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8 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Melancholische Klangwelten
Ich mache es kurz, weil es schon genügend Rezensionen zu dieser außergewöhnlichen CD gibt. Nach einem knappen Monat des intensiven Hörens kann ich als großer Fan progressiver Rockmusik nur betonen, dass "Grace for Drowning" ein Meisterwerk ist. Ich weiß nicht woran es liegt, aber irgendetwas zwingt mich dieses Doppelalbum wieder und wieder...
Veröffentlicht am 14. Dezember 2011 von Aristoteles

versus
28 von 33 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Gibt es objektiv gute Musik?
Die vielen enthusiastischen Bewertungen erstaunen mich ein wenig. Ich glaube kaum, dass dieses Album so eine positive Resonanz wecken würde, wenn es nicht von Steven Wilson wäre. Momentan hält sich meine Begeisterung noch in Grenzen. Mir frönt Herr Wilson hier etwas zu sehr seinen musikalischen Vorbildern in dem er sich zu sehr in Stilübungen...
Veröffentlicht am 6. Oktober 2011 von Thomas Meyer


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8 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Melancholische Klangwelten, 14. Dezember 2011
Von 
Aristoteles (Athen im antiken Griechenland) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Grace for Drowning (Audio CD)
Ich mache es kurz, weil es schon genügend Rezensionen zu dieser außergewöhnlichen CD gibt. Nach einem knappen Monat des intensiven Hörens kann ich als großer Fan progressiver Rockmusik nur betonen, dass "Grace for Drowning" ein Meisterwerk ist. Ich weiß nicht woran es liegt, aber irgendetwas zwingt mich dieses Doppelalbum wieder und wieder abzuspielen. Vielleicht ist es die schier unglaubliche Klangvielfalt: Düsterer Elektro ("Index"), ein Chor-Intermezzo ("Raider Prelude"), warmherzige Popsongs ("Postcard", "Deform to Form a Star"), jazzig-abgefahrene 9-Minüter ("Remainder the Black Dog", "Sectarian") und vieles mehr fügt sich auf wundersame Weise homogen ins Gesamtbild ein.
Vielleicht sind es aber auch Steven Wilsons poetisch-melancholische Texte, in denen ich mich persönlich wiederentdecken kann. Sicher trägt auch Lasse Hoiles surrealitisches Artwork zum traumhaften Eindruck bei.

Auch wenn das Album (wie alles von Steven Wilson) meiner Meinung nach zu wenig Beachtung findet, bin ich mir sicher, dass es zumindest in meiner Plattensammlung zu einem Klassiker heranreifen wird.
Sollten Sie sich für den kaum günstigeren MP3-Download des Albums entscheiden, sorgen Sie am besten dafür dass Mr. Wilson das nie erfährt ;-)
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71 von 79 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Barfüßiger Visionär im Sonnenaufgang, 30. September 2011
Rezension bezieht sich auf: Grace for Drowning (Audio CD)
"Grace for Drowning", das zweite Solowerk des Porcupine Tree-Masterminds und Tausendsassas Steven Wilson ist definitiv zur falschen Zeit erschienen. In einer Phase, in der sich die Hörerschaft inzwischen gespalten hat in Wilson-Verehrer und Wilson-Hater.
Dementsprechend fallen die Reviews aus: wenig objektiv, entweder himmelhochjauchzend oder zutiefst sarkastisch.

Ich oute mich an dieser Stelle als Wilson-Lover, die fünf Sterne für "Grace for Drowning" sind somit keine Besonderheit... oder?
Mitnichten.
Eine kreative Sackgasse war auf den letzten Outputs des Songwriters deutlich spürbar. "The Incident" bewegte sich zwischen proggiger Rafinesse und stumpfer Ideenlosigkeit, "Welcome to my DNA" von Blackfield verschwand ebenfalls schnell wieder im Regal und "Insurgentes", das erste Album unter seinem eigenen Namen, war zwar experimentell und weitaus spannender als die aktuelle Richtung von Porcupine Tree, erstickte die schönen und interessanten Momente leider zu häufig im Drone-Noise-Sumpf.

Zumindest gab es da ein Lied - "No Twilight within the Courts of the Sun" - welches so überraschend aus "Insurgentes" mit seinem King-Crimson-Gedächtnisriff herausragte, dass jeder geneigte Prog-Hörer verzückt die Augenbraue hob. Da war es wieder, das Genie Wilson.
Und da grinst er wieder, der Fanboy.

