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47 von 47 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Großartiges anfänger- und handtaschentaugliches Kommunikationsgerät
Rezension zum Nokia N9

Meine vorherigen Handys waren Nokia E65 und das N900. Einen Vergleich zu Android oder iPhone kann ich also nicht bieten.

Warum habe ich mich für dieses Gerät entschieden: Zunächst mal finde ich einfach, dass Linux als freies System rockt. Und MeeGo ist (neben Openmoko) das offenste System was zu haben ist. Allein...
Veröffentlicht am 17. Juni 2012 von Ivy Lego

versus
13 von 27 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Gut für Smartphoneanfänger oder Freaks
Ich hatte das N9 jetzt 3 Wochen. Mir gefiel es Anfangs echt super. Die Verarbeitung, Design und Haptik sind absolut top. Das Display mit seinem Clear Black, wo der Hintergrund wirklich Schwarz ist, sieht schon toll aus, auch wenn die Subpixel weniger sind, als üblich und man dadurch ein wenig Schärfe, zumindest wenn man sich die Icons anschaut, vermisst...
Veröffentlicht am 3. Dezember 2011 von benthepen


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47 von 47 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Großartiges anfänger- und handtaschentaugliches Kommunikationsgerät, 17. Juni 2012
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension zum Nokia N9

Meine vorherigen Handys waren Nokia E65 und das N900. Einen Vergleich zu Android oder iPhone kann ich also nicht bieten.

Warum habe ich mich für dieses Gerät entschieden: Zunächst mal finde ich einfach, dass Linux als freies System rockt. Und MeeGo ist (neben Openmoko) das offenste System was zu haben ist. Allein das ist mir einen Hunderter wert.

Weiter ist es mir wichtig, dass ich selber verfügen kann, was für Software auf meinem Gerät läuft, auch dass möglichst nachvollziehbar ist das das Gerät und Programme nicht "nach Hause telefonieren" und Daten von mir ausplaudern.

Drittens ist mir bewußt geworden, dass sich auf solchen Geräten ganz schön viele Daten ansammeln, die wichtig und wertvoll sind: Kontaktdaten, Mails, Fotos, Dokumente. Meine Erfahrung ist, dass nur auf quelloffenen Systemen Daten wirklich langfristig nutzbar sind - zum Beispiel kann ich ein technisches Dokument, das ich vor 18 Jahren mit LaTeX in einer Fremdsprache geschrieben habe, heute noch mühelos öffnen oder auf einem modernen Drucker ausgeben, was mit Windows nicht möglich wäre.

Zu meinen Erfahrungen mit dem N900, ich war sehr begeistert davon, aber ich muss zugeben dass es ein Nerd-Gerät ist, das wohl Alltagstauglich ist sicher aber weniger praktisch zu handhaben als etwa ein iPhone.
Als im Alltag manchmal unpraktisch erwiesen sich die Akkulaufzeit, der hohe Stromverbrauch mancher Programme (Mail und WiFi) und die bi niedrigem Akkustand langsame und im Extremfall unzeverlässige Reaktion des resistiven Displays. Doch nun zum Nachfolger.

Das N9 ist in dieser Hinsicht eine ganz andere Klasse. Äußerlich ist es sehr schick und modern. Ich glaube, es käme auch gut mit einer Handtasche als Habitat zurecht. In der Bedienung ist es wohl eines der besten Handys was auf dem Markt ist. Da ist nichts nerdiges oder umständliches mehr dran - es ist _fast_ ein wenig zu glatt.

Aber ich fange mal von vorn an: Das N9 benutzt eine Micro-SIM Karte also mußte ich erst mal beim Handyshop vorbei wo man mir meine Prepaid SIM nett auf dieses Format zustanzte.

Beim ersten Starten muss man dann Uhrzeit / Zeitzone und Sprache eingeben. Also, ich war schon etwas irritiert dass man weder einen Rechner-Namen vergeben noch ein Root-Password einklickern muss..

Dann kommt ein Tutorial welches einem die Bedienung erklärt und auch gleich üben läßt. Ich habe zwar etwas Wurstfinger aber nach etwas Üben ging das ganz gut. Das Öffnen mehrerer Programme, umschalten und Schließen klappt genauso schnell wie auf meinem Laptop.
Das Einrichten der Konten war mühelos. dabei ist mir noch mal bewußt gewurden wie viele private Informationen da zusammen kommen: Bei mir sind es Google Talk, Skype, Twitter, Mail, das Account für den Nokia Shop sowie (als extra App) LiveJournal. Damit besitzt so ein Smartphone praktisch alle Schlüssel zur digitalen Identität.

Die whazapp (WhatsApp) fürs N9 kann man ja als kostenlose Open Source Version von SourceForge runterladen. Ich habe mich aber dagegen entschieden, nachdem ich beim Blick ins Forum festgestellt habe, dass diese App tatsächlich die ganzen Mailkontakte an die Hersteller von whatsApp übermittelt und somit meinen sozialen Graphen saugt. Das finde ich inakzeptabel. Meiner Meinung nach ist dass zuviel sensible Informationen, wenn heute schon geplant wird solche Daten zB zur Bewertung der Kreditwürdigkeit zu nutzen. Außerdem habe ich ja dazu auch kein Einverständnis von meinen Bekannten.

Und schließlich kann ich ja auch zB meine Skype-Kontakte manuell auf dem Handy mit meinen Telefonbuch zusammenführen, warum also so ein Abgriff?

Die sonstige Installation ging völlig problemlos - alles zentral in einem Konfigurationsprogramm das man durchgehen kann. An der Geschwindigkeit gibt es für mich nichts zu bemäkeln.

Was ich sehr ansprechend finde sind die Notifications auf der Homescreen wo man zB neue SMS, Mails und die Twitter-Timeline angezeigt bekommt. Das ist sehr gut gelungen, es läuft absolut flüssig egal wie viele Apps man offen hat. Man kann einstellen, wieviel Information bei gelocktem Display zu sehen ist. Und man kann auf Nachrichten direkt antworten.

Und das ist ein Punkt, den ich bei diesem Handy deutlich hervorheben möchte: Es ist auf die Kommunikation mit Leuten optimiert und integriert diese unglaublich gut.

