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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Kein Sexroman
Wer mit Schoßgebete einen Erotikroman erwartet hat, ist zu Recht enttäuscht. Das ist er nicht. Sondern es geht um eine zutiefst verstörte Frau, die ein Leben voller Zwänge lebt. Dies gilt im übrigen - ganz im Gegensatz zu ihrer Selbsteinschätzung - auch für ihr Sexualleben, wie die wenigen Sexszenen (ich glaube "Der Pate" hat...
Vor 12 Monaten von ak veröffentlicht

versus
23 von 28 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Übel... übel... übel....!
Konnte Feuchtgebiete noch durch seine derben Provokationen, und nur deshalb mochte ich dieses Buch, von Frau Roches schriftstellerischen Defiziten ablenken, so verschleiert Schoßgebete diesen holprigen Schreibstil nicht mehr, da die Story einem einzigen Haufen Langeweile gleichkommt. Etliche Dinge werden so langweilig detailiert und teilweise auch noch wiederkehrend...
Veröffentlicht am 30. Januar 2012 von SKRTN


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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Kein Sexroman, 4. Juli 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Schoßgebete: Roman (Kindle Edition)
Wer mit Schoßgebete einen Erotikroman erwartet hat, ist zu Recht enttäuscht. Das ist er nicht. Sondern es geht um eine zutiefst verstörte Frau, die ein Leben voller Zwänge lebt. Dies gilt im übrigen - ganz im Gegensatz zu ihrer Selbsteinschätzung - auch für ihr Sexualleben, wie die wenigen Sexszenen (ich glaube "Der Pate" hat deutlich mehr) zeigen. Was den Leser letztlich verstört zurücklässt, ist die Tatsache, dass Charlotte Roche letztlich den Hintergrund ihres eigenen Lebens (nämlich den immer wieder zitierten "Unfall") benutzt um die stark angeknackste Psyche der Heldin zu erklären. Wie viel C.R. steckt tatsächlich in der Hauptperson?
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23 von 28 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Übel... übel... übel....!, 30. Januar 2012
Rezension bezieht sich auf: Schoßgebete: 8 CDs (Audio CD)
Konnte Feuchtgebiete noch durch seine derben Provokationen, und nur deshalb mochte ich dieses Buch, von Frau Roches schriftstellerischen Defiziten ablenken, so verschleiert Schoßgebete diesen holprigen Schreibstil nicht mehr, da die Story einem einzigen Haufen Langeweile gleichkommt. Etliche Dinge werden so langweilig detailiert und teilweise auch noch wiederkehrend beschrieben, dass man das Gefühl bekommt, dass Fr. R. nur ein bestimmtes Kontingent an Seiten befüllen wollte/musste.

Da ich beruflich mit dem Auto sehr viel unterwegs bin, habe ich mir zu allem Unglück das Hörbuch angehört: Hätte ich dem Buch vielleicht noch einen zweiten Stern abringen können, würde ich dem Hörbuch eher gar keinen Stern geben wollen.

FRAU ROCHE KANN NICHT VORLESEN!!! Keine Intonation, keine Emotionen, keinen Witz: NULL!
Wer bitte ist da anderer Meinung und setzt diese Dame immer wieder mal vors Mikrofon? Ich war schon zutiefst enttäuscht, dass sie damals eines meiner Lieblingsbücher "Zwölf" von Nick McDonell so versaut hat...
Jetzt habe ich mich durch alle 8 CDs gequält und werde noch mit einer solch faden Geschichte bestraft.

DAS war nichts!
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620 von 771 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Der zweite Versuch eines Buches, 12. August 2011
Von 
Spaddl "spaddl" (SH) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)    (VINE®-PRODUKTTESTER)   
Rezension bezieht sich auf: Schoßgebete: Roman (Broschiert)
Mit Sex verdient man Geld. Der Film hat dieses Kredo längst verinnerlicht und auch am Buchmarkt ist dieser Umstand nicht vorbeigegangen. Erst jüngst gewann ein junger Autor auf der Leipziger Buchmesse mit einer Kurzgeschichtensammlung, die Sex, Obsession, Gewalt als Themen verband, den Messe-Preis. Bereits vor ein paar Jahren wurde das Feuilleton und die breite Lesergemeinde Deutschlands auf Charlotte Roche aufmerksam. Ich habe mich ebenfalls an ihrem "Feuchtgebiet" probiert, aber enerviert das Buch der Leihgeberin zurückgebracht.

