht voran. Oder anders: die im ersten Kapitel vorgestellte Slapstick-Pistole ballert immer wieder im ganzen Buch. Wieder zerfasert die Handlung zunächst und erweckt den Anschein, als wisse Fforde nicht so recht, womit er das Buch füllen solle (z. B. wird die Auseinandersetzung mit dem im dritten Band entflohenen und im vierten Band einleitend mit besagter Pistole gejagten Minotaurus nur halbherzig gegen Ende noch einmal aufgegriffen), doch diesmal, soviel sei verraten, hat der Autor zum fulminanten Ende ein paar von Thursdays Problemen gelöst. Durchaus jedoch nicht alle, und deshalb gibt es mit einer Unterbrechung von zwei Büchern in England nunmehr bereits den (heftig kritisierten) fünften Teil. Es bleibt festzustellen, dass das zum Ende hin gottlob wieder anziehende Tempo der Geschichte offenbar auch dazu führte, dass die Sprache des Buches zunehmend erodiert, was bei einem Buch, das als Verbeugung vor der Weltliteratur verstanden sein will, durchaus erheblich stört. Sehr schön wiederum lesen sich einige Running Gags, doch bei all der überbordenden Freude an der Aushebelung von Raum und Zeit schleichen sich zwangsläufig auch logische Fehler ein, die man der Handlung zuliebe aber gern übersieht. Alles in allem verdient das Buch also das Prädikat "durchwachsen". Wie so oft: der kongeniale (und in sich geschlossene) erste Teil der Erfolgs-Serie ("Der Fall Jane Eyre") konnte auch mit dem vierten Buch nicht noch einmal überboten werden. Trotzdem empfiehlt sich die Saga als geistreiche Fantasy-Lektüre für Connaisseure der Weltliteratur.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Es ist was faul..., 7. Februar 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Es ist was faul: Roman (Taschenbuch)
...im Staate Dänemark? England? Wales? Der Buchwelt?

Dieses Mal hat Thursday Next gleich mehrere Brandherde zu löschen.
Thursday wird von einer Auftragskillerin verfolgt, Hamlet turtelt mit Lady Hamilton rum,
Yorrick Kaine fordert die Vernichtung alles Dänischen, ein geklonter Shakespeare soll aus Wales
nach England geschmuggelt werden, Sieg oder Niederlage des Krocketspiels im Super Hoop '88 entscheiden
den Weltuntergang oder das Weiterbestehen der Menschheit und Thursdays Ehemann Landen hat flackerartige Nichtungsanfälle.
Das ist aber natürlich längst nicht alles, denn nichts ist so wie es scheint in diesem Buch...Sein oder Nicht-Sein...
Irrsinnig von Jasper Fforde, eine Idee aus den ersten Bänden der Reihe, die dort völlig fehl am Platz schien, nun wieder aufzugreifen, die jetzt tatsächlich einen Sinn ergibt, als hätte er es jahrelang im Voraus geplant.
Ganz unter uns, ich glaube das tat er tatsächlich!
Allein das letzte Kapitel ist ein grandioses Meisterwerk mit Gänsehaut-Garantie,
Tränenfluss nicht ausgeschlossen.
Ich sag nur eins:

Krass, krasser, Jasper Fforde! Und denkt nur nicht allzu linear, Leute!

Bisher das gelungenste Buch der Thursday Next-Reihe, aber wer weiß, was in den weiteren Bänden noch gschehen mag!
Außerdem ist nun der Augenblick gekommen, meinen ersten eigenen "Battenberg" zu backen!!
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ist es Wahnsinn auch, so hat es doch Methode..., 1. September 2010
Von 
Tanja Heckendorn "heckendorn" (Lörrach) - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)    (TOP 1000 REZENSENT)    (REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Es ist was faul: Roman (Taschenbuch)
Wenn man dem Klappentext glauben kann, ist dieser vierte Roman in der der Thursday-Next-Reihe der bisher lustigste und abgefahrenste Teil davon. Auch wenn diese Aussage aus rein werbetechnischen Gründen getroffen wurde, ist dieses Buch ohne Zweifel wahnsinnig unterhaltsam geschrieben und himmlisch surreal. Diesmal wird dem zaudernden, dänischen Prinz aus der Feder des berühmten englischen Dichter Will Shakespeare höchstpersönlich die Ehre zuteil, im Hause Next als Gast aufgenommen zu werden und sein eigenes Drama im neuen Lichte zu betrachten. Dabei hat er die Chance zum wirklichen Helden zu mutieren, denn in der fragilen, fiktionalen Welt von Mr. Fforde ist definitiv etwas faul und die tapfere Agentin Thursday Next kann jede Hilfe gebrauchen, die sie bekommen kann.