Dann wollte das Handy sich erst mal updaten, was dank Flatrate ebenfalls Problemlos ging. Der restliche Bericht bezieht sich also auf MeeGo 1.2 (Harmattan).

Was etwas hakelig war, war die Einrichtung des W-Lans. Ich habe es erst mit WPA2 / prehared Key probiert und das ging nicht - authentification failure. Eine kurze Suche mit Google brachte dann die Lösung, es statt dessen mit WAP EAP type und Push-Button Methode zu probieren. Das ging dann. Kein großes Problem aber etwas nervig schon.

Das Synchronisieren der Kontakte und Termine von meinem altem Handy über Bluetooth ging völlig problemlos. Damit gibt es auch eine wesentlich einfachere Backup-Möglichkeit als als die überaus barocke Nokia PC Suite.

Sehr schön finde ich die Möglichkeit, jedem Kontakt einen eigenen Klingelton zuzuordnen, was beim N900 nicht ging.

Das GPS in verbindung mit den Offline-Karten von Nokia habe ich auf dem Weg zum Einkaufen getestet. Es ist im Vergleich zum N900 das manchmal halbe Ewigkeiten brauchte um sich einzunorden, sehr schnell und genau, ich habe keine Abweichung von mehr als 15 Metern gesehen.

Erst mal lernen mußte ich die Texteingabe mit Swype. Ich bin ja immer Fan einer Hardware-Tastatur gewesen. Die normale Bildschirmtastatur finde ich nicht ganz so gut weil ich eben leichte Wurstfinger habe und mich öfter mal vertippe. Swype kann man aktivieren, indem man nach entsprechenden Settings die Tastatur zur Seite wischt. Das funktioniert so, dass man mit einem Finger die Buchstaben die man haben möchte im Zickzack abfährt, für einen Großbuchstaben geht man kurz nach oben.
Im Gegensatz zur virtuellen Tastatur muss das jedoch nicht so genau sein und Swype erkennt trotzdem fast immer das richtige Wort, oder bietet es als Alternative an. Unbekannte Wörter kann das Programm "lernen". Mit ein wenig Übung geht das sehr schnell und macht auch Spaß. Es ist auch, das muss man eingestehen, für normalen Text und einer Eingabe mit dem Zeigefinger und das Handy in der Hand haltend, schneller als die Tastatureingabe wo man beide Hände braucht und mit dem Daumen tippt.

Also insgesamt eine beindruckend gut gemachte Kombination von Mustererkennung und Worterkennung.

Nun zu den Apps. Standardmäßig ist der Nokia Shop eingestellt und man kann sich die kostenlosen Apps filtern. Die Menge reicht jedenfalls für eine vielstündige Installationsorgie - bitte vorher ausreichend Pizza bestellen.

Als wichtig haben sich meiner Erfahrung mit dem N900 nach Funktionen zum Akku-Monitoring erwiesen, weil man lernen muss welche Programme zuviel Energie saugen. Dafür gibt es beim N9 zwei Programme, das eine zeigt den Füllzustand und ermöglicht es, den Power Save Modus einzuschalten. Das andere listet die aktuellen Top Energieverbraucher - sehr praktisch.

Zu den Apps kann man sagen dass es auch für das N9 mittlerweile alles Mögliche und Unmögliche gibt, von der Bible App und simsendem Babyphone bis zur Boobs Gallery.

Nach meinen Erfahrungen sind die Apps am nützlichsten die

- schnelle allgemeine Informationsbeschaffung erlauben
- Unterwegs und auf Reisen nützlich sind
- es ermöglichen eigene Information zu sammeln und zu organisieren

Um einen Einblick zu erlauben, hier einfach mal die Liste die bei mir Gnade gefunden hat:

(die eingebauten / mitgelieferten mit * markiert)

Eingebaut:

*User Guide
*Notizen
*Nokia Store

Grundfunktionen
---------------
*Telefon
*Webbrowser
*Suche
*Kontakte
*Mailprogramm
*Uhr
*Kalender
Call Recorder

Foto / Medien
-------------
*Kamera
*Bildbetrachter, Medienplayer

Netzwerk & Web
--------------
*Twitter
*Facebook :-P
*Skype
*YouTube
LiveJournal

Information
-----------
Wikipedia-Client - gut gemacht!
Wettermeldungen (AccuWeather)
QR-Code-Scanner
RSS-Feed-Reader

Unterwegs
---------
*Ovi Maps & GPS
Flight Mode
Bahn-Fahrplan
Kompaß
Taxiverzeichnis

Utilities
---------
Battery State / Usage
ToDo-Liste
Stop Watch
Wifi-Hotspot
Screenshot
SafeBox (Verschlüsselte Speicherung)
Reboot Button
Nachtuhr mit großer LED Anzeige
Webserver, mit dem man password-gesichert von jedem PC mit einem beliebigem Browser Daten abrufen kann (geht aber komfortabler mit SSH Daemon und Linux Datei-Manager oder WinSCP)

Geek Stuff
----------
Wissenschaftlicher Taschenrechner
Unix-Terminal (FingerTerm, was es ermöglicht kryptische Sonderzeichenfolgen wie ":(){:&:;};:" einzugeben)
Editoren: MeeTxtEdit, nano, vi
NFC Corkboard (liest und bearbeitet NFC
Tags in einer Art Pinwand)

Die zwei Apps, die ich vom N900 kenne und am bisher vermisse, sind:

- Mappero - das ist ein Kartenprogram das auf OpenStreetMap aufsetzt und Karten in hohen Auflösungen anhand einer vorher berechneten Route laden kann. Die OpenStreetMap Karten sind, besonders im Gelände und auf Wanderwegen, _wesentlich_ Detaillierter als die Ovi Karten.

Nachtrag: Mit CloudGPS gibt es einen sehr schicken OpenStreepMap / OpenCycleMap Client.

- Zim Desktop Wiki - Das ist ein kleines persönliches Wiki, welches angelegte Seiten im Textformat mit Wikisyntax speichert.
Das Programm gibt es auch zB für Ubuntu und man kann Seiten mühelos mit einem Versionskontrollsystem wie Mercurial oder git synchronisieren und verwalten.

