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16 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen "Ich habe alles im Griff!"
Na ja...wenn das jemand behauptet, der aus lauter Zerstreutheit gerade nackt im Einkaufsmarkt steht, dann ist das so eine Sache. Bahia(Sara Forestier) stört das wenig, wie fast alles in ihrem Leben. Die Tochter algerischer Auswanderer ist sehr speziell. Sie sieht ihren Körper als Massenvernichtungswaffe gegen Rechts und sich selbst als politische Hure. Will...
Veröffentlicht am 21. Januar 2012 von Thomas Knackstedt

versus
2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Schräge und witzige Liebesgeschichte
Die junge attraktive Bahia (Sara Forestier) trägt ihren außergewöhnlichen Namen mit Stolz, kämpft mit aufbrausender Leidenschaft für alle gerade verfügbaren Randgruppen und dürfte für ihren Geschmack ruhig ein bisschen weniger französisch aussehen. Auch sonst hat die charmante Politaktivistin ihren eigenen Weg gefunden, die...
Vor 21 Monaten von Lupo veröffentlicht


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16 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen "Ich habe alles im Griff!", 21. Januar 2012
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Der Name der Leute (DVD)
Na ja...wenn das jemand behauptet, der aus lauter Zerstreutheit gerade nackt im Einkaufsmarkt steht, dann ist das so eine Sache. Bahia(Sara Forestier) stört das wenig, wie fast alles in ihrem Leben. Die Tochter algerischer Auswanderer ist sehr speziell. Sie sieht ihren Körper als Massenvernichtungswaffe gegen Rechts und sich selbst als politische Hure. Will heißen: Sie versucht durch den Einsatz von Sex aus Faschisten liebe nette Linkswähler zu machen. Als sie jetzt den Biologen Arthur(Jaques Gamblin) kennenlernt, ist irgendwie alles anders. Arthur ist nicht rechts. Vor allem aber sind die Lebensentwürfe von Arthur und Bahia komplett unterschiedlich. Die beiden könnten aus verschiedenen Galaxien stammen und scheinen doch füreinander bestimmt. Arthurs Vater ist ein Kernforscher und seine Mutter kommt über ihre jüdische Vergangenheit nicht hinweg. Arthur selbst ist Biologe und ein rechter Langweiler. Da ist natürlich das komplette Chaos beim Aufeinandertreffen von Bahias und Arthurs Familie vorgeplant. Aber irgendwie müssen die beiden das hinkriegen. Wie? Das sollten sie sich vielleicht anschauen...

Michel Leclercs Film -Der Name der Leute- ist in der ersten halben Stunde das beste Stück Kino, dass ich seit langem gesehen habe. Im Stil von Amelies fabelhafter Welt überrollt Leclerc den Zuschauer mit atemberaubenden Einstellungen. Egal, ob das die Hauptdarsteller sind, die uns per Bildschirmansprache in ihr Leben einführen oder mit sich selbst kommunizieren, allerdings im Kontakt mit ihrem jüngeren Ego. Leclerc taucht uns tief in die Vergangenheit von Bahia und Arthur hinein. Das gelingt ihm auf magisch schöne Weise. Im kreativen Spiel mit Zeit und Raum, einigen schwarzweiß Rückblenden und einer lebensfrohen, herrlichen Musik stimmt da jedes einzelne Bild.
Danach verliert -Der Name der Leute- ein wenig den Schwung und sattelt um in eine Liebesgeschichte zwischen Bahia und Arthur. Die ist ebenfalls gut, aber wer den fulminanten Anfang noch im Kopf hat, der weiß: Hier wäre noch mehr drin gewesen!

Es sind natürlich auch die Schauspieler, die den Film so einzigartig machen. Wie die junge Sara Forestier dem alternden Jaques Gamblin den Kopf verdreht, dass ist eine Affäre der besonderen Art. Gamblins Schauspiel, vor allem im Zusammenspiel mit seinen "Filmeltern"(Jaques Boudet/Michele Moretti) ist ebenfalls perfekt gelungen. Auch die Nebenrollen, z.B. von Bahias Eltern(Zinedine Soualem/Carole Franck) sprühen vor Witz und Lebenskraft.

Alles in allem ist -Der Name der Leute- ein besonderer Film. Die verspielte Geschichte einer großen Liebe, die vom Schicksal eigentlich so nicht geplant sein konnte. Michel Leclerc hat die Story herzerwärmend gut auf die Filmrolle gebannt. Die Kamera wird von leichter Hand geführt und die Zeit vergeht im Nu. Wenn Bahia dann noch in ihrem zu großen Shirt und den rosa Lederstiefeln über die Leinwand stapft, dann ist es um die Herzen der (männlichen)Zuschauer ohnehin geschehen. Die wirklich guten Dialoge im Stil eines Woody Allen Films gibt es als Bonus noch dazu.