Auch "Schoßgebete" beackert thematisch das gleiche Land: Sex, Körperausscheidungen und eine perfide Form von Liebe. Mit dem Vorgängerbuch hatte ich meine Schwierigkeiten: zu eintönig und vorhersehbar war der Ekel und zu unsympathisch die Hauptfigur. Mit Elizabeth Kiehl instruiert Mrs. Roche erneut einen Charakter, der mit seiner ungeschönten, direkten Sprache überzeugen soll.

Erzählt wird aus dem Leben besagter Protagonistin, die in einer Patchworkfamilie lebend, Probleme mit sich, dem Kind, dem neuen Mann und - natürlich - der Sexualität bewältigen muss. Punkt. Darüber schreibt Charlotte Roche knappe 300 Seiten lang. Hinzu kommen jedoch diverse, mehr oder weniger aktuelle Themen: sei es der Einfluss der Eltern auf die Entwicklung der Kinder, die verschiedenen Ansichten von einer gesunden Sexualität und der Verlust geliebter Menschen. Wie bereits in der Presse kommuniziert, wollte die Autorin mit diesem Machwerk ihre eigene schicksalshafte Geschichte um den Tod ihrer Brüder, die auf dem Weg zu ihrer Hochzeit verstarben, verarbeiten. Ambitioniert. Tragisch. Könnte man meinen.
Die Umsetzung aller genannten Aspekte ist jedoch so dilettantisch und stümperhaft, dass das Lesen ein einziger Krampf wurde. Die Roche nutzt zwar schriftstellerische Kniffe wie das Andeuten von Ereignissen, die Erzählweise zerstört aber auch diesen gutgemeinten Umstand. Die titelgebenden Schoßgebete, die sich als Dialoge mit der Therapeutin entpuppen, sind so hölzern und gestelzt, dass von Raffinesse und Leichtfüßigkeit nicht die Rede sein kann.

Das Buch beginnt mit einer längeren, detailverliebten Sexszene, die an den Ekelfaktor und an die Rotzigkeit von kaum einer Sequenz aus "Feuchtgebiete" anknüpft. Mich persönlich störte diese genaue Beschreibung der Sex-Praktiken nicht - weswegen ich aus diesem Grund auch keine Sterne abziehe. Der Grund für meine 1-Sterne-Wertung ist der misslungene Versuch eines Frauengemäldes, das schlecht skizziert, gezeichnet und gerahmt wurde. Die Protagonistin bleibt durchweg unsympathisch, die Charakterisierung ist gekünstelt und mit einem abgewetzten Malpinsel gepantscht, dass der Eindruck entsteht, dass sich die Autorin absolut keine Mühe gegeben hat. Die Fixierung auf unterschiedliche Frauen im Umwelt Elizabeths ist unlogisch sowie schlecht begründet. Der Schreibstil Roches tut sein Übriges. Sätze wie "Sie ist auf meiner Seite. Das ist schön." (S. 44) ziehen sich durch das gesamte Buch. Kurz: Charlotte Roche sabbelt und sabbelt, sagt aber rein gar nichts. Die eingeschobenen englischen Sätze, die Esprit oder Intellekt versprühen sollen, nerven nach einiger Zeit und der Leser fragt sich: "Why?"
Die Andeutungen auf die Sein-Krise von Elizabeth, die das Leben und das Sein als anstrengend empfindet, sind unnachvollziehbar und stellenweise sogar lächerlich.

"Schoßgebete" versucht, intelligenter als Feuchtgebiete zu sein, wodurch ein verkrampftes Buch entstand. Dankenswerter Weise ist Charlotte Roche dabei nicht so altklug und selbstverliebt wie ihre Ziehtochter Helene Hegemann. Natürlich benötigt auch im zweiten Buch der Autorin der Leser einen guten Magen, denn die seitenlange Beschreibung (und Behandlung) von weißen Würmern, die sich im Darmausgang einnisten, zerrt an der Standfestigkeit des Verdauungsapparates.

