Kundenrezensionen


12 Rezensionen
5 Sterne:
 (9)
4 Sterne:
 (3)
3 Sterne:    (0)
2 Sterne:    (0)
1 Sterne:    (0)
 
 
 
 
 
Durchschnittliche Kundenbewertung
Sagen Sie Ihre Meinung zu diesem Artikel
Eigene Rezension erstellen
 
 
‹ Zurück | 1 2 | Weiter ›
Hilfreichste Bewertungen zuerst | Neueste Bewertungen zuerst

3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Ein Alptraum kommt selten allein..., 10. November 2011
Von Amazon bestätigter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Welcome 2 My Nightmare (Limited Deluxe Version) (Audio CD)
Dass Alice Cooper in vielen musikalischen Genres zu Hause ist, beweist er wieder einmal mit seinem neuen Album "Welcome 2 My Nightmare", das an Vielfalt und Abwechslungsreichtum kaum zu übertreffen ist. Nach dem etwas sperrigen Vorgänger, dem Konzeptalbum "Along Came A Spider" (2008), gibt sich der Meister des Grauens anno 2011 wieder etwas zugänglicher und - naja, eine Spur kommerzieller, was dem ganzen aber nicht im geringsten abträglich ist. Gut aufgelegt, fit wie nach einer Frischzellenkur und mit einer gesunden Portion Humor, präsentiert der mittlerweile 63-Jährige Schockrocker eine späte Fortsetzung seines 1975er Klassikers "Welcome To My Nightmare". Mit Unterstützung von Songschreiber Bob Ezrin, jeder Menge Gastmusiker (Rob Zombie, Kip Winger, Ke$ha, Steve Hunter) und der originalen Alice Cooper Band (Denis Dunaway, Michael Bruce, Neal Smith) ist dabei ein recht ansprechendes Album rausgekommen.

Den Einstieg zu Alice Coopers neuestem Alptraum liefert das grossartige "I Am Made Of You", eine mit Voicetuning hochgestylte Power-Ballade, die sich langsam aufbaut und steigert. Mit viel E-Gitarren und eingängigem Refrain wird bei "Caffeine" das Tempo deutlich angehoben. Die schaurigen Halloween-Klänge von "The Nightmare Returns" bauen die Überleitung zu dem speedig-rockigen "Runaway Train". Witzig und eher untypisch: "The Last Man On Earth", ein Song im New Orleans-Stil, instrumentiert mit Geige, Tuba und Banjo, der auch von einem Tom Waits-Album hätte stammen können. Dann zwei definitive Highlights des Albums: "The Congregation" ist treibender 70er-Hardrock pur; Gary Glitter lässt grüssen! Und DER Hammer schlechthin: Das fetzige, in bester Stones-Manier arrangierte "I'll Bite Your Face Off". Das hätten auch die Herren Jagger und Richards nicht besser hinbekommen.

In der zweiten Hälfte des Albums flaut es etwas ab. "Disco Bloodbath Boogie Fever", eigentlich angelegt als Persiflage auf den aktuellen Charts-Müll, ist eher ein Schuss in den Ofen. Alice Coopers Stimme geht völlig unter in diesem grauenhaften Schunkel-Mischmasch. Das darauffolgende Neo Fifties/Rock 'n' Roll-mässige "Ghouls Gone Wild" ist zwar ok, aber auch nicht mehr. Dafür wird man dann entschädigt mit dem herzergreifenden "Something To Remember Me By", einer wunderschönen Ballade im besten Alice Cooper/Bob Ezrin-Stil, die sehr an die langsamen Stücke von "From The Inside" (1978) erinnert. Auf das grollende "When Hell Comes Home" folgt das etwas poppigere und zeitgemässe "What Baby Wants", ein Duett mit Ke$ha, an dem auch absolut nichts auszusetzen ist.
In dem Midtempo-Rocksong "I Gotta Get Outta Here" zieht Alice Cooper eine Art Resümee über die komplette Story. Den Abschluss des regulären Albums bildet das halb-orchestrale "The Underture", wo noch einmal einige Song-Themen aus beiden "Nightmare"-Alben aufgegriffen und instrumental verarbeitet werden.