Ich hätte dem Film allerdings "nur" 4,5 Sterne gegeben, wäre das möglich gewesen. Denn: Leclerc hat hier große Kinokunst geschaffen. Das zeigt er vor allem am Beginn. Dieses Niveau hält er aber, meiner Ansicht nach, nicht ganz. Doch vielleicht ist das auch so geplant gewesen; damit die Zuschauer vor der Leinwand nicht komplett durchdrehen. In jedem Fall gibt es für -Der Name der Leute- von mir die Empfehlung zum Anschauen.
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30 von 34 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Nomen est omen? Oder doch eher Schall und Rauch?, 12. August 2011
Rezension bezieht sich auf: Der Name der Leute (DVD)
"Auf die Herkunft s******* wir!"
So der Schlußsatz und die Quintessenz dieses überaus witzigen und fantasievollen Kinoerfolges aus Frankreich.

Arthur Martin, Tierarzt, trägt einen der in Frankreich meistverbreiteten Namen und ist darüber auch gar nicht allzu unglücklich, kommt es seinem zurückhaltenden Naturell doch sehr entgegen, möglichst unauffällig in der Menge untertauchen zu können.
Lediglich die Tatsache, daß man ihn immer und überall fragt, ob er mit dem gleichnamigen Hersteller von Küchengeräten zu tun habe, ist manchmal etwas lästig, aber immer noch besser, als wenn seine Mutter den von ihr favorisierten Vornamen Rémy durchgesetzt hätte...

Bahia Benmahmoud, quirlige Tochter eines algerischen Einwanderers und einer friedensbewegten französischen Mutter, ist in ganz Frankreich die einzige mit diesem Namen und stolz darauf, wenngleich sie auch ständig richtig stellen muss, daß der Name Bahia nicht brasilianisch, sondern algerisch ist.
Die temperamentvolle junge Frau hat keinen festen Job, ist aber eine überaus engagierte linke Politaktivistin, die nahezu ununterbrochen eine Menge plappert (darunter auch eine Menge Unsinn), aber ihr großes goldenes Herz auf dem rechten Fleck trägt und sich vehement für alle gerade verfügbaren Randgruppen und Minderheiten einsetzt.

Als Arthur im Radio über die Gefahren der Vogelgrippe berichtet, stürmt Bahia, die gerade im Telefoncenter des Senders jobbt, das Studio, beschimpft Arthur als Panikmacher und "Fascho" (eines ihrer Lieblingswörter, wie wir alsbald feststellen werden) und setzt damit sowohl der Sendung als auch ihrem Job ein jähes Ende.

Dennoch landet sie zusammen mit Arthur in einem Restaurant, gehört es doch zu ihren "Hobbies", ganz im Sinne ihrer Hippie-Mutter "Make love, not war" Männer, die nicht wie sie linkspolitisch überzeugt sind, mithilfe von heißem Sex zu "bekehren", und wer könnte dazu geeigneter sein als der offensichtlich erzrechtskonservative und spießige Arthur - merkt man doch schließlich schon an seinem Namen, oder?!

Als sich jedoch herausstellt, daß Arthur überzeugter Linkswähler und glühender Jospin-Anhänger ist, muss Bahia feststellen, daß ihre Überzeugungsarbeiten in seinem Fall nicht nötig sind.
Trotzdem gefällt ihr der leicht verklemmte Ornithologe irgendwie, und auch Arthur hat Feuer für das Temperamentsbündel gefangen, und so beginnt eine überaus stürmische und leidenschaftliche, oft skurrile und ganz und gar nicht immer politisch korrekte Liebesgeschichte, in deren Verlauf Arthurs bislang wohlgeordnetes Leben gründlich auf den Kopf gestellt wird und er sich endlich auch seinen wohlgehüteten Familiengeheimnissen stellen muss...

In deren Verlauf wird aus Zerstreutheit nackt Metro gefahren, Scheinehen zu Einwanderungszwecken werden geschlossen bzw verweigert, auf dem Markt werden Krebse gekauft, um sie am Meer in die Freiheit zu entlassen (nicht, ohne darüber zu sinnieren, wie ungerecht es doch ist, daß das Leben eines Krebses mehr wert ist als das einer Krabbe, aber weniger als das eines Hummers), Arthurs Idol Lionel Jospin (Gastauftritt!) erscheint als "Geschenk" in dessen Wohnung und man erfährt, wie und warum Nicolas Sarkozy französischer Staatspräsident wurde.