Thursday Next ist dringend urlaubsreif. Die Jagd nach einer stierigen Sagengestalt, der in der Bücherwelt für Ärger sorgt, hat sie ziemlich geschlaucht. Aber bald muss sie feststellen, dass im heimischen Wessex nicht alles beim Besten steht. Lady Hamilton weilt noch immer im Haus ihrer Mutter, da ihr Geliebter unbedingt den Helden in einer Seeschlacht spielen will, was vom durch die Zeit reisenden Vater Next verhindert werden soll, damit die edle Dame in die Vergangenheit zurück kehren kann. Die Dodos, Klonhaustiere der Mutter Next, sind schon völlig nervös. Und jetzt zieht auch noch Hamlet in die Abstellkammer ein! Zum Glück ist genug Kuchen für alle da und bei einer gemütlichen Tasse Tee erfolgt eine erste Lagebesprechung. Der zwielichtige Großkonzern Goliath hat beschlossen, sich in eine Religionsgemeinschaft umzuwandeln und möchte bei den vielen Opfern, die unter dem skrupellosen Vorgehen der Firma gelitten haben, Buße tun. Thursday ist skeptisch, aber sie versucht einen Antrag auf Entnichtung für ihren Ehemann Landen Park-Laine einzureichen, auch um festzustellen, was der Wirtschaftsriese wirklich vorhat. Außerdem begegnet sie ihrem Vater, der sie vor Mordanschlägen warnt, die ihre Person betreffen. Die Auftragskillerin ist ausgerechnet die Ehefrau eines netten Kollegen! Auch Thursdays Bruder Joffy, der als Geistlicher für die Kirche der globalen Standardgottheit dient, ist in Erwartung einer eintretenden Prophezeiung. Ein kurioser Heiliger aus dem 13. Jahrhundert hat ein Buch mit Prophezeiungen hinterlassen, welches seine Wiederkehr im 20. Jahrhundert ankündigt. Und da bisher die Vorhersagen verblüffend genau eintrafen, hoffen viele Gläubige auf sein Erscheinen. Der Heilige soll die letzte Prophezeiung, die nur bruchstückhaft vorhanden ist, vervollständigen. Joffy hat extra die Altsprache gelernt, um sich mit dem weitgereisten Gast zu unterhalten. Der Mönch St. Zvlxk trifft tatsächlich ein und ist verblüffend vulgär, aber zielstrebig. Seine letzte Vision betrifft nicht nur die Zukunft der gesamten Welt, sondern auch Thursday Next ganz persönlich. Denn durch eine Verkettung mysteriöser Umstände ist sie die neue Teammanagerin des kleinen Krokett-Clubs von Swindon. Und dieser Verein muss den SuperHoop gewinnen. laut St. Zvlxk. Dann muss der zwielichtige, aufstrebende Politiker Yorrick Kaine, eine entlaufene Buchgestalt, aufgeben und seine machtvolle Unterstützerin, die Firma Goliath wird an Einfluss verlieren und finstere Pläne aufgeben müssen. Dabei braucht Thursday Hilfe von den geklonten Neandertalern. Außerdem holt sie sich Insidertipps von Hamlet, dessen Nation plötzlich im Kreuzfeuer einer Hetzkampagne durch Politik und Medien steht. Wird es der vereinten Kraft von wirklichen und unwirklichen Figuren gelingen, die Welt zu retten?

Das Universum von dem walisischen Autor wird so plastisch geschildert, dass man sich trotz aller Kuriositäten und Abartigkeiten bald zu Recht findet. Auch Erstleser werden gebührend informiert und folgen der klugen, schneidigen und höchst sympathischen Literaturagentin Thursday Next durch den Irrgarten der Literatur und der eigentümlichen Welt von Fforde. Der Newsticker von Toad News wird bald genauso vertraut, wie die vielen eigentümlichen Gestalten und die verwirrenden Zeitparadoxa in Thursdays Leben.