Die ansprechend gestaltete 2CD-Deluxe Edition bietet neben Booklet, Mini-Poster und "Ticket To Hell" zusätzlich die Cover-Version des Eric Burdon-Klassikers "We Gotta Get Out Of This Place" sowie die beiden Live-Versionen von "No More Mister Nice Guy" und "The Black Widow".

Ich persönlich sehe "Welcome 2 My Nightmare" nicht unbedingt in Relation mit dem Original-Album von 1975, sondern als sehr gutes, zeitgemässes und stilistisch vielfältiges Rockalbum, das genauso gut "Dirty Diamonds 2" oder "Goes 2 Hell" heissen hätte können. Die Betitelung "Welcome 2 My Nightmare" ist mit Sicherheit ein wenig spekulativ; ein griffiger Titel, der geistige Assoziationen mit ewigen Klassikern wie "Cold Ethyl", "The Black Widow", "Only Women Bleed", "Steven" oder eben "Welcome To My Nightmare" wachruft. Aber solche Songs schreibt selbst ein Alice Cooper nur einmal im Leben.

Welcome 2 My Nightmare
Welcome 2 My Nightmare (2 Lp) [Vinyl LP]
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Willkommen in der Zukunft der eigenen Vergangenheit, 24. September 2011
Von 
hubibe "hubibe" (Gütersloh) - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)   
Rezension bezieht sich auf: Welcome 2 My Nightmare (Limited Deluxe Version) (Audio CD)
Alice Cooper ist ein echtes Phänomen. Schon an die 40 Jahre am Start und immer noch nicht müde. Und anders als viele andere seiner Zeitgenossen, die ihrem eigenen Erfolgsrezept treu bleiben (als Beispiel seien mal AC/DC genannt), hat the Coop immer wieder kräftig experimentiert. Nach den turbulenten 70ern startete Onkel Alice in den 80ern sein Comeback und surfte auf dem Höhepunkt der Hair Metal Welle erfolgreich mit, um dann mit leichter Grunge Schlagseite die letzte Versuchung zu vertonen, danach 2 CDs lang Modern Metal mäßig unterwegs zu sein und anschließend für weitere 2 CDs auf den Garage Rock der ganz frühen 70er zurück zu greifen, bevor er mit "Along Comes a Spider" das erste Konzeptalbum seit langer Zeit rausbrachte und auf diesem noch etwas sehr unentschlossen tönte. Nun das zweite Konzeptalbum in Folge (er bleibt also den 2er Serien treu), aber das erste Mal mit direkten Verweisen auf die eigene Vergangenheit. In meinen Augen seit langer Zeit mal wieder ein Alice Cooper Album, welches trotz erheblicher stilistischer Bandbreite mehr nach dem typischen Cooper (wenn es den denn gibt) klingt als alles in den letzten 20 Jahren. "Welcome 2 my nightmare" ist stilistisch enorm breit gefächert, recht modern produziert, atmet aber trotzdem an vielen Stellen authentisches 70er Flair. Hört sich spannend an? -Ist es auch. Aber der Reihe nach:

"I am mad of you": klassische Cooper Ballade zum Start, allerdings in top modernem Gewand, mit Autotune Effekten im Gesang. Schöner Kontrast dazu: das klassische Gitarrensolo von Steve Hunter - einfach nur göttlich. In meinen Augen einer der besten Cooper Songs aller Zeiten. Setzt die Messlatte für das Album verdammt hoch. 10/10

"Caffeine": es wird glam rockig. Die Cowbell gibt den Rhythmus vor. Ansonsten das volle 70ties Gitarrengeschwader, geht gut ab. Erinnert durchaus an einige Songs von ACAS, wäre auf der CD aber ein einsamer Hit gewesen. Textlich ist Cooper auf diesem Album ohnehin auf seinem Zenith. Es gibt viel zu Lachen und ein wenig zum Gruseln. Macht einfach Spaß, auch mal auf die Texte zu achten. 9/10

"The nightmare returns": stimmungsvolles Intro in den Rest der Scheibe, mit Klaviermelodien aus dem ersten WTMN Opus. 6/10

"A runaway train": Speed-Shuffle. Man hört wirklich raus, dass hier der Großteil der klassischen Cooper Band aus den Siebzigern am Werk ist. Ganz nett, aber dem Song fehlen einfach die Höhepunkte, er plätschert (oder besser rast) so vor sich hin. 5/10