Trotz der offensichtlichen Botschaft für Toleranz und gegen Vorurteile und Ausländerfeindlichkeit ist "Der Name der Leute" in erster Linie eines, nämlich unheimlich witzig und fantasievoll.
So werden Arthurs Erzählungen über seine Famile mit einer blutjungen Frau als seine Mutter und einem älteren Herrn als sein Vater bebildert, da er sich diesen einfach nicht als jungen Mann vorstellen kann, Arthurs Erlebnisse werden von seinen verstorbenen Großeltern, die er nie kennengelernt hat und von ihm selbst als Teenager begleitet und kommentiert und vieles mehr.

Darüber hinaus ist der Film mit Jacques Gamblin und Sara Forestier wunderbar besetzt und es macht wirklich Spaß, diesem charmanten "Gegensätze ziehen sich an"-Pärchen zuzusehen.
Jacques Gamblin war für seine Rolle nach "Pédale douce" und "Le premier jour du reste de ta vie" zum dritten Mal für den César nominiert, hat ihn allerdings wiederum leider nicht bekommen.
Sara Forestier dagegen erhielt die Trophäe zum zweiten Mal.

Ich habe einige Male wirklich Tränen gelacht und war auch einige Male sehr nachdenklich und berührt.
Der Film hat mich nach dem Abspann noch längere Zeit beschäftigt und mich einfach gutgelaunt zurückgelassen.
Was kann man über einen Film schöneres sagen?!
Ich kann diesen wunderbaren und wirklich ungewöhnlichen Film allen Liebhabern europäischer Filme nur empfehlen und wärmstens ans Herz legen.

Von mir gibt es daher alle verfügbaren Sternchen.

Ich empfehle an dieser Stelle auch den Soundtrack zum Film.
Das wunderschöne Titellied "De Bénisaf à Salonique" wird vom Regisseur Michel Leclerc und seiner algerischen Lebensgefährtin Baya Kasmi, deren Liebesgeschichte den Film inspiriert hat, selber gesungen.
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7 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Drum prüfe wer sich bindet,, 14. Februar 2012
Von 
Lothar Hitzges (Schweich, Mosel, Germany) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Der Name der Leute (DVD)
Mit Bahia Benmahmoud und Arthur Martin hat sich ein Paar gefunden, dass nicht unterschiedlicher sein könnte. Bahia ist spontan und streitbar; Arthur dagegen nachdenklich und ruhig. Schon beim Kennenlernen geht die Initiative von Bahia aus. Die beiden ungleichen Elemente lösen ein Feuerwerk an Witz und Parodie aus.

Die Geschichte wird flott und humorvoll erzählt. Damit sind alle Trümpfe bei der Protagonistin, die diese Punkte auf sich vereint. Aber auch der ein wenig langsamere männliche Part kann punkten. Die eigentliche Stärke der Story sind die Charakteren seiner Figuren, die sich ein wahres Brainstorming leisten. Dabei treten die Szenenbilder dezent in den Hintergrund. Regie und Schauspielern ist eine feine zeitnahe Komödie gelungen, die auch zum Nachdenken anregt.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein Juwel, 15. Juni 2013
Von 
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Der Name der Leute (DVD)
Obwohl das Cover des Films irgendwie albern wirkt und nicht unbedingt Interesse weckt, ist der Film ein Juwel. Der Film zeigt auf, dass Namen "Schall und Rauch" sind. Wichtiger sind die Lebenseinstellung, die Gefühle und Taten von Menschen. Den Film als Komödie zu bezeichnen, wäre "zu wenig". Es ist ein anspruchsvoller Film mit teilweise sehr lustigen aber auch auch ernsten Sequenzen. Nicht nur für Liebhaber französischer Filme sehr zu empfehlen.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Eine clevere Waffe gegen ignorante Dummheit, 12. Oktober 2012
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Der Name der Leute (DVD)
HANDLUNG

Arthur (Jaques Gamblin) ist eine Art Veterinärmediziner bzw. Biologe, der im Seuchenschutz arbeitet und z. B. kranke und tote Enten untersucht. Er ist ein ethisch wie moralisch guter Mensch. Andere würden aber auch sagen, er ist langweilig, ein Spießer und typischer Beamter. Er will eigentlich nur seinen Job machen, ein halbwegs gutes Leben haben und sich vor allem nicht mehr mit der Schwere seiner religiösen Herkunft als Jude beschäftigen.
Die ca. 15 Jahre jüngere Bahia (Sara Forestier) ist die Tochter einer links-politisch engagierten Französin und eines algerischen Einwanderers. Wie ihre Mutter kämpft sie aktiv gegen Rassismus und überhaupt alle nationalistischen und fundamentalistischen Gesinnungen. Eine ihrer Waffen dabei ist Sex. Sie schläft mit Faschos, um sie auf diesem Weg zu bekehren.
Arthur will in seinem Leben ein wenig Glück, Bahia im Leben aller Menschen, das vereint sie erst mal nur auf einem kleinen Nenner.