Fazit: Surreal, grotesk und irrational, aber der Literatur in Liebe verbunden. Wirklich erfrischend anders!
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Fforde mit zwei F!, 14. März 2010
Rezension bezieht sich auf: Es ist was faul: Roman (Taschenbuch)
Diese zwei "f" stehen bei mir für "fantastischer Fabulierer" und im vorliegenden Band schöpft dieser talentierte Mensch erneut aus dem Vollen!

"Wie geht's, Mister Hamlet? Wovon sind Sie nochmal der Prinz?"
"Dänemark."
"Ah. Keinen Damenbesuch über Nacht, Frühstück gibt's um neun Uhr morgens....."

Worauf Thursday Next-Fans schon lange warteten, trifft in dieser Geschichte ein: Prinz Hamlet kreuzt ihre Wege, stattet mit ihr der Aussenwelt einen Besuch ab, wird einquartiert bei Thursdays Mutter, deren Hauptbeschäftigung in der Fabrikation von Tee und Battenbergkuchen zu bestehen scheint. Im Hause Next trifft er auf Thursdays Dodo Pickwick, Otto von Bismarck (wen sonst? :-) und verliebt sich in Lady Hamilton, die Geliebte des englischen Seehelden Lord Nelson. Ach ja, Thursday ist nach wie wie vor auf der Jagd nach dem Minotaurus, und es gilt mal wieder nichts weniger als die Welt zu retten. Dass sie im Verlauf der Geschichte sowohl ihr zukünftiges Ich kennenlernt als auch ihre ungeborene Enkelin, fällt da schon gar nicht mehr ins Gewicht. Wem das zu durchgeknallt erscheint, der lasse die Finger davon. Auf alle anderen wartet eine weitere, höchst kreative und unterhaltsame Verrücktheit aus dem Hause Fforde.

Schräg, skurril, komisch, abgedreht, ausgeflippt, geistreich witzig, genial und einzigartig-eigenartig... der Adjektive sind gar viele, und ich kann allen, die nur ein Fünkchen Humor besitzen und sich für Literatur der "etwas anderen Art" begeistern, Jasper Ffordes Thursday Next-Romane wärmstens empfehlen. Er hat mit dieser Reihe quasi ein eigenes Genre erfunden, welches man kaum anders denn als kriminalistisch-satirisch-fantastische Science Fiction definieren kann. Und ganz allgemein ist diese Reihe als grosse und äusserst originelle Liebeserklärung an die (vor allem englische) Literatur zu betrachten.

Schlichtweg berauschend, welches Universum sich einem in Ffordes Büchern auftut und ich bekomme Lust, gleich seinen Figuren ins nächste Buch zu hüpfen und auf Thursday Next' Spuren literarische Abenteuer der mannigfaltigen Art zu bestehen!

Ah ja, noch was: Zu Risiken und Nebenwirkungen fragen Sie den Buchhändler Ihres Vertrauens.... Thursday Next kann nämlich süchtig machen!! :-)
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Die Thursday Next Reihe geht weiter..., 29. Januar 2010
Rezension bezieht sich auf: Es ist was faul: Roman (Taschenbuch)
Kurze Beschreibung:
°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°
Thursday steckt noch immer in der Buchwelt und widmet sich den Aufgaben die sie als Protokollführerin der Jurisfiktion zu bestehen hat. Ihr Sohn "Friday" ist nun schon zwei Jahre alt. Sie beschließt nun endlich wieder in die reale Welt nach Swindon zurück zu kehren um ihren genichteten Eheman Landen zu finden. Als Begleiter wird ihr Hamlet an die Seite gestellt.

Thursday zieht zunächst mit Hamlet bei ihrer Mutter ein, die auch noch zwei andere literarische Wesen beherbert und zwar Otto Bismarck und Lady Hamilton. In den Jahren als Thursday abwesend war hat sich in der realen Welt einiges verändert: Yorrick Kaine ist Staatskanzler und will mit aller Macht sich an die Spitze der Politik aufschwingen um eine Diktatur einzuführen jedoch lässt dies der Präsident George Formby nicht zu, die korrupte Goliath Cooperation wurde total umstrukturiert uns strebt nun das Ziel an als Religionsgemeinschaft anerkannt zu werden.