Immerhin ist ein Port von Conboy (ein Clone vom Ubuntu Tomboy) für Harmattan in der Mache.

- Noch nicht installiert habe ich Evopedia, das ist ein Wikipedia Offline Reader. Mal sehen ob ich dazu komme.

Zusätzlich gibt es die Nokia Link Software, die man sich wohl sparen kann, da ihr Mehrwert nach einhelliger Forenmeinung gleich Null ist. An seine Daten und Backups kommt man ja problemlos über USB im Massenspeicher-Modus heran - auch einer der großen Vorteile eines offenen Systems mit transparenten Linux-Dateistrukturen.

Nach alldem war ich ein bißchen enttäuscht - das Gerät fühlt sich wie ein tolles und äußerst einfach benutzbares Smartphone an, aber den "Geek Feel" des N900 hat es erst einmal nicht. Man sieht eigentlich nichts davon, dass es ein Linux-Gerät ist!
Um an den Linux Unterbau heranzukommen, muss man zwei Dinge tun: Ein Terminal installieren - ich habe FingerTerm ausgewählt, das eine große Bildschirmtastatur im Hintergrund anzeigt.
Für den Zugang von außen findet man im Nokia Store einen SSH Server.
Außerdem muss man bei den Settings den Developer Mode aktivieren. Ist das geschehen, so kann man im Terminal "devel-su " angeben, Password "rootme" und man ist root. Nun kann man zB mit

"apt-get install python"

Software installieren genau wie bei Debian oder Ubuntu. Wenn man als root "passwd user" eingibt, kann man mühelos einen ssh-Zugang via WLan etablieren und zB eigene Python Programme kopieren - mit anderen Worten, man hat ein vollwertiges Linux-System, das einem Laptop in der Geschwindigkeit wenig nachsteht. Der Zuriff über ssh ist auch ein super bequemer Weg um übers WLAN an die Dateien auf dem Handy zu kommen, wenn das Handy z.B. die IP-Adresse 192.168.97.3 hat, tippt man einfach im Linux-Dateibrowser "sftp://user@192.168.97.3/" und gibt dann das oben vergebene Password ein - schon hat man seinen Netzwerkordner offen.

Zum Development Kit, welches einen Zugang über VNC benutzt, kann ich nichts sagen, ich werde aus Zeitgründen nicht dazu kommen, es zu testen. Was aber gerade für Programmieranfänger interessant sein könnte:

Auf dem N9 laufen ARM-Binaries von Programmen in Go, die z.B auf einem Ubuntu-System compiliert wurden, anstandslos. Go ist eine schlanke, hoch produktive Sprache, mit der es großen Spaß macht zu arbeiten.

Als den "schlimmsten" Kritikpunkt sehe ich das hakelige WiFi Setup an. Nachtrag: Weiter ist mir aufgefallen, dass bei den Messages manchmal Kontakte als doppelt angezeigt werden (hängt vielleicht mit Klingeltönen zusammen), und dass der Audioplayer manchmal verschwindet wenn ich über Bluetooth Musik höre und ihn in den Hintergrund wische.

Meine Wunschliste an die MeeGo-Entwickler und Nokia:

- Mailclient mit Unterverzeichnissen und PGP Verschlüsselung wie claws-mail

- Ich fände immer noch eine Hardware-Tastatur toll. Vielleicht eine Docking-Tastatur wo man das Handy reinstecken kann.

Ausserdem fände ich eine bessere Integration mit Debian gut sowie einen stärkeren Datenschutz mit Verschlüsselung wichtiger Daten und einer Rechteverwaltung, welche den Zugriff von Apps auf Daten wie Adressbücher oder Fotos restriktiver regelt. Nachtrag: Wie ich inzwischen herausgefunden habe, wird "Application Security" so umgesetzt, dass "private" Daten von Applikationen mit einem kryptographischen Dateisystem namens aegisfs gespeichert werden - andere Applikationen können diese nicht sehen. Hier bietet der Linux-Unterbau noch eine Menge Möglichkeiten, zu denen die GUI keinen Zugang gibt, wie Verschlüsselung von Dateien (ccrypt) oder Verzeichnissen (encfs).

Zur Akkulaufzeit (Nachtrag): Die hängt natürlich wie immer stark von der Nutzung ab. Der zweite wichtige Faktor ist natürlich die Qualität der Software, die ungenutzte Komponenten der Hardware automatisch abschalten muss und im Hintergrund keine Endlosschleifen ausführen darf. Bei mir reichen ca. 60 % der Akkuladung für einen langen Arbeitstag und zwei bis drei Stunden Surfen. Auch bei intensiver Nutzung komme ich auf eine Nutzungsdauer von ca. 24 Stunden, wenn ich nebenher zum Beispiel arbeite. Bei geringer Nutzung reicht der Akku locker für zwei Tage, und zwar ohne dass man ständig neu starten oder Programme beenden muss - die Programme verhalten sich alle brav.

Somit würde ich sagen, dass dieses Gerät geignet ist für:

- Leute die ein besonders schickes Phone haben möchten mit dem sie sich ein klein wenig von den iPhone-Nutzern abheben möchten.

- Anfänger, die zum ersten Mal ein Smartphone haben und in erster Linie telefonieren und Netzwerke wie Twitter und Skype integriert benutzen wollen.

- Fans offener Systeme.

- Leute wie zB Anwälte oder Journalisten, die gesteigerten Wert auf ihre Privatsphäre legen (müssen).

- Leute die gerne mit ganz wenig Aufwand ihr Handy programmieren möchten.

Zum Schluß noch eine Bemerkung zu dem angeblich toten System, das bei näherem Hinsehen ziemlich munter ist. Ob Nokia sein Engagement für MeeGo weiter führt ist nun bekanntlich fraglich, was angesichts des beachtlichen Erfolgs des N9 ja auch ein wenig irrational ist.

Natürlich würde ich es sehr begrüßen, wenn der Nokia-Aufsichtsrat seine Geschäftspolitik mal überdenkt. Die Vorgänge erinnern ja irgendwie an südamerikanische Bananenrepubliken welche an strategisch wichtigen Landengen liegen.