"Grace for Drowning" stieß nicht nur bei Kost-Verächtern auf Ignoranz, auch in der Fanbasis war die Erwartungshaltung auf null gesunken. Es war völlig egal, was kommen würde, denn letztlich käme man sowieso wieder auf "Lightbulb Sun" und "Returning Jesus" zurück. Genau diese Einstellung dürfte bei vielen Hörern dafür sorgen, beim ersten Durchgang von "Grace for Drowning" mit einer offenen Klappe dazusitzen. "Fear of a Blank Planet", schön und gut. "Blackfield II", ganz nett. Aber hey: Seit wann hat Wilson nicht mehr so berührende Pink-Floyd-Balladen im Stile von "Deform to Form a Star" geschrieben? Und ist "Raider II" nicht auch irgendwie "Anesthetize" auf Speed, völlig bekloppt und wesentlich mutiger als nur eine Reihe von Metal-Riffs? Ist "Postcard" nicht besser als alles, was wir auf der letzten Blackfield zu hören bekamen?
Man versteht schnell, warum Steven Wilson mehr als ein Jahr gebraucht hat, um "Grace for Drowning" auf die Beine zu stellen. Nicht nur die unzähligen Gastmusiker - darunter so nahmhafte Persönlichkeiten wie Jordan Rudess (Dream Theater), Trey Gunn, Pat Mastelotto, Tony Levin (alle drei King Crimson), Theo Travis (Quasi Stamm-Flötist bei No-man & Porcupine Tree) und Ex-Genesis Gitarrist Steve Hackett -, sondern auch das detailverliebte Arrangement und das ausgeklügelte Songwriting wissen von monatelanger Arbeit zu berichten.

In anderen Reviews wird oft und gerne behauptet, die Musik brauche ihre "Zeit". Ich halte dieses Argument für unsinnig, natürlich muss der Hörer ein Album öfter auflegen, um alle Facetten zu entdecken. Diese Vorgehensweise ist allerdings nicht mit "Schönhören" zu verwechseln. Wenn man beim ersten Durchlauf nicht schon das Gefühl von "etwas Großem" hat, das über einen gerollt ist, so sehe ich auch keine Hoffnung für weitere Rotationen.
"Grace for Drowning" ist kein schweres Album. Sicher laufen das jazzlastige "Sectarian", das geniale "Remainder the Black Dog" und das düster-kryptische Epos "Raider II" nicht so leicht ins Ohr wie vermeintliche Pop/Rock-Songs. Doch der Sound ist faszinierend. Da wird man gepackt, mitgenommen. Und mit "Deform to Form a Star", "Like Dust I have cleared from my Eyes" oder "Belle de Jour" gibt es genug melodiösen Stoff, der sich nebenbei angenehm konsumieren lässt. Als Wilson-Fan wird man sowieso für alle Rückschläge in den letzten Jahren mehr als entschädigt. Selbst das kleine, aber feine "Belle de Jour" ist kein Füller, sondern vollwertiges Songmaterial, das ähnlich wie der Titelsong, "Raider Prelude" und "Track One" mit Atmosphäre spielt. Das ist der Bereich, den Wilson immer noch am besten beherrscht.

In meinen Augen liefert der Mastermind ein enigmatisches, vielfältiges und hochwertiges Album ab, das Schlenkerer wie "The Incident" schnell vergeben macht. Zwei CDs mögen für den einen oder anderen erschlagend viel Musik auf einmal sein, doch Wilson stopft unsere Ohren nicht penetrant mit seinen Ideen voll. Er lässt seiner Musik endlich wieder Raum zum Atmen, er bietet viel Platz für Improvisation - Live sicher eine interessante Erfahrung.

Musik bleibt Geschmackssache, wer es nicht hören will, wird von niemandem gezwungen. Aber wer entweder mit Haut und Haaren den Projekten von Steven Wilson verfallen ist oder einfach nur nach gut gemachter, innovativer Musik sucht, wird zumindest auf "Grace for Drowning" fündig. Es ist ein Jahr der Extreme - extrem viele, neue Alben, im extrem engen Zeitrahmen, mit einem extrem schlechten Flop (Morbid Angel) und einigen extrem guten Alben (darunter die neue Textures, Arch/Matheos, Protest the Hero und Dream Theater).
In dieser Flut von Releases stellt "Grace for Drowning" das definitive Highlight im Artrock-Sektor dar.