"Last man on earth": Klasse! Echt origineller Text und vollkommen untypische musikalische Umsetzung, mit Tuba, Polka-Anklängen und Banjo. Hört sich komisch an? - Stimmt. Aber es passt und macht Spaß. So originell hat Onkel Alice definitiv seit 1975 nicht mehr geklungen. 8/10

"The congregation": Klasse Hardrock und auch wieder eine spannende Mixtur aus 70er Rock und Rob Zombie Rhythmus (und Background Growls) im Refrain. Gefällt! 9/10

"I'll bite your face off": Von der Musik her der beste Stones Song, den Mick Jagger & Co nie geschrieben haben. Bis auf den Mittelteil, der typisch Alice Cooper ist. Genial, live sicherlich ein absoluter HIt. Klassiker. 10/10

"Disco Bloodbath Boogie Fever": Alice macht sich musikalisch über Disco Musik lustig. Leider mit Disco Musik. So kann man sich das als Witz mal gut anhören. Und auch wenn ab der Hälfte klassischer Hardrock mit einem klasse Shredding-Solo von Rob Zombie Klampfer John5 übernimmt, ist der Song zum mehrmals hören zu viel Disco. Jedenfalls für meinen Geschmack. 6/10

"Ghouls gone wild": Hört sich an wie eine Mischung aus Beach Boys und Rob Zombie. Mir gefällts. Gute Laune Song mit morbid-lustigem Text. Klasse! 9/10

"Something to remember me by": Klassische Alice Cooper Ballade. Gewohnt gut, aber nicht so genial wie "I am made of you". 8/10

"When hell comes home": Absolut morbide Gruselstimmung. Langsamer, harter Blues Stampfer mit genialem Piano und wirklich gruseligem Gesang und Text. Spitze. 9/10

"What Baby wants": Nochmal Richtung Dancefloor. Diesmal mit Pop Sternchen Ke$ha. Wieder Erwarten ein klasse Song. Echter Ohrwurm, schön rockige Gitarren. KÖnnte ein Hit werden. 9/10

"I gotta get outta here": Quasi die Management Summary der ganzen Story. Lustiger Text, geniales Ende. Von der Musik her lässiger Rocker, klasse. 9/10

"The underture": Musikalische Zusammenfassung der beiden Nightmare Epen. Schreit nach opernhafter Live-Inszenierung. 7/10

Summasummarum: klasse Scheibe mit 2 Klassikern für die ewige Cooper Bestenliste sowie einigen echt guten Songs, die knapp dahinter landen und einigen Ausfällen, die allesamt originell sind und abhängig vom eigenen Musikgeschmack auch überzeugen können. Ich finde es klasse, wie Alice Cooper immer Alice Cooper ist, obwohl er musikalisch gesehen in den letzten 15 Jahren diverse Richtungsänderungen durchgezogen hat. Dieses Album weist in meinen Augen auch die beste Gesangsleistung von Cooper auf. Es ist klasse, wie er seine Stimme einsetzt und welche Charakterfärbungen er damit rüber bringt. Das war auf keinem der letzten 10 Alben so. Hut ab, freue mich auf die Tour im November.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


14 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen DAS Album 2011!!!, 16. September 2011
Von Amazon bestätigter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Welcome 2 My Nightmare (Limited Deluxe Version) (Audio CD)
Vor Monaten vorbestellt, heute pünktlich am Erscheinungstag bei mir eingetroffen, das Albumhighlight 2011!
Zu diesem Album kann man eigentlich nur eines sagen, GENIAL! Bin ich mit dem letzten Album, "Along Comes A Spider", anfangs nicht richtig warm geworden, zündet dieses Album schon beim ersten durchlauf. Ein Ohrwurm jagt den nächsten, einzelne Songs hervor zu heben, geht nicht, da sie alle Hammer sind. Anfangs war ich etwas Skeptisch, als ich hörte, das Alice Cooper einen Song mit Keasha auf nimmt, dieser ist auch etwas Kommerziel geraten, ist aber irgendwie doch typisch Alice Cooper. Auch das mitwirken, der original Alice Cooper-Band hat mich richtig gefreut:) Auch ist das Album abwechslungsreich, wie kein anderes, hier kommt wirklich jeder auf seine Kosten.