Andererseits aber ist MeeGo Harmattan vor allem eine (super gemachte) Benutzeroberfläche für ein Grundsystem, welches durchgängig auf Open Source basiert und somit selbst bei einer feindlichen Übernahme von Nokia nicht platt gemacht werden kann. Für die Vorläuferversion Maemo gibt es mittlerweile eigene Community-Builds. Es gibt auch beispielsweise bei DSL-Routern oder Settop-Boxen zahlreiche Fälle, wo die Community mit
freier Firmware die Funktionen eines Gerätes wesentlich weiter entwickelt hat, wie FreeWRT und Alt-F.

Von daher denke ich, dass MeeGo durchaus länger Bestand haben könnte als Nokia.
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46 von 49 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Gegen den Strom, 13. Dezember 2011
Von 
C. Michel (Sevilla, Spanien) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Nokia N9 Smartphone (9,9 cm (3,9 Zoll) Display, 16GB, Touchscreen, 8 Megapixel Kamera) [EU-Import] schwarz (Elektronik)
Ein Schmuckstück!

Mal abgesehen von dem einzigartigen Design und tiefschwarzen Display hat es in meinen Augen folgende Stärken.
- Echtes Multitasking, wobei man bei Ovi Karten und den Navi einen GPS Sparmodus einstellen kann um den Akku zu schonen
- Indiziertes Dateisystem mit Echtzeitsuche in allen Dateitypen die auch sofort ausgeführt bzw. bearbeitet werden können. (Songs, Clips, Docs, SMS, Mails, Kontakte und und und)
- Vollintegriertes Skype
- Musik und Viedeos lassen sich mit dem Windows Mediaplayer syncronisieren.
- Ovi Karten und Navigation sind zwei unabhängige Apps so kann man ohne den Navimodus zu unterbrechen sich auf der Karte umsehen und nach POI und Umleitungen umsehen. So was habe ich bei meinem Garmin Nüvi während einer Vollsperrung der Autobahn mit anschließendem großräumigen Verkehrscaos schwer vermisst.
- Beliebig viele Kalender mit Erinnerungs- und Wiederholungsfunktion.
- Progammierbarer Wecker

Leider hat Nokia das Gerät etwas halbherzig auf den Mark gebracht. So fehlen noch diverse Apps und Funktionen.
Der vorhandene FM-Empfänger wird nicht genutzt. Ebenso die Frontkamera.
-Im Musikplayer kann mankeine eigenen Playlisten erstellen.
- In der Navigation fehlen Funktionen wie schnellste /kürzeste Route, Geschwindigkeitsbegrenzungen usw. (eben all das was die Symbian Nokias schon können)
- Es fehlt ein kleines Office-Paket
- Kein Copy Paste im Webbrowser.

Ich hoffe Nokia erkennt noch was für ein heißes Eisen sie da ins Feuer gelegt haben ohne es richtig auszuschmieden. Wäre echt eine Schande wenn da nicht noch ein paar Updates nachgelegt werden.

Zum Schluss noch ein paar Tipps. Auch wenn mein Gerät sauber läuft und nicht abstürzt, habe ich mir eine Reboot App installiert und führe sie alle paar Tage aus. Geht sehr schnell und erfordert keine neue Pin Eingabe.

Aus den in den Kontakten abgelegten Adressen kann man direkt Ovi Karten bzw. die Navigation starten. Für POI-Suche online gehen und mehr Details zu erhalten.
Wenn man mal eine Funktion vermisst, einfach mal den Finger an entsprechender Stelle länger auf das Display drücken. Da tun sich ganz neue Möglichkeiten auf.

Mit Apps sieht es noch nicht ganz so rosig aus aber viele fleissige Nerds arbeiten dran. Folgende habe ich schon drauf und nutze sie regelmäßig
FM-Radio (leider noch sehr einfach gehalten aber funktiert)
IP-Radio
Filebox
Taschenlampe
Reboot
Dropbox
Stopuhr

Das N9 ist die schönste Art dem Apple-Mainstream die kalte Schulter zu zeigen.

Getoppt von den ratlosen Gesichtern wenn man die Frage ob es sich denn bei dem Gerät um das neue Lumia handele, mit einem frechen Nein anwortet, sich rumdreht und einfach geht.

--
Von meinem Nokia N9 gesendet
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7 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Flagschiff der blockfreien Smartphones, 21. Februar 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Nokia N9 Smartphone (9,9 cm (3,9 Zoll) Display, 16GB, Touchscreen, 8 Megapixel Kamera) [EU-Import] schwarz (Elektronik)
Zunächst: ich bin kein Experte für Smartphones und Computer. Was ich schreibe sind die Eindrücke eines wenig Technikaffinen Benutzers. Für das N9 gibt es hier bei Amazon eine sehr lange und, wie ich finde, sehr gute Rezension von einem offensichtlichen Experten. Meine Rezension soll die irrationalen Larifari-Aspekte abdecken.

Für dieses Smartphone habe ich mich vor allem aus sentimentalen Gründen entschieden: das letzte unabhängige Nokia, und das einzige, das das moribunde Nokia-eigene Betriebssystem Meego bekommen hat, bevor Windows einzog. Ein Vanitas-Handy, ein Memento-Mori Spielzeug. Hinzu kommt ein vages Bedürfnis, meine diversen Daten zu streuen, anstatt sie bei nur einer Datenkrake zu konzentrieren. Meine Daten möchte ich weder Apple noch Google geben, also ist ein System, das von seiner eigenen Mutter (Nokia) ausgesetzt wurde, aus Datenschutzgründen bestimmt nicht die schlechteste Wahl.

Aber zunächst zum Äußeren: es sieht sehr edel aus, liegt angenehm schwer in der Hand. So eine Liebe zum Detail. Das Glas ist an den Rändern ein wenig gebogen, sodass der Übergang Display-Gehäuse fließend ist. Da der Körper aus einem Stück gefertigt ist und der Akku fest verbaut ist, hat das Gerät überhaupt keine Möglichkeit, irgendwo zu knarzen. Die Farben sind angenehm farbig und das Schwarz des Hintergrundes ist angenehm schwarz.