Was bleibt ist ein ernüchterter Leser, der ein viel zu dickes, sinnloses Buch beendet hat, das eine dumpfe Protagonisten zu Wort hat kommen lassen, die nichts zu sagen hat, sich im Laufe des Geschehens nicht weiterentwickelt und mit ihrer Meckerei gegen alles und jeden flott auf den Geist geht. Durch die Marketing-Maschinerie wird sich auch dieses Buch wieder wunderbar verkaufen - schlimm genug.
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6 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Trash as Trash can !!, 30. August 2012
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Schoßgebete: Roman (Broschiert)
Ich dachte, ich probiere diese so hoch gelobten Bücher jetzt mal aus und lese sie auch. Oh je! Ich hätte das nicht tun sollen! So etwas primitives und langweiliges und fökalsprachliches habe ich noch nie zu lesen bekommen! Danke, nix für mich! Wenn es ginge würde ich mehrere "Minusstrerne" vergeben.
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6 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Sehr persönlicher und aufregender Roman, 11. Juni 2012
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Schoßgebete: Roman (Broschiert)
Nach dem interessant schockierendem Buch "Feuchtgebiete" von Charlotte Roche war ich sehr gespannt auf ein weiteres Buch von ihr. Anders als zuerst angenommen, ist das Buch "Schoßgebete" ganz anders als das Erste. Einige sexuelle Details, die man aus dem ersten Buch schon kennt, sind zwar wieder vorhanden, jedoch konzentriert sich die Schriftstellerin viel mehr auf eine menschliche und sehr persönliche Lebensgeschichte. Die Kombination aus dem "stinknormalen" Leben der Protagonistin und einer anderen, sexuellen Seite die von ihr immer mehr entdeckt wird, macht das Buch abwechslungsreich. Neben dem Unterhaltungsfaktor, wird der Leser auch mit einem ernsten Thema konfrontiert, welches auch zum nachdenken anregt.
Fazit: Auf jeden Fall lesenswert, auch wenn man kein Fan von "Feuchtgebiete" ist.
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507 von 640 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Banales Feuchtgefummel Teil 2, 10. August 2011
Von 
Neutralmodus2000 - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)    (TOP 500 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Schoßgebete: Roman (Broschiert)
Die gute Nachricht zuerst: Den Duden muss man für dieses simpel gestrickte Werk nicht bemühen. Mit einem rudimentären Wortschatz, der etwa dem einer sexvernebelten Amöbe gleichkommt, kann man sich ohne Probleme über die gesamte Distanz durch dieses Pamphlet hangeln. Aber immerhin: Subjekt, Prädikat, Objekt - der Satzbau stimmt, dem Lektorenteam sei gedankt. Dafür einen Stern.

Zum eigentlichen "Inhalt": Dieser offenbart sich als Fahrt durch den Enddarm und triefendes Pseudogesülze rund um Seelenschmerz; angereichert mit einem Hauch von Story. Elizabeth, Anfang 30, modern, aufgeschlossen, abenteuerlustig, reibt sich gedanklich wie körperlich zwischen Feminismus und Fellatio auf. Ihr Sex mit dem Freund ist abwechslungsreich, inklusive Clubbesuch und in-alle-Löcher-rein. Zwischendurch wird der Nachwuchs aus Beziehung I aufgepäppelt und über den Sinn des Lebens nachgedacht - sowie darüber, wie sich "Frau von heute" denn in ihrer Rolle zu verstehen hat.

Tja, das war`s schon. Medienfrau Charlotte Roche bleibt sich auch im zweiten Teil ihrer Expedition unter die Gürtellinie treu und tut das, was sie am besten kann: sich über Genitalien äußern, sich von quotengeilen Erfüllungsgehilfen in Verlagen und Sendern vermarkten lassen, sich als intimes Sprach- und Abflussrohr aufschwingen. Nur tut sie dies in "Schoßgebete" als Wolf im Schafspelz, weil sie sich angeblich was "Privates" von der Seele schreiben muss (ihr Alter Ego "Elizabeth" übernimmt im "Roman" diese Rolle und langweilt stellenweise über Dutzende Seiten. Kochrezepte kommen allerdings nicht im Roman vor ...).