Wie gesagt, einzelne Songs möchte ich jetzt nicht hervorheben, da Alice Cooper-Fans sich das Album sowieso zulegen werden, und zu 100% begeistert sein werden.
Jetzt kann ick das Konzert am 14.11 in Berlin kaum noch abwarten und hoffe, das noch weitere Alben (und Touren) folgen werden:) Alice Cooper hats wieder mal geschafft, ein Hammeralbum abzuliefer, das jeden zufriedenstellen wird!!!
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Danke für diesen Alptraum!, 26. September 2011
Rezension bezieht sich auf: Welcome 2 My Nightmare (Limited Deluxe Version) (Audio CD)
Das Original "Welcome To My Nightmare" war 1976 das erste Soloalbum, nachdem Alice und die Alice Cooper Group sich getrennt hatten. Es war einfach anders, mit dem Intro von Vincent Price gesprochen, dem Lösen von reinem Rock, den teilweise humoristischen Gruseleinlagen... Welcome 2 My Nightmare, Update und Fortsetzung braucht sich nicht im Schatten seines "Ahnen" zu verstecken. Wieder gibt es eine große Bandbreite an Stilen, eine alptraumhafte Story, diesmal mit einer netten Überraschung für Alice am Ende, und ein paar Texte, die wieder mal zwischen zwei Buchdeckel gehören würden (etwas, was ich an Meister Cooper besonders schätze). Steven, der kleine Junge aus dem ersten Nightmare ist wieder da, auch finden sich bekannte Themen als Zitat eingestreut. Und nicht zuletzt Bob Ezrin und Dick Wagner im Produktionsteam, wie beim Original, das konnte doch nur gut werden.

Was auffällt, sind die Schockeffekte. Hat Alice in den Siebzigern noch das Establishment erschreckt, hat er jetzt eine neue Zielgruppe: Die ganz, ganz dunklen und die "gaaanz ernsthaften" Rock- und Metalhörer, die jeglichen Mainstream ablehnen und Humor in Musik grundsätzlich deplatziert finden. Da wird mit Teeniestar Kesha zusammen gearbeitet, Autotune benutzt, jenes böse Programm, das in der Chartmusik heutzutage so gerne eingesetzt wird. Da wird in dramatischen Zusammenkünften von Untoten freundlich nach der Toilette gefragt, und Gothic-Chöre mit Discorhythmen gemischt. Das mag auf einige albern wirken, aber das ist und war schon immer Alice Cooper pur. Und was dabei rauskommt, macht einfach Spaß. Das ist kein Kasperltheater, Songs wie der druckvolle Opener "I Am Made Of You" oder das düstere "When Hell Comes Home" beweisen es. In letzterem geht es um einen wahren Alptraum - häuslichen Mißbrauch. Und trotzdem findet Alice genau die richtige Mischung, und das Ergebnis ist eines der stimmigsten und rundesten Alben, die man seit langem vom Fürst der Finsternis erhalten hat.

Gäste auf diesem Album: Neal Smith, Dennis Dunaway und Michael Bruce aus der Original AC-Band, die an einigen Songs mitgewirkt haben.

Anspieltipps:

I Am Made Of You - ein sich langsam aber kraftvoll aufbauender Opener, der mit Druck die Türen zu Alice's Alptraum aufstößt

Caffeine - leicht hysterischer Rock mit Punkeinschlag. Selten passte ein Song so gut zu seinem Titel. Schon jetzt ein Fan-Favorit

Last Man On Earth - Sehr ungewöhnliches Stück mit New Orleans-Feeling durch Banjo, Tuba und Geige. Groovy.

The Congregation - Lupenreiner Hardrock, der mit seinen Hey' und Ho's bestimmt ein Livekracher werden könnte.

Disco Bloodbath Boogie Fever - der witzigste Titel des Albums, Trash vom Allerfeinsten. Sisters Of Mercy treffen Lady Gaga, und machen gute Laune. Wer unbedingt Rock braucht, warte bis zu einem großartigen Gitarrensolo.

What Baby Wants - das Duett mit Kesha. Sehr ohrwurmig, und trotz aller Poppigkeit durchaus mit ordentlich Kratzbürstenfaktor. Man hört der jungen Frau an, was für einen Spaß sie hatte, mit ihrem Idol zu arbeiten.