Zum Inneren: Meego ist wieder eines dieser Beispiele für Sachen in dieser Welt, die fantastisch sind, aber trotzdem scheitern, indes mindertaugliche Konkurrenten sich durchsetzen. Mit Android kann ich umgehen. iOS ist so intuitiv, dass ich damit überhaupt nicht zurechtkomme. Meego durchschaut man nach drei Minuten und wundert sich dann, wie es überhaupt anders sein könnte. Ein wirklich sehr gelungenes Betriebssystem. Und das Auge swiped definitiv mit.

Die App-Situation ist bei diesem toten Ecosystem natürlich sosolala. So wie ich verstehe wurde das N9 in "Schlüsselmärkten" wie USA, Großbritannien und Deutschland gar nicht erst offiziell verkauft, da man die neuen Lumia-Windows-Modelle nicht gefährden wollte. So kam das Gerät anscheinend vor allem auf "sekundären Märkten" heraus, GUS, Naher Osten und Lateinamerika. Wenn man sich die Bewertungen der Apps ansieht, so sind diese entweder auf Russisch, Arabisch oder Spanisch, mit ein paar Indisch-Englischen Einschüben. Auffällig ist auch, wie viele Koran-Apps es gibt.

Zum Glück sind schon viele nützliche Programme vorinstalliert. Die Hälfte davon habe ich wieder gelöscht. Leider kann man Twitbook nicht löschen - mit der Zeit werde ich mir die Expertise aneignen, um auch diese zu eliminieren, aber das dauert noch. Schade, dass es nicht einfach so geht.

Wer ein schönes und hochwertiges Handy sucht, liegt hier gut. Wer mit Apps nichts anfangen kann, auch. Es ist ein blockfreies Handy: Neue Apps werden für Android oder iOS geschrieben. Meego ist tot. Natürlich lebt es in Sailfish OS weiter, aber das ist eine andere Geschichte. Wer gerne daddelt und Apps herunterlädt, sollte sich was anderes suchen. Jenseits von Apps ist das Gerät aber fantastisch: gute Kamera, guter Musikplayer, gutes Betriebssystem, exzellente Verarbeitung. Am wichtigsten für mich aber ist, dass meine Bewegungen und mein sozialer Graph nicht schon ab Werk bei amerikanischen Großkonzernen landen. Das macht das Nokia N9 zu einem wirklich besonderen Gerät, das mir hoffentlich lange erhalten bleiben wird.
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7 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Nokia N9 16 GB, 5. Mai 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Nokia N9 Smartphone (9,9 cm (3,9 Zoll) Display, 16GB, Touchscreen, 8 Megapixel Kamera) [EU-Import] schwarz (Elektronik)
Ich habe schon einige Smartphones getestet (Danke an Amazon für die Umtauschmöglichkeiten!) und bei Bekannten erleben dürfen. Meine Familie haben alle Samsung. Android und Symbian ist nicht mein Fall. Ich laufe nicht gerne an einer Leine. Genervt hatte mich am meisten die ständige Anmelderei bei allen Diensten, der Abgriff meiner persönlichen Daten und Kontakte. Der angefressene Apfel ist noch schlimmer und mir das Geld nicht wert.

Und als ich alle Rezensionen von Nokia N9 gelesen hatte war mir klar: auch testen. Und was geschrieben wurde, werde ich nicht noch mal wiederholen. Das Handy ist top. Die beigelgte Schutzhülle sucht seinesgleichen - sie liegt wie eine 2. Haut um das Handy. Das Wackeln der Tasten, wie in anderen Rezensionen beschrieben, wird durch die Schutzhülle unterbunden. Da klappert gar nichts mehr - also die Entwickler haben sich was dabei gedacht. Hut ab!

Hervorzuheben ist noch die absolut gelungene Navigation - auch Offline.
Das App Swype zum Erstellen der SMS ist der Hammer.
Die W-LAN Anbindung funktionierte auf Anhieb und wenn ich außerhalb unterwegs bin nutze ich die Anbindung über meinen Provider. Positiv hierbei: schließe ich das Internet geht die Verbindung automatisch aus. Klasse!

Einziger Kritikpunkt, der mich wirklich sehr nervt, ist die Tatsache, dass die Schrift der (einkommenden) SMS nicht vergrößert dargestellt werden kann. Gerade bei diesem Modell, dass für Kommunikation prädestiniert ist und ein 3,9 Zoll-Display besitzt, demnach genug Flächhe zur Darstellung hat, ist mir das unbegreiflich. Hat da jemand eine Abhilfe? Habe keine Lust mein Gerät zu tweaken. Eine Notiz kann ich in der Größe der Schrift fast zur Unendlichkeit für Blinde erstellen. Wieso das?

Positive überrascht hat mich eine Anbindung per Bluetooth und/oder USB und WIN 7 mit Nokia Link, Nokia Suite und Nokia PC Suite (mehrere SMS schreiben ist für mich tagtäglich unerlässlich und funktioniert tadellos). Negativ überrascht hat mich die Tatsache, daß kein Programm in der Lage ist, mein Handy mit Nokias eigener App-Store zu befüllen. Von den angegebenen 16 GB verbleiben knapp die Hälfte - somit nur ein Bruchteil. Schade.

Aber ich kann alle Rezensenten hier verstehen, die das Gerät als DAS Handy schlechthin bezeichnen und es ist schön, daß es noch Menschen gibt die Qualität von Kommerz unterscheiden können und dies auch so wollen. Alles funktioniert ineinandergreifend, was Hardware und Software angeht. Es ist nicht perfekt, aber die kleinen Mängel kann ich getrost verschmerzen. Dass das Handy zu diesem Zeitpunkt nicht mehr State of the Art ist, stört mich absolut nicht. Aussehen und die Software auf Basis von Linux (allein das ist schon super) macht es auf lange Zeit noch einzigartig. Nokias Lumia 800 ist (Windows Phone-Software sei dank) bei weitem kein vergleichbares Handy. Verstehen muss ich Nokia mit der N9-Strategie ja wohl nicht.

Nachtrag Okt. 2013 Das Handy zeigt noch immer keinerlei Mängel, weder in der Bedienung noch in der Ausführung. Interessanter Weise kann ich neuerdings über Nokia Link, Nokia Suite oder Nokia PC Suite keine SMS mehr über meine Computer absetzen (weder BT noch über USB-Kabel). Wohl aber alles Andere und Termine mit Outlook synchronisieren. Eine Tastatur kann ich als Vielschreiber per Bluetooth einbinden, funktioniert aber nicht so wie gewünscht. Also Weiterswypen...