Ihre Frauenversteherrolle hält sich Roche in alle gesellschaftlichen Richtungen offen, schließlich gilt es alle möglichen weiblichen Zielgruppen zu erreichen. Und siehe da: Während sich derweil ein paar ehemalige Emma-Leserinnen in Hintertupfingen zu einer Spontan-Demo gegen ein paar echauffierte ehrenamtliche Kirchenhelferinnen aufraffen, sind ruckizucki 500.000 und mehr Exemplare verhökert. Nur Frauen Schuhe zu verkaufen scheint einfacher zu sein ...

Fazit: In 2-3 Stunden ist man durch mit diesem verlagsinitiierten Skandälchen von Büchlein. Was nach der Lektüre bleibt, ist nicht etwa der Wunsch, endlich mal wieder mit Mama, Manni oder der besten Freundin über Sex reden zu können, sondern die ehrliche Sehnsucht nach einem verdammt guten Buch zwischen den Fingern. Und da "Schoßgebete" kein solches ist - ebenso wenig, wie das Privileg des Vorablesens kein solches war - bleibt nur die Hoffnung. Und diese stirbt bekanntlich zuletzt.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Therapieresistente Autorin hofft auf weiteren Kassenschlager, 12. März 2014
Rezension bezieht sich auf: Schoßgebete: Roman (Broschiert)
Ebenso „literarisch wertlos“ wie das Erstlingswerk.
Ebenso fehlt ihm stilistisch alles.
Sprachwitz? Fehlanzeige!
Der zweite Erguß der Autorin bewegt sich vom sprachlichen Niveau her ebenso streng monoton fallend, strebend gegen minus unendlich.

Darin ist die Autorin zuverlässig.
Böse(?) Zungen behaupten, sie könne gar nicht anders.
Diesmal auf noch mehr Seiten.

Verheiratet zu sein bedeutet der Autorin, mit Opa als Mann auf Nutten zu gehen.
Das geschilderte Lebensalter des Mannes könnte bereits etwas Nekrophiles haben.
Wer hätte etwas anderes erwartet?
Überraschend wird Nekrophilie nicht weiter vertieft.
Sei doch nicht so kalt, lieg doch nicht so da … laß‘ dich mal gehen!
Nekrophilie dürfte ihr - ausweislich eigener Schilderungen am noch lebenden Objekt - geschmacklich beim Fellatio sehr entgegen kommen.
Sperma kommt keines mehr.
Das schmeckt ihr sowieso nicht.
Schreibt sie selbst.
Klar, ein drittes Buch muß her.
Das wird dann wieder ein Kassenschlager.
Geht nur mit maximalem Ekel.
Soviel sollte selbst sie gelernt haben.

Heißen diese degeneriert-dekadenten Wechsel-Leute nicht einfach Swinger, sind als Spezies altbekannt und treffen sich gewöhnlich in entsprechenden Clubs?
Sind Nutten dabei nicht eher entbehrlich?

Wir erfahren, wer Würmer hat, ist nie allein.
Die Erwartungen der geneigten Leserschaft werden nicht erfüllt.
Sie stopft sich die Würmer nicht überall rein. Ausnahmsweise.
Wieso eigentlich nicht?
Zoophilie ebenfalls erst im dritten Buch?
Also wirklich!
Wie sollen sich denn 1,3 Millionen verkaufter Bücher abermals erreichen lassen?

Immerhin outet sich die Autorin als gleichermaßen therapieerfahren wie therapieresistent.
Das war bereits im ersten Buch erkennbar - zwischen den Zeilen.
Dass die Autorin sich als psychisch krank outet?
Das hätte sie nicht mehr selbst heraus zu stellen, geschweige denn zu betonen brauchen.
Diese Erkenntnis darf sie nach ihrem Erstlingswerk als sattsam bekannt voraussetzen.
Allerdings wären dann wohl 100 Seiten weniger im zweiten Buch gewesen.

War es im ersten Buch der Ekelfaktor, der überdecken sollte, was sie wirklich transportiert, versucht sich die Autorin bei den Schoßgebeten als Hedwig Courths-Mahler bzw. Marlitt, um zur Verdeckung diesmal auf die Tränendrüse zu drücken.