REMEMBER THE COOP - Mit diesem Album ist das sehr einfach, und man darf sich schon auf die nächste Tour freuen.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Woa!!!, 18. September 2011
Rezension bezieht sich auf: Welcome 2 My Nightmare (Limited Deluxe Version) (Audio CD)
Dieses Album haut ein echt um. Wie meine Vorredner habe ich es mir auch schon Wochen vorher bestellt und hab dann im Kalender die Tage gezählt, teils skeptisch, teils nervös und einen riesigen Anteil an Vorfreude. Und ich muss ehrlich zugeben, dieses Album hat mich komplet überrascht, aber auch vom ersten Song an gefesselt. Man hört einen ganz anderen moderneren Alice, aber immer noch mit der gleichen Manier. Es ist eins der besten Alben von ihm und seit langer Zeit. Auch das Ende der CD, also der letzte Song, wo man in den Genuss eines Zusammenschnittes aller musikalischen Motive und Themen der Lieder von seinem ersten Soloalbum Welcome to my nightmare kommt, ist oberaffengeil. Aber wie mein Vorredner schon anmerkte, kann man aus diesem, wieder einmal gelungenem Meisterwerk vom Coop kein besonderes Lied herausheben. Sie sind alle besonders und jedes hat seinen eigenen Charm. Hört einfach mal rein, es lohnt sich echt.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


7 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Immer noch am Puls der Zeit?, 19. September 2011
Von 
Mario Karl "musikansich.de" (Bayern) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)    (VINE®-PRODUKTTESTER)    (REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Welcome 2 My Nightmare (Limited Deluxe Version) (Audio CD)
Fortsetzungen zu beliebten und kommerziell erfolgreichen Alben sind ja in letzter Zeit immer wieder recht "hip". Nach 36 Jahren hat es wohl auch Alice Cooper in den Fingern gejuckt, selbst einen solchen Aufguss zu versuchen. Eine neuzeitliche Interpretation von Welcome to my nightmare sollte es sein. Dazu geholt hat sich Mr. Furnier seinen damaligen Produzenten und Songwriting-Partner Bob Ezrin. Auch ein paar ehemalige Kollegen der ursprünglichen Alice Cooper Band (Denis Dunaway, Michael Bruce und Neal Smith) sind mit an Bord. Lustig, dass sie gerade hier mitwirkten. Setzte der Sänger doch vor Teil 1 seine Band vor die Tür und machte solo weiter. Wie auch immer, schauen wir uns Welcome 2 my nightmare etwas genauer an.

Vom grundsätzlichen Konzept her hat sich erwartungsgemäß wenig verändert. Auch hier gibt es wieder eine albtraumhafte Geschichte nach der anderen. Doch thematisch verknüpft wirken sie nicht. Anno 2011 hat man sich an diese Thematik natürlich auch schon längst gewöhnt. Und so sind hollywoodartige Texte über Ghouls, Blut und comichafte Gewalt eher für den gepflegten und leichten Grusel zwischendurch gut, als dass es noch jemanden schockieren würde. Dem sind sich Alice Cooper und Genossen durchaus bewusst und so tritt man dieser Tatsache mit einer Portion Humor gegenüber, was ein Pluspunkt ist.

Vor allem musikalisch merkt man, dass die letzten drei Jahrzehnte an dem "Godfather of Shock Rock" nicht vorbei gegangen sind. Teilweise topmodern und technisch einwandfrei (manchmal etwas zu steril) präsentieren sich die Songs. Zeitgenössischer Autotune-Wahnsinn und Popcharme hätte es wie z.B. bei "I am made of you" aber definitiv nicht gebraucht - auch wenn sich eine typische Alice Cooper-Ballade darunter versteckt. Da werden dem traditionsbewussten Rockfan angeglamte Hardrocker wie "The congregation", "Caffeine" oder "I'll bite your face off" umso besser munden, auch wenn man so richtig unwiderstehliche Ohrwürmer wie "Department of youth" oder "Cold ethyl" etwas vermisst. Ziemlich spaßig sind dafür der beschwingte Bubblegum-Rock'n'Roller "Ghouls gone wild", das roots-rockige "I gotta get out of here" oder auch das polkamäßige (Tom Waits light trifft auf einen Tuba spielenden Zigeuner) "Last man on earth", welches (in diesem Fall positiv) etwas aus dem Rahmen schlägt.