Nachtrag Apr. 2014 Muß nochmal nachlegen, da ich immer noch begeistert bin. Habe mittlerweile noch ein nagelneues 64 GB-Modell über Ebay ersteigern können, weil ich Musik bis zur Vergasung höre. Habe mir noch die App runter geladen, um mit dem Lautstärkeknopf die Kamera auslösen zu können. Sehr praktisch, mutiert das Handy somit zu einem echten Kameraersatz.

Zu Whatsapp möchte ich auch noch mal was loswerden: Hat eigentlich schon mal jemand bemerkt, das es für fast alle Handyverträge ab 20 Euro eine SMS-Flat gibt? Frag ich nur mal so - es scheint niemanden zu stören, das Whatsapp sich schon BEIM HERUNTERLADEN auf das Handy sämtliche Kontaktdaten abgreift. Mich würde das stören. Und seit dieser Woche gehört Whatsapp zu Facebook. Da frag ich mich, was da noch so gehen wird...Natürlich hält sich Zuckerbergs Mannschaft an die vom Gericht auferlegte Datenschutzklausel, ist ja wohl klar.

Und gerade auch deswegen, kann ich jedem, der noch auf der Suche nach einem stabil laufendem Handy ist (das tatsächlich mit einer Hand bedient werden kann!), dieses Teil empfehlen. Für App-Junkies gibts dann die anderen Geräte. Auch gut - keine Frage, halt nur nicht N9. Und auf Grund von 5-Sterne-Rezensionen im Jahr 2014 kann ich nur hoffen, daß es noch lange genügend Geräte gibt.
"Grilly 21" schrieb im Febr. 2012 in seiner Rezension:" wenn man dann wieder ein anderes Handy nutzt kommt man sich irgendwie um Lichtjahre zurückversetzt vor." Er trifft den Nagel auf den Kopf.
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8 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Das beste Telefon von Nokia des letzten Jahrzehnts, 12. Januar 2012
Dies ist ohne Frage das beste Telefon das Nokia seit 10 Jahren herausgebracht hat. Besser auch als mein altes Samsung Galaxy i9000, welches schon ziemlich gut war. Das MeeGo Betriebssystem des N9 ist für mich aber ohne Frage besser als Android. Dazu ein sehr guter Formfaktor, die Batterie hält lange, das ganze Telefon fasst sich edel an, verhält sich super im Übergang zwischen WLAN, GPRS, 3G... etwas wo Android oft hakte.

Einziges Manko: Es gibt weniger Apps als auf Android, für die wichtigsten Dinge habe ich habe ich aber Lösungen gefunden.

Daher trotzdem fünf Sterne.
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31 von 34 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Eine echt positive Überraschung!, 31. Oktober 2011
Ich hatte seit 2 Jahren ein Nokia N900 und trotz der schwächen hielt ich bisher daran fest, da ich keine wirkliche alternative mit ähnlich hohem Funktionsumfang am Handymarkt sah. Ich hatte bisher div. andere durchprobiert, unter anderem das Samsung Galaxy S2, ein HTC 7 Pro und Nokia N8 aber keines konnte mich bis ins letzte Detail überzeugen.

Ich habe das Nokia N9 bestellt da auf dem Gerät "MeeGo 1.2 Harmattan" läuft, das Nachfolgersystem meines heissgeliebten Nokia N900 mit maemo 5 als Betriebssystem. Beim N900 hiess es noch es wäre hauptsächlich ein System für Entwickler und Bastler, der Nachfolger würde auf dieser Basis weiterentwickelt und wäre dann aber "ENDKUNDENTAUGLICH" - mir schwante schlimmes und mit entsprechend mulmigem Gefühl bestellte ich das N9. Und was muss ich sagen nach 3 Tagen Benutzung? ICH BIN BEGEISTERT und echt überrascht!

Die Bedienung wurde komplett umgekrempelt und ist absolut traumhaft, die Kamera ist ausreichend gut, mit 64GB Speicher hab ich noch genug Platz für zukünftige Verwendungszwecke, ich kann das Gerät als USB stick an den PC anschließen und brauch keine Software die mich in der Benutzung einschränkt wie beispielsweise Zune oder iTunes, das Multitasking über die Swype gesten ist phänomenal einfach und flüssig und obendrein sieht das Gerät echt spitze aus. Ich hatte mich sogar schon bei anderen geräten erwischt am Bildschirmrand die aktuell laufende Andwendung bei seite wissen zu wollen. Einfach, Eingängig, Intuitiv. Ich bin mir sicher das dieses Konzept in kurzer Zeit auch bei systemen wie Android, Windows Phone oder iOS auftauchen wird.

Die Verarbeitung ist sehr gut, da das Gehäuse aus einem einzelnen stück gearbeitet wird gibt es keine unnötigen spalten an dem man sieht wo es verschraubt worden wäre oder sonst was. Und es macht einen recht stabilen Eindruck.

Positiv:
+ Multitasking (6 oder 20 offene Programme, es macht nicht wirklich einen unterschied)
+ Verarbeitung
+ Bedienungskonzept
+ Geschwindigkeit
+ echtes Linux Betriebssystem mit Paketmanagement und Terminal falls man mal mehr herausholen will
+ die bisher verfügbaren Applikationen sind überraschend gut, ausgereift und zahlreich für so ein junges System
+ die virtuelle Tastatur mit haptischem Feedback überzeugt, wahlweise zusätzliche Coursortasten sollen per Update folgen

Neutral:
~ Kamera (die des Nokia N8 ist immernoch unschlagbar gut)
~ Der integrierte Browser bietet keine Möglichkeit Text zu markieren und zu kopieren (kommt aber noch eventuell per Softwareupdate) - Ich werd demnächst aber noch den Firefox und den Opera browser ausprobieren. Eventuell können die diesen Mangel ausgleichen