Untauglicher Versuch. Das glaubt niemand mehr.
Die Leser/innen wissen inzwischen, mit wes‘ Geistes Kind sie es zu tun haben.
Die erzählt alles, wenn sie sich davon nur genügend Geld verspricht.
Unfall hin oder her.
Mummenschanz.
Totentanz.
Totentanz ist ein gutes Schlußwort.

Noch was? Ach ja!
Willentliche Entinnerung, dass es eine Charlotte Roche überhaupt gibt.
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75 von 95 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Stoßgebete einer Bestsellerautorin, 16. September 2011
Rezension bezieht sich auf: Schoßgebete: Roman (Broschiert)
Ich habe das erste Buch von Charlotte Roche nicht gelesen und hätte auch zu diesem nicht gegriffen, wenn es mir nicht geschenkt worden wäre. Natürlich hatte ich vorher über die Autorin etliches gehört und in den Feuilletons gelesen. Jetzt hat mich der Text aber doch überrascht. "Schoßgebete" ist in einer schlichten aber angemessenen Sprache geschrieben, die sich schnell wegliest - jedenfalls wenn man einmal die Beischlafszene am Anfang (Gähn, Fremdschäm) überstanden hat. Das Psychogramm der Hauptfigur Elizabeth ist differenziert, interessant und sehr nachvollziehbar beschrieben. Ich hatte weder Probleme damit noch Widerstände dagegen, mich in ihre Welt zu versetzen. Und auch die Sitzungen bei der Analytikerin als Aufbauprinzip und Vehikel zur Rückerinnerung haben ihren Zweck erfüllt. Dass das furchbare Ereignis des Verkehrsunfalls die Protagonistin nachhaltig traumatisiert hat, wird anschaulich, interessant und auch amüsant gezeigt. Es ist ebenso lehrreich wie unterhaltsam, diese Passagen zu lesen, das hätte ich nicht erwartet!
Für diesen Teil des Buches hätte Frau Roche von mir locker fünf Sterne bekommen.

Leider hat das Ganze aber noch drei Pferdefüße.
Erstens: Die These des Romans ist ja, dass die geschilderte Zwangsneurotikerin sich nur beim Sex völlig frei fühlen kann. Hier lässt sie los, hier lässt sie die Sau raus. Behauptet Charlotte Roche. Da die Autorin uns ausführlich an diversen Intimitäten teilhaben lässt, ist es nicht schwer, den Wahrhheitsgehalt ihrer Behauptung zu überprüfen. Und was entdecken wir da? Loslassen sieht anders aus. Die Frau ist ein Kontrollfreak und das ändert sich auch im Bett nicht. Die Livestream-Protokolle, die uns der Roman liefert, sind der allerbeste Beweis dafür. Ekstase wird hier zwar vollmundig behauptet, aber nicht gelebt. Das Buch fängt sich in seiner eigenen Falle, die Ich-Erzählerin kontrolliert erzählend auch ihre Gedanken, Taten und Wünsche beim Sex.
Nur für die Werbetrommel war die (psychologisch ohnehin wacklige) Behauptung gut. Pardon, sehr gut.

Und der zweite Pferdefuß? Elisabeth empört sich über die Presse, vor allem die Bild Zeitung, die eine Hetzjagd auf die Leidtragenden nach dem Unfall veranstaltet hat. (Für alle, die es noch nicht wissen: Auf der Anreise zur Hochzeit der Protagonistin werden ihre drei Brüder bei einem Autounfall getötet. Dies ist auch Charlotte Roche widerfahren.) Die Autorin hat mit Hinweis auf den autobiografischen Gehalt des Romans jedes Gespräch mit Springer-Medien verweigert. Aber selbst möchte sie ganz gern Profit aus dem Familien-Drama ziehen.
Der Leser merk's und ist verstimmt.

Dritter Pferdefuß: So differenziert die Protagonistin auch gezeichnet ist, so eindimensional sind alle anderen Figuren ausgefallen. Das beste Beispiel dafür ist dieser angeblich so tolle Ehemann, der mit Attributen aus allen Klischeefallen ausgestattet ist, die sich denken lassen, dabei aber so überladen wurde, dass weniger als eine Karikatur heraugekommen ist. Der Typ ist alt, hässlich, reich, unglaublich verständnisvoll, sexgeil, wahnsinnig potent und darüber hinaus ein begnadeter Hausmann.