PS: An die "Haters": seid doch nicht immer so... gemein. Die Leute haben eben ihren Spaß an einem barfüßigen Freak, der in letzter Zeit seinen Rasierapparat nicht findet, aber offensichtlich geniale Musik macht.
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5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Steven Wilson in Bestform, 13. Dezember 2011
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Grace for Drowning (Audio CD)
Ich wills möglichst kurz machen: "Grace for Drowning" hat mich einfach gepackt. Wundervolle Songstrukturen, die dem Hörer viel abverlangen, aber noch mehr zurückgeben; das von einigen Rezensenten bemängelte Raider II ist zugegebenermaßen sehr speziell, aber hey, das ist ein Song von vielen, und ich bin gespannt, ob er mir nicht doch noch ans Herz wächst. Denn "Grace For Drowning" ist einer dieser seltenen Schätze, die mit jedem Hördurchgang wachsen und immer neue Highlights hervorbringen.
Das Album klingt typisch nach Steven Wilson, daher dürften auch Fans von Porcupine Tree voll auf ihre Kosten kommen. Es geht ähnlich komplex, aber ein gutes Stückchen ruhiger zu.
Mein persönliches Highlight neben "Deform To A Star" ist auf jeden Fall "Remainder The Black Dog" - da hat der gute Steven Wilson beim Komponieren wohl ein paar Runden Doom gezockt und unbewusst den Soundtrack verarbeitet. ;-)
Die musikalische Bandbreite auf "Grace for Drowning" ist enorm, das Songwriting anspruchsvoll und trotzdem nicht verschwurbelt - spitze!
Außerdem habe ich selten ein Album erlebt, bei dem die 30-Sekunden-Probeschnipsel von Amazon die Stimmung so gut wiedergeben. Wem die Ausschnitte gefallen, der wird auch beim Hören des Gesamtwerks keine böse Überraschung erleben. Und wenn jemand mit zwei oder drei der Songs nicht klarkommt, kann er sie auch einfach aus seiner Playlist schmeißen und sich am üppigen Rest erfreuen.

*EDIT*
Nach so langer Zeit ein kleines Update, weil ich gerade eher zufällig nochmal über meine Rezension gestolpert bin: Raider II ist ein großartiges Stück. Wenn es eins gibt, das definitiv in der Playlist verbleiben muss, dann dieses! :-)
Zugegeben: es geht schwer ins Ohr. Es ist urgewaltig, bedrohlich, sperrig, dissonant, verlangt dem Hörer alles ab. Aber man wird reich belohnt, denn hinter dem finsteren Schleier verbirgt sich ein grandioses Werk: episch, komplex, mitreißend. Und stets wird man wieder aufgefangen - gleichsam zum Luftholen zeigt Raider II mitunter eine Schönheit, die im Kontrast zu den bedrückenden Passagen umso eindringlicher wirkt.

Also wie gehabt: wer's noch nicht hat, kaufen!
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5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Kaufen!, 4. November 2011
Rezension bezieht sich auf: Grace for Drawing [Blu-ray] (Blu-ray)
Kaufen! - damit wäre eigentlich schon alles gesagt.
Eigentlich müsste diese Blue Ray im Fachhandel als Referenzdisk zu Demonstrationszwecken verwendet werden! Noch nie, und ich meine wirklich noch nie, habe ich ein so beeindruckendes Hörerlebnis in meinem Wohnzimmer verspüren dürfen. Man höre sich nur einmal "Postcard" in 5.1 an!
Vom ausgesprochen beeinduckenden 5.1 Sound abgesehen bietet "Grace for Drowning" eine nicht für möglich gehaltene musikalische Vielfalt auf durchgehend hohem bis sehr hohem Niveau und ist, nach ein paar Durchläufen, auch recht eingängig. Einige Songs bleiben recht schnell hängen, andere benötigen wieder mehr Zeit, was aber vor allem auf deren Komplexität zurück zu führen ist.
Das Genie eines Steven Wilson blitzt mehr als nur einmal hervor und vereint Einflüsse sämtlicher Schaffensperioden Stevens auf einem Album.
Mehr als nur einmal klingt King Crimson durch. Nur verständlich, da Steven ja laufend den King Crimson Backkatalog neu in 5.1 abmischt. Die Balladen des Albums könnten auf jedem Blackfield Album glänzen, vor allem da kein Aviv Geffen mit seinem Mähgesang nervt. In vielen komplexen, progressiven Passagen erkennt man wieder Stevens Hauptband Porcupine Tree. Selbst Bass Communion und IEM schimmern hin und wieder durch. Diese musikalische Vielfalt wirkt aber keineswegs erzwungen oder aufgesetzt, sondern ergibt sich einfach und ist sehr stimmig und mit der Zeit offenbahrt sich dann auch das monumentale Gesamtbild dieses Werkes und alles ergibt plötzlich einen Sinn.