Negativ:
- schaue ich ein video an und wische es bei seite um kurz zu gucken was für ne SMS rein kam pausiert das video (in supportforen wird das als gewünschtes feature bezeichnet, ich finde es meganervig - bei meinem Nokia N95 war das besser gelöst)
- ungewisse Zukunft des Systems innerhalb von Nokia - aber erstmal hab ich mein Traumhandy auch wenn das einem doch ein wenig Kopfzerbrechen macht, aber der Markt ist ja sehr schnelllebig

Es gibt noch ein paar Softwareschwächen die hoffentlich bald ausgebügelt werden, doch unterm strich für mich aktuell das beste am Markt erhältliche Gerät. Und aufgrund des genialen Konzepts mit dem wischen für das Multitasking, der verfügbarbeit von Qt und QML und dafür das es eine eigenentwicklung aus dem Hause Nokia ist und nicht irgendwo zugekauft oder kopiert wurde bekommt das Handy sogar noch einen Bonuspunkt. Daher auch volle 6 von 5 Sternen! ;-)

Ich hoffe jetzt das es bis in 2 Jahren wieder was ädequates gibt, muss ja nicht unbedingt von Nokia sein auch wenn es dank so überzeugender Hardware wirklich wünschenswert wäre.

Schade das man das Gerät aktuell noch selbst importieren muss wenn man es in Deutschland bekommen möchte. Meiner Meinung nach sollte es Nokia weltweit anbieten und den Kunden selbst überlassen ob sie lieber MeeGo oder Windows Phone auf Ihrem Smartphone haben möchten.
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5.0 von 5 Sternen Ein geniales Teil!, 8. Juli 2013
Von 
Uwe Scholz (Langen (Hessen)) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Nokia N9 Smartphone (9,9 cm (3,9 Zoll) Display, 16GB, Touchscreen, 8 Megapixel Kamera) [EU-Import] schwarz (Elektronik)
Ich besitze das Nokia N9 jetzt seit einer Woche und muss sagen, es ist einfach klasse! Die Verarbeitung ist super, die drei Seitentasten sitzen perfekt und das Smartphone selbst ist ein richtiger "Hingucker". Die knackigen Farben des AMOLED-Displays sind super.

Da dies mein erstes Smartphone ist, kann ich keinen Vergleich zu Apple- oder Android-Produkten geben. Aber ich empfinde die Steuerung des N9 über Wischgesten als absolut gelungen und habe mich damit sehr schnell anfreunden können. Die Menüs und Einstellungen sind sehr übersichtlich und immer schnell zu erreichen. Auch zwei Jahre nach der offiziellen Vorstellung des N9 ist es damit immer noch auf der Höhe der Zeit. Evtl. gibt es Telefone mit besserer Kamera, aber die im N9 eingebaute ist für fixe Schnappschüsse allemal geeignet.

Echtes Multitasking ist mit dem N9 perfekt möglich: Es können gleichzeitig mehrere Programme gestartet werden und mit nur zwei "Wisch-Gesten" kann man sofort sehen, welche Software gerade geöffnet ist, andere Programme starten, Einstellungen tätigen, etc. Das geht auch wirklich flüssig, mit nur sehr geringen oder fast gar keinen Wartezeiten.

Die im App-Store von Nokia verfügbaren Apps sind für meine Ansprüche absolut ausreichend - es werden bereits viele Bedürfnisse mit kostenlosen Apps erfüllt, es lohnt sich, hier mal vorbeizuschauen. Bereits vor dem Kauf des Smartphones kann man online schauen, was es alles gibt. Eine Killeranwendung ist natürlich die Nokia Navigationssoftware (schon vorinstalliert), die ohne laufende Internetverbindung funktioniert (man muss sich nur einen Nokia-Account einrichten, benötigt diesen aber später nicht nocheinmal).

Das N9 wird mit der aktuellsten Version des Nokia MeeGo Betriebssystems MeeGo PR1.3 ausgeliefert.

Der Kauf des N9 hat sich für mich auch wegen des günstigen Preises (derzeit 227Euro) wirklich gelohnt und ich bin sehr zufrieden. Einziger Wermutstropfen: Wenn man im Internet nach Hilfe sucht, landet man mitunter schnell auf englischen Seiten (Ausnahmen bestätigen die Regel), da MeeGo nicht mehr aktiv von Nokia weiterentwickelt wird. Dies ist für mich aber kein Nachteil und mindert die Qualität dieses genialen Telefons nicht.

Nachtrag 1: Nur um nichts falsch zu verstehen - Natürlich sind alle Menüpunkte im Handy deutsch, wenn man es richtig einstellt.
Nachtrag 2: Nach ein paar Wochen ist mir aufgefallen, dass man Kartenmaterial auch über die Nokia Suite installieren kann. Klasse!
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4.0 von 5 Sternen Schon ein schönes Gerät, 29. Mai 2013
In unserem Technik-affinen Haushalt haben wir seit langem eine ganze Reihe von Notebooks, Tablets, Ipods und Smartphones. Betriebssysteme von Windows, Windows Mobile, Android, Ubuntu, Webos, IOS und eben auch das Nokia N9.
Der einzige Schwachpunkt ist aus meiner Sicht tatsächlich der Akku, dafür einen Punkt Abzug.
Sonst findet man alles in Shop und in der Community was man so zum Arbeiten braucht. Sync's sind kein Problem, über Win7 mit der alten nokia Software, sonst caldav und carddav. Webdav kann es auch und cloud und social media.
Die Daten aus meinem WM 6 HTC HD2 waren in 0,nichts über Bluetooth auf dem N9, sonst gibt es auch alle Möglichkeiten.
Unter der Haube läuft Linux debian.
Die Kamera ist nicht so gut wie beim HTC one, auch die Bildschirmauflösung ist geringer. Dafür kann man das Gerät mit einer Hand bedienen und es passt in die Hemdtasche.
Die Datenübertragung als usb-Laufwerk auf den internen Speicher ist sehr schnell.
Die 64 Gb sind o.k.
Ich fand auch WiMo nicht schlecht, da konnte man sein Gerät sehr gut individualisieren.
Von der Bedienung kommt das N9 dem Webos sehr nahe (Meine über 70 Jährige Mutter kommt mit Ihrem Webos-Tablet sehr gut zurecht).

Das Wichtigste aber:
Ich werde nicht ständig genötigt, jedwede Aktivität über Google-Server laufen zu lassen. Auch Apple ist hier keine Alternative.