Da Thursday Geld braucht um in der realen Welt zu überleben und ihre Schulen zu begleichen meldet sie sich im SpecOp's Gebäude bei den LitAg's zurück. So bekommt sie ihre Stelle als Literaturagentin zurück und versucht zusammen mit ihrem Partner Bowden die angeordnete Verbrennung literarischer Werke aus Dänemark zu verhindern. Seit Yorrick Kaine ein starker politischer Charakter geworden ist versucht er nicht nur eine Diktatur zu erzwingen sondern beginnt einen Rasissmus gegen die Dänen.

Aber das ist noch nicht genug! Der heilige St. Zvlkx der durch seine zutreffenden Prophezeihungen bekannt ist feiert seine Wiederauferstehung. Nach seiner aktuellen Vorrausage müssen die Swindon Mallets (Krocketmannschaft) den SuperHoop-88 gegen die Reading Wackers gewinnen ansonsten kommt Yorrick Kaine nach dem Tod Formby's an die Macht und führt die Welt in den 3. Weltkrieg.

Thursday hat also einiges zu erledigen, sie muss als Managerin der Swindon Mallets das Team zum Erfolg führen, muss sich vor den Mordanschlägen des Windowmakers in Acht nehmen und sie muss einen Ersatz-Shakespeare finden den sie in die Buchwelt schicken kann um dort ein Problem mit dem Stück "Hamlet" zu beseitigen. Und ganz nebenbei muss sie sich noch mit der Goliath Cooperation in Verbindung setzten um ihren Ehemann wieder zurück zu bekommen. Wie wird sie das nur schaffen?

Meine Meinung:
°°°°°°°°°°°°°°°°°°
Jasper Fforde gelingt es mal wieder mich total mit seinem Roman zu begeistern. Mir ist ja in den vorigen Büchern Thursday schon so ziemlich ans Herz gewachsen und nun bekommt sie es wieder mit allerlei Schwierigkeiten zu tun.

Die Entwicklungen die sich in der realen Welt während ihrer Abwesenheit ergeben haben sind bombastischen Ausmaßes. So schlittert sie von einem Abenteuer in's andere. Angekommen in der realen Welt lernt sie nicht nur ihren offiziellen Stalker Millon de Floss kennen sondern sie macht auch bekanntschaft mit Cindy Stoker alias Windowmaker. Gott sei Dank wird sie von ihrem zeitreisenden Dad gewarnt und kann den Angriffen vom Window Maker aus dem Wege gehen. Das Buch ist aufgrund dieser Tatsache aber nicht langweilig sondern bleibt super spannend da Thursday sich durch andere Schwierigkeiten kämpfen muss.

Thursday muss dafür sorgen damit die Prophezeihung des heiligen St. Zvlkx in Erfüllung geht damit die Welt sicher ist vor Yorrick Kaine. Dann begibt sie sich zur Goliath Cooperation die ja nun zur Religionsgemeinschaft werden möchte. Dort trifft sie auf lauter reumütige Angestellte die ihre Sünden wieder gut machen wollen. So stellt sie einen Re-Aktualisierungsantrag der ihren Eheman Landen wieder herbeibrignen soll. Die Machenschaften von Goliath und Yorrick Kaine scheinen miteinander verbunden zu sein. Das komische ist das es kaum Widerstand gegen die diktatorischen und rassistischen Züge seiner Politik gibt.

Wie immer bringt Jasper Fforde Themen die die Weltgeschichte gekennzeichnet haben in seinen Roman mit ein. So spielen die Charakterzüge Kaines auf Hitler und das dritte Reich an und die Goliath Cooperation erinnert einen an eine religiöse Sekte. Es wird auch eine illegale Aktivität von Goliath mit eingebracht, in der es um das Klonen von Shakespeares geht.

Fforde webt zur Auflockerung weitere Geschichten aus der Buchwelt mitein wie z. B. die Affäre zwischen Lady Hamilton und Hamlet oder die Auftritte von Emperor Zhark. Wieder einmal musste ich bei solchen Passagen schmunzeln. Vor allem aber hat mir der Kampf zwischen der Grinsekatze und Yorrick Kaine gefallen!

Mein Fazit:
°°°°°°°°°°°°
Der vierte Band aus der Thursday Next Reihe hat mich total begeistert. Ich weiß nicht wie Jasper Fforde es immer wieder von neuem gelingt ein Roman zu erschaffen der voll ist mit Ironie, Anspielungen auf die Weltgeschichte und auf klassische Werke der Literatur zurückgreift die er erstklassig in sein Werk miteinfließen lässt. Ich bin einfach begeistert und gebe volle Sternchenanzahl!
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4.0 von 5 Sternen Schwierig am Anfang, dann genial, 24. Juni 2014
Rezension bezieht sich auf: Es ist was faul: Roman (dtv Fortsetzungsnummer 0) (Kindle Edition)
Wird sie die Welt retten können? Und wer passt solange auf ihren Sohn auf?