Danke Frau Roche, drei minus, setzen.
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92 von 119 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen 'Schoßgebete', 19. August 2011
Rezension bezieht sich auf: Schoßgebete: Roman (Broschiert)
Wenn man sich tatsächlich von den explixiten, detaillierten Beschreibungen abwenden kann, dann findet man in Charlotte Roches zweitem Roman viel mehr als reine Lust am Provozieren.
Die Geschichte, die Protagonistin Elisabeth erlebt hat und mitteilt, während man sie für drei Tage durch ihr Leben begleitet, ist bewegend und lässt einen vielleicht ein Stück weit verstehen, woher sie ihre Ängst, Vorlieben und Charakterzüge nimmt.

Ich persönlich verstehe auch die ganze Kritik nicht so ganz. Man weiß doch um Roches Vorliebe für lange Beschreibungen von Dingen, die sonst niemand auch nur gern erwähnt. Und wenn man davon nichts hält, wieso liest man dann auch noch ihr zweites Buch, geschweige denn überhaupt etwas aus ihrer Feder?
Und mal im Ernst, wer große Autoren sucht, fragt doch auch nicht nach 'Feuchtgebiete' und 'Schoßgebete', oder? Mit welchen Erwartungen geht man denn an so ein Buch?

Ich jedenfalls habe das gleiche Niveau wie beim ersten Buch erwartet und wurde positiv überrascht. Ich mag das Buch, die Geschichte, den Stil und die Protagonistin auch. So.
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35 von 45 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Geniestreich!!!, 7. Juni 2012
Rezension bezieht sich auf: Schoßgebete: 8 CDs (Audio CD)
Ich habe jetzt schon viele Rezensionen zu dem Buch gelesen und mich gewundert über die negativen Bewertungen.
Ich habe es mir als Hörbuch zu Gemüte geführt. Und ich bin begeistert. Von Charlotte Roches Stimme, von der Idee dieses Buches und von der Ausführung. Roche ist eine absolut unerschrockene, empathische und authentische Frau. Naja - Sex sells. Und wenn schon. Es ist keine Schande Geld verdienen zu wollen. Und Sex als Thema ist ja auch nicht so abwegig, da es insbesondere den erwachsenen Menschen doch ab-und-zu beschäftigt. Und langweilig? Mmmh, wahrscheinlich ist Analverkehr und Besuche eines Ehepaares bei einer Prosituierten schon so banal und alltäglich, das eine diesbezügliche Schilderung langweilt ;-). Das ist aber nicht der ganze Inhalt des Buches und deshalb hat es noch sehr viel mehr Tiefe als das Erste. Es ist die Beschreibung eines unfassbaren Schicksalsschlages, wie es einen Menschen verändert und wie es möglich sein kann damit zu leben. Da dies so viel mit Charlotte Roche zu tun hat finde ich es bemerkenswert offen wie sie davon schreibt. Und ich finde es bemerkenswert herzlos, wie in diesem Zusammenhang Rezensenten über das Buch urteilen.
Hier scheint mir sehr viel Neid und Missgunst mit im Spiel zu sein.
Da sollte aber Charlotte Roche nicht bremsen: Wer schön, klug und noch dazu nicht auf den Mund gefallen ist bekommt als Frau eins auf die Nase.
Man/frau mag in einigen Dingen nicht mit Elisabeth konform gehen. Z.Bsp. glaube ich nicht das gemeinsame Bordellbesuche die Dauer einer Ehe verlängern könnten. Und hier könnte Alice Schwarzer in ihrer Kritik schon recht haben, dass Charlotte Roche nicht das Problem löst sondern es hat. Aber irren ist möglich/menschlich.
Und Literatur - wer hat darüber eine Deutungshoheit?
DAs Buch/die CD vermitteln eine ganze Menge als Lebensweisheit. Wer offen dafür ist, kann profitieren. Ich wünsche Charlotte Roche alles Glück der Welt und bin schon gespannt auf den nächsten Roman.
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Schoßgebete: Roman
Schoßgebete: Roman von Charlotte Roche
EUR 8,49
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