Fazit:
ein Handschmeichler für Nutzer und Nerds
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5.0 von 5 Sternen Klasse Teil, 4. Juli 2012
Rezension bezieht sich auf: Nokia N9 Smartphone (9,9 cm (3,9 Zoll) Display, 16GB, Touchscreen, 8 Megapixel Kamera) [EU-Import] schwarz (Elektronik)
Ich habe dieses absolut überragende Smartphone zwar wo anders gekauft, konnte dort leider keine Rezension schreiben, weil die das Gerät aus dem Sortiment genommen haben (keine Ahnung warum).

Pro:
+ Klasse Handling - richtige Größe, Gewicht und die Wertigkeit stimmt
+ super Bedienung - alles sehr schlüssig
+ Swipen ist wirklich klasse - wollte danach das Firmen iPhone auch so bedienen und wurde leicht zurückgeworfen, als ich wieder mit dem Knopf rumobern musste
+ sinnvolle Apps sind in (für meinen Geschmack) absolut ausreichender Zahl vorhanden
+ Navigationssoftware ist einfach klasse
+ Display absolut top
+ Akkulaufzeit (bei mir) mit W-LAN aktiviert 1,5 Tage und rein als Telefon ca. 4 Tage (ein paar SMS geschrieben)
+ Facebook, Skype, Twitter, Outlook / Exchange, SIP, GMail und youtube alles vorinstalliert - wazapp kann man noch nachinstallieren
+ Kamera / Videofunktion ist super - blitz ist sehr hell - Qualität Top!
+ Empfang ist wesentlich besser als beim iPhone oder HTC
+ Geschwindigkeit ist (trotz des "nur" 1GHz CPU) überraschend flüssig
+ sehr Coole Features für Developer (von VNC bis SSH alles dabei)

Contra:
- W-LAN Empfang ist schlechter als beim HTC Desire
- manche drittanbieter Apps (z.B.: Panorama Foto irgendwas) weigern sich manchmal auf das "Programm-Schließen-Swipe" zu reagieren (liegt aber nicht am Telefon)

Ich frage mich echt, warum Nokia auf Windows setzt und nicht dieses Teil vermartet o.O ...
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4.0 von 5 Sternen Ein Exot kämpft um sein Dasein, 15. Mai 2012
Eines vorneweg: Ich habe mir die Entscheidung für das Nokia N9 64 GB nicht leichtgemacht. Wochenlang habe ich gezögert und verglichen, bevor ich es dann doch gekauft habe. Als Fazit kann ich folgendes kundtun:

Das Gerät ist für Menschen, die:

+ auf ein erstklassiges Design und eine hervorragende Materialanmutung/Verarbeitung Wert legen
+ eine Handykamera wünschen, die etwas überdurchschnittliche Fotos macht.
+ mit einer etwas eingeschränkten Auswahl an Apps zurechtkommen
+ praktisch nicht ausspioniert werden möchten
+ eine kostenlose, weltweite Navigationslösung schätzen (auch kompletter Offline-Betrieb möglich)
+ auf eine unkomplizierte Bedienung Wert legen

Das Gerät eignet sich nicht für Menschen, die:

- auf spezielle Apps Wert legen (z.B. Sonderangebote, welche nur über bestimmte Apps abgerufen werden können, zahlreich bei
Android)
- auf den Klang des Musicplayers großen Wert legen (Rock- und Dancetracks hören sich trotz Equalizer bassarm und dünn an, wer
schonmal das Samsung S8500 Wave 1, Motorola Defy oder HTC Sensation XE in Verbindung mit dem Poweramp-Player genutzt hat,
weiß, wovon ich rede)
- ihr Gerät personalisieren möchten, Themes und Oberflächen sind überhaupt nicht möglich, ein Hintergrund kann nur für den
Lockscreen gewählt werden
- einen Zweitakku nutzen möchten, da derselbige fest verbaut ist

Abschließend lässt sich noch ergänzen, dass es die wichtigsten Apps in irgendeiner Form gibt. Die nicht vorhandene "Deutsche Bahn"-App wird durch eine App mit dem Namen "Fahrplan" substituiert, womit man alle Züge der Deutschen Bahn abfragen kann, die zum web2sms-Verschicken notwendige "Mein o2"-App für o2-Kunden wird durch eine App mit dem Namen "Web2SMS" ersetzt, über die man web2sms zahlreicher deutscher Anbieter (auch o2) kostenlos versenden kann. Vorhanden sind u.a. Facebook, Twitter, Youtube, SportsTracker, Spiegel, Bild, Deutsche Welle, Tagesschau, heute.de, AccuWeather, Internetradio, ein Google-Latitude-Derivat, SPB-TV, Skype, Opera Browser, Firefox, cuteWiki, Ionic (E-Book-Reader), Drop N9 (Dropbox-Client), Währungsrechner, Maßeinheitenumrechner, wissenschaftliche Taschenrechner, Reiseführer ... um mal einen Querschnitt durch das Sortiment zu geben ;-)

Der Wecker funktioniert auch bei ausgeschaltetem Gerät, verpasste Anrufe/sms werden auf Wunsch direkt im Display angezeigt, eine blinkende LED gibt es nicht. Wie man den Status-Report (Sendebericht) bei sms einstellt, habe ich noch nicht herausgefunden, eventuell gibt es den nicht. Das Gerät wird bei Anschluss an den PC als Massenspeicher erkannt, Bilder, Songs und andere Medien lassen sich auch problemlos per Bluetooth an jedes andere kompatible Gerät verschicken.

Das Wichtigste zum Schluss: Das Gerät läuft stabil, Verbindung mit WLAN problemlos, keine Abstürze bisher, wirklich sehr schade, dass Meego solch ein Schattendasein fristet, ich sehe es als ernsthaften Windows-Mobile-Konkurrenten, insbesondere deshalb, weil es auch größere Speicher als 16 GB erlaubt und dem Nutzer viel mehr Freiheiten ermöglicht (z.B. Bluetooth-Datenübertragung, Massenspeichermodus, freier Quellcode...)

Hoffe, dass ich ein klein wenig bei der Entscheidungsfindung behilflich sein konnte!
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