In eine ganz andere Richtung geht auch "Disco bloodbath boogie fever", bei dem Alice Cooper mal eben Disco-Hopser abschlachten geht und sich dazu einem rockigen Dödel-Atzen-Sound bemächtigt. Lustige Idee - klingt trotzdem eher schlapp. Interessanter wirkt da noch "What baby wants". Hier trifft zeitgemäßer Blingbling-Pop in Form von Schäbi-Sternchen Ke$ha (!) auf 80s-Rock. Na, wenn das mal kein Hit wird...

An dieser Beschreibung merkt man schon: Stilistisch geht es recht abwechslungsreich auf Welcome 2 my nightmare zu und es wird nicht so schnell langweilig. Das muss man der Platte anerkennen. Allerdings umgibt das Ganze ein leichter Plastik-Charme, wie auch schon der dritten Verwurstung von Meat Loafs Bat out of hell. Ganz nach dem Motto "alles ganz nett, aber auch relativ harmlos". Trotzdem ist die Scheibe recht kurzweilig und wirklich enttäuscht hat sie nicht. Denn wer hat sich allen Ernstes etwas richtig Epochales erhofft?
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Facettenreiche Rock-CD, typischer Alice, 25. September 2011
Von 
Von Amazon bestätigter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Welcome 2 My Nightmare (Limited Deluxe Version) (Audio CD)
Da ist er wieder, inzwischen 63 Jahre alt und jetzt so ein frisches Album. Seinerzeit das große Killer-Album in 1971, damals war Alice als Elternschreck unterwegs. Viele Alben später ruft er sich 1997 mit A Fistful of Alice in Erinnerung, allerdings reproduzierte er sich damit nur. Als u. a. Vorgruppe von Deep Purple in 2005 geraten seine ururalten Horrorshows geradezu peinlich.
Das neue Album ist eine tolle und begeisternde Überraschung. 17 wirklich abwechslungsreiche Nummern, schnelle Rocktitel mit soliden Gitarrenläufen, Balladen, die seine Stimme präsentieren, gepflegter melodiöser und auch hard- Rock. Alte und neue Cooper- Fans: Nix wirklich Neues, aber einfach richtig gut. Bekannter Alice Cooper- Sound, klasse aufbereitet und nicht zu wenige moderne Einflüsse, teils auch ein bisschen kommerziell.
Für mich drängt sich der Eindruck auf, dass Alice Cooper & Band mit ganz viel Selbstironie und Vergnügen an der Arbeit waren. Das fängt schon beim Cover an, für mich eine ironische Pflege des Images. Horror- oder Gruselshow hin oder her, die Produktion hat wohl mächtig Spaß gemacht, der auch rüber kommt, und... am Heimweg samma alle wieder ganz normal. (Ein Blick in You Tube- Interviews und Ausschnitten zeigt das auch.)
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Alice Coopers bestes Album seit Jahren, 28. Februar 2012
Von Amazon bestätigter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Welcome 2 My Nightmare (Limited Deluxe Version) (Audio CD)
Alice Cooper hat sich wieder einmal selbst übertroffen. Ein tolles Album, das sowohl zurück zu den Wurzeln geht, aber auch sehr aktuell klingt. Er greift Themen auf, die einem das Blut gefrieren lassen, wie z.B. häusliche Gewalt im Song "When Hell Comes Home". Ein Duett mit Kesha rundet die Sache ab und klingt modern und Radio tauglich.
Durch und durch gelungen. Weiter so!
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


0 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Suuper Cooper, 2. Dezember 2011
Rezension bezieht sich auf: Welcome 2 My Nightmare (Limited Deluxe Version) (Audio CD)
Keine Frage Cooper Alice halt ein muss für Fans und die dies werden wollen. Super ist die Edition, denn man endeckt nach der CD erst was es sonst noch gibt
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


3 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Hammer Album, 18. September 2011
Von 
Rezension bezieht sich auf: Welcome 2 My Nightmare (Limited Deluxe Version) (Audio CD)
Das Album hat mich richtig überzeugt auch wenn es nicht ganz der typische Stil des Coopers ist aber trotzdem musikalisch genial
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


‹ Zurück | 1 2 | Weiter ›
Hilfreichste Bewertungen zuerst | Neueste Bewertungen zuerst
ARRAY(0xaf61bca8)

Dieses Produkt

Nur in den Rezensionen zu diesem Produkt suchen