MEINUNG

Arthur und Bahia wollen an sich dasselbe: Keine Einordnung oder Konsequenzen aufgrund Herkunft oder religiöser Gesinnung. Während Arthur das jedoch als eine individuelle Privatangelegenheit einstuft und mit sich selbst ausmacht und nichts mehr als Ruhe in diesem Thema ersehnt, geht Bahia auf die Straße, an die Front und kämpft ohne Rücksicht auf Verluste. Interessant dabei, Arthur ist aufgrund Herkunft und Religion an sich mehr betroffen als Bahia, wählt dabei aber einen Weg ohne Aufsehen. Er hat einfach keinen Bock mehr auf diese Debatten, weil seine Eltern es ihm in dieser Sache nicht leicht gemacht haben. Er musste in dieser unterdrückten Welt leben, ohne dass man ihm erklärt hätte warum. Bahia wurde dagegen dazu erzogen, gegen alle rechten Gesinnungen vorzugehen. Wohlgemerkt von der Mutter, nicht dem ausländischen Vater, auch der mag die große Glocke nicht.

Genial ist das System, rechtsgesinnte Dumpfbeutel mit Sex zu bekehren. In Form einer Aufopferung schläft sie mit allen Radikalen, noch bevor sie es auf dem Weg einer sachlichen Diskussion versucht. Clever, denn sie hat erkannt, dass das nichts bringt. Dieses Vorgehen ist aber kein Attraktivitätsbolzen nur für den Film, es wird auf eine gewisse Weise sogar wissenschaftlich erklärt. In der Minute der nicht mehr zu beeinflussenden Gefühle versucht Bahia eine Art Gehirnwäsche bei ihren Bettpartnern. Genial: Ob beim Geschlechtsverkehr oder wenn man ihnen einfach nur auf die Schnauze haut, erreicht man sie auf einer Ebene, wo was gehen könnte, denn mit einem Appell an den Verstand klappt das nicht. Und Bahias Stärken liegen eindeutig in der körperlichen Zweisamkeit als im Zweikampf.

FAZIT

Dieser Film hat auf dem Boden der Satire eine entlarvende, gesellschaftskritische Substanz, auch wenn er als Komödie verkauft wird. Im Sinne der Unterhaltung ist er aber in einigen Sequenzen zu langatmig und umtriebig geraten. Dennoch: Dank der Botschaft, 4 Sterne.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Charmante Bekehrung auf französische Art, 2. August 2012
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Der Name der Leute (DVD)
Michel Leclercs Film "Der Name der Leute" war schon im Kino eine kleine Sensation. Eine junge attraktive Frau mit Migrationshintergrund kämpft um die Bekehrung von politisch rechts stehenden Männern, getreu nach dem Motto "Make love, not war". Eine Ausnahme stellt der Linkswähler und Vogelkundler Arthur dar. Die flippige Bahia stellt das Leben des eher diszplinierten Arthur völlig auf den Kopf. Hauptdarstellerin Sara Forestier, die für ihre Rolle 2011 den Cesar erhielt und Frankreichs Filmstar Jacques Gamblin schaffen es einen unvergesslichen Filmabend zu bereiten. Einen Cameo-Auftritt hat Frankreichs früherer Premierminister und Präsidentschaftskandidat Lionel Jospin. Gute Unterhaltung auf beachtlichem Niveau. Sehr sehenswert.
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4.0 von 5 Sternen Korrektes Wohlfühlkino zum "Links"-Wahlsieg, 1. August 2013
Rezension bezieht sich auf: Der Name der Leute (DVD)
Vorweg gesagt: So gut wie "Alles, was ich an euch liebe" ist er nicht. Tabus, die - seien wir mal ehrlich! - so doll tabu dann doch auch wieder nicht sind, genüsslich-verschmitzt brechen will zu inszenieren gelernt sein. Und das hat Regisseur Leclerc! Es gleitet nicht ins Tölpelige, nicht ins Vordergründige, Holzhammerige. Dafür Dank!
Immerhin ist es der erste Film, bei dem man lacht -Und zwar völlig un-faschomäßig! -, wenn einer erzählt, seine Großeltern wären in Auschwitz ermordet worden!
Nicht alle komischen Arrangements sind inszenatorische "Punktlandungen", zuweilen wird's dann doch ein bisserl arg korrekt. Der Film ist zweifellos ein netter, als Komödie gekleideter Lehrfilm linksliberaler (aber bittebitte nicht linker!!) Franzosheit. Der Einfall mit dem "Faschos bekehren" durch Sex ist da fast störend albern. Aber Bahia bezeichnet ja praktisch alle und jeden als Fascho, und da wird es dann natürlich auch ein paar "minderschwere Fälle" geben. An dieser Stelle offenbart sich Aufmerksamen übrigens ein anscheinend doch *reales* Tabu: Der "Fascho" kommt eben nur in der a-politischen, überkandidelten "Definition" Bahias vor, eine realistischere Aufstellung "rechter", rassistischer, segregationistischer Merkmale des Normalfranzosen hätte dann scheint's doch zu viele Zuschauer gekostet.
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6 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Name und Herkunft - hintergründige Komödie, 3. November 2011
Von 
Serenus Zeitblom (Köln, Europa) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 100 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Der Name der Leute (DVD)
2 Césars: für bestes Drehbuch und für Hauptdarstellerin Sara Forestier. Zumindest der zweite ist verdient. Und Gamblin als männlicher Contrepart ist mindestens genauso gut. Doch von Anfang an.