“Der vierte Next-Roman ist sogar der beste, weil komischste und verblüffendste von allen.”

Viel mehr Informationen erhält man nicht vom Buch-Cover. :-)

Das Buch wurde mir empfohlen und auch gleich ausgeliehen. Also fing ich an, zu lesen. Doch ich quälte mich durch die ersten 40 Seiten. Immer wieder musste ich eine Seite zwei Mal (oder sogar drei Mal) lesen, weil ich teilweise rein gar nicht verstand, worum es ging. Aber wer versteht schon auf Anhieb…

- was Agenten der Juristifikation machen?

- warum man mit einer kleinen Dosis Slapstick einen Minotaurus fangen kann, wenn im Wilden Westen Tortenschlachten ausbrechen?

- wie man mit einem Martini-Henry-Gewehr einen Mann trifft, der aus über einem Absatz Text besteht?

- wann man Formulare wie das F36/34 (Abfeuern eines Radierers) über P13/36 (Schadensabschätzung) bis B9/32 (Ersatzbeschaffung) ausfüllen muss?

… für mich klang das jedenfalls alles so absurd, dass ich fast aufgegeben hätte. Aber gemäß meiner Regeln beim Lesen eines Buches (siehe auch meinen Blogeintrag: Sich durch ein Buch (lesend) kämpfen, aufgeben, oder gibt es vielleicht noch eine “andere Lösung”?!) wählte ich die Variante “durchkämpfen”. Und das war gut so. Denn als ich mich in die vielen abstrakt-komischen Begriffe gewöhnt hatte, wollte ich das Buch nicht mehr weglegen und war erst zufrieden, als ich es ausgelesen hatte.

Insgesamt erinnert mich der Stil an “Per Anhalter durch die Galaxis” von Douglas Adams. Es ist ebenso “trocken” geschrieben (als ob es das natürlichste auf der Welt wäre, dass man Romanfiguren jagt) und gespickt mit irrwitzigen und absurden Inhalten und Protagonisten:

Agentin Thursday Next kommt aus der Buchwelt, in der sie Romanfiguren gejagt hat. Zurück im realen Leben, das aber doch nicht so real ist, wie wir es kennen… (oder wer hat schon einen Hamlet als Untermieter und findet in einer stillgelegten Fabrik noch weitere geklonte Hamlets? Einen zweijährigen Sohn, der Lorem Ipsum spricht? Oder einen Vater, der als Zeitreisender Timephoons abstellt?) Es ist also auch im realen Leben Thursday Next’s Einfallsreichtum und Können gefragt, um eine ausgebüchste Romanfigur einzufangen.

Zusammenfassend: ich habe ein paar Seiten benötigt, bis ich mich “in” die Geschichte eingelesen habe, aber dann habe ich das Buch geliebt! (Und die anderen Next-Romane werde ich garantiert auch noch lesen.)

[...]
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9 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Unbedingt empfehlenswert, 25. Oktober 2006
Rezension bezieht sich auf: Es ist was faul: Roman (Taschenbuch)
Wenn genmanipulierte Neandertaler ein Krocketspiel entscheiden, eine entflohene Romanfigur die Weltherrschaft an sich reißen will und Hamlet im Grübeln über Sein oder Nichtsein einsieht, dass es ihm womöglich an Entschlusskraft fehlt, dann sind wir in der verrückten Welt der Thursday Next. Denn hier ist nichts unmöglich, dass nicht schon einmal geschrieben wurde. Mit schier unendlicher Fantasie, gnadenlosen Anleihen in allen bekannten oder vergessenen Werken der Weltliteratur und herrlich ironischen Anspielungen auf unser Zeitgeschehen entführt uns der Waliser Jasper Fforde in sein Buchstabenreich.

„Es ist etwas faul“ ist nicht nur ein Satz aus Shakespeares „Hamlet“, sondern auch der vierte und wahrscheinlich letzte Band um die Superheldin Thursday Next – very bedauerlich und daher unbedingt empfehlenswert!
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