"Grace for Drowning" - ein idealer Opener, der stimmig in das Album einleitet. Sehr ruhig, sehr relaxt.
"Sectarian" - erste King Crimson Reminiszenzen, die Querflöte erinnert an alte Jethro Tull Scheiben, auf jeden Fall ziemlich jazzig und sehr heavy.
"Deform a Star" - eine wunderschöne Ballade, wäre ein Highlight auf jeder Blackfield Scheibe.
"No Part of me" - beginnt ganz gemächlich und endet doch ganz anders. Sehr progressiv.
"Postcard" - eine sich wunderbar verdichtende Ballade auf einem immer dichter werdenden Klangteppich. Sehr eingängig und besser als das gesamte letzte Blackfield Album.
"Raider Prelude" - erster Soundtrack-Song, der mich weder enttäuscht, noch irgendwie berührt, aber zumindest etwas Zeit zur Regeneration erlaubt.
"Remainder the black Dog" - im Mittelteil ziemlich abgefahren und extrem jazzig, endet der Song dann wieder so, wie er begann: ruhig und entspannt.
"Belle de Jour" - wie auch Disc 1 beginnt Disc 2 eher nachdenklich. Ein weiterer Filmmusiksong, diesmal aber mit mehr Tiefe und Wiedererkennungswert.
"Index" - die Lyrics passen sehr gut zur visuellen Umsetzung dieses Songs, der recht eigenständig und schwer zu beschreiben ist. Auf jeden Fall sehr gut gemacht!
"Track One" - Klingt wie der Soundtrack zu Hieronymus Boschs alptraumhaften Bildern. Hier werden Welten erschaffen und gleich darauf wieder zerstört.
"Raiders II" - ganz guter Song, wieder etwas jazzig, klingt auch ein wenig nach Porcupine Tree, aber mich nerven diese Chorsamples in diesem Song am meisten.
"Like Dust I have cleared from my Eye" - mit wunderschönen Harmonien findet das Album dann einen stimmungsvollen Ausklang.

Besser als Insurgentes, besser als "Welcome to my DNA" von Blackfield, besser als "The Incident" von Porcupine Tree".
Was mich etwas gestört hat, sind die Chorsamples bei "Sectarian" und "Raiders II". In Summe aber eine von Steven Wilson stärksten Veröffentlichungen und man fragt sich, wo díeser Mensch seine Kreativität hernimmt! Bleibt zu hoffen, dass es 2012 ähnlich erfolgreich läuft und wir mit Veröffentlichungen aus dem Hause Wilson beglückt werden.
Kaufen!
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22 von 25 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Schön und komplex aber nichts für Ungeduldige, 11. Oktober 2011
Rezension bezieht sich auf: Grace for Drowning (Audio CD)
Steven Wilsons zweites Soloalbum unter eigenem Namen >Grace for Drowning< klettert mit großartiger Cover- und Bookletgestaltung im üblichen Glover/Hoile Stil aus dem Briefkasten, sehr ästhetisch wenn auch Geschmackssache. Schon hier zeigt sich ein starker Zusammenhang zu Insurgentes, Wilsons 2009 erschienenem ersten Soloalbum.

Der erste Höreindruck war zunächst unübersichtlich, für ein Werk Steven Wilsons erscheint Grace for Drowning auf den ersten Blick ungewöhnlich unstrukturiert, wenn auch auf der intuitiven Ebene sehr schön und emotional sehr ansprechend. Stilistisch fusionieren die Jazz-Einflüsse des frühen Prog (hier zeigt sich jahrelanges King Crimson remixen) mit neo-romantischen Chor-Arrangements, filigranen Art-Rock Passagen und der Faszination mit Industrial und Noise die sich schon auf The Incident und Insurgentes zeigt. Einige instrumentale Teile erinnern an Vertreter der klassischen Minimal Music wie Arvo Pärt und Philip Glass.

Nach mehrmaligem Hören erschließt sich mir die Platte besser und besser. Wilsons Talent für lange, flache Spannungsbögen scheint mit seiner Vorliebe für kontrastreiche Strukturen und gigantischen Dynamikumfang in Konflikt, verbindet sich aber auf diesem Album ungewöhnlich gut. Das Ergebnis klingt gerade bei allem Genre-Widerspruch eben doch nach einer künstlerischen Einheit und, vor allem was die Schönheit der Melodien und Soundscapes angeht, unmisverständlich nach Steven Wilson. Die Kohärenz des Albums ergibt sich in erster Linie aus der Tongestaltung, den Texturen und der für Wilson typischen Verarbeitung von Stimmen und Gitarren.

Textlich ist Grace for Drowning Welten entfernt von der intuitiven Gestaltung von Insurgentes (und wie ich finde überlegen) aber dennoch nicht so konkret wie man es von Porcupine Tree gewöhnt ist.

Trotz der Gemeinsamkeiten mit anderen SW-Projekten ist Grace for Drowning ein selbstständiges Werk. Das Album erfordert Arbeit und Hartnäckigkeit vom Zuhörer und wird sich sicher nicht jedem eingefleischten Fan erschließen, es ist den Aufwand aber in jedem Fall wert. Um das Album in den Kontext zu rücken, empfiehlt sich eine Gegenüberstellung mit Opeth's Heritage.
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Was ist mir da bloß bislang nur entgangen?, 24. April 2013
Von 
Bernd Floyd "Kinkdyolf" (Westfalen) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)   
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Grace for Drowning (Audio CD)
Dieses Album von Steven Wilson ist 2011 erschienen. Mein Sohn hatte es sich sofort gekauft, fand aber bislang nicht so recht den Zugang zur Musik. Ich habe dann auch einige Hörversuche gestartet und auch mir erging es ebenso. Jetzt 2013 habe ich mir das 3. Album "The Raven That Refused To Sing (And Other Stories)" von Steven Wilson zugelegt und war sofort begeistert. Da habe ich nochmals den Versuch gestartet und mir "Grace For Drowning" sehr aufmerksam angehört. War es wirklich dasselbe Album, welches ich enttäuscht beiseitegelegt hatte? Diese CD bietet doch eine geballte Ladung an genialer Musik. Besonders der 23:21 Minuten lange Track "RaiderII" begeistert mich. Und solche Songs wie "Track One", "Deform To Form A Star" und "Pastcard" sind doch einfach nur unglaublich toll. Sehr intensive und abwechslungsreiche Musik wird hier geboten. Manchmal ist es doch notwendig die Bereitschaft zur intensiven Aufmerksamkeit mitzubringen. "Grace For Drowning" gehört zu den Alben, die einem nicht mal so eben im Nebenbei zugänglich wird. Musik ist ja sehr stimmungsabhängig. Musik ist sehr emotional und wird subjektiv wahrgenommen. So kann es geschehen, dass die selbst ausgewählte Musik, die aus den Lautsprechern zu hören ist, eben nicht den aktuellen Geschmack des Konsumenten trifft. Wahrscheinlich schreibe ich hier nichts Neues. Aber mit "Grace For Drowning" ist mir das vorgenannte Musikerleben noch einmal richtig deutlich geworden. Ich habe mir jetzt die CD gekauft und es absolut nicht bereut. Was ist mir da bloß bislang nur entgangen?
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Lizard 2, 6. Oktober 2011
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Grace for Drowning (Audio CD)
Also erst einmal: Verbeugung vor Steven Wilson! Hier liegt eine geradezu unglaubliche Doppel - CD vor.
Nicht allein die Tatsache, wieviel Musik Steven derzeit produziert, ist erstaunlich, "Grace for Drowning" spielt ganz sicher in einer ganz eigenen Liga, was Komplexität und Qualität von Musik betrifft und man wird ganz sicher kaum etwas gleichartiges im Bereich "Pop" in diesem Jahr finden. Also allein schon die CD des Jahres, was musikalische Komplexität betrifft.
Aber wie klingt das? Ganz einfach: ein wenig, wie King Crimson, aber eben auch, wie Steven Wilson. Es handelt sich hier keinesfalls um eine Kopie, dazu steht zuviel Eigenes im Vordergrund.
Aber: der Einfluss von "Lizard" ist unverkennbar, vor allem, wenn man sich einmal genau die wunderbare Flöte von Theo Travis in "Raider 2" genau anhört. Mal ganz zu schweigen von dem allgemeinen übermächtigen Einfluss der Musik der frühen Crimsos auf Steven Wilson. So ist das treibende, bedrohliche " Pictures of a City " immer wieder einmal herauszuhören und der Song " Lizard " selbst besonders die Flöte und der Schluss natürlich auch.
Aber wie gesagt: Hier handelt es sich nicht um ein Plagiat, dazu ist die Musik viel zu eigen und typisch Wilson.

Ich finde es unglaublich, erstaunlich und faszinierend zugleich, dass es 2011 jemanden gibt, der diese Art von Musik macht: unbequem, treibend, komplex und genial, offensichtlich nicht darauf bedacht, die Charts zu stürmen. Jemand, der versucht, Pop und Jazz zu verbinden, im Grunde ein Fusion Musiker, der es aber schafft, heutige und ganz eigene Elemente in diese Musik zu integrieren, wie zum Beispiel bei "Sectarian".
Angenehm fällt mir bei " Grace for drowning " auf, dass Steven Wilson auf die von ihm oft bevorzugten Hardrockriffs zu meist verzichtet, das waren Elemente, die mich persönlich bei Veröffentlichungen, wie "Arriving somewhere but not here" und besonders "Anestethise" ziemlich gestört haben.
Diese Doppel CD ist ganz sicher DIE Veröffentlichung im Jahr 2011, allerdings nur für Leute, die komplizierte Musik mögen. Für die besteht allerdings Kaufpflicht!
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Steven Wilson - Is anything left to say?, 5. Oktober 2011
Rezension bezieht sich auf: Grace for Drowning (Audio CD)
Wenn man sich in der Progressive-Rock-Welt tummelt, kommt man früher oder später um Steven Wilson nicht herum. Kopf der Band "Porcupine Tree", Duettpartner von Aviv Geffen in "Blackfield", ebenfalls eine kreative Hälfte von "No-Man", als Solo-Künstler unterwegs & auch noch in viele weitere Projekte teilsinvolviert wie "The Pineapple Thief" oder "Opeth". Man sieht also: Steven Wilson ist anscheinend mit seiner Musik verheiratet.
Könnte Anlass zu dem Gedanken geben, dass seine Musik früher oder später langweilig wird. Denkste, falsch gedacht! Nicht umsonst ist er seit über 3 Jahrzehnten in der Musikwelt unterwegs & er entwickelt sich immer noch weiter.
Was ich mir beim ersten Hören gedacht habe: Es klingt erwachsen. Die Gitarre & Klavier werden deutlicher eingesetzt, es ist definitiv kein Album zum rumspringen dazu, es ist gut für eine Tour geeignet, aber irgendwie doch sehr anders als sein erstes Album. Im Vergleich zu "Insurgentes" ist "Grace For Drowning" nämlich wesentlich ruhiger, wesentlich klarer, toll geeignet zum einfach zuhören (was "Insurgentes in keinster Weise schlecht sprechen soll).
Ich lege bei Musik immer sehr viel Wert auf gute Songtexte, deswegen mag ich Wilson auch so gern'. Immer kreativ, immer sinnvoll, immer irgendwo in der düsteren Ecke, aber immer toll anzuhören, so ist es auch hier der Fall.
Zugegeben, nicht jedes Lied auf diesen zwei Discs ist der absolute Obermegahammer, aber mal ehrlich, welches Album schafft das schon? (Für meinen Geschmack hatte das, von all meinen Künstlerfavoriten gesehen, bisher nur "In Absentia" von "Porcupine Tree" geschafft.)
Weiter bietet das Beilageheftchen & das Cover der CD einen kleinen Augenschmaus. Zusammen mit Lasse Hoile sind wunderschöne Bilder entstanden, die sich nahtlos gut in die Stimmung der CD einfügen.
"Grace For Drowning" ist nichts für den Mainstream-CD-Schrank, aber wer Wilson & seine Projekte mag, der wird auch das Album mögen.
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9 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Oh Mann, was für ein Sound, 25. Dezember 2011
Rezension bezieht sich auf: Grace for Drawing [Blu-ray] (Blu-ray)
So, ich werde jetzt hier nicht mehr lange auf die Musik an sich eingehen, viele haben schon Vieles Richtiges geschrieben. Ich lege einen Fokus auf den Surroundsound der BlueRay.

Here we go:
Ich hatte bereits die CD im Schrank (Auto/Phön) und war schon echt begeistert. Mmhh.. wie sieht es denn dann mit dem Sound auf einer BlueRay aus?! Dann war ich auf dem Konzert in Kölle Allaf im November und bin quadrophonisch auf das Feinste weggeblasen worden. Aus dem Gig kommmend war ich vollends überzeugt, dass sich die Anschaffung der BlueRay lohnen wird, also das Ding gekauft....

Das ist echt ein Hammer auf einer 5.1 Anlage. Samsung BDD mit Yamaha RXV und Canton-Movie MkII Speaker. Das ist dermaßen fett, das es einen weghaut (Kein Wunder, das der Onkel Steven kommenden Januar für den Grammy "bester Surroundsound" nominiert ist). Es lohnt sich auf jeden Fall.

Ach ja, als bekennender Fan von Steven's Porcupine Tree, Opeth und Blackfield war es ja klar, dass ich wohl vermutlich nicht ganz objektiv bin, aber sei's drum... Der Typ ist echt genial. Die Extras sind auch nett, ein paar Mixe in HighQuality und ein paar Videos sind eine Bereicherung der Scheibe.

Macht was draus, nörgelt an Kleinigkeiten oder geniesst.... Ihr seid am Zug
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9 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Unbeschreiblich schön und hochwertig!, 30. September 2011
Rezension bezieht sich auf: Grace for Drowning (Audio CD)
Nun ist sie da, die Scheibe, auf die ich mich dieses Jahr am meisten gefreut habe. Im Gegensatz zu anderen Künstler des Genres, die in den vergangenen Wochen ihre Neuveröffentlichungen präsentiert haben, braucht man sich bei Steven Wilson ja sowieso nie Sorgen zu machen. Das Einzige was mir jetzt Kopfzerbrechen bereitet: Wie beschreibe ich das Unbeschreibliche?

War das erste Soloalbum von Steven Wilson (Insurgentes, 2009) noch etwas näher an den Porcupine Tree Veröffentlichungen, so ist Grace for Drowning davon fast völlig losgelöst. Wilson bewegt sich über Genregrenzen hinweg und fernab der Fragen was erlaubt ist und was nicht. Er erschafft dabei Klangbilder die so komplex, mitreißend (klingt widersprüchlich, ist aber so) und progressiv sind, dass man als Hörer einfach nur staunt kann und seine helle Freude hat.
Wilson bleibt seiner bekannten Linie treu und man erkennt durchweg seine Handschrift. Trotzdem ist jeder Song erfrischend anders. Immer wieder begegnen einem spannende Elemente, Instrumente und unerwartete Effekte und Wendungen. Man findet man auf Grace for Drowning Songs die knapp drei Minuten kurz sind aber auch epischen Längen von 23 Minuten (Raider II - wahnsinns Song). Unterstützt wird er dabei von exzellenten Gastmusiker, wie zum Beispiel Jordan Rudess (Dream Theater).
Anspieltipps zu geben ist daher auch nahezu unmöglich. Wer sich "Sectarian", "Deform to Form a Star" und "No Part of Me" (bitte komplett) anhört, der bekommt einen guten Eindruck.

Müßig zu sagen, dass natürlich absolute Kopfhörerpflicht besteht, wer das ignoriert, der verpasst gut und gerne die Hälfte.

Ich habe mir die "Limited Edition" gegönnt. Von der "normalen" Ausgabe unterschiedet sie sich ledigllich in der Verpackung. Statt des einfachen Digipacks halte ich ein gebundenes Buch mit einem schön gestalteten 28 seitigen Booklet in der Hand.

Wie bewertet man ein Album, das keine Schwächen hat, niemals Langeweile aufkommen lässt, sehr intelligent ist und bei dem man das ehrliche Gefühl hat, dass es sich um Kunst handelt und nicht um ein "Produkt" handelt? Ganz klar, volle Punktzahl!
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