Bahia ist Halb-Algerierin, der man es nicht ansieht und die bourgeouis-links die verspätete 68-erin gibt, unreif, doch dabei herrlich. Arthur Martin ist (zu) präzise, sachlich, distanziert. Sie haben darüber hinaus beide ihre Geheimnisse. Es wäre keine Komödie, wenn sich die beiden nicht anzögen. Und sich gegenseitig hülfen. Sogar ein Gast-Auftritt eines sehr bekannten Franzosen findet statt. Die Drehbuchautoren haben ein bisschen ihrer eigenen Geschichte eingewoben laut Interview (in dem Michel Leclerc aber für sich nur seltsam andeutet).
Stärke: die Hauptdarsteller. Gamblin spielt seine Rolle einfach. Das Drehbuch hat Stärken, einige Szenen sind sehr ausdrucksstark. Doch es ist auch nicht immer wirklich verdichtet, hat auch seine weniger ausgearbeiteten Teile, die Dialoge hätten womöglich teils einen weiteren Blick gebraucht. Doch insgesamt ist es ein schöner, ein witziger, ein nachdenklich machender Film.

Zur DVD: nur deutsche Untertitel. Französische hätte ich deutlich hilfreicher gefunden, doch vielleicht hatte die Firma die Hasenfüßigkeit wegen möglicher Re-Importe ins teurere Frankreich? So etwas muss jedenfalls aber eigentlich sein, wenn es denn keine Billigmagazinbeilage ist. Die 'Extras' bestehen aus Trailern sowie Interviews mit Regisseur Leclerc und César-Schauspielerin Sara Forestier. Die Interviews sollte man sich gönnen, zumal sie kurz sind.

Insgesamt gute vier Sterne.
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4.0 von 5 Sternen Chaotisch, provokant, amüsant, 8. November 2012
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Der Name der Leute (DVD)
kann mich den durchwegs positiven Kritiken hier nur anschliesen. Über die Story und die Protagonisten wurde hier auch schon ausführlich geschrieben, also nur mein Eindruck, meistens ganz amüsant, manches aber in meinen Augen etwas zu 'gewollt', Mut beweist die Hauptdarstellerin, im halben Film nackt herumzurennen, ob dies nötig war, sie dahingestellt. Aber insgesammt schon einer der besseren Filme.
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2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Bezauberte Tabus, 18. Mai 2012
Rezension bezieht sich auf: Der Name der Leute (DVD)
Man kann es auch so sagen: Der politisch unkorrekteste Film des letzten Jahrzehnts. Die gefährlichsten Tabus, die heissesten Fettnäpfe - er bannt sie alle, indem er bezaubert. Unglaublich charmant, menschenfreundlich, geistreich, komisch und rasant übertanzt er jeden Abgrund. Der einzige Vergleich, der mir zu diesem Film einfällt, ist "Sein oder Nichtsein" von Lubitsch, und mir ist bewusst, dass ich damit ganz hoch in den Film-Olymp greife.
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Der Name der Leute
Der Name der Leute von Sara Forestier (DVD - 